# Apple's Leadership Pivot, VW's China Strategy, and Market Volatility

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-04-22

## Transcript

Das ist alles auf Aktien.
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Kapitalanlagen bergen Risiken.
Alle Infos findet ihr wie immer nochmal in den Shownotes.
Und jetzt viel Spaß mit der Folge.
Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über einen möglichen Telekom-Weltkonzern, Ächzen der Airlines und die Nivea-Krise.
Im Thema des Tages geht es um die Chancen und Risiken der neuen Apple-Ära und in der Triple-E-E-D schauen wir erstaunt auf die Neuerfindung von Volkswagen.
Alles auf Aktien, der tägliche Börsenshot.
Wir begrüßen euch Holger Zschäpitz und Nando Sommerfeld aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Heute ist Mittwoch, der 22.
April und wir wünschen euch einen routinierten Start in den Tag.
Tja, der Dienstag, der war mal wieder so ein Routine-Tag und hat seinen Namen vom Taco Tuesday benannt nach Donald Trumps Kurs.
Wir hatten alle Ehre gemacht und auch das Muster des Taco Tuesday war wieder genauso, wie man es kennt.
Lange Zeit sah es ja im Iran-Konflikt noch so aus, nach einer Eskalation die geplanten Friedensgespräche in Pakistan schienen zu platzen und der amerikanische Präsident...
Folzete noch bei CNBC, ich erwarte, dass wir bombardieren.
Doch dann kam wie immer die Kehrtwende via Truth Social.
Waffenruhe verlängert.
Trump dehnt den Waffensteiner auf unbestimmte Zeit aus.
Klar, auf Bitten Pakistans, um den Iranern Zeit für einen neuen Vorschlag zu geben.
Und es sollte ja am Mittwoch die Waffenruhe auslaufen.
Und immerhin hat Trump ja sein Wort gehalten.
Er verschob die Frist nicht, wie er ja auch angedroht hatte.
Er schaffte sie stattdessen ja sogar ganz ab.
Achtung, Ironie.
Ich hoffe, das versteht man an dieser Stelle.
Ehrlich gesagt, ich kann das alles irgendwie nicht mehr richtig.
Ich erkenne den Taco-Trade eigentlich gar nicht mehr, weil ich schon die Androhung gar nicht mehr wahrnehme.
Und deshalb auch das Zurückrudern nicht mehr.
Die Seeblockade der Straße von Neumus, die soll jedoch strikt aufrechterhalten bleiben.
Wie seit Wochen klar ist, steckt Trump ja in der Zwickmühle.
Er hat halt einfach keine guten Optionen für eine militärische Eskalation, weshalb er die ja auch weiterhin unterlässt.
Und er kann sich auch nicht einfach zurückziehen.
Und der Status quo mit der Sperrung von der Straße, der ist halt trotzdem unhaltbar.
Tja, zwar herrscht am Markt noch immer eine gewisse Skepsis und Zynismus gegenüber dem Iran, doch sind die meisten der Ansicht, dass die Operation Epic Fury ihren Höhepunkt überschritten hat und eine Einigung in irgendeiner Form eher wahrscheinlich als unwahrscheinlich ist.
Ja, darauf läuft es wohl hinaus.
Für den normalen Handel kam die Taco-Wende allerdings zu spät.
Der DAX und der S&P 500 gingen 0,6% tiefer aus dem Markt.
Der Nasdaq 100 verlor 0,4% und das Brandöl, das zuvor über 100 Dollar gesprungen war, gab nach der Nachricht dann leicht wieder nach, blieb aber auf deutlich erhöhtem Niveau.
Und die Befragung von Kevin Walsh, das ist ja...
der von Trump vorgeschlagene neue FED-Präsident, der brachte keine wirklich neuen Erkenntnisse.
Walsh betonte, dass Trump in Gesprächen nie gebeten habe, eine Zinsentscheidung im Voraus festzulegen und erklärte, der Präsident hat mich nominiert, aber er werde nicht Trumps Marionette sein.
