# AI Infrastructure Boom and the Tesla Valuation Shift

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-04-23

## Transcript

Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über Halbleiterhochs, das Mega-Telekom-Gerücht und einen Koreakracher.
Im Thema des Tages geht es um die wilde Tesla-Nacht.
Und in der Triple-E-Idee nähern wir uns einem Papier mit Jahrhundertaktienpotenzial.
Alles auf Aktien, der tägliche Börsenshot.
Wir begrüßen euch Holger Zschäpitz und Nando Sommerfeld aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Heute ist Donnerstag, der 23.
April und wir wünschen euch einen besonnenen Start in den Tag.
Ja, besonnen kommt auch von Sonne.
Schön sonnig soll es ja werden, aber besonnen auch in dem Sinne.
dass ihr vielleicht nicht zu gierig oder übermütig werdet, was sich da an den Märkten gerade abspielt.
Das kann man gerade beobachten.
Nachdem Donald Trump eine Verlängerung der Waffenruhe mit dem Iran verkündet hat, stieg die Risikobereitschaft wieder deutlich an.
Und dazu haben natürlich auch...
gute Unternehmensergebnisse beigetragen, aber eben auch so ein bisschen Gier.
Und die US-Börsen, die markierten neue Rekorde.
Der S&P 500 gewann gut 1% und schloss bei über 7138 Punkten.
Der Nasdaq 100 legte sogar 1,7% zu.
Nur der DAX, der schloss 0,3% tiefer bei 24.195 Zählern.
Ja, die besonnenen Deutschen.
Ja.
Symbol nicht zubesonnen.
Zubesonnen soll es auch nicht zugehen.
Nein, aber Besonnenheit ist grundsätzlich nichts Schlechtes.
Das Symbol an der Wall Street des spekulativen Übermuts waren insbesondere die Meme-Aktien.
Der Goldman Sachs Meme-Index gewann 3,2%.
Strategy beispielsweise war mit 9,4% großer Gewinner, denn auch der Bitcoin legte kräftig zu und kostete zeitweise mehr als 79.000 Dollar.
bewegte vor allem die Earnings Season die Kurse.
Im Schnelldurchlauf machen wir das jetzt hier mal, weil es einfach so viel ist.
Bei Software gab es zum Beispiel kleine Enttäuschungen, bei Hypeleitern klare Stärke, bei Industriewerten ebenfalls gute Signale.
Ja und Airlines, die leiden unter den höheren Ölpreisen.
Vielleicht im Einzelnen, Tesla hat operativ ordentlich geliefert, ist allerdings weiter wirklich absurd hoch bewertet und hat dann auch im Call noch deutlich höhere Investitionsausgaben bekannt gemacht.
Aber mehr dazu gleich.
Im Thema des Tages kommen wir zu den leichten Enttäuschungen bei Software oder vielleicht sind sie auch etwas größer.
ServiceNow und IBM haben beim Softwarewachstum enttäuscht.
Und das bleibt eben nicht ohne Folgen, denn Anleger sind bei dem Thema Software besonders sensibel.
Schon kleine Verfehlungen werden schnell als Zeichen von schwächere IT-Nachfrage oder eben als KI-Disruption interpretiert.
Und ServiceNow verlor nachbörsig 12 Prozent.
Und das lag nur daran, dass das Wachstum...
der Aboerlöse mit 19 Prozent unter den Erwartungen von 20,2 Prozent lag und die Marge war ebenfalls etwas schwächer.
Und da half es auch nichts, dass ServiceNow sagte, naja, die Schwäche, die wäre auf Unruhe im Nahen Osten zurückzuführen.
Da hätten die Kunden ein paar Orders so ein bisschen zurückgestellt und selbst die Anhebung des Ausblicks für das Gesamtjahr konnte den Kurs nicht mehr richtig stabilisieren.
Ja und jetzt kurz zu IBM, die Aktie verlor 6% und hier lag das Wachstum bei Software halt nur bei 8 statt bei 8,4%.
Das ist auch eigentlich kein so großer Unterschied, aber wahrscheinlich hätte man sogar auf noch höhere Werte gesetzt und deswegen war die Enttäuschung da.
Gleiche Logik wie bei ServiceNow.
