# AI Cycles, Market Volatility, and Regulatory Shifts

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-04-28

## Transcript

Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über den haarigen Kurssprung von Veradiomix, einen kriselnden Pizzariesen und den neuen Wunderschuh von Adidas.
Im Thema des Tages dreht sich alles um Insider-Trading in den USA und die Verbindung der Trump-Familie zu Wettanbietern.
Und in der Triple-E-Idee verraten wir euch, was es mit der neuen Steuererklärung mit nur einem Klick auf sich hat.
Alles auf Aktien, der tägliche Börsenshot.
Wir begrüßen euch Holger Zschäpitz und Lea Oetjen aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
Heute ist Dienstag, der 28.
April und wir wünschen euch einen selbstbewussten Start in den Tag.
Ja, etwas zurückhaltenden starteten die Märkte in die neue Handelswoche, was ja auch angesichts der Terminlage der kommenden Tage keine große Überraschung gewesen sein dürfte.
Der DAX verlor 0,2 Prozent, ging dann auf 24.083 Punkten aus dem Handel und knüpfte damit auch an die Verluste aus der vergangenen Woche an.
Und auch auf der anderen Seite des Atlantiks ging es wie zuletzt weiter, nämlich mit Rekorden.
Der S&P 500 legte 0,1 Prozent zu und der Nasdaq war auch hauchzart im Plus, ebenfalls auf Rekord.
Und das, obwohl es eigentlich mehrere Belastungsfaktoren gab.
Vor allen Dingen steigende Ölpreise wegen Sorgen um die Straße von Hormuz.
Und auch noch so ein paar schwache Signale von Konsumenten über Dominospizza.
Und auch die Entwicklung bei Anleihen, die waren nicht gerade ein Kurs-Aphrodisiakum für Aktien.
Zehnjährige US-Anleihen rentierten deutlich höher bei 4,33 Prozent.
In Deutschland stiegen zehnjährige Bundesanleihen auch wieder über 3 Prozent.
Und auffällig war, dass der Montag sehr Volumen...
Arm war, gerade mal 15,6 Milliarden Aktien wurden an der Wall Street gehandelt und im Schnitt waren das dieses Jahr 19,4, also deutlich weniger.
In Deutschland gab es dann noch schwache Konjunkturdaten.
Wie die aktuellen Daten der GfK zeigten, ist das Konsumklima nämlich im Sinkflug.
Die Verbraucherstimmung brach um 5,2 Punkte auf minus 33,3 Punkte ein.
Die Konsumenten erwarten weiter steigende Preise und die Einkommenserwartung fiel aber deutlich niedriger aus, nämlich auf den niedrigsten Wert seit Februar 2023.
Die Kauflaune rutschte auch auf ein Zwei-Jahres-Tief.
Neben Investitionen fällt damit auch der Konsum für die Konjunktur aus.
Das zeigt sich nicht nur in Deutschland, auch in den USA beginnt der Konsum so ein bisschen zu bröckeln.
Und trifft selbst große Ketten.
Domino's Pizza, die melden deutlich schwächere Filialumsätze als erwartet.
Das Wachstum lag nur bei 0,9 statt 2,3 Prozent.
Und die Aktie, die reagierte prompt und verlor fast 9 Prozent auf den Dreijahres-Tief.
Und als Gründe nennt der Konzern mehrere Belastungsfaktoren eine gedrückte Verbraucherstimmung, steigende Kosten etwa durch höhere Energiepreise und einen verschärften Preiskampf mit Konkurrenten wie Little Caesars.
Pizza Hut, ja, die gehören zu Yum Brands.
Halbleiter haben derweil nach 18 Tagen Gewinn, jetzt mit 47 Prozent.
Die haben erstmal wieder eine Pause eingelegt.
Der Sox verlor 1 Prozent.
Einer der größten Verlierer war Arm mit 8,1 Prozent im Minus.
Große Ausnahmen waren Intel, Micron und Nvidia.
Micron gewann 5,6 Prozent, Nvidia 4 und Intel 3 Prozent.
Micron profitierte da von einer Kaufempfehlung durch Milius Research.
KI-Invest mit Universums, neben KI-Halbleitern, KI-Hardware und auch Hyperscaler.