Und Trumps Marionette heißt, he will absolutely not be President's Sockpuppet.
Wusstest du, dass das Marionette heißt?
Sockpuppet, finde ich einfach ein wunderschönes Wort.
Und lustig war auch oder interessant war auch, dass er einige Fragen abgelehnt hat, beispielsweise zum zukünftigen Zinspfad oder zu Trumps Forderungen nach massiven Zinssenkungen.
Er soll ja bis auf ein Prozent die Zinsen senken, das hat Trump gefordert.
Und er begründete dies mit seiner Ablehnung von Forward Guidance, so eine Art von Zinsversprechen für die Zukunft und deswegen wollte er das auch hier nicht tun.
Während die Märkte im Iran-Konflikt gefangen waren, sorgte eine Meldung aus dem Telekommunikationssektor für Aufsehen.
Die Deutsche Telekom plant offenbar den ganz großen Wurf in den USA.
Laut Bloomberg erwägt der Bonner Konzern einen vollständigen Zusammenschluss mit seiner extrem erfolgreichen Tochter Team Mobile US, es soll eine neue, vereinfachte globale Holding geschaffen werden und diese würde ein Aktienkaufangebot für die beiden bestehenden Gesellschaften abgeben und das Ziel ist dann halt, hört, hört, ein einheitlicher Weltkonzern.
der die operativen Geschäfte in Europa und den USA bündelt und direkt im Besitz der aktuellen Investoren bei der Firmenstunde.
Es wird spekuliert, dass die neue Holding sowohl in den USA als auch in einer großen europäischen Börse gelistet wird.
Die Gespräche sollen sich aber noch in einem sogenannten frühen Stadium befinden.
Also wenn ich jetzt die Stadt Bonn wäre, dann würde ich jetzt ein bisschen nervös werden, obwohl die ja den großen Elefanten da vor das Hauptquartier in Bonn gestellt haben.
Das ist auf jeden Fall.
Dann muss da das Hauptquartier hin, jetzt wo der Elefant da steht.
Wo der Elefant da in Brüssel steht, wahrscheinlich.
Auf jeden Fall.
Der Plan klingt spannend, aber er ist natürlich, wir haben es schon angedeutet, kein Selbstläufer.
Denn ein Deal in so einer Größenordnung, der benötigt natürlich die ausdrückliche Zustimmung aus Berlin, aber eben auch aus Washington.
Und US-Präsident Donald Trump hat sich ja bereits skeptisch gegenüber großen Fusionen in einem Sektor geäußert.
Beispielsweise hat er in der theoretischen United-American-Airlines-Fusion bereits eine Absage erteilt, was eben die politische Hürde für die Telekom noch erhöhen wird, zumal es da auch noch um den ausländischen Konzerten gehen würde aus Deutschland.
Und die Aktie von T-Mobile US, die reagierte leicht positiv und legte über 1,5 Prozent zu.
Anleger begrüßen eben die Aussicht auf eine vereinfachte Struktur und die Hebung von Synergien im weltweit größten Telekonventionsmarkt.
Aber die T-Aktie, die hat nur ganz leicht mal gezuckt, kurz nach 8, nachbörslich.
Aber so richtig positiv war das für die nicht.
Noch nicht, womöglich noch nicht.
Eine ziemlich große Überraschung lieferte United Health ab.
Um den Krankenversicherungsgiganten stand es ja zuletzt ziemlich schlecht.
Schlechte Nachrichten, schlechte Kursverläufe.
Doch gestern hat der Konzern im ersten Quartal die Erwartungen der Wall Street klar übertroffen, was zur Folge hatte, dass auch die Jahresprognose angehoben wurde.
Und am Ende stand ein Plus von deutlichen sieben Prozent.
Die Aktie hat sich richtig kräftig vom Tief erholt.
Die war ja mal richtig abgestört.
Gute Zahlen.
