# Apple CEO Transition, Fed Leadership Shifts, and Chemical Sector Trades

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-04-21

## Transcript

Das ist alles auf Aktien.
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Kapitalanlagen bergen Risiken.
Alle Infos findet ihr wie immer nochmal in den Shownotes.
Und jetzt viel Spaß mit der Folge.
Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über das Apple-Beben, den Airbnb-Hotel-Pivot und die Zollrückzahlungsgewinner.
Im Thema des Tages erklären wir euch, was der zukünftig mächtigste Mann der Geldwelt für euer Depot bedeutet und eine Triple-E-Idee.
präsentieren wir den überraschendsten Deutschland-Trade des Jahres.
Alles auf Aktien, der tägliche Börsenshot.
Es begrüßen euch Holger Zschäpitz und Nando Sommerfeld aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
21.
April und wir wünschen euch einen bewussten Start in den Tag.
Und euch sollte bewusst sein, dass dieser Dienstag der erste Tag einer neuen Ära ist.
Wusstet ihr nicht?
Ja, kein Wunder, denn das war gestern auch noch nicht abzusehen.
Aber dann am späten Montagabend, das ist wieder mal ein Segen, lieber Holger, dass wir so spät nachts aufnehmen.
Da gab es nämlich eine Breaking News, die es in sich hatte.
Tim Cook tritt ab.
Apple bekommt tatsächlich nach 15 Jahren einen neuen CEO.
Ja, das gab der Konzern nach US-Börsenschluss bekannt.
Und Nachfolger wird ab dem 1.
September John Ternis.
Aber dann ist ja der 1.
September dieser berühmte Tag der neuen Ära.
Nein, nein, nein, das habe ich mir schon genauso überlegt.
Das ist quasi, wir wissen ja jetzt, haben das Bewusstsein, dass es John Ternis dann wird.
Nee, nee, die neue Ära hat quasi jetzt begonnen.
Die hat jetzt begonnen.
Ja, auf jeden Fall kam es sehr überraschend aus dieser Eilmeldung.
Die kam so gegen 22.30 Uhr.
Und es war klar, dass Cook, der jetzt 65 Jahre alt ist, demnächst abtreten wird.
Aber der Zeitpunkt, der war halt völlig unklar.
Und mit der Personalie vollzieht Apple einen Strategiewechsel an der Spitze.
Während der seit 2011 amtierende Cook als Experte für Lieferketten gilt und Apple zu einer globalen Marke mit hunderten Millionen verkauften Geräten pro Jahr ausbaute, rückt mit Ternis, einem Manager mit Fokus auf Design und Produkte, auf den Chefposten.
Das ist jetzt aber keine totale Revolution.
das muss man auch sagen, der ist Apple pur, der ist jetzt 50 Jahre alt und ist seit 25 Jahren auch schon im Unternehmen.
Und er leitete zuletzt die Hardware-Abteilung und dabei trug er maßgeblich dazu bei, dass der Absatz der Mac-Computer wieder ordentlich nach oben ging und Marktanteile gewonnen wurden.
Und laut dem Analysten Ben Bayarin vom Beratungsunternehmen Creative Strategies Der hat nämlich gesagt, dass Turnis intern sehr beliebt sei und der werde wohl frische Energie bringen.
Zumindest erhofft man sich das.
Ja, und Turnis Nachfolger wird Joni Sriyu.
Der war nämlich bisher für die Entwicklung der hauseigenen Chips und Sensoren verantwortlich und der wird eben jetzt der neue Hardware-Chef.
Und Cook hatte die Apple-Führung Anfang 2011 für den damals erkrankten Apple-Mitgründer Steve Jobs interimsmäßig übernommen und war im Herbst 2011 dann dauerhaft auf diese Position gerückt.
Und Jobs war im Oktober 2011 gestorben.
Und seit Amtsantritt hat Cook die Apple-Aktionäre sehr, sehr glücklich gemacht.
2322 Prozent.
inklusive Dividenden.
Und das macht eine annualisierte Rendite durchschnittlich von 24,3 Prozent.
Zum Vergleich, der S&P 500, der hat im gleichen Zeitraum nur 690 Prozent gemacht, beziehungsweise 25,1 pro Jahr.
