# Eliminating Decision Back-Delegation in Management

**Podcast:** LEITWOLF Podcast - Leadership, Führung & Management
**Published:** 2026-04-16

## Transcript

Bevor wir einsteigen, ein wichtiger Hinweis.
Wenn auch in deiner Organisation Transformationen immer wieder scheitern, wenn Transformationsprogramme laufen, aber sich im Alltag nichts verändert, dann lade ich dich ganz herzlich ein am 6.
und am 8.
Mai zu einem praxisnahen kompakten Webinar.
Dort zeigen dir meine Kooperationspartnerin Andrea Berund und ich, welche zwei Fehler-Transformationen immer wieder ausbremsen, wie HR Führungsverhalten systematisch sichtbar machen kann.
Und wie daraus echte Verhaltensänderung in deiner Organisation entsteht.
Wir bieten nur 15 Plätze an.
Die Links sind in den Shownotes.
Melde dich an.
Wir freuen uns auf dich.
Deine Organisation wird erst dann wirklich gesund, stark und skalierbar, wenn Entscheidungen dort getroffen werden, wo die Kompetenz sitzt, nicht dort, wo die Hierarchie endet.
Wenn Entscheidungen zu dir zurückkommen, ist das selten ein individuelles Problem.
Es ist meist ein Führungssystemproblem.
Hallo und herzlich willkommen im heutigen Lightwolf Podcast.
Dein Podcast für praxisnahes Führen mit Wirkung.
Viele Führungskräfte kennen folgendes Muster.
Du delegierst eine Entscheidung, und Schwupps, kurze Zeit später liegt dieselbe Entscheidung, die du gestern noch delegiert hast, heute schon wieder auf deinem Tisch.
Oft eingeleitet mit so einem Satz wie zum Beispiel, ich wollte mich da nur noch mal kurz abstimmen.
Oder ja, mich würde noch noch mal kurz interessieren, wie du da eigentlich entscheiden würdest.
Und plötzlich bist du wieder selber voll drin im operativen Detail.
Obwohl du genau daraus rauskommen wolltest.
Das Problem ist dann selten mangelnde Kompetenz im Team oder bei den anderen.
Rückdelegation liegt meist an zwei strukturellen Ursachen, die ich in 35 Jahren Führungspraxis immer wieder gesehen habe.
Dieselben zwei.
Erstens, es wird zwar die Entscheidung delegiert, aber nicht die Verantwortung.
Viele Führungskräfte sagen dann zum Beispiel, trifft du ruhig die Entscheidung.
Aber sie erklären nicht, welche Entscheidung genau, nach welchen Kriterien, bis zu welchen Grenzen.
Das erzeugt Unsicherheit und führt oft dazu, dass Entscheidungen zurückdelegiert werden.
Problem Nummer zwei: Führungskräfte senden unbewusst Signale der Kontrolle.
Sie wollen das vielleicht gar nicht, das ist gar nicht ihre Absicht.
Aber das ist ihre Wirkung.
Deswegen sage ich so oft auch in unseren Führungsschulungen: reflektiere deine Wirkung, nicht deine Absicht.
Wirken.
Wenn ich als Führungskraft zwar Entscheidungen delegiere, aber immer wieder so kleine Signale sende, dass es dann vielleicht doch nicht gut genug ist, dann senden die Signale der Kontrolle und dann kommt die Entscheidung wieder zu mir zurück.
Beispiel: Entscheidungen werden korrigiert.
Oder Entscheidungen werden zwar grundsätzlich mitgetragen von der Führungskraft, die sie delegiert hat, aber sie wird dann nachträglich noch so ein kleines bisschen angepasst, so ein bisschen verbessert.
Oder im schlimmsten Fall, Führungskräfte greifen selber während der ganzen Entscheidungsvorbereitung operativ ein.
Das Signal ist dann so klar wie fatal.
Am Ende entscheidet sowieso der Chef selber.
Zu diesem Thema, die immer mehr Führungskräfte beschäftigt.
Jetzt eine super schnelle kurze Umfrage an dich mit der Bitte, dass du zehn Sekunden deiner Zeit investierst.
