# Market Resilience Amidst Geopolitical Crisis and AI Disruption

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-04-20

## Transcript

Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über Matters Entlassungspläne, Alphabets, Emanzipation und gute Nachrichten für Anger, Mayer und Co.
Im Thema des Tages erklären wir euch, warum die Börsen Rekorde erreichen, während die Weltwirtschaft doch in die Krise rutscht.
Und in der Tüble-Idee präsentieren wir euch die passenden ETFs zum globalen Megatrend-Industrie.
Alles auf Aktien, der tägliche Börsenshot.
Wir begrüßen euch Holger Zschäpitz und Nando Sommerfeld aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
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Schnell, günstig und unkompliziert.
Kapitalanlagen sind mit Risiken verbunden.
Blick auf die Märkte.
Heute ist Montag, der 20.
April und wir wünschen euch einen erfolgreichen Start in den Tag.
Ob die Woche jetzt erfolgreich wird und wir tatsächlich die vierte Pluswoche hintereinander erleben, das wird vor allem auf die Earningsaison ankommen, die ja in dieser Woche so richtig startet.
Endlich mal wieder konkrete Fakten nach all den schwer definierbaren Meldungen vom Wochenende.
Diese schwer definierbaren Meldungen von Wochenende, die könnten den Wochenauftakt so ein bisschen überschatten, denn die Futures, die sind 0,8 Prozent schwächer in den Montag gestartet.
Ja, wobei die Futures wahrscheinlich auch gar nicht so richtig wissen.
Also wir lassen uns mal überraschen, weil ehrlich gesagt, Straße von Omus geschlossen, irgendwie Schüsse auf Schiffe, also Bruch der Waffenruhe am Wochenende.
Dennoch haben die USA ja angekündigt, Unterhändler wieder zu wieder Aufnahme nach dieser Gespräche nach Pakistan zu schicken, während dann...
der Iran sich aber Sonntag zurückhalten zeigt und Trump droht dann wieder damit.
Ich glaube, hier Brücken und Kraftwerke werden er ja zerstören, wenn die Bedingungen nicht akzeptiert werden.
Also das ist alles sehr, sehr undurchsichtig und volatil.
Und darunter war auch das TUI-Chef.
Stimmt.
Die sind durchgekommen.
Die sind durchgekommen, aber sind beschossen worden, siehst du.
Ach, die sind auch beschossen worden?
Ja, ich glaube eins davon.
Ui, da musste ich gleich wieder an den TUI-Chef denken.
Also wer die Folge verpasst hat, war eine Samstagsfolge vor...
Fünf Wochen, sechs Wochen?
Ne, so lange ist das noch.
Ja, aber vor drei, vier Wochen.
Und auch unklar ist, wie es mit oder wohin es mit dem NATO und neuen Eurozonen-Mitglied Bulgarien geht.
Was wir wissen ist, dass der Ex-Präsident Rumen Radjew bei der vorgezogenen Parlamentswahl eine deutliche Mehrheit erreicht hat.
Rund 40 Prozent haben für das als russlandfreundlich geltende Bündnis des Ex-General gestimmt.
Ex-General und Kampfjet-Pilot war er auch.
Zunächst war unklar, ob Radev damit auch eine absolute Mehrheit im Parlament erreichen wird.
Das steht noch nicht ganz fest.
Ja, und wie gesagt, es ist überhaupt nicht sicher, wie er sich positioniert.
Im Wahlkampf hat er sich irgendwie für den Dialog mit Russland eingesetzt und die Wahrung nationaler Interessen innerhalb der NATO und EU betont.
Klingt jetzt nicht besonders pflegeleicht.
Könnte vielleicht so ein neuer Orban werden jetzt in Bulgarien.
Naja, wir schauen mal und beobachten das.
Und weg von der Politik hin zu Firmen-News, Meta-Plant-Insider zufolge.
Am 20.
Mai eine große Entlassungsrunde mit rund 8000 Stellen, das wären rund 10 Prozent der Belegschaft, so berichtete zumindest Reuters am Wochenende.
Und es sind sogar nach weiterer Kürzung der zweiten Jahreshälfte möglich, abhängig davon, wie schnell KI die internen Abläufe verändert.
