# Germany's 300B Euro AI Infrastructure Push and Labor Shifts

**Podcast:** Kollegin KI
**Published:** 2026-05-01

## Transcript

Happy Friday, liebe Leute.
Es ist Zeit für eine weitere Folge Kollegin KI Snackbox.
Wir bringen euch die News der Woche rund um KI, den Arbeitsmarkt und alles natürlich mit Fokus auf Deutschland und Europa, damit ihr up to date bleibt, was die KI-Entwicklung angeht.
Und wir gehen einfach mal direkt rein.
Und zwar gibt es einen ersten Bericht von der Expertenkommission, die die Bundesregierung vor einem halben Jahr ins Leben gerufen hat.
um die Zukunft der KI in Deutschland mitzubestimmen, so muss man sagen.
Und die Empfehlungen, die sind teilweise ziemlich konkret.
Grundsätzlich wollen sie eine leistungsfähige Infrastruktur und digitale Souveränität forcieren, was erstmal eine ganz gute Sache ist, wie ich finde.
Ganz konkret soll ein Investitionsfonds von 300 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt werden, um Infrastruktur zu machen, also Rechenzentren zu bauen, aber auch kleine und mittlere Unternehmen und Startups zu fördern.
Und damit Deutschland digital bzw.
mit der künstlichen Intelligenz in die Zukunft zu bringen.
Spannend ist, dass das finanziert werden soll, teilweise zumindest aus dem Sondervermögen, der ja eigentlich für Rüstung vorgesehen ist, größtenteils für Rüstung.
Das wird so ein bisschen damit verargumentiert, dass natürlich auch die Rüstungsindustrie von KI profitiert.
Und das ist so eine Sache, die wird vermutlich in den nächsten Tagen noch diverse KritikerInnen hervorbringen, denn da ist halt die Frage, soll die KI-Entwicklung am Ende den Menschen dienen oder soll sie tatsächlich der Rüstungsindustrie dienen?
Und da wird es auf jeden Fall noch ein paar Reibungspunkte geben, die wir weiter verfolgen.
Nächste News.
Palantir wird offenbar nicht von der Bundeswehr angeschafft.
unabhängige Alternativen aus Europa oder Deutschland eben setzt.
Ganz spannend, denn Palantir ist eigentlich schon im Einsatz, sowohl bei der NATO als auch in Deutschland konkret.
Beispielsweise in Hessen, Nordrhein-Westfalen und Bayern wird auf die IT-Software gesetzt.
Ihr habt wahrscheinlich schon von Palantir gehört.
Falls nicht, das ist im Grunde eine KI-Software, die Strafverfolgungsbehörden vor allem helfen soll, Straftäter zu fassen, beziehungsweise auch Terrorismus zu bekämpfen.
Die Software ist in der Lage, eine ganze Menge, Millionen von Daten im Grunde zu analysieren, zu strukturieren und Zusammenhänge zu finden.
Da können Bildmaterialien, Überwachungskameras, Dokumente und so weiter reinfließen und Palantir findet dann.
So ist die Theorie, zumindest dann Auffälligkeiten.
Jetzt gibt es natürlich Bedenken gegenüber Palantir.
Ich habe euch mal einen Artikel vom Deutschlandfunk in die Shownotes gepackt.
Da könnt ihr euch informieren, was da tatsächlich gerade Sache ist.
Diskriminierend, gefährlich und hochgradig intransparent, sagt zum Beispiel Amnesty International.
Lest euch rein, das ist tatsächlich ein super wichtiger Punkt, über den wir viel mehr sprechen müssen.
Zumindest hat die Bundeswehr jetzt gesagt, machen wir nicht.
Und wir machen das Ganze lieber selbst.
Es gibt da wohl auch schon zwei, drei konkrete Startups, die aus Frankreich und Deutschland im Blick der Bundeswehr sind.
Auf der anderen Seite, gerade mit der News davor, muss man sagen, wir wollen 300 Milliarden in die gesamte KI-Infrastruktur in Deutschland stecken.
Palantir alleine ist knapp 300 Milliarden Euro wert, tatsächlich.
Also 280 Milliarden Euro ist Palantir wert.
Und die sind auch schon seit 20 Jahren auf dem Gebiet tätig.
Die forschen schon lange vor ChatGPT an eben diesen IT-Lösungen.
Von daher muss man sagen, mal schauen, wie wahrscheinlich das ist, dass wir eine ähnlich große, gute Software, sofern sie denn dann auch wirklich gut ist, gibt da auch unterschiedliche Berichte, in Europa bauen können, die dann auch die Bundeswehr nutzen kann.