Aber miese Prognosen lieferte die US-Fluggesellschaft United Airlines ab.
Wegen der hohen Kerosinpreise als Folge des Iran-Kriegs fallen die Gewinnerwartungen deutlich schwächer aus.
Die Airline rechnet für dieses Jahr nur noch mit einem Ergebnis pro Aktie von 7 bis 11 Dollar statt zuvor erwarteter 12 bis 14 Dollar.
Denn die Treibstoffkosten sind im Vergleich zum ersten Quartal 2025 um 340 Millionen Dollar angestellt.
Sieht man mal, welchen Kostenblock das verursacht.
Die Aktie, die verlor 2 Prozent.
Es gab aber noch eine schlimmere Airline, Alaska Air.
Die schockten mit einer noch heftigeren Treibstoffkostenwarnung.
Minus 600 Millionen an Mehrkosten.
Wahnsinn.
Die Aktie, die verlor fast 5 Prozent.
Ja, wir bleiben noch bei den Airlines.
Die deutsche Lufthansa hat angekündigt, das Flugangebot um knapp 1 Prozent zu reduzieren.
Konkret werden rund 20.000 Flüge bis Oktober gestrichen und Ziel ist es halt, da haben wir es wieder, die extrem hohen Treibstoffkosten abzufedern und die operative Stabilität zu sichern.
Gleichzeitig gibt es Berichte über die Schließung der Tochtergesellschaft Cityline, was halt den Druck auf das Kurzstreckennetz weiter erhöhen würde.
Passend auf folgende Meldung zu den großen Verlierern zählten an der Wall Street die Aktien von GE Aerospace mit einem Minus von 5,8 Prozent.
Das Unternehmen verkündete richtig gute Zahlen, Gewinne und Umsätze lagen deutlich über den Erwartungen.
Doch auch hier drückt der hohe Ölpreis auf die Stimme.
Der Konzern rechnet mit einem schwierigen Geschäftsumfeld bei den hohen Rohstoffkosten und einem langsameren globalen Wachstum.
Man merkt, wie die Ölkrise inzwischen doch in die Realität der Konzerne ankommt.
Bei den Flugkonzernen und bei denen, die da eben die Turbinen und solche Sachen herstellen.
Da kommt sie besonders schnell an, das stimmt.
So und dann müssen wir noch über eine andere Krise reden, nämlich über die Nivea-Krise.
Beiersdorf nämlich ist wegen einer...
schwachen Entwicklung seiner Hauptmarke mit einem Umsatzrückgang ins Jahr gestartet.
Die Erlöse sanken im ersten Quartal um 4,6% auf 2,5 Milliarden Euro.
Während die Hautpflegesparte Derma, die sind so Marken wie Eucerine und Aquaphor, erneut kräftig zulegt, erwies sich Nivea als das große Sorgenkind.
Und ja, was sind die Gründe bei erst auf selbst, denn jetzt irgendwie so ein schwieriges Marktumfeld und eine hohe Vergleichsbasis aus dem Vorjahr.
Was man aber weiß, ist, dass der Massenmarkt einfach Probleme macht und die Aktie verloren fast 4%.
Seit Jahresanfang schon 20% im Minus.
Und Stichwort Nivea-Krise, lieber Holger.
Ich habe mal nachgeguckt, im YouGov Brand Index liegt Nivea bei den Cremes nicht mehr auf Platz 1.
Stattdessen auf 1 Balea.
Ja.
Und soll ich dir was sagen?
Ich habe ja sofort bei mir ins Badezimmer geschaut und ich habe die Balea Men Hyaluron Gel.
Wirklich?
Ich habe das wirklich so ein blaues Zeug, das schmierst du dir aufs Gesicht und danach hast du wie so eine Panzerschicht oben drauf.
Und das ist wirklich großartig und das kostet sehr, sehr wenig.
Und ich kann dir auch sagen, wenn du das gleiche Hyaluron Zeugs von Beiersdorf holst, das kostet einfach Faktor X.
