# Market Volatility, AI Cost Pressures, and Shifting IPO Dynamics

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-04-29

## Transcript

Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über den Absturz von Spotify, das Erfolgsrezept von Coca-Cola und den lächerlichen Dämpfer für KI-Aktien.
Im Thema des Tages dreht sich alles um den Austritt der Vereinigten Arabischen Emirate aus dem mächtigsten Kartell der Welt und darum, was das für den Ölmarkt bedeutet.
Und in der AAA-Idee geht es um die neue IPO-Logik im Jahr der historischen Börsengänger.
Alles auf Aktien.
Der tägliche Börsenshot.
Wir begrüßen euch Holger Zschäpitz und Lea Oetjen aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
Blick auf die Märkte Heute ist Mittwoch, der 29.
April und wir wünschen euch einen schwindelfreien Start in den Tag.
Tja, heute richten sich die Augen auf die Quartalszahlen der großen Tech-Konzerne.
Und die Optionsmärkte, die preisen so wichtige Schwankungen ein, dass einem da schon schwindelig von werden kann.
Bei Amazon könnte die Aktie plus oder minus 7 Prozent laufen nach den Zahlen.
Bei Meta plus minus 6,5, bei Microsoft plus minus 6,5 und bei Google plus minus 5.
Und es wird sich jetzt entscheiden nach diesen Zahlen heute Abend nach dem Markt, ob der Markt nur kurz Luft holt oder aber vielleicht doch etwas.
härtere Korrektur ausbilden wird.
Aber wer gestern das wilde Champions-League-Finale oder Halbfinale war, das jetzt schon Paris und Bayern überlebt hat, der ist auch da schon mal sehr gut gerüstet.
Das war ein finalwürdig auf jeden Fall.
Gestern zeigte es aber auch schon mal, wie hoch die Erwartungen eigentlich wirklich sind.
Und zwar nicht an die Bayern, sondern an die Märkte.
Ein Bericht des Wall Street Journal sorgte nämlich für mächtig Unruhe rund um die KI-Aktien.
Demnach soll das KI-Unternehmen OpenAI zuletzt eigene Ziele bei Umsatz- und Nutzerwachstum verfehlt haben.
Finanzchefin Sarah Fryer soll intern gewarnt haben, dass im Extremfall Mittel für den weiteren Ausbau der Rechenkapazität fehlen könnten.
bei der Infrastruktur, auf der das ganze KI-Geschäft eigentlich basiert.
Und das ist vor allem vor dem Hintergrund spannend, dass es ja möglicherweise in den kommenden Monaten einen IPO geben soll, aber dazu mehr in der AAA-Idee.
Aber auch...
Das war brisant für KI-Aktien.
Obwohl OpenAI den Wall Street Journal-Bericht als lächerlich zurückwies, fiel die Reaktion an den Börsen heftig aus.
Alle Aktien, die so ein bisschen mit OpenAI in Zusammenhang gebracht werden, die sind kräftig eingebrochen.
Die Aktie von Softbank, das ist einer der größten Investoren, verlor zeitweise über 10 Prozent.
Auch Chip- und Infrastrukturwerte wie AMD, Broadcom, Corvive, Nvidia und Oracle gaben bis zu...
5 Prozent nach.
Und Arm, die ja auch zum OpenAI-Komplex gezählt werden, die verloren sogar nochmal 8 Prozent, an dem es ja gestern schon 8 Prozent runterging.
Und aus diesem Grund gab es auch für den zuletzt zu erfolgsverwöhnten Socks ein relativ dickes Minus, nämlich von 3,6 Prozent.
Ja, im Vergleich dazu verloren die Indizes jedoch nur moderat.
Noch überraschender, der Angstindex WIX gab sogar leicht nach.
Das zeigt einmal mehr, wie unübersichtlich die Lage eigentlich derzeit ist.
Der deutsche Leitindex DAX beendete den Handel mit minus 0,3 Prozent auf 24.018 Zählern.
Der S&P 500 gab 0,5 Prozent nach und der Nestec 100 knapp ein Prozent.