Und der KI-Memory-Zyklus, der könnte bis zum Ende Ende der Dekade laufen und der Markt werde irgendwann bereit sein, höhere Bewertungen für diese ungewöhnliche Dauerhaftigkeit der Margen- und Nachfrageprofile zu zahlen, die KI eben ermöglicht.
Und ihr müsst wissen, bisher war das immer ein sehr zyklischer Sektor und das ging nie so lange wie bis zum Ende der Dekade.
Und deswegen kommt eben diese Analyse zustande.
Und als Kursziel hat Ben Reitzes 700 Dollar ausgemacht, also 33 Prozent höher als aktuell.
In Nvidia profitierte parallel von einer Kaufstudie der Bank of America.
Die Analysten sehen in Nvidia eine unterbewertete Wachstumsmaschine und ihren Top-Pick im Halbleiterbereich.
Der nächste große Wachstumstreiber für die Aktie könnte eine stärkere Konzentration auf Aktionärsrenditen sein.
Die Auguren schätzen, dass Nvidia in den Kalenderjahren 2026 und 2027 mehr als 400 Milliarden Dollar an freiem Cashflow generieren könnte.
Und dies entspricht in etwa dem kombinierten freien Cashflow von Apple und Microsoft im gleichen Zeitraum.
Mehr Geld für die Aktionäre könnte nicht nur das Vertrauen in die Dauerhaftigkeit des Wachstums signalisieren, sondern Nvidia auch für Dividendenfonds und auch für den Dividenden-Eckart attraktiver machen.
Und so, wenn man Dividendenaktie ist, dann hat man auch eine höhere Bewertung.
Ja, der Eckart zuckt schon.
Was war sonst noch wichtig?
Joby Aviation treibt seine Luft-Taxi-Pläne voran und liefert jetzt erstmals greifbare Daten dafür.
Bei Testflügen in New York ging es vom JFK Airport nach Manhattan und zwar in weniger als zehn Minuten.
Das ist eine Strecke, für die Autos sonst so normalerweise zum Teil bis zu zwei Stunden brauchen.
Die Börse reagierte positiv, die Aktie legte um mehr als sechs Prozent zu.
Mit rund 1,4 Milliarden Dollar in der Kasse steht für das Unternehmen jetzt aber erstmal der nächste wichtige Schritt an, nämlich die Zulassung durch die US-Luftfahrtbehörde FAA.
Und erst wenn diese Genehmigung da ist, dürften diese Lufttaxis überhaupt Passagiere transportieren.
Und jetzt fliegen wir über den großen Teich wieder zu uns nach Deutschland zurück und kommen zur deutschen Börse.
Und die Aktien, die konnten nachbörsig nicht von den Zahlen profitieren, die der Börsenbetreiber vorgelegt hat.
Die Zahlen zeigen nämlich, wie stark das Geschäft an die Stimmung an den Märkten gekoppelt ist.
Im ersten Quartal stieg der Umsatz um 11 Prozent auf 1,82 Milliarden Euro.
Das operative Ergebnis legte um 10 Prozent auf gut eine Milliarde Euro zu.
Der Nettogewinn wuchs ebenfalls um 11 Prozent auf 585 Millionen.
Treiber waren vor allem die hohe Volatilität.
Geopolitische Spannungen, insbesondere im Nahen Osten, sorgten für mehr Handel und eine spürbar gestiegene Nachfrage nach Absicherungsprodukten bei Aktien und Anleihen.
Auch der Energiehandel, etwa mit Strom und Gas, zog deutlich an.
Gebremst wurde das Wachstum lediglich durch das gesunkene Zinsumfeld, das die Erträge aus der Anlage von Kundengeldern auf 204 Millionen Euro gedrückt hat.
Das war vorher bei 230 Millionen Euro.
Die nächste Meldung, die gefällt mir besonders, weil ich ja auch Läufer bin.
Adidas, die gewann nämlich 1,1 Prozent und der Spitze waren sogar mehr als 2 Prozent.
Und Grund war ein Hype um die neuen Adidas-Laufschuhe.
So hat der Kenianer Sebastian Sava als erster Mensch überhaupt einen offiziellen Marathon in unter zwei Stunden absolviert.
Ich bin ja letztens 25 Kilometer unter zwei Stunden ganz knapp gelaufen.
Aber Marathon, das ist schon richtig geil.
Und das war in London, hat er den aufgestellt und zwar in einer Stunde 59 Minuten und 30 Minuten.
