# AI CapEx Surge, Fed Uncertainty, and China's Demographic Shift

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-04-30

## Transcript

Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über resiliente Börsen, einen politischen Paukenschlag bei der Fed und ein dickes Versprechen bei Qualcomm.
Im Thema des Tages sortieren wir für euch die Zahlen von Big Tech.
Und in der Triple-E-Idee dreht sich alles um das graue Nashorn, das gerade China-Investments ausbremst.
Alles auf Aktien, der tägliche Börsenshot.
Wir begrüßen euch Holger Zschäpitz und Lea Oetjen aus der Weltwirtschaftsredaktion.
die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
Blick auf die Märkte Heute ist Donnerstag, der 30.
April und wir wünschen euch einen entspannten Start in den Tag und in das lange Wochenende.
Alles andere als entspannt verlief der gestrige Börsentag.
Es ging gestern wirklich Schlag auf Schlag und da kämpfen wir uns gleich mal gemeinsam im Thema des Tages durch.
Nur so viel schon mal zum Start.
Die Earnings waren ordentlich.
Die US-Futures notierten nach den Zahlen und Earning-Calls der großen vier leicht im Plus.
Shootingstar war Alphabet mit einem Plus von 6,6 Prozent.
Dahinter folgten Amazon mit 3,6 Prozent.
mit einem leichten Plus.
Allein Meta verlor nachbörslich mehr als 6%.
Und schon im regulären Handel hatten sich die Märkte erstaunlich robust gezeigt, trotz eines, würde ich mal sagen, nicht gerade perfekten Umfelds.
Der S&P 500 hatte quasi unverändert geschlossen.
Der Nasdaq 100 sogar 0,6 Prozent höher.
Der DAX, naja, der ist immer so ein bisschen das Schlusslicht.
Der verlor 0,3 Prozent auf 23.955 Punkte.
Und weil die Amerikaner bei der Straße von Hormuz jetzt offensichtlich auf Zeit spielen, weil sie hoffen, den Iran wirtschaftlich in die Knie zu zwingen, wird wohl so schnell keine Normalität eingehen.
Und diese neue Idee, die hat den Ölpreis nochmal gestern kräftig nach oben getrieben und Brent kletterte auf mehr als 119 Dollar je Barrel und markierte damit ein neues 52 Wochen hoch.
Und auch WTI legte kräftig zu und sprang über die Marke von 107 Dollar.
Und auch die amerikanische Notenbank lieferte nicht gerade Rückenwind für die Börse.
Die Währungshüter beließen die Leitzinsen zwar unverändert, lieferten jedoch Stoff wie selten zuvor.
Es gab nämlich bei der Zinsentscheidung gleich vier Abweichler und das gerade mal bei zwölf FOMC-Mitgliedern.
Und das ist dann schon kein Betriebsunfall mehr.
Das zeigt einfach gerade, wie gespalten die FED wirklich ist und zwar so sehr wie lange nicht mehr.
Unter den Abweichern, da wollte einer, Stephen Mirren, sogar eine Zinssenkung durchsetzen, also mehr Lockerung.
Und auf der anderen Seite haben sich gleich drei Mitglieder gegen den sogenannten Easing Bias gestellt.
Also da wird ja immer so ein Ausblick gegeben und so eine implizite Aussicht auf Lockerung, das heißt Easing Bias.
Und die drei, die wollten eine härtere Gangart.
Und damit steht jetzt dieser Easing-Bias nämlich tatsächlich auf der Kippe.
Es gab nämlich offenbar ziemlich energische Diskussionen darüber, ob man ihn jetzt komplett aus dem Statement streichen soll oder nicht.
Und das ist wirklich spannend, denn auch wenn aktuell niemand offen über Zinserhöhungen spricht und fordert, kippt die Stimmung.
Eine wachsende Mehrheit will raus aus diesem Lockerungsmodus und schon die nächste Fettsitzung könnte die offizielle Wende bringen.
Und Jerome Paul hat in seiner letzten Zinssitzung als Chef sehr klar gemacht, einen Ölpreisschock einfach zu ignorieren.
Also Looking Through, so wie man das früher gemacht hat bei anderen Ereignissen, das wäre jetzt extrem schwierig geworden.
Und dann kommt noch eine politische Dimension dazu.
Am 15.
Mai übernimmt ja Kevin Walsh den Vorsitz, er ist ja gewählt worden auch vom Kongress.
