# Market Shifts: AI Compute, Intel Turnaround, and Emerging Markets

**Podcast:** OHNE AKTIEN WIRD SCHWER - Tägliche Börsen-News
**Published:** 2026-04-27

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Risikohinweis.
Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und sind zum einen ohne Gewehr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente.
Es handelt sich hier nicht um Anlageberatung.
Ihr entscheidet selber, was ihr macht.
Heute ist Montag, der 27.
April.
Mein Name ist Noah Leidinger und das ist ohne Aktien wird schwer.
Sponsor dieses Podcasts ist natürlich Scalable Capital.
Und die haben durch ihre Vollbank-Lizenz noch bessere Konditionen für euch.
Zum Beispiel gibt es im Tagesgeldkonto gerade 2,5% Zinsen auf ein unbegrenztes Guthaben und im Prime Plus Broker sogar mit mehreren Partnerbanken.
Und das hat den Vorteil, dass bei jeder der Partnerbanken die Einlagensicherung greift.
Wir starten die Woche mit dem krassen Intel-Investment von Trump, der Frage, wieso der brasilianische Aktienmarkt so gut performt.
Aber davor erstmal natürlich die wichtigsten News der letzten Woche.
Eigentlich habe ich gehofft, dass ich hier heute ein paar gute News zu den neuen Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran teilen kann.
Aber am Samstag wurde das Ganze gecancelt und die Delegation der USA ist zum Beispiel erst gar nicht losgeflogen.
Weil das Ganze am Wochenende passiert ist, haben die Börsen darauf noch nicht reagiert.
Wenn man auf die Kryptomärkte schaut, war die Reaktion aber relativ entspannt.
Und schnell entspannt hat sich zum Glück auch in den USA die Lage im Washington-Hilton Hotel.
Beim Correspondence-Dinner wurde Trump nämlich auf einmal vor einer Bühne eskortiert und der Secret Service hat den Saal gestürmt, weil ein Hotelgast versucht hat, einen Anschlag zu verüben.
bewaffnet mit einer Pistole, einer Shotgun und mehreren Messern.
Die politische Lage in den USA und rund um den Iran bleibt also angespannt.
Trotzdem gibt es Signale, die darauf hindeuten, dass die Börse aktuell mit keiner Eskalation mehr rechnet.
Zum Beispiel die Rüstungsaktien.
Und zwar haben Northrop Grumman und Lockheed Martin, also zwei der größten Rüstungskonzerne in den USA, am Freitag den neunten Börsentag in Folge mit einem Minus beendet und sind in der Zeit insgesamt um die 20 Prozent gefallen.
Gleichzeitig haben auch Rüstungsaktien in Deutschland am Freitag verloren, also Rheinmetall und Henzold zum Beispiel.
Fairerweise muss man sagen, dass in den USA neben den Friedenshoffnungen da noch ein anderer Faktor mitgespielt hat.
Und zwar hat Trump letzten Mittwoch den Chef der Navy gefeuert, obwohl er mit dem eigentlich eine recht enge Beziehung hatte.
Und ein Hauptgrund dafür war wohl, dass der Ausbau der amerikanischen Schiffsflotte aus Sicht von Trump deutlich zu langsam vorangegangen ist.
Jetzt könnte man sagen, dass ein schnellerer Ausbau eigentlich gute Nachrichten für Rüstungsfirmen wäre, aber...
Gleichzeitig sind diese großen Rüstungsfirmen in den USA auch dafür bekannt, dass sie eben selber oft Budgets und vor allem Zeiträume überziehen.
Und da gibt es jetzt natürlich noch mehr Sorge vor Trumps mögliche Reaktionen auf solche Überziehungen.
Aber nochmal kurz zurück zum Iran-Thema.
Die Kollegen bei Procter & Gamble meinten nämlich, dass der Ölpreis auf dem aktuellen Niveau den Gewinn nach Steuern um circa eine Milliarde drücken würde im Jahr.
Das ist für eine Firma mit 16 Milliarden Dollar Nachsteuergewinn jetzt nicht dramatisch.
aber schon auf jeden Fall deutlich spürbar.
Die gute Nachricht, die Aktie von Procter & Gamble hat am Freitag trotzdem um die 3% zugelegt, weil die Zahlen, abgesehen vom Ölpreis, sehr solide waren.
Vor allem ist das erste Mal seit einem Jahr das Volumen an verkauften Produkten gestiegen, um immerhin 2%.
Und das ist ja für die Börse immer extrem wichtig.
Weil wenn eine Firma über Volumen wächst, ist es deutlich nachhaltiger, als wenn sie nur über Preise wächst.