Und dabei trug er eben das neue Adidas Laufschuhmodell AdiZero Adios Pro Evo 3.
Und nach dem Rennen präsentierte Savet den 500 Dollar teuren Schuh, auf den er mit schwarzem Stift World Record, also die Initialien WR und Sub2 geschrieben hatte.
Und der Sieg ist für Adidas ein wichtiger Erfolg im Prestigekampf gegen den Erzrivalen Nike.
Vielleicht bin ich deswegen so langsam gerannt, weil ich nur Brux-Schuhe habe.
Das könnte sein, oder?
Vielleicht musst du da mal die 500 Euro investieren.
Ja.
Beide Konzerne haben ja wirklich sehr lange jetzt schon an diesen Superschuhen getüftelt, um eben genau diese Zwei-Stunden-Marke zu knacken.
Ein Versuch von Nike im Jahr 2017 im italienischen Monza war ja knapp gescheitert.
Zwei Jahre später blieb der Kenianer Eliup Kipchoge zwar unter zwei Stunden ebenfalls in Nike-Schuhen.
Dies geschah jedoch außerhalb offizieller Wettkämpfe und wurde deshalb auch nicht als Rekord gewertet.
Beim London-Marathon dominierten jetzt die Adidas-Athleten.
Auch der zweitplatzierte Jumif Kijelcha aus Äthiopien sowie Tikst Assefa, die ihren eigenen Weltrekord im Frauenrennen brach, trugen das neue Modell von Adidas.
Und der neue Superschuh, der wiegt nach Angaben von Adidas dank innovativer Schaumstoff- und Karbonsohlen sowie ultraleichter Komponenten durchschnittlich 97 Gramm.
Das sind den Angaben zufolge 30 Prozent weniger als das Vorgängermodell.
Und der neue Schuh soll ab Donnerstag über die Adidas App für 500 Dollar pro Paar erhältlich sein, bevor er zur Herbstmarathonsaison breiter auf den Markt kommt.
Trotz des Kursplus vom Donnerstag haben die Adidas 18 trotzdem seit Jahresbeginn gut 18 Prozent am Wert verloren.
Aber ich glaube, das ist noch besser als Nike.
Die haben irgendwie noch mehr verloren.
Und Grund dafür sind generell für Sportartikelhersteller eben hohe US-Zölle sowie die Auswirkungen des Konflikts im Nahen Osten.
Ja, mit Sport hat Nordex wirklich nichts zu tun.
Die Aktie ragte mit kräftigen Gewinnen von 5,7 Prozent aber hervor und das nach überzeugenden Erstquartalszahlen.
Der Windanlagenhersteller steigerte die Umsätze um 10,6 Prozent.
Erwartet waren laut MWB rund nur 9 Prozent.
Das EBITDA kletterte auf 330,7 Millionen Euro und damit Deutsch stärker als die erwarteten 113 Millionen.
Und Qualcomm, die legen zwar erst am morgigen Mittwoch Zahlen vor.
Der Halbjahr der Konzern rückte gestern aber schon in den Fokus.
Und Grund sind Spekulationen über eine Zusammenarbeit mit OpenAI, die durch einen X-Post von Analyst Ming-Xi Kua von TF International Securities ausgelöst wurde.
Er brachte das Gerücht in Umlauf, dass OpenAI ein Smartphone mit revolutionärem KI-Assistent auf den Markt bringen will.
Mit Unterstützung von Qualcomm, also ausgerechnet einem Lieferanten von Apple.
Noch vor Börsenstart legte die Qualcomm...
Aktie rund 13% zu, verlor im Tagesverlauf aber wieder und ging nur noch mit einem Plus von 1% aus dem Handel.
Aber Apple, die verloren 1,3% auf die Meldung.
OpenAI sorgte gestern aber auch noch für eine andere Schlagzeile.
So berichtete Reuters, dass die exklusive Zusammenarbeit zwischen dem Chat-GPT-Entwickler und Microsoft ab sofort nicht mehr ganz so exklusiv ist.
Dadurch kann OpenAI seine Technologien künftig auch an die anderen konkurrierenden Cloud-Anbieter wie Amazon Web Services und Google verkaufen.
Microsoft bleibt zwar zentraler Cloud-Partner und sichert sich den Zugang zu den Modellen bis 2032.
Microsoft verliert aber einen Teil seines Sonderstatus.