Und für Spotify ging es kräftig runter.
12,4 Prozent.
Das war der größte Tagesverlust seit 2023.
Die Zahlen für das abgelaufene Quartal, die waren eigentlich ganz gut.
Aber der Ausblick, der enttäuschte.
Die monatlich aktiven Nutzer, die stiegen auf 761 Millionen.
Das war plus 12 Prozent.
Das war wirklich sehr gut.
Und auch der Gewinn pro Aktie lag mit drei.
4,45 Euro, deutlich über den erwarteten 2,95 Euro.
Und der Umsatz, der erreichte 4,53 Milliarden, übertraf damit leicht die Prognosen.
Aber jetzt kommen wir zu dem Ausblick.
Und da wurde eben ein geringerer Gewinn erwartet, nämlich für das zweite Quartal nur 630 Millionen.
Analysten hatten 674 Millionen erwartet.
Ja, und der Grund dafür ist wirklich bemerkenswert.
Die Betriebskosten, die OPEX, steigen nämlich kräftig.
Aber nicht etwa durch Personal, sondern durch höhere Rechenkosten pro Mitarbeiter, um neue KI-Features zu unterstützen.
Und das ist ja echt mal eine ganz neue Ansage.
Niedrigere Gewinne wegen der KI.
Naja, außerdem rechnet Spotify nur mit 6 Millionen neuen Premium-Abonnenten, während der Markt eigentlich mit 7 Millionen neuen gerechnet hätte.
Aber das ist eigentlich ein gutes Zeichen für KI-Aktien, weil man feststellt, dass man mit diesen Modellen möglicherweise doch Geld verdienen kann.
Also insofern ist es positiv und negativ.
Negativ war es auf jeden Fall für BYD und die rutschten im amerikanischen Handel 2,6 Prozent ab.
Die Quartalzahlen des chinesischen E-Autobauers, die lagen deutlich unter der Erwartung.
Der Nettogewinn brach um mehr als 50 Prozent auf gut 4 Milliarden Yuan ein.
Der Umsatz sank um rund 12 Prozent auf 150 Milliarden Yuan.
Und es ist bereits das dritte Quartal in Folge mit rückläufigen Erlösen.
Und gleichzeitig gehen die Inlandsverkäufe zurück.
Im März bereits den siebten Monat in Folge.
Und das während ein harter Preiskampf ja ohnehin die Margen zusätzlich unter Druck setzt.
Die Hoffnung für BYD liegt nun auf dem Ausland.
Bis 2026 will der Konzern rund 1,5 Millionen Fahrzeuge außerhalb von China verkaufen.
Und wenn das gelingt, dann wäre das ein Plus von mehr als 40 Prozent.
Und die Zahlen von Coca-Cola?
Die kamen sehr gut an an der Börse.
Der Umsatz stieg im ersten Quartal um 12,6 Prozent.
Organisch lag das Wachstum immerhin 10 Prozent.
Und das lag klar über den Erwartungen.
Das war auch das beste Wachstum seit über einem Jahr.
Und das Erfolgsrezept des Brausekonzerns, die Shrink- und Premium-Strategie, die funktionierte.
Man hat Folgendes gemacht.
Man hat eher so kleinere Dosen oder kleinere Gebinde, so Minidosen, die eben eher die preissensiblen Kunden ansprechen.
ist der Absatz stark gestiegen und gleichzeitig wurden Premium-Produkte, also Shrink war das Kleine und die Premium-Produkte, das war die Premium-Strategie, also speziell große Dosen in Großbritannien beispielsweise, für zahlungskräftige Käufer verkauft.
Und der Konzern schafft es damit eben gleichzeitig Discount.
und Premium-Kunden zu bedienen.
Und das ist irgendwie so ein Lehrbuchbeispiel für die virtuose Abschüpfung der Zahlungsbereitschaft und auch die Pricing-Power, die selbst in schwierigen Zeiten bei Coca-Cola funktioniert.
Wachstum kam vor allem bei zuckerreduzierten Varianten.
Also der Absatz von Coke Zero zum Beispiel, der stieg um 13 Prozent.