Und Paul, normalerweise hätte man gedacht, er tritt dann ganz zurück und tritt auch raus.
Aber er hat gesagt, und das ist ungewöhnlich für so eine Sache, er will einfach im Board bleiben.
Er hat nämlich noch ein normales Mandat und das kann er eigentlich auch machen.
Und das ist ein gutes Recht.
Und das sorgt natürlich auch so ein bisschen für Stirnrunzeln.
Und der amerikanische Finanzminister Besson hat dann gleich gesagt, Moment mal, das wäre sehr unüblich.
Ja, das Machtgefüge wird dadurch auf jeden Fall nicht entspannt.
Im Gegenteil, das Verhältnis im Weißen Haus scheint ja auch gerade irgendwie so schon auf dem Tiefpunkt eigentlich.
Paul hat ja offen darüber gesprochen.
Er sagt, politische Angriffe gefährden gerade die Unabhängigkeit der FED.
Und das ist ja auch Kern eigentlich des Systems, eine Geldpolitik eigentlich ohne diesen politischen Druck.
Und er signalisiert es ja offen, dass er so lange bleiben wolle.
wie die politische Einmischung weitergeht.
Und Paul warnte auch wirklich sehr auf.
Für einen Notenbänker, der normalerweise sich zu politischen Sachen nicht äußert, war das wirklich schon sehr explizit, dass er gesagt hat, hey, das wäre eine Belastung für die Institution.
Ja, und er geht ja sogar noch weiter.
Er sagt, wenn diese Angriffe weitergehen, könnte genau das zerstört werden, was für die Märkte eigentlich am wichtigsten ist, nämlich das Vertrauen in eine unabhängige Notenbank.
Und damit sind wir auch wieder bei den Anlegern, denn ein politisierter Fett ist Gift für die Märkte.
Und das zeigte sich gestern schon.
Die 30-jährige US-Rendite schnellte über die Marke von 5 Prozent zum ersten Mal seit Sommer 2025.
Und interessanterweise verlor selbst der Dollar.
So ein bisschen Sell-America-Trade, aber nicht an den Börsen.
Der Sommerfeld ist nicht rehabilitiert, aber zumindest ist es schon uninteressant, wenn die Zinsen tendenziell steigen und der Dollar fällt, dann ist es eher so ein Misstrauen-Trade.
Aber es war einfach so und nicht Sell-America, weil die Börsen sind natürlich positiv gelaufen.
Und die Entwicklung um die Fed, das heißt halt einfach...
Mehr Volatilität und dann eben auch höhere Risikoprämien und vielleicht ein ganz neues Kapitel an den Märkten.
Wir werden sehen.
Und eben auf diese Märkte schauen wir jetzt nochmal genauer.
Nach den Vortragsverlusten ging es für Robinhood weiter bergab.
Die Aktie verlor nochmal 14 Prozent.
Und Auslöser waren die eine täuschenden Quartalszahlen, über die wir schon gestern gesprochen hatten.
Anleger fürchten da jetzt eine strategische Schieflage der Finanzplattform.
Denn Robinhood setzt immer mehr auf die Aufmerksamkeitstreiber wie Prediction Markets oder...
spekulative Kryptolistings.
Wir haben da ja in den vergangenen Wochen auch immer mal wieder drüber gesprochen.
Ja, und das sind Formate, die zwar kurzfristig eine gewisse Aktivität und halt eben auch Aufmerksamkeit bringen, aber so wirklich verlässliche Erträge gibt es da kaum.
Auch Volatilität.
Und das ist natürlich, Volatilität wird immer niedriger geschätzt als verlässliche Erträge.
Naja, aber gleichzeitig bleibt der eigentliche Wachstumstreiber liegen.
Internationaler Aktienhandel, der für Broker oft deutlich lukrativer ist und Kundenstärke bindet, spielt bislang eben Kaum eine Rolle, wenn man Interactive Brokers sieht.
Die sind ja viel höher bewertet als beispielsweise Robinhood.
Und das sieht auch viel besser aus.
Naja, auf jeden Fall, während Konkurrenten genau hier expandieren und damit aktivere Anleger anziehen, wirkt da Robinhood erstaunlich passiv.
Was hat die Börse jetzt abgestraft?
Ganz anders das Bild bei Bloom Energy.
Die Aktie schoss gestern 24 Prozent nach oben.
Und zwar getragen von Zahlen, die kaum Raum für Zweifel lassen.