Bei Procter & Gamble war außerdem spannend, dass sie im Analystencall sehr konkret über Marketing gesprochen haben.
Sie meinten zum Beispiel, dass sie in Deutschland mit Panthen sehr viel mehr mit Influencer-Werbung machen und dadurch haben sie ihre Reichweite verdreifacht, obwohl sie gleichzeitig die Marketingbudgets um 20% gesenkt haben.
Nicht weiterhelfen dürften solche neuen Werbemaßnahmen leider den Kollegen von Jungheinrich, obwohl sie es brauchen würden.
Die Aktie vom Stapler- und Logistikkonzern hat am Freitag nämlich 15% verloren, weil sich der operative Gewinn letztes Quartal einfach mal halbiert hat.
Grund war zum Beispiel ein Streik in Lüneburg, wo das Werk geschlossen werden soll.
Und außerdem ist das große langfristige Problem, dass es einfach extrem viel Wettbewerb aus China gibt.
Und es gibt auch interne Konflikte bei der Eigentümerfamilie.
Übrigens hat die Aktie nicht nur am Freitag verloren, sondern ist seit Beginn des Jahres schon 30% im Minus.
Bessere Nachrichten gab es am Freitag, zumindest aus europäischer Sicht, im Abnehm-Pillenmarkt.
Bei den Abnehm-Spritzen wurde Novo Nordisk in den letzten Jahren ja mehr und mehr von Ila Lilly abgehängt.
Bei den neuen Abnehm-Pillen hatte Novo aber als erstes die Zulassung und kann den Vorsprung scheinbar auch halten.
Und zwar hatte die Ila Lilly-Pille, die jetzt auch zugelassen wurde, in ihrer zweiten Woche 3.700 Verschreibungen.
Das klingt gar nicht so wenig, aber Novo hatte in der zweiten Woche 18.000.
Nachdem diese Daten rausgekommen sind, hat Lilly um die 4% verloren.
Und die Aktie von Novo hat um die 7% zugelegt.
Noch deutlich mehr als 7% gab es beim Atomkraft-Startup X-Energy.
Die sind am Freitag an die Börse.
Die Aktie ist direkt um die 30% gestiegen und X-Energy kam danach auf 10 Milliarden Dollar Börsenwert.
Und das, obwohl sie gerade mal 90 Millionen Dollar Umsatz und ziemlich hohe Verluste machen.
Aber die Hoffnung ist eben, dass X-Energy Anfang der 2030er kleine Atomkraftwerke ausliefern wird.
Große Verträge davon gibt es zum Beispiel schon mit Amazon, die auch Investor sind.
Aber ob das aufgeht, ist natürlich eine ziemliche Zukunftswette.
Noch mehr als Nix Energy hat Amazon jedenfalls ja vor kurzem in Anthropic investiert.
Das waren um die 25 Milliarden Dollar.
Und da ist jetzt am Freitag auch Alphabet nachgezogen.
Die investieren 10 Milliarden Dollar sofort in Anthropic und 30 Milliarden in den kommenden Jahren.
Und viel wichtiger als das Geld wird für Anthropic sein, dass sie noch mehr Zugang zur Rechenleistung von Alphabet kriegen, was ja gerade für alle KI-Firmen ein ziemlicher Engpass ist, vor allem für Anthropic.
Von diesen gigantischen Summen in den USA noch weit entfernt sind wir leider in Europa.
Aber da gab es auch eine Meldung, die zumindest ein bisschen Optimismus bringt.
Und zwar wird Aleph Alpha vom kanadischen KI-Entwickler Cohere übernommen und die Schwarzgruppe beteiligt sich dann an der gemeinsamen Firma mit einer halben Milliarde.
Das sind zwar wie gesagt alles Peanuts im Vergleich zu den US-Deals, aber trotzdem gute Nachrichten.
Vor allem, weil Aleph Alpha in letzter Zeit ja wirklich Riesenprobleme hatte.
Und so scheint jetzt zumindest sicher, dass es da ein bisschen weiter geht.
Und bevor ich jetzt gleich auf das Tech-Thema vom Freitag eingehe, nämlich den Crazy-Kursanstieg bei Intel, noch drei Meldungen im Schnelldurchlauf.
Erstens hat die Aktie von Canon 10% verloren, weil die wegen dem Speicherchip-Mangel dieses Jahr 300 Millionen Dollar mehr für Speicher ausgeben müssen, als eigentlich gedacht.
Dann hat Reuters die IPO-Dokumente von SpaceX gesehen und hat berichtet, dass SpaceX 90% von seinem Marktpotenzial nicht im Weltraum sieht, sondern im KI-Bereich.