Und das ist ja vor allem dann gut, wenn in Deutschland tatsächlich die Zuckerabgabe demnächst kommt.
Die Coke-Aktie gewann fast vier Prozent und das zog auch die Konkurrenz mit nach oben.
PepsiCo legte 1,5 Prozent zu und Correct Dr.
Pepper sogar.
Und weiter im Staccato Booking Holdings verloren nachbörsig rund 6 Prozent, nachdem die Buchung im ersten Quartal mit 53,8 Milliarden Dollar leicht unter den Erwartungen von 54,2 Milliarden lagen.
Der Reisekonzern korrigierte aufgrund des Iran-Kriegs zudem seine Prognose für das jährliche.
Umsatzwachstum nach unten und warnte, dass der Konflikt die Buchungszahlen nach monatelang beeinträchtigen könnte.
Bis Ende Juli hat er gesagt, aber, und was ich noch spannend fand, es gab noch Zahlen von Hilton, die waren jetzt nicht so gut, aber was die gesagt haben, und da muss man bei Booking nochmal hingucken, dass durch KI die Direktbuchung bei Hilton zugenommen haben und dass möglicherweise die Leute nicht mehr Booking nutzen.
Also da muss man mal gucken, ob dieses Geschäftsmodell möglicherweise disruptiert wird.
Robinhood gab ebenfalls 4% nach, weil die Zahlen die Erwartungen komplett verfehlten.
lag bei 0,38 Dollar je Aktie statt der erwarteten 0,41.
Der Umsatz bei 1,07 Milliarden Dollar statt 1,17 Milliarden.
Besser lief es für Seagate Technology, die nachbörslich 11 Prozent gewann.
Neben starken Quartalzahlen überzeugte vor allem der Ausblick.
Für das kommende Quartal stellt das Unternehmen einen Gewinn von rund 5 Dollar je Aktie in Aussicht.
Und das liegt deutlich über der Konsensschätzung von 3,97 Dollar.
Und auch Starbucks überzeugt mit guten Zahlen und lieferten sogar ein klassisches Beat and Race.
Also sie haben die Erwartungen übertroffen und dann noch die Prognosen angehoben.
Die Aktie legte rund fünf Prozent zu.
Die Umsätze waren 6,2 Prozent gestiegen und das war über den 4 Prozent getragen von mehr Transaktionen und eben auch höheren Durchschnittsbonds.
Die lagen 2,3 Prozent über dem Vorjahr und gleichzeitig hob das Management den Ausblick an.
Für das Gesamtjahr werden nun mindestens 5 Prozent Wachstum bei den vergleichbaren Umsätzen erwartet, statt zuvor 3 Prozent.
T-Mobile US konnte im ersten Quartal beim Umsatz ebenfalls überzeugen.
Die Erlöse stiegen um 10,6 Prozent auf 23,1 Milliarden Dollar.
Die Aktie reagierte positiv und ging mit einem Plus von 2,2 Prozent aus dem Handel und baute die Gewinne nachbörslich dann noch weiter aus.
Das sind ja vielleicht mal gute Nachrichten für die T-Aktionäre.
Dann gab es noch Zahlen vom Zahlungsdienst, das heißt der Visa.
Der hat im zweiten Quartal dann robuste Verbraucherausgaben mehr verdient und umgesetzt als von Experten.
Da war der Gewinn stieg um 32 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 6 Milliarden Dollar.
Und auch der Nettoumsatz legte um 17 Prozent auf 11,2 Milliarden zu.
Das war der größte Anstieg seit 2022 und brachte einen Plus von 1,4 Prozent nachbörslich.
Wir haben ja gestern auch schon über die Umsatzwarnung von KIAG gesprochen und da hat der Markt jetzt drauf reagiert.
Nach der Senkung der Jahresziele brach die Aktie um fast 11 Prozent ein und fiel damit auf den tiefsten Stand seit Winter 2019.
Damit summiert sich das Minus seit Jahresbeginn jetzt schon auf rund 25 Prozent.
Bei Bayer gab es juristisch eher einen Rückschlag.