Es gab einen kleinen Dämpfer im Quartal, aber einen leicht besseren Jahresausblick.
Bei Halbleitern hingegen war die Stimmung klar besser.
Texas Instruments und Larm Research lieferten starke Zahlen bzw.
Ausblicke.
Larm schafft es sogar, die extrem hohen Erwartungen zu schlagen.
Die Aktie gewann 2,6 Prozent.
Texas Instruments sogar 10 Prozent im Plus.
Ja, der Sektor sendet einfach schlichtweg ein robustes Signal, vor allem dort, wo die Messlatte schon hoch lag.
Das waren jetzt alles nachbörsliche Entwicklungen, das wird also dann heute noch an den regulären Börsen nachvollzogen.
Aber GE Venova, die haben schon...
im normalen Börsenhandel ein überaus kräftiges Wachstum und eben auch Kurswachstum hingelegt.
Die Aktie legte nach Bekanntgabe der Zahlen um fast 14 Prozent zu und dank des Ausbaus der KI-Infrastruktur sind die Erdgasturbinen bis 2028 praktisch ausverkauft.
Auch der Geschäftsbereich der Transformatoren und andere Stromnetzkomponenten.
boomt aufgrund der Nachfrage von Rechenzentren.
Und das war im ersten Quartal mehr Auftragseingänge als im kompletten vergangenen Jahr zusammen.
Wahnsinn.
Und KI benötigt eben Strom und eben GE Vanova beherrscht den Strombereich.
Und so kam es da zusammen.
Und Siemens Energy, das ist ja so die deutsche GE Vanova, die kletterten 6,9 Prozent auch auf den Allzeithoch.
Und die Aktie ist jetzt fast 180 Euro, notiert sie.
Und das Unternehmen 154 Milliarden Euro wert.
Das ist jetzt der drittgrößte DAX-Wert hinter Siemens und SAP.
Und es fehlt auch nicht mehr viel.
Dann haben sie vielleicht SAP.
Nochmal so ein paar schwache Software-Tage und noch so ein bisschen Hardware-Fantasie.
Und dann ginge das sogar.
Dann führen Siemens und Siemens Energy den DAX an.
Wahnsinn.
Das wäre schon.
Da muss noch ein bisschen Healthineers noch was machen.
Die sind noch ein bisschen weiter abgeschlagen.
Das dauert noch eine Weile.
Das dauert, genau.
Weiter geht es mit Boeing.
Die Erstquartalzahlen, die wurden ziemlich gefeiert.
Der Kurs zog um 5,5 Prozent an und das Geschäft mit Verkehrsflugzeugen hat sich verbessert.
Der Quartalsverlust verringerte sich deutlicher als erwartet.
Und es sieht so aus, als hätte Boeing tatsächlich den Turnaround geschafft.
Schauen wir mal, wie das da weitergeht.
AT&T, die bewegten sich nach ihren Zahlen kaum.
Der freie Cashflow des Telekommunikationsriesen war im Zuge von Investitionen in den Glasfaserausbau zuletzt gesunken.
Und Philip Morris verbuchte einen höheren Umsatz.
Die Aktie des Tabakkonzerns, die gewann 7%.
Und dann haben wir noch eine Meme-Aktie, die heißt Avis Budget, der Autoverleih.
Und die Aktie beendete den Handel mit einem Absturz von gut 37%.
Und die hatten ja zuletzt so einen richtigen Höhenflug.
Die hat sich ja vervielfacht, die Aktie.
Es gab so einen Short Squeeze, so klassisch GameStop-like.
Und jetzt gab es eben gestern da mal eine leichte Abkühlung wieder.
Und Vertiv ist jetzt kein Meme-Stock-Aktie, aber das ist ja diese Aktie, die für die Kühlung von Rechenzentren zuständig ist.
Die verbilligten sich um 2,3 Prozent.
Und die haben Gewinne veröffentlicht, die lagen nur knapp über den Schätzungen.
Und wenn man Vertiv heißt und die Erwartungen sehr hoch sind, dann sollte es schon nicht nur knapp über den Schätzungen liegen, sondern schon etwas höher.
Das hatten wir doch heute schon mal.
Wir müssen unbedingt mal über dieses Mega-Gerücht reden.