Also man ist jetzt nicht mehr exklusiv.
Börse kam das nicht gut an.
Die Aktie gab zeitweise um 1,4 Prozent nach, schloss dann aber nur noch mit einem minimalen Verlust.
Und deutlicher war der Ausschlag bei Vera Dermix.
Das amerikanische Biotech-Unternehmen sorgte mit einer möglichen neuen Standardtherapie gegen Haarausfall für Aufsehen.
48% nach oben, nachdem eine Tablette des Konzerns in einer späten Studie, also Phase 3, eine klare Wirksamkeit gezeigt hatte.
Demnach berichteten 86% der Patienten von einer Verbesserung der Haardichte.
Und das ist deutlich mehr als Placebo.
Das waren nämlich nur 35,6%.
Und gleichzeitig blieben schwerwiegende Nebenwirkungen aus.
Und sollte die FDA zustimmen, wäre es die erste zugelassene orale Behandlung seit 30 Jahren gegen Haarausfall.
Weil ich mein Haar behalten will.
wird auch eine schöne Werbung dafür.
Das war aber eine andere, glaube ich.
Ja, weil ich mein Haar behalten will.
Ja, nee, das war was anderes.
Ja, außer der Reihe veröffentlichte DAX-Konzern KIAG nennen gestern Abend noch eine kleine Umsatzwarnung.
Der Gewinn je Aktie werde die Prognose zwar treffen, der Umsatz werde aber unter Erwartungen liegen.
KIAG nennt dafür zwei explizite Gründe.
Zum einen die niedrigere Verkaufsquote von Quantiferon und die zurückhaltende Nachfrage von US-Life-Science-Kunden.
Quantiferon ist ja das Kernprodukt von KIAG.
Das sind ja so Bluttests unter anderem für Tuberkulose, die stark genutzt werden bei Immigrations- und Screening-Programmen.
aktuell aber eine nachlassende Nachfrage bei Immigrationstests.
Außerdem würden US-Life-Science-Kunden zurückhaltender bestellen.
Deshalb hat Kiergeen den Ausblick für das Gesamtjahr etwas gekürzt.
Die Aktie verlor zwischenzeitlich 5%, konnte sich dann aber wieder erholen.
Und es geht weiter mit Zahlen.
Ich mache schnell die Termine für heute.
Aus Europa kommen Novartis, SIG Group, Aliquid, BP, Barclays, Anglo-American, Telenor, Nordic, Semiconductor, Electrolux, Securitas aus Deutschland, Mutaris aus Amerika, UPS, General Motors, Coca-Cola, Kimberly-Clark, T-Mobile US, Spotify, Visa, Booking, NXP, Semiconductor, Starbucks, Mondelez und Invesco.
Und aus China BYD.
Dann gibt es Hauptversammlung bei Wells Fargo und IBM.
Und noch eine ganz spannende Geschichte.
Da haben wir ja gestern auch schon drüber gesprochen, beziehungsweise war das Thema des Tages.
Die HAPAG-Leute und das Institut für Weltwirtschaft diskutieren über die Zukunft des globalen Handels und den Lieferketten.
Donald Trump ist seit dem 20.
Januar 2025 wieder der Präsident der Vereinigten Staaten.
Und seitdem werden immer mal wieder Vorwürfe laut, dass politische Signale und Marktbewegungen auffällig eng beieinander liegen.
Recherchen von BBC und Bloomberg zeigen ein Muster.
Steigender Handelsvolumina, teils Minuten vor Posts und Interviews aus seinem Umfeld.
Nicht nur an Börsen, sondern auch auf Plattformen wie Kalschi und Polymarket.
Die Kurse reagieren, bevor die Öffentlichkeit es überhaupt kann.
Ein Beispiel.
9.
März, neun Tage nach Beginn des Kriegs mit dem Iran, erklärte Donald Trump gegenüber CBS News, der Krieg sei so gut wie vollständig beendet.
Die Aussage wurde um 15.16 Uhr Ostküstenzeit öffentlich.
Der Ölpreis fiel danach um etwa 25 Prozent.
Und laut BBC war jedoch bereits 47 Minuten vor der Veröffentlichung eine Welle von Wetten auf fallende Ölpreise platziert worden.
Die beteiligten Trader dürften durch die anschließenden Kursschwankungen Millionen von Dollar verdient haben.