Und Meta und Amazon haben am Freitag einen Deal gemacht, dass Meta über mehrere Jahre für mehrere Milliarden CPUs von Amazon nutzen wird.
Das zeigt erstens mal wieder, wie stark die Chips von Amazon sind und zweitens, wie nachgefragt CPUs auf einmal sind und damit jetzt endlich zu Intel.
Als Trump im August 2025 9 Milliarden Dollar in Intel investiert hat an Steuergeldern, war die Firma noch komplett in der Krise.
Becker E-Chips haben sie den Anschluss an AMD und Nvidia verloren.
Im Auftragsproduktionsbereich hatten sie extrem hohe Ausfälle und dazu noch die wirklich extrem starke Konkurrenz durch TSMC.
Also es war alles ein bisschen aussichtslos.
Heute, nicht mal ein Jahr später, ist der Anteil von der US-Regierung 36 Milliarden Dollar wert.
Trump hatte also fast 30 Milliarden Gewinn gemacht.
Und die Intel-Aktie hat alleine am Freitag nach den neuen Zahlen...
24% zugelegt.
Das war der stärkste Kursanstieg seit 1987.
Letzte Folge habe ich ja schon kurz den Hintergrund davon erzählt.
Intel hat die Erwartungen der Analysten beim Umsatz und beim Gewinn einfach massiv übertroffen, weil die Nachfolge nach CPUs durch die Decke geht und im Gegensatz zu GPUs, die bisher wichtig waren für KI, hat Intel bei CPUs immer noch eine ganz okaye Marktposition.
Und unter der Oberfläche gab es dann bei den Quartalszahlen und beim Analystencall noch paar spannende Punkte, die ich euch nicht vorenthalten wollte.
Zum einen ist es ja so, dass hohe Nachfrage super ist.
Das Problem von Intel in der Auftragsproduktion war aber lange, dass die Yield so schlecht war.
Also einfach gesagt, viele Fehler in der Produktion passieren und man Chips wegwerfen muss, was wahnsinnig teuer ist.
Da ist es erstens so, dass Intel sich schneller verbessert als gedacht.
Sie meinten, dass sie die internen Yield-Ziele für das Gesamtjahr schon Mitte des Jahres erreichen werden.
Zweitens, und das fand ich noch spannender, hat der Analyst Ben Bejeran die Info vom Intel-Team gekriegt.
dass sie teilweise Chips, die sie früher weggeworfen oder für einfachere Anwendungen benutzt hätten, jetzt ganz normal an die Kunden weiterverkaufen können, weil die sagen, sie wollen alles, was sie kriegen können.
Und das zeigt sehr gut, dass sich das Game in der Auftragsfertigung ziemlich geändert hat, weil vor zwei Jahren musste man sich noch die Frage stellen, ob es Intel irgendwie schafft, qualitativ an TSMC ranzukommen, was wirklich ultraschwer ist.
Jetzt reicht es aber eigentlich, wenn sie solide liefern können, weil TSMC wegen der hohen Nachfrage sowieso nicht alle Kunden bedienen kann.
Und dass die Nachfrage der Haupttreiber für die starken Zahlen bei Intel ist, erklärt dann auch, wieso am Freitag alle anderen Chipaktien gestiegen sind.
Die profitieren ja alle von der hohen Nachfrage.
Nvidia hat zum Beispiel auch ein neues Altidore erreicht und ist jetzt wieder über 5000 Milliarden Dollar wert.
Intel selbst ist übrigens um die 420 Milliarden Dollar wert und damit das 80-fache vom erwarteten Gewinn ist natürlich oder wirkt natürlich erstmal sehr teuer.
Andererseits muss man zum Beispiel sagen, dass Intel gerade eine Bruttomage von 40% hat.
TSMC und AMD sind beide eher bei 60%.
Dass sie da hinkommen zu den 60% ist sicher ein weiter Weg.
Analysten rechnen zum Beispiel erst ab 2030 mit über 50%.
Wenn Intel aber auf das Margenniveau von der Konkurrenz kommt, dann kommen sie alleine dadurch auf 50% Gewinnwachstum.
Und dann muss man eben noch ans Umsatzwachstum glauben, wie so oft ist das dann eine Wette darauf, wie lang diese extrem hohe Chipnachfrage anhält.
Ich habe ja vorher erzählt, wie Procter & Gamble unter den hohen Ölpreisen leidet.
Es gibt aber natürlich auch Profiteure davon und Christoph hat sich mal angeschaut, wo es da besonders viele gibt.
Fangen wir in Lateinamerika an.
In der Region laufen die Börsen gerade deutlich besser als in Europa oder den USA.