Die Deutsche Telekom prüft ja angeblich eine Komplettfusion mit ihrer US-Tochter T-Mobile US.
Das kam ja gestern schon auf, dieses Gerücht.
Oder vorgestern genau so sein.
Zusammen kämen beide auf fast 390 Milliarden Euro Börsenwert.
Und das wäre nicht nur ein Mega-Deal, sondern womöglich die...
Größte Verschmelzung war ja börsennotierter Unternehmen weltweit.
Selbst Bruder von Martensmann, wenn wir uns zurückerinnern, würde deutlich kleiner wirken im Vergleich dazu.
Strategie dieser Logik ist relativ klar.
T-Mobile ist längst der wertvollste Teil des Konzerns.
Eine Fusion könnte den Bewertungsabschlag der Telekom zu US-Tochter beseitigen, halt mehr Finanzkraft schaffen und einen echten transatlantischen Telekom-Champion formen.
Das wäre nämlich dann tatsächlich der größte Telekommunikationskonzern der Welt.
Und mit der verbesserten Finanzkraft könnte bei der künftigen Übernahme, bei künftigen Übernahmen überhaupt, die könnten von Nutzen sein.
Aber der Markt, der reagiert sehr skeptisch.
Beide Aktien gerieten gestern unter Druck.
Die entscheidende Frage lautet, wie soll jetzt dieser historische Deal funktionieren, ohne dass jetzt eine Seite verliert?
Zahlt die Telekom einen Aufschlag, dann revoltieren wie möglich die eigenen Aktionäre.
Und da gehört ja auch der große Aktionär, der Bund dazu.
Und zahlt sie keinen, dürften die T-Mobile Minderheitsaktionäre auf die Barrikaden gehen und die Unternehmen.
Selbst die sagen erst mal gar nichts dazu.
Nee, das stimmt.
Da bin ich mal gespannt, wie das weitergeht.
Aber ich kann mir jetzt nicht vorstellen, dass es tatsächlich kommt.
Aber wir werden...
Wir werden sehen, was da tatsächlich noch passiert.
Das wäre echt ein Kracher.
Wir haben auch noch einen kleinen Kracher aus Korea, exklusiv mitten aus der Nacht.
Jetzt hier um, was haben wir, 1.40 Uhr.
SK Hynix hat abgeliefert.
Der südkoreanische Speicherschip-Hersteller hat seinen operativen Gewinn im ersten Quartal verfünffacht und damit die Erwartungen übertroffen.
Der Umsatz legte um fast das Dreifache zu.
Treiber sind ja, ihr könnt es euch denken, stark gestiegene Preise für Speicherschips, vor allen Dingen wegen der...
hohe Nachfrage nach KI-Hardware.
Ist ja klar.
Den Kurs, den müssen wir nachreichen, Holger.
Der kommt erst so gegen zwei Uhr.
Wir müssen jetzt eigentlich gleich mal ins Bett.
Aber vielleicht kriegen wir ihn ja noch mit.
Das sind ja nur noch ein paar Minuten.
Zehn Minuten sind es nur noch.
Aber das Wilde hast du ja gar nicht mitgesagt.
Es gibt ja auch diesen ETF, der heißt DRAM.
Und vielleicht ist es auch einfach ein Zeichen.
für diesen Hype.
Und der ist ja seit kurzem, Anfang April gibt es den, da sind über eine Milliarde reingeflossen und da sind wenige Werte drin, darunter auch SK Hynix.
Und vielleicht wäre auch dieser ganze Speicherchip-Boom einfach von allem ETF jetzt getrieben.
Ich finde es ja wirklich wirr, dass man einfach nur mit Speicherchips ein ETF bestücken kann und dann einfach innerhalb von zehn Tagen eine Milliarde einnimmt.
Aber egal.
Hätten wir auch drauf kommen können.
Ja, auf die Idee hätten wir auch kommen können.
Und wir müssen unbedingt mal eine Samstagsfolge machen, wo wir solche Ideen, wie baue ich mir ein ETF, mal mit einem Gast besprechen.
Und wir haben da schon eine Idee und wir haben auch angefragt und vielleicht klappt das ja diese Woche noch.
So, und da gab es noch mehr wirre Nachrichten aus Amerika, aus dem Airline-Sektor.
