# Market Shifts: Intel's Historic Rally, SAP's Cloud Beat, and China's EV Dominance

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-04-24

## Transcript

Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über neue Hoffnungen bei SAP, Intels historisches Comeback und schlechte Zeiten vor Porscheana.
Im Thema des Tages analysieren wir das neue Machtbarometer der globalen Autoindustrie und der EEE-ED stellen wir euch den wahren Schwellenländer-ETF vor.
Alles auf Aktien, der tägliche Börsenshot.
Es begrüßen euch Holger Zschäpitz und Nando Sommerfeld aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
Blick auf die Märkte.
Heute ist Freitag, der 24.
April und wir wünschen euch einen geschmeidigen Start in den Tag und später dann auch ins Wochenende.
An den Börsen, da ging es gestern eher C zu, also gar nicht so geschmeidig, zumindest mit Blick auf die Indizes.
Der S&P 500, der verlor 0,4%, der Nasdaq 100 auch 0,6% und unser DAX, eine leichte Minus 0,2% auf 24.155 Punkte.
Ja, in Übersee wurden 17,5 Milliarden Aktien gehandelt, das lag deutlich unter dem Jahresschnitt, der liegt so bei 19,4 Milliarden.
Panikabverkauf, davon kann keine Rede sein.
Es war halt zäh, wie du so schön gesagt hast.
Und es war einmal mehr die Geopolitik, die für diese zähe Stimmung sorgte.
Am Nachmittag kam eine Axios-Meldung.
Der Iran hätte in dieser Woche weitere Seeminen in der Straße von Hormuz verlegt.
Und darauf sprangen die Ölpreise kräftig in die Höhe.
WTI bei 96 Dollar brennt 106 Dollar.
Und das erklärt eben die defensivere zähe Stimmung.
Und ihr wisst ja, jede Eskalation in der Meerenge ist ein Inflations- und auch ein Wachstumsrisiko.
Und selbst Donald Trump, der noch am Abend versucht hat, zu sagen, nee, nee, wir machen hier richtig gute Friedensgespräche, das half nichts, der Ölpreis blieb einfach hoch.
Ja, aber wir schauen mal unter die Indexoberfläche und da gab es durchaus ziemlich heftige und historische Bewegungen.
Erstmal die Halbleiter.
Da ging es kräftig rauf.
Software hingegen kräftig runter.
ServiceNow verloren nach schwächeren Zahlen 17%.
IBM verlor 8%.
Wir hatten gestern bereits darüber berichtet.
Die kam ja da schon nach Börsenschluss.
Ja, nachbörslich sorgte dann gestern SAP dann aber doch noch für eine...
Positive Überraschung, die Zahlen zum ersten Quartal haben die Erwartungen leicht bis ordentlich übertroffen, besonders wichtig das Cloud-Geschäft, das wächst weiter stark und der Cloud-Auftragsbestand ist besser als gedacht und der operative Gewinner lag auch klar über den Schätzungen.
Vielleicht mal im Einzelnen die Zahlen.
Der Umsatz lag mit 9,56 Milliarden leicht über den erwarteten 9,53 Milliarden.
Das Cloud-Wachstum und das war halt entscheidend.
Das lag währungsbereinigt 27 Prozent im Plus.
Man hatte dann nur mit 25,4 gerechnet.
Und was auch wichtig war, der Cloud.
Backlog, also die Auftragseingänge, die waren mit 21,9 Milliarden deutlich stärker als erwartet.
Der Gewinn, die Aktie, übertraf mit 1,72 Euro die erwarteten 1,64.
Aber, und jetzt kommt so ein kleines Aber, der Free Cashflow, der lag leicht unter Erwartung und der Ausblick.
Der wurde nicht angehoben.
Also es war zwar Beat, also die Zahlen übertroffen, aber nicht Race, sondern Beat and Reiterated, so heißt es im Jargon.
