# AI Cloud Synergy, IPO Valuation Risks, and Market Volatility

**Podcast:** OHNE AKTIEN WIRD SCHWER - Tägliche Börsen-News
**Published:** 2026-04-22

## Transcript

Risikohinweis.
Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und sind zum einen ohne Gewehr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente.
Es handelt sich hier nicht um Anlageberatung.
Ihr entscheidet selber, was ihr macht.
Heute ist Mittwoch, der 22.
April.
Mein Name ist Noah Leidinger und das ist ohne Aktien wird schwer.
Dieser Podcast wird gesponsert von Scalable Capital und wir sprechen heute auch darüber, wieso manche Aktien, die wir hier im Podcast besprechen, eben nicht bei Scalable oder anderen deutschen Brokern handelbar sind.
Aber davor geht es nochmal um eine indirekte Wette auf den K-Glas-Börsengang und davor gibt es natürlich die aktuellen News.
Ich habe gute Nachrichten für die mutigen Value-Investoren unter euch.
United Health hat gestern sehr solide Zahlen vorgelegt und scheint beim Turnaround wirklich voranzukommen.
Die Aktie hat danach gestern um die 7% zugelegt und im letzten Monat schon fast 30%.
Zur Erinnerung, vor einem Jahr war United Health ja ziemlich in der Krise.
Es gab politischen Druck, starke stiegene Kosten nach Corona, interne Probleme.
Und auch viele weitere Probleme.
Aber seitdem gibt es eben einen Turnaround.
Und letztes Quartal ist jetzt das Medical Loss Ratio, also wie viel von den Versicherungsprämien sie für medizinische Kosten ausgeben müssen, auf unter 84 Prozent gefallen.
Analysten haben eigentlich eher 86% erwartet und es war der niedrigste Wert seit zwei Jahren.
Auch sonst waren die Zahlen solide und die Erwartungen waren immer noch nicht wahnsinnig hoch.
United Health ist gerade so 315 Milliarden Dollar wert.
Das ist ein erwartetes Kurs-Gewinn-Verhältnis von 20, also gar nicht so günstig.
Wenn man es aber mit dem Gewinn vergleicht, den sie in den sehr guten Jahren 2024 und 2023 gemacht haben, dann ist es gerade mal ein KGV von 10.
Das zeigt also das Potenzial, das da ist.
Trotzdem bleibt es eine Firma, bei der man sich extrem gut mit dem System auskennen muss.
Vor allem, weil UnitedHealth eben nicht nur eine Krankenversicherung ist, sondern sie sind zum Beispiel auch einer der größten Arbeitgeber von Ärzten in den USA und betreiben da richtig große Arztpraxen.
Und sie verkaufen zum Beispiel auch Software an andere Gesundheitsfirmen.
Und das wird übrigens auch in KI-Zeiten ganz spannend.
Und zwar investieren ja gerade alle Firmen in KI.
Vor allem beim Versicherungsbereich kann man sich aber sehr gut vorstellen, dass sie da bei der Abwicklung von den ganzen Schäden schon sehr viel durch künstliche Intelligenz sparen können an Kosten.
United Health investiert alleine dieses Jahr 1,5 Milliarden Dollar in KI-Projekte.
Und sie glauben eben, dass sie einen großen Teil davon wieder rauskriegen, indem sie es in den nächsten ein bis zwei Jahren dann auch an ihre Kunden verkaufen in Form von eigener Software.
So oder so bleibt UnitedHealth auf jeden Fall ein Case, wo das Management sehr viel richtig machen muss.
Dass das Ganze kein Selbstläufer ist, sieht man schon alleine daran, dass sie in den letzten Monaten die Hälfte der Top 100 Manager einfach ausgetauscht haben.
Auch eher ein Turnaround Case ist die Magnum Ice Company.
Nicht, weil die Firma hinter Ben & Jerry's, Magnum und den ganzen anderen Eissorten Verluste macht.
aber weil das Business einfach in den letzten Jahren ziemlich schwierig geworden ist.
Sie sind wetterabhängig, sie sind negativ betroffen von Gesundheitstrends, sie sind aufwendig in der Logistik wegen den ganzen Kühlkosten und dazu kommen jetzt auch noch die gestiegenen Energiepreise.
Jedenfalls sind gerade ca.
19% der Aktien von Magnum in den Händen von Short-Sellern, also von Investoren, die auf fallende Kurse setzen.
Und damit ist es tatsächlich, die 18.
meistgeschortete Aktie im Eurostock 600 kann für mutige Investoren eine Chance sein, aber auf jeden Fall...