Und selbst der legendäre Nasdaq 100, der schaffte nur 1.341 beziehungsweise 20 Prozent pro Jahr im Schnitt.
Und an der Wall Street ging man ziemlich entspannt mit dieser großen Personalie um.
Die Apple-Aktie, die bewegte sich nachbörsig kaum.
Ja, trotzdem sind das große Fußstapfen natürlich, in die er da tritt.
Mal schauen, was die nächsten Tage da noch so an Erkenntnissen bringen.
Aber jetzt schütteln wir uns mal kurz, denn trotz dieser historischen Apple-Nacht wollen wir noch kurz auf die Börsen insgesamt schauen, denn nach den eher schlechten Nachrichten aus dem Nahen Osten vom Wochenende kam es wie befürchtet, Die Börsengaben nach und der Tech-Index Nasdaq 100 musste seine 13-tägige Gewinnserie tatsächlich beenden und schloss 0,31 Prozent tiefer.
Der S&P 500 schloss minus 0,24 Prozent.
Ja, und unser DAX sogar minus 1,15 Prozent auf 24.417 Punkte.
Das war noch relativ glimpflich.
Es ging am Anfang schon noch ein bisschen stärker runter, aber kein Ende.
war dann wieder ein Gutteil der Verluste aufgehoben.
Und auch spannend in Amerika geht es jetzt los mit der großen Zöllerückerstattung.
Mit dem Start eines neuen Online-Portals hat die US-Regierung den Prozess zur Rückerstattung von Zöllen begonnen, die das oberste Gericht des Landes für unrechtmäßig erklärt hat.
Importeure können seit Montag Anträge auf Rückzahlung stellen.
Und nach Schätzung der amerikanischen Zollbehörde geht es dabei um rund 166 Milliarden US-Dollar.
Und das kann für so manchen US-Konzern durchaus ein finanzieller Sieg.
Verbraucher gucken aber in die Röhre.
Doch die Unternehmen, die als die großen Verlierer galten, könnten jetzt wieder aufholen.
Was mit Blick auf die Aktien?
möglicherweise ganz spannend werden kann.
Ja, wir haben mal geschaut, wer das denn so sein könnte, welche Firmen.
Besonders hart trafen Trumps später kassierte Notstandszölle ja die großen Importmaschinen der US-Wirtschaft.
Also Walmart beispielsweise warnte vor massiven Preisdruck bei China-Ware wie Elektronik und Spielzeug.
Best Buy senkte wegen der Zölle seine Jahresziele und Nike sprach sogar von Zusatzkosten von rund einer Milliarde Dollar.
Ja, und nach dem Urteil des Supreme Courts begann dann auch die große Rückforderungswelle auch mit Konzernen wie Costco und FedEx in vorderster Reihe.
Und genau diese Akteure, die können womöglich doch auf eine deutliche Ergebnisverbesserung hoffen.
Und zwei Unternehmens-News gab es noch.
Die Vorstellung neuer Software für künstliche Intelligenz gab den Aktien von Adobe Auftrieb, haben die auch dringend nötig.
Die Papiere stiegen fast zwei Prozent.
Adobe stellte eine Reihe von KI-Agenten vor, die Unternehmenskunden bei der Automatisierung von digitalem Marketing unterstützen sollen.
Und Adobe kündigte zudem an, seine Partnerschaften mit Technologieschwergewichten wie Microsoft, Google, Nvidia und OpenAI auszubauen, um die neuen Funktionen zu integrieren.
Ja und Airbnb, die erweitern ihr Geschäftsmodell und integrieren verstärkt zimmerunabhängiger Hotelanbieter.
Das ist schon tatsächlich, ich würde mal sagen, ein kleiner Pivot und gleichzeitig senkt das Unternehmen teilweise Gebühren um Wettbewerbsfähiger gegenüber klassischen.
Buchungsplattform zu werden.
Mit diesem Schritt will Airbnb halt neue Kundengruppen erschließen und zusätzliche Wachstumsimpulse setzen.
Das können sie auch gut gebrauchen.
Der Schritt kam ganz gut an, 2% im Plus.
Aber wenn ich dir die 5-Jahres-Performance sage, lieber Holger, dann weißt du, warum ich diese Aktie nicht mehr besitze.