Und das ist eigentlich schlecht, aber da so viel Negatives in dieser Aktie schon eingepreist war, hat sie dann nachbörsig 6% zugelegt.
Ja und warum war so viel Negatives drin?
Andere Unternehmen hatten halt Sorgen ausgelöst, dass KI bestehende Softwareanbieter unter Druck setzt, Unternehmen Verträge langsam unterschreiben und das Wachstum in diesem Jahr schwächer wird.
Der SAP konnte das für das eigene Unternehmen halt jetzt widerlegen, vor allem der Auftragseingang gefiel den Experten und Tenor war.
Der Bericht war nicht sensationell, aber genau stark genug, um die größten Sorgen zu zerstreuen.
Zugegeben, man muss auch sagen, im regulären Handel hat der SAP auch schon 6% verloren.
Also unter dem Strich war es da nichts.
Aber Halbleiter, das waren wir die großen Stars.
Der Philadelphia Semiconductor Index, der Sox, der gewann 1,7 Prozent und schloss am Donnerstag zum 17.
Mal in Folge Plus.
Und das war die längste Gewinnserie aller Zeiten.
Und während dieser 17-Tage-Plus-Gewinnserie hat dieser Index mit 30 Chipwerten 2,4 Billionen Dollar.
an Wert gewonnen.
Das ist ungefähr der ganze DAX.
Und das hat er mal einfach so in 17 Tagen gemacht.
Und es waren vor allem so alte Chipkonzerne, die kräftig zulegen konnten.
Texas Instruments, viele haben vielleicht noch einen Taschenrechner von denen, ich habe von denen noch einen Taschenrechner.
Die gewannen 19,4 Prozent.
Das war der stärkste Tagesanstieg seit dem Jahr 2000.
Und über die Zahlen von Texas Instruments hatten wir gestern schon gesprochen.
Ich hatte auch einen Taschenrechner von denen, tatsächlich.
Siehste?
So ein blaues Ding, das ist aber wirklich aus den 90er Jahren.
Wir reden über die 90er Jahre.
Texas Instruments.
Stimmt, die alten Evergreens.
Und da sind wir auch schon beim Thema, nämlich 19,4 Prozent.
Das ist schon sehr viel, aber die Intel-Aktie, die gewann gestern nachbörslich fast 20 Prozent, noch ein Hauch mehr.
Und hat mit 80 Dollar ein neues Allzeithoch markiert.
Und das ist insofern bemerkenswert, als dass das alte Allzeithoch bei 75,81 Dollar lag.
Und das datiert, Obacht, 28.
August 2000.
Und das ist, wir sind immer schnell mit dem Wort historisch.
Das ist tatsächlich historisch.
Also wie gesagt, die Alten sind zurück.
Der Chip-Hersteller hat mit seinen Zahlen die Markterwartung pulverisiert und dazu noch eine Blockbuster-Prognose aufgestellt.
Während Analysten vorsichtig waren, signalisiert das Unternehmen, dass es den Anschluss an den KI-Boom einfach jetzt geschafft hat.
Der Umsatz lag mit 13,6 Milliarden über den erwarteten 12,3.
Und der Gewinn je Aktie betrug 29 Cent und die Markteinwartung, die lag bei einem Cent.
Und die operative Marge, die lag jetzt bei 12,3 Prozent.
Und Analysten hatten mit minus 3,1 Prozent gerechnet.
Und das alles zeigt, dass das Unternehmen seine Kosten viel besser im Griff hat und die Fabriken effizienter ausgelastet sind als gedacht.
Da erinnere ich mich wieder an diese Musik.
Bing, ding, ding, ding, ding.
Intel Inside, das war diese Werbung, die damals immer...
Und wenn man mal schaut auf die Zahlen, alle drei Sparten, die haben ja drei Sparten, jetzt nämlich KI, Datacenter, PCs und Foundry, schnitten besser ab als erwartet.
Und auch der Ausblick, der war überzeugend.
Für das zweite Quartal lag der Mittelwert der Umsatzproduktion bei 14,3 Milliarden.
