# AI Market Shifts: Pricing, Infrastructure, and Geopolitical Risks

**Podcast:** KI-Update – ein heise-Podcast
**Published:** 2026-04-29

## Transcript

Das KI-Update – ein heiser Podcast mit redaktioneller Unterstützung von The Decoder.
Ich bin Isabel Grünewald und dies sind heute unter anderem unsere Themen.
OpenAI beschreibt seine Mission neu.
Google schließt trotz Protest KI-Deal mit dem Pentagon.
GitHub streicht kostenlose Modelle aus den Co-Pilot-Tarifen.
Und KI-Modell Talkie blickt aus dem Jahr 1930 in die Zukunft.
Open-AI-Chef Sam Altman schreibt die Grundsätze seines Unternehmens neu auf.
Es geht nicht mehr nur um die Zukunft, sondern immer stärker auch um das Jetzt, berichtet Malte Kirchner aus dem heise Online-Newsroom.
Vor gut sieben Jahren hat das Unternehmen in einer sogenannten Charter versprochen, eine allgemeine künstliche Intelligenz soll allen Menschen nutzen.
Jetzt, im Jahr 2026, legt CEO Sam Altman nach.
Mit einem neuen Grundsatzpapier, den sogenannten Principles.
Und der Ton hat sich verändert.
Persönlicher, versöhnlicher, aber auch deutlich politischer.
Was fällt darin auf?
OpenAI positioniert sich gegen die Konzentration von Macht bei wenigen Unternehmen.
Die Rede ist von Demokratisierung, von Dezentralisierung.
Altman räumt dabei selbst ein, dass OpenAI heute eine ganz andere Kraft in der Welt ist als noch vor wenigen Jahren.
Gleichzeitig verteidigt er aber genau das, was nach Machtkonzentration aussieht.
Riesige Rechenzentren, enormen Energiebedarf, milliardenschwere Investitionen in Chips und Rechenkapazitäten.
Das sei, so das Argument, die Voraussetzung dafür, leistungsfähige KI überhaupt im großen Maßstab verfügbar zu machen.
Interessant ist auch, wie stark wirtschaftliche Fragen in den Vordergrund rücken.
Die neuen Principles versprechen universellen Wohlstand, also eine Welt, in der Produktivitätsgewinne durch KI möglichst vielen zugute kommen.
Damit stellt OpenAI ganz neue Fragen in den Raum.
Wer profitiert von Automatisierung?
Wie werden neue Werte verteilt?
Welche Rolle spielen Staaten?
Die große AGI, lange das Heilsversprechen schlechthin, tritt dabei rhetorisch in den Hintergrund.
KI wird jetzt als Werkzeug beschrieben, das heute schon gesellschaftliche Strukturen verändert.
Arbeit, Bildung, Verwaltung.
OpenAI verlässt damit die rein technologische Ecke und beansprucht eine gesellschaftspolitische Rolle.
Passend dazu noch eine Meldung, die zeigt, wie OpenAI gerade auch seine Abhängigkeiten neu ordnet.
Die Partnerschaft mit Microsoft wird umgebaut.
Microsofts Umsatzbeteiligung von 20% soll gedeckelt werden und ab 2030 ganz entfallen.
Die Modelllizenz läuft zwar bis 2032 weiter, aber Exklusivrechte gibt es für Microsoft nicht mehr.
OpenAI darf seine Dienste künftig über beliebige Cloud-Anbieter ausliefern, also auch über Amazon oder Google, und löst sich damit aus einer engen infrastrukturellen Bindung.
Gestrichen wurde außerdem eine Klausel, die Microsoft das Recht gegeben hätte, die Partnerschaft beim Erreichen einer echten AGI zu kündigen.
Kein Wunder, dass es zwischen beiden Unternehmen zuletzt kräftig gerieben hat, die Geschäftsbereiche überschneiden sich immer stärker und OpenAI hat sich längst neue Partner gesucht.
Allen voran Amazon, das erst im Februar 50 Milliarden US-Dollar investiert hat.
Danke, Malte.
OpenAI hat im ersten Quartal 2026 laut Berichten des Wall Street Journal und The Information seine internen Vorgaben für Umsatz- und Nutzerwachstum nicht erreicht.