Die liegt nämlich bei minus 15%.
Ich habe ja immer noch die eine Aktie, die ich am ersten Tag zum ersten Kurs mir damals geholt habe, als der Discokugel im Moment da war.
Und an der halte ich auch fest, egal was passiert.
Ich mache schnell die Termine.
Da haben wir heute Wash Time, aber dazu gleich mehr im Thema des Tages.
Die Internationalen Energieagentur, die veröffentlicht ihren globalen Energiebericht als zentraler Indikator für Trends bei Nachfrage, Preis und Versorgungssicherheit gilt.
In Deutschland gibt es die ZEW Konjunkturerwartung.
Dann berichtet...
Die Unternehmen, die Berichtssaison geht weiter.
Und zwar zahlen Amerika von 3MG, Aerospace, Halliburton, Intuitive Surgical, Danaher, Interactive Brokers, MSCI, Northrop Grumman, RTX Corporation, United Health, United Airlines in Europa, Rio Tinto Thales, Beiersdorf, Vivendi, ASM International, das ist nichts mit ASML, aber es ist was ähnliches.
Und dann noch die BHB Group und Adobe Summit 2026.
Wahrscheinlich war das gestern schon der erste Tag oder gibt es den zweiten Tag mit so einer Investor.
Heute müssen wir im Thema des Tages über einen Mann sprechen, der schon bald euer Depot maßgeblich bewegen könnte.
Es geht um Kevin Walsh, den designierten Fed-Chef.
Am 15.
Mai, da endet ja die Amtszeit von Jerome Powell und Donald Trump hat Walsh nominiert.
Und heute, um 16 Uhr deutscher Zeit, muss er sich einer Befragung durch den Bankenausschuss des US-Senats stellen.
Vielleicht ist das sogar die einzige Gelegenheit, dass er öffentlich Faber bekennen muss, bevor er dann Chef der wichtigsten Notenbank der Welt wird.
Grund genug, Walsh und seinen möglichen Auftritt im Thema des Tages zu beleuchten.
Gestern wurde bereits sein vorbereitetes Eröffnungsstatement bekannt.
Da stand allerdings erstaunlich wenig drin.
Und das war fast schon klinisch sauber.
Viel Bekenntnis zur Unabhängigkeit der FED, viel von dem, naja, die Notenbank muss in ihrer Spur bleiben, aber kaum Substanz zu jenen Fragen, die die Märkte wirklich interessieren.
Wann senkt er die Zinsen und wie schnell?
Und wird er die FED grundsätzlich umbauen?
Umso spannender dann das heutige Casting für einen der besten oder heißesten Jobs der Welt, so würde ich es mal sagen.
Ja, das ist die Anhörung eines Mannes, der eigentlich seit acht Jahren auf diesen Moment wartet.
2018 hat Walsh gegen Powell verloren, jetzt sitzt er im Warteraum.
56 Jahre als Stanford-Absolvent Milton Friedman, Schüler, jüngster Fed-Governor aller Zeiten, damals 2006 mit 36 und verheiratet mit Jane Lauder.
Estee Lauder Erbin, geschätztes Vermögen 1,9 Milliarden Dollar.
Also der Mann braucht den Job nicht wegen des Gehalts.
Das ist ja schon mal beruhigend, dass er nicht aus Geldnot jetzt unabhängig sein muss.
Aber genau da fängt es auch so ein bisschen schon an zu knirschen, die Geschichte.
Denn Walsh hat ein Problem.
Trump hat ihn nominiert, weil er Zinsen senken soll.
Massiv und sofort, wie der Präsident ja mehrfach auf Truth Social geschrieben hat.
Und die Inflation, die lag aber im März bei 3,3 Prozent.
Der höchste Wert seit fast zwei Jahren.
Der Ölpreis, der klebt weit über dem Vorkriegsniveau wegen des Iran-Kriegs fest.
Und die Futures, die preisen für dieses Jahr nicht mal eine einzige Viertelprozent Zinssenkung mehr voll ein.
Und da kommt dann der Elefant in den Raum.
Walsh hat 15 Jahre lang als Falke gesprochen.
Er hat 2008 noch Tage vor der Lehman-Pleite vor Inflation gewarnt.