Der Nobelpreisträger Paul Krugman findet dafür ungewöhnlich scharfe Worte.
Wenn Menschen mit Zugang zu sensiblen, sicherheitspolitischen Informationen diese für finanzielle Vorteile nutzen, sei das kein Graubereich, sagt er.
Dafür gäbe es ein viel klareres Wort, nämlich Verrat.
Und genau diesen, beziehungsweise vor allem das Muster dahinter, schauen wir uns jetzt mal genauer an.
Unser Kollege Jan Klaut, das ist der Kollege, der in Amerika seinen Sitz hat, hat nämlich eine Chronologie dieser Auffälligkeiten an den Prognosemärkten angefertigt.
Anfänger gehen schon viele Monate zurück.
Am 9.
April 2025, also einige Tage nach dem Liberation Day, gingen um 13 Uhr die ersten sehr großen Wetten auf einen Anstieg der Finanzmärkte ein.
Nur 18 Minuten später kündigte Donald Trump an, seine Zölle auszusetzen.
Und wir erinnern uns, das löste einen historischen Höhenflug an den Börsen aus.
Laut Daten von BBC haben einzelne Polymarket-User bis zu 20 Millionen Dollar damit verdient.
Das war auch schon am Liberation Day selbst der Fall, als mehrere hochrangige Regierungsberamte im großen Stil verkauften.
Wir erinnern uns, die damalige Justizministerin Pam Bondi gab alleine Aktien im Wert von bis zu 5 Millionen Dollar ab.
Und diese Liste lässt sich munter weiterführen.
Im Januar setzte ein Polymarket-User rund 32.000 Dollar auf die Festnahme von Nicolas Maduro und verzehnfachte seinen Einsatz.
Der User, vermutlich ein informierter Soldat, ist laut Medienberichten inzwischen festgenommen.
Und auch vor dem Beginn des Irankriegs gab es schon mehr als 150 Polymarket-Konten und hunderte von Wetten, die einen US-Angriff vorhersagten.
Komisch, komisch.
Aber ihr seht, Wettmärkte wie Polymarket und Colchie sind in den USA zuletzt wirklich stark gewachsen.
Auch im Umfeld von Donald Trump selbst.
Sein Sohn, Donald Trump Junior, ist bei Polymarket investiert, sitzt da im Aufsichtsrat und berät Colchie strategisch.
Damit rücken Plattformen ins Zentrum, auf denen politische Entwicklungen direkt in Wetten übersetzt werden.
Offiziell gibt sich das Weiße Haus restriktiv.
Insiderhandel solle unterbunden werden.
Für Regierungsmitglieder gelten klare Regeln.
Trump selbst reagierte auf die Berichte zunächst ausweichend und sprach später grundsätzlicher.
Die Welt gleich inzwischen einem Casino.
Solche Wetten gäbe es überall.
Gefallen müssen ihm das nicht.
Politisch wächst dennoch der Druck.
Die Demokraten fordern strengere Leitplanken, einzelne Bundesstaaten ziehen bereits nach und verschärfen Regeln für Amtsträger.
Und selbst aus dem republikanischen Rhein kommt da mittlerweile ein bisschen Bewegung ins Spiel.
Ja, jenseits von Zölln und Iran-Krieg wächst die Kritik an der Vermischung von Amt und Geschäft.
Im Fokus steht da auch das Kryptoprojekt WLFI, bei dem Trump als Mitgründer und Werbegesicht auftritt, wenn seine Söhne das operative Geschäft führen.
Aufmerksamkeit zieht vor allem eine Investoraufsicht Justin Sun, gegen die die US-Börsenaufsicht wegen Betrugs ermittelt hatte.
Kurz nach Trumps Rückkehr ins Amt wurde das Verfahren ausgesetzt und Sun investierte zweistellige Millionenbeträge in Trump-nahe Tokens.
Für Demokraten ist das mehr als ein Interessenskonflikt.
Senator Jeff Merkley spricht zum Beispiel von einem System, in dem sich der politische Einfluss faktisch kaufen lässt.
Der Druck verlagert sich damit zunehmend auf die Regulierung statt auf unmittelbare politische Konsequenzen.
Und was heißt das jetzt für Anleger?
Informiert sein lohnt sich, auch wenn es nicht unbedingt um Insider-Infos geht.
