# Q1 Tech Earnings, M&A Trends, and Prediction Market Dynamics

**Podcast:** OHNE AKTIEN WIRD SCHWER - Tägliche Börsen-News
**Published:** 2026-04-30

## Transcript

Risikohinweis.
Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und sind zum einen ohne Gewehr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente.
Es handelt sich hier nicht um Anlageberatung.
Ihr entscheidet selber, was ihr macht.
Heute ist Donnerstag, der 30.
April.
Mein Name ist Noah Leidinger und das ist ohne Aktien wird schwer.
Dieser Podcast wird unterstützt von Scalable Capital, dem Broker für alle, die aktiv handeln wollen.
Dort gibt es nämlich zum Beispiel eine Trading Flatrate Kredite Portfolio Analysen.
Und auch die eigene European Investor Exchange, die genau auf Privatanleger zugeschnitten ist.
Gestern war mal wieder Quartalszahlen Feuerwerk von Amazon, Microsoft, Meta, Alphabet, vielen anderen.
Wir haben es uns natürlich angeschaut und das neueste Update der Kryptowelt kriegt ihr auch noch.
Weil gestern wirklich fast alle Tech-Giganten Zahlen vorgelegt haben, ist es ein bisschen untergegangen, aber auch in Deutschland gab es ein paar starke Zahlen, unter anderem bzw.
vor allem bei Adidas.
Die Kollegen hatten ja schon ein geniales Wochenende, nachdem in einem Adidas-Shoot das erste Mal ever ein offizieller Marathon-Wettbewerb in unter zwei Stunden gewonnen wurde.
Und gestern ging es dann nach den neuen Quartalszahlen nochmal über 5% hoch.
Dazu vorab kurz als Kontext.
Ende März gab es ja die neuen Zahlen von Nike und die sind letztes Quartal gar nicht gewachsen.
Und wenn man Währungseffekte rausrechnet, sind sie sogar geschrumpft.
Und vor dem Kontext muss man eben sehen, dass Adidas letztes Quartal währungsbereinigt 14% gewachsen ist und im eigenen Onlineshop und in eigenen Läden sogar in allen Regionen zweistellig wachsen konnte.
Das Einzige, was gerade nicht so gut läuft, ist fairerweise das Schuhbusiness.
Das ist nur 4% gewachsen.
Dafür hat aber das Bekleidungsbusiness sogar über 30% zugelegt.
Da sollte man nur zur Einordnung bedenken, dass Adidas gerade natürlich massiv von den WM-Trikotverkäufen profitiert.
Gerade im letzten Quartal kamen nochmal die Auswärtstrikots raus und die haben den Umsatz natürlich ordentlich gepusht.
Das sieht man zum Beispiel auch daran, dass der Fußballbereich sogar 50% gewachsen ist.
Und dass die Börse eben nicht ganz sicher ist, wie nachhaltig das Wachstum von Adidas ist und ob es eben nur an der WM hängt, erklärt auch so ein bisschen die Bewertung von 27 Milliarden Euro.
Wenn man die nämlich einfach mal mit den 2,3 Milliarden Euro an operativen Gewinn vergleicht, die Adidas dieses Jahr machen will, wirkt das bei den aktuellen Wachstumszahlen erstmal ziemlich günstig.
Aber eben nicht, wenn das Wachstum nur kurzfristig da ist und dann wieder deutlich abflacht.
Ansonsten gab es in Deutschland mal wieder Zahlen von zwei ikonischen Firmen, die ganz gut gezeigt haben, wieso wirklich ganz unterschiedliche Zahlen zur selben Börsenreaktion führen können.
Auf der einen Seite gab es die Deutsche Bank, die hatte im letzten Quartal 2,2 Milliarden Euro Nachsteuergewinn und damit einen neuen Rekordwert.
Und auf der anderen Seite gab es Mercedes-Benz, die haben im letzten Quartal so wenig Gewinn gemacht wie nur im ersten Corona-Jahr.
Sonst waren sie seit 2017 immer profitabler und obwohl die Zahlen so unterschiedlich waren, haben beide Aktien gestern leicht verloren.
Bei der Deutschen Bank war es ganz einfach so, dass die Erwartungen noch höher waren und es gab ein paar Schwächersignale, zum Beispiel, dass sie einfach gesagt mehr Geld für Kreditrisiken zur Seite gelegt haben.