Er war derjenige, der die aufgeblähte Fettbilanz zu einer seiner Lieblingsschimpftiraden gemacht hat.
Und jetzt soll er plötzlich die Taube sein, die den Präsidenten besänftigt.
Ja, das ist wie den Metallica-Gitarristen zu bitten, plötzlich Balladen von Roland Kaiser zu spielen.
Der kann vielleicht in die Noten greifen, aber so richtig überzeugen klingt das nicht.
Deine Musikvergleiche, unglaublich dich zu lieben.
Muss ich mal an Roland Kaiser denken.
Auf jeden Fall, Walshes Ausweg ist, er hat so einen Ausweg, die KI-Produktivitätsstory.
Und übernommen hat er die von Alan Greenspan, der in den 1990ern ähnlich argumentiert hat.
Wenn nämlich die Produktivität durch KI und Trumps Steuer- und Deregulierungspolitik nach oben schießt, dann kann man die Zinsen senken, ohne neue Inflation zu zünden.
Klingt elegant, aber andere Fettleute halten dagegen.
Höhere Produktivität bedeutet eigentlich auch höhere Kapitalkosten, nicht niedrigere.
Und der KI-Bauboom mit den ganzen Rechenzentren ist selbst inflationär.
Strom, Kupfer, Bauarbeiter, alles wird teurer.
Die eigentliche Musik, und da haben wir es wieder, die Musik, die spielt heute in der Fragerunde.
Und da können wir drei Manöver erwarten.
Erstens, Walsh wird Öl und Trumps Sölle als Einmaleffekte abhaken, nicht strukturell inflationär, das wird seine Argumentation sein.
Zweitens, er wird, wie eben schon gesagt, die KI-Produktivitäts-Kavallerie reiten.
Und drittens, und das ist der...
eigentliche Pulverfass-Moment kommt die Fettbilanz.
6,7 Billionen Dollar, die Hälfte davon Staatsanleihen, rund 2 Billionen Mortgage-Backed Securities.
Und hier wird es richtig interessant, denn Walsh hat im November im Wall Street Journal geschrieben, die Bilanz müsse signifikant schrumpfen und er hat Trump offenbar persönlich erklärt, das den Weg für größere Zinssenkungen zu einer Bilanzschrumpfung freimachen würde.
Die Logik dahinter, wenn die FED weniger Liquidität bereitstellt, und das heißt ja nichts anderes, als wenn die Bilanz kleiner wird, dann straffen sich die Finanzierungsbedingungen automatisch und die Leitzinsen, die können dann runter.
Klingt elegant, ist aber ein Verbandspiel.
Die Gefahr, wenn die fett-aggressiv US-Staatsanleihen abbaut, steigen die langfristigen Zinsen.
Und wenn sie die 2 Billionen Hypotheken-gedeckte Anleihen zu schnell abschmilzt, schießen die Hypotheken-Zinsen halt durch die Decke.
Und das trifft direkt den Häuslebauer.
Und das wäre ganz sicher auch nicht im Sinne des ehemaligen Immobilien-Tycoons Donald Trump.
gibt es auch noch diese politische Unsicherheit.
Selbst wenn Walsh heute brilliert, seine Bestätigung hängt an einem einzigen Senator.
Tom Till ist aus North Carolina, Republikaner, Mitglied des Bankenausschusses.
Und er hat angekündigt, Walsh zu blockieren, solange die Justizministeriums Ermittlung gegen Jerome Powell läuft.
Stimmt, da war noch was.
Offiziell geht es um Pauls Aussage zum Renovierungsprojekt der FED-Zentrale in Washington, also Stichwort Kostenüberschreitung.
Inoffiziell sehen viele darin aber einen durchsichtigen Versuch der Trump-Administration, Druck auf Paul auszuüben.
Und die DC-Staatsanwältin Janine Pirro, Trump-Loyalistin, hat angekündigt, die Ermittlung vorzuführen, koste es, was es wolle.
Und Tillis Widerstand bezeichnete sie als, Zitat, White Noise.
Patz-Situation.
Pauls Amtszeit endet am 15.
Mai zumindest als Chairman of the Board.
Ohne Tillis gibt es keine Senatsmehrheit.
