# Market Trends: AI Energy, Asset Management Consolidation, and Telecoms

**Podcast:** OHNE AKTIEN WIRD SCHWER - Tägliche Börsen-News
**Published:** 2026-04-15

## Transcript

Risikohinweis.
Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Informationen und sind zum einen ohne Gewehr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente.
Es handelt sich hier nicht um Anlageberatung.
Ihr entscheidet selber, was ihr macht.
Heute ist Mittwoch, der 15.
April.
My name is Noah Leidinger, and that is ohne Aktienwert schwer.
Dieser Podcast wird wie immer unterstützt von Scalable Capital.
And mit denen zusammen habe ich gute Nachrichten für euch.
Und zwar machen wir endlich wieder einen Live-Podcast.
Und zwar am 4.
Mai im Schmidtchen Theater in Hamburg.
Ab 17.30 Uhr machen wir von ORWS, also das ganze Team, gemeinsam mit Christian Röhl von Scalable, wieder mal einen Live-Auftritt.
Wir bringen unseren Blick auf die aktuelle Börsenlage mit und auch auf die Sportaktienwelt.
Dazu ist unter anderem Moritz Fürste zu Gast, der ist selbst Olympiasieger und vor allem Gründer von Hyrox.
Hyrox ist zwar selber noch nicht an der Börse, aber ja gerade eine der großen Zukunftswetten von Puma und eins der spannendsten jungen Sportbusinesses der ganzen Welt eigentlich.
Das Ganze ist wie immer kostenlos und funktioniert im First Come First Surf-Prinzip.
Also am besten schnell anmelden.
Link dazu ist in der Beschreibung.
Und damit zurück zum Podcast.
Bei uns gibt's heute einiges an Quartalszahlen.
Die Frage, ob Lidl zur Gefahr für T-Mobile wird und einen Megatrend im Asset Management, den ich bisher nicht so oft hatte.
Dass die Lage im Iran gestern nicht eskaliert ist, obwohl die USA ja iranische Häfen blockiert haben, kam gestern an der Börse sehr gut an.
Der DAX is zum Beispiel über 1% gestiegen.
Auch in den USA war die Stimmung gut, vor allem bei Tech-Aktien.
Oracle hat zum Beispiel um die 5% zugelegt, weil sie einen großen Energievertrag mit Bloom Energy gemacht haben.
Die Firma kennt man hier nicht so, sie baut aber kleine Brennstoffzellen und sie hatten auch schon einen Vertrag mit Oracle and have the erste Brennstoffzelle bzw.
das erste System nach 55 Tagen geliefert.
Eigentlich waren 90 geplant.
And gerade in einer Zeit, wo viele Investoren Sorge haben, dass große Rechenzentrumsprojekte eben genau an Themen wie der Stromversorgung scheitern, sind das natürlich gute Nachrichten.
Und dass es bei dem neuen Deal jetzt um 2,8 Gigawatt geht, ist ein Zeichen dafür, dass Oracle weiter mit ziemlich hoher Nachfrage gerechnet.
Nur mal zum Vergleich, ein Atomkraftwerk liefert ca.
1 Gigawatt.
Noch besser als für Oracle sind die Nachrichten aber natürlich für Bloom, die Aktie hat gestern 20% zugelegt und kommt mittlerweile auf 60 Milliarden Dollar Börsenwert.
Und nicht nur bei Oracle gab es gute Tech-Nachrichten, sondern auch bei Novo Nordisk, die haben gestern um die 3% zugelegt und haben eine Partnerschaft mit OpenAI geschlossen.
Die wollen ihnen dann mit KI Double helfen, neue Medikamente zu finden.
Fairerweise machen das auch schon sehr viele andere Player im KI und Medizinbereich.
Und gerade gestern ist zum Beispiel der CEO von Novartis in den Aufsichtsrat von Enthropic aufgestiegen, aber die Börse hat gestern trotzdem als positive News gesehen.
Und neben Novo Nordisk muss man ja auch sagen, dass OpenAI solche Deals gerade gut brauchen kann.
Gestern gab es zum Beispiel wieder einen kritischen Financial Times Artikel, in dem auch ein paar früher OpenAI-Investoren sehr kritisch waren, vor allem, dass OpenAI einfach zu viele verschiedene Themen angeht und sie dann immer schnell wieder cancelled.
Ein Investor meinte, OpenAI ist eine tiefgehend unfokussierte Firma.
Aber nochmal kurz zurück zum Pharmathema.
Da gab es gestern gute Nachrichten für Johnson <unk> Johnson-Investoren.