Bloom baut nämlich stationäre Brennstoffzellen.
Also mal ganz vereinfacht gesagt, das sind so kleine Kraftwerke, die direkt beim Kunden stehen und dort Strom erzeugen.
Und genau das wird im KI-Zeitalter plötzlich entscheidend.
Rechenzentren brauchen nämlich rund um die Uhr Energie und die oft mehr als die Netze überhaupt hergeben.
Und Blumen liefert diese Energie vor Ort.
Der Umsatz sprang im ersten Quartal um 130 Prozent auf 751 Millionen Dollar.
Auch beim Gewinn wurden die Erwartungen klar übertroffen.
Und die können nicht nur mit Wasserstoff betrieben werden, sondern auch mit Gas.
Deswegen haben die Stärke gestiegen.
Aber auch andere Wasserstoff-Plays, weil Blumen galt ja früher so als Wasserstoff-Aktie, konnten dem Windschatten mitmachen.
Plug Power mit einem Plus von 8% und vor allem auch Fuel Cell Energy.
Die Aktie liegt um 26% zu.
Das Geschäftsmodell ist ähnlich, aber technologisch etwas anders aufgestellt.
Fuel Cell setzt auf Karbonat, Brennstoffzellen, die neben Strom auch Wärme und Wasserstoff erzeugen können.
Der Fokus liegt stark auf den Industrieanlagen und Rechenzentren bei Fuelcell.
Rund 80 Prozent der Projektpipeline hängen inzwischen an diesem KI-getriebenen Bedarf.
Anders als Bloom schreibt Fuelcell allerdings noch Verluste.
Aber der Markt schaut gerade weniger auf die aktuellen Zahlen und mehr auf die Frage, wer denn eigentlich die Energie liefert, wenn Datenzentren zum Flaschenhals werden.
Und dann hatten wir noch nachbörsig Qualcomm, die gewann 14 Prozent.
Obwohl die Prognose eigentlich schwach war, begeisterte das Management die Anleger mit der Ankündigung, in das Geschäft für maßgeschneiderte KI-Chips für Rechenzentren einsteigen zu wollen.
Und das eröffnen neue Wachstumschancen abseits des Smartphone-Markts.
Von dem Core kommt derzeit ja noch stark abhängig ist.
Und sie wurden ja von Apple so ein bisschen ausgelistet.
Und trotzdem haben sie eben so stark dann gewonnen.
Und dafür gerieten andere Sektor kräftig unter Druck.
Und zwar Healthineas, Siemens Healthineas.
Die sind um 3,7 Prozent gefallen.
und auf ein 6-Jahres-Tief gerutscht.
Und Auslöser war kein unternehmensspezifisches Problem, sondern ein externer Schock aus den USA.
Rivale GE Healthcare, die brach nach Zahlen um 13% ein und zog damit die Branche mit nach unten.
Der Konzern hat nicht nur die Erwartungen im Quartal verfehlt, sondern vor allem auch den Ausblick gesenkt.
Statt bis zu 5,15 Dollar die Akte werden für 2026 nur noch 4,80 Dollar bis 5 Dollar erwartet.
Das ist dann unter den bisherigen Marktschätzungen.
Auch bei der Marge deutet sich eine Abschwächung an.
Dahinter steckt ein strukturelles Problem.
Steigende Kosten für Chips, Energie und Logistik, die sich nun verzögert weitergeben lassen.
Und GE Healthcare beziffert die zusätzliche Belastung auf rund 250 Millionen Dollar.
Ein Teil davon soll zwar über Preise kompensiert werden, aber eben nicht vollständig.
Genau das lässt Anleger aufhorchen, denn MedTech-Unternehmen hängen an komplexen globalen Lieferketten.
Und wenn dort der Druck steigt, dann trifft es eben meist alle.
Ja, dann schauen wir nochmal nach Deutschland.
Da setzte nämlich auch eine richtige Flut an Quartalszahlen kleine Akzente.
Und zwar im DAX.
Da ging es für Adidas um 8,4 Prozent nach oben.
Der Sportartikelanbieter hat im ersten Quartal trotz eines jedoch recht herausfordernden Konsumumfelds zweistellige Prozent Wachstumsraten bei Umsatz und Gewinn erreicht und dabei die viel beachtete Marge für den operativen Gewinn auch verbessert.
Und Scout24 legten 6,7 Prozent zu.