Aber schauen wir mal.
Als letzten Punkt habe ich ein schönes Video gefunden und zwar von Ralf Otte.
Ralf Otte ist Professor für Automatisierungstechnik und KI an der TH Ulm und er hat in so einem NTV-Interview, das geht nur um so 10 Minuten oder so, mal ein paar Fragen beantwortet, wie es eigentlich um KI und Arbeit steht.
Und er sagt, je digitaler und einfacher ein Job ist, desto eher wird er durch KI ersetzbar sein.
Zum Beispiel sagt er, wenn man irgendwie nur Daten oder Zahlen von irgendwelchen Briefen in eine Excel-Tabelle kopiert, dann ist das eigentlich auch ein No-Brainer, relativ leicht automatisierbar und dann braucht man solche Aufgaben in Zukunft zumindest nicht mehr.
Wohingegen analoge Jobs, je analoger ein Job ist, desto sicherer ist er.
Bedeutet Beispiel Handwerk natürlich ist relativ analog.
Natürlich wird es da mit Sicherheit irgendwann Roboter geben und so weiter.
Aber er sagt, je analoger, desto sicherer ist er.
Auf der anderen Seite, und das finde ich ganz spannend, hat er auch so ein bisschen darüber gesprochen, was es eigentlich mit den Jobschwierigkeiten für gerade frische Uni-AbgängerInnen angeht.
Denn Fakt ist, dass immer weniger Jobs angeboten werden in Juniorstellen.
Und da gibt es ja verschiedene Meinungen.
Wir hatten hier im Podcast ja auch schon drüber gesprochen.
KI-Schuld mal dann tatsächlich einfach auch das Unternehmen selbst.
Trotzdem sagt er, er bietet seinen Studis an der Uni schon direkt im Studium eine KI-Zusatzausbildung an, um sie fit zu machen für den Markt.
Und das scheint relativ gut zu funktionieren.
Was ich tatsächlich eine ganz gute Sache finde, dass man KI einfach schon in der Ausbildung lernt, weil es einfach gebraucht wird.
Egal wo man hinguckt, in welches Unternehmen, überall werden KI-Kenntnisse eigentlich vorausgesetzt.
Zumindest KI zu bedienen ist wahrscheinlich nicht so verkehrt.
Interessant ist, dass der Mittelstand laut ihm erstmal draufzahlen wird.
Also es wird noch kein Return on Invest in den nächsten zwei bis drei Jahren da sein.
Der Mittelstand muss erstmal massiv in diese Transformation investieren.
Das sagt er hier ganz klar und Zitat, wenn es gut läuft in zwei bis drei Jahren, dann könnte man wohl auch Gewinne erzielen.
KI in der Schule lehnt er übrigens ab.
Er sagt, das muss nicht sein, denn gewisse Skills müssen wir einfach auch lernen.
Wenn wir beispielsweise von Anfang an schon Texte generieren mit KI, dann verlernen wir im Grunde das Schreiben und nicht nur das, sondern auch ganz allgemeine Sprach- und Kommunikationsskills.
Und das ist ein cooler Punkt, den ich am Dienstag auch nochmal genauer beleuchte.
Am Dienstag habe ich eine Buchautorin zu Gast, die mit mir über die Verdummung durch KI, so kann man es eigentlich zusammenfassen, spricht.
Und zwar...
inwiefern wir gewisse Fähigkeiten verlernen, dadurch, dass wir KI für jede einzelne Mail mittlerweile und alles, was irgendwie Denken erfordert oder Kreativität erfordert, nutzen.
Ich freue mich, wenn ihr einschaltet, wenn ihr dabei seid.
Ansonsten letzter Satz.
Der Herr Professor Otte sagt auch, dass man Ängste abbauen muss, indem man KI lernt.
dass man es testet.
Und er macht so als Beispiel, dass man VHS-Kurse besuchen kann.
In jeder größeren Stadt gibt es VHS-Kurse, wie man Chat-JPT und Co.
lernen kann.
Und er sagt, es macht halt unfassbar viel Spaß.
Er selbst liebt seinen Job.
Das betont er mehrfach.
Finde ich ganz gut.
Tue ich auch.
Und dementsprechend, ja, lernt fleißig KI, baut Ängste ab oder hört Kollegin KI.
Das hilft im Zweifel auch.
Ich bedanke mich fürs Zuhören diese Woche.
Redaktionsschluss war der 30.
April, 16 Uhr.
Und ich wünsche euch ein fantastisches 1.
Mai-Wochenende.
Bis dahin, macht's gut.
Ciao, ciao.
Dieser Podcast wird produziert von Podstars bei OMR.