Die Aktien hat zwar gestern nur um die 2% zugelegt, aber sie ist in den letzten zwölf Monaten schon über 50% gestiegen.
Und vor allem schafft Johnson <unk> Johnson das, was in der Pharmaindustrie alle schaffen wollen, und zwar den Umsatzeinbruch von wichtigen Blockbuster-Medikamenten, bei denen die Patente abgelaufen sind, durch neue Medikamente zu ersetzen.
Der Umsatz vom früher so wichtigen Medikament Stellara ist zum Beispiel von 1,6 Milliarden Dollar im Vorjahresquartal auf unter 700 Millionen gefallen.
Das ist einfach mal ein Umsatzrückgang von einer Milliarde in gerade mal drei Monaten.
Aber dafür hat zum Beispiel alleine das Krebsmedikament Dazalex fast eine Milliarde zugelegt auf ca.
4 Milliarden Umsatz und das eben auch in gerade mal drei Monaten.
Dazu war das Management dann noch ganz optimistisch, dass Johnson Johnson gegen Ende des Jahrzehnts wieder so circa 10% pro Jahr wachsen wird.
Aktuell sind sie bei um die 7% und sie haben das 64.
Jahr in Folge die Dividende angehoben.
Wenn wir jetzt schon bei Businesses sind, die gut laufen, gab es auch endlich mal ein paar gute Nachrichten aus Deutschland.
Der Hörspiel Boxenplayer Tonis hat gestern leicht zugelegt, weil sie auch 2026 um die 20% wachsen wollen und das profitable.
Außerdem kommt das Wachstum vor allem aus Nordamerika, was ein gutes Zeichen ist, weil es dort viel neue Konkurrenz gibt.
Die Aktie hat sich übrigens gestern nicht besonders stark bewegt, aber in den letzten 12 Monaten auch schon fast verdoppelt.
Das können die Kollegen von Heidelberger Druck nicht bieten.
Die haben aber alleine gestern 20% zugelegt und mich hat es ehrlicherweise ein bisschen überrascht.
Der Grund dafür, dass die Aktie gestiegen ist, war nämlich nur ein Besuch vom Ministerpräsident aus Brandenburg.
Der wollte sich bei Heidelberger Druck über das neue Rüstungsprojekt informieren, weil die Firma zusammen mit einem Rüstungskonzern aus Israel Drohnenabwehrsysteme bauen will.
Das wurde aber eigentlich auch schon im März verkündet, deshalb ein bisschen überraschend, dass die Aktie erst gestern gestiegen ist.
Dazu muss man fairerweise sagen, dass die Aktie mit gerade mal 500 Millionen Euro Börsenwert auch sehr klein ist und da ist es auch normal, dass der Kurs mal stärker schwankt.
Jetzt hatte ich bisher nur gute Nachrichten aus Europa.
Letzte Folge habe ich aber ja schon von den schwachen Zahlen bei LWM Asch berichtet.
Und gestern gab es dann Zahlen von Kering, also der Firma hinter Gucci.
Und auch da sieht es nicht viel besser aus.
Gucci ist letztes Quartal zum Beispiel 14% geschrumpft.
Die einzig gute Nachricht und auch der Grund, wieso die Aktie gestern leicht zugelegt hat, ist, dass es im Quartal davor noch schlechter gelaufen ist.
Und außerdem laufen die anderen Marken, wie zum Beispiel Balenciaga deutlich besser als Gucci.
Außerdem dürften sich die Luxusfirmen über die Zahlen freuen, die gestern die großen Banken geliefert haben.
Da werden nämlich einige Banker auf jeden Fall genug Geld verdienen, um dann auch einiges bei Gucci und Le Vuitton auszugeben.
JP Morgan zum Beispiel hat letztes Quartal entspannte 16,5 Milliarden Dollar Nachsteuergewinn gemacht.
Das ist das zweitbeste Quartal ever und schon absurd, dass JP Morgan in einem einzigen Quartal, also in nur drei Monaten, genug Geld verdient, um zum Beispiel die komplette Raiffeisenbank aus meiner Heimat zu kaufen.
Und das, obwohl die Raiffeisenbank auch noch eine der fünf wertvollsten börsennotierten Firmen in ganz Österreich ist.
Getrieben wurden die starken Zahlen jedenfalls durch starke Trading Business und steigende Investmentbanking-Umsätze, also genau das, was ich letzte Folge auch schon bei Goldman Sachs erzählt habe.
Weil die guten Zahlen bei JP Morgan aber auch schon erwartet wurden, hat sich die Aktie gestern nicht groß bewegt.
Bei der Citigroup waren sie besser als erwartet.