Als Hauptgrund gilt der wachsende Druck durch Konkurrenten.
Sowohl Googles Gemini-Chatbot als auch die Modelle des rivalen Anthropic gewinnen Marktanteile.
Anthropic wächst besonders im Bereich der Programmierung und bei Firmenkunden.
Gleichzeitig belasten massive Ausgaben das Budget von OpenAI.
Geschäftsführer Sam Altman hat das Unternehmen auf künftige Ausgaben für Rechenzentren in Höhe von 600 Milliarden Dollar verpflichtet.
Laut Medienberichten führen diese hohen finanziellen Belastungen bereits zu internen Diskussionen.
Auch beim geplanten Börsengang soll es innerhalb der Führung unterschiedliche Ansichten über das richtige Tempo geben.
Die aktuelle Klage von Elon Musk setzt OpenAI zusätzlich unter Druck.
Im kalifornischen Oakland hat jetzt der Prozess begonnen.
Martin Holland aus dem heise online Newsroom erklärt, worum es dabei genau geht.
Da geht es um die Umwandlung oder den Weg, mit dem aus OpenAI ein profitorientiertes KI-Unternehmen gemacht werden soll oder zumindest ein Teil davon profitorientiert arbeiten können soll.
Und Elon Musk wirft OpenAI vor, dass sie damit die Gründungsvereinbarung betrogen hätten, weil Elon Musk ist tatsächlich ein Mitgründer von OpenAI, der war daran beteiligt und ist ausgeschieden, bevor OpenAI mit JGPT den aktuellen KI-Hype ausgelöst hat.
Und jetzt sagt er, dass OpenAI die Gründungsvereinbarung betrogen hätte oder dass sie dagegen verstoßen hätten, weil damals habe man gesagt, dass man eine KI oder eine supermächtige KI, eine Artificial General Intelligence entwickeln würde zum Wohle der Menschheit.
Und dazu passe Profitmaximierung nicht.
Und er sagt, die hätten dagegen verstoßen.
Das zieht sich jetzt schon eine ganze Weile.
Elon Musk hat mit verschiedenen Mitteln versucht, das zu verhindern und zu unterlaufen.
Und dieses Gerichtsverfahren ist jetzt in die entscheidende Phase eingetreten.
Am Montag wurde die Jury ausgewählt.
Da war schon mal auffallend, dass zumindest in Auckland offensichtlich nicht nur Leute gefunden werden können, die...
eine mindestens neutrale Meinung über Elon Musk haben.
Die Richterin hat das auch anerkannt, dass da einige ihn wohl nicht mögen, aber dass sie natürlich trotzdem ihrer Pflicht als Geschworene gerecht werden würden.
Und am Dienstag hat jetzt der Prozess begonnen.
Der ist auf insgesamt ungefähr drei Wochen angesetzt und zwar mit einer der Anhörung von Elon Musk selbst.
Und da ging es den Berichten zufolge zuerst mal um seinen Werdegang, also wie viel er in die USA gekommen ist, wie er Unternehmen gegründet hat und dann wie er eben OpenAI ins Leben verholfen hat, nach seiner Ansicht.
Und da hat er dann erzählt, dass das alles...
passiert sei, dass sie sich darum gekümmert haben nach einem Gespräch mit Larry Page von Google.
Der hat nämlich, hätte zu ihm gesagt, naja, das Wichtigste ist, dass wir irgendwie eine KI entwickeln und wenn die Menschheit ausstirbt, dann sei das nicht so schlimm, solange die KI überlebt.
So fasst Elon Musk das zusammen und sagt, das wollte er noch nicht akzeptieren.
dass da Google beim KI-Rennen irgendwie vorne wegrennt und es denen gar nicht um Menschen geht.
Und deswegen habe er OpenAI gegründet und er habe da alles gemacht.
Er hat sich den Namen ausgesucht, er habe das Geld besorgt, er habe die wichtigen Leute an Bord geholt und sei dafür verantwortlich.
Und ja, das war so der...
der Anfang.
Es wird dann auch erwartet, dass Sam Altman gehört wird und sogar Microsoft-CEO Satya Nadella soll Aussagen bei Microsoft hat ja einen entscheidenden Anteil dran an diesem Strategiewechsel von OpenAI.