Das Digitalunternehmen hat ein solides Ergebnis für das erste Quartal vorgelegt.
Und die Analysten von Metzler haben nochmal besonders hervorgehobenes Aktienrückkaufprogramm als positiven Faktor.
Wenn das jetzt schon das Positive ist, hätte ich lieber ein boomendes Geschäft als einfach nur boomende Aktienrückkäufe.
Wir müssen doch alle ein bisschen positiver werden.
Mercedes-Benz hat das nicht geschafft.
Die Quartalzahlen galten eher so ein bisschen als durchwachsen.
Das China-Geschäft laufe noch schlechter als erwartet.
Überraschend hoch sei dagegen die Profitabilität.
Mut mache auch der bestätigte Jahresausblick, hieß es im Handel.
Der Kursgabe war um 0,6 Prozent nach.
Und Deutsche Bank, die verloren 1,8 Prozent.
Und das trotz eines Gewinnanstiegs im Auftragquartal.
Aber da gab es eine erhöhte Risikovorsorge.
Und da werden die Leute immer so ein bisschen nervös.
Und das hat dann eben dazu geführt, dass die Aktie 1,8 Prozent verloren hat.
Und die Analysten der UBS, die sprachen auch noch von einem schwachen Ergebnismix und bemängelten die Kernkapitalquote als schwach.
Und nach Zahlen der Vermögensverwaltungstochter der Deutschen Bank DWS ging es für das Papier immerhin um 2,1 Prozent nach oben.
Und du machst jetzt noch einmal wenigstens Termine.
Ich glaube, das habe ich die ganze Woche gemacht, oder?
Ja, stimmt.
Habe ich mich die ganze Woche aus der Affäre gezogen.
Ja, bitte.
Jetzt musst du es auch ums Staccato machen.
Genauso schnell, bitte.
Oh Gott, da breche ich mir die Zunge.
So, ich mache es ein bisschen langsamer.
Wir wollen ja auch alles verstehen und hören.
Also heute steht die Ratsetzung der EZB an und noch da mit einer Zinsentscheidung.
Außerdem veröffentlicht das Statistische Bundesamt eine erste Schätzung zum Bruttoinlandsprodukt für das erste Quartal 2026.
Darüber hinaus stehen noch eine ganze Reihe weiterer Quartalszahlen an.
Aus Europa kommen unter anderem Volkswagen, BASF, MTU, DHL, Nemeczek, AX-Tron, Dregerwerk, Buffesa, Puma, Alchem, Delivery Hero, Kion, BNB Paribas, Societe Generale, Kredit Agricole, Capgemini, Air France, KLM, Schneider Electric.
ING, Stellantis, Standard Chartered, Unilever, Repsol, KXA Bank, Erste Group Bank, OMV und Danske Bank.
Und aus den USA kommt vor allem Apple und Sundisk, Southern Company, Cigna, Baxter International, ConocoPhillips, International Paper.
Bristol Myers Squibb, Caterpillar, Valero Energy, Amgen, Hershey, Intercontinental Exchange, Weihäuser, Merck, Eli Lilly und aus Asien kommt Samsung.
Und dann noch ein kleiner Ausblick für Freitag.
Die Börse ist in Deutschland zwar geschlossen, aber ein bisschen was passiert doch noch.
Unter anderem kommen Quartalszahlen von der Commerzbank, von Kronis, Lonza und von Bechtel.
Das Thema des Tages.
Das Thema des Tages müssen wir heute natürlich Big Tech widmen.
Vier Quartalszahlen in einer Nacht binnen 71 Sekunden, Bloomberg hat es genau nachgerechnet, wurden nämlich die Zahlen veröffentlicht von Microsoft, Alphabet, Meta und Amazon.
Und wir können schon mal vermelden, es war...
Ganz gutes Quartal.
Man könnte sogar sagen, bei einigen verdammt gutes Quartal.
Aber zum ersten Mal seit Beginn dieses KI-Booms gab es einen Satz, der mich aufräuchen lassen hat.
Und der kam von Alphabet.
Ich nehme an, du spielst ja auf die CapEx an, oder?
Ja, ganz genau.
Aber lass uns vielleicht trotzdem noch mal, bevor wir zu den CapEx kommen, von vorne anfangen.
Weil die Zahlen wirklich stark sind.
Alle vier haben den operativen Gewinn deutlich die Schätzung übertroffen.
Und bei Meta lag die positive Überraschung sogar bei 17 Prozent.