Frage: Kommen Entscheidungen in deinem Alltag oft zu dir zurück.
Du findest in den Shownotes in der Umfrage vier Antwortmöglichkeiten.
Von der ersten Jahr ständig, bis zur letzten, eigentlich nie, und zwei dazwischen.
Bitte geh jetzt kurz rein in die Shownotes und gib mal deine eine Antwort.
Der Vorteil für dich ist, wenn du dir das bewusst machst, steigert das vielleicht dein eigenes Bewusstsein für dein eigenes Entscheidungsverhalten und hilft dir vielleicht dein eigenes Entscheidungsmuster zu erkennen und weiterzuentwickeln.
Wie gesagt, kostet ich 10 Sekunden, mach das doch gerade mal jetzt.
Ich danke dir für diese Zeit und deine Rückmeldung.
Jetzt zu den Dingen, die man tun kann.
Ich habe einfach mal so meine komplette Erfahrung als Führungskraft durchdacht, für dich strukturiert und habe drei Tipps für dich, was du tun kannst, damit Entscheidungen, die du delegiert hast, zu dir nicht zurückkommen.
Tipp Nummer 1: Definiere Ziel und einen klaren Entscheidungsrahmen.
Statt einfach zu sagen, entscheide du, sag lieber, du entscheidest.
Maxiere dabei bitte den Kunden nutzen und halte dich möglichst genau an Budget und Zeitplan.
Bitte nicht mehr Geld ausgeben und nicht mehr Zeit für ein richtig gutes Ergebnis investieren, als wir vereinbart haben.
Das ist ein recht klarer Entscheidungsrahmen.
Du kannst auch konkrete Entscheidungsspielräume formulieren.
Zum Beispiel, a, alles bis 10.000 Euro kannst du selbst entscheiden.
Bitte nimm mich nicht in Kopie, informiere mich nicht darüber.
Ich will das nicht wissen.
Das ist für mich nur Müll.
Du machst das.
B, alle Entscheidungen zwischen 10.000 und 50.000 Euro, triffst bitte du selbstständig.
Aber bitte informiere mich darüber, weil diese Entscheidung vielleicht für meine Arbeit, für meine Abstimmungen eine Rolle spielen kann.
Und Kategorie C, Entscheidungen über 50.000 Euro, die stimmst du bitte mit mir ab, bevor du sie triffst.
Weil die könnten recht gravierende Auswirkungen auf meine Arbeit haben.
Also a alles unter 10.000 Euro, du entscheidest, ich will keine Info.
B zwischen 10.000 und 50.000 du entscheidest, ich möchte informiert sein.
C, alles über 50.000 Euro, du kommst bitte mit deiner Entscheidung zu mir, stimmst sie mit mir ab, bevor du sie triffst.
Das ist ein Entscheidungsspielraum und das rahmt meinen ersten Tipp für mich für dich ein.
Definiere ein klares Ziel und definiere einen klaren Rahmen für Entscheidungen, vielleicht auch einen klaren Spielraum für Entscheidungen.
Zweiter Tipp, gib Entscheidungen zurück.
Wenn jemand zu dir kommt, denen du eine Entscheidung übertragen hast.
Und er kommt zurück mit solchen Worten wie, ja, ich habe mir da mal so Gedanken gemacht und ich habe auch so eine erste Idee, aber mich würde ja mal interessieren, wie wäre denn eigentlich deine Empfehlung, liebe Chefin?
Das ist der Versuch, die Entscheidung zu dir zurückzudelegieren.
Fall nicht in diese Falle rein.
Gib keine Antwort.
Sondern gib einfach die Frage zurück.
Danke für deine Frage.
Was ist denn deine Empfehlung?
Gib die Entscheidung zurück.
Das hält die Verantwortung dort, wo sie hingehört, wenn du die Vorgesetzte bist.
Nämlich beim anderen, dem du die Entscheidung delegiert hast.
Halte bitte auch Stille aus.
Wenn zum Beispiel jemand fragt, aber liebe Chefin, du hast das ja schon x-mal gemacht und du kennst das ja alles so gut, and was würdest du denn eigentlich entscheiden?