Microsoft hat sehr viel Geld in OpenAI gesteckt und will natürlich etwas davon zurückbekommen und hat damit eben auch ein großes Interesse und war einer der Verfechter davon, dass OpenAI sich so umstrukturiert, dass eben auch Gewinn gemacht werden kann.
Vielen Dank, Martin.
Die Kommission KI und Wettbewerb hat 20 Handlungsempfehlungen veröffentlicht, wie Deutschland bei der Nutzung künstlicher Intelligenz aufholen und vielleicht sogar überholen könnte.
Der Wunsch nach gezielter Förderung deutscher und europäischer Lösungen sowie verlässlicher Rahmenbedingungen dürfte in der deutschen Politik Konsens finden.
Ein unabhängig geleiteter Staatsfonds nach dem Vorbild Singapurs für deutsches Zukunftskapital gehört zu den für gut befundenen Ideen.
KI in Gesundheits- und Pflegeanwendungen sollte besonders bevorzugt werden.
Bei anderen Details geht es allerdings schnell strittig zu.
So empfiehlt die Kommission unter anderem, dass öffentliche Stellen Ankerkunden für europäische KI-Infrastruktur die europäische Standards erfüllt sein sollten.
Dabei ist es rechtlich unsicher, ob der Staat als Ankerkunde gezielt europäische oder deutsche Unternehmen bevorzugen darf.
Google hat gerade erst eine Vergabebeschwerde gegen die Ausschreibung für eine souveräne, sichere Verwaltungskloud eingelegt.
Ob die 20 Empfehlungen also umgesetzt werden können und dürfen, muss sich noch zeigen.
Kriminelle setzen immer häufiger auf künstliche Intelligenz.
Dank KI könnten Täter Gesichter und Stimmen in Echtzeit klonen.
Zehn Sekunden Audiomaterial aus sozialen Medien genügen oft, um eine täuschend echte Kopie eines Angehörigen zu erstellen.
Die Hemmschwelle, Geld zu überweisen, sinkt rapide, wenn am Telefon scheinbar wirklich der eigene Enkel um Hilfe fleht.
Aufgrund seines relativen Wohlstandes und einer alternden Gesellschaft ist Europa zu einem primären Ziel von KI-Betrügereien geworden.
Davor warnt Interpol in einem neuen Report.
Um die Betrugsindustrie zu stoppen, müssten Gesellschaft und Tech-Konzerne Schutzräume statt Stigmen schaffen, so die Polizeibehörde.
Ende Januar hat die EU-Kommission ein Prüfverfahren gegen Google begonnen und dem US-Konzern eine Frist von sechs Monaten gesetzt, um etwaige technische Hürden für KI-Assistenten der Mitbewerber auf seinem Betriebssystem Android abzubauen.
Auf halber Strecke hat die Kommission nun ihre vorläufigen Ergebnisse bekannt gemacht und Maßnahmen skizziert, die Google umsetzen soll.
Zum Beispiel könnten Nutzerinnen und Nutzer künftig konkurrierende KI-Dienste einfach über ein individuelles Wegwort aktivieren.
Die heute vorgeschlagenen Maßnahmen werden Android-Nutzenden mehr Auswahlmöglichkeiten hinsichtlich der KI-Dienste bieten, die sie nutzen und in ihr Smartphone integrieren.
Einschließlich der großen Bandbreite an KI-Diensten, die mit Googles eigener KI konkurrieren.
erklärte EU-Wettbewerbskommissarin Teresa Ribera.
In den USA zieht Google mit OpenAI und XAI gleich und hat einen Deal mit dem Pentagon für die Nutzung seiner KI-Modelle abgeschlossen.
Warum das für Teile der Belegschaft ein Problem ist, weiß Robin Ahrens aus der CT-Redaktion.
Künftig darf das US-Verteidigungsministerium die KI-Modelle von Google für jeden sogenannten rechtmäßigen staatlichen Zweck nutzen.
Denn Google hat dem umstrittenen Deal mit dem Pentagon jetzt zugestimmt, das berichtet das Nachrichtenportal The Information.
Durch den Vertrag kann das Verteidigungsministerium die KI-Modelle von Google jetzt auch für geheime militärische Operationen einsetzen.