Und ich glaube, das ist einfach eine Preisfrage.
Die haben einfach die Marke, die mehr...
preislich zu stark ausgeweitet und dann gehst du halt zu Balea.
Ja, wenn der Massenmarkt ein Problem ist, wie ich es gerade gesagt habe, aber du gar keine Massenmarktpreise mehr anbietest, dann bist du halt nicht mehr im Massenmarkt.
Aber du bist auch nicht so richtig die Premium-Marke.
Das bist du eben auch noch nicht und deswegen bist du halt dazwischen.
Und in between ist nie gut.
So, Überstelltermine.
Wir wollen ja hier nicht die Leute heute 30 Minuten mit Podcast beschäftigen oder mit Creme-Geschichten.
Auf jeden Fall verschiebt sich der Fokus jetzt massiv auf Big-Tech-Zahlen.
Tesla legt nachbörslich heute Zahlen vor.
Dann noch IBM und ServiceNow, ja auch beides große Unternehmen.
Dann am Vormittag vor Börseneröffnung in Amerika noch Boeing, G, Vanova, AT&T.
Und außerdem noch Texas Instruments LAM Research in Europa, L'Oreal, Flatex, Digiro, Essilor, Luxottica, Racket, Bank, Heiser, Danone und BHB.
Und dann hat noch Google Cloud eine Konferenz und da gucken halt die Marktteilnehmer auf neue KI-Features.
Das Thema des Tages.
Im Thema des Tages müssen wir nochmal über die Zäsur sprechen.
die es in der Tech-Welt extrem selten gibt.
Am Montagabend werden es ja gestern schon euch gemeldet.
Hat Apple verkündet, Tim Cook tritt ab nach 15 Jahren.
Zum 1.
September übergibt er an einen Mann, den außerhalb von Cupertino bis gestern kaum jemand kannte, John Ternes.
Ja, da geht eine Ära zu Ende.
Cook hat 2011 von Steve Jobs einen Konzern übernommen, der damals rund 330 Milliarden Dollar wert war.
Heute sind es 4 Billionen.
Faktor 20.
Das muss ihm erstmal jemand nachmachen.
Nur Jensen Wang von Nvidia hat in derselben Zeit mehr Marktwert geschaffen als Tim Cook.
Und der Neue, der übernimmt eine Mammutaufgabe.
Und zwar hat ihm auch schon Tim Cook gesagt, nach dem gleichen Motto, wie das schon Steve Jobs gemacht hatte.
Er solle nicht danach achten, was der Vorgänger gemacht hat.
Er solle einfach die Sache richtig machen.
Das finde ich immer, wenn du so eine Idee mitbekommst, wie du deinen Job richtig machen sollst, dann ist das schon mal eine sehr hohe Erwartung, die an dich gemacht wird.
Ternus, der ist genauso 50 Jahre alt, wie das Cook ist, bei seinem Amtsantritt gewesen ist.
Und 25 Jahre ist Ternus jetzt schon bei Apple, Maschinenbauingenieur aus Pennsylvania, verantwortlich für iPad, für die Macs, für AirPods und zuletzt für die gesamte Hardware inklusive iPhone.
Ist also, kann man sagen, so ein Hardware-Mann durch und durch.
Ja, genau da liegt ja auch das Problem, denn die entscheidendste Tech-Verschiebung seit dem iPhone heißt halt KI und da ist Apple abgehängt.
Das Wall Street Journal hat Apples Sprachassistentin Siri dieser Tage als Neandertaler bezeichnet.
Das ist zwar bitter, aber ich finde es ehrlich gesagt fast noch untertrieben.
Siri existiert seit 2011 und kann eigentlich gar nichts.
ja vielleicht grundlegende Anfragen beantworten, während ChatGPT oder Gemini halt einfach fließend quasseln.
Und ausgerechnet Ternus, ein Hardware-Typ, der mit KI bisher wenig am Hut hatte, der soll das jetzt richten.
