# Market Volatility Profits, Luxury Assets and Strategic Shifts

**Podcast:** OHNE AKTIEN WIRD SCHWER - Tägliche Börsen-News
**Published:** 2026-04-14

## Transcript

Risikohinweis.
Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Informationen und sind zum einen ohne Gewehr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente.
Es handelt sich hier nicht um Anlageberatung.
Ihr entscheidet selber, was ihr macht.
Heute ist Dienstag, der 14.
April.
Mein Name ist Noah Leidinger und das ist ohne Aktienwert schwer.
Dieser Podcast wird gesponsert von Scalable Capital, dem Broker mit einem eigenen KI-Chatbot, der euch alle möglichen Fragen rund um Aktien und Wirtschaft beantwortet.
Wir haben uns mal die Fragen gestellt, welche Firmen krisensicher und stabil sind.
Als Antwort gibt es heute Strom aus Frankreich und einen Luxus Yachtenbauer aus Italien, aber davor natürlich noch die aktuellen News.
Welche Firma profitiert eigentlich am meisten davon, wenn das Börsenumfeld so wie jetzt gerade ziemlich unsicher ist.
Ein sehr starker Kandidat für den größten Profiteur ist auf jeden Fall Goldman Sachs.
Die haben nämlich gestern schon Quartalszahlen vorgelegt und waren damit die ersten.
In den nächsten Tagen gibt es die anderen großen Banken und dann kommen nach und nach die ganzen anderen Firmen.
Jedenfalls hat Goldman Sachs in seinem Aktienhandel 5,3 Milliarden Dollar umgesetzt und damit über eine Milliarde mehr als bisher der Rekord war.
Den hat man übrigens auch erst im Quartal davor aufgestellt, wo das Börsenumfeld ja auch schon so unsicher war.
Übrigens wächst in dem Bereich vor allem der Finanzierungsteil stark.
Da verleiht Goldman zum Beispiel Geld an Hedgefonds, die dann damit verschiedene Tradingstrategien fahren.
Neben dem Aktienhandel performt bei Goldman auch noch das Investmentbanking ganz gut.
Ich habe ja vor kurzem erzählt, dass es dieses Jahr schon sehr viele sehr große Deals gab.
Und da ist Goldman Sachs eben sehr oft die Investmentbank.
Deshalb ist der Umsatz in dem Geschäft im Vergleich zum Vorjahr auch um 50 Prozent gestiegen.
Man muss aber sagen, dass im Investmentbanking solche starken Umsatzschwankungen auch relativ normal sind.
Dass die Aktie gestern trotzdem nicht zugelegt hat, liegt daran, dass ein paar andere Bereiche nicht ganz so gut performt haben und auch daran, dass sich die Aktie in den letzten zwölf Monaten schon fast verdoppelt hat.
Die Erwartungen waren also einfach schon ziemlich hoch.
Aber es könnte bald noch mehr Rückenwind fürs Investmentbanking geben.
Und zwar haben die Aktien von Dell und HP gestern um die 5% zugelegt, weil die Kollegen bei Semi Accurate berichtet haben, dass Nvidia schon seit über einem Jahr darüber verhandelt, einen großen PC-Player zu kaufen.
Um keine PCs, sondern um Autos geht es gerade immer mehr bei Amazon.
Das Wall Street Journal hat gestern berichtet, dass man dort in den USA mittlerweile auch eine neue Corvette kaufen kann.
Ursprünglich hat Amazon das Autobusiness ja 2024 gestartet und eigentlich erstmal auch nur als Test mit einem Player, nämlich damals mit Hyundai.
Jetzt gibt es aber schon Kia, Mazda, Subaru, Chevrolet und Jeep und sie arbeiten da immer mit lokalen Händlern zusammen, bei denen man das Auto dann kaufen kann und die Händler geben eine kleine Gebühr an Amazon ab.
Jedenfalls scheint dieses Business ganz gut anzulaufen und eine Sache war mir dabei nicht so bewusst.
Amazon geht es nicht nur darum, einfach ein großer Autohändler zu werden.
Sie wollen vor allem ihr margenstarkes Werbebusiness ausbauen, weil Autobauer einfach Firmen mit sehr hohen Werbebudgets sind, die bisher nicht bei Amazon werben.
Und wenn wir schon bei Spezialprojekten von Tech-Giganten sind, ich habe gestern gelesen, dass Meta intern eine digitale Kopie von Mark Zuckerberg trainiert, damit Mitarbeiter dann tatsächlich Feedback von Zuckerberg kriegen und sich direkt mit ihm unterhalten können.
Übrigens wurde in demselben Artikel auch berichtet, dass Zuckerberg gerade jede Woche 5 bis 10 Stunden an verschiedenen KI-Projekten selbst als Entwickler mitarbeitet.