Ähnliche Verträge hat das Pentagon ja zuletzt mit OpenAI und XAI geschlossen.
Mit Anthropic war ein solcher Vertrag allerdings geplatzt, weil das Unternehmen zwei seiner Grundsätze nicht aufgeben wollte.
Es hatte sich gegen die Nutzung seiner KI für Massenüberwachungsmaßnahmen und vollständig autonome Waffensysteme gewährt.
Dem Bericht von The Information zufolge enthält der jetzige Vertrag zwischen dem Pentagon und Google zwar eine Klausel, die den Einsatz der KI-Systeme für solche Zwecke ausschließt.
Das Problem ist aber, bei Geheimoperationen kann Google gar nicht verhindern, dass das Pentagon seine KI-Modelle vertragswidrig nutzt.
Denn Google hat ja weder Kenntnis noch Kontrolle darüber, für welche Zwecke genau das US-Militär die KI-Systeme einsetzt.
Faktisch ist ein uneingeschränkter Einsatz von Googles KI für das US-Militär nun also ermöglicht.
Gegen den Deal zwischen Pentagon und Google hatten sich in den vergangenen Tagen noch über 600 führende KI-Expertinnen des Konzerns gewährt.
In einem Schreiben wandten sie sich an Googles Chef Sundar Pichai und forderten, dass dieser die Nutzung von Googles KI für geheime militärische Einsätze ablehnt.
Dem ist der Google-CEO allerdings nicht nachgekommen.
Ein Google-Sprecher teilte der Nachrichtenagentur Reuters unterdessen mit, dass man mit der Bereitstellung seiner KI-Modelle die nationale Sicherheit stützen wolle.
Und angeblich will das Pentagon-KI-Systeme ja auch nur für rechtmäßige Zwecke nutzen.
Den Definitionsumfang der Rechtmäßigkeit hat das US-Militär in letzter Zeit aber massiv gedehnt.
Etwa mit den Angriffen auf zivile Boote vor der Küste Venezuelas, mit der Ergreifung von Nicolas Maduro oder mit den Luftschlägen auf iranische Infrastruktur.
Bei diesen Einsätzen sollen auch KI-Systeme zum Einsatz gekommen sein.
Etwa Palantirs Maven Smart System.
Eine Fehleinschätzung der Palantir-KI dürfte auch der Grund für den tödlichen Luftschlag auf eine iranische Schule im vergangenen Februar gewesen sein.
Die Hinweise verdichten sich zumindest in diese Richtung.
Trotz aller Lippenbekenntnisse gilt also, Google wird sich seine Weste nicht reinwaschen können.
Denn was das US-Militär mit seinen KI-Modellen macht, das kann der Konzern weder kontrollieren noch verhindern.
Dankeschön, Robin.
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Meta bereitet die Rückabwicklung seiner Übernahme des KI-Startups Manes vor.
Chinas oberste Wirtschaftsbehörde hatte den bereits abgeschlossenen Deal über 2 Milliarden US-Dollar vor wenigen Tagen untersagt.
Das auf agentische KI spezialisierte Startup wurde 2022 in China gegründet, verlegte allerdings im vergangenen Jahr seinen Hauptsitz nach Singapur.
Im Dezember kaufte Meta dann das Startup.
Die chinesische Regierung stufte dies jedoch als Versuch ein, die technologische Basis des Landes auszuhöhlen.
Die Behörden verhängten Ausreiseverbote gegen die Manus-Gründer und setzten eine Frist von wenigen Wochen für die Rückabwicklung.
Beobachter werten das harte Vorgehen Pekings als Warnsignal an andere Firmen.
Die Umsetzung stellt Meta allerdings vor große Herausforderungen.
Das Unternehmen hat die Technologie bereits in seine eigenen Systeme integriert.
Zudem haben Investoren ihre Renditen bereits erhalten.
Frühere asiatische Geldgeber planen wohl bei der Rückabwicklung zu kooperieren.
Als mögliche Auswege gelten ein Weiterverkauf oder die Rückgabe an die Altinvestoren.
Künstliche Intelligenz benötigt viel Strom und die großen Player suchen nach Möglichkeiten, ihren Energiebedarf zu decken.
Eine Möglichkeit ist Atomenergie.