Die Republikaner haben 53 Sitze.
Tillis plus die Demokraten würden Worscht durchfallen lassen.
Und Paul hat angekündigt, er bleibt kommissarischer Chair, bis ein Nachfolger bestätigt ist.
Trump hat dagegen letzten Mittwoch gedroht, Paul zu feuern, wenn er nicht pünktlich gehen würde.
Das bedeutet, dass jetzt für uns Anleger drei Szenarien und eine klare Konsequenz.
Szenario 1, Walsh wird bestätigt und liefert Zinssenkungen.
Dann feiern Tech- und KI-Titel und kurzfristig gibt es eine Party, beispielsweise von Meta, Microsoft und Nvidia.
Aber die Inflation schlägt zurück und die Glaubwürdigkeit der FED ist dann doch angeschlagen.
Szenario 2 wäre Walsch, wird bestätigt, aber kann sich gegen die 11 anderen FOMC-Mitglieder nicht durchsetzen.
Die sind nämlich mehrheitlich wesentlich horkischer als er, zumindest wenn es um Zinsen geht.
Ergebnis weniger Senkung als erwartet, enttäuschte Märkte, Trump twittert auf True Social Chaos.
Ja und Szenario 3, Tillis blockiert, Powell bleibt geschäftsführend, Trump tobt, Rechtsunsicherheit pur, Dollar schwächelt, Gold steigt.
Was in allen drei Szenarien zutrifft, die EOS-Zinskurve wird wahrscheinlich steiler, heißt kurzfristige Zinsen runter oder stabil lange Zinsen rauf, weil entweder die Bilanz abgeschmolzen wird oder die Fettglaubwürdigkeit Kratzer bekommt.
Und was bleibt dann für euch als Anleger?
Was sind gute Ideen?
Na ja, Gold bleibt die strukturelle Versicherung gegen Notenbank-Glaubwürdigkeitsverlust.
Und eine steilere Zinskurve ist Rückenwind für die Zinsmarge.
Und dann hört ihr, Zinsmarge hat natürlich was mit dem Finanzsektor und Banken zu tun.
Und da gibt es zwei ETFs, die man da einmal nehmen kann mit dem...
iShares S&P 500 Financial Sektor investiert ja in die 77 führenden amerikanische Finanzseite.
Der ist aber relativ breit und hat nicht nur Banken.
Und wer mehr Banken haben will und weniger andere Finanzseite, der nimmt den iShares S&P US Banks und der investiert fokussierter in US-Banken.
Die AAA-Idee des Tages.
Die AAA-Idee des Tages kommt heute aus einer Ecke, die an der Börse lange Zeit niemand mehr riechen konnte.
Deutsche Chemie.
Und ja, ich sage es ganz bewusst provokant, vielleicht ist ausgerechnet BASF, Evonik, Lanxess und Wacker gerade der heißeste taktische Trade in Deutschland.
Das denkt zumindest auch unser ehemaliger Hedgefonds-Gast Stefan Hayek.
Du erinnerst dich.
Ich erinnere mich sehr gut.
Und ja, Chemie, da fragt man sich, das klingt doch eher nach Konjunktursorgen, China-Druck, Energiekosten und Dauerfrust.
Also warum sollte ausgerechnet diese Branche gerade so heißer Scheiß sein?
Tja.
Und das liegt daran, dass sich die Marktbedingungen verändert haben.
Nicht die Nachfrage ist plötzlich fantastisch, weil wir irgendwie Hochkonjunktur, sondern das Angebot ist gestört.
Der entscheidende Punkt ist, der Markt spielt gerade keinen klassischen Aufschwung, sondern einen geopolitischen Knappheitstraight.
Ja, denn die Straße von Amus ist seit Wochen dicht.
Durch die Mähenge geht ein Viertel normalerweise des weltweiten Öls.
Gewaltiger Teil des Flüssiggases und eben auch der Rohstoff, den asiatische Chemiekonzerne brauchen.
Nafta heißt der.
Und Nafta ist das Mehl der Chemiebäckerei.
Tja, ohne Mehl, also ohne Nafta, kein Ethylen, ohne Ethylene, keine Kunststoffe, keine Silikone, keine Farben, keine Fasern.
