# Beyond the Noise: Timing the Market vs. Strategic Asset Management

**Podcast:** Asset Class
**Published:** 2026-04-16

## Transcript

Sal in May ist ein absoluter Klassiker in der Börse.
Aber in 21.
Jahrhundert ist die Regel längst nicht mehr so eindeutig, wie sie mal.
Während die einen noch überlegen, wann sie verkaufen sollen, ob nicht, fragen sich die wirklich Profis längst was ganz anderes.
Wie vermeiden ich eigentlich jemals verkaufen?
And wie kann ich trotzdem gleichzeitig neues Geld investieren?
The Antworten auf dieses Rätsel and the Renditerrit heute deutlich unruhiger ist als früher, das findest du in dieser Ausgabe.
Und damit sich das Ganze gut runter spülen, lässt eine kleine Schnapsgeschichte zum Schluss, die so gar keine Schnaps-Idee ist.
The folks are keine Anlageberatung.
Capitalanlagen Risiken.
Du entscheidest in was du investierst.
And damit herzlich willkommen zu Beyond the Noir Finance with Focus Stadt for Elephants.
Pünktlich zum Frühling the Börsenweisheiten.
Sal in May and go away, but remember to come back in September.
The geschichte hinter diesem Spruch is eighteen spannend, denn sie stammt aus einer Zeit, as Londoner Banker in Sommer einfach die Koffer gepackt haben, um the Hitze in London to entkommen.
And erst nach St.
Ledger's Day in September, the Endeavour einer berühmten Pferderennserie, kehrte die Feinde-Gesellschaft zurück nach London.
But heute machen die Algorithmen in den Rechencentren.
And the world saw it and 20.
Jahrhundert war Sal and May then go away.
Durchaus schon so etwas wie ein verlässlicher Vorteil for investoren.
Twenty 1950 and the Jahrtausendwende etwa lieferten Large Captien in the time of November and April an annualisier of knob 20% up.
And even these actions have in the time of May bisogna from knob 7% abgelief.
The volatilitation in Winter lag by 12,44%, without the Sommer with 14%, deutlich unruhiger war.
Heute wissen wir, wer stur im Mai verkauft, lässt über die Jahrzehnte ein Vermögen liegen.
An investition of $1,000 Dollar im Jahr 1975 wäre bei einer einfachen Buy and Hold Strategy bis heute auf über 340.000 Dollar gewachsen.
Wer jedes Mal in Mai ausgestiegen is anderes in November wieder ein, hätte gerade mal 64.000 Dollar im Depot.
That rechnet American Century Investments letztes Jay in einem Paper vor.
And we sprechen gleich noch ausführlicher darüber, vor allem führt der jährliche Ausstieg dazu, dass das Compounding jedes Jahr durch Steuern unterbrochen wird.
Was ebenfalls zu bedenken ist, das Risikoprofil hat sich komplett gedreht.
Heute ist die Zeit außerhalb des Sommers, also genau die Phase, in der wir eigentlich nach dieser Börsenweisheit die hohen Gewinne einfahren wollen, mit einer Volatilität von 17,5%, die deutlich wildere Phase.
Der Sommer ist mit 14,3% etwa ruhiger geworden.
Was heißt das jetzt für dich?
Die alte Regel liefert zwar immer noch ein kleines Plus, aber das Kilo Rendite kostet heute viel mehr Nerven.
Wer versucht, den Markt nach dem Kalender zu timen, setzt sich heute Wellen aus, die viel heftiger über uns zusammenschlagen können als früher.
Warum ist diese Regel aber so präsent, wenn sie weitestgehend überholt ist?
Ja, weil unser Gehirn auf Sicherheit programmiert ist.
Auch wenn diese Sicherheit fundamental nur aus Luft besteht.
In der Psychologie nennt man das Illusion of Control.
Also wir glauben wir die Börse bändigen, wenn wir nur oft genug auf den Verkauf-Knopf drücken.
That is a bit like in the Fahrstuhl.
Viele Leute drücken dort zehnmal hintereinander auf den Tür zu Knopf, obwohl der oft gar nicht angeschlossen ist.
They do this nur, um das Gefühl zu haben, etwas zu bewirken.
Ja, an der Börse ist dieser Reflex nicht nur nervig, sondern gefährlich.
Studien zeigen, dass Privatanleger, die besonders aktiv traden in Schnitt über 6% weniger Rendite pro Jahr machen als der Breite Markt.
We verwechseln in diesen Moment Bewegung mit Meisterschaft and hektische Betriebsamkeit mit echtem Fortschritt.
And there comes so eine griffige Regel, wie Stelle in May gerade recht, sie ist ein emotionaler Fluchtweg, um das unbehagen der Ungewissheit los zu werden.