Meta will daneben künftig auch Solarstrom einsetzen, aber nicht von der Erde.
Das US-amerikanische Startup Overview Energy System entwickelt ein System, das Solarstrom im All erzeugt und dann drahtlos zur Erde übertragen soll.
Space-Based Solar Power, also weltraumgestützte Solarenergie heißt das Konzept.
Overview Energy will Satelliten ins All schießen, die mit Solarpanelen ausgestattet sind, die das Sonnenlicht in Strom wandeln.
Mit dem Strom will das Unternehmen Laserlicht im nahen Infrarotspektrum erzeugen.
Über eine spezielle Optik soll das Licht dann auf Solaranlagen auf der Erde geschickt werden, damit diese auch bei Dunkelheit Strom liefern können.
Diesen Solarstrom will Meta künftig einsetzen und hat eine entsprechende Vereinbarung getroffen, um frühzeitig Zugang zu dem Weltraum-Solar-Energiesystem zu bekommen.
Es gibt neue Tarife für den Co-Pilot.
Statt pauschaler Premium-Anfragen berechnet GitHub künftig den konkreten Token-Verbrauch.
Die kostenlosen Modelle entfallen dabei, berichtet Wolf Hossbach von Heise Developer.
Also bislang war es so, dass die Kunden hatten ein gewisses Kontingent an Premium-Anfragen.
Das heißt also Anfragen an die teureren, besseren Modelle, aber unabhängig davon, was jetzt so eine Anfrage umfasst hat.
Also sei es ein kleiner Chat gewesen oder eine komplexe agentische Aufgabe.
Das hat also sozusagen dasselbe gekostet und das wird jetzt anders sein.
Also die Anfragen werden nach dem wirklichen Verbrauch an Token berechnet und teurere Modelle werden auch teurer im Preis werden, also werden mehr von Credits verbrauchen.
Kostenlos bleiben die Code-Vorschläge in den kostenpflichtigen Tarifen, also die werden nicht berechnet nach wie vor und es wird auch weiter einen eingeschränkten kostenlosen Tarif geben.
Die Folge davon ist, GitHub selber sagt, dass gerade das Agentik-Coding wird teurer, also die Arbeit mit KI-Agenten, weil die einfach zu immer komplexeren Anfragen führen und sich das so offensichtlich dann für die Firma nicht mehr finanzieren lässt.
Damit kämpft nicht nur GitHub alleine.
sondern das sieht man jetzt eigentlich im ganzen Markt irgendwo so ein bisschen, dass die KI-Anbieter mit ihren Tarifen beziehungsweise mit ihren Angeboten spielen.
Also Git hat zum Beispiel mal eine Zeit lang Werbung in Pull-Requests angezeigt, also das auch zu einer starken Kritik geführt hat, weil das ja sozusagen in dem Code dann mit drin ist, diese Eigenanzeigen, muss man sagen, also Werbung für eigene Angebote.
Antropic hat eine Zeit lang oder bei bestimmten Neuanmeldungen Cloud Code, also das Entwicklertool, aus den Pro-Tarifen rausgenommen.
Das ist jetzt noch nicht flächendeckend eingeführt, aber man sieht, die Anbieter spielen hier so ein bisschen.
Ja, ich denke, das ist schon so ein bisschen Trend, dass es hier einfach künftig mehr Verwerfungen oder Einschränkungen im Markt gibt und offensichtlich versuchen die Anbieter nicht die Preise an sich zu erhöhen, sondern in irgendeiner Form den gestiegenen Aufwand anders einzupreisen.
Premium-Anfragen verbraucht hatte, konnte man mit einem günstigeren Modell weiterarbeiten.
Dann vielleicht nicht so gut, aber immerhin es ging noch was.
Und das ist jetzt nicht mehr der Fall.
Also wenn man sein Kontingent Credits aufgebraucht hat, muss man ein Update buchen.
Danke, Wolf.
Viele Menschen trauen KI nicht.
Im Netz wird es allerdings immer schwieriger, ihr zu entkommen.
Dies besagt eine Studie von Forschenden des Imperial College London und der Stanford University.
Sie haben mit dem Internet Archive zusammengearbeitet, um das Internet stichprobenartig zu analysieren.