Die Aktie ist leicht gestiegen und hat vor allem den höchsten Stand seit der Finanzkrise erreicht.
Der jahrelange Turnaround bei der Citigroup scheinte also endlich zu funktionieren.
Und mir sind dann abseits der Börse, passend zum Investmentbanking Business, auch noch die Zahlen von der amerikanischen Kanzlei Leatham Watkins aufgefallen.
An den ganzen Deals, also Übernahmen, Börsengängen und so weiter, verdienen nämlich nicht nur Investmentbanken, sondern eben auch Anwälte.
Und die Partner bei Leffam haben im Schnitt letztes Jahr fast 9 Millionen Dollar mit nach Hause genommen, also auch wieder eine ganz attraktive Kundengruppe für Louis Vuitton und Co.
Und zum Abschluss gab es dann noch starke Zahlen von BlackRock.
Die haben zwar mit knapp unter 14.000 Milliarden Dollar ein bisschen weniger Geld verwaltet als Ende letzten Jahres, aber das hängt ja auch mit Börsenschwankungen und anderen Themen zusammen.
Und entscheidend bei BlackRock ist eigentlich immer, wie viel neues Geld Kunden in die Produkte packen.
Und das waren letztes Quartal alleine bei den ICAS-ETF 132 Milliarden Dollar.
Auch sonst waren die Zahlen ziemlich solide und die Aktie hat um die 4% zugelegt.
Und wie sich diese Größe und Marktmacht von BlackRock auf die restliche Branche auswirkt, das hat sich jetzt mal Timon angeschaut.
Novin bietet über 10 Milliarden Dollar für den britischen Vermögensverwalter Schroders.
Tryon und General Catalyst kaufen Janus Henderson für 8 Milliarden Dollar von der Börse.
In letzter Zeit gibt es extrem viele Übernahmemeldungen aus der Fondsindustrie.
Insgesamt wurden allein im ersten Quartal schon Übernahmen im Wert von knapp 25 Milliarden Dollar angekündigt.
Im ganzen Jahr 2025 waren es unter 50 Milliarden Dollar und das war auch schon ein starkes Jahr.
Durch günstigere Indexfonds und ETFs sind die traditionellen Fondshäuser unter Druck und die großen Häuser kaufen auf, um trotzdem weiter zu wachsen und in andere Märkte zu kommen.
Gleichzeitig wollen sich die kleinen Firmen zusammenschließen, um nicht unterzugehen und es werden insgesamt mehr Fonds abseits der Börse angeboten.
Also zum Beispiel Private Equity und Private Credit Fonds.
Auch wenn die Stimmung bei Private Credit gerade schlecht ist, kann man in den Bereichen höhere Gebühren verlangen.
Im Schnitt liegen die Gebühren bei knapp 2%.
Der durchschnittliche ETF hat Gebühren von 0,2%, also 10 mal weniger.
Das erklärt auch, wie so zum Beispiel BlackRock, die ja hauptsächlich für ihre passiven ETFs bekannt sind, 2025 den Private Credit-Spezialisten HPS Investment Partners übernommen hat und im Jahr davor auch schon den Private Equity Investor, Global Infrastructure Partners für 13 Milliarden Dollar.
Goldman Sachs hat Anfang des Jahres Innovator Capital übernommen.
Die bieten zwar ETFs an, aber sogenannte Defined Outcome ETFs.
Die versuchen mit Optionen Verluste zu reduzieren, deckeln dafür aber auch die Gewinne und haben eben höhere Gebühren.
Neben der verschiedenen Investmentstrategien wollen sich die Firmen geografisch auch breiter aufstellen.
Deshalb passiert auch ein Großteil der Deals in Europa, stellt sich natürlich die Frage, ob man davon an der Börse profitieren kann.
Einerseits könnte man auf die großen Player wetten und daran glauben, dass die an Marktmacht zulegen.
Oder man kauft kleinere Player und wettet auf eine Übernahme.
Kleinere Player, die gekauft werden könnten, sind zum Beispiel die britische Ashmore Group mit 50 Milliarden Dollar verwaltetem Vermögen oder der französische Private Equity und Private Credit Manager Tikehau Capital, der auch knapp 50 Milliarden Dollar verwaltet.
Und es gibt noch ein paar andere Player, die ein Asset Manager als Side-Business haben und versuchen könnten, das zu verkaufen.
Zum Beispiel hat die ikonische Investmentbank Lazar ein Asset Management Business mit 250 Milliarden Dollar an verwaltetem Vermögen.
Das ist jetzt nicht super klein, aber weniger als das, was BlackRock in einem einzigen Quartal an Vermögen einsammelt.