Und bei Mercedes-Benz wurden schon schwache Zahlen erwartet und das Management ist zumindest ganz optimistisch, dass sie durch die 40 neuen Modelle, die zwischen 2025 und 2027 rauskommen sollen, wieder das Wachstum und den Gewinn treiben können.
Neben den ganzen Zahlen gab es gestern auch ein paar Deals und einer hat gezeigt, wie krass viel Geld man mit Aufzügen verdienen kann.
Kohne aus Finnland will nämlich für 29 Milliarden Euro inklusive Schulden den Konkurrenten TK Elevator kaufen.
Die ThyssenKrupp-Aktie ist danach um die 10% gestiegen, weil denen noch 16% an TK gehören.
Den größeren Teil halten aber seit 2020 die Private Equity Investoren Advent und Sinven.
Und die haben damals übrigens nur 17 Milliarden Euro gezahlt, machen jetzt also ordentlich Rendite.
Übrigens ist das Aufzugbusiness vor allem deshalb so spannend, weil der größte Teil vom Gewinn aus stark wiederkehrenden Wartungsumsätzen kommt.
Kone hat gestern nach der Übernahmemeldung übrigens leicht verloren, weil der Deal zwar von der wirtschaftlichen Logik erstmal Sinn macht, gleichzeitig ist das für eine Firma, die selbst nur um die 30 Milliarden wert ist, einfach ein riesiger Deal.
Und damit auch immer ein Deal, bei dem viel schief gehen kann.
Und wenn wir schon bei Risiken sind, müssen wir leider auch über zwei Firmen sprechen, die den Irankrieg spüren.
Einmal hat Booking gesagt, dass sie wegen dem Irankrieg ihre Wachstumsprognose für dieses Jahr senken müssen.
Weil die Zahlen sonst zu Lidl waren und die Aktie schon 20% down war dieses Jahr, hat sie gestern aber zumindest entspannt reagiert.
Härter getroffen hat es die Kollegen bei GE Healthcare.
Die produzieren ja echt komplexe Maschinen wie MRT- oder CT-Geräte und rechnen eben dieses Jahr mit 250 Millionen Dollar an zusätzlichen Kosten, einerseits durch die Öl- und Frachtpreise, andererseits aber auch durch die Speicherchips, die eben immer teurer werden.
Die Aktie hat danach gestern über 10% verloren.
Auf der anderen positiven Seite hat man die Speicherchippreise gestern beim Festplattenhersteller Seagate gesehen.
Die haben sich dieses Jahr schon mehr als verdoppelt an der Börse.
Alleine gestern ging es aber wieder über 10% hoch nach starken Quartalszahlen.
Und noch mehr Rendite, zumindest gestern, gab es im Chipbereich bei den Kollegen von NXP aus den Niederlanden.
Da ging es nach starken Zahlen sogar 25% hoch.
Außerdem 10% gestiegen ist noch die Aktie von Starbucks, bei denen scheint der Turnaround vom neuen CEO echt zu funktionieren und der Umsatz in bestehenden Läden, was ja immer so die wichtigste Metrik ist, ist 6% gewachsen.
In den letzten Jahren ist er oft gesunken und er ist vor allem gewachsen, weil es mehr Bestellungen gab und eben nicht, weil sie die Preise stark angehoben haben.
Aber eine schlechte Nachricht habe ich doch noch.
Der Ölpreis ist gestern über 5% hoch, nachdem Trump signalisiert hat, dass die Straße von der Must wohl doch noch länger blockiert bleiben wird.
Und wenn wir schon bei Politik sind, hat die Zentralbank der Armees den Leitzins wie erwartet nicht verändert.
Aber ganz spannend, es gab bei dieser Leitzinsentscheidung unter den Zentralbankern die meisten gegensätzlichen Meinungen seit 1992.
Also da sieht man schon, wie schwierig die aktuelle Lage einzuschätzen ist.
Aber jetzt endlich das, worauf wir gestern alle gewartet haben, die Zahlen der amerikanischen Tech-Giganten.
Fangen wir mit den schlechten Nachrichten an.
Meta hat über 5% verloren nach Börsenschluss, nachdem sie die Anzahl der täglich aktiven Nutzer nur um 4% gesteigert haben im letzten Quartal.
und damit ein bisschen schwächer als Analysten erwartet haben.
Das war aber nur ein kleiner Grund für den Kursrückgang.