Dabei zeigte sich, dass rund 35 Prozent aller neu ins Netz gestellten Websites KI-generiert oder zumindest KI-assistiert entstanden sind.
Immerhin erwies sich eine der am meisten verbreiteten Annahmen als falsch.
Es wurde kein statistisch signifikanter Zusammenhang zwischen KI-Anteil und Falschinformationsrate festgestellt.
Auch das Verschwinden individueller Schreibstile, der Verzicht auf Verlinkungen oder einen Hang zu längeren Texten mit weniger Infos konnten die Forscherinnen und Forscher nicht nachweisen.
Einen Grund zum Aufatmen sehen Sie allerdings nicht, denn die Vielfalt im Netz nahm ab.
Und das könnte die Gesellschaft genauso negativ wie Desinformation beeinflussen.
Auch seien fehlende Kennzeichnungen von KI-Seiten ein Problem, weil sie Nutzerinnen und Nutzer dazu bringen, Online-Informationen pauschal infrage zu stellen.
Bei Stress, Liebeskummer und anderen seelischen Belastungen wenden sich viele junge Menschen inzwischen an Chatbots.
Wie aus einer neuen repräsentativen Befragung der Stiftung Deutsche Depressionshilfe und Suizidprävention hervorgeht, haben rund zwei Drittel der 16- bis 39-Jährigen schon einmal mit einer KI über psychische Probleme gesprochen.
Dabei gehe es oft um Alltagsbelastungen, nicht unbedingt um eine diagnostizierte Depression.
Bei Menschen mit einer diagnostizierten Depression spiele KI allerdings auch eine Rolle.
Mehr als ein Drittel der Betroffenen gibt an, mit Chatbots über die eigene Erkrankung zu sprechen.
Ein Problem dabei ist, dass viele KI-Angebote nicht für therapeutische Zwecke entwickelt wurden.
Beim Umgang mit akuten Krisen stoßen die Systeme an Grenzen.
Zudem fehlen bislang umfassende wissenschaftliche Studien dazu, ob sie Betroffenen eher helfen oder sogar schaden.
Wer also digitale Unterstützung nutzen möchte, sollte besser auf geprüfte Angebote zurückgreifen.
Dazu zählen etwa zugelassene digitale Gesundheitsanwendungen, die ärztlich verordnet und von der Krankenkasse bezahlt werden, sowie begleitete Online-Programme.
Ein Forschungsteam um den KI-Entwickler Alec Radford hat ein spezielles Sprachmodell gebaut.
Das System mit dem Namen Talkie wurde ausschließlich mit Texten trainiert, die vor dem Jahr 1931 erschienen sind.
Das Modell beantwortet Fragen daher konsequent aus der Perspektive des frühen 20.
Jahrhunderts.
Warum das für die KI-Forschung mehr als nur eine Spielerei ist, erklärt Max Schreiner von The Decoder.
Die Entwickler fütterten die KI mit Büchern, Zeitungen und wissenschaftlichen Texten aus der Zeit vor diesem Stichtag.
Das Ergebnis ist ein System, das die Zukunft auch aus historischer Sicht beschreiben kann.
Gefragt nach dem Jahr 2026 entwirft das Modell etwa eine Welt voller Dampfschiffe und riesiger Eisenbahnnetze.
Einen Zweiten Weltkrieg hält die KI für unwahrscheinlich.
Sie argumentiert, die Nationen hätten nach 1918 genug vom Krieg.
Gleichzeitig warnt das System auch vor Konflikten in Europa und Asien.
Das Training brachte natürlich spezielle Herausforderungen mit sich.
Da die Forscher physische historische Quellen nutzen mussten, traten Qualitätsprobleme bei der automatischen Texterkennung auf.
Ein weiteres Problem war das ungewollte Durchsickern von modernem Wissen, denn wenn alte Bücher in Neuauflagen aktuelle Vorwörter erhielten oder Katalogdaten Fehler aufwiesen, flossen dann doch neuere Informationen in das Training ein.
So schnappte das Modell vereinzelt Details über die Präsidentschaft von Roosevelt, den Zweiten Weltkrieg oder die Gründung der Vereinten Nationen auf.
Die Forscher nutzen dieses historische Modell für sogenannte Generalisierungsexperimente.