Und es wäre der größte Stellenabbau seit dem Jahr der Effizienz.
Und das war, wenn wir uns daran erinnern, 2022 und 2023.
Und damals waren rund 21.000 Stellen gestrichen worden.
Und anders als damals steht MEDA aber wirtschaftlich sehr stark da mit mehr als 200 Milliarden Dollar Umsatz und 60 Milliarden Dollar Gewinn im vergangenen Jahr.
Naja, das Ganze passt natürlich zu einem größeren grundsätzlichen Trend in der US-Tech-Branche.
Also auch andere Konzerne wie Amazon oder Block, die bauen ja mit dem Verweis auf die künstliche Intelligenz Stellen ab, während branchenweit 2026, also in diesem Jahr, schon mehr als 73.000 Jobs weggefallen sind.
Ja, und um KI geht es auch hier bei der nächsten Meldung.
Offenbar arbeitet Marvell mit Google, also mit Alphabet, an zwei Arten maßgeschneideter Chips an...
einer Speicherverarbeitungseinheit, die gemeinsam mit Googles bestehenden TPUs, das sind ja so diese typischen Google-Exemplare, eingesetzt werden soll und an einem völlig neuen TPU, der auf den Markt für Inferenzanwendungen zählt.
Das berichtet zumindest The Information.
Ja, und demnach steckt hinter dieser Partnerschaft Googles Wunsch, sich bei der gemeinsamen Entwicklung seiner TPUs nicht mehr vollständig auf Broadcom zu verlassen, wie das bisher passiert.
Und dann hat Donald Trump am Freitagabend noch den Bullen das nächste Spezialthema eröffnet.
Der Präsident hat nämlich noch Freitagnacht per Executive Order die Forschung an Psychedelika angeschoben.
Die FDA, die soll neue Leitlinien liefern.
Der Zugang für schwer kranken Patienten könne damit leichter werden.
Und 50 Millionen Dollar Bundesgeld stehen für Forschung im Raum.
Ja, das ist zwar keine Zulassung, aber das ist ein politisches Signal.
Und ja, Christian Angermeyer, Chairman von Atai Beckley, so heißen die ja inzwischen, der wertet diese Executive Order als historischen Wendepunkt für psychedelische Therapien.
Ja, genau darauf könnten Aktien wie Atai oder Compass oder GH Research oder Cyben oder auch die Finium, die gehören auch dazu, könnten sie natürlich anspringen.
Und Jefferies, die Investmentbank, die sagen, der Sektor...
bekomme jetzt Rückenwind von ganz oben, mehr Investorenaufmerksamkeit und womöglich auch schnellere Reviews für Kandidaten mit Breakthrough-Status.
Heißt aber auch viel Fantasie, viel Risiko.
Und Trump hat in seiner Order Ibogaine genannt.
Und das handelt sich um so ein psychoaktives Alkoholoid aus einem westafrikanischen Strauch.
Ja, das Mittel gilt als spannend bei Sucht- oder posttraumatischer Belastungsstörungen und soll auch bei traumatischen Hirnverletzungen helfen.
Und ja, viele Firmen profitieren nur an der Börse, obwohl sie gar kein Ipo-Gen machen.
Also es wird so gedeutet, als wäre das ein politischer Booster grundsätzlich für, ja allerdings wie gesagt, einen spekulativen Zukunftsmarkt.
Spannend und nichts für schwache Nerven.
Ja, die Termine sind auch nichts für Menschen mit schwachen Nerven.
Aber wir navigieren euch da stressfrei durch.
Es ist schon auf jeden Fall, was ich schon mal sagen kann, es ist die Woche nach dem Derbysieg.
Das ist ja quasi auch schon mal ein wichtiger Termin, wo ja dann quasi durchgefeiert wird in grün-weiß, nachdem der ruhmreiche SV Werder den HSV ruhmreich und glorreich besiegt hat.
Aber ich glaube, es gibt noch ein paar andere Sachen.
Kleinigkeiten natürlich, lieber Holger.
Das stimmt.
Aber die kannst du gerne vortragen.
Ich finde auch, deine Stimme ist dafür, dass du da im Stadion gewesen bist, am Samstag schon wieder.
Sehr heile.