Und Cloud läuft heiß.
Das Wachstum beschleunigt sich wieder.
Google Cloud zum Beispiel plus 63 Prozent.
Und das ist eine Beschleunigung, die in der Größenordnung wirklich niemand auf dem Zettel gehabt hat.
AWS plus 28 Prozent.
Das ist das stärkste Wachstum seit 15 Quartalen.
Azure plus 39 Prozent.
Die drei großen Hyperscaler haben da wirklich mächtig abgeliefert.
Und das Spannendste ist, auch die Aufträge sind schon da.
Microsoft hat eine Auftragspipeline von 627 Milliarden Dollar.
Verdoppelt im Vergleich zum Vorjahr.
Und Google Cloud hat einen Backlog von 460 Milliarden und der hat sich allein im letzten Quartal fast verdoppelt.
Über eine Billion Dollar an gebuchten, aber noch nicht realisierten Cloud-Umsätzen bei nur zwei Konzernen.
Das ist die Antwort auf alle Skeptiker, die gefragt haben, wo denn eigentlich der AI Return of Investment ist.
Naja, KI-Businesses konkretisieren sich jetzt schon?
Bei Microsoft liegt die KI-Runrate bei 37 Milliarden Euro, mehr als eine Verdopplung zum Vorjahr.
Google spricht von einer, Zitat, beispiellosen Nachfrage nach Rechenleistung für KI.
Und bei Meta explodierte der Umsatz um 33 Prozent, weil die Werbung immer effizienter wird.
Wir halten also fest, die KI-Revolution ist real und ist auch schon messbar.
Aber sie frisst halt kurzfristigen Cashflow auf.
Und da kommt eben das Aber.
Und das ist gestern wirklich neu gewesen.
Alphabet hat gestern Abend im Conference Call den CapEx für 2026 nochmal nach oben geschraubt.
Von 180 bis 190 Milliarden Dollar.
Und Meta hat das Gleiche gemacht, hebt das CapEx-Budget auf bis zu 145 Milliarden an.
Das ist ungefähr 10 Milliarden mehr, als sie bisher schon gemacht hatten.
Du hast es schon angedeutet, der richtige Hammer, der kam dann von Alphabets Finanzchefin.
Sie hat nämlich gesagt, 2027 wird der CapEx significantly higher, also noch höher als 2026.
Und das ist wirklich, ich finde keine Worte mehr dafür, weil es einfach wahnsinnig bemerkenswert ist, wie viel Geld da dann bewegt wird.
Sie hat zugegeben, dass diese Marge wirklich dann auch vielleicht ein bisschen belastend sein kann über höhere Ausschreibungen und ersteigende Energiekosten für die Rechenzentren.
Und das ist der erste offene Riss in dieser ganzen KI-Investment-Story.
Bisher haben wir die Hyperscale immer beteuert.
Naja, keine Sorge, das Geld, das arbeitet, die Margen halten.
Und jetzt sagt Alphabet selbst, Leute, 2027 wird das möglicherweise auf den Gewinn drücken.
Aber für 2026 waren die Margen im Cloud-Geschäft wirklich noch bombig.
Lass uns das mal in eine Größenordnung packen.
Die vier großen Tech-Konzerne investieren 2026 zusammen wahrscheinlich zwischen 700 und 750 Milliarden Dollar.
Und das ist ungefähr das Bruttoinlandsprodukt der Niederlande.
Und wenn man mal nach Amerika schaut, ist halt wirklich ein großer Anteil da auch am Bruttoinlandsprodukt.
Und 2027...
könnten wir dann locker bei 800 Milliarden bis einer Billion landen.
Und das ist die größte Koordinator-Industrie-Investitionswelle, die wir, glaube ich, jemals gesehen haben.
Das ist auf jeden Fall kein normaler Zyklus mehr.
Das ist schon ein echtes Strukturrennen um die KI-Infrastruktur.
Und dabei wird jetzt immer mehr auch das Thema Energie zum Bilanzthema.
Die Stromcup halt in Virginia, in Texas, in Irland.
Das sind nicht mehr nur Schlagzeilen.
Das taucht jetzt wirklich explizit als Margenrisiko in Investor Calls auf.
Die AI-Story ist jetzt plötzlich auch eine reine Energie-Story.
Jetzt sind wir halt in einer neuen Phase.
Phase 1 war ja KI-Boom, Backlogs explodieren, Aktien steigen.