Da waren nur 13 Milliarden erwartet worden.
Und auch der erwartete Gewinn von 20 Cent pro Aktie liegt doppelt so hoch wie die Schätzung der Analysten, die nämlich nur bei 9 Cent.
Neuen Daten zeigen halt, dass der Turnaround unter der Führung von Libbutan volle Fahrt aufgenommen hat und der Wandel von einem Unternehmen, um dessen Überleben man noch bangen musste, hin zu einem wirklich hochprofitablen KI-Akteur mit Rekordkursen, scheint irgendwie in vollem Gange zu sein.
Ja, das ist echt noch gar nicht lange her, als wir wirklich über das Überleben von Intel gesprochen haben.
Jetzt sind die 400 Milliarden an der Börse wieder fast wert.
Verrückt, verrückt, verrückt.
Einer der Treiber ist die Nachfrage nach klassischen Prozessoren, also den CPUs und die werden halt immer mehr Rechenzentren benötigt und für Hörer, die die Osterfolgen mit Vasili Papas gehört haben, für die ist das nichts Neues.
Vasili hatte uns ja genau von diesem Trend berichtet.
Mit dem Aufstieg agentischer KI wird der Bedarf an klassischen Prozessoren in Unternehmens- und Cloud-Rechenzentren halt deutlich steigen, sodass das Verhältnis von Prozessoren zu Grafikchips klar zugunsten ist.
sich zugunsten der CPU verschiebt.
Das war seine These damals, von heute etwa 1 zu 2 auf künftig bis zu 5 zu 1.
Und Vasilis Topic, das war nicht Intel, sondern Arm-Holdings, hat aber auch ganz gut funktioniert.
Seit Vasilis im Podcast hat die Aktie, also die Arm-Aktie, 45% gemacht.
Gestern legte Arm im klassischen Handel 4% zu und nachbörslich dann auch nochmal 6%.
Und eine Aktie hat nicht so gut performt, das war nämlich Nvidia, die notierten gestern einen Minus.
Und wenn man schaut, im April hat die Aktie 18 Prozentpunkte hinter dem Halbleiterindex Sox zurückgeblieben.
Nvidia hat nämlich nur 15 Prozent gewartet, was heißt nur, der Sox aber 33 Prozent.
Und das war die drittgrößte monatliche Underperformance seit mehr als 20 Jahren.
Da muss man auf jeden Fall einen Blick drauf haben auf Nvidia.
Eine andere Erfolgsgeschichte, die geht dagegen weiter, nämlich die von Siemens Energy.
Die Zahlen, die nach Börsenschuss veröffentlicht wurden, die waren wieder exzellent.
So exzellent, dass die Aktien im Parkethandel nochmals...
5% gewann.
Und nach der positiven Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr und der starken Marktnachfrage ist man für das Gesamtjahr noch einmal deutlich optimistischer für Umsatz und Gewinn, sodass die Prognosen angehoben wurden.
Nettogewinn soll jetzt bei 4 Milliarden Euro liegen.
Soll ich dir was sagen?
Sogar Siemens Gamesa läuft wieder.
Nicht nur die alten Gasturbinen.
Also da läuft alles.
Ich meine, das war ja das große letzte Problemkind lange Zeit.
So kommen wir von der Boom zur Doom Branche.
Die Krise bei Porsche hat nun auch Folgen für die Mitarbeiter.
Erstmals seit Jahren erhalten die nämlich keine Prämie mehr.
Die haben ja immer so eine Erfolgsbeteiligung bekommen.
Für 2023 hatte die Unternehmensführung und Betriebsrat hatten sich noch auf eine Prämie von knapp 10.000 Euro.
geeignet.
Ein Jahr später lag sie dann noch bei 5000 Euro und nun gibt es gar nichts mehr.