Also da muss ich sagen, da scheint entweder deine Begeisterung sich doch in Grenzen gehalten zu haben oder du hast ein Rezept gefunden, wie man die Stimme schnell wieder...
Ich habe das Rezept gefunden, die Begeisterung.
war und ist riesig.
Aber nun los.
Sehr schön.
Dann kommen wir jetzt zu den Terminen, den restlichen Terminen, die noch übrig geblieben sind nach diesem Megatermin, den du hier schon verraten hast.
Und es wird natürlich eine extrem dichte Berichtswoche und vor allen Dingen der Megatag wird der Mittwoch.
Und da haben wir dann Tesla, ist ja immer marktbewegend und die Frage Robo-Taxi, Timeline, Margendruck, Absatzzahlen und, und, und.
Dann gibt es auch für Freunde des Halbleiterzyklus Checks, Zahlen von Texas Instruments und LARM Research, KI-Nachfrage.
Da ist spannend.
IBM und ServiceNow auch am Mittwoch.
GE-Vernova geht zum KI-Infrastruktur natürlich.
Und auch Boeing legt...
Zahlen von, da geht es halt um den Luftfahrt-Turnaround und den Produktionshochlauf der 737 Max.
Weitere Firmen, die spannend sind, Intel, United Health, American Express, Blackstone, GE Aerospace, Northrop Crumman, Halliburton.
Aus Deutschland und Europa gibt es Beiersdorf, SAP, Vivendi, Thales, Rio Tinto, Essilo, Luxottico, L'Oreal, Danone, Sartorio, Sanofi, Dasso.
Nestlé, Heineken, Roche, Nokia, Aktion Nobel und natürlich auch ein paar Makrotermine, Einkaufsmanagerindex, PMI und IFO-Geschäftsklima im Laufe der Woche.
Und dann auch noch das Treffen der Staats- und Regierungschefs der EU-Mitgliedstaaten.
Erstmals ohne Ungarns Orban, aber eben jetzt möglicherweise mit einem neuen Bulgan.
Und ob das dann besser wird, werden wir sehen.
Ja, ich mache noch ein bisschen weiter mit den Terminen, die wir heute haben.
ZDW haben wir, Erzeugerpreise in Deutschland.
Und dann haben wir natürlich den Beginn der Hannover Messe.
Das startet ja oft dann mit dem Rundgang des Kanzlers.
Der hatte am Sonntagabend schon offiziell eröffnet.
Ja, und dann geht es tatsächlich um industrielle KI und Siemens-CEOs.
Da ist SAP-CEO Christian Klein, auch Bundesminister für Digitales und, und, und.
Die Bundesforschungsministerin Frau Bär ist auch da.
Und um das Thema geht es gleich auch noch zu großen Teilen in unserer Triple-E-Idee.
Und was haben wir noch?
Der Deutsche Banken hat den Jahresanfang, da ist der Kanzler auch noch.
Mein Gott, der kommt richtig rum heute und Frau Lagarde ist auch da.
Das Unternehmen geht nach Zahlen von Steel Dynamics.
Oh Gott, ja, das habe ich noch vergessen.
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Kapitalanlagen sind mit Risiken verbunden.
Das Thema des Tages.
Ja, es ist das perfekte Paradoxon.
Wir haben in der Samstagsfolge schon ein bisschen drüber gesprochen.
Die Welt wirkt gerade wie im Krisenmodus.
Es herrscht der perfekte Sturm, geopolitische Spannungen, hohe Energiepreise, fragile Lieferketten, Inflationssorgen, Konjunkturrisiken und trotzdem, trotzdem steigen die Börsen.
Ja und wie der S&P 500, wir haben es gesagt, markiert Rekorde, MSCI World ebenfalls und auch Nestec 100.
Klingt, wie gesagt, erstmal paradox, aber wenn man mal genauer drauf schaut, ergibt vieles davon Sinn und viele Widersprüche lösen sich dann nämlich auf.
Fest steht ja, die Börse, die handelt nicht die Gegenwart, sondern eben Erwartung.
Und sie fragt nicht, ist die Lage schlecht, sondern wird daraus ein dauerhafter Schaden für Wachstum, Gewinne und Zinsen entstehen?