Heutige KI-Systeme trainieren ja mit riesigen Mengen an Internetdaten und dadurch lässt sich bei Tests dann oft schwer feststellen, ob ein Modell ein Problem wirklich neu löst oder die Antwort bereits in irgendeiner Form im Training gesehen hat.
Das Vintage-Modell kann so das, was Fachleute Datenkontamination nennen, umgehen, denn es sieht garantiert keine Texte aus dem modernen Internet.
Und daher können Entwickler dann seine tatsächlichen Fähigkeiten etwa beim logischen Denken oder Programmieren überprüfen.
Es geht aber fundamental noch über einen anderen Punkt, der in der Debatte heiß diskutiert wird, nämlich die Frage, ob eine KI tatsächlich Erfindungen oder wissenschaftliche Entdeckungen aus eigener Kraft vorhersehen kann.
Die Forscher stellen sich beispielsweise die Frage, ob ein Modell mit dem Wissen von 1911 die allgemeine Relativitätstheorie selbstständig ableiten könnte.
So ließ es sich dann exakt testen, welche Fähigkeiten universell sind und welche nur durch auswendig gelernte Trainingsdaten entstehen.
Das Team plant jetzt die nächsten Schritte.
Bis zum Sommer 2026 soll Talkie dann auf das Leistungsniveau von OpenAI's GPT-3 wachsen.
Größere Modelle sollen dann eben helfen, diese grundlegenderen Fragen zur Funktionsweise von KI besser zu beantworten.
Dafür braucht es dann wohl allerdings auch Modelle jenseits der GPT-3-Größe.
Und ob es dann diese Menge an Daten dafür schon gibt, ist natürlich eine andere Frage.
Vielen Dank, Max.
Lenovo und WeRide wollen in den kommenden Jahren 200.000 autonom fahrende Autos auf die Straße bringen.
Dazu gehören Robotaxis, Lieferwagenbusse oder Straßenkehrmaschinen.
Eine entsprechende Kooperation haben die beiden Unternehmen jetzt auf der Messe AutoChina vereinbart.
Ziel der Zusammenarbeit sei, die Kommerzialisierung des hochautonomen Fahrens weltweit voranzutreiben.
WeRide entwickelt Systeme für autonomes Fahren und gehört bereits zu den großen Anbietern von autonomen Taxidiensten in China.
Lenovo ist einer der größten Computerhersteller der Welt.
Er will seine Stärken im Bereich Intelligent Computing sowie seine globalen Fertigungs- und Lieferkettenkapazitäten einbringen.
Daneben stellt der Konzern eine KI-Computing-Infrastruktur für den Flotteneinsatz bereit.
Südafrikas Regierung hat den Entwurf einer nationalen KI-Strategie zurückgezogen, nachdem bekannt geworden ist, dass der Text Verweise auf nicht existierende Quellen enthalten hat.
Er wurde offenbar mindestens teilweise KI generiert.
Kommunikations- und Digitalminister Soley Malazzi bezeichnete den Vorfall als inakzeptables Versehen.
Er mache deutlich, warum eine sorgfältige menschliche Kontrolle beim KI-Einsatz von entscheidender Bedeutung sei.
Den Verantwortlichen kündigt er Konsequenzen an.
Der Vorfall in Südafrika ist kein Einzelfall.
Seit der breiten Verfügbarkeit von KI-Textgeneratoren sorgen Texte mit nicht existierenden Verweisen immer wieder für Aufsehen.
Dass eine KI-Strategie zumindest teilweise von einem Chatbot stammt, ist aber ein Novum und zumindest ironisch.
Das scheint auch Malazzi anzuerkennen und versichert, das ist eine Lektion, die wir mit Demut annehmen.
Und das hätte nicht passieren dürfen.
Das war das KI-Update von Heise Online vom 29.
April 2026.
Die nächste Folge hört ihr wegen des Feiertags erst wieder am Montag, den 4.
Mai.
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Das 180 Seiten starke KI-Special gibt es wahlweise als Heft oder PDF-Magazin in gewohnter CT-Manier.
Top aktuell, unaufgeregt, kritisch.
Lesen Sie, wie KI unser Leben umkrempelt, wer uns vor KI schützt, wie multimodale KIs arbeiten oder wie Sie mit PyTorch neuronale Netze selbst trainieren.
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