Und da könnte Amerika die Airline Spirit Airline zu 90 Prozent bald besitzen.
Die haben nämlich 500 Millionen Geldspritze, die die geben.
Wo haben die gerettet?
Und wenn die dann aus der Insolvenz rauskämen oder aus der Krise, dann hätte Amerika dann 90 Prozent.
Das ist schon lustig, dass die jetzt auch so ein bisschen staatliche Interventionen machen.
Die kapitalistische Volkswirtschaft der Welt, Nummer eins.
So, dann machen wir schnell Termine.
Da gibt es Quartalszahlen von SAP, Sartorius, Heineken, Roche, Nokia, Safran, Nestle, Sanofi, Voslo und das so.
Und Hauptversammlung von Beiersdorf, Schäffler, LVMH.
BP und Danone und aus Amerika gibt es Comcast, Honeywell, Blackstone, Nasdaq, Amex, Lockheed, Southwest, NextEra Energy und Newmont.
Das Thema des Tages.
Gestern Abend bzw.
heute Nacht haben wir mit Tesla das wahrscheinlich volatilste Earnings Schauspiel des Quartals gesehen.
Die Aktie sprang nach Verkündung des Zahlenwerks erst.
fast 5% hoch und am Ende des Calls stand dann doch ein Minus in gut zwei Stunden von Euphorie zur Ernüchterung.
Wie geht das?
Im Thema des Tages wollen wir euch das erklären.
Die Antwort ist gar nicht so kompliziert.
Also wenn man sich einfach den Earnings-Bericht anschaut, der war ganz gut.
Musk hat ihn dann aber selbst im Earnings-Call wieder so ein bisschen kaputt geredet.
Schauen wir vielleicht mal auf die Zahlen, die um 10 nach 10 deutscher Zeit rauskamen.
Der bereinigte Gewinn, bereinigt, das muss man bei Tesla mal wissen, da wird viel bereinigt.
Der lag bei 41 Cent und erwartet worden waren 38 Prozent.
Also da kann man einen Haken dran machen, glatt.
drüber, über Erwartungen.
Der Free Cashflow, der lag bei plus 1,44 Milliarden Dollar und erwartet worden war ein Minus von 1,8 Milliarden.
Da können wir das auch einen dicken Haken dran machen, aber auch da gibt es Sondereffekte.
Werden wir auch gleich noch drüber reden.
Und die Bruttomarge, die sprang sogar um fast 5 Prozentpunkte auf 21 Prozent rauf.
Und das ist für einen Autobauer, da musst du schon wirklich Exzellenz hinkriegen, wenn du das hinbekommst.
Und das war jetzt der zweite Earnings Speed schon in Folge, weil Tesla hat ja nicht immer so gute Quartalszahlen in den letzten Quartalen immer gemacht.
Aber das war, wie gesagt, der zweite Earnings Speed.
Und das letzte Mal hat das Tesla 2022 geschafft.
So ein doppeltes Ding.
Ja, da waren die 5% Pros Plus am Anfang.
Schienen durchaus berechtigt.
Wie gesagt, klang nach Befreiungsschlag.
Was dann aber doch nicht.
Wer nämlich in die Gewinn- und Verlustrechnung weiter runterscrollt, sieht, die operative Marge liegt mit mickrigen 4,2 Prozent doch echt niedrig.
Und der Gap-Gewinn ist sogar ein Drittel niedriger als im Vorquartal.
Das lag an der aktienbasierten Vergütung.
Und die schöne Automarge von 19,2 Prozent ohne Regulierungskredite, also ohne diese Budgets, diese CO2-Budgets, Ja, Tesla schreibt selbst, dass darin halt eben diese einmaligen Benefits aus Garantien und Zöllen stecken.
Die echte Marge, die dürfte halt deutlich drunter liegen.
Aber der Markt hat erstmal nur die Schlagzeilen gesehen und die Aktie nachbörslich kräftig nach oben gezogen, denn im Aktionärs...
In diesem Infoblatt, also in dem Earnings-Sheet, stand auch was von Nachfrage nach Auto, Elektroautos drin.
Die Sparte hatten ja viele schon abgeschrieben und gesagt, naja, Autos machen die ja eh nicht mehr, die machen nur noch Roboter.