Und dabei ist der Mann noch ein kultureller Apple-Überzeugungstäter.
Als er bei Apple Karriere machte und endlich ein eigenes Büro hätte bekommen können, hat er das einfach abgelehnt.
Er wollte lieber im Großraum bei seinen Ingenieuren sitzen.
Und selbst beim zweiten Anlauf, als dann das Büro wieder frei wurde, hat er gesagt, nee.
Er ist halt kein Typ für Statussymbol.
Er ist kein Typ für Distanz und sowas wie Tür zu oder Tür auf.
Das kennt er auch nicht.
Ja, das ist Apple DNA in Reinform.
Kontinuität zu Cook, nicht Bruch.
Und Cook, der geht ja auch gar nicht komplett, sondern bleibt als Executive Chairman an Bord.
Das ist der erste von drei Gründen, warum die Analysten heute beziehungsweise aktuell ziemlich entspannt reagieren.
Da gibt es natürlich noch einen zweiten Grund.
Die Hängepartie um die Nachfolge, die ist endlich vorbei.
Monatelang wurde ja spekuliert, dass es möglicherweise Jeff Williams werden könnte.
Das war ja der engste Vertraute von Cook.
Aber der hat Apple verlassen im November Richtung Disney-Aufsichtsrat.
Und Softwarechef Craig Federighi, der galt als Kandidat, hat aber laut Kollegen bei KI und Siri den Ball fallen lassen.
Und nun hat sich Turnus intern gegen alle anderen durchgesetzt.
Grund 3, das ist der spannendste.
Von einem Hardware-Chef als CEO erhoffen sich die Analysten mehr Tempo bei neuen Produktkategorien.
Denn Ives von Wettbusch bleibt bei Outperform Kursziel 350 Dollar.
Und Bernstein mit Mark Newman auch Outperform Kursziel 340.
Die Aktie steht bei 273 Dollar.
Das sind so 25% Luft nach oben.
Und Ives formuliert drei Hausaufgaben für Turners.
Erstens KI, KI, KI.
Apple dürfte die vierte industrielle Revolution nicht von der Seitenlinie beobachten.
Zweitens Hardware-Innovation, faltbare iPhones, KI-Brillen, neue Produkte.
Und drittens, und auch das finde ich spannend, erwünscht sich mehr Offenheit nach außen und beispielsweise mehr Zukäufe und mehr externe Talente.
Ja und da liegt ein entscheidender strategischer Punkt, den das Analysehaus Bernstein sehr schön herausgearbeitet hat.
Anders als Microsoft, Google, Meta oder Amazon hat Apple unter Cook bewusst entschieden, wir buttern keine hunderte Milliarden in eigene Foundation Models, wir setzen auf Partner.
Google liefert mit Gemini beispielsweise die Intelligenz für das neue Siri und Apple kassiert dafür Abogebühren, wenn jemand ChatGBT auf dem iPhone nutzt.
Und Dan Ives hat dafür ein schönes Bild geprägt.
Apple sei der Mautkassierer auf der KI-Autobahn.
2,5 Milliarden aktive Apple-Geräte weltweit.
Wer seine KI auf diese Geräte bringen will, der muss einfach an Apple zahlen.
Und der App Store, der soll allein 2026 über eine Milliarde Dollar an KI-Einnahmen generieren.
Also wenn sich jemand da irgendwie die anderen Dinge nutzt, dann müssen sie da zahlen, ja immer diese Abgabe.
Ja, das klingt einerseits clever, ist aber auch riskant, denn das bedeutet ja auch, Apple ist abhängig von Plattformen, die andere bauen und wenn OpenAI oder Google morgen die Spielregeln ändern, wird es halt eng und Apples eigener Assistent läuft künftig halt auch auf fremde Intelligenz.
Und die Nagelprobe, die kommt wohl im Juni.