Und jetzt der Punkt.
61 Prozent des südkoreanischen Öls und 54 Prozent des Naftas kamen 2025 durch die Straße von Hormuz.
Japan und Taiwan sind ähnlich abhängig.
Das heißt, die asiatische Chemieindustrie, die hängt am Tropf und der Tropf, der ist zugedreht gerade.
Und deshalb haben die Asiaten massenweise force majeure erklärt, also höhere Gewalt.
Und Bernstein, die Strategen, die haben sie mal gezählt.
Über 40 Fabriken in Asien und im Mittleren Osten sind sozusagen betroffen.
In Europa sind es halt nur vier Standorte, in den USA genau einer.
Der Rest der Welt kann also liefern, die Asiaten, die können es nicht.
Und die Straße von Hormuz hat in zwei Monaten geschafft, was sechs Jahre Sparprogramme in Deutschland nicht hinbekommen haben, nämlich Kreismacht zurück zu den deutschen Chemiekonzernen.
Wacker ist der Beweis, BASF der Verstärker, langsetzt die Wette.
Und wenn selbst die Bären in Frankfurt ihre Kursziele hinterher tragen, also Bären, damit meinen wir pessimistische Analysten, dann wisst ihr, dieser Trade ist live.
Ja, die Preise explodieren.
US-Butadinen plus 217 Prozent seit Jahresanfang.
US-Ethylen plus 76 Prozent.
Chinesische Butadinen plus 147.
Keine Ahnung, ob ich übrigens das richtig ausspreche.
Ich weiß aber, dass Acrylsäure Acrylsäure heißt.
Und in China ist sie seit Kriegsbeginn plus 126 Prozent.
Ja, und europäische MDI-Kontraktpreise allein im April plus 30 Prozent zum Vormontag.
Und das sind Zahlen, bei denen die deutsche Chemieindustrie demnächst wohl die Prognosen anheben sollte.
Und genau das hat Wacker am Freitagabend praktisch bestätigt.
Die haben für das erste Quartal einen EBDA-Beat angekündigt.
Ergebnisse deutlich übertroffen.
Erwartet wurden 140 bis 160 Millionen Euro, geliefert wurden 173.
Und das lag 18 Prozent über Konsens.
Und der Vorstand sagt selbst, das kommt vom Pre-Buying wegen des Nahost-Konflikts.
Ja, die kaufen die Lager voll aus Angst, dass die Preise weiter steigen und aus Angst, dass sie in drei Monaten kein Material mehr kriegen.
Und das Verrückte ist, Wacker hat zum 1.
April Preise erhöht, quer durch die Silikone und Polymere.
Preiserhöhungen gehen durch, weil die Asiaten halt einfach nicht liefern können.
Und jetzt kommt ein wichtiger Punkt unserer EEE-Idee, die Brokerlandschaft und die Investoren.
Die sind in Zeitlubenkapitulation.
Metzler hat Wacker auf Holt, Kursziel 77 Euro.
Jetzt heben sie auf 90 an.
Die Aktie notiert schon bei 93.
Die rennen dem eigenen Kurs hinterher.
Die Broker, die DZ-Bank, ist sogar noch auf Verkaufen, aber hebt den Fair Value von 58 auf 70 an.
Und das ist eine Erhöhung um 20 Prozent.
Und trotzdem bleibt das Label verkaufen.
Liebe Leute, das ist der Moment, wo man weiß, dieser Trade ist heiß, weil ihn noch nicht so viele mitgemacht haben.
Wenn die Bären ihre Ziele erhöhen und die Aktie trotzdem vorweg läuft, haben wir halt die klassische Upgrade-Dynamik.
Das ist das, was du gerade meinst.
Die Konsensschätzung für Wacker 2026 liegt bei 624 Millionen EBITDA.
Metzler sieht 660, die Z-Bank bei 689.
Die Guidance-Anhebung kommt im MyCall so sicher wie das Arm in der Kirche, würde ich mal sagen.
Und BASF berichtet am 30.
April.
Bernstein rechnet mit über 20% Anhebung der Prognose im zweiten Quartal gegenüber Konsens.
Und Bernstein-Kursziel wurde von 53 auf 61 Euro angehoben.