Nach einer Anhörung von dem obersten US-Gericht im Glyphosat-Komplex verlor die Aktie 4,6 Prozent.
Das ohnehin geringe Jahresplus tretet damit ins Minus.
Die Entscheidung wird für Ende Juni erwartet.
Bis dahin bleibt das Thema ein zentraler Unsicherheitsfaktor für den Kurs.
MDAX Spitzenwert war ein TKMS mit einem Plus von knapp 5 Prozent.
Analyst Sriram Krishnan von der Deutschen Bank Research hatte das Kursziel auf 110 Euro angehoben und sein Kaufurteil damit bekräftigt.
Die Auftragsdynamik sowohl für U-Boote als auch für Überwasserschiffe bleibe recht vielversprechend, schrieb er.
Saibets Gitter war mit minus 9 Prozent der größte Verlierer.
Das Unternehmen will 10 Prozent der eigenen Aktien verkaufen, um den Freeflow zu vergrößern.
Bei Aktionären kam diese Ankündigung nicht gut an.
Und dann mache ich schnell die Termine.
Und heute wahrscheinlich neben den ganzen Quartalszahlen, von denen wir ja schon gesprochen haben, der wichtigste Termin ist die US-Notenbank FED.
Und wer nochmal Jerome Paul sehen möchte als Chef, der sollte da reinschauen, weil es möglicherweise die letzte Zinssitzung unter seiner Ägide ist, weil ja im Mai er eigentlich zurücktritt.
Mal sehen, ob Kevin Walsh dann gewählt ist und dann würde der demnächst die Notenbank-Sitzung leiten.
Dann gibt es Inflationszahlen aus Deutschland.
Da wird eine Beschleunigung von 2,7 auf 2,9 Prozent erwartet.
Quartalszahlen, wir haben es schon angedeutet, die großen Tech- Microsoft, Meta, Amazon, Alphabet, dann noch Ford, Qualcomm, Nebius, Mattel, Align, Technology, Allstate, Epi, GE Healthcare, Biogen, General Dynamics und Viking aus Europa, Deutsche Bank, UBS, Santander, SEB, Lloyds, DWS, Mercedes-Benz, Volvo Cars.
Traton, Hella, Michelin, Wacke, Chemie, Fuchs, Simreis, Andritz, Norsk, Hydro, Total Energies, Fortum, Iberdrola, Adidas, Carlsberg, Sandow, AstraZeneca, GSK und auch Odli.
Die gibt es immer noch an der Börse und sind gar nicht so wenig wert.
Ich hätte gedacht, die wären schon viel weniger wert.
Und aus China gibt es noch Ginkgo Solar und noch zahlreiche Hauptversammlungen.
Aber da der sowieso nicht hingeht, lassen wir die jetzt mal noch weg.
Das Thema des Tages.
Die OPEC zerbricht und der Ölpreis, der zuckt nur mal kurz.
Das klingt ja erstmal wie so ein absoluter Widerspruch.
Ja, das kann man wohl sagen.
Man muss sich nur vorstellen, eines der mächtigsten Kartell der Welt, der verliert einen Top-Player, nämlich die Vereinigten Arabischen Emirate, immerhin die Nummer 3 der OPEC.
Und an den Märkten, da fällt der Ölpreis mal ganz kurz so von 112 auf 110 Dollar, nur um wenige Momente wieder auf 112 Dollar oder dann auf 111 Dollar emporzuschnellen.
Ja, machen wir uns nichts vor.
So eine Sahennachricht hätte früher zu einem absoluten Preisschock geführt.
Aber wir leben ja gerade nicht mehr in der alten Ölwelt.
Der Punkt ist, es geht gerade gar nicht mehr darum, wie viel Öl eigentlich gefördert wird, sondern darum, ob es überhaupt noch rauskommt.
Stichwort Straße von Hormuz.
Und ihr wisst ja, durch diese Meerenge läuft normalerweise rund ein Fünftel des globalen Ölhandels.
Und genau das ist aktuell Chaos.
Angriffe, Blockaden, militärische Eskalation.