Kein Case, der ganz einfach ist.
Und wenn wir schon bei keinen einfachen Cases sind, ist mir noch die dänische Brauerei Royal Unibrew aufgefallen.
Die hat nämlich gestern an einem Tag 25 Prozent verloren.
Jetzt muss man sagen, dass Royal Unibrew mit gerade mal drei Milliarden Börsenwert auch nicht wahnsinnig groß ist.
Aber spannend ist eben der Grund für den Kursabsturz.
Und zwar ist Unibrew bisher der Abfüller von Pepsi-Getränken in Dänemark, den baltischen Staaten und Finnland.
Das Business sorgt circa für 13 Prozent vom Umsatz.
Und geht aber ab 2029 an Carlsberg.
Und als das gestern rauskam, ist eben die Aktie abgestürzt.
Und das zeigt auch mal wieder, wieso es eben Sinn macht, sich mit so Themen wie der Abhängigkeit von einzelnen Kunden zu beschäftigen.
Aber jetzt endlich zu den guten Nachrichten.
Amazon hat wieder 5 Milliarden Dollar in Anthropic investiert und es könnten sogar noch 20 Milliarden Dollar dazukommen in den nächsten Jahren.
Das alles zusätzlich zu den 8 Milliarden, die Amazon bisher schon in Anthropic investiert hat.
Und im Gegenzug kauft Anthropic dann für die nächsten 10 Jahre Rechenleistung in der Amazon Cloud für 100 Milliarden Dollar oder vielleicht sogar noch mehr.
Die Aktie von Amazon hat gestern vielleicht auch wegen der Meldung um die 2% zugelegt und auch gestiegen sind die Aktien von Marvell und Estera Labs.
Die arbeiten nämlich mit Amazon eng an deren Rechenzentren und auch an den eigenen Amazon-KI-Chips.
Dann ist gestern die Aktie von Halliburton um die 5% gestiegen.
Das ist mit 30 Milliarden Dollar Börsenwert einer der größten Öldienstleister der Welt.
Die helfen also anderen Ölfirmen dabei, Öl zu produzieren und zu fördern.
Und die meinten eben, dass es in den USA vor allem von den kleinen und schnellen Anbietern in den letzten Wochen deutlich mehr Anfragen gibt, also seitdem der Krieg ausgebrochen ist.
Passend dazu hat dann Carex aus Malaysia gestern gesagt, dass sie ihre Preise wegen dem Iran-Krieg um 20 bis 30% anheben werden.
Und das könnte viele von uns treffen.
Carex ist nämlich der größte Kondomproduzent der Welt und produziert unter anderem für Durex.
Neben dem Preisanstieg hat Carex außerdem gesagt, dass gerade sehr viele Kondome auf Schiffen feststecken und nicht weiterkommen, was teilweise zu richtigen Engpässen führt.
Ansonsten gab es wieder viel hin und her rund um den Iran-Krieg.
Trump meinte aber, dass sie mit dem Iran einen Great Deal erreichen werden.
Und in Peking startet ja diese Woche die größte Automesse der Welt und Volkswagen hat davor schon mal den neuen Chetta X vorgestellt.
Das soll ein elektrischer SUV sein, der nur knapp über 10.000 Euro kostet und deshalb eben auch Chatter heißt, so will VW bei den günstigen Preisen der chinesischen Player mitspielen, aber eben nicht die VW-Marke selbst in das günstige Preissegment runterziehen.
Mal schauen, ob die Strategie aufgeht.
Und zum Abschluss noch eine spannende Meldung, die aus dem IPO-Prospekt von SpaceX geleakt wurde.
Erstens hat Musk letztes Jahr 1,4 Milliarden Dollar an SpaceX-Aktien von Mitarbeitern abgekauft und zweitens hat er genau wie bei Tesla ein Riesen-Bonuspaket, wenn...
der SpaceX-Börsenwert auf 6.600 Milliarden Dollar steigt und nur um das mal ins Verhältnis zu setzen, dann wäre SpaceX alleine mehr als doppelt so viel wert wie alle börsennotierten Firmen in Deutschland.
Und noch ein kleiner Nachtrag von gestern Nacht.
Die Deutsche Telekom und T-Mobile US diskutieren nämlich laut Bloomberg über eine Fusion.
Ist alles noch sehr früh, aber es könnte dann eine riesige gemeinsame Firma werden, die sogar der wertvollste Telco-Konzern der Welt wäre.