Und auf einmal stand da drin, ja.
Rebound in Südamerika, Rebound in EMEA, Rebound in Südostasien.
Und dann dachte ich so, jetzt sind sie ja doch wieder ein tolles Autounternehmen.
Dann gab es so ein kleines Minus in Energiesparte.
Das konnte aber das nicht trüben, dass sie einfach wieder ein schönes, tolles EV-Unternehmen sind.
Aber dann kam um 23.30 Uhr deutscher Zeit, startete der Earnings Call und der CFO, der platzierte dann gleich mal eine Bombe und Tesla wird 2026 mehr als 25 Milliarden Dollar an Investitionen stemmen.
Ja, die alte Guidance, die lag bei 20 Milliarden.
Im ersten Quartal lagen die Ausgaben sogar nur bei 2,5 Milliarden Dollar.
Im Vorjahr lagen die CapEx bei 8,5 Milliarden.
Also eine Verdreifachung in einem Jahr.
Und Musk machte klar, auch in den Folgejahren geht es weiter rauf.
Und damit war der schöne Free Cashflow Beat aus dem Quartal sofort wieder entwertet.
Wenn Tesla 25 Milliarden Dollar verbrennt, wird der Cashflow in diesem Jahr wahrscheinlich ziemlich tief rot.
Und der Markt verstand das auch sehr schnell und dann ging auch die Aktie sofort von dem Plus ins Minus.
Und ein Hedgefondsmanager hat das so schön formuliert.
Der Print, das waren also die Zahlen, die zieht die Aktie hoch.
Der Call, der holt sie zurück, sobald der Zeitplan auch in den Fokus rückt.
Und was noch auffällig war im Call, es gab mehrere Eingeständnisse, die Musk sonst nie.
Erstens beim Robotaxi auf die Frage, was die Expansion bremst, sagte Musk wörtlich, die Autos bekommen manchmal Angst, Bahngänge zu überqueren und blieben an Ampeln stehen.
Ja, da habe ich jetzt aber auch Angst, muss ich gestehen, wenn ich das so höre.
Komisch, dass er das so klar kommuniziert.
Es wurde auch erzählt, dass eine Reihe von Robotaxis beispielsweise in einer Linksabbiegerspur festhing, weil ein Waymo in einen Bus gefahren war.
Und das ist auch erfällig.
Musk erwähnt, sonst nie Waymo.
Und noch besser, der CFO hat im Call bestätigt, dass Robotaxis frühestens 227 nennenswerte Umsätze beitragen werden.
Die ganze Robo-Taxi-Story ist also noch mindestens zwei Jahre entfernt von echtem Geld.
Und dann gab es das zweite Eingeständnis, das war Hardware.
Über die Jahre hat der Tesla seinen Kunden versprochen, dass die teuer bezahlte FSD-Option später autonomes Fahren ermöglicht und du dann einfach dein Auto auch verleihen kannst.
Und dann fährt es andere Leute rum und du kriegst dafür eine Gebühr.
Aber gestern, sagt er dann, wird so nix, weil Hardware-3-Autos brauchten einen kompletten Computer- und Kameratausch.
Und Tesla will dafür Mikrofabriken einrichten, hunderttausende Kunden, haben eben diese FSD-Pakete für 8.000 bis 15.000 Dollar gekauft, im Glauben später wirklich mal ein autonomes Auto zu fahren.
Ja, das klingt nach Sammelklagerisiko.
Ja, und drittens hat Musk die TerraFab-Vision konkretisiert.
Die erste Phase, die ResearchFab in Texas, kostet drei Milliarden Dollar.
Klingt viel, ist aber ziemlich wenig, denn eine echte Leading-Edge-Chip-Fabrik, so nennt man die, die kostet 20 bis 30 Milliarden.
Also Musk hat in Wahrheit eine Pilotanlage angekündigt, keine Megafabrik.
Positiv waren immerhin drei Dinge.
Die FSD-Abo-Verträge sind im Vergleich zum Vorjahr um 51 Prozent auf 1,28 Millionen gestiegen.
Gut, im Vergleich zum Vorquartal, da waren sie schon bei 1,1.
Da war es nicht mehr ganz so doll.