Und wenn die Tanker nicht fahren können, ist es völlig egal, ob die Emirate in der OPEC sind oder nicht und ob sie mehr fördern wollen oder eben auch nicht.
Der Markt hat sich durch den Krieg einmal komplett gedreht.
Früher hat die OPEC den Preis gesteuert durch Förderquoten und heute bestimmt der Krieg den Preis.
Und das ist der eigentliche Gamechanger an der ganzen Nummer.
Und bleibt die Frage, warum die Emirate überhaupt raus wollen aus Europa.
Nämlich schon zum 1.
Mai soll es soweit sein.
Und warum das so kurzfristig inmitten in einer Ölkrise ist.
Und offiziell sagen sie, naja, wir wollen mehr Flexibilität.
Aber inoffiziell steckt dahinter möglicherweise auch so ein Bruch mit Saudi-Arabien.
Die Saudis wollten ja immer eine künstliche Verknappung, um die Preise hochzuhalten.
Und die Emirate dagegen haben Milliarden investiert, um ihre Förderung hochzufahren.
Die wollen jetzt verkaufen, bevor Öl langfristig an Bedeutung verliert.
Und das klingt nach einem klassischen Zielkonflikt, Preis versus Menge.
Und dieser Konflikt, der schwelt schon lange.
Und die Emirate haben sogar immer wieder ihre OPEC-Quoten überschritten.
Ja, aber es geht dabei ja nicht nur ums Öl.
Das Ganze ist auch Geopolitik pur.
Der Irankrieg hat das Vertrauen in der Golfregion zerstört.
Die Emirate wurden massiv angegriffen.
Mehr als 2000 Raketen und Drohnen laut eigenen Angaben.
Und sie fühlten sich von ihren Nachbarn da kräftig im Stich gelassen.
Und Saudi-Arabien, die...
gehen ganz eigene Wege.
Die nähern sich Pakistan an, vermitteln zwischen USA und Iran.
Und die Golfstaaten, das muss man sagen, die driften auseinander.
Heißt also, die OPEC ist politisch, naja, vielleicht nicht erledigt, aber zumindest geschwächt.
Und sie verliert nicht nur ein Mitglied, sondern vor allem Vertrauen und Kohärenz.
Und das ist bei einem Kartell, das auf Abstimmung basiert, wirklich tödlich.
Und da stellt sich natürlich wie immer hier die Frage, was heißt das denn jetzt konkret für Anleger?
Das ist ja unsere Lieblingsfrage und die Antwort lautet, kurzfristig eher wenig.
Öl wird vom Krieg beziehungsweise den Entwicklungen in der Straße von Hormuz gerade getrieben.
Aber mittel- bis langfristig, da wird es durchaus spannend.
Wenn die Emirate frei fördern können, kommt mehr Angebot auf den Markt und das drückt tendenziell die Preise.
Also heute Chaosprämie, morgen möglicherweise Überangebot.
Und das ist auch die eigentliche Story.
Kurzfristig geopolitischer Schock, langfristig struktureller Preisdruck.
Und die ganz große These lautet, das Kartellmodell bröckelt.
Erst haben Katar und Angola die OPEC verlassen, jetzt wollen die Emirate raus.
Am Ende könnten wir statt eines dominanten Blocks mehrere rivalisierende Ölmächte sehen.
Also weniger Koordination, mehr Wettbewerb und vor allem mehr Volatilität.
Der Ölmarkt wird damit politischer, unberechenbarer und ehrlicherweise auch gefährlicher.
Hallo, ja, ich bin der André.
Also ich habe mir dieses Elektroauto gekauft und damit will ich ja auch mal wohin fahren.
Dann ist der Akku aber nicht immer ganz voll und dann bleibe ich halt lieber zu Hause.
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Und gut.
Die AAA Idee des Tages.
Die Erwartungen könnten kaum größer sein.
2026 schickt sich an, die Maßstäbe der Märkte neu zu definieren.
Kapital in einer Größenordnung, die sonst Volkswirtschaften beschreibt, drängt gerade in Richtung der Wall Street.