Und eigentlich macht das nicht so viel Sinn, weil die Businesses sehr unterschiedlich sind und viele Investoren zum Beispiel vielleicht nur in das US-Geschäft investieren wollen.
Aber die Telekom wird einfach deutlich günstiger bewertet als T-Mobile und die Hoffnung wäre, dass Telekom als Teil der größeren Firma dann einfach mehr wert wäre.
Die Aktien haben aber gestern nicht stark auf die Meldung reagiert.
Christoph hat ja letzte Woche erzählt, dass die Carglass Mutter Bellrun für mindestens 30 Milliarden Euro an die Börse soll und Timon hat sich jetzt den Großaktionär angeschaut, der davon profitieren könnte und damit eben auch seine Aktie.
Mit den 30 Milliarden Euro wäre Bellrun erstmal einer der größten europäischen IPOs der letzten zehn Jahre und die Bewertung von 30 Milliarden würde mehr als dem 50-fachen vom Gewinn entsprechen.
Also auf den ersten Blick sehr sportlich für so ein Business, andererseits ist der operative Gewinn von Bellrun.
über die letzten 10 Jahre im Schnitt mit 20% pro Jahr gewachsen.
Und die Firma hat relativ hohe Schulden.
Wenn sie die Schulden reduzieren, ist der Gewinn schnell höher.
Spannend ist aber eben, dass Bellron schon jetzt indirekt an der Börse ist und da deutlich günstiger der Detrain-Gruppe gehören nämlich 50% von Bellron.
Falls es wirklich zum IPO bei 30 Milliarden Euro kommt, ist der Anteil abzüglich Schulden knapp 11 Milliarden Euro wert.
Das sind 10% mehr als der aktuelle Börsenwert.
Dazu hat die Firma noch vier andere Businesses.
Und auch noch Immobilien im Wert von ca.
400 Millionen Euro.
Selbst wenn man jetzt D-Trints eigenen Nettoschulden noch vom Börsenwert abzieht, bekommt man den Rest quasi gratis dazu.
Und das ist eine Firma, die dann immer noch 140 Millionen Euro Nettogewinn macht.
Wie kann das sein?
Einmal ist der Deal noch nicht durch und es ist nicht sicher, dass es wirklich zu der Bewertung kommt.
Und dann versuchen viele Private Equity Investoren, ihre Unternehmen vor dem Börsengang nochmal aufzuhübschen, um sie möglichst teuer an die Börse zu bringen und beim Verkauf möglichst viel Geld zu machen.
Das ist auch ein Grund, warum es häufig eine schlechte Idee ist, in IPOs zu investieren und laut der Financial Times will Detrin eben mindestens die Hälfte seiner Anteile behalten.
Außerdem hält die Detrin-Familie noch 60% an Detrin und mit dem Einfluss haben sie 2024 eine Sonderdividende rausgegeben, um einen anderen Großaktionär rauskaufen zu können.
Die Sonderdividende wurde mit Schulden finanziert und genau diese Finanzierung hat Vertrauen bei anderen Aktionären gekostet.
Das hat gezeigt, dass die Familie bereit ist, die Firma für eigene Zwecke zu nutzen, auch wenn es nicht unbedingt im Interesse der anderen Aktionäre ist.
Und dann gibt es eben bei Beteiligungsgesellschaften fast immer einen sogenannten Holding-Abschlag, weil Investoren vielleicht nur an Bellron interessiert sind, aber gerade noch in die ganze Gruppe investieren müssten.
Was den Abschlag bei Detrin gerade so groß macht, ist, dass die meisten anderen Geschäfte gleichzeitig schwächeln.
Detrin Automotive ist der exklusive VW-Importeur für Belgien, aktuell ein schwieriges Business.
TVH ist ein Händler von Ersatzteilen von Gabelstaplern, Baumaschinen und Traktoren.
Die Nachfrage in der Logistik- und Baubranche ist in den letzten Jahren aber eingebrochen und die Marge gefallen.
Und die Notizbuchmarke Moleskin macht Verluste und kann laut Analysten seine Zinsen nicht mehr bezahlen.
Macht aber sowieso nur 2% vom Umsatz aus.
Nur der Kfz-Ersatzteilhändler, PHE, wächst.
Der Rest von D-Trings Geschäft sieht aktuell also nicht super attraktiv aus.
Wenn Bellron wirklich für 30 Milliarden Euro oder sogar mehr verkauft wird, dann könnte das aber schon ausreichen.
Wir sprechen hier im Podcast hin und wieder ja auch über Aktien, die man in Deutschland nicht ganz so einfach handeln kann.
