# AI Talent Wars, Data Privacy Risks, and Media Copyright Challenges

**Podcast:** Kollegin KI
**Published:** 2026-04-24

## Transcript

630.000 Pfund Jahresgehalt gibt es gerade auf einer ausgeschriebenen Stelle von Anthropic in London.
Kommen wir gleich zuerst mal herzlich willkommen zur Kollegin KI Snackbox.
Wir haben uns in der Redaktion mal die News der Woche angeguckt rund um KI und Arbeit.
Und die gebe ich euch jetzt gerne einmal so in den nächsten paar Minuten wieder.
Wir fangen an mit Meta, bevor wir auf diese sagenwobene Stelle kommen, wo ihr euch natürlich alle darauf bewerben wollt.
Wir fangen an mit Meta und zwar hat Meta ganz schön für Aufsehen gesorgt.
Die haben nämlich bekannt gegeben, beziehungsweise wurde es eher aus einer internen Memo bekannt, dass demnächst alle Arbeitsschritte von Angestellten mit KI getrackt werden.
Also egal, stellt euch das vor, egal wie man die Maus bewegt, welche Tasten man auf der Tastatur eingibt, wo man gerade irgendwie auch surft, alles wird getrackt, es werden Screenshots gemacht, es wird genau aufgezeichnet, was eigentlich passiert.
Meta sagt, das Ganze ist natürlich dazu da, um eine interne KI zu trainieren.
Klar, KI braucht irgendwie Trainingsdaten und da holt man sich die vielleicht als Big Tech Company auch einfach erstmal intern.
80.000 Leute weltweit, die bei Meta arbeiten.
Das heißt, man kann eine ganze Menge Daten auch irgendwie bekommen.
Ist natürlich, wenn wir jetzt das Ganze mal aus europäischer Sicht betrachten, eine Vollkatastrophe in Sachen Datenschutz.
Gerade in der Vergangenheit gab es immer mal wieder so Versuche, da auch irgendwie so...
abzuschätzen, wie motiviert Angestellte eigentlich sind und wer hier eigentlich wirklich Leistung bringt.
Und das ist natürlich hier auch die Gefahr, dass sowas passiert.
Unter europäischen Gesichtspunkten absolut undenkbar.
Der AI-Act ist da relativ eindeutig und schützt uns vor solchen Maßnahmen.
Aber im wilden Westen ist das offenbar alles Gang und Gebe.
Schwierige Nummer.
Schwierige Nummer auch, Claude Mythos.
Das ist das neue Tool, beziehungsweise das Large Language Model offenbar von Anthropic.
Und Claude Mythos soll so stark sein, wir hatten letzte Woche schon darüber berichtet, dass es tatsächlich eine ganze Menge Sicherheitslücken in bestehender Software erkennt und dann natürlich auch ausnutzbar macht.
Und deshalb wurde Claude Mythos ursprünglich nur einer kleinen Anzahl von Menschen zur Verfügung gestellt, um ihre eigene Software mal auf Sicherheitslücken zu überprüfen.
Jetzt kam aber raus, so berichtet Bloomberg, dass das Modell tatsächlich deutlich mehr Leuten zur Verfügung gestellt wurde, als einfach nur diesem kleinen Kreis ausgewählter CEOs bzw.
Initiativen.
Und damit wurde offenbar noch nicht so viel Schindluder getrieben, aber es ist...
Es ist wohl ganz eindeutig möglich und zwar in allen Browsern in nahezu jeder Software können Sicherheitslücken entdeckt werden mit Claude Mythos und wer besonders davon betroffen ist oder wer hier besonders große Risiken sieht, ist der Bundesbankpräsident Joachim Nagel.
Der Bundesbankpräsident deshalb, weil gerade Banken in der Regel relativ alte Software haben.