Dann könntest du zum Beispiel antworten, danke für dein Compliment, aber wie würdest du denn entscheiden?
Und dann kann es sein, dass er nach Stille eintritt.
Nicht weil der andere nicht entscheiden kann, sondern weil er vielleicht noch ein bisschen zögert, ein bisschen ängstlich ist.
Es tritt Stille ein.
Dann musst du als Führungskraft diese Stille aushalten.
Der andere denkt nach.
Denken hilft.
Aber Denken passiert nur, solange du schweigst.
Also halt die Stille aus.
Und noch ein weiterer Tipp, eine weitere Facette zu diesem Punkt, gib die Entscheidung zurück, korrigiere auch nicht sofort.
Wenn jemand anders eine Entscheidung trifft, die entweder nicht ganz deiner entspricht, die du vielleicht getroffen hättest, sondern eine Entscheidung trifft, die du vielleicht in Teilen sogar riskant oder falsch findest.
Nicht sofort dazwischen grätschen und korrigieren, sondern zurückfragen.
Sag mal, echt interessant, ich sehe folgende Vorteile, aber hilf mir mal, wie bist du denn zu dieser Entscheidung gekommen?
Auch mit dieser Frage statt Ansage, gibst du die Entscheidung wieder dorthin zurück, wo sie hingehört, zum anderen und nicht zu dir auf den Schreibtisch.
Das sind so ein paar Facetten von Tipp Nummer 2.
Gib die Entscheidung zurück.
Und Tipp Nummer drei, belohne gute Entscheidungen, nicht nur starke Ergebnisse.
Wenn nur starke Ergebnisse akzeptiert werden, dann steigt die Angst vor Fehlern.
Wenn in einem Team, in einer Firma, in einem Land nur gelobt wird, was starke Ergebnisse sind, dann steigt die Angst, Fehler zu machen in den eigenen Entscheidungen.
Dann steigt Rückdelegation von Entscheidungen.
Massiv, unvermeidlich, so sicher wie das Armen in der Kirche.
Also nicht nur starke Ergebnisse, sondern auch gute Entscheidungen belohnen.
Selbst wenn sie am Ende vielleicht mal nicht voll aufgegangen sind.
Delegiere auch mit einer gewissen Entscheidungslogik.
Erkläre nicht nur, was der andere entscheiden soll, sondern auch, wie du die Qualität von Entscheidungen bewertest.
Zum Beispiel, ob nach klaren Prinzipien entschieden wurde und welche Prinzipien das gewesen sind.
Oder ob mehrere Optionen bewertet wurden und nach welchen Kriterien sie bewertet wurden.
Oder Entscheidungsgeschwindigkeit.
Es gibt einige gravierende Entscheidungen, denen sollte man etwas Raum und Zeit nehmen, dass sie reifen können.
Die brauchen etwas Zeit, um im Kopf zu wachsen, damit die Bewertungen stattfinden können.
Damit klar wird, was eigentlich die beste dieser Entscheidungen ist, dafür brauchst du Klarheit und ein bisschen Zeit auch mal reifen lassen.
Es gibt allerdings auch Entscheidungen, wo klar ist, dass du die schnell treffen kannst.
Und das ist für die Mehrheit der Entscheidungen so.
Zeit wird eine immer knappere Ressource, also triff Entscheidungen schnell.
Und wenn das für dich ein Kriterium ist, dann teil das Kriterium dem anderen mit, dass er gute Entscheidungen schnell genug treffen kann.
Denn oft gilt, lieber schnell als perfekt.
Und lobe auch Entscheidungsmut.
Wenn du siehst, da hat jemand gut vorbereitet, viel analysiert, sich gute Informationen besorgt und dann den Mut gehabt, eine Entscheidung zu treffen, dann lobe den Entscheidungsmut.
Je mehr deine Mitarbeitenden lernen, dass sie eigene Entscheidungen treffen sollen und dürfen, werden sie stärker darren, sie werden es mehr können und sie werden es mehr wollen, und zwar immer mehr.
Und zwar durch dein Verhalten als Führungskraft.