Der Hauptgrund war, dass Meta dieses Jahr bis zu 145 Milliarden Dollar in Rechenzentren und andere Großinvestitionen pumpen will.
Das sind nochmal 10 Milliarden mehr als die bisherige Obergrenze.
Als Grund haben sie vor allem gesagt, dass die Komponenten für Rechenzentren, also Chips, Gasturbinen und so weiter, einfach teurer werden.
Positiv war auf jeden Fall, dass Meta nochmal deutlich schneller gewachsen ist als die 24% im letzten Quartal, nämlich um entspannte 33%.
Und das bedeutet einfach, dass Meta 14 Milliarden Dollar an Umsatz zugelegt hat.
Anders gesagt, Meta legt in drei Monaten doppelt so viel an Umsatz zu, wie Snapchat in einem Jahr insgesamt umsetzt.
Starke Wachstumszahlen gab es dann auch bei Amazon, bei denen ist die wichtige Cloud-Sparte AWS sogar 28% gewachsen und damit so schnell wie seit 2022 nicht mehr.
Auch da war es aber so, dass Amazon schon letztes Quartal mehr Investments gemacht hat als erwartet.
Auch hier kostet das Wachstum also echt Geld und die Aktie war nach Börsenschluss leicht im Minus.
Und bei Microsoft, da waren die Kosten zwar nicht höher als gedacht, dafür ist die Cloud-Sparte Azure aber nur 39% gewachsen und damit nur minimal schneller als gedacht.
Das ist an einem Tag, wo Meta und Amazon deutlich schneller wachsen als gedacht, auch nicht berauschend, auch die Aktie hat erstmal leicht verloren.
Richtig zugelegt hat unter den vier Großen dann nur Alphabet und zwar direkt nach Börsenschluss über 5%.
Die hatten nämlich erstens 60% Wachstum in der Cloud-Sparte, die ist fairerweise noch deutlich kleiner als bei Amazon und Microsoft.
und dadurch ist es ein bisschen einfacher, so stark zu wachsen.
Neben dem Wachstum wurde sie mit einer operativen Marge von 33 Prozent aber auch noch deutlich profitabler als erwartet.
Außerdem waren bei Alphabet die Investitionen nicht über den Erwartungen und das Business mit der Google-Suche wächst auch weiter mit 19 Prozent.
Das ist langsamer als Werbung bei Meta wächst, aber immer noch sehr, sehr solide.
Übrigens wächst der Amazon-Werbeumsatz auch sehr stark.
Um über 22% ist der gestiegen.
Den vergisst man ja oft eher, aber Amazon macht mit Werbung mittlerweile 17 Milliarden Dollar Umsatz im Quartal.
Das ist fast doppelt so viel, wie ganz YouTube mit Werbung verdient.
Und dann ist am Abend noch die Aktie von Qualcomm um die 10% gestiegen, nachdem sie bei ihren Quartalszahlen meinten, dass sie dieses Jahr noch einen Chip-Deal mit einem der großen Hyperscaler abschließen werden, also mit Amazon, Microsoft, Alphabet oder Meta.
Und morgen kommt ja wegen dem Feiertag keine Folge, aber wer die Zahlen von Apple wissen will, kann sich mal unseren WhatsApp-Channel anschauen.
Da posten wir das nachts rein.
Link dazu ist in der Beschreibung.
Bevor ich jetzt gleich über noch mehr Quartalszahlen aus der Kryptowelt spreche, ist mir noch eine andere krasse Zahl aufgefallen.
Und zwar rede ich doch seit Monaten darüber, dass Prediction-Markets wie Polymarket und Calci ein immer größeres Thema werden.
Und auch ein ziemlich gutes Business sind.
Und ich habe auch schon oft erzählt, dass vor allem Insider auf diesen Plattformen echt viel Geld mit eben Insider Trading verdienen.
Bloomberg hat sich jetzt aber mal Polymarket Konten, alle Polymarket Konten seit Anfang 2025 angeschaut.
Und über 100.000 davon haben unterm Strich über 1.000 Dollar verloren.
Und nicht mal 50.000 haben auf der anderen Seite unterm Strich über 1.000 Dollar Gewinn gemacht.
Und davon sind dann auch noch ein Großteil Bots, die automatisch handeln.