Also Software, die entweder schon lange nicht geupdatet wurde oder die einfach seit zig Jahren tatsächlich auf den Servern ist und gerade da gibt es wohl eine ganze Menge Sicherheitslücken, die jetzt im großen Stil mit Cloud Mythos abgegrast werden können, inwiefern dieses Tool jetzt aber wirklich so leistungsstark ist oder inwiefern Cloud Mythos einfach nur ein Mythos ist.
Lässt sich natürlich schwer sagen, aber wir bleiben dran.
Es ist auf jeden Fall extrem spannend und macht einem schon auch ein mulmiges Gefühl, wenn man so merkt, dass Modelle so stark werden, dass sie eigentlich zurückgehalten werden sollten, weil sie einfach nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sind, beziehungsweise weil wir nicht davon ausgehen können, dass sie auch tatsächlich zum Guten eingesetzt werden können.
Wir bleiben dran.
Kommen wir zu diesem sagenumwogenen Job vom Anfang.
Und zwar gibt es den bei Anthropic in London.
Anthropic expandiert gerade enorm in die EU beziehungsweise nach...
in die Ex-EU und zwar nach UK.
Bisher gibt es da so 200 Leute, die für das KI-Tool arbeiten.
Das soll jetzt massiv angehoben werden auf 800 Mitarbeitende.
Und einen dieser Jobs, die da ausgeschrieben sind in London gerade, ist tatsächlich ein Research Engineer.
Pre-Training Scaling in London.
Einstiegsgehalt, die US-amerikanischen Firmen geben ja immer irgendwie mit, was tatsächlich auch die Gehaltsbänder sind für solche Stellen.
Einstiegsgehalt sind 260.000 Pfund bis hin zu 630.000 Pfund.
Also, wenn ihr euch bewerben wollt, wir packen mal den Link zur Stellenausschreibung einfach in die Shownotes.
Ihr müsst natürlich State-of-the-Art-AI-Ingenieur sein, das ist relativ klar.
Formal reicht ein Bachelorabschluss, finde ich irgendwie ganz interessant.
Ihr müsst aber natürlich auch bereit sein, entsprechend am Wochenende zu arbeiten, Überstunden zu machen und so weiter.
Kann man für vielleicht über eine halbe Million Euro Jahresgehalt auch irgendwie mal machen.
Ja, weiß ich nicht.
Die Summe ist das eine, so verblüffend, wie sie tatsächlich auch strategisch ist.
Es gibt nämlich natürlich diverse KI-Tools in Europa, die auch Anthropic oder den US-Firmen immer mehr den Rang ablaufen.
Und dadurch, dass man jetzt hier so eine Offensive startet, möchte man zum einen natürlich näher an den Regulierungsbehörden sein.
Zum anderen möchte man aber auch ganz klar Leute abwerben.
Denn das sind Gehälter, die zahlt man im Silicon Valley, die zahlt man aber bislang nicht in Europa.
Und das darf jetzt hier durchaus so ein bisschen als Angriff verstanden werden auf die...
europäischen Mitbewerber, gerade Lovable ist da zum Beispiel zu nennen, so eine No-Coding-Plattform, die es in Europa gibt und die ganz cool ist, die aber natürlich auch hier so ein bisschen Anthropik und Cloud Code und so weiter den Rang abläuft.
Von daher spannende Entwicklung der War for Talents im AI-Bereich erreicht jetzt auch Europa.
Letzte News, Medien vs.
KI, die Wirtschaftswoche berichtet über einen Brief, den es quasi gab von Medieninstitutionen in Deutschland.
Und zwar sowohl öffentlich-rechtliche als auch Privatsender haben sich zusammen mit Verbänden einmal öffentlich geäußert und haben gesagt, aufgrund unzureichender Regulierung wachsen globale Big-Tech-Plattformen zu KI-Gatekeepern.
Was steckt dahinter?
schiffen natürlich irgendwie alles an News, die es irgendwie gibt, zusammen und geben euch dann entsprechende Antworten auf eure Fragen.