Kein Wunder, der Gewinn, der ist ja auch um über 90 Prozent auf fast nichts mehr eingebrochen, wobei man sagen muss, also bei Mercedes, BMW und ich glaube auch, bei Volkswagen glaube ich auch, da gibt es noch Prämien.
Nicht mehr besonders hoch, aber da gibt es noch was.
Ansonsten noch ein...
Kurzer Schnelldurchlauf, was es noch gab.
Blackstone-Aktie hat fast 6% verloren.
Die Zahlen waren zwar super, aber die Angst vor einer Private Credit Eskalation konnte man den Investitionen dann doch nicht nehmen.
Auch das Papier von Lockheed Martin verlor fast 5%.
Hier wurden schlichtweg die Erwartungen des Marktes nicht erreicht und durchweg gute Ergebnisse verkündet American Express.
Doch was dem Personal nicht gefiel, war, dass die Risikovorsorge für mögliche Kreditausfälle stieg und so verlor die Aktie 4%.
4 Prozent.
Ja, zwei Firmen machten noch mit Jobkürzungen, also Jobcuts tatsächlich aufmerksam.
Nike, da will man 1400 Jobs, weitere Jobs abbauen.
Die Aktie gewann dann leicht.
Ja und Meta hat jetzt offiziell bekannt gegeben, 1000 Mitarbeiter glaube ich.
10.000.
10.000 Mitarbeiter, oh Gott, oh Gott.
Ja, ziemlich viel tatsächlich vor die Tür zu setzen.
6000 offene Stellen sollen nicht besetzt werden und die Aktie verlor 2,3%.
Das hatte man ja schon kolportiert, jetzt haben sie es halt offiziell bestätigt.
Ich mal Termine.
Ich glaube, ich habe die ganze Woche keine Termine gemacht.
Viel ist auch nicht mehr übrig, ehrlich gesagt.
Wir haben den IFO-Geschäftsklima-Index.
Dann haben wir noch ganz spannende Hauptversammlungen bei Bayer, bei Merck, also bei der Deutschen Merck und bei L'Oreal.
Und wir haben noch ein paar Quartalzahlen, Cynion Nagel, Electrolux, Volvo, EMI und in Amerika Procter & Gamble.
Das Thema des Tages.
Heute geht es so richtig los.
Ab heute schaut die Autowelt dann tatsächlich nach Peking, denn dort beginnt die China Auto Show.
Und ja, wir stimmen euch schon mal ein, denn die Messe ist der wichtigste Seismograph der Branche.
Sie ist eine Art Machtbarometer der globalen Autoindustrie.
Und was uns vor allem interessiert, ein Stresstest für die deutschen Hersteller und gleichzeitig die große Bühne für Chinas neues automobiles Selbstbewusstsein.
Früher war so eine Messe ja vor allem ein Schaulaufen für neue Modelle und glänzende Karossen.
Lesen Analysten und Marktstrategen daraus viel mehr heraus.
Wer ist bei Software vorn?
Wer kann Elektroautos schnell und günstig entwickeln?
Wer versteht den chinesischen Kunden und wer eben nicht?
Die China Auto Show ist damit eher ein Echtzeitindex für Wettbewerbsfähigkeit als bloß eine Produktshow.
Und die Zahlen, die sind gewaltig.
181 neue Modelle und 71 Konzeptfahrzeuge werden gezeigt.
Ich glaube, 1400 Fahrzeuge sind überhaupt insgesamt ausgestellt.
Also muss auch eine ziemlich große Fläche sein dort in Peking.
Und wie gesagt, für die deutschen Hersteller ist das wirklich eine hochsensible Bühne, denn China ist zwar nach wie vor ein Schlüsselmarkt, aber gleichzeitig auch der Ort, an dem ihre Schwächen am sichtbarsten werden.
Der gemeinsame Marktanteil von Volkswagen, Audi, BMW, Mercedes und Porsche bei Batterie.
elektrischen Fahrzeugen in China ist im ersten Quartal dieses Jahres auf nur noch 1,6 Prozent gefallen.