Und die Take-Rate, also nur 10 Prozent der Leute.
haben dieses Abo abgeschlossen.
Also insofern ist es auch noch nicht so doll.
Aber immerhin hat der CFO gesagt, die Kündigungsraten, die würde sinken und Kunden würden viel längere Strecken mit FSD fahren.
Und das ist eben so eine echte Engagement-Metrik und die sähe gut aus.
Ja, zweiter Pluspunkt, Services-Umsatz plus 42 Prozent auf fast vier Milliarden Dollar.
Das ist das am stärksten wachsende Segment.
Und darüber redet gar niemand.
Und drittens, FSD ist in den Niederlanden zugelassen.
Wir haben darüber berichtet.
Das öffnet die Tür für die EU.
Die Schwachstellen jenseits der CapEx, die Energy Storage ist eingebrochen, minus 12 Prozent gegenüber vorher und 37 Prozent sequenziell.
Das war eigentlich die Bull-Story der letzten Quartale.
Genau, das dachte man.
Aber da sind auch irgendwelche...
Zuschüsse weggefallen und deswegen ist auch das Geschäft zurückgegangen.
Und dann gibt es natürlich diese CO2-Credits, mit denen Tesla ja auch viel Geld gemacht hat und die sind auch um 36 Prozent eingebrochen und die werden wahrscheinlich weiter schmelzen, weil Trump die Strafen abgeschafft hat.
Und das Leasing-Geschäft, das ist regelrecht kollabiert, nur noch 3.430 Leasing-Auslieferungen und das sind minus 75 Prozent.
Ja, wenn man mal einen Strich drunter zieht.
Tesla wechselt vom Asset Light AI Story Stock zurück zum kapitalintensiven Industriekonzern.
Die Bewertung mit 185-fachem Gewinn basiert allerdings auf der Vorstellung, hochmargige Softwareerlöse zu generieren, ohne kapitalintensiv zu sein.
Und gestern hat Muskalt genau das Gegenteil signalisiert.
Massive physische Infrastruktur ist nötig, um die AI Vision überhaupt umzusetzen.
Wer Tesla im Depot hat, der sollte sich also fragen, welches Steuer eigentlich besitzt.
Das Autogeschäft allein, das rechtfertigt vielleicht ein KGV von 30 wie bei Apple, aber sicherlich nicht eins von 185.
Und Robotaxi ist zwei Jahre weg.
Optimus läuft zunächst langsam an.
Und der Cybercap ist gerade erst gestartet.
Und der Roadster, der versprochen wird, das soll das einzige Auto mit Lenkrad noch irgendwie sein.
Irgendwie, ja.
Da weiß man nicht mehr, in welcher Fabrik der anfangen soll.
Also wer jetzt einsteigen will bei Tesla, der kauft eine Wette auf Musks Ausführungsfähigkeit Execution.
Und diese Ausführung ist mit 25 Milliarden CapEx noch ein bisschen teurer geworden.
Das nächste Quartal wird zeigen, ob die Margen ohne Einmaleffekte halt halten.
Wenn nicht, sind die 185er KTV-Tage gezählt und bleibt halt die Frage, ob Musk diesmal ernsthaft realistischer wird oder beim nächsten Call wieder den Robotaxi-Trumpf zieht.
Wir bleiben auf jeden Fall dran.
Was passiert hinter den Kulissen der AfD?
Welche Debatten, Konflikte und Strategien prägen die Partei?
In unserem neuen Podcast Inside AfD berichten wir aus dem Innenleben der Alternative.
Wir stellen exklusive Recherchen vor, analysieren Kämpfe um Inhalte und Macht.
Wir zeigen, wie sich die AfD verändert und was das für Deutschland bedeutet.
Ich bin Pauline von Petzold von Politico Deutschland.
Und ich bin Frederik Schündler von Welt.
Inside AfD.
Jeden Mittwoch, überall, wo es Podcasts gibt.
Die AAA-Idee des Tages.
Es gibt eine Aktie, die schon deshalb unter dem Radar fliegt, weil sie fast so heiß wie unsere Jahrhundertaktie ist.
ASML kennt jeder.
ASMI, also ASM International, kennt fast niemand.