Und diese News werden weder kuratiert noch irgendwie so wiedergegeben, wie sie dann tatsächlich auch von den JournalistInnen geschrieben wurden.
Abgesehen davon haben KI-Plattformen dadurch die Macht, auch News vorzufiltern.
Bedeutet, statt auf Spiegel oder so zu gehen und euch die News wirklich anzugucken und durchzulesen, zu schauen, was gibt es hier links und rechts, wird das alles durch KI gegate-keept.
Und das Ganze natürlich...
Und das ist, glaube ich, der Knackpunkt, ohne die JournalistInnen bzw.
die Medienhäuser dafür auch zu entschädigen.
Also die sehen kein Geld dafür.
Wenn ihr so eine Websearch aktiviert bei OpenAI und ihr lasst euch mal irgendwie einen Spiegelartikel zusammenfassen, dann habt ihr entsprechend natürlich die Inhalte des Artikels.
Aber es fehlen die Klicks, es fehlen wahrscheinlich dann Bezahlschranken.
Es gibt verschiedene Probleme, die damit einhergehen.
Und gerade was das Ganze urheberrechtlich angeht, ist jetzt tatsächlich hier mal so ein...
Brief aufgetaucht von den entsprechenden Medien-Bubbles in Deutschland.
Interessant, dass die tatsächlich alle an einem Strang ziehen.
Finde ich ganz cool.
Wir haben ähnliche Sachen auch schon von der GEMA gesehen.
Ja, hat mir drüber gesprochen.
Die haben ja mit OpenAI beziehungsweise so KI hier Musik-Tools schon, Deals abgeschlossen und so.
Das gibt es auch im Medienbereich.
Springer beispielsweise hat mit ChatGPT eine Kooperation.
Wenn ihr da irgendwie Sachen fragt, werdet ihr deshalb halt hauptsächlich Weltartikel oder Bildartikel als Quellen bekommen.
Aber am Ende des Tages ist eben dieses Gatekeeping von den KI-Plattformen ein Riesenproblem.
Und da können wir mal gespannt sein, was sich die Politik einfallen lässt.
Ich selbst habe da auch noch keine wirkliche Lösung für.
Bis auf die von mir viel beschworene VGKI, die Verwertungsgesellschaft, die alle...
die Daten für Large Language Models bereitstellen.
Das fände ich nach wie vor irgendwie die smarteste Lösung, aber ob das so zu machen ist, naja, da gucken wir mal.
Das war es von den News.
Ich glaube, zusammenfassend kann man sagen, dass wir eine ganze Menge Verschiebungen sehen.
Zum einen irgendwie, wie Daten erhoben werden, am Beispiel Meta.
Wir sehen, dass Modelle stärker und schwerer kontrollierbar werden.
Wir sehen den War for Talents in AI, der jetzt tatsächlich auch in Europa durch die Expansion der großen Tech-Unternehmen stattfindet.
Und wir sehen massive Probleme in der Informationsfreiheit beziehungsweise im Zugang zu Informationen, vor allem von Newsartikeln.
Redaktionsschluss für diese Folge war 13.45 Uhr am 23.
April.
Ich bin Max Muntenke und bedanke mich fürs Zuhören.
Ach so, Hinweis noch, nächsten Dienstag spreche ich mit Gordian Braun von Eleven Labs.
in Kollegin KI.
Und zwar geht es um Voice Cloning mit KI.
Gordian verantwortet das Europa-Geschäft von Eleven Labs und hat mir ein paar sehr interessante Einblicke gegeben, wie das Unternehmen als eines der größten Startups in Europa tatsächlich auch auf Deepfakes und Missbrauch dieser Technologie reagiert.
Schaltet gerne ein kommenden Dienstag überall da, wo es Podcasts gibt.
Vielen Dank fürs Zuhören.
Bis dahin.
Ciao, ciao.
Dieser Podcast wird produziert von Podstars.
Bei OMR.