Und die Antwort des Marktes, die lautet im Moment offenbar, eher kein dauerhafter Schaden oder präziser noch keiner.
Der erste Grund für die Rekordstände ist also, dass die Märkte den aktuellen Schock bislang gar nicht als Beginn einer Weltwirtschaftskrise bewerten, sondern eher als begrenzten Inflations- und Energieschock.
Getreu dem Motto, Krieg und hohe Energiepreise belasten, aber es wird eher wie eine zeitlich begrenzte Delle als ein echter Einbruch prognostiziert bzw.
erwartet.
Für die Weltwirtschaft in diesem Jahr steht ja sogar weiterhin Wachstum von rund 3% im Raum und solange diese Lesart gilt, bleiben Aktien erstaunlich widerstandsfähig.
Und der zweite Grund, die Märkte setzen kurzfristig auf Entspannung im Iran-Konflikt.
Nicht auf dauerhaften Frieden, aber auf eine Form von Deeskalation.
Der Tenor hier, bei allem Hin und Her, Straße von Hormuz offen, nicht offen, Waffenruhe, ja, Waffenruhe, nein.
Die bullische Einschätzung der Märkte lautet, dass die USA und der Iran im Gespräch bleiben, dass am Ende vielleicht kein großer Friedensvertrag, aber zumindest ein temporäres Memorandum of Understanding herauskommt, also eine Art politische Zwischenlösung.
Und für die Märkte wäre das genug.
um den schlimmsten Stress aus dem System zu nehmen.
Anders gesagt, die Börse handelt gerade eher die Hoffnung auf Beruhigung als die Realität einer gelösten Krise.
Ja und der dritte Punkt ist Psychologie.
Ist ja klar, spielt eine große Rolle an der Börse.
Nach Angst kommt Erleichterung.
Aus Erleichterung wird Hoffnung und aus Hoffnung oft Gier.
Ja viele Anleger kaufen derzeit, um erst später Fragen zu stellen und dazu kommt natürlich FOMO.
Ihr wisst es, die Angst nicht investiert zu sein, wenn die Rallye weitergeht und so entsteht eine Eigendynamik.
Steigende Kurse ziehen neues Kapital an und neues Kapital treibt die Kurse weiter.
Die Hoss nährt die Hoss.
Und viertens, die Rallye ist stark von den USA geprägt, nicht von der Weltwirtschaft in ihrer ganzen Breite.
Und das ist entscheidend.
Die US-Wirtschaft, die wirkt bislang robuster, als viele erwartet haben.
Und vor allem die Gewinner der US-Unternehmen, die bleiben der zentrale Anker.
Für Aktien ist die Höhe der erwarteten Unternehmensgewinne nämlich der entscheidende Faktor.
Und genau diese Quelle sprudelt in den USA.
Erwartet werden kräftige Gewinnzuwächse getragen, vor allem von Technologieaktien, von KI-Investitionen, Halbleitern, Cloud.
Und digitalen Geschäftsmodellen.
Ja und genau deshalb steigt ja auch der MSCI World.
Der klingt global, aber ihr wisst es, der ist stark US-lastig.
Wenn Amerika läuft, vor allem Big Tech, dann läuft oft der ganze Weltindex mit.
Und das erklärt auch, warum Europa und insbesondere Deutschland hinterher hinken.
Europa ist energieabhängiger, industrielastiger, konjunktursensibler und hat halt keinen vergleichbaren Tech-Motor.
Und deshalb kann der DAX schwächeln, während die US-Indizes Rekorde markieren.
Und ein fünfter Grund ist die aktuelle Marktmechanik.
Hatten wir am Samstag auch schon ein bisschen angesprochen.
Es wirken nicht nur Fundamentaldaten.
Es gibt also systematische Käufe, Eindeckung von Shorts, Performance-Druck bei Investoren.
Das heißt, Märkte steigen zum Teil auch deshalb, weil steigende Märkte weiteres Kaufen auslösen.
Kurzfristig ist das Bullish, aber das macht die Rallye natürlich auch fragiler.
Ja, und da kommen wir zum entscheidenden Aber.
Das gibt es natürlich auch, denn dieses scheinbare Paradoxon löst sich nur so lange auf, wie das Narrativ hält.