Und wer auf den Hype der Prognosemärkte wetten will, sollte sich mal Robinhood und Coinbase anschauen oder Anbieter wie Intercontinental Exchange, TradeWeb und die CME Group.
die die Infrastruktur bereitstellen.
Die Steuererklärung ist für viele Deutsche ein jährliches Ritual der Frustration.
Das kann sich in diesem Jahr allerdings ändern, zumindest für einige, denn zum ersten Mal kann die Steuererklärung mit nur einem einzigen Klick erledigt werden.
Das Finanzamt bereitet alles vor, die Angaben müssen dann nur noch bestätigt werden.
Und das Prinzip dahinter ist einfach.
Der Staat greift auf Daten zurück, die ohnehin vorliegen.
Von Arbeitgebern, Rentenstellen, Krankenkassen.
Der Prozess wird also wesentlich effektiver.
Doch genau hier liegt auch das Risiko.
Ja genau, die vorausgefüllte Erklärung bildet nämlich nur das ab, was automatisch gemeldet wird.
Nicht das, was individuell geltend gemacht werden kann.
Für viele wird die Einklicklösung deshalb auch nicht die optimale Lösung sein.
So oder so, die Zeit drängt.
Steuerzahler, die zur Abgabe verpflichtet sind, müssen ihre Steuererklärung bis zum 31.
Juli abgeben.
Unser Kollege Frank Stocker hat sich daher mal genauer angeschaut, was ihr über das neue Angebot und die Steuererklärung in diesem Jahr wissen müsst.
Ja, nähern wir uns mal ganz grundsätzlich.
Die Steuererklärung machen viele Deutsche ja inzwischen längst digital über Elster, das Portal der Finanzverwaltung, oder über private Programme.
Die sind oft ein bisschen intuitiver, kosten aber Geld und lohnen sich dann meistens.
Meistens erst, wenn man am Ende auch eine spürbare Erstattung bekommt.
Gleichzeitig gilt, auch Elster ist mittlerweile kein Buch mit sieben Siegeln mehr.
Zumindest, wenn man die Grundmechanik einmal verstanden hat.
Elster bzw.
MeinElsterPlus ist seit März auch die Plattform für die neue Einklicksteuererklärung.
Wichtig.
Zumindest für einen Teil der Steuerzahler.
Nutzen können das Angebot nämlich nur ledige kinderlose Arbeitnehmer sowie Rentner ohne zusätzliche Einkünfte.
Damit kommt etwa die Hälfte der bisherigen Elster-Nutzer infrage.
Rund 11 Millionen.
Perspektivisch ist geplant, sowohl Funktionen als auch Zielgruppen zu erweitern.
Das klingt ja zunächst erstmal vielversprechend.
Experten sind aber trotzdem skeptisch.
Sie sehen die App vor allem als Lösung für einfache Fälle, die kaum zusätzliche Ausgaben geltend machen können.
Heißt, wer über die gesetzlichen Pauschalen hinaus individuelle Ausgaben für Beruf, Krankheit, Handwerkerleistungen oder Spenden absetzen kann, sollte nicht auf diese App setzen.
Und die zentralen Hebel verteilen sich auf vier Bereiche.
Neben den Werbungskosten zählen dazu vor allem Sonderausgaben wie bestimmte Versicherungen und Spenden.
Hinzu kommen außergewöhnliche Belastungen.
etwa bei Krankheit oder Pflege, die allerdings erst oberhalb einer individuellen Zumutbarkeitsgrenze wirken.
Und schließlich auch noch haushaltsnahe Dienstleistungen sowie Handwerkerkosten.
Hier lässt sich ein Teil der Arbeits- und Fahrtkosten direkt von der Steuerschuld abziehen.
Vorausgesetzt, Rechnung und Überweisung liegen vor.
Entscheidend ist aber in allen vier Kategorien.
Nur was ihr auch aktiv angebt, mindert am Ende auch die Steuer.
Und dafür ist es auch wichtig, über Neuerungen informiert zu sein.
Bei Abfindung und Unterhaltszahlung.
hat sich etwas verändert.
Weil es da oft auf den Einzelfall ankommt, solltet ihr es im Fall des Falles lieber individuell abklären.
Der Staat zieht jedoch an anderer Stelle die Zügel an, nämlich bei E-Rezepten.
Wer entsprechende Ausgaben als außergewöhnliche Belastung gelten machen will, muss jetzt nämlich vollständige Nachweise liefern.