Warum gerade BASF?
Naja, die haben genau das Exposure, das jetzt gefragt ist, Ethylen und Ammoniak.
Beide sind Produkte, wo 44% bzw.
14% deiner Ostkapazität lahmgelegt sind.
Ja, der dritte Name ist Lanxess.
Das ist halt der Underdog.
Und niemand weiß es besser als du, Holger.
Die Aktie ist seit Jahren gebeutelt und du damit auch.
Aber jetzt sagen die Lanxess-Vorstände öffentlich, dass Kunden aus Asien flüchten und sichere westliche Quellen suchen.
Und wenn dieses Narrativ greift, ist Lanxess halt auch einer der größten Hebel.
Trotzdem müssen wir natürlich auch über drei Risiken noch sprechen.
Erstens, wenn morgen die Straße von Hormuz wieder aufmacht und die Schiffe normal fahren, dann könnten auch die Preise wieder schnell kollabieren.
Das zweite Risiko natürlich ist Pre-Buying.
Wenn man eben schon vorab gekauft hat, das Lager voll ist, dann kommt möglicherweise irgendwann, könnte die Nachfrage wieder etwas zurückgehen.
Ja.
Nachfrage, Zerstörung, drittes Risiko.
Der IWF hat die globale Wachstumsprognose schon gesenkt.
Australien hat die Zinsen wieder erhöht.
Bei Petrochemiepreisen plus 100 Prozent knickt der Konsument halt irgendwann ein.
Autobau, Bau, Konsumgüter, das sind halt alles Abnehmer, die unter höheren Preisen leiden werden.
Und es ist so eine Art dreistufige Triple-E-Idee für euch.
Erstens der Kern-Trade-Wacker, ja, der ist gesetzt.
Q1-Beat ist bestätigt, weil die ja schon die ersten Zahlen gebracht haben.
Und die vollen Zahlen gibt es dann am 29.
April.
Guidance Upgrade wahrscheinlich plus Section 232 als Gratis-Call Ende Juni.
Da gibt es halt um Zölle.
Und wenn dann Chinas Exporteure nach Amerika Zölle zahlen müssen, dann hätten die auch noch einen Vorteil.
Dann gibt es noch der Blue Chip BASF.
den Zahlen am 30.
April kaufen.
Bernstein sagt, über 20 Prozent über Konsens im zweiten Quartal.
Und BASF hat die akrochemische Story mit IPO 2027 auch noch dahinter.
Und drittens der Underdog Lanxess als Hebel für die strukturelle Supply Chain Verlagerung.
Weg von Asien.
Und dynamisch laufen lassen.
Q1 Zahlen Ende April sind der erste Trigger.
Q2 Anfang Juli der zweite.
Und wir würden sagen, die Position bis Ende.
spätestens Juli oder August laufen lassen und dann schauen, wie China die Lager freilässt.
Stop Loss macht hier in jedem Fall Sinn.
Das war alles auf Aktien.
Wir freuen uns immer über Feedback.
Schickt uns eine Bewertung.
Und es gab nach unserem Aufruf doch mal Erfahrung mit dem Trade Republic Service zu machen.
Doch noch viel Feedback.
Eins, hier sei hier mal genannt, etwa wer umziehen will, der bekommt sein Konto gekündigt.
Und selbst wenn er dahin ziehen will, wo Trade Republic auch in Europa tätig ist, kann man das nicht einfach umziehen lassen.
Das war schon etwas komisch.
Auf jeden Fall haben wir uns die ganze Thematik Online-Neo-Broker mal zum Anlass genommen, auch mal über die Broker in unserem Bruder-Podcast Stefan O.
Javits zu sprechen.
Und da könnt ihr mal reinhören und da werden wir noch mehr darüber reden, was so unsere Lieblingsbrokers sind oder was so die Eigenschaften sind, die man haben muss oder die man haben will, wenn man mit dem einen oder dem anderen glücklich werden will.
Ja, hört doch da mal rein.
Das gilt natürlich auch hier für Alles auf Aktien.
Also abonniert uns, sprecht über uns und empfehlt uns euren Freunden.
Und wir hören uns morgen wieder ab 5 Uhr bei Welt und überall, wo es Podcasts gibt.