Deutlich einflussreicher als dieser Zuckerberg-Bot könnte eine andere Innovation sein, die gestern in den Schlagzeilen war.
Und zwar hat ein Medikament von Revolution Medicines in einer Phase 3-Studie, also der spätesten Studienphase, die durchschnittliche Überlebenszeit bei Bauchspeicheldrüsenkrebs fast verdoppelt.
Und das im Vergleich zu einer Standard-Cemotherapie.
Dazu muss man wissen, dass Bauchspeicheldrüsenkrebs unter den großen Krebsarten die niedrigste 5-Jahres-Überlebensrate mit gerade mal 13% hat.
Deshalb trauen Analysten dem Medikament auch alleine in den USA über 5 Milliarden Dollar Umsatz zu.
Und das erklärt auch, wieso die Aktie gestern erstens über 30% gestiegen ist und zweitens die Firma fast 30 Milliarden Dollar wert ist, obwohl sie dieses Jahr gerade mal 50 Millionen Dollar Umsatz machen soll.
Und dann haben gestern noch zwei Firmenzahlen vorgelegt, die für mich immer ein ganz guter Indikator dafür sind, wie es den ganzen Branchen geht, in denen sie aktiv sind.
Einmal ist das Fastenal, die sind so ein bisschen wie das Wirt der Amis, beliefern also Firmen mit Schrauben, Werkzeug und allen möglichen C-Teilen.
Sie machen das genau wie Wirth, sehr effizient und wachsen genau wie Wirth, auch seit Jahren sehr stabil.
Deshalb sind sie an der Börse, aber auch ziemlich teuer bewertet, nämlich mittlerweile 50 Milliarden Dollar wert und kommen damit auf ein KGV von 40.
Für einen Investment Case ist es also schon eher teuer, aber richtig spannend finde ich sie eben, weil man an Fasternal ganz gut ablesen kann, wie sich die Industrie gerade entwickelt.
Und sie sind letztes Quartal über 12% gewachsen, auch weil die industrielle Produktion wieder zugelegt hat.
Übrigens hat die Aktie gestern trotz der soliden Wachstumszahlen um die 5% verloren, weil die Kosten überraschend stark gestiegen sind.
Und außerdem habe ich ja schon die extrem hohe Bewertung erwähnt und bei so einem Bewertungsniveau ist es dann auch normal, dass Aktien mal fallen, obwohl die Zahlen eigentlich sehr solide waren.
Die zweite Firma, von der man viel über die Lage der Branche ablesen kann, ist LWM Arsch.
Und bei denen hat man gestern gesehen, dass es der Luxusbranche weiter ziemlich schlecht geht.
Wenn man Währungseffekte einrechnet, ist der Umsatz letztes Quartal nämlich 6% geschrumpft und ist in allen Bereichen gesunken.
Ohne Währungseffekte gab es insgesamt zumindest 1% Wachstum.
Aber gerade das wichtige Ledergeschäft, zu dem zum Beispiel auch Louis Vuitton gehört, ist auch ohne Währungseffekte 2% geschrumpft.
Aber per gute Nachrichten gab es auch bei LWM Asch.
In den USA zum Beispiel ist der Umsatz organisch 3% gewachsen, also ohne Währungseffekte.
Und in Asien ohne Japan sogar 7%.
Da erholt sich also scheinbar die Lage in China wieder ein bisschen.
Trotzdem hat die Aktie gestern Abend dann leicht verloren.
Und ein Thema habe ich jetzt noch gar nicht besprochen, nämlich die politische Lage.
Fangen wir in Ungarn an.
Da hat der Budapester Aktienindex Buchs um die 3% zugelegt nach dem Wahlverlust von Viktor Orban.
Abgesehen davon ist es in Europa gestern aber leider nicht so gut gelaufen.
Vor allem durch die angespannte Lage im Iran haben der DAX und Euro-Stocks beide leicht verloren.
Man muss aber sagen, dass sie zwischenzeitlich sogar noch stärker verloren haben, aber am Nachmittag hat sich die Lage wieder ein bisschen entspannt.
Hintergrund ist, dass die Amerikaner ja am Nachmittag die iranischen Häfen blockiert haben.
Und es gab die Sorge, dass die Lage danach eskalieren würde.
Das ist aber erstmal nicht passiert.
Und Trump meinte sogar noch, dass der Iran ihn angerufen hat und wieder verhandeln will.
Also erstmal gute Nachrichten.
Aber wie so oft in diesem Krieg bleibt die Lage ziemlich schwer absehbar.
Christoph war letzte Woche ein paar Tage in Straßburg unterwegs.
Eigentlich im Urlaub, aber ganz ohne Aktien, darf er natürlich nicht zurückkommen.
Wenn man durchs Stadtzentrum in Straßburg läuft, ist ein Gebäude sehr präsent.
Der Hauptsitz von Electricité des Strasbourg, kurz ES.
Als Frankreich 1946 den ganzen Strommarkt verstