# Podcast Economics: Niche Trust, Lean Operations, and AI Resistance

**Podcast:** Tech and Tales
**Published:** 2026-05-02

## Transcript

Tech & Tales.
Herzlich willkommen zur 78.
Folge von Tech & Tales.
Heute machen wir einen bisschen anderen Ansatz.
Wir sprechen nämlich übers Podcasten.
Und mein Gast ist Philipp Glöckler, der Co-Host vom Doppelgänger Tech Talk, den er zusammen mit Philipp Glöckner vor fünf Jahren, glaube ich, habt ihr ihn ins Leben gerufen, oder?
Zur Corona-Zeit.
Er ist tatsächlich einer der profiliertesten Köpfe der deutschen Podcast-Szene.
Die beiden haben über 50.000 Hörer zweimal die Woche, mittwochs und samstags, sehr zu empfehlen und analysieren die Wirtschaft und alles, was in AI so passiert.
Und Philipp ist dafür bekannt, dass er laut Gemini eine sehr direkte No-Bullshit-Attitüde hat.
Deswegen wollen wir heute darüber sprechen, welchen Impact-Podcasts haben, also sowohl politisch als auch auf der Medienseite.
Und wie Podcasts sich wohl entwickeln werden, vor allen Dingen im Hinblick auf AI.
Aber Philipp, stell dich doch einmal kurz vor.
Vielen Dank, dass ich da sein darf, beziehungsweise dass du hier bist.
Ich bin Philipp, ich bin die kleinere Hälfte von dem Doppelgänger-Podcast.
Den Doppelgänger-Podcast könnt ihr euch so vorstellen, Pip, mein Co-Host, redet sehr viel und ich darf ab und zu ein paar Fragen stellen.
Er ist immer sehr gut vorbereitet, ich eher nicht.
Und ja, das hören einige Leute, vor allem wegen ihm.
Und wir haben irgendwie eine ganz schöne Podcast-Reise die letzten fünf, bald sechs Jahre gehabt.
Inspiriert von den großen amerikanischen und deutschen Podcasts, die es immer noch gibt.
Und ja, verrückte Reise, immer noch Audio-Only.
Immer noch zweimal die Woche und heute haben wir Folge 556 aufgenommen.
Und vor allem haben wir noch nie, nie aufgenommen.
Also Urlaube, Krankheiten, alles mitgenommen.
Die Sommerpause, die die ein oder anderen Podcasterinnen kennen, die kennen wir nicht.
Was vielleicht so ein bisschen das Hamsterrad des Podcastens oder Content-Createns auch ist.
Total, ihr seid auch echt mein Vorbild.
Ich habe auch noch nie eine Pause gemacht.
Ihr seid immerhin zu zweit, aber das ist ganz schön hart, muss ich sagen.
Vor allen Dingen, wenn man reist oder wie du sagst, wenn man irgendwie auch im Urlaub mal ist.
Aber ihr seid so ein bisschen die deutsche Version von Pivot, finde ich.
Das heißt, Pip ist Kara Swisher und du bist Scott Galloway.
Vor den Haaren könnte das stimmen.
Bei der Größe, wir sind ungefähr gleich groß.
Ich wäre gerne so eine gute Journalistin wie Cara Swisher oder so eine gute Moderatorin, aber da habe ich vielleicht noch ein paar Jahre Zeit.
Und ja, Pip ist wie Scott Galloway, wenn es um Thesen und alles geht.
Aber Scott Galloway hat ein Team und Pip macht alles alleine.
Das ist, glaube ich, der große Unterschied, auch der die Romage des Podcasts dann unterscheidet.
Das Krasse ist wirklich, dass Pip halt eine wahnsinnige Aufnahme hat.
von Themen und die schnell verarbeiten kann und schnell halt reden kann.
Und während andere irgendwie ein Team von fünf bis zehn Leuten im Hintergrund haben, die Sachen schreiben, ja, macht er das on the go.
Und das macht die Show auch oder unseren Podcast, glaube ich, auch wahnsinnig aus.
Der USP ist so ein bisschen, dass wenn man uns hört, zweimal die Woche, dann muss man nichts anderes, was Tech News angeht, konsumieren.
So ein bisschen Es gibt ja jetzt mittlerweile, gab es damals noch nicht so viel, aber es gibt ja mittlerweile so einige Formate, die irgendwie in 45 Minuten jeden Morgen über die News der letzten 24 Stunden sprechen.
Und bei uns ist das so zweimal die Woche über Tech-News und mittlerweile, weil alle Tech-Leute ja mittlerweile in Amerika in der Politik sind, auch ein bisschen Politik leider.
Ja, also zum einen finde ich es wahnsinnig interessant, wie loyal eure Hörerschaft ist.
Ihr habt dazu noch einen Discord aufgesetzt und da habt ihr wie viele User?
20.000 oder so?
Also schon einige, muss ich sagen.
Und die sind wie ein Schwarm funktionieren die.
Das heißt, auch wenn ihr in Social Media irgendwo seid, werden die immer auch dabei sein.
Also es sind super loyale Hörer.
Partys gemacht, zu denen ihr die Hörer eingeladen habt und die sind alle gekommen.
Ihr habt zum Ukraine-Krieg einen Spendenaufruf gemacht, habt dann einen Bus quasi in die Ukraine geschickt, um Leute abzuholen.
Wie viel habt ihr da in dem Moment geraced?
Das war wahrscheinlich die verrückteste, also ich kriege Gänsehaut, wenn ich darüber rede.
Wir haben nie wirklich Merch gemacht oder irgendwas und Als das angefangen hat in der Ukraine, das war so die einzige Folge, wo wir echt keinen Bock hatten, aufzunehmen.
Und dann haben wir, glaube ich, relativ spontan gesagt, wir machen jetzt das Spendenaktion.
Und jeder, der 500 Euro oder mehr spendet, bekommt einen Doppelgänger-Hoodie von uns.
Also einen Kapuzenpulli mit unserem Logo drauf.
Ich habe so ein bisschen recherchiert, mit welcher NGO man da zusammenarbeiten kann.
Und habe eine gefunden, die von dem einen oder anderen Promi damals auch vor allem für so Mittelmeer-Aktionen gefeatured wurde.
Und dann sind wir davon ausgegangen, dass wir vielleicht so 50.000 Euro oder so zusammensetzen.
Und nach zehn Tagen hatten wir über 600.000, vielleicht sogar noch mehr Euro zusammen.
Und ich habe über 1.000 Hoodies danach verschickt.
Das Witzige war, die Hoodies waren von Finn Kliemann und das war genau zu dem Zeitpunkt, als Wilmermann sich über die Masken von Finn ausgemacht die Aktion hatte.
Aber ja, die Hoodies werden immer noch getragen, wenn man jetzt ein paar Tage zur OMR geht, obwohl das Wetter wird wahrscheinlich wieder zu gut sein, aber man sieht immer mal wieder jemanden in diesem Hoodie und das war so einer, der...
Erlebnisse, die, ja, wo man einfach denkt, so Wahnsinn, was man da gebaut hat.
Und das ist ja auch, also wir sind an diesen Podcast in verschiedene Richtungen gegangen.
Pip war eher so, er hatte halt diese Vorbilder von diesen Wirtschaftspodcasts im deutschen und amerikanisch sprechenden Raum.
Für mich war einer der krassesten Vorbilder damals AWFNR, der Podcast von Joko Winterschau.
und Paul Ripke, weil die haben es eigentlich wie kein anderer geschafft, dieses Parasoziale so wahnsinnig aufzubauen.
Du musst dir vorstellen, das waren zwei Typen, die kannte man so ein bisschen, so Joko kannte man auf jeden Fall, Paul Ripke kannte man immer so als der Sidekick, der mit Materia oder mit den Fußballern oder so irgendwie da so mit war und die beiden haben sich halt über diesen Podcast kennengelernt.
Und genau so war es bei uns eigentlich auch.
Also Pip und ich haben vielleicht drei Kaffee und drei Flaschen Wein getrunken, bevor wir den Podcast angefangen haben.
Also über die Zeit.
Wir waren nie beste Freunde.
Wir hatten nur den gleichen Namen.
Der einzige Grund, warum wir angefangen haben, den Podcast zusammen zu machen, neben der Tatsache, dass wir gesehen haben, wie gut das funktioniert, beispielsweise bei Westermeyer mit OMR.
war, dass ich halt einfach verwechselt wurde.
Also ich hatte mal ein Jobinterview, da habe ich den ganzen Tag in einem Assessment Center gesessen und am Ende des Assessment Center meinte einer, der aus dem C-Level so, ja, wir haben ja auch das und das Investment zusammen.
Und ich so, nee, das ist der andere, der schreibt sich ein bisschen anders, aber fast genauso.
Und daraus ist das entstanden.
Dann habe ich ihn angeschrieben, dann hat er mich erstmal so ein bisschen zappeln lassen, dann haben wir irgendwann einen Kaffee getrunken und dann bei dem ersten Kaffee-Tee...
Das Date, das war noch so vorsichtig auf 45 Minuten angelegt und nach zwei Stunden war es dann vorbei und wir sind da beide raus und man so, ja, es war eigentlich besser als erwartet.
Und daraus ist das dann entstanden und der Podcast war halt überhaupt wenig Commitment.
Ich hatte damals Zeit, ich habe gesagt, ich mache alles und wir haben einfach während Corona, als es keine Alternativen gab, irgendwas anderes zu machen, ein Glas Wein getrunken oder zwei und halt einen Zoom-Call gemacht.
war der Start.
Und das hat halt von Tag 1 besser funktioniert, als wir gedacht haben.
Und wir sind tatsächlich, ich würde sagen, bis zum Russland-Ukraine-Krieg Woche für Woche gewachsen.
Es gab so zwei Downer, glaube ich, wenn man sich so das Wachstum anguckt.
Das eine war halt diese Position...
zu Ukraine.
Also ich glaube, wir haben da tatsächlich, also immer wenn man politisch wird, verliert man was, würde ich sagen.
Ja, schon.
Siehst du das auch an euren Folgen?
Also wenn ihr so ein bisschen mehr Politik drin habt?
Bei den Folgen, ich glaube, da gibt es eher so Thematiken, wenn woanders was Größeres ist.
Also wenn du jetzt...
Wenn irgendwas passiert, also ich weiß nicht, ob der Wahl jetzt ein Grund war oder so, aber wenn irgendein News ist, wo die Leute sich für was anderes informieren wollen, dann gehen sie vielleicht eher dahin.
Ich meine, jeder hat limitierte Zeit für die Ohren und geht darum.
Aber ich würde sagen, also ich meine, dass wir damals halt ein paar Hörer verloren haben, als wir halt gesagt haben, so hey, wir sind für Ukraine und nicht für Russland.
Und das andere war einfach da als Apple und Spotify.
halt angefangen haben, diesen automatischen Download anders aufzusetzen.
Aber da hat jeder Podcaster verloren.
Also es gab mal eine Zeit, man hört ja immer so bei YouTube und bei Podcast, so folgt unser Podcast, unser Show.
Und es gab halt einfach eine Zeit, dass wenn dort jemand auf Follow gedrückt hat, er immer die Folgen runtergeladen hat, obwohl er vielleicht seit einer Woche oder seit fünf Wochen den Podcast nicht mehr hört.
Und somit waren halt alle Podcasts bis, ich würde sagen, das war vielleicht 2024 oder 2023, sind halt immer gewachsen, weil halt meistens nicht realisiert wurde, dass Podcasts halt nicht mehr gehört werden, weil die wurden halt immer runtergeladen automatisch.
Das hat jeder Podcaster gemerkt.
Ja, 23, 24 oder sowas.
Aber ja, mittlerweile wachsen wir wieder, obwohl wir vieles von den Sachen, die man eigentlich machen muss, als Podcaster heutzutage nicht machen.
Also man sieht aktuell keine Short-Videos von uns.
Wir machen kein Video.
Wir sind nur jeden Mittwoch und jeden Samstagmorgen für unsere Hörer da.
Und ihr seid vor allen Dingen, also ihr seid zu dritt.
Was du gesagt hast, sehe ich auch.
Also die großen Podcasts haben alle sehr große Content-Teams.
Die haben Producer, die haben...
Also wir haben ja auch beide einen Producer, aber die haben Leute für Audio, für Video separat, für Socials.
Die haben eine Redaktion meistens.
Also die großen Podcasts, die man so hört, die haben mindestens sechs, sieben Leute tatsächlich im Hintergrund.
Und wir sind ja alle ziemlich allein, was natürlich auch, wie du schon sagtest, eure Marge sehr gut beeinflusst.
Könnt ihr darüber reden oder erzählt ihr eigentlich in dem Podcast, was ihr so verdient damit?
Also wir machen einen gut sechsstelligen Umsatz.
Und wir sind halt nur zu dritt.
Wir haben ein Audio.
Jan aus dem Off, ne?
Genau, Jan aus dem Off.
Der hat mir nach Folge 15 geschrieben, dass ich irgendwas machen müsste.
Man muss sagen, also ich habe die ersten 20 Folgen auf Garageband geschnitten, ohne zu wissen, was ich da mache.
Ja.
Plus ich war betrunken.
Ja.
Also ich glaube, es ist auch gut so, dass man so anfängt.
Habe ich auch, wir haben auch geschnitten selber und es dauert Stunden.
Also nur in die Hörer, man schneidet jedes Ä raus und es dauert wirklich eine Folge dann selber zu produzieren, dauert vier Stunden, wenn man nicht so mega gut geskillt ist.
Und diese ganzen AI-Programme funktionieren nämlich gar nicht im Deutschen, weil das Ä halt auch in anderen Worten verbaut ist.
Das heißt, es schneidet einem auch automatisch alle möglichen anderen Worte mit dem Ä raus und dann kann man wieder von vorne anfangen.
Also am Ende macht man es händisch.
Ja, genau.
Ich mache es jetzt händisch ja wieder bei YouTube, also für mein Golfprojekt.
Aber ich habe die ersten Sachen selbst gemacht.
Dann hat sich Jan per E-Mail als Student gemeldet und meinte, hier das und das, dann hört sich das besser an.
Und ich habe ihn einfach überzeugt, dass er das jetzt für mich übernehmen soll.
Und nach irgendwie Folge 3 ist mir halt aufgefallen, je weniger ich spreche, umso weniger muss ich schneiden, weil ich dann einfach Pipspür durchlaufen lasse.
Und deswegen habe ich am Anfang so wenig gesprochen auch.
Und Jan macht das halt seit über fünf Jahren und das ermöglicht uns halt einfach wirklich abzuschalten.
Also wir haben jetzt heute, wir nehmen gerade an einem Freitag auf, Freitag nehmen wir auch immer Doppelgänge auf.
Das bedeutet, wir, Pip und ich, machen einen Videocall für zwei Stunden.
Von diesen zwei Stunden hört der Endkonsument auch eigentlich alles.
Also es gibt bei uns eigentlich kein Vorgespräch, es wird auch nichts geschnitten so.
Es wird einfach nur geschnitten dafür, dass es sich ein bisschen besser anhört, weil man ja dann doch überall Füllwörter oder so hat oder nochmal einen Satz neu anspricht.
Und Jan ist halt wie so eine Versicherung für uns.
Der verdient damit gutes Geld, der macht das so gewissenhaft, der checkt alles.
Er ist ein super Fact-Checker.
Wenn Jan ab und zu auch was für mich produziert hat, habe ich drei, vier WhatsApps bekommen, ob das auch wirklich so war und was die Quellen sind.
Also der ist super gewissenhaft.
Aber ich meine, das Interessante natürlich daran ist, für mich auch, dass ihr drei sehr, sehr gut damit verdient.
Und ihr seid nicht die Einzigen, die damit gut verdienen.
Tatsächlich, fast alle, die ich kenne, die euch hören, hören euch wegen der Aktien- und Wirtschaftsanalysen und traden darauf.
Das heißt, was einige machen, ist, dass sie sich nur noch die Summaries ziehen, also den Transcript.
den per KI einem analysieren lassen, weil sie eben nicht diese ganzen AI-News und ihr habt ja auch noch so eine, nennt ihr das Schmuddelecke, also ich würde sagen, so die bunte der Tech-Welt ist dann am Ende, werden alle durchbeleidigt.
Das Interessante ist, dass ich eben einige kenne, die sich wirklich die Zusammenfassung holen und dann darauf traden.
Und deren Portfolien sind die letzten zwei, drei Jahre so signifikant gewachsen, dass einige aufgehört haben zu arbeiten.
Ich kenne tatsächlich zwei.
Echt?
Ja, echt.
Gut, die machen es besser als ich, weil ich mache nur ETFs.
Nee, aber die traden sehr aktiv.
Also die traden einfach aktiv das, was Pip vor sich hin analysiert.
Ja, krass.
Und ich meine, er ist ja auch super erfolgreich, wie er investiert.
Sowohl am Markt, aber auch mit seinen ganzen Venture und Tech-Invest.
Ich glaube, er hat 50, 60 Venture-Tickets gemacht in den letzten Jahren.
Das heißt, ich glaube, dieser analytische Zugang ist relativ einzigartig, weil ich sonst keinen...
keinen Tag beziehungsweise auch keinen Wirtschaftspodcast kenne, der diese dezidierten Analysen hat.
Ihr seid aus einer Perspektive ziemlich nischig, aber aus der anderen halt sehr, sehr, sehr breit inhaltlich, sodass es super relevant ist für ganz viele Leute.
Also ich finde das super interessant, weil die Frage ist halt, wie viel Einfluss oder wie viel Reach haben Podcasts und wie wird sich das entwickeln?
Weil wenn wir in die USA gucken, Da ist ja nicht nur diese wirtschaftliche Komponente, sondern auch die politische.
Da haben ja die Podcasts quasi die letzte Wahl entschieden.
Ja, auf jeden Fall.
Also nochmal zurück, ein Punkt mit dem Geldverdienen.
Ich glaube, dass es bei Podcasts genauso ist wie in allen Creator-Businesses, ob es Instagram, YouTube, TikTok oder so ist.
Es sieht immer so shiny aus, aber die Anzahl von den Leuten, die wirklich Geld verdienen, ist minimal.
glaube ich, wahnsinnig viele, die auf dem gleichen Level oder auf dem schlechteren Level nichts verdienen.
Die hören aber auch relativ schnell wieder auf.
Die meisten Podcasts, ich glaube, wie war die Zahl nochmal?
Ich glaube, 80% oder 90% hören innerhalb der ersten 10 Folgen auf oder so.
Also es ist eine ganz krasse Abbruchquote.
Genau, das ist natürlich auch nochmal der Punkt.
Ich glaube, es gibt sehr viele Podcasts und ich sehe auch immer wieder verschiedene Shows, ob es auf...
Audio oder auf Video ist, wo ich denke so, krass ist das gut produziert, krass ist der Content gut und bin überrascht, würde sagen, hey, die müssten einfach mindestens zehnmal so viel Views, Listens oder so haben.
Das ist eine.
Aber zurück zur Wahl.
Ich glaube auf jeden Fall, dass Amerika, also Trump durch Joe Rogan und die anderen Bro-Podcasts da super krass gewonnen hat.
Ich glaube auch, dass selbst wenn du einen Podcast hast, hast, der nur von 100 Leuten oder so gehört wird, hast du einen gewissen Impact, weil diese 100 Leute dir halt zuhören.
Und das ist schon, ist so ein bisschen, ja, also ich glaube selbst, dass wenn du in einer Nische bist, also beispielsweise, ich habe ja vorher auch schon so den einen oder anderen unerfolgreichen Podcast gemacht, zum Beispiel einen für Mobilität in der Stadt.
Und den haben, wenn eine gute Folge haben, da vielleicht 150 bis 200 gehört.
Aber selbst darauf wurde ich sehr viel angesprochen.
Wirklich.
Und ich glaube, dass es selbst Sinn macht, einen Podcast zu machen, der nur 2, 3, 400 Hörer hat.
Und weil du halt einfach, du bist halt super, super spitz in deiner Nische und ist so ein bisschen wie Blogs vor 15 Jahren.
Wenn du vor 15 Jahren einen Blog gemacht hast, zum Beispiel über Fashion.
hattest du auf jeden Fall die Möglichkeit, mit diesem Blog auf jede Fashion Week, auf jede Veranstaltung überall zu kommen und dort zu netzwerken.
Und das Gleiche hast du jetzt mit dem Podcast.
Ich wurde letztens, weißt du, soll ich dir mal was erzählen?
Ich war auf einer Konferenz und ich stand in einer Taxi-Schlange.
Und nochmal vielen, vielen Dank an die Hörerin.
Und ich hatte es super eilig.
Ich musste einen Zug erreichen und war zu spät dran.
Es war zu viel los.
Und ich glaube, es fing an zu regnen.
Und ich wusste nicht, hätte ich auf ein neues Taxi gewartet, wäre ich absolut zu spät gekommen und hätte meinen Zug verpasst.
Und dann stand da eine nette Hörerin und meinte, hey, du bist doch Elisabeth Lawrence vom Podcast.
Nimm mein Taxi.
Und Spaß.
Ich wusste gar nicht, wie mir geschah.
Und ich konnte in dem Moment auch gar nicht dankbar genug sein.
Ich war super dankbar.
Also Grüße gehen raus an die Hörerin.
Nur man bekommt es als Podcaster ja überhaupt nicht mit, weil man spricht immer in ein Mikro rein.
Normalerweise spricht man auf dem Screen.
Wir beide sitzen jetzt hier gerade im Studio.
Aber typischerweise ist es ja ein sehr einsamer Prozess, wenn man ehrlich ist.
Und man versteht gar nicht, in welche Ohren und Köpfe und Wohnzimmer oder wie auch immer man es schafft.
Und ich finde das total faszinierend, dann zu sehen, dass Leute einen wild ansprechen, zu denen man gar kein Verhältnis hat, aber die halt eine parasoziale Beziehung mit einem haben, weil man so viel Zeit mit denen quasi verbringt.
Und ich finde das super.
Ich bin total dankbar über jeden, der zuhört.
Und ich verdiene damit ja kein Geld.
Für mich kostet es nur Geld.
Aber trotzdem, dieser Effekt ist so nice.
Und ich glaube eben auch, dass genau das auch in der Zukunft immer größer werden wird.
Also wir sehen das ja auch in Deutschland, dass die Politiker viel eher in die Podcasts gehen.
Die Podcasts wachsen alle.
Also ich denke nach wie vor, dass das das Medium der Zukunft sein wird.
Dieses Videopodcast, I don't know, weil ich glaube, ihr seht das so, dass Videopodcast noch relevanter sein wird.
Ich glaube eher, dass es Audio bleiben wird, weil der Charme eines Podcasts ist ja, dass man das hören kann, während man die Geschirrspülmaschine ausräumt, während man auf dem Weg zur Arbeit ist und so weiter.
Dieses, dass man es dann tatsächlich lesen oder dass man es tatsächlich sehen muss, finde ich, klaut halt noch mehr Zeit.
Ja, also ich bin kein Videofan, muss ich sagen.
Ich glaube, Audio hat uns schon einen Vorteil.
Ich meine, jetzt nur fürs Setup.
Wir sitzen jetzt hier in meinem Studio.
Wir könnten hier jetzt auch eine Kamera hinstellen und uns filmen, aber...
Ihr wollt das hier auch nicht sehen.
Ich müsste dann Haare machen und Make-up und so.
Liz wäre wesentlich unentspannter.
Ich auch.
Ich hänge hier so in meinem Stuhl.
Ich würde jetzt gerade sitzen.
Ich würde gucken, dass ich in die Kamera gucke.
Ich hätte wahrscheinlich noch einen Teleprompter aufgebaut, damit das irgendwie gut aussieht.
Wir hätten viel mehr gemacht.
Es geht schon viel verloren, wenn man darauf achtet, wie man guckt.
Wir hängen hier einfach ab und unterhalten uns so ein bisschen.
Ich glaube, daher kommt auch dieses Parasoziale, dass du halt in dieser Stimme bist und man sich nicht verstellt.
Ich glaube, Video wollen vor allem die Plattformen.
Ich baue jetzt hier so ein Studio, wo man das auch machen könnte sofort.
Es kostet halt von der Produktion, vom Aufwand ein bisschen mehr.
Das ist sehr teuer.
Wenn man das richtig produzieren lässt, dann kostet das immer 2-3k.
Weil du brauchst normalerweise, wenn du kein Studio hast, gehst du in ein Studio, das kostet 500, 600 Euro.
Dann hast du einen Videoproduzenten, der das produzieren muss.
Dann gibt es Leute, die Socials und Snippets machen.
Also der ganze Kram kostet ein paar tausend Euro pro Episode.
Und das finde ich, ist für das Format, wird dem nicht gerecht.
Aber die Plattformen strafen das schon so ein bisschen ab.
Also wenn man sich die Statistiken anguckt, dann haben die Podcasts, die keine...
kein Video haben, nur noch ganz geringes organisches Wachstum.
Angeblich sollen es nur die Videoformate sein, die wachsen.
Aber, und das sei auch gesagt, in 2025, also letztes Jahr, ist unter den 18- bis 29-Jährigen, haben die Podcasts die Reichweite zum Beispiel von Radio komplett überholt.
Das heißt, als Audio-Medium gibt es eigentlich nur noch Podcasts.
Und das wird auch in der Zukunft so bleiben.
Die Frage ist halt, wo die Aufmerksamkeit der Leute hingeht.
Ob das jetzt eher so tägliche Formate sein werden oder ob das irgendwie politische oder eben nicht.
Und das, finde ich, ist so ein bisschen die Gefahr.
Und mich würde mal interessieren, wie du das siehst, dass man sich ja so ein bisschen in so einem Erkenntnisgefängnis sozusagen bewegt.
Alle sind nur noch in ihrer eigenen Bubble unterwegs.
Alle hören nur noch das, dem sie ohnehin zustimmen.
Das haben wir auch gesehen in den USA, dass diese...
diese rechtskonservativen Podcasts oder, ich weiß gar nicht, sind die rechtskonservativ oder sehr republikanischen Podcasts, die haben halt, haben dadurch natürlich massiv zugewonnen und alle befinden sich halt, alle sehen halt nichts anderes mehr sozusagen, um sich weiterzubilden.
Das ist so ein bisschen die Gefahr, die ich sehe, weißt du?
Dass es halt wenig differenziert ist.
Aber ich weiß auch nicht, was man da irgendwie, wie man dem entgegensteuern könnte.
Keine Ahnung.
Also Podcast ist ja noch...
eigentlich das einzige Medium, was nicht so algorithmusgetrieben ist.
Ja, man gewinnt Hörer durch Shorts, aber es ist nicht so wie ein YouTube, ein TikTok, ein Instagram oder so, wo du halt ohne Follower tausende von Views hast.
Ich habe vor kurzem ein Video auf Instagram hochgeladen für meinen Golf-Channel und ich mag Instagram nicht und habe da nur 600...
Follower, 670 Follower.
Und ich habe ein Video hochgeladen, ich habe zwei Videos hochgeladen, zwei Shorts, die ich mit einer AI von dem YouTube-Video gemacht habe.
Das eine hat 22.000 Views, das fand ich schon krass.
Und das andere hat jetzt 70.000 Views.
Wirklich?
70.000 nur ausgespielt von Instagram.
Also, weil der Algorithmus so ist.
Das würde halt in einem Podcast nie funktionieren.
Es gibt, ja, In einem Interviewformat kann es sein, wenn du irgendwie Dieter Bohlen als Gast hast, dann hast du auf einmal eine Folge, die krass ist zum Beispiel.
Oder manchmal sind wir auch ein Beispiel dafür.
Wir waren in einem Business-Podcast, der nicht so viele Hörer hat und haben auf einmal den 5000 Hörer gebracht.
Das hilft natürlich schon.
Aber Podcast ist schon nochmal nicht so...
Es wächst linear.
Es ist halt eher so wie früher SEO.
Du musst halt regelmäßig einen guten Job machen und dann kommen immer ein bisschen mehr.
Es gibt keine Viralität im Vergleich zu Social Media.
Aber ich glaube, Podcast hat unglaublich gewonnen durch CarPlay, also Apple CarPlay und Google in den Autos.
Und ich glaube, die große zweite Revolution im Podcast könnte halt sein autonomes Fahren, weil du dann Zeit hast für Videopodcast.
Ah, okay.
Und das sieht man halt auch ähnlich wie YouTube sich in den letzten Jahren entwickelt hat.
Ich meine, wenn du vor zehn Jahren YouTube geguckt hast, da war das alles sehr low budget produziert.
siehst du auf YouTube-Videos, die könntest du auf dem Kinoscreen sehen.
Die Produktionen sind einfach krass groß.
Und ich glaube, dass das auch passiert im Podcast.
Es wird nicht mehr so einfach sein, in dieses Medium reinzukommen und das Level wird immer, immer, immer höher.
Weil einfach die Leute mehr oder mehr gewohnt sind.
Vor fünf Jahren war es noch in Ordnung.
dass man mit einem schlechten Mikrofon in einem schlechten Raum aufgenommen hat, mit einer schlechten Internetverbindung.
Das wird in fünf Jahren keiner mehr akzeptieren.
Also wenn man in die USA schaut, dann gibt es jetzt auch inzwischen krasse Transaktionen.
Wie hieß nochmal das Podcast-Format, das gerade verkauft wurde?
Meine Lieblingsgeschichte ist ja so ein bisschen My First Million, weil die von HubSpot gekauft worden sind, also erste Podcast-Transaktion.
Das ist schon ein paar Jahre her, ich glaube vier oder fünf Jahre.
Und da hat HubSpot wirklich das Format genommen und dann daraus einen Videopodcast gemacht.
Aber du sprichst TNPN an.
Genau, so hießen die.
Das ist immer so schwer zu merken.
Eigentlich haben sie mit Techbro angefangen, oder?
Ja.
Also es waren zwei Typen, die eine tägliche Show gemacht haben oder immer noch machen.
Und das kann man sich so ein bisschen vorstellen wie so...
Ja, Sport, Journalismus, Meets, Wirtschaft.
Die haben sich einen unglaublich großen Namen gemacht in der Branche.
Aber ich muss sagen, der Content hat mich jetzt nicht so abgeholt.
Also ich fand es immer so ein bisschen...
OpenAI hat die für fast 200 Millionen gekauft wohl.
Und das Abgefahrene ist, dass in dem Podcast waren es halt elf Leute.
Also das heißt, ein bisschen größeres Content-Team, aber auch nicht groß.
Und die haben im letzten Jahr nur, in Anführungszeichen, fünf Mio an Werbeumsatz gemacht.
Für 2026, 2030 Mio geforecastet.
Jetzt machen sie nichts mehr, weil OpenAI keine Werbung möchte.
Ja, ist crazy.
Aber das sind die ersten Podcast-Exits?
Naja, nicht die ersten.
Aber komm, welcher andere Podcast wurde für dreistellig Mio verkauft?
Joe Rogan hat dreistellig bekommen.
Hat er?
Okay.
Call Her Daddy hat nicht dreistellig bekommen, aber die hat auch gut verkauft.
Ja, My First Million hat zweistellig bekommen.
Es gibt so ein paar Sachen schon.
Aber ja, ich finde es krass, dass die erst Ende 2024 angefangen haben.
Was sie geschafft haben, ist, sie waren halt auf einmal über Nacht die Rockstars in dieser Branche.
Was man aber auch dazu sagen muss, ist...
die waren mit OpenAI schon immer so ein bisschen, also der eine war bei Y Combinator, hat es ja im Altman gekannt und so.
Aber es ist trotzdem eine Konzeptproduktion, ne?
Aber man war gut vernetzt so.
Und das hilft natürlich auch.
Aber auf der anderen Seite, für OpenAI ist das Kleingeld und die sind halt, also die können halt da mitspielen und ich kann mir auch vorstellen, dass man auch so ein bisschen sich halt einkaufen möchte in deren PR-Storytelling-Expertise.
Was ein anderes geiles Beispiel war...
Ganz, ganz kurz, würdet ihr verkaufen?
Also definitiv nicht an OpenAI.
Nein, aber stell mal vor, Anthropic würde euch ein Angebot machen für irgendwie 100 Mio, würdet ihr verkaufen?
Ja, für Anthropic würde ich aktuell hingehen, glaube ich.
Und ich glaube, für 100 Mio würde sich Pip auch bewegen.
Ja, so fünf Jahre Earnout oder so?
Fünf Jahre ist schon lang.
Ich meine, du hast gesagt, was ist es?
20 Mal Umsatz oder sowas, schon crazy.
Also für mich wäre es schon live.
Ja, für eine Content-Produktion.
Weil das finde ich das Erstaunliche.
Ist ja kein Tech.
Das sind ja am Ende trotzdem die Köpfe, die dahinter stecken.
Und nicht irgendwie ein Produkt, was skalierbar ist.
Ja, aber du.
Und das ist die Zukunft vom Podcast.
Nein, das ist die Zukunft.
Das ist die Zukunft überall.
Weil Tech ist seit 12 Monaten nichts mehr wert.
Ja.
Also du musst dir mal wirklich, wir gehen zurück, 5 Jahre zurück.
Vor 5 Jahren.
haben wir in Firmen alles dafür gemacht, dass der Entwickler als Person glücklich ist.
Weil wir haben ihn gebraucht, um Produkte zu bauen.
Wir brauchen niemanden mehr davon.
Niemanden.
Was sich in den letzten 12 bis 24 Monaten getan hat, ist crazy.
Die Leute, die man früher gebraucht hat, um seine Ideen zu verwirklichen.
braucht man nicht mehr.
Und das wird in der nächsten Zeit noch viel krasser sein.
Ja, du wirst immer super Entwickler brauchen, aber das Mittelmaß ist einfach wertlos.
Und vor 10 Jahren oder vor 5 Jahren konntest du eine Firma verkaufen mit 100 Entwicklern und einfach als Equihire einen super Preis dafür bekommen.
Das ist halt jetzt vorbei.
Aktuell und ich glaube in der kommenden Zeit wird es halt eher darauf sein, dass es halt in diese Content-Welt reingeht, weil das sind die letzten Sachen, die die AI, also neben anderen Sachen, neben wirklich wichtigen Jobs oder sowas.
Es geht um Vertrauen.
Und der Kernpunkt daran ist, es geht um Trust in die einzelnen Menschen, die die Informationen korportieren oder einfach transportieren.
Und ich glaube, deswegen hat Podcast eben auch eine so große Zukunft, weil das eben...
absolut eins zu eins verbunden ist mit den Leuten, die das einsprechen.
Und deswegen glaube ich auch, dass diese ganze Aufmerksamkeitsökonomie und auch diese Personal Brands, die da dranhängen, werden so viel wichtiger werden.
Und man sieht das auch, die ganzen CEOs versuchen jetzt alle selber, also Podcasts selber auch zu launchen.
Wir sehen, wie die Corporates Podcasts launchen, weil die sehen, dass das eigentlich, also das ist einer der wenigen Gateways noch zu den Menschen ist, weil keiner mehr irgendwas und irgendwem vertraut, was an Informationen kommt.
Es gibt überall AI-Fakes, es gibt irgendwie gefakte Stimmen, gefakte Personen, es gibt AI-Influencer, die alle nicht mehr authentisch sind.
Das heißt, es wird immer schwieriger, wirklich authentische, echte Informationen zu bekommen.
Und das kriegt man irgendwann nur noch über den, ich will sagen, der Podcaster des Vertrauens, aber auch die Journalisten, ich meine, Paul Ronsheimer und so weiter, die migrieren ja auch alle zu Podcasts, weil die wissen, dass sie ihre eigenen Channels aufbauen müssen, um ihre eigenen Audience zu erreichen.
ohne dem sie halt keine Chance haben am Ende.
Und deswegen glaube ich, seid ihr seit vor der Welle geritten quasi und hattet gerade in dem Moment halt extrem gutes Timing, um das aufzubauen.
Ja, wir haben wahnsinnig viel Glück gehabt.
Also ich glaube, der Vorteil an uns ist auch, dass uns bewusst ist, was für ein Glück wir haben.
Das ist schon verdammt, dass das so funktioniert, wie es funktioniert oder so funktioniert hat, ist verrückt.
Es ist einfach, Am Ende ist es ein, zwei Zoom-Calls und das hören viele Leute und wir sind da unglaublich dankbar und es ist eher so, für mich kam irgendwann so die Sache so, okay, don't fuck it up.
Vor allem so Unternehmerin, die Geschichte, die bei Unternehmertum eigentlich nie erzählt wird, ist, dass es ziemlich einsam ist und eigentlich immer schlecht läuft.
Also, beziehungsweise, wir haben jetzt gerade, also diese Woche gab es jetzt eine der krassesten Startup-Geschichten Deutschlands.
Es gab einen großen Exit aus Berlin.
Talent One meinst du?
Talent One hat für 750 Millionen verkauft.
Ja, zwei wahnsinnige Gründer.
Gerber ist zweiter Exit.
Und was für eine Summe?
Aber hey, der Typ ist so einer der besten Leute, die wir in Deutschland haben.
So viele Geschichten davon gibt es nicht.
Und es gibt halt unglaublich viele, die halt einfach hart am Hasseln sind und sehr, sehr wenig Erfolgserlebnisse sehen.
Und wenn du dann irgendwas hast, was irgendwie Woche für Woche wächst und sei es noch so klein, ist das halt ein krasses Geschenk.
Und dann hast du noch nicht mal so, also ja, es kann nächste Woche irgendwie, ein neuer Podcast kommen und alles überschwemmen, also so mehr Reichweite, mehr alles.
Aber die Tatsache, sowas zu haben und daran zu arbeiten und das irgendwie einigermaßen gewissenhaft irgendwie nach vorne zu bringen, ist halt ein krasses Geschenk.
Ich meine, die Alternative für mich wäre, in irgendeinem Corporate-Job gefangen zu sein und habe ich auch schon gemacht, war gut bezahlt, aber war auch fucking depressing.
Also so ist nicht mein Habitus.
Für mich nicht wirklich gut.
Und das ist ein krasses Geschenk.
Und deswegen, also mal gucken.
Ich nehme mir das immer wieder vor, dann mache ich es wieder nicht, weil ich irgendwas anderes spannend finde.
Aber ja, man muss schon sagen, das ist ein krasses Geschenk.
Man müsste eigentlich sich wirklich mehr und mehr besser vorbereiten.
Und ich glaube, dass das auch...
in dem Medium so sein wird.
Ich sehe schon, dass du in der Podcast-Welt eine Entwicklung haben wirst, ähnlich wie du es auf YouTube hattest.
Ähnlich wie wahrscheinlich in jedem Medium so.
Man fängt an, irgendwie das erste Magazin so ein bisschen selbst auszudrucken und dann irgendwann hat man krasse Prozesse und dann ist das Hochglanz.
Und so wird es im Podcast-Markt auch sein.
Ja, Gott sei Dank sprechen wir alle Deutsch und haben deswegen so ein bisschen den lokalen Protektionismus, dadurch das englische Podcast ist noch nicht so in der großen Masse in unsere Charts schaffen.
Es gibt in meiner kleinen Podcast-Kategorie Tech News, da bin ich immer entweder Platz 2 oder Platz 3.
Weit vor Bloomberg, weit vor Wall Street Journal und so weiter.
Was mich natürlich immer sehr stolz macht.
Nochmal danke an die Hörer.
Aber vor ein paar Wochen gab es da tatsächlich einen englischen und amerikanischen Podcast von zwei Podcastern, die einen Videopodcast machen und total fancy produziert alles.
Und sie sind super erfolgreich, haben schon Millionen damit verdient.
Und ich hatte kurzzeitig Panik, dass ich, genau was du sagst, ja total, dass ich halt in das Verlies der Unsichtbarkeit irgendwie komme.
Habe schon gesehen, ich war dann einmal irgendwie eine Woche auf Platz sieben und dachte, verdammt, ich habe keine Chance dagegen letztlich.
Nur, was ich dann gemerkt habe, es war nur, ich glaube, Leute haben sich das einmal angehört und dachten so, ich kann mich damit doch nicht so richtig identifizieren, weil es ist die USA, es ist auf Englisch und die Deutschen.
gucken sich schon gerne irgendwie so ihren deutschen Podcast gerne an oder hören hinzu und am besten auch noch so mit ein bisschen Lokalpatriotismus.
Ich meine, wir sitzen jetzt hier in Hamburg, das heißt, ich glaube, wir haben viele Hörer durchaus, auch aus Norddeutschland und das macht Gott sei Dank noch den Unterschied und das schützt uns auch so ein bisschen davor, dass wir nicht so die wahnsinnig krass produzierten Medien und Produktionen haben, die uns einfach nur überrollen, weil am Ende sind die halt, also gerade wenn du in die USA schaust, eben auf einem anderen Level.
Aber was du sagst, stimmt.
Das Wachstum im Podcast ist halt sehr langsam, aber auch sehr linear.
Bei mir geht es auch.
Ich habe jeden Tag ein paar Hörer mehr.
Also keine Ahnung wie viel, aber es sind immer kleine zweistellig.
Habe ich jeden Tag ein paar Hörer mehr.
Es geht immer bergauf, aber eben langsam.
Aber das ist eben auch schwer wieder einzuholen, weil es gibt keine Shortcuts bei Podcasts.
Man kann kein Marketing machen.
Das Einzige, was man machen kann, ist, was ihr gemacht habt, dass ihr einen kleineren Podcast geht von jemandem, der dann quasi von eurer Reichweite profitiert, was nett ist, aber man kann das auch nicht notwendigerweise halten.
Also ich hatte auch ein paar sehr reichweitestarke Leute bei mir und dann gibt es so einen Ausschlag, aber der nächste Podcast ist dann nicht wieder genauso.
Also das heißt, die bringen zwar dann ein paar Hörer mit, aber die Net Retention Rate wird sehr sehr niedrig sein, wenn ich ehrlich bin.
Aber trotzdem, es wächst halt so.
Und der nächste Step ist natürlich, bei den meisten dann Werbung zu schalten.
Und ich frage mich, wer war bei euch denn der erste Werbepartner?
Also kam der von alleine rein oder habt ihr die akquiriert?
Ja, noch ein Punkt davor, Englisch.
Wir haben auch gedacht, als wir angefangen haben, uns muss eigentlich keiner hören, weil es gibt ähnlichen Content auf Englisch.
Aber Podcast ist halt so ein, Gewohnheitsding und auch so ein bisschen sich entspannen.
Was wir schon gemerkt haben ist, dass sich auf jeden Fall unsere Hörerschaft eher auf Deutsch entspannt als auf Englisch.
Absolut, die meisten Deutschen hören nicht Englisch zum, das ist eher Arbeit so.
Genau, das ist eher Arbeit und wenn man dann irgendwie nochmal so ein bisschen so leicht konzentriert sein muss für irgendwas, dann ist das das Falsche.
Bei der Produktion und auch beim Content bin ich manchmal eher enttäuscht von so überproduzierten Dingern.
Also manchmal höre ich halt mir irgendwas aus Amerika an und denke so, ey, dafür, dass ihr da so eine Mannschaft hinter habt, könnte da schon noch ein bisschen mehr rauskommen.
Und man darf nicht vergessen, dass die Leute, die das machen, auch alle sehr, sehr busy sind.
Also ich bewundere zum Beispiel keinen Journalisten, der neben seiner journalistischen Tätigkeit auch immer noch einen Podcast machen muss.
in Corporate Handschellen.
Ich glaube, da leidet das Format auch so ein bisschen drunter bei dem einen oder anderen.
Und dann zurück zur Vermarktung.
Bei der Vermarktung war es so, dass wir am Anfang, ich glaube die ersten zwei Jahre, eigentlich überhaupt keine Vermarktung gemacht haben.
Aus verschiedenen Gründen.
Und dann irgendwann angefangen haben mit einem Vermarkter und da war meine Erwartungshaltung so geil.
Ab jetzt ist der Wasserhahn auf.
Jetzt sprudelt das Geld hier rein.
Es war leider nicht so.
Und dann haben wir es halt eigentlich selbst gemacht.
Wobei, eigentlich selbst muss man halt auch sagen, bei uns ist es relativ einfach zu finden, wie man Werbung schalten kann.
Und am Ende kommt dann eine E-Mail zu uns und ich bearbeite die und sage eigentlich den meisten, ey, es ist noch nicht Zeit für Podcast-Werbung für euch.
Echt?
Ja, also ich würde sagen, ich mache in der Woche vielleicht drei Telefonate.
Und ich würde sagen, vielleicht jeder Zehnte bis jeder Zwanzigste wird konvertiert, weil ich denen immer sage, mach das nicht.
Weil wir wohnen in Hamburg, wir beide.
Und wenn du jetzt durch die Stadt fährst, mit dem Fahrrad, mit dem Auto oder mit der S-Bahn, siehst du ja manchmal Out-of-Home-Werbung.
Und ich würde sagen, wenn du am Überlegen bist, Out-of-Home-Werbung zu machen, dann bist du für Podcast richtig.
Wenn du jetzt durch Hamburg fährst, siehst du gerade von Zipgate-Werbung, du siehst gerade von Scalable-Werbung, so, das sind Werbepartner für uns.
Mit denen haben wir langfristige Partnerschaften, machen Jahresverträge, so, für die macht das Sinn.
Ich habe heute mit jemandem gesprochen, das Erste, was ich sage, so, hast du alle anderen Kanäle im Griff?
Also, hast du wirklich online jeden Kanal im Griff?
Und manchmal rufen bei uns Leute an und sagen, also, das ist halt auch dieser parasoziale Punkt, so, Die hören uns, die hören die Werbung, die sagen, hey, da würde ich auch gerne mal Werbung machen.
Aber wenn du am Überlegen bist, irgendwie 50.000 Euro in Podcast-Werbung zu stecken, sage ich dir ganz klar, steck die lieber woanders hin.
So, auf jeden Fall, wenn du klein bist, wenn du anfängst.
Und es ist mittlerweile so weit, dass ich jetzt schon Anrufe bekomme von VCs, die mir danken, dass ihre Startups ihr Geld nicht bei uns gelassen haben.
Das ist halt auch das Schöne mit Pip und mir.
Das ist mega geil, davon leben zu können.
Keine Frage.
Und jetzt hier mit dem Studio, was ich jetzt hier gebaut habe, habe ich mir auf jeden Fall auch einen Traum erfüllt.
Das ist krass.
Aber ich glaube, wir könnten viel mehr Geld machen, wenn wir viel mehr Werbung zulassen würden.
Wenn wir unseren TKP vielleicht ein bisschen nach unten drehen würden.
TKP für unsere Hörer ist?
Was wir pro tausend Hörer an Geld bekommen.
Und das heißt auch englisch, nämlich CPM.
Genau, also bei uns heißt es Tiefkühlpizza.
Und ja, aber bei uns ist halt so, das Ding ernährt drei Familien, wir verdienen damit gut Geld, ich optimiere eher auf Freiheit so, wir könnten bestimmt noch mehr machen.
Ich wundere mich immer, dass keiner zu uns kommt als Vermarkter und sagt so, ey, ich vermarkte euch und ihr müsst euch jetzt das nicht mehr machen.
Aber die meisten kommen zu uns selbst.
Und wir haben halt eine Handvoll Partner, mit denen wir langfristig arbeiten.
Wir haben ein paar geile Use Cases von Werbung, die halt echt krass funktioniert haben.
Machst du überhaupt Outbound-Calls?
Nee.
Gar nicht?
Das heißt, ihr habt 100% auch noch Inbound?
Ja.
Wahnsinn.
Ich verstehe echt nicht, warum nicht irgendeine Podcast-Agentur zu uns kommt.
Aber es liegt ein bisschen daraus, dass unser TKP höher ist als das, was irgendwie so ein...
Was die Konkurrenz verlangt, ja.
Im Werbung ist ja so ein bisschen so, je spitzer die Zielgruppe, umso teurer ist es.
Unsere Zielgruppe ist sehr spitz.
Wie du gesagt hast, wir haben scheinbar höherer, die uns nachtraden.
Wir haben Leute, die haben krasse Jobs, können entscheiden, was für eine Software, was eingesetzt wird und so weiter.
Deswegen sind wir relativ weit oben.
Wir haben einen höheren TKP als Baywatch Berlin, weil Baywatch Berlin zum Beispiel von allen gehört wird.
Da wird dann eher ein Handyvertrag beworben.
Und es ist natürlich ein Unterschied, ob du irgendwie einen Handyvertrag, der 10 Euro im Monat kostet, irgendwie bewerben kannst oder eine SaaS-Software oder ein Banking-Produkt oder sowas, was halt einen größeren, ja, mehr Umsatz macht.
Und deswegen ist das so ein bisschen der Punkt.
Und die meisten Podcast-Agenturen sind spezialisiert auf die Mainstream-Portale.
Auf die breite Masse.
Genau, auf die breite Masse.
Und da fallen wir halt raus.
Aber ich glaube, man könnte...
Da ist auch so ein bisschen der Punkt.
Der Podcast läuft gut.
Und das Wichtigste ist, wir haben irgendwie Bock, zweimal die Woche miteinander zu sprechen.
Wenn das nicht mehr der Fall ist, dann würde das alles hier keinen Spaß mehr machen.
Aber was ist, also ihr macht nur Hostread, auch für meine Hörer, es gibt ja verschiedene Variationen in der Werbung für Podcasts.
Also es gibt einmal Hostreads und dann gibt es natürlich ganz normale Werbung, die man einspielt, die dann quasi vom Werbepartner kommt.
Mich würde auch nochmal interessieren, was ist deine Sicht zu diesem Hostright?
Es gab nämlich gerade eine lange Debatte.
Also Gabor Steingart hat diese Debatte zum Beispiel angestoßen, weil er findet es sehr kritisch, wenn man journalistisch unterwegs ist.
Und da ist auch im Übrigen, dass halt immer die Frage letztlich, also Journalist ist ja kein geschützter Beruf, aber ist man als Podcaster dann auch automatisch Journalist?
Ich würde eher sagen, nein.
Ich finde, das ist eher...
Content Creation, weil der Unterschied ist, dass Journalisten so eine gewisse, die haben gewisse ethische Grundsätze, ja, das heißt, die müssen immer oder fragen immer auch die andere Seite, die versuchen es möglichst neutral darzustellen, das ist ein Handwerk am Ende, was die lernen, aber deswegen ist es immer schwierig, diese Host-Red-Debatte irgendwie zu führen, beziehungsweise darüber nachzudenken, weil die Kritik war, dass wenn du als Podcast-Host super viel politische, also Politik analysierst, Wirtschaft analysierst, dass du dann eben im nächsten Atemzug irgendein Produkt bewirbst, was du halt nicht hinterfragst an der Stelle.
Also plötzlich redest du dann von, keine Ahnung, Zahnbürsten oder so.
Deswegen, wie siehst du das?
Glaubst du, das steht der Glaubwürdigkeit der einzelnen Podcaster im Weg, wenn sie die Werbung einsprechen?
Also ich meine, ihr macht das ja auch, aber wie findest du das?
noch umbenannt.
Ich sage nicht Host Red, sondern ich sage Host Created.
Also ich kreiere die Werbung und lese sie dann vor.
Die Nummer von Gabor Steingart checke ich halt überhaupt nicht.
Weil ich würde auf jeden Fall immer es besser finden, egal ob es Journalismus ist oder Medien oder was auch immer.
Oder lass es eine Agentur sein.
Ich würde es immer besser finden, 10 Kunden zu haben, die zahlen, als 36% meiner Firma an Axel Springer zu geben oder sonst was.
Das ist jetzt die Kritikangabe steigert.
Das Zweite ist, die ein oder andere Hostread-Werbung ist wahrscheinlich zu crazy.
Würde ich jetzt irgendwelches Pulver...
bewerben, was ich nicht nehme?
Nein.
Würde ich irgendwie bewerben, dass man sich für 70.000 Euro Geld bei einer Bank leihen sollte?
Nein.
Wobei bei manchen Host Red Werbung glaube ich, dass die das auch tatsächlich tun.
Also das heißt, ihr habt eine tatsächliche Selektion, dass ihr Produkte bewirbt, die ihr quasi auch empfehlen würdet.
Ja, bei uns ist es halt so, wenn...
Zum einen, habe ich ja schon gesagt, den meisten sage ich, ist doch nicht Zeit für Podcast-Werbung.
Und wenn die dann doch sagen, sie wollen mit uns Podcast-Werbung machen, dann besprechen wir das so und gucken.
Und die Produkte, die wir bewerben, ist entweder so, dass wir die wirklich nutzen oder Freunde von uns nutzen die so.
Und es gab bis jetzt noch, also ich habe noch keinen Skandal gemerkt von uns und von den paar Marken, also es gibt so ein paar Marken, Bei denen gibt es immer dann irgendwelche Sachen, wo man sagt, sollte man irgendwie nicht bewerben, sollte man nicht machen.
Aber ja, so ist das.
Es ist aber auch schwer, ich finde auch grundsätzlich diese Frage immer schwer, womit man sich alles assoziieren muss.
Also welche Schuhe muss man sich anziehen?
Hat man die Verantwortung dafür, dass irgendwelche Mitarbeiter eines Unternehmens, das man dann bewirbt, komisch sind?
Das gleiche gilt ja auch für das Unternehmen, für das man arbeitet.
die Verantwortung dafür, was das Unternehmen für Verträge macht in den USA oder sonst wo.
Ich finde das schwierig.
Ich glaube, wenn man in dem eigenen Bereich quasi mit einigermaßen gutem Gewissen so ein bisschen sich das anguckt, dann hat man auch, finde ich, da seine hinreichende Due Diligence erledigt.
Also ich finde, das geht auch immer ein bisschen zu weit.
Aber gibt es einen unterschiedlichen TKP für die Host Red versus, wenn die einfach eingespielt wird?
Wie ist da der Unterschied?
Boah, kommt so ein bisschen drauf an.
Also wenn ihr jetzt eine Werbung bei Spotify hört, ist die halt um Mengen günstiger.
Wirklich, ja?
Also es sind wirklich große, große Unterschiede.
Und bei Hostread ist es schon mal so.
Ich will mich da nicht so ganz frei machen.
Ich habe vor kurzem so ein Snippet gesehen von so einem Rapper, eher Gangster-Rap, der so meinte, er findet irgendwie Vorbild sein, irgendwie das Schwachsinn und so weiter.
Das würde ich nicht sagen.
Aber, und es ist halt tatsächlich so, Wenn man bei uns, bei Doppelgänger Podcast-Werbung bucht, dann ist man auf einmal in unserer Community, in unserem Freundeskreis.
So ein bisschen wie, man ist halt auf der Party.
Ich mache eine Party mit 100 Leuten oder mit 50 Leuten und lade irgendwie zwei neue Freunde ein, die ich irgendwie mal zufällig aufgegriffen habe.
Und wenn die sich benehmen und meine Freunde die cool finden, dann kommen die auch auf die nächste Party.
Und so sehe ich das bei der Podcast-Werbung auch.
Und wenn wir nächste Woche eine Werbung haben würden von einem Werbepartner, mit dem irgendjemand eine schlechte Erfahrung gemacht hat, dann kriegen wir auf jeden Fall mindestens eine E-Mail dazu.
Es gab von den ganzen Werbepartnern, ich würde sagen, wir hatten vielleicht in der Vergangenheit 30 Werbepartner, so mehr oder minder, haben wir vielleicht mal so zwei E-Mails bekommen, aber das war auch eher so, also das war keine Red Flag, sondern das war einfach nur so eine Irgendjemand hat mal gesagt, bei dem Werbepartner wird in Zukunft bestimmt mal irgendwas passieren.
Okay, aber mit dem Risiko können wir nehmen und wir nehmen halt auch nicht alle und wir überlegen uns das schon sehr, sehr, sehr gut und bei uns gibt es halt auch nur eine Werbung meistens in den Folgen.
Es gibt andere Podcasts, die haben irgendwie fünf, sechs oder drei, vier Werbespots.
Wir haben eine und es gibt verschiedene Podcasts, die sich das gut überlegen oder auch nicht.
Am Ende ist es aber, glaube ich, trotzdem immer noch ein gutes Geschäftsmodell für Content Creator, dass sie damit irgendwie Sachen machen können.
Und wenn man sich so ein Magazin anguckt zum Beispiel und sieht, wie viel Werbung man da sieht, ja, man reagiert vielleicht auch nicht auf alles.
Ich kann nur sagen von uns, bei uns ist es so, also wenn, ich kann ja, ohne die Brands jetzt zu erwähnen, Ich bin mir ziemlich sicher, wenn wir eine von denen, bei denen man auf YouTube irgendwie mal so ein Skandalvideo oder so findet, wenn wir die eine oder andere da bewerben würden, würden wir sofort Feedback bekommen.
Ja, das glaube ich.
Ich glaube, wie gesagt, bei euch ist der Trust der größte Faktor.
Die Menschen hören das, weil sie der Person vertrauen am Ende und weil sie die Inhalte, die eben übertragen werden, interessant finden.
Und das finde ich insbesondere mit der aktuellen AI in Podcast-Entwicklung, finde ich das spannend, weil es gibt ja lauter Tools, mit denen man per KI Podcast komplett generieren kann.
Und ich glaube, das Populärste ist das von Google, das Notebook LM.
Dann gibt es noch von Eleven Labs meines Erachtens, genau, es heißt GenFM.
Jellypod, also man kann mit AI-Hosts quasi, also es gibt Podcasts, die komplett mit KI generiert sind.
Bei Spotify gab es eine Zeit, da wurden irgendwie 3000, 3000, 4000 pro Tag hochgeladen.
Also es gab so einige Startups, die das on scale gemacht haben.
Und in den USA zum Beispiel gibt es ein paar, gerade insbesondere im Research-Bereich, da werden jeden Tag KI-generierte Podcasts released.
Nur ich habe das selber mal probiert und Ich finde das sehr unbefriedigend, ehrlich gesagt.
Und es gibt auch andere Podcasts, die komplett KI generiert sind, auch in Deutschland.
Die fand ich auch irgendwie, ich konnte dem nicht zuhören.
Es gibt Journalisten, die haben ihre Stimme geklont und dann darüber Podcasts released.
Irgendwie zerstört das meine Aufmerksamkeit.
Auch mit Notebook-LM habe ich mehrere generiert und ich kann dir gar nicht sagen, was es ist, aber es ist langweilig.
Nach fünf Minuten höre ich auf zu hören.
Also das heißt, ich glaube, dass KI...
sich seinen Weg in die Podcasts irgendwie ebnet, ist noch weit weg, oder?
Ja, also ich habe jetzt auch lange nichts mehr gehört, wo ich so gedacht habe, davon bin ich echt...
geflasht.
Mir hat vor kurzem ein Kollege erzählt, dass er die Stimme seines Sohnes genommen hat und damit so ein bisschen rumgespielt hat.
Das ist ein bisschen weird.
Ich meinte auch so, ey, don't do it, niemals mehr öffentlichen, so der arme Junge.
Aber klar, es gibt so 15 Minuten Aktien-Podcasts jeden Morgen so.
Warum kann das nicht eine KI vorlesen?
Alles, was gescriptet ist, müsste eigentlich eine KI besser vortragen können.
Ja, und das übrigens auch an die Hörer.
Die ganzen großen Podcasts sind alle geskriptet.
Das ist überwiegend notwendig, weil die teilweise kritische Sachen sagen, weil die juristisch schwierige Sachen sagen.
Und deswegen muss da jedes Wort für Wort vorher überprüft werden.
Nur, ich finde, man hört es immer, ehrlich gesagt.
Und ich finde, das stört so ein bisschen den Redefluss.
Und ich weiß, meine...
Meine liebste Co-Host, mit der ich die ersten zehn Folgen gemacht habe, Lena Weitle, die hat sehr viele geskriptete Podcasts vorgeschrieben.
Und wir haben am Anfang darüber gesprochen und sie dachte, dass wir das irgendwie auch so machen wollen und hat dann quasi die ersten zwei Folgen mir Texte vorgeschrieben.
Und die Texte sollten sich halt möglichst so anhören, wie ich spreche.
Und das war derartig merkwürdig.
Ich konnte das nicht ablesen.
Ich konnte das, weil es gibt ja tatsächlich einen Unterschied zwischen Schriftdeutsch und gesprochenem Deutsch.
Und dieses, wenn man versucht, gesprochenes Deutsch oder gesprochene Sprache zu verschriftlichen, das hat bei mir so viel Störgefühl ausgelöst, dass ich es natürlich nicht ablesen konnte.
Aber die meisten machen das tatsächlich.
Und vielleicht hast du recht, nur ich finde auch, wenn die Stimmen alle sehr super realistisch sind, wenn die inzwischen auch Füllworte verwenden und die Tonalität eine fast identische ist, Nach wie vor fehlt für mich da irgendwie der Vibe.
Und der Vibe wird zurückkommen in Live-Formate.
Das Schöne ist ja auch, Interview-Podcasts können ja nicht so gescriptet werden.
Aber ich habe hohen Respekt vor Interview-Podcasts, weil ich glaube, die ganze Welt unterschätzt, wie anstrengend es ist, Termine zu finden.
Und wie anstrengend es auch, sich wirklich gut vorzubereiten und einen guten Vibe mit dem Gegenüber zu haben.
Und ich denke auch, ich würde am liebsten alle Interview-Podcasts hören, die nicht veröffentlicht worden sind.
Ich glaube, es gibt unglaublich viele, die nicht veröffentlicht worden sind oder halt hart gecuttet worden, also hart geschnitten worden.
Und der einzige reale Interview-Podcast wird wahrscheinlich einfach ein Livestream sein.
Und da geht wahrscheinlich die Reise in der Podcast-Welt auch hin, dass man halt dann, und das zeigt ja dann wieder irgendwie so ein bisschen das Format, das dann von OpenAI gekauft worden ist, ist dann eher doch mehr live und ein bisschen Realer.
Also ich kann aus eigener Erfahrung erzählen.
Jedes zweite Mal gibt es Probleme mit Riverside.
Riverside ist die Software, die man nutzt.
Videotelefonie oder Videopodcast aufnehmen.
Ja, oder überhaupt Podcast.
Das heißt, Riverside erkennt das Mikro nicht.
Riverside erkennt das falsche Mikro.
Riverside macht den Upload irgendwie nicht.
Das heißt, es gibt immer Drama.
Das Zweite ist, es ist tatsächlich faszinierend, wenn man Gäste einlädt.
Ich bin jetzt bei fast Folge 80.
Ich habe das jetzt 80 Mal gemacht.
Jedes Mal ist es eine Überraschung, wie sich der Gast hinter dem Mikro verhält.
Das heißt, selbst Menschen, die selber super erfahren sind im Sprechen auch vor anderen Leuten, sobald das Mikro an ist, werden sie komisch.
Und das heißt, man kann eigentlich die ersten fünf Minuten immer wegschmeißen.
Weil bevor sie sich eingesprochen haben, bevor sie warm sind, dauert es.
Das zweite ist die Mikrosituation.
Also ich fange jetzt an, Mikros durch die Generation zu schicken.
Ich habe mit Leuten aufgenommen, die hatten Airpods drin und haben mit dem iPad aufgenommen.
Die Tonqualität war katastrophal.
Aber was machst du?
Es gibt auch wenig KIs, die das am Ende fixen können.
Nur, also es ist unfassbar.
Meiner Erfahrung nach sind, also erstens Journalisten sind sehr gut im Podcast.
Mit denen haben die Interviews immer Spaß gemacht.
Zweitens Podcaster, die das selber professionell machen.
Also so wie ihr oder auch wie Gavin von Hackendran, hervorragend alles.
Und interessanterweise Leute aus der Lehre.
Professoren, die sind richtig geschmeidig.
Die kannst du vor das Mikro stellen und dann reden sie erstmal.
Aber das ist auch ein Aspekt beim Gast aussuchen.
Es gibt super viele hochinteressante Menschen, die tolle Sachen veröffentlichen, die spannende Paper schreiben, aber die nicht sprechfähig sind, die nicht in der Lage sind, hinter einem Mikro irgendwie fünf glatte Sätze zu reden.
Und das alles in Betracht zu ziehen und dann eben dieses Terminieren der verschiedenen Aufnahmen.
Das ist echt ein Level an Komplexität, was völlig unterschätzt wird, glaube ich.
Ihr könnt froh sein, dass ihr keine Gäste habt.
Naja, also normalerweise frage ich meine Gäste immer nach Buchempfehlungen, aber da wir gerade im Thema sind, würde ich dich gerne fragen, was sind deine Podcast-Empfehlungen?
Hast du welche?
Also Apofica höre ich manchmal.
Pivot höre ich manchmal.
Apofica ist Apo, Kalypse und Filterkaffee.
Genau.
Mein absoluter Highlight Podcast ist aktuell, kannst du so nicht sagen.
Von wem ist das?
Weißt du, wer Moritz Wagner ist?
Nee.
Moritz, Mo Wagner ist ein deutscher Basketballspieler, der in der NBA spielt.
Sein kleiner Bruder ist wahrscheinlich einer der größten deutschen Basketballspieler und die beiden spielen bei den Orlando Magics.
Und der macht einen Podcast mit Arne Gerskowski, sorry Arne, deinen Namen habe ich natürlich bestimmt falsch ausgesprochen.
für Magentasport, produziert von Podstars und die beiden sind befreundet, weil die auch zusammen arbeiten und man kriegt da so einen Einblick in das NBA-Leben, in das deutsche Nationalmannschaftsleben und so und das ist halt, ich hätte gerne einen großen Bruder so wie Mo und freue mich jedes Mal, wenn alle zwei Wochen die beiden zusammen eine Folge machen und dann höre ich so random Golf-Podcasts, die kein Mensch außer mich interessieren und ein paar andere tausend Golfer.
Ich finde halt diese Formate von diesen zwei Leuten und ich kann das auch jedem empfehlen.
Wenn ihr das Gefühl habt, ihr kennt irgendeine Person, mit der ihr euch vorstellen könnt, einmal die Woche zu telefonieren und das als Podcast zu veröffentlichen, macht das.
Und selbst wenn es nur ein dummer Grund ist, um mit einem guten Freund, mit einer guten Freundin irgendwie wöchentlich zu telefonieren.
Beim Podcast gibt es halt, ich glaube, so vier Elemente einer Secret Source.
Das eine ist halt diese Gewohnheit, dass du halt jede Woche da bist, oder wir sind halt zweimal die Woche für einen da, dann dieses Parasoziale, was du vor allem in diesem Laber-Podcast zwei Personen hast, so wie bei Doppelgänger, wie bei AWFNR, wie bei, kannst du so nicht sagen, dann das, was ich jetzt hier mache, ich bin in anderen Podcasts, so, wenn man in große Podcasts gibt, dann kriegt man Leute dazu, wenn man in kleine Podcasts geht, dann gibt man da Leute ab.
Und das vierte, das wir eigentlich nicht machen oder nicht mehr machen, sind halt Shorts, Tick-Ock-Videos und alles.
Das schreibt immer so durch und ich hatte ja eben so gesagt, auf irgendeinem Golf-Ding auf einmal 70.000 Views.
Man sieht nicht direkt, dass das rüberkommt, aber aus Erzählen, aus E-Mails, aus direkten Nachrichten kann ich sagen, dass wir auf jeden Fall, als wir das gemacht haben, dass wir da so ein bisschen was bekommen haben.
Das geht auch wieder zurück zu dem OpenAI-Deal, die Content-Maschine, die die gekauft haben und alle von diesen krassen, großproduzierten Sachen, die haben halt jetzt einfach Klickfarben, könnte man fast sagen, im Hintergrund, die halt versuchen, aus dem Podcast Klick zu machen.
Macht das Medium auch wieder so ein bisschen kaputt?
Weil wenn Liz und ich jetzt richtig professionell gewesen wären, hätten wir uns im Vorgespräch hingesetzt und gesagt, welche drei Clips können wir aus diesem Podcast machen?
Und wir sind so schlecht, dass wir noch nicht mal die Kamera mitlaufen gelassen haben.
Das machen wir vielleicht nächstes Jahr.
Ja, aber weißt du, wir optimieren ja auch nicht so hart auf Engagement und so weiter.
Wir haben ja auch ein bisschen Spaß an der Sache.
Wie gesagt, dann muss ich mir auch Mühe geben und mir Haare machen und so ein Scheiß.
Ja, genau.
Es war ein sehr nettes Gespräch.
Es hat sich angefühlt wie ein Glas Vino beim Abendessen und nett geplaudert.
Vielen Dank fürs Zuhören.
Danke euch.
Ich freue mich auf die nächsten 80 Folgen von dir.
Ich bewundere, wie geil du das machst, wie schön alleine du das jetzt durchziehst.
Das hat ja ein bisschen anders angefangen und so.
Und vor allem die Regelmäßigkeit.
Das ist auch hart, ja.
Fluch und Segen in der Content-Produktion ist, glaube ich, dass du halt einfach immer da sein musst.
Es gibt schlimmere Sachen.
Ich könnte mir nicht vorstellen, ein Streamer zu sein, der irgendwie acht Stunden am Tag streamen muss.
Aber du musst, wenn du jetzt überlegen bist, hey, was Liz und Philipp da erzählt haben, ich will jetzt auch einen Podcast machen, guck in den Spiegel oder deinen Co-Host an und guckt euch in die Augen und fragt euch, Können wir uns vorstellen, in den nächsten 52 Wochen 52 oder vielleicht sogar 60 Folgen, weil nicht jede Folge veröffentlicht wird, zu machen?
Sollen wir das vielleicht für sechs Monate ausprobieren und irgendwie die Hälfte machen?
Dann macht es.
Aber wenn ihr das Gefühl habt, ihr müsst jetzt nicht irgendwie morgen eine Folge veröffentlichen und dann in vier Wochen wieder.
Das wird, glaube ich, nicht zu dem Ergebnis führen, das ihr euch wünscht.
Es ist schon echt diese...
Man ist regelmäßig dafür da und genauso wie bei dir und bei uns werden halt jetzt Leute heute entweder gependelt sein oder um Hundgassi gegangen sein oder die Wohnung aufgeräumt haben und uns für...
eine Stunde zugehört haben.
Vielen Dank dafür.
Super nice.
Und warte, ihr seid bei der, ja, ihr macht auf der OMR einen Live-Podcast, richtig?
Unplugged heißt der, ja.
Unplugged.
Und erzähl mal ganz kurz, wann ist der?
Eigentlich sind wir Headliner.
Also wir sind die letzte Show auf der OMR.
Uh.
Auf der kleinen Bühne.
Ich bin gespannt, ob wir noch, ne, wahrscheinlich nicht.
Wir sind auf der kleinen Bühne.
Also wenn ihr uns wirklich hören und live sehen wollt, dann müsst ihr gucken, ob ihr da noch reinkommt.
Wir erzählen so ein bisschen.
Der Deal ist, ich gehe zwei Tage über die ORMR und erzähle so ein bisschen und Pip erzählt dann ein bisschen mehr noch.
Und ja, ich hatte wieder Lust, mal wieder so einen Live-Podcast zu machen.
So das Audio-Erlebnis mal gucken.
Die Idee ist, dass wir das Ding dann auf YouTube stellen.
Und kleine Interaktionen, das ist eine kleine Halle, das wird kuschelig.
Ja, freu mich drauf.
Also ich bin bei der OMR auf jeden Fall am 5.
Mai auf der Yellow Stage um 10 nach 12 und diskutiert zusammen mit Sascha Dewald, der CGO von DKB, ob AI das Banking-System am Aufessen ist.
Das heißt, wer das Finanzsystem von morgen baut, darauf freue ich mich auf jeden Fall schon und bin am 6.
auf der HBO-Stage während der State of the Internet um 20 nach 10.
Ihr clost die kleine Bühne dann am 6., oder?
Genau, wir machen die Abrissparty.
Sehr gut.
Cool, also freut mich.
Vielen Dank, dass ihr wieder zugehört habt und bis nächste Woche.
Bye, bye.
Peace.