Mit dem Namen des Medikaments, mit der Art des Rezepts, mit der Höhe der Zuzahlung und vor allem mit dem Namen der steuerpflichtigen Person.
Die kulante Übergangsregel für 2024, bei der ja auch noch anonyme Quitschungen akzeptiert wurden, ist damit jetzt vorbei.
Was sich allerdings nicht ändert, nach dem Absenden der Steuererklärung beginnt die Stille.
Das Warten dauerte im Schnitt zuletzt gut 50 Tage.
Doch dieser Durchschnitt täuscht.
Je nach Finanzamt liegen Welten dazwischen.
Mit der bayerischen Zwiesel ging es mit rund vier Wochen vergleichsweise schnell.
Im brandenburgischen Karlau zog sich die Bearbeitung auf fast drei Monate.
Tja, entscheidend ist am Ende weniger das System, als die Auslastung vor Ort.
Und aussuchen können sich die Steuerpflichtigen, ihr Fehlernstamt ja leider nicht.
Dennoch gibt es Möglichkeiten, den Prozess zu beschleunigen.
Denn, wie immer gilt, wer zuerst kommt, mal zuerst.
Das war alles auf Aktien.
Wir freuen uns immer über Feedback.
Schickt uns eine Mail an AAA, also a.atwild.de oder gebt uns eine Bewertung.
Und Pascal, der hat uns eine E-Mail geschrieben und ärgert sich darüber, in letzter Zeit ganz viele Einstiegschancen nicht genutzt zu haben.
Dabei ist mir noch einmal bewusst geworden, wie groß der Einfluss der Psychologie beim Investieren ist.
Wäre es vielleicht ein interessantes Thema für eine Folge, darüber einmal mit einem Experten zu sprechen, fragt er.
Gerade Aspekte wie Timing, Emotionen und die verpassten Chancen und auch der Umgang mit dieser Unsicherheit dürften für viele Anleger spannend sein, vermute Pascal.
Und da hat er mit Sicherheit auch recht und vielleicht kommt er ja schon ganz bald etwas zu, ohne jetzt zu viel zu verraten.
Pascal hat übrigens auch noch ein BeReal mitgeschickt.
Kennst du das noch, Holger?
Das haben meine Söhne früher mal gemacht.
Irgendwann gibt es ein Signal und dann musst du innerhalb von drei Minuten sofort ein Bild machen.
Egal, ob du auf dem Klo sitzt, beim Frühstück bist oder im Bett liegst.
Nee, von einer Minute sogar nur.
Du hast nur eine Minute.
Echt?
Du hast nur eine Minute?
Mhm.
Oh, okay, okay, okay.
Du kannst aber mittlerweile auch noch nachliefern.
Also irgendwie hat sich die App so ein bisschen verändert, glaube ich.
Pascal hat aber auf jeden Fall ein Bewähl von sich mitgeschickt und er saß am Frühstückstisch und hatte eine Packung Frischkäse vor sich.
Ich würde sagen, das ganze Frischkäse-Thema hier, das nimmt noch Überhand.
Daher erzähl uns doch mal lieber, bevor wir jetzt wieder auf Philadelphia und Schummelpackungen hier eingehen, erzähl uns mal, was uns bei Defner und Schäpitz heute erwartet.
Du hast dir ja Ersatz gesucht für den Defner, richtig?
Genau, der Defner ist irgendwie in Venedig mit Gondel gesichtet worden.
Also er macht da Urlaub anscheinend.
Und dafür habe ich mir meinen Kumpel Pip Klöckner geholt.
Und wir haben wirklich zwei Stunden über alle Themen von KI, über Reform bis zu Lebensläufen und Lebensbrüchen und Lebens...
Mottos, Motti, Mottos, ich weiß es nicht, gesprochen.
Auf jeden Fall ist es eine muntere Folge geworden und die zwei Stunden vergehen sicherlich auch bei Behörden im Flug, zumindest beim Aufnehmen war es so.
Und das wollt ihr natürlich nicht verpassen, genauso wie unsere hoffentlich nie zwei Stunden hier morgen.
Und deshalb heißt es, abonniert uns, sprecht über uns und empfehlt uns euren Freunden.
Wir hören uns dann morgen wieder, ab 5 Uhr bei Welt und überall, wo es Podcasts gibt.