Und das ist erstaunlich, denn die Firma spielt in derselben Hype-Branche mit, arbeitet an einem ähnlich entscheidenden Punkt der Chip-Produktion und hat gestern mal wieder super Zahlen geliefert, die selbstverwöhnte Tech-Investoren aufhorchen lassen.
Und deshalb schauen wir uns dieses Unternehmen heute mal genauer an.
Vielleicht entdecken wir ja die nächste Jahrhundertaktie.
zunächst zur entscheidenden Frage, was macht ASMI eigentlich?
Ganz einfach, ASMI baut Maschinen für Chipfabriken und diese Maschinen stellen keine Chips her.
Sie helfen dabei, Chips Schicht für Schicht aufzubauen.
Und ASMI verkauft also keine Prozessoren wie Nvidia oder AMD und auch keine Lithographie-Maschinen wie ASML.
Die Firma liefert Spezialanlagen, mit denen hauchdünne Materialschichten auf Chips aufgetragen werden.
Das klingt erstmal unspektakulär, ist es aber nicht, denn genau darin steckt der technologische Engpass.
moderner Halbleiter.
Je kleiner, schneller und leistungsfähiger ein Chip werden soll, desto präziser müssen diese Schichten aufgebracht werden.
Und genau das kann ASMI besonders gut.
Oder ganz simpel gesagt, ASML zeichnet die Strukturen auf den Chip und ASMI legt die Materialien drauf.
Und TSMC, Samsung oder Intel setzen diese Maschinen dann ein, um die modernsten Chips der Welt zu bauen.
Und unser Welt-Tech-Experte Benedikt Fuest hat es schön auf den Punkt gebracht.
ASMI hat zwar nicht die Monopolstellung von ASML, aber in den modernen Fabriken für Speicherchips und zwei Nanometer Halbleiter sind die Maschinen der Niederländer praktisch unverzichtbar.
Und dass das keine bloße Theorie ist, haben die frischen Quartalszahlen sehr eindrucksvoll gezeigt.
Das erste Quartal war stark, noch wichtiger, aber der Ausblick, der war noch stärker.
ASMI meldete für das erste Quartal rund 863 Millionen Euro Umsatz, eine Bruttomarge von 53 Prozent und ein...
Gewinn, einen operativen Gewinn von 286 Millionen Euro.
Vor allem aber lag die Prognose für das zweite Quartal mit 89 Millionen Euro klar über den Erwartungen des Marktes.
Und das Management sagte obendrein, das zweite Halbjahr soll noch besser werden als das erste.
Und genau deshalb rechnen die Analysten von JP Morgan und Morgan Stanley inzwischen mit spürbaren Aufwärtsrevisionen bei den Gewinnschätzungen für 2,26 und 2,27.
Und die Stärke kommt aus den Bereichen, in denen ASMI technologisch besonders stark ist, etwa beim ALD-Verfahren.
Dahinter steckt eine Technik, mit der extrem gleichmäßige ultradünne Schichten aufgebracht werden.
Genau das braucht es bei den modernen Chips.
Dazu kommt Epitaxi.
Klingt sperrig, ist aber hochspannend.
Dabei wächst auf einem Wafer eine neue Kristallschicht atomar sauber auf.
Und nicht einfach irgendeine Beschichtung, sondern eine hochpräzise, perfekt kontrollierte Struktur.
Und das ist keine gewöhnliche Industrie.
Das ist wirklich Hightech pur.
Atomare Kristallschichten, das ist echt, das ist Hightech.
Die wächst.
Das ist stark, die wächst, genau.
Also ASMI verkauft immer mehr Werkzeuge an die modernsten Schiffbriefe in der Welt und das zu hervorragenden Margen, das kann man einfach so zusammenfassen.
Die Profitabilität explodiert, weil der Umsatz halt schneller wächst als die Kosten.
Und das ist für Anleger ja eine der schönsten Gleichungen überhaupt.
Mehr Geschäft, hohe technologische Eintrittsbarrieren, starke Margen und daraus folgt überproportionales Gewinnwachstum.
Und die Risiken, naja, operativ sind die derzeit überschaubar.
Natürlich gibt es Konkurrenz, Applied Materials ist der Platzhirsch.
Und in vielen Bereichen aufgestellt, die decken alles ab.