But echte stability im Depot entsteht nicht durch rein anders.
It is so viele psychologische Fall, in die weppen können.
We are sichert by klein risiken, but blind for the growth gefahren.
Viele laufen der Herde hinterher, but Profision schlägt Partizipation.
Anziger sauberer Trade, den man wirklich durchzieht, is thousand more wert als 10 emotional schnellschüsse.
When we all three minutes our handy zück, um die kurze checken, dann investierst du nicht, dann zogst du Casino.
Während die einen noch überlegen, wann sie verkaufen sollen, ob jetzt in Sommer oder nicht, stellen sich die Profis längst eine andere Frage.
Wie vermeiden wir es überhaupt verkaufen zu müssen?
Stell dir vor, du hast ein Depot with Aktien eines Tech-Gigant, zum Beispiel.
Über die Jahre ist der Wert von 100.000 Euro auf 1 Million gestiegen.
Glückwunsch.
Wenn du jetzt aber verkaufst, um dir deine Träume zu erfüllen, klopft natürlich sofort der Fiskus an.
In Deutschland reden wir da über die Abgeltungssteuer inklusive Soli, also etwa 26 Prozent.
Das ist ein riesiger Brocken, der deinem Zinseszinseffekt eiskalt das Genick bricht.
Dein Vermögen wird sofort um ein Viertel schrumpfen.
Was machen also die Geduldigen?
Sie verkaufen einfach nicht.
Sie halten ihre Aktien fest und nutzen sie als Pfund für ein Kredit, ein Securities-Backed Line of Credit, also ein Lombar-Kredit.
Statt Aktien zu verkaufen, nutzt du so dein Depot einfach als Sicherheit.
Kredite sind nun mal kein Einkommen, also fällt auch keine Steuer drauf an.
Du holst dir Liquidität für dein Leben, während dein gesamtes Kapital im Hintergrund einfach ungestört weiterarbeitet.
Solange dein Depot zum Beispiel mit 8% wächst und der Kredit nur 4% Zinsen kostet, gewinnst du auf ganzer Linie.
Aber vorsichtig, wenn die Märkte crashen, kann die Bank Sicherheiten von dir fordern.
Profis beleiden ihr Depot deshalb ganz vorsichtig zu 15 bis vielleicht 25 Prozent, um ruhig schlafen zu können.
Das sind die Aspekte Buy and Borrow der Strategie, Buy, Borrower and Die.
Und am Ende das DIE steht für das Vererben.
In den USA ist das steuerlich besonders attraktiv, weil dort Gewinne beim Tod unter bestimmten Umständen neu bewertet werden.
Bei uns in Deutschland ist das durch die Fußstapfen-Theorie etwas komplizierter, aber das hinauszögern der Steuer ist trotzdem ein mächtiger Vorteil.
Die gestundete Steuer arbeitet jahrelang für dich und nicht für den Fiskus.
Du musst kein Milliardär sein, um so zu denken.
Das wichtigste Learning ist aber, jeder Verkauf schmälert natürlich dein Kapital.
Wer lernt, sein Vermögen so zu strukturieren, dass er möglichst selten verkaufen muss, nutzt die reinste Form des Zinszinses.
Was heißt das für dich unterm Strich?
Wenn wir den ganzen Lärm weglassen, bleibt eine glasklare Erkenntnis übrig.
Sell in May ist heute weniger eine Strategie als ein psychologischer Reflex.
Im 21.
Jahrhundert ist der Renditearme Sommer ruhiger gewesen, aber der Winter, in dem die Gewinne liegen, viel volatiler geworden.
Du zahlst heute einen höheren Preis in Form von Nervenstärke für deine Rendite.
Und eine zweite Erkenntnis, während die Welt auf tägliche Kurzschwankungen start, bauen die wirklich erfolgreichen Investoren an ihren Strukturen.
Sie nutzen Größe als Puffer und Kredite als Treibstoff, aber sie vergessen dabei niemals das fundamentale Risiko.
Ein Normalkredit ist wie ein scharfes Messer, sage ich immer.
In den Händen eines Profis ist es ein nützliches Werkzeug.
In den Händen eines Amateurs kann es schnell gefährlich werden.
2026 ist ein Jahr der Übergänge.
Kein Stein scheint auf dem anderen zu bleiben.
Und in solchen Zeiten ist es wichtiger denn je, die Ruhe zu bewahren und sich nicht von emotionalen Kalenderregeln leiten zu lassen.
Prüf nicht nur die Rendite, sondern auch immer die Zinslast und die externen Risiken.