Der MSCI, Latin America, hat seit Jahresbeginn über 20 Prozent gewonnen.
Eurostocks und S&P 500 haben sich kaum bewegt.
Das hat einen einfachen Grund.
Die meisten großen Volkswirtschaften in Lateinamerika verkaufen mehr Öl und Gas ins Ausland, als sie selbst einkaufen müssen.
Die verdienen also, wenn der Ölpreis steigt.
Die Ölproduktion hat sich in den letzten Jahren auf 4 Millionen Barrel pro Tag hochgeschraubt.
Der Großteil davon geht übrigens nach China, was auch bedeutet, läuft die chinesische Wirtschaft schlecht, spürt Brasilien das direkt.
Aber zurück zur aktuellen Situation.
Ein Großkonzern, der davon profitiert, ist Petrobras.
Der staatliche brasilianische Ölkonzern hat zuletzt seinen Kerosinpreis um 55 Prozent angehoben.
Interessant ist aber, was Petrobras bei normalem Benzin und Diesel gemacht hat, nämlich gar nichts.
Die Inlandspreise hat der Konzern trotz steigendem Ölpreis eingefroren.
Ein Aufsichtsratsmitglied hat jetzt gewarnt, Petrobras habe deshalb seit Beginn des Irankriegs zwei bis drei Milliarden Dollar liegen gelassen.
Die Strategie von Petrobras ist dabei politisch.
Präsident Lula will nämlich günstige Spritpreise für seine Wähler, gerade weil dieses Jahr wieder Wahlen anstehen.
Erst seit kurzem ist wohl auch deshalb ein Mann aus dem Finanzministerium Aufsichtsratsvorsitzender von Petrobras.
Er muss jetzt vermitteln, denn auf der einen Seite sind die Investoren über die Lücke zwischen dem, was Petrobras im Inland verlangt und dem Weltmarktpreis verärgert.
Trotzdem hat die Aktie in diesem Jahr schon mehr als 60 Prozent zugelegt.
Die politische Dimension ist auch der Grund dafür, dass es trotz der Rallye noch 6 Prozent Dividendenrendite dazu gibt.
Auf der anderen Seite muss Lula aber seine Wähler im Kopf haben.
Er will eine vierte Amtszeit, er ist aber schon 80 Jahre alt und er liegt in Stichwahlumfragen das erste Mal hinter dem Herausforderer Flavio Bolsonaro.
Das ist der älteste Sohn vom inhaftierten Ex-Präsidenten Brasiliens.
Ob er Petrobras dann die Preise freigeben lässt, ist aber nicht klar, denn er will laut Medienaussagen Petrobras auch unter staatlicher Kontrolle halten.
Es gibt übrigens auch einen Kandidaten im Wahlkampf, der deutlich mehr privatisieren will.
Seine Chancen stehen aber nicht so gut.
Neben Wahlen könnte für Brasilien auch das EU-Mercosur-Freihandelsabkommen relevant werden.
Fast alle Zölle zwischen Europa und Südamerika sollen da schrittweise wegfallen.
Über 1500 deutsche Unternehmen sind schon in Brasilien aktiv und brasilianische Maschinen sind im Schnitt 14 Jahre alt.
Der Modernisierungsbedarf ist also riesig und deutsche Firmen dürften auf Aufträge hoffen, wobei ein Leitzins von fast 15 Prozent Kreditegrad sehr teuer macht.
Im März gab es aber die erste leichte Leitzinssenkung seit langem.
Spannende Entwicklungen also in Brasilien.
Wer die Story im Depot haben will, könnte das mit dem iShares MSCI Brasil abdecken.
Wichtig zu wissen, das ist ein ETF und der ist sehr stark konzentriert.
Petrobras und der Bergbaukonzern Vale allein machen da einen Großteil aus.
Damit ist der ETF eher eine Rohstoff- und Energiewette als ein breites Brasilien-Investment.
Wer kein Rohstoff-Exposure will, kann sich Itaú Unibanco ansehen.
Das ist die größte Privatbank Brasiliens.
Das KGV liegt bei 10, die Dividendenrendite bei 7 Prozent.
Die Bank profitiert vom Wirtschaftswachstum und vom hohen Zinsniveau.
Und hier ist Brasilien ein Land, das wirklich mit Technologie und mit gutem Vorbild vorangeht.
Und auch deswegen war dieser Besuch für uns so interessant.
auch augenöffnend an der einen oder anderen Stelle, gerade was dieses Thema der Treibstoffe, der Kraftstoffe betrifft.
Das war ohne Aktien wird schwer, produziert von Potsdas bei OMR.
Wir hören uns morgen wieder.
Euch einen guten Start in die Woche.
Adios.