Phase zwei ist, Abschreibungen kommen, Energiekosten kommen und Margen, die kommen auch so ein bisschen unter Druck.
Ja, und wie immer an dieser Stelle stellt sich jetzt natürlich eine AAA-Frage.
Was heißt das jetzt für euch als Anleger?
Wenn man jetzt mal die vier Zahlen anschaut, muss man sagen, im Hyperscaler-Rennen ist Alphabet, und wir haben es ja auch schon in den Märkten, hat er auch am stärksten zugelegt, diesmal der klare Quartalsieger.
Das Cloud-Wachstum, Backlog, alles top.
Aber gleichzeitig ist Alphabet derjenige, der auch vor den Kosten der CapEx warnt.
Und das ist ehrlich, auch ein Warnsignal.
Microsoft hat einen kleinen Knick bei den Auftragseingängen, minus 6 Prozent.
Das müssen wir im nächsten Quartal auf jeden Fall mal genauer beobachten.
Und auch das Cloud-Wachstum, das hat sich nicht wirklich beschleunigt.
Und Meta ist der gefährlichste Fall, weil eben das Werbegeschäft die ganze KI-Wette tragen muss.
Die haben ja kein Cloud-Geschäft, sondern Cloud.
Die Ausgaben haben sie nur für sich selbst.
Und solange die Werbepreise, und die haben wirklich die Werbepreise, um 12 Prozent anheben können.
Also nicht das Volumen natürlich auch, aber auch die Werbepreise.
12 Prozent geht das gut und geht das eben auch weiter.
Nur wenn die Werbekonjunktur aber wirklich dreht, weil möglicherweise auch der Konsum dreht oder weil die Inflation so hoch ist, dann wird es eben auch ein bisschen enger.
Und das hat man eben auch gesehen so ein bisschen an dem schlechten...
Kursen von Meta nachbörslich.
Und Amazon ist eigentlich der heimliche Gewinner dieses Earning-Tags.
AWS beschleunigt und das Werbegeschäft macht inzwischen mehr als 70 Milliarden Dollar im Jahr aus.
Das ist die robusteste Aufstellung, weil Amazon halt drei Standbeine hat.
Cloud, Retail und Apps.
Und die Konsequenz für euer Depot, wer Big Tech hat, der sollte einfach Big Tech behalten.
Aber ihr müsst euch darauf einstellen, dass 2027 nicht mehr die Frage ist, wer am schnellsten wächst, sondern wer eben die steigenden Kosten am besten verdaut.
Und das ist dann der nächste Stresstest.
Und ehrlich gesagt, wenn jetzt im Mai noch ein zweiter Hyperscaler die Margenwarnung für 2027 wiederholt, dann kann das Sentiment kippen.
Bis dahin genießt die starken Zahlen, aber haltet die Augen offen.
Die AI-Party läuft, aber die Rechnung kommt.
Wir bleiben dran.
Die AAA-Idee des Tages Es gibt ja Symbol für alles im Leben.
Die Taube steht für Frieden, das Herz für die Liebe und die Eule für die Weisheit.
Und auch die Ökonomie arbeitet mit solchen tierischen Bildern.
Weiße Elefanten bezeichnen extrem teure Projekte des Staates, die kaum Nutzen bringen.
Und der schwarze Schwan, der steht für Ereignisse, die völlig unerwartet eintreten.
Und das graue Nashorn.
Das symbolisiert höchstwahrscheinliche, aber ignorierte Risiken mit enormen Auswirkungen.
Ja, und genau so ein riesiges graues Nashorn wandert derzeit durch China und heißt die demografische Entwicklung.
Dass das Land schnell altert, ist seit langem bekannt, wurde bisher aber weitgehend als Belastung in ferner Zukunft angesehen.
Doch das ändert sich gerade, denn die Geburtenrate sank zuletzt in einem rasanten Tempo.
Und neueste Prognosen gehen davon aus, dass China schon im kommenden Jahr dramatische Bevölkerungsrückgänge verzeichnen wird.
Das wird Ökonomen zufolge auch die wirtschaftliche Entwicklung erheblich bremsen.
Zudem dürfte etwas, das einst sicher schien, in weite Ferne rücken.
Das Überholen der USA als größte Wirtschaftsnation der Welt.
Die Zahlen sind ziemlich eindeutig und sie haben eine eigene Wucht.