Da ist dann die Entwicklerkonferenz WWDC und dort soll das neue Siri vorgestellt werden mit iOS 27.
Und Siri soll zu einer Art KI App Store werden, über den Drittanbieter wie JetGPT direkt integriert werden können.
Und wenn das floppt, dann wäre das natürlich für Turnus ein sehr ungemütlicher Start.
Und dann kommt die Hardware-Offensive.
Im Herbst soll das erste faltbare iPhone starten.
Samsung macht das übrigens schon seit Jahren, also das ist jetzt keine Revolution.
Dann ein fast 50 cm breites faltbares iPad, KI-Brillen, AirPods mit Kamera und sogar ein Anhänger mit Kamera, der seine Umgebung erkennt.
Das ist so eine Sprache eines Hardware-Denkers.
Terence glaubt offenbar, die KI-Ära wird nicht durch Chatbots gewonnen, sondern durch Geräte, in denen KI unsichtbar eingebaut ist.
Und das kann aufgehen, kann aber auch bedeuten, dass Apple den eigentlichen Kampf um die Modelle, die Plattformen anderen überlässt.
Ein früherer Apple-Manager hat es in der New York Times jetzt auf den Punkt gebracht, sinngemäß, wer jedes Jahr ein iPhone bauen will, für den ist Turnus der richtige Mann.
Das ist erstmal ein Kompliment, aber auch eine Warnung.
Apple braucht halt mehr als das nächste iPhone.
Das Ding verkauft sich seit fast 20 Jahren.
Und nicht zu vergessen, am 30.
April kommen Apples Zahlen zum zweiten Quartal und das ist auch die erste...
Feuertaufe unter dem neuen Regime, auch wenn Turner es offiziell erst ab September übernimmt.
Und Bernstein erwartet beim Umsatz 471 Milliarden für das Gesamtjahr, gewinnt die Aktie 8,75 Dollar, ein Plus von 17 Prozent.
Für euch als Anleger heißt das, Apple bleibt im Kern das, was es unter Cook war, eine Cash-Maschine mit intakter Dividende laufendem.
Aktienrückkaufprogramm und einem Ökosystem, in das hunderte Milliarden Dollar an KI-Umsatz reinfließen, ohne dass Apple selbst das Rennen um das beste Modell gewinnen muss.
Das ist die Stärke.
Die Schwäche ist, wer diese Mautstelle stört, trifft Apple direkt ins Mark.
Und wenn man es vielleicht zusammenfassen soll, Apple ist...
Keine Wachstumsrakete mehr, aber ein sehr robuster Anker im Tech-Depot.
Und wer schon drin ist, der sollte auch drin bleiben.
Wer noch nicht drin ist, der kann vielleicht auf Rücksetzer warten.
Denn irgendwo oder irgendwann zwischen WWDC im Juni und dem faltbaren iPhone im Herbst könnte es auch Enttäuschungen geben.
Und wenn man mal in die Geschichte guckt, ist das immer eine historisch gute Einschiffsgelegenheit gewesen bei Apple.
Aber es ist natürlich nur eine Einordnung.
Auf keinen Fall ist es eine Empfehlung.
Und wer hohe Erwartungen an eine Revolution im Stile von Steve Jobs hat, die wird auch Ternis nicht liefern.
Aber das muss er ja auch gar nicht.
Cook war auch kein Visionär und hat trotzdem 3,7 Billionen Dollar Marktwert geschaffen.
Wenn Ternis auch nur halb so solide liefert, reicht das auch für ordentliche Renditen.
Als unser Automobil-Korrespondent Christoph Kapalczynski mir vor einigen Tagen sagte, er werde sich in Peking den Auftritt von Volkswagen vor der großen Automobilausstellung ganz genau anschauen, da dachte ich mir, naja, ist das jetzt so spannend.
Kennt man ja schon einst ganz stark in China, jetzt den Anschluss verloren, keine Chance, den Rückstand wieder aufzuholen.