Das ist wirklich fast nichts mehr.
Das ist ein historischer Tiefstand.
Zusammen kamen die fünf Hersteller nur noch auf 19.200 Neuzulassungen.
Das sind 55 Prozent weniger als im Vorjahr.
Das passt.
Leider ganz gut ins Bild.
Früher kamen die Deutschen nach China, um Stärke zu demonstrieren.
Heute reisen sie dorthin, um Anschluss zu halten, vor allem Elektrosegment.
Denn Volkswagen etwa verlor im ersten Quartal in China mehr als 72 Prozent seines E-Absatzes BMW fast 65, Mercedes knapp 14.
Und das ist eben nicht nur ein zyklischer Hänger, sondern Ausdruck eines brutaleren Verdrängungswettbewerbs.
Wobei zur Wahrheit gehört auch, der chinesische Markt ist gerade für fast alle sehr schwierig.
Nach dem Auslaufen von Steuervorteilen und Kaufanreizen ist der gesamte Elektroautomarkt im ersten Quartal um knapp 20% eingebrochen auf rund 1,17 Millionen Fahrzeuge.
Also ja, nicht nur die Deutschen leiden, auch BYD, Geely und Co.
spüren die schwächere Nachfrage.
Aber, und da kommt der entscheidende Unterschied, die Chinesen verlieren aus einer Position der technologischen Stärke die Deutschen eher aus einer Position der strategischen Unsicherheit.
Denn in der Elektrowelt zählen nicht mehr nur klassische Ingenieur-Tugenden, sondern vor allem Software, Batterie, Bedienoberflächen, Sprachsteuerung, Konnektivität und die Fähigkeit, Innovationen in atemberaubendem Tempo auf die Straße zu bringen.
Und genau da haben die Anbieter wie BYD, Geely oder NIO in China einen Heimvorteil, technologisch.
Als auch kulturell.
Ganz wichtig ist in China auch der Kampf um den besten Preis.
Also darum, wer mehr Auto fürs Geld liefert.
Und das lässt sich an einem aktuellen Modell perfekt als Beispiel festmachen.
Dem Seeker 8X aus dem Geely-Konzern.
Das ist ein großer SUV für umgerechnet rund 53.000 Dollar.
Der ist offensiv positioniert gegen...
den Porsche Cayenne und den BMW X5M, die halten vielfaches Kosten.
Ich meine, die kosten teilweise wirklich zwei-, drei-, viermal so viel.
Und in China lautet die Botschaft halt inzwischen, Premium muss nicht deutsch sein.
Premium ist, was technologisch überzeugt gut aussieht, digital funktioniert und bezahlbar bleibt.
Das war halt echt mal anders.
Und dazu...
kommt auch noch ein Image-Problem.
Volkswagen sagt selbst, dass jüngere chinesische Kunden die Marke teilweise als Auto ihrer Eltern wahrnehmen.
Und das ist deshalb so gefährlich, weil Marken-Image in China gerade im Premium-E-Segment extrem schnell kippen kann.
Wer dort nicht modern, digital, lokal wirkt, der verliert in Rekordtempo an Relevanz.
Genau deshalb sieht man jetzt bei den Deutschen eine ziemlich radikale Neuaufstellung.
Laut Außenhandelskammerforschung entwickeln inzwischen 73 Prozent der befragten deutschen Automotive-Firmen direkt in China.
Und besonders bemerkenswert, der Anteil der Firmen, die dort nicht nur für China, sondern auch für die Weltmärkte entwickeln, ist von 12 auf 33 Prozent gestiegen.
China wird also vom Absatzmarkt zum Entwicklungslabor und zum Exportstandort.
Und wir hatten ja schon in der EEE-ED vor ein paar Tagen berichtet, wie exzessiv Volkswagen viele Fahrzeuge inzwischen komplett in China entwickelt.
Nach dem Motto, man kommt in China nur noch voran, wenn man chinesischer wird.
Mercedes folgt derselben Logik.