Allerdings nicht breit gestreut, sondern gebündelt auf nur wenige Namen.
Mit SpaceX, OpenAI und Anthropic stehen gleich drei Schwergewichte vor einem Börsengang.
Das Trio ist aber nur die Spitze dieser Bewegung.
Dahinter formiert sich die zweite oder die dritte Reihe.
Allein am Montag kündigten vier Unternehmen ihren Börsengang an.
Hawkeye 360, ein Anbieter von Satellitendaten mit Regierungskunden, dazu die Biotech-Firmen Seaport Therapeutics und Hemac Therapeutics sowie der Safthersteller Suja Life.
Und die angestrebten Bewertungen, die reichen von 700 Millionen, das ist in Amerika ja relativ klein, bis 2,4 Milliarden Dollar.
Ja, es ist nicht unbedingt Kleingeld, 2,4 Milliarden Dollar, aber es ist natürlich eine ganz andere Größenordnung als zum Beispiel bei den ganz großen Namen.
Das können die Investoren dann ja vielleicht doch schon mal ein bisschen leichter verdauen als so diese ganz großen Milliardenpakete.
Und genau deshalb gehen diese Kandidaten jetzt auch voran.
Sie testen gerade so ein bisschen die Aufnahmefähigkeit des Marktes, bevor die Schwergewichte dann folgen.
Und damit tastet sich auch der ganze IPO-Markt wieder etwas frei.
Das muss er auch, denn hinter ihm liegt ein Jahr, in dem sich vieles aufgestaut hat.
Während des 36-tägigen Government-Shutdowns konnte die amerikanische Börsenaufsicht SEC monatelang keine Anträge bearbeiten.
Mehr als 900 Verfahren blieben laut PwC liegen.
Viele Unternehmen verschoben ihre Pläne oder warteten bewusst ab.
Entsprechend fiel 2025 mit 216 Börsengängen und 47,4 Milliarden Dollar Volumen zwar solide aus, aber nicht wirklich mit einer Dynamik.
Das Problem war nicht das fehlende Kapital, sondern wirklich einfach dieser massive Engpass im System.
Diese Blockade hat den IPO-Prozess selbst komplett verändert.
Unternehmen orientieren sich mittlerweile nicht mehr an den festen Zeitfenstern, sondern vielmehr an ihrer eigenen Marktreife.
Die Vorbereitung dauert heute so 18 bis 24 Monate und Firmen halten sich eigentlich dauerhaft bereit für den IPO.
Und die Folge zeigt sich bereits in den ersten Zahlen.
Im ersten Quartal 2026 gab es weltweit 232 IPOs mit rund 41 Milliarden Dollar Volumen.
Weniger Deals, aber mehr Kapital pro Transaktion.
Der Markt wird selektiver, die Emissionen größer und das Kapital vor allen Dingen konzentriert.
Und der Börsengang bekommt damit eine neue Logik.
Und die schauen wir uns in der EEE jetzt mal genauer an.
Goldman Sachs rechnet für dieses Jahr mit mindestens 100 Börsengängen in den USA und einem Emissionsvolumen von 160 Milliarden Dollar.
Und das wäre dann das stärkste seit 2021.
Doch auch hier zeigt sich die neue Logik des Marktes.
Ein erheblicher Teil dieses Volumens dürfte auf wenige große Namen entfallen.
Einzelne Schwergewichte wie SpexX könnten mit zweistelligen Milliardenbeträgen die gesamte Verteilung verschieben.
In Europa, da zieht der IPO-Markt zwar ebenfalls an, bleibt aber wesentlich kleinteilig mit Börsengängen wie Gabler oder Vincorion in Frankfurt oder Asta Energy.
Der bis an größte Deal des Jahres kommt dennoch aus Europa.
Der tschechische Munitionshersteller CSG sammelt in Amsterdam 4,5 Milliarden Dollar ein.
Für dieses Jahr erwarten Beobachter aber noch eine ganze Reihe anderer prominenter Börsengänge.
Von Stripe und Canva über Android, Cerebus und Discord bis hin zu Databricks.