Geschichte ist kein trockenes Papier, sondern sie zeigt uns auch, wo die Reise hingehen kann.
Ein Schnaps der Weltkriege und den Kommunismus überlebt hat und heute fast am Allzeit hochnotiert.
Wir schauen uns heute Zwack Unicum an, eine Aktie, die so bittersüß ist wie ihr Likör und dabei eine Dividendenrendite von 4% abwirft.
Ich muss zugeben, mit einem Jägermeister kannst du mich jagen.
Aber heute reden wir über den Moody Grandfather der Kräuterliköre, Unicum.
Wenn du dir den ungarischen Aktienmarkt anschaust, landest du meistens bei Schwergewichten wie der OTP-Bank.
Aber in der Nische versteckt sich ein echtes Juwel.
Zwack Unicum ist nicht einfach nur ein Konsumgütertitel, es ist eine Kulturaktie.
Während die großen Spirituosenriesen weltweit gerade ordentlich unter Druck stehen, hat Zwack sein Wert auf Euro-Basis in fünf Jahren mal eben verdoppelt.
Das Unternehmen ist mit einer Marktkapitalisierung von unter 200 Millionen Euro, ein echter Microcap, aber einer mit Geschichte.
Alles begann bereits 1790, als Dr.
Josef Zwack dem Kaiser Josef II.
einen Schluck seines Kräuterextrakts anbot.
Der Kaiser rief begeistert aus Dr.
Zwack, das ist ein Unikum.
Und bäm, die Marke war geboren.
Was Zwack so besonders macht, ist die Geheimhaltung.
Wir reden hier von über 40 Kräutern aus fünf Kontinenten.
Das Rezept ist so geheim, dass wirklich nur eine Handvoll an Familienmitgliedern die exakten Mischverhältnisse kennen.
In der Fabrik wird mit Nummerncodes gearbeitet, damit kein Angestellter das Rätsel lösen kann.
Ja, und diese Sturheit der Familie hat Tradition.
Als die Kommunisten 1948 die Fabrik enteigneten, floh Janosch Zwack mit dem Originalrezept in der Brusttasche unter einer Öltrommel auf einem Laster aus dem Land.
Seinem Bruder Bela gab er ein gefälschtes Rezept, das dieser den Behörden übergab.
Jahrzehntelang tranken die Ungarn also eine staatliche Kopie, während die Familie im Exil das echte Zeug brannte.
Erst nach dem Fall des Eisernen Vorhangs kaufte Peter Zwack den Laden zurück.
Heute führt die sechste Generation das Erbe und sie verstehen es, die Marke zu verjüngen.
Ob Pflaume, Barista Kaffee oder die neue Orange-Bitter-Variante, Zwack schafft es, neue Zielgruppen zu erreichen, ohne die alte Garde zu verschrecken.
Aber wie sieht das fundamental aus?
Qualität hat ihren Preis, möchte man sagen.
Mit einem Kurs-Gewinnverhältnis von etwa 21 ist die Aktie kein Schnäppchen.
Vor allem, wenn man bedenkt, dass das langfristige Wachstum eher bei Gemütlichen 5% liegt.
Über 90% des Umsatzes werden nach wie vor in Ungarn gemacht.
Wenn dort jetzt die Inflation durch die Decke geht oder die Konsumlaune im Keller landet, spürt Zwack das sofort.
Aber sie wehren sich.
In Deutschland sind die Absätze zuletzt um 140% explodiert.
Die Strategie ist klar.
Das Inlandsgeschäft verteidigen, aber den Exportanteil massiv ausbauen.
Was für dich als Anleger hängen bleibt, ja, eine stabile Dividendenradite von rund 4%.
Zwack schüttet oft fast seine gesamten Gewinn aus, weil die Familien und der große Aktionär Diaggio ein Interesse an stetigen Cashflows haben.
Familien deshalb im Plural, weil die Familie Zwack die Mehrheit zusammen mit einer anderen Familie hält, nämlich Unterberg.
Das macht die Aktie zu einem defensiven Anker.
Es ist kein Wert für die schnelle Zocke, sondern für Leute, die Stabilität im Depot schätzen, wenn die Wellen über uns zusammenschlagen.
Ich hoffe, du konntest heute etwas mitnehmen.
Schreib mir mal in die Kommentare, bist du eher Team Buy and hold oder reizt dich die Strategie der Superreichen niemals zu verkaufen.
Und was sagst du zu dem neuen Risikoprofil im 21.
Jahrhundert?
Macht dich die höhere Volatilität im Winter nervös?
Ich bin gespannt auf deine Meinung.
Wir sehen uns wieder in der nächsten Folge Beyond the Noise.
Bis dahin die Ruhe bewahren.