Im vergangenen Jahr verzeichnete China rund 7,9 Millionen Geburten.
Das ist ein Minus von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Und nun mal so zum Vergleich, 2019 waren es noch 14,6 Millionen, so fast doppelt so viele Geburten in einem Jahr.
Gleichzeitig liegt die Geburtenrate bei etwa einem Kind pro Frau, deutlich unter dem, was selbst alternde Gesellschaften wie Deutschland erreichen.
Um die Bevölkerung stabil zu halten, bräuchte es 2,1 und China liegt also nicht nur darunter, sondern weit darunter.
Und während weniger Kinder geboren werden, sterben mehr Menschen.
2025 schrumpfte die Bevölkerung um 3,4 Millionen nach 1,4 Millionen im Jahr davor.
In nur zwei Jahren ist rechnerisch also so eine Größenordnung verschwunden, die etwa Berlin und München entspricht.
Damit verliert das graue Nashorn seinen abstrakten Charakter.
Es ist kein fernes Risiko mehr, sondern beginnt konkret Schaden anzurichten.
Weniger junge Menschen bedeuten weniger Arbeitskraft, weniger Konsum, weniger Dynamik.
Genau das Fundament, auf dem das Wachstumsmodell von China jahrzehntelang gebaut war.
Grund genug, sich in der Triple-E-Idee heute mal mit den Konsequenzen dieser Entwicklung und vielleicht auch mit den Profiteuren zu beschäftigen.
Genau, denn die demografische Entwicklung hat ja mächtig Einfluss auf die Wirtschaft im Land, die ja ohnehin auch unter Druck steht.
Die Staatsverschuldung ist zuletzt deutlich gestiegen von 56 auf 88 Prozent des Bruttoinlandsprodukts seit 2018.
Und gleichzeitig bremst die Alterung das Wachstum strukturell aus.
Weniger Arbeitskräfte, geringere Produktivität, mehr Ausgaben für Rente und Gesundheit.
Und der Internationalen Währungsfonds, der rechnet allein durch die Demografie.
bis zu zwei Prozentpunkten weniger Wachstum pro Jahr rein.
Mathematisch müsste das chinesische Wachstum allerdings bis 2050 jedes Jahr 1,85 Prozentpunkte höher liegen, um die USA bis zur Mitte des Jahrhunderts bei der Größe der Volkswirtschaft einzuholen.
Und die demografische Abwärtsspirale in China, die dürfte dies auf absehbare Zeit unmöglich machen.
Das graue Nashorn stoppt damit die Aufholjagd.
Ja, was heißt das jetzt für Anleger?
Die kurze Antwort, Demografie wird zum Investitionstreiber.
Wenn Arbeitskräfte fehlen, müssen Unternehmen substituieren und zwar schnell.
Heißt konkret mehr Automatisierung, mehr Robotik, mehr Software in der Industrie.
Das ist dann kein nice to have mehr, sondern wirklich nur Notwendigkeit, um den Output zu halten.
Und genau hier setzt ja auch die Politik an.
Heißt, trotz schwächerem Gesamtwachstum gibt es Sektoren mit strukturellem Rückenwind.
China ist heute schon eine der größten Robotikmärkte der Welt und dieser Markt wächst weiter, weil er wachsen muss.
Wer darauf wetten will, kann sich zum Beispiel Innovance anschauen.
Das ist ein chinesischer Automatisierungsspezialist, der Steuerungssysteme und Antriebstechnik für Fabriken liefert.
Also genau die Bausteine, die Produktion effizienter machen.
Einer der bekanntesten heimischen Robotikhersteller ist auch noch Siasun Robot & Automation.
Der Konzern hat ein breites Portfolio von Industrierobotern bis hin zu Logistiklösungen.
Das Unternehmen sitzt direkt an der Schnittstelle, wo Fabriken Arbeitskräfte durch Maschinen ersetzen.
Und ähnlich gelagert ist Estoon Automation, spezialisiert auf Robotik, Servoantriebe und Steuerungssysteme, also die Muskeln und das Nervensystem moderner Produktion.
Estoon kommt ursprünglich aus der Antriebstechnik und hat sich gezielt in Richtung Industrierobotik entwickelt, auch durch Übernahmen.
Und falls euch Einzeltitel bei dem Bereich zu heiß sind, lohnt vielleicht ein Blick auf einen breiten ETF.