Und auch einer der größten Hedgefonds-Anbieter der Welt ist börsennotiert.
Die Man Group verwaltet auf fast 250 Milliarden Dollar und kann durch die hoch spezialisierten Strategien im Schnitt 5% Verwaltungsgebühren nehmen.
Obendrauf gibt es bei guter Performance dann noch extra Gebühren.
Fonds sind eine Erfindung der Fonds-Industrie.
Denkt mal drüber nach Montag haben die Kollegen bei Lidl verkündet, dass sie stärker ins Mobilfunkbusiness einsteigen wollen.
Unter anderem mit einem Investment in OneGlobal.
Das ist das neue Startup vom Auto 1-Gründer.
Was genau dahinter steckt und welche große Übernahmemeldung von gestern ich euch gerade noch verheimlicht habe.
Das alles und vieles mehr hört ihr jetzt von Christoph.
OneGlobal baut eine Plattform, über die andere Unternehmen Datenpakete und E-SIMs verkaufen können, ohne ein eigenes Netz zu haben.
Revolute hat darüber zum Beispiel in ein paar Monaten eine Million E-SIMs verkauft.
Lidl will das gleiche und hat genau wie Revolute schon bestehende Nutzer, nämlich um die 100 Millionen in der Lidl Plus-App.
Und Lidl hat zwar schon Mobilfunkangebote, aber ist bisher reiner Reseller.
Lidl verkauft also Vodafone-Tarife unter eigenem Namen, darf aber beim Preis oder den Konditionen der Verträge nicht mitsprechen.
Das soll sich jetzt ändern und da ist Lidl nicht allein.
Erst gestern hat Amazon verkündet, dass sie den Satellitenbetreiber Global Star kaufen.
Das wurde letzte Woche schon spekuliert und gestern war es dann soweit für 12 Milliarden Dollar.
Und sie bauen ein Netz von Satelliten, die direkt mit normalen Handys kommunizieren.
Das ist vor allem für Notfälle und Gegenden ohne Netz gedacht.
Aber kann auch der erste Schritt sein, dass Amazon selbst noch mehr in das Mobilfunkbusiness einsteigt.
Und damit kommen wir zum Verlierer, wenn jeder ein Anbieter werden kann.
T-Mobile US.
Die haben laut Tests das beste Mobilfunknetz in den USA.
Außerdem sammeln sie viel mehr Neukunden ein als die Konkurrenz.
Trotzdem hat die Aktie auf Sicht von einem Jahr um die 30% verloren und damit deutlich stärker als ATT oder Verizon.
Dabei läuft das Kerngeschäft gut.
2025 war sogar ein Rekordjahr mit fast 8 Millionen neuen Vertragskunden.
Aber für 2026 will T-Mobile nur 2,5 Millionen neue Phone Kunden und damit weniger als 2025.
Dazu kommt Unruhe im Unternehmen.
Im November hat T-Mobile einen neuen CEO bekommen.
Seitdem gab es mehrere Entlassungsrunden.
Und beim Glasfaserausbau hängt der Konzern hinterher.
Bis 2030 will T-Mobile 3 bis 4 Millionen Glasfaserkunden haben.
ATT hat heute schon 10 Millionen und baut das Netz gerade massiv aus.
Bis 2030 will ATT seine Glasfasertarife 60 Millionen Haushalten anbieten können.
Immerhin, T-Mobile hat mit Heiminternet übers 5G-Netz schon 8 Millionen Kunden gewonnen.
Das läuft gut und zeigt, dass die Firma auch ohne Glasfaser wachsen kann.
Und das schon seit Jahren.
Trotzdem ist T-Mobile US teurer bewertet als die Konkurrenz.
Der Börsenwert von 210 Milliarden Dollar steht für das 17-fache vom erwarteten Gewinn.
AT<unk>T kommt auf 180 Milliarden Dollar und das ist ein erwartetes KGV von 11.
Dazu bekommt man bei ATT sogar 4% Dividendenrendite, bei T-Mobile nur 2%.
Fairerweise hat T-Mobile langfristig gesehen, aber auch deutlich besser performt und ist gerade mit einem KGV von 17 günstiger als der 19er Schnitt der letzten drei Jahre.
Mit zwei Leuten telefonieren.
Gleichzeitig oder abwechselnd.
Die sind schwer im Kommen.
Das digitale Netz der Telekom.
Alles wird möglich.
Das war ohne Aktienwirt schwer.
Produziert von Podstas bei UMR.
Wir hören uns morgen wieder.
Bis dahin.
Alles Gute.
Adios.