Und dieses Narrativ lautet im Kern taktische Entspannung, aber kein echter Frieden, begrenzter Wachstumsschaden, aber kein Einbruch, höheres Öl, aber kein geldpolitischer Schock.
Und genau hier liegen die Risiken.
Erstens, die gute Nachricht ist, zu einem erheblichen Teil schon eingepreist.
Und wenn der Markt mehrheitlich an Deeskalation glaubt, fehlt neuer positiver Zündstoff.
Und zweitens, selbst ein Deal mit dem Iran wäre vermutlich nur eine Zwischenlösung.
Kein stabiles neues Gleichgewicht, sondern eher ein fragiles Arrangement.
Anders gesagt, kurzfristige Entspannung, strategisch aber ein Risikoregime, ein neues.
Ja, und drittens.
Der Ölpreis bleibt der neuralgische Punkt.
Entscheidend ist weniger der Konflikt selbst als eben sein Preis.
Ein anhaltend höherer Ölpreis würde Inflation und Zinserwartung wieder nach oben tragen.
Und dann kippt diese Marktlogik aus einem beherrschbaren Schock würde eben ein stagflationäres Problem, schwächeres Wachstum bei gleichzeitig höherer Inflation.
Und genau das wäre für Aktien natürlich dann doch gefährlich.
Viertens hängt inzwischen sehr viel an den Unternehmensgewinn, vor allem an den Mega-Caps.
Solange Gewinne steigen, können Märkte viel ignorieren.
Wenn aber die Gewinnschätzungen drehen oder die großen Tech-Konzerne enttäuschen, dann fällt ein zentraler Pfeiler dieser Rallye weg.
Und genau an diesem Punkt sind wir jetzt.
In den kommenden Tagen und Wochen gibt es die Geschäftszahlen ohne Ende, auch von den ganz großen.
Mal schauen, ob sich das scheinbare Paradoxon dann möglicherweise auflöst.
Hoffen wir mal nicht.
Die AAA-Idee des Tages.
Ja, wir haben es gesagt, die Hannover Messe ist gestartet und plötzlich klingt Industrie nicht mehr nach alter Zyklik, sondern nach neuer Auftragsfantasie.
Die weltgrößte Industriemesse hat in diesem Jahr so viele Rüstungsthemen auf dem Programm wie noch nie.
Ja, und auch Bundesverteidigungsminister Pistorius tritt auf und Rheinmetall-Chef Papäger, der kommt natürlich auch.
Und die deutschen Maschinenbauer, die wittern die große Chance.
Der Verband der deutschen Maschinenbauer VDMA rechnet damit, dass sich der Umsatz im Defense-Bereich in den nächsten drei bis fünf Jahren verdoppeln kann.
Ja, das hat die Branche ehrlich gesagt auch bitter nötig.
Die Zahlen sind an sich nämlich ziemlich deprimierend.
Minus 8 Prozent in der Produktion 2024 und nochmal fast minus 5 Prozent im vergangenen Jahr.
Die Auslastung, die dümpelt bei 77 Prozent und das Autowachstum, ja, das fällt weg.
Und jetzt soll es halt die Rüstung richten.
Der Maschinenbau kommt aus eben zwei schwachen Jahren.
Die Auslastung liegt nur bei 77 Prozent.
Und trotzdem ist da jetzt wieder Hoffnung, weil eben Verteidigung, Robotik und neue Produktionsthekologien auf einmal echte Nachfrage versprechen.
Ja, aber das ist nur die halbe Geschichte, denn wenn wir den Blick mal über den Atlantik schwenken, sehen wir dort gerade was ziemlich Erstaunliches.
Das Wall Street Journal berichtet von einem sogenannten Stealth Manufacturing Boom in den USA.
Die Zahl der Fabrikjobs sinkt zwar, rund 100.000 weniger seit Januar 2025, aber die Industrieproduktion, die steigt um 2,3 Prozent und die Lieferung sogar um 4,2 Prozent.
Und jetzt kommt der Clou.
Dieser Boom hat nichts mit Trumps Zern zu tun.
Er wird getrieben von der guten alten Nachfrage.
Die KI-Revolution, die verschlingt hunderte Milliarden Dollar an Halbleitern, Netzwerktechnik, Kühlanlagen, Stromversorgung.