Der iShares Automation in Robotics ETF hat mit Abstand das größte Fondsvolumen und ist mit 0,4 Prozent jährlichen Kosten der günstigste.
Aber die stärkste Wertentwicklung hat der LNG Robo Global Robotics in Automation ETF hingelegt.
52 Prozent im Jahresvergleich, 13,5 Prozent seit Jahresbeginn.
Und in dem LNG ETF macht China immerhin die fünftgrößte Position aus.
Das war alles ab Aktien.
Wir freuen uns immer über Feedback.
Schickt uns alle mehr in AAA, also A als wilde oder hinterlasst uns eine Bewertung.
Und ja, zugegebenermaßen, so lange waren wir in dieser Woche selten.
Aber angesichts der Terminlage musstet ihr da heute mal durchkommen.
Und wenn ihr zukommt, von der Folge müsst ihr ja zwei Tage zehren.
Aufgrund des morgen 1.
Mai erscheint die nächste AAA-Folge, nämlich erst am Samstag.
Aber Vorfreude ist doch die schönste Freude, oder?
Ja, unbedingt.
Außerdem, wer nicht für Samstag warten will, kann und sollte sich schon die neue Folge des Finanzgourmet anhören.
Die beiden Hosts haben mich eingeladen, um über die wohl größte moderne Finanzfalle zu sprechen.
Ich habe die fertige Folge zwar noch nicht gehört, aber die Aufnahme war auf jeden Fall sehr kurzweilig.
Hört also mal rein und zeigt den Kollegen damit mal gerne, wie stark eigentlich unsere AAA-Community so ist.
So, und wenn ihr diese Folge dann auch gehört habt, dann wartet auch am Samstag ein ganz besonderer Gast wieder bei AAA auf euch.
Wenn du jetzt hier Podcast-Werbung machst, mache ich auch Podcast-Werbung.
Dann könnt ihr euch, werde CEO deines Lebens.
Ich war beim Telekom-Podcast, den kann man sich auch anhören.
Den gibt es seit dieser Woche, ich glaube, seit Montag gibt es den.
Und da spreche ich über mein Leben.
Ist das nicht toll?
Vielleicht ist es auch nicht so spannend, ich weiß nicht.
Wahrscheinlich ist dein Finanzkommi spannend.
Aber auch da kann natürlich die AAA-Community zeigen, wie stark es ist.
Also zumindest mal eine Minute reinhören, damit das als Klick gewertet wird.
Das lohnt sich, das lohnt sich.
Ich habe schon reingehört.
Hast du wirklich?
Ich finde es super.
Viel oder eines Lebens, genau.
Ich habe es auf LinkedIn gesehen und habe dann direkt mal reingehört.
Okay, ist ja gut.
Wenn du das sagst, sogar mit Lea gestempelt, dann ist es natürlich noch was Besonderes Großes.
Aber für Samstag, also wenn ihr dann beide Folgen gehört habt, den Gourmet und den CEO des Lebens, dann gibt es noch was ganz Besonderes hier bei EEEE.
Wir haben nämlich den Klartexter aus dem Podcast-Urlaub zurückgeholt.
Der war jetzt schon seit zwei Jahren nicht mehr in irgendeinem Podcast da.
Der heißt Sven Schmidt, ihr kennt ihn wahrscheinlich noch.
Und der hat drei Jahre nach seiner famosen OMR-Prediction, da standen wir auf der großen Bühne, ich habe ihn befragt und dann hat er so ins Publikum gezeigt und gesagt, in ein paar Jahren wird die Hälfte von euch hier nicht mehr sein.
Zwar die Tickets sind ausverkauft, aber vielleicht sind es nicht mehr die gleichen Leute.
Also er hat schon vorausgesehen, dass durch die KI ein struktureller Wandel stattfinden wird.
Und er war ja auch immer ein sehr großer Kritiker der Politik.
Und diese Woche hatten wir hier einige.
Politische Initiativen, die er dann beurteilen kann, ob die gelungen sind oder weniger gelungen sind.
Ich hätte schon eine Vermutung, was er da sagen wird.
Aber das wollte er natürlich auf keinen Fall verpassen, wenn der Mann für uns extra nochmal aus seinem Urlaub rauskommt und für uns noch eine Folge macht.
Und deswegen kann es nur heißen, abonniert uns, sprecht über uns und empfehlt uns euren Freunden.
Wir hören uns Samstag wieder, ab 5 Uhr bei Welt und überall, wo es Podcasts gibt.