Dazu kommen Larm Research und Tokyo Electron, deren Produktmix ASME am nächsten kommt.
Aber das eigentliche Problem, das liegt gerade nicht im Geschäft.
Das Problem ist der Kurs.
Ja, denn die Aktie ist in diesem Jahr bereits 61 Prozent gestiegen.
Allein gestern kam nach den Zahlen nochmal rund 7 Prozent dazu.
Und JP Morgan bleibt trotzdem positiv und votiert weiter mit Übergewichten.
Kurs zählt 820 Euro.
Morgan Stanley ist ebenfalls overweight, nennt ASME sogar einen Top.
pick und ruft 850 Euro aus.
Nur wenn die Aktie bereits bei aktuell 837 Euro steht, dann sieht man sofort, wo die Unsicherheit liegt.
Das Unternehmen liefert ab, keine Frage.
Ab einer Börse geht es eben nicht nur um starke Zahlen, sondern auch darum, wie viel davon schon im Kurs steckt.
Und genau deshalb werden manche Analysten vorsichtiger.
Nicht, weil es geschäftsschwach wäre, sondern weil die Bewertung nach dem jüngsten Lauf schlicht sehr ambitioniert ist.
Und Jefferies etwa meint, Underperform, Kursziel 600.
Für alle, die ASMI spannend finden, sich aber fragen, ist hier noch Kurspotenzial drin oder ist das meiste schon gespielt?
Ja, darüber gehen halt die Meinungen auseinander und das klingt für uns deshalb und das wäre die Antwort nach einer klassischen Sparplanaktie, also nach einem Titel, von dem man strategisch überzeugt ist, bei dem man aber gleichzeitig vermutet, dass es zwischendurch auch nochmal...
bessere Einschickskurse geben könnte und in dem Fall kann man ja jetzt einfach schrittweise einsteigen und womöglich zwischendurch billiger einsammeln.
Wir sagen das ja immer wieder.
Ja und grundsätzlich gilt, der Megatrend KI ist intakt und ASMI ist offenbar perfekt positioniert, um langfristig davon zu profitieren.
Klingt fast schon so ein bisschen nach Jahrhundertaktie.
Das war alles auf Aktien.
Wir freuen uns immer über Feedback.
Schickt uns mal mehr im AAA, also aatwild.de oder hinterlassen seine Bewertung.
Und Lara hat uns auf einen Übersetzungsfehler aufmerksam gemacht.
Es ging um Elisabeth Warrens Zitat.
Die hatte dem designierten FED-Chef Kevin Walsh in dieser Anhörung entgegengeschleudert.
Er wäre nur Trumps Sockpuppet.
Wir haben das mit Marionetten übersetzt und Lara sagt, nee, nee, das wäre nicht richtig so.
Marionette sei die Puppe an den Strippen, aber Sockpuppet wäre, wenn man sich eine Socke über die Hand zieht und so tut, als würde sie sprechen.
Ja, klingt zumindest richtig, aber ich glaube, Marionette würde halt besser passen für das, was Elizabeth Warren gemeint hat.
Aber gut, trotzdem dennoch danke für die Anregung.
Holger, jetzt guckst du mal nach dem SK Hynix-Kurs, bitte.
Jetzt haben wir es kurz vor zwei.
Ja, man könnte es auch als Strohmann übersetzen.
Vielleicht wäre das die bessere Übersetzung gewesen.
Ich gucke mal nach dem SK Hynix-Wert.
Und?
Die ist schon.
2.07 Uhr.
Warte, die wird hier schon gehandelt.
Für euch einmal hier den Live-Kurs für SK Hynix.
Und die Aktie ist, ist aber ein bisschen lame hier, 0,7%.
Die ist mit 5% fester in den Handel gegangen.
Und jetzt ist sie nur noch 0,7 Prozent stärker.
Da müssen wahrscheinlich erst mal wieder die Freunde des ETFs in Amerika aufwachsen, des DRAM ETFs.
Und diese Informationen, die bekommt ihr dann tatsächlich aber erst morgen.
Und deshalb abonniert uns, sprecht über uns und empfehlt uns euren Freunden.
Wir hören uns dann morgen wieder ab 5 Uhr bei Welt und überall, wo es Podcasts gibt.