Unsere Mitarbeitenden können fast immer mehr als ihnen bewusst ist.
Da ist unser Job als Führungskraft, mehr an diese Menschen zu glauben, als die an sich selbst glauben.
Und das insbesondere wenn es um Entscheidungen geht, riesengelegenheit.
Wenn immer du gute Entscheidungen lobst und nicht nur die starken Ergebnisse, verhinderst du Rückdelegationen zu dir.
Du hast dann mehr Zeit für andere Themen und deine Mitarbeiter wachsen.
Und dadurch wächst dein Geschäft.
Also drei Tipps, wie du verhindern kannst, dass Entscheidungen zu dir zurückkommen.
Erstens, definiere Ziel und klaren Entscheidungsrahmen und Entscheidungsspielräume.
Zweitens, gib Entscheidungen zurück dahin, wohin du sie delegiert hast.
Und drittens, belohne nicht nur starke Ergebnisse, sondern auch gute Entscheidungen.
Wenn Entscheidungen zu dir zurückkommen, ist das seltener ein individuelles Problem.
Es ist meist ein Führungssystemproblem, in dem vielleicht auch dein eigenes Verhalten noch Potenzial hat.
Denk einfach mal in Ruhe drüber nach.
Ich mache Entscheidungsfehler, ich mache Führungsfehler.
Und ich bin lange noch nicht fertig damit, mich zu entwickeln in genau die Führungskraft, die ich sein will.
Rückdelegation vermeidest du dann, wenn Entscheidungsrahmen klar sind, Verantwortungsmut größer ist als die Angst vor Fehlern, und Vertrauen stärker ist als Kontrolle.
Übrigens, wenn auch du in deiner Organisation Rückdelegation beobachtest und loswerden willst, wenn du in deiner Firma wirksames Führen systematisch entwickeln willst, dann sprich uns bitte an.
Gerne tauschen wir uns mal völlig informell, virtuell aus und hören dir erstmal ganz genau zu, wo du eigentlich stehst und was für euch eine Verbesserung sein könnte.
Wir teilen auch gerne sofort erste konkrete Tipps, wenn die Sinn machen und wenn sie euch helfen.
Wenn das für dich interessant ist, um Führen in deiner Firma zu stärken, dann buch dir gleich jetzt ein kostenloses Erstgespräch über den Link in den Shownotes.
Gutes Führen bedeutet nicht nur Entscheidungen zu treffen, sondern auch Entscheidungsfähigkeit in deiner Organisation.
Denn eine Organisation wird erst dann wirklich gesund, stark und skalierbar, wenn Entscheidungen dort getroffen werden, wo die Kompetenz sitzt und nicht dort, wo die Hierarchie endet.
Ich hoffe, dieser Lightwolf-Podcast hat dir irgendein Nuggets, irgendeine Inspiration, vielleicht sogar eine konkrete Idee gegeben, wie du dich selbst und die Menschen in deiner Umgebung in genau die Führungskräfte weiterentwickeln kannst, die ihr sein könnt und sein wollt.
Ich danke dir für deine Zeit und freue mich, wenn du bald wieder hier einschaltest hier im Lightwolf Podcast.
Mach's gut, viel Erfolg und bis dann.
Ich hoffe, diese Folge hat dir gefallen und es war etwas dabei, das dir richtig mehr Wert gibt.
Hier noch ein Hinweis in eigener Sache.
Wenn auch in deiner Organisation Transformationen immer wieder scheitern, wenn Transformationsprogramme laufen, aber sich im Alltag nichts verändert, dann lade ich dich ganz herzlich ein 6.
Mai und am 8.
Mai zu einem praxisnahen Kompakten Webinar.
Dort zeigen dir meine Kooperationspartnerin Andrea Beruth und ich, welche zwei Fehler Transformationen immer wieder ausbremsen, wie HR Führungsverhalten systematisch sichtbar machen kann und wie daraus echte Verhaltensänderungen in deiner Organisation entsteht.
Wir bieten nur 15 Plätze an für einen engen Austausch.
Die Links sind in den Shownotes.
Melde dich an.
Wir freuen uns auf dich.