Aber da habe ich mich geirrt, denn das, was Christoph uns da gestern aus Peking berichtete, das war derart bemerkenswert, dass wir unsere Triple E Idee heute dem Konzern aus Wolfsburg widmen.
Und Wolfsburg ist auch ein gutes Stichwort, denn das, was der Konzern plant, hat mit Wolfsburg nicht mehr so viel zu tun.
Das, was in Peking gezeigt und erzählt wurde, ist nicht weniger als der Versuch einer Neuerfindung.
CEO Oliver Blume ruft den Neustart in China aus, zeigt sieben neue Modelle.
Und sendet die Botschaft, VW will in China wieder mitspielen.
Nicht irgendwann, sondern jetzt.
Das Ganze ist natürlich viel mehr als ein Messeauftritt.
Das ist ein Stresstest für die Investment-Story.
China ist für Volkswagen nicht irgendein Markt.
China ist der Markt.
Wer dort bei Elektroautos und Software nicht relevant ist, hat im globalen Autogeschäft ein Problem.
Wie Volkswagen ja selbst seit Jahren beweist, seitdem man in China schwächelt, schwächelt auch der Aktienkurs.
Die 5-Jahres-Performance liegt bei minus 60%.
Aber die gute Nachricht für Aktionäre und deswegen ist es ja auch hier Triple E Idee.
VW hat offenbar verstanden, dass die alten Rezepte nicht mehr tragen.
Früher konnte man deutsche Autos nach China schicken, ein bisschen verlängern, etwas Ausstattung draufpacken und dann lief das schon irgendwie.
Aber die Zeit ist vorbei.
Jetzt gilt China.
entwickelt für China.
Und das ist die eigentliche Nachricht aus Peking.
Volkswagen baut dort nicht mehr nur Autos zusammen, sondern entwickelt sie dort, schreibt Software dort, organisiert Lieferketten dort und bindet lokale Tech-Partner ein.
Xiaoping für die Software, Horizon Robotics fürs autonome Fahren, das ist keine Modellpflege, sondern das ist ein radikaler Strategiewechsel.
Und genau da entstehen womöglich auch neue Geschäftschancen.
Volkswagen tut endlich das, was Kapitalmärkte sehen wollen.
Realität anerkennen und konsequent handeln.
Nicht stolz am alten Modell festhalten, sondern das Betriebssystem ändern.
Zumal China das globale Testlabor der Branche ist.
Große Screens, starke Reichweiten, autonome Funktionen, aggressive Preise.
Das alles ist dort Standard.
Wer in China bestehen kann, der kann im Zweifel auch in anderen Wachstumsmärkten bestehen.
Wer dort verliert?
Der verliert irgendwann mehr als nur Marktanteile.
Die Fantasie für die VW-Aktie entsteht ja nicht dadurch, dass in Peking ein paar Tücher von neuen Autos gezogen werden.
Die Fantasie entsteht, wenn Investoren glauben, dieser Konzern kann in seinem wichtigsten Auslandsmarkt wieder wettbewerbsfähig werden.
Dann reden wir halt über Margenqualität, über Skalierung und halt über einen möglichen Bewertungshebel.
Und vor allem, weil VW seine China-Strategie diesmal doppelt auflädt.
Erstens operativ bessere Produkte, mehr Tempo, mehr Lokalisierung.
Zweitens geopolitisch, weniger Abhängigkeit von Europa und den USA, mehr lokale Teile, mehr lokale Technik, sogar Chips mit Partnern vor Ort.
Das soll den Konzern robuster machen, einer Welt, die volkswirtschaftlich immer stärker in Blöcke zerfällt.
Früher war Globalisierung bei VW ein Effizienzmodell, heute wird Regionalisierung zum Überlebensmodell.
Peking zeigt der Konzern, wir warten nicht darauf, dass die Welt wieder einfacher wird.
Wir bauen uns einfach die komplizierte Welt um.
Und neu ist auch, VW denkt China nicht mehr nur als Absatzmarkt, sondern als Exportplattform.