Und wie das sein kann, habe ich jetzt mal mit Julius Weller besprochen.
Er ist Vice President Broker von Scalable Capital.
Julius, wie kann das sein, dass manche Aktien bei euch nicht verfügbar sind?
Entscheidet ihr euch manchmal bewusst gegen Aktien oder wie gibt es das?
Entscheidung gegen eine Aktie oder irgendein Instrument treffen wir nicht, sondern wir wollen eigentlich alle Instrumente handelbar machen und jede Aktie auch anbieten.
Das ist aber nicht immer ohne weiteres möglich.
Da gibt es ein paar Voraussetzungen, die erfüllt werden müssen.
Das Wichtigste ist, dass jedes Instrument, was in der EU gehandelt wird, einen sogenannten Legal Entity Identifier braucht, LEI.
Das ist gerade bei US-Unternehmen immer wieder ein Thema.
Wenn die an die Börse auch gehen, haben die das nicht so auf dem Schirm.
Das gab es zum Beispiel damals beim Coinbase IPO.
War das so ein Thema, dass die ein paar Tage lang in der EU noch nicht handelbar waren an den Börsen, weil die eben diesen Identifier noch nicht beantragt hatten.
Sonst gibt es noch ein paar technische Themen.
Die Aktien müssen auch in Europa abwickelbar sein.
Da gibt es zwei große Zentralverwahrer, heißen die, also quasi die Depotbank der Depotbanken, wo wir selbst dann als Bank ein Konto haben.
Das ist bei uns die Clearstream AG.
Mit dieser Bank braucht es sozusagen für die Aktie eine Abwicklungserklärung.
Wenn es die auch nicht gibt, dann kann der Trade nicht stattfinden.
Das sind so die Hauptthemen, also relativ technisch.
Da sind wir auch immer dran.
die möglichst schnell aus dem Weg zu räumen, dann diese Abwicklungserklärung zu kriegen.
Oder wir schreiben dann teilweise auch die Investor Relations Teams von den Aktien, von den Unternehmen an und sagen, hey, euch fehlt noch der europäische Identifier, den bräuchtet ihr noch bitte.
Wenn es mal nicht so ist oder wenn es irgendeine Aktie gibt, irgendeinen Nischenwert, den wir jetzt nicht so auf dem Schirm hatten.
Ich meine, wir haben über 8000 Aktien, die handelbar sind, aber ein paar.
Werte links und rechts haben wir sicherlich noch nicht.
Dann könnt ihr, können eure Hörer uns auch immer gerne schreiben.
Wir haben da ein eigenes Team.
Das erreicht ihr über listing.scalable.capital.
Gibt es sonst generell beim Thema der Aktienlistung noch irgendwelche spannenden Aspekte, die Privatanleger vielleicht nicht immer so auf dem Schirm haben?
Also es gibt noch ein Thema.
Jetzt sagen nicht Listing, was wir selbst vornehmen betreffend, sondern Listing, was andere Banken nehmen.
Die sogenannten ADRs, American Depository Receipts.
Das sind im Endeffekt US-Banken, die europäische Aktien nehmen und die in den USA handelbar machen wollen.
Shell, eigentlich ja in UK gelistet, mit einer britischen Eisen.
Gibt aber auch bei uns im Broker, findet man die auch, dann eine amerikanische Version davon mit einer US Eisen.
Da muss man ein bisschen aufpassen, dass man das auf dem Schirm hat.
Das ist dann eben nicht die Aktie selbst, sondern sozusagen nur so eine...
Verpflichtung der jeweiligen Bank, die die rausgegeben hat, die mit diesen Aktien hinterlegt ist.
Aber die hält, ist man eben nicht selbst Aktionär von Shell, kann jetzt nicht ohne weiteres zur Hauptversammlung gehen, können auch Gebühren haben.
Das heißt, du kriegst nicht eins zu eins die Dividende ausgezahlt, sondern da geht vielleicht eine Gebühr ab.
Die handeln dann auch nicht in der Währung, sondern meistens eben in Dollar und so weiter.
Und die Bank kann die auch jederzeit einstellen.
Also da muss man ein bisschen aufpassen.
Du hast es verwechselt, ist doch nicht schlimm.
Mensch, weißt du, wie oft ich etwas verwechselt habe?
Du brauchst dich doch einfach nur vor mich hinstellen und sagen, du, weißt du was, habe ich verwechselt.
Großer Meister.
Das war Ohne Aktien wird schwer, produziert von Potsdas bei OMR.
Euch einen guten Start in den Tag.
Bis morgen.
Adios.