Der Datencenter-Ausrüster Wörthew aus Ohio beispielsweise, der hat seinen Amerika-Umsatz 2025 um 42 Prozent gesteigert.
Und der Aerospace-Sektor.
Der legte bei der Produktion sogar um 28 Prozent zu und Boeing lieferte 72 Prozent mehr Flieger aus.
Ja, und genau an dieser Stelle kommt unsere Triple-E-Idee ins Spiel.
Denn für Anleger, die auf diesen Industrietrend setzen wollen, ob nun Reindustrialisierung in den USA, Rüstungsfantasie in Europa oder den globalen Automatisierungsboom, da gibt es mittlerweile eine ganze Palette von ETFs und Fonds.
absolute Top-Performer dieses Jahr, der passt irgendwie wie die Faust aufs Auge, nämlich der First Trust RBA, American Industrial Renaissance ETF, der liegt seit Jahresanfang bei plus 22,6 Prozent und der hat 51 Titel im Portfolio und setzt genau auf diese amerikanische Industrierenaissance.
Zugegeben, mit 0,7 Prozent Gebühr, nicht ganz billig und auch seit Juli 2025 auf dem Markt, also kein langer Track Record, aber das Timing.
Das war offenbar perfekt.
Das kann man so sagen.
Danach kommen die breiten Industrials ETFs und da gibt es richtig günstige Optionen.
Der Amundi S&P World Industrials kostet nur 0,18% Gebühren und bringt es auf knapp 12,1% seit Jahresbeginn.
Er hat 190 Titel im Portfolio von Caterpillar über Vertif oder Siemens oder Siemens Energy bis Fanuc.
Da finden sich alle relevanten Industrietitel in diesem ETF.
Und sogar noch breiter aufgestellt ist der X-Trackers MSCI World Industrials, der 11,4 Prozent Rendite seit Jahresanfang gemacht hat und sogar 260 Industrietitel enthält.
Und wer auf Europa setzen will, Stichwort Rüstungsfantasie in der Hannover Messe, der findet den iShares MSCI Europe Industrial Sektors mit 0,18 Prozent Kosten, also sehr günstig und immerhin seit Jahresanfang 10,7 Prozent plus.
Dieser Europa ETF hat auf Jahressicht übrigens 35,5 Prozent zugelegt.
Und auf drei Jahre gerechnet sogar 21 Prozent, also mehr als die Weltpendants.
Und das zeigt, die europäische Industrie hat zuletzt aufgeholt.
Klar, da steckt auch Rüstung drin, aber eben auch der ganze Automatisierungsschub.
Und wer jetzt etwas...
fokussierter auf Automatisierung setzen möchte, der findet auch ganz viele ETFs, zum Beispiel den L&G Robo Global Robotics and Automation ETF, der mit 13,9% plus in diesem Jahr vorne liegt, auf Jahressicht sogar plus 62%.
Das ist wirklich schon beeindruckend.
Aber relativ teuer, 0,8 Prozent kostet er.
Und dann der Klassiker der iShares Automation und Robotics ETF mit rund 4,5 Milliarden Euro Formulungen.
Der dickste im Angebot, der liegt bei 10,7 Prozent seit Jahresbeginn.
Bei den Robotics ETFs muss man aber aufpassen, da gibt es große Performance-Unterschiede.
Der Global X Robotics and AI und der Amundi MSCI Robotics and AI, die liegen beide nur bei rund 3 Prozent plus in diesem Jahr.
ARK, AI und Robotics ETFs, ihr wisst schon, Cathie Wood, der liegt bei fast null.
Obwohl er auf Jahressicht wiederum satte 64,5% plus gemacht hatte.
Da sieht man mal, wie volatil das Business da ist.
Und es gibt sogar aktiv gemanagte Fonds, die einiges können.
Beispielsweise der Fidelity Global Industrial Fonds, der hat 15% plus dieses Jahr gemacht, kostet aber wirklich...
Stramme 1,91 Prozent.
Und der hat einen guten Track-Record über fünf Jahre mit knapp 15 Prozent plus pro Jahr.
Und dann ist noch der DK-Industrie 4.0 mit fast 6,5 Milliarden Euro.