Gerade Databricks gilt als prototypischer Kandidat dieses Zyklus.
Das Unternehmen liefert die Software, mit der Firmen ihre Daten strukturieren und KI-Anwendungen aufbauen.
Und genau diese Infrastruktur ist ja eigentlich das zentrale Asset quasi in dem aktuellen Boom.
Mit einer Bewertung von 40 bis 50 Milliarden Dollar, mehr als 1,5 Milliarden Dollar Umsatz, hohem Wachstum und positiven Free Cashflow trifft Databricks ziemlich exakt das Anforderungsprofil vieler Investoren.
Und doch zeigt sich gerade daran die neue Marktlogik.
Selbst ein so gut positionierter Börsengang setzt nicht zwingend den Takt, weil die ganz großen Deals darüber entscheiden, wo die Aufmerksamkeit und vor allem wo das Kapital landet.
Ben Inker, Co-Chef beim Vermögensverwalter GMO, sieht darin ein systemisches Risiko.
Die Welle großer Tech-IPOs könne eine Euphorie auslösen, wie sie die Märkte seit Jahren nicht gesehen haben und genau dadurch später Druck erzeugen.
Der Mechanismus ist schlicht, trifft ein wachsendes Angebot an neuen Aktien auf begrenztes Kapital geraten bestehende Kurse unter Druck.
Und was heißt das jetzt für Anleger?
Im Kern Timing schlägt Tempo.
Viele dieser Mega-IPOs kommen mit sehr kleinem Free-Float an den Markt.
Die Kurse können zum Start schnell nach oben schießen.
Aber das ist oft nicht eine nachhaltige Bewegung.
Der eigentliche Druck entsteht erst dann, wenn die Lock-Up-Fristen auslaufen und zusätzliche Aktien in den Handel kommen.
Und 2021 können wir das gut sehen, wenn auch vor allen Dingen IPOs in so Boom-Phasen kommen.
Dann werden die auch oft zu hoch gepreist und dann kommt die große Ernüchterung später.
Weil das Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage kippt.
Historisch verlieren viele IPOs in dieser Phase an Wert.
Wer also nicht dem ersten Hype hinterherläuft, sondern auf diese zweite Phase wartet, bekommt manchmal auf bessere Einstiegskurse, vorausgesetzt das Geschäftsmodell trägt.
Das war alles über Aktien.
Wir freuen uns immer über Feedback.
Schickt uns eine Mail in AAA, also aaidwell.de oder hinterlasst uns eine Bewertung.
Und Ellen hat sich per Mail gemeldet.
Sie läuft auch keinen Marathon, weniger als zwei Stunden.
Das beruhigt mich, liebe Ellen.
Ist aber ebenfalls in Brooks schon mehrere Marathons gelaufen.
Sie schreibt, als Aktienliebhaber sind Brooks ja quasi Pflicht.
Sind sie doch die Lieblingsschuhe von Warren Buffett?
Und er hat investiert.
Siehste, dann bin ich also in den Lieblingsschuhen von Warren Buffett gelaufen.
Das ist doch toll.
Auf den Spuren des Warren Buffett.
Ja, Brooks ist ja schon seit knapp 20 Jahren ein Tochterunternehmen von Berkshire Hathaway.
Damit hat auch ein Hörer mit dem Usernamen Light Mixer, dir, lieber Holger, etwas Trost ausgesprochen.
Er schrieb nämlich auf Spotify, Brooks sind immerhin besser fürs Depot.
Also ich vertraue ja meinen Laufschuhen von Essex.
Die Aktie ist seit Jahresbeginn auf fast 20 Prozent im Plus und damit deutlich besser gelaufen als Adidas und Berkshire Hathaway.
Einen Marathon in unter zwei Stunden laufe ich damit aber auch nicht.
die morgige Folge zum Marathon-Börsentag nicht verpassen wollt, kann es nur heißen, abonniert uns, sprecht über uns und empfehlt uns euren Freunden.
Und wir hören uns dann morgen ab 5 Uhr bei Welt und überall, wo es Podcasts gibt.