Bis 2027 sollen 20 Modelle lokalisiert werden.
Selbst der große GLE wird künftig in Peking gebaut.
Und auf der Messe setzt Mercedes auf den GLC und die neue elektrische C-Klasse.
iX3 und i3 nach Peking und nennt iX3 schon das chinesischste Auto, das BMW je gebaut habe.
Alle drei Konzerne senden also dieselbe Botschaft.
Wir haben verstanden, dass China nicht länger mit globalen Standardprodukten zu erobern ist.
Ja und wir geben zwar hier keine Empfehlungen ab, aber wir empfehlen euch, wenn ihr wissen wollt, wie die Zukunft der Autoindustrie aussieht, müsst ihr in den nächsten Tagen nicht nach Wolfsburg, Stuttgart oder München schauen, sondern nach Peking.
Okay, dann wollen wir mal sehen.
Der erste Lebenslauf.
Alles begann, als ich im Alter von fünf Jahren meinen Vater das erste Mal ins Büro begleiten durfte.
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Oh nein, bitte nicht.
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Die AAA-Idee des Tages.
Lieber Holger, heute haben wir in der AAA-Idee einen ETF, der eine ziemlich provokante Frage stellt.
Und sie lautet, sind China, Taiwan und Südkorea überhaupt noch echte Schwellenländer?
Das ist durchaus eine ganz berechtigte Frage.
Wenn man sich die Wirtschaftsdaten anschaut, Südkorea liegt beim Bruttoinlandsprodukt pro Kopf inzwischen sogar vor Japan und Taiwan sogar noch deutlicher.
Trotzdem laufen beide beim Indexanbieter MSCI weiter als Emerging Markets und damit auch bei euren MSCI Emerging Markets ETF eben mit als Emerging Markets.
Und China, zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt und technologisch längst auf Augenhöhe mit vielen Industrieländern, passt eigentlich auch nicht mehr in diese Kategorie so richtig sauber rein.
Heißt also, wer heute einen klassischen Schwellenländer ETF kauft, der bekommt oft gar nicht mehr die große Aufholjagd, sondern eher ein Paket aus alten Champions.
China, Taiwan und Südkorea bringen es im MCI Emerging Markets Index zusammen auf fast zwei Drittel Gewicht.
Das ist dann weniger die Wette auf neue Aufsteiger als vielmehr ein Mix aus Tech, Megacaps und etablierten Exportnationen.
Und genau da setzt unsere Idee des Tages an, nämlich der Wisdom Tree True Emerging Markets ETF.
Dieser ETF macht etwas radikal anderes.
Er bildet passiv einen Index ab, der Länder nicht nach alten Etiketten sortiert, sondern nach Kriterien wie IWF-Klassifizierung pro Kopfbip.
Human Development Index, Wachstumsdynamik und auch der Handelbarkeit des Aktienmarkts.
Neugewichtet wird dann einmal im Jahr.
Klingt erstmal technisch, aber die Folgen, die sind schon ziemlich spektakulär.
China, Taiwan und Südkorea, die fliegen komplett raus.
Stattdessen dominieren Indien mit 21,3%, Brasilien mit 17% und Südafrika mit 13%.
Dahinter kommen dann Saudi-Arabien, Mexiko, die Emirate, Malaysia, Thailand, Polen, Indonesien.
Und sogar Vietnam.
Also weniger Halbleiter-Fantasie, mehr Binnenmarkt, mehr Rohstoffe, mehr Finanzvertiefung, mehr echte Entwicklungsstory.
Wisdom Tree will zurück zur ursprünglichen Idee von schweren Ländern.
Steigende Produktivität, wachsende Mittelschichten, struktureller Wandel, tiefere Kapitalmärkte.
Indien steht beispielsweise für Digitalisierung und Formalisierung.
Mexiko für Nearshoring, Brasilien für Rohstoffe und Energie, Saudi-Arabien für Transformation.
Komplett andere Geschichte als die klassische Emerging Markets Story der letzten Jahre.