Fahrzeuge aus China könnten halt künftig nach Vietnam, Indien, Brasilien, Südafrika oder sogar nach Mexiko gehen.
Das heißt, wenn diese Autos kostengünstig, digital und schnell genug sind, kann daraus ein globales Wachstumsmodell für Schwellenländer werden.
Und das ist natürlich aus Börsensicht eine völlig neue Variante.
Und dazu kommt noch, Volkswagen hat noch etwas.
Das vielen neuen E-Auto-Spielern fehlt.
Cashflow aus dem alten Geschäft.
Bei Verbrennern ist VW in China weiter stark, verdient dort Geld und kann genau dieses Geld in die Elektro-Offensive stecken.
Außerdem plant der Konzern eine unglaublich hohe Schlagzahl.
Alle zwei Wochen ein neues Modell.
Auch das mögen Investoren, weil es zeigt, dass da endlich Tempo reinkommt.
Alle sind sich einig, der Auftritt in Peking zeigt die bisher glaubwürdigste China-Erzählung von Volkswagen seit Jahren.
Nicht die Rückkehr zu alten Stärken mit alten Autos und alten Selbstbewusstsein, sondern der Versuch, neue Stärke mit lokalen Produkten, wir haben es gesagt, lokaler Technik und neuer Geschwindigkeit.
Wir dürfen uns auch nichts vormachen.
Es gibt da Risiken.
Volkswagen ist bei Elektroautos in China bislang schwach und kommt dort bisher nur auf einen sehr kleinen Marktanteil.
Zweitens, die Konkurrenz ist brutal.
BYD, Geely und viele andere spielen in China nicht bloß mit.
Sie setzen das Tempo.
Und drittens, die staatliche Förderung für E-Autos.
Die wird zurückgefahren, gleichzeitig schwächelt die Konjunktur.
Und viertens, selbst bei Erfolg ist das kein Sprint, sondern eher ein 5-10-Jahresprojekt.
Und fünftens bleibt das geopolitische Restrisiko, vor allem mit Blick auf Taiwan.
Eskaliert doch die Lage, ist China kein Ort, an dem man so stark präsent sein sollte.
Ja, das stimmt.
Das Fazit könnte lauten, in Peking hat Volkswagen keine Erfolgsgarantie vorgestellt, aber vielleicht zum ersten Mal seit langem einen Plan, der nach Zukunft klingt.
Und ihr wisst ja, an der Börse gilt, erst kommt die glaubwürdige Story, dann die steigenden Kurse.
Das war alles auf Aktien.
Wir freuen uns immer über Feedback.
Deshalb schickt uns eine Mail an aaa.welt.de oder hinterlasst uns eine Bewertung.
Und ich muss hier unbedingt Tim erwähnen.
Der schreibt nämlich, ich zitiere, schweren Herzensglückwunsch zum Derby, Nando und Lea.
Ich hoffe, wir sehen nächste Saison zwei Spiele, die aus meiner Sicht wieder etwas erfreulicher verlaufen.
Er schreibt weiter, es ist faszinierend, ihr seid im Podcast so angenehm, dass es mir fast die Sprache verschlägt, wie sehr mir eure Werder-Anmerkungen eigentlich zusetzen, aber eben nur fast.
Zwinker-Smiley.
Ja, bis morgen früh.
Es schreibt noch weiter, bis morgen früh bitte ohne Werder-Content.
Ja, lieber Tim, hat nicht ganz geklappt, dank deiner E-Mail.
Aber trotzdem vielen Dank für diese nette Mail und ich verspreche, jetzt ist erstmal Werder-Bremen-Pause.
Aber das gilt natürlich nicht für alles auf Aktien.
Und deshalb heißt es, abonniert uns, sprecht über uns und empfehlt uns euren Freunden.
Wir hören uns dann morgen wieder ab 5 Uhr bei Welt und überall, wo es Podcasts gibt.