Der Riese in dieser Kategorie, der liegt aber nur bei gut 7 Prozent plus und bei 1,49 Prozent Kosten.
Ja, also fassen wir mal zusammen.
Industrie ist der Megatrend, der gerade von mehreren Seiten befeuert wird.
KI, Infrastruktur, Rüstung, Automatisierung, Reshoring.
Wer breit und günstig investieren will, für den bieten sich...
Die MSCI World Industrials ETFs an, Amundi mit 0,18% oder X-Trackers etwas teurer, minimal teurer.
Ja und wer auf die amerikanische Renaissance setzt, der schaut sich halt den First Trust ETF an und wer den europäischen Rüstungsboom spielen will, greift zum iShares Europe Industrials.
Und wer eben an die Robotik-Revolution glaubt, hat mit dem L&G Robo Global oder dem iShares Automation Robotics solide Optionen.
Aber Vorsicht, bei den Spezial-ETFs ist die Streuung der Ergebnisse enorm und da muss halt jeder genau hinschauen, was drin ist.
Das war alles Wachstum.
Wir freuen uns immer über Feedback, schicken uns eine Mail in AAA, also at wild.de oder hinterlasst uns eine Bewertung.
Und das Interview mit Trade Republic-Chef Christian Hecker hat überwiegend positives Echo vorgebracht.
Hätte ich mir...
Mehr Polarisierung hätte ich erwartet, aber ist gar nicht so gewesen.
Und was ihr vor allem gut fand, ein Gründer, der offen Fehler eingesteht, der imponiert euch.
Aber natürlich gab es auch Anmerkungen, der Song der OGs hieß ja nicht Money, Money, Money, der wäre von ABBA, sondern hieß ja The Love for Money.
Und wer einmal wohl sein Konto bei Trade Republic gekündigt hat, der kann, Kundenservice hin oder her, wohl wenig wieder zurückkehren.
Das wäre wirklich verwunderlich.
Wir werden dem mal nachgehen, oder Sommerfeld?
Ja, auf jeden Fall.
Weil da wollte jemand nämlich zurückkehren, der gehört hat, Mensch, die machen jetzt Kundenservice.
Sondern hat er nur erfahren, nee, geht nicht.
Habe ich auch gelesen.
Ich bin mal gespannt, ob es noch mehr...
Dann kannst du dir auch kein Request machen, wenn du kein Konto hast.
Nee, das stimmt.
Und wenn es gesperrt ist, auch nicht.
Und das ist auch ein zweites Problem, was viele angesprochen haben.
Also es gibt noch Probleme, wie wir das machen.
Nein!
Ich bin mal gespannt, ob wir, was die nächsten Tage und Wochen tatsächlich so als Feedback auf diese neue Strategie oder diese Revolution, wie sie auch genannt wird, bekommen.
Mal sehen, wie gut das tatsächlich anläuft.
Und Philipp, der hat die Samstagsfolge auch gehört, also nicht unser...
Co-Host Philipp, sondern Hörer Philipp.
Und er hat sie gehört zusammen mit seinem Bruder auf dem Rückweg aus Stuttgart.
Und dort hat er uns vermisst.
Er war nämlich auf der Anlegermesse in West.
Da waren so knapp 15.000 oder 14.000 Menschen.
Also ziemlich viel los.
Und er schreibt, wir würden uns freuen, wenn ihr nächstes Jahr mal mit dabei seid.
Gegebenenfalls könnt ihr ja auch live eine Samstagsfolge aufnehmen.
Und du wirst es nicht glauben, lieber Philipp.
Wir beide, Holger und ich, haben tatsächlich vor wenigen Tagen erst darüber gesprochen und uns gefragt, warum wir dort einfach nicht schon mal vorbeigeschaut.
Aber vielleicht machen wir das tatsächlich.
Und die Idee mit der Samstagsfolge ist natürlich geradezu genial.
Mal schauen.
Vielleicht kriegen wir das hin und sind nächstes Jahr dabei.
Bis dahin würde ich sagen, abonniert uns doch einfach, sprecht über uns und empfehlt uns euren Freunden.
Und wir hören uns dann morgen wieder ab 5 Uhr bei Welt und überall, wo es Podcasts gibt.