Mit dem schönen Nebeneffekt weniger Klumpenrisiko, deutlich weniger.
Der Active Share, so wird es genannt, gegenüber dem MSCI Emerging Markets liegt bei 66 Prozent.
Sprich rund zwei Drittel des Portfolios weichen vom MSCI Emerging Markets ab.
Und das Gewicht der zehn größten Position sinkt laut Wisdom Tree von 33,5 Prozent beim alten MSCI Emerging Markets auf.
Hier nur noch 16 Prozent.
Das ist also nicht nur Kosmetik, sondern das ist ein komplett anderer Bauplan.
Bleibt die entscheidende Frage.
Kostet mich das am Ende vielleicht Rendite?
Tja, da kann man nur sagen, kann passieren.
Zwischen 2023 und 2025 hätte dieser Ansatz zwar vorn gelegen.
In den vergangenen Monaten wäre der Index aber deutlich nach dem MSCI Emerging Markets zurückgefallen.
Klar, weil die technologiegetriebenen Überflieger aus Taiwan.
und Südkorea fehlen.
Ja, so ist das.
Diesen ETF-Kauf verzichtet bewusst auf genau diesen Tech-Turbo, beispielsweise durch Samsung oder SK Hynix.
Anders gesagt, das ist eine Wette auf das, was Schwellenländer eigentlich mal bedeuten sollten.
Ganz genau.
Und deshalb ist der ETF auch spannend, nicht unbedingt als Komplettersatz für klassische Emerging Markets, sondern als Ergänzung.
Also wenn ihr beispielsweise schon einen Emerging Markets ETF habt, dann muss man den ja nicht unbedingt verkaufen.
Aber man kann eben diesen anderen ETF so als wirklich einen echten Aufsteigerindex mit ins Depot holen.
Der ETF ist thesaurierend, kostet 0,25 Prozent laufende Gebühren, hat die Risikoklasse 4 von 7.
Eine empfohlene Haltedauer von fünf Jahren und keinen Kapitalschutz, natürlich nicht.
Und das Währungsrisiko, das kommt obendrauf.
Genau.
Und Fazit, diese ETF verkauft dir nicht das Etikett Emerging Markets, sondern eine These.
Nämlich, dass die spannendsten Aufholgeschichten in den nächsten Jahren vielleicht gar nicht in Seoul, Taipei oder Shanghai geschrieben werden, sondern vielleicht in Mumbai, Sao Paulo, Riyadh oder Mexico City.
Das war alles Wacktzen.
Wir freuen uns immer über Feedback.
Schickt uns eine Mail in den Triple E, also A, entwählt die oder hinterlasst uns eine Bewertung.
Und viele haben sich bedankt, dass wir uns für das Edutainment hier die Nächte um die Ohren schlagen, lieber Sommerfeld, und du so ein bisschen die neue Anja hier spielst.
Ja, unfreiwillig, ehrlich gesagt.
Das stimmt.
Aber das freut uns natürlich, dass ihr das zu schätzen wisst, wenn ihr auch noch die Zahlen von Esker Hainix bekommt.
Und schätzen...
dürfte der auch unseren Samstagsgast.
Das ist nämlich ein ETF-Baumeister.
Richtig.
Und mit dem reden wir nicht nachts.
Also nachts reden wir dann beide wieder.
Aber mit dem reden wir genau heute Nachmittag irgendwann.
Und wir werden mit ihm ETF-Lego spielen und mal erklären, wie diese Wunderprodukte zusammengesetzt werden und ob es dann natürlich auch Wunderprodukte sind und worauf es ankommt.
Und so tief waren wir im Thema ETF wahrscheinlich niemals drin.
Und das ist doch ein guter Anlass, uns zu abonnieren, über uns zu sprechen und uns euren Freunden zu empfehlen.
Wir hören uns morgen wieder ab 5 Uhr bei Welt und überall, wo es Podcasts gibt.