Wenn man diese Bots mal rausrechnet, haben alle anderen Nutzer auf Polymarket insgesamt 131 Millionen Dollar Verlust gemacht.
Das liegt übrigens vor allem daran, dass die Bots viel schneller und damit auch zu günstigeren Preisen die richtigen Wetten abschließen, während die normalen Nutzer auch bei ihren richtigen Wetten oft ziemlich spät dran sind und dann nicht mehr so gute Wettquoten haben.
Kurz gesagt sind Prediction Market also ein geiles Business, aber nur für die Betreiber der Prediction Markets und für ein paar weniger, die smarte Bots bauen oder eben Insiderwissen haben.
Neben den ganz großen Prediction Market Plattformen Polymarket und Calci hat in den letzten Monaten ja auch Robinhood einen eigenen Prediction Market ausgerollt.
Die neuen Quartalszahlen, die am Dienstag rausgekommen sind, zeigen für mich aber eher, dass der Markt doch ziemlich stark von Polymarket und Calci dominiert wird.
und Robinhood es da eher schwer hat, wirklich Marktanteile zu kriegen.
Wenn man sich nämlich mal den Analysten-Call im Februar anschaut, dann wurden Prediction Markets noch 36 Mal erwähnt und Robinhood meinte, dass das Volumen im letzten Quartal sich verdoppelt hat und es ihr wachstumsstärkstes Business ever ist.
Im Earnings-Call am Dienstag haben sie nur noch 9 Mal Prediction Markets erwähnt und nichts mehr zu den Wachstumszahlen gesagt.
Sie haben nur gesagt, dass es 8,8 Milliarden Event-Contracts gab, beziehungsweise so viele Contracts gehandelt wurden.
Also einfach gesagt wurden 8,8 Milliarden Wetten abgeschlossen.
Das war auch ein Rekordwert, aber im Quartal davor waren es auch 8,5 Milliarden, also kaum Wachstum.
Und dazu meinte Robinhood im Februar noch, dass sie alleine im Januar 3,4 Milliarden Wetten hatten.
In den zwei Monaten danach ist das also sogar deutlich gesunken.
Zumindest muss man sagen, dass der Bereich mit bisschen Wachstum im letzten Quartal immer noch viel besser performt hat als das restliche Business.
Im Kryptobereich sind die Transaktionsumsätze im Vergleich zum Vorquartal zum Beispiel 40 Prozent eingebrochen.
und im Aktien- und Optionsbereich auch über 10%.
Das erklärt auch, wieso die Aktie gestern um die 10% verloren hat und Robinhood bleibt einfach ein extrem volatiles Business, genau wie die meisten Player im Trading-Bereich.
Bei Robinhood ist es sogar noch ein bisschen ausgeprägter, weil sie einfach schon ziemlich viele Zocker auf der App haben.
Langfristig muss man sich als Investor aber sowieso eher die Frage stellen, wie gut es Robinhood schafft, durch neue Themen wie Prediction Markets oder Abos mehr Umsatz aus einzelnen Kunden rauszuholen.
Wenn man nämlich nur auf die Nutzerzahlen schaut, dann sind die im Vergleich zum Vorjahr 7% gewachsen.
Das ist jetzt nicht wenig, aber bei der aktuellen Bewertung auch auf jeden Fall nicht genug.
Denn im besten Jahr hat Robinhood zum Beispiel so 2 Milliarden Dollar Nachsteuergewinn gemacht.
Die aktuelle Bewertung entspricht fast dem 40-fachen von einem sehr, sehr guten Jahr.
Um das zu rechtfertigen, muss zu dem 7% Nutzerwachstum schon einiges am Produktwachstum kommen.
In den letzten Jahren hat mich Robinhood auch ehrlicherweise überrascht, wie schnell sie neue Produkte ausrollen.
Aber es ist eben immer noch eine Wette, ob die mal wirklich die Größenordnung von dem volatilen Trading-Business erreichen können.
Das war ohne Aktien wird schwer, produziert von Podstars bei OMR.
Wir hören uns hier morgen nicht wieder.
Morgen ist ja bekanntlicherweise Feiertag, aber am Samstag geht es weiter.
Gibt wieder einen Deep Dive.
Dieses Mal Premiere im Podcast mit einem CEO von einer börsnotierten Firma.
Wird es ab sofort öfter bei uns geben.
Also auf jeden Fall reinhören.
Bis dahin.
Alles Gute.
Adios.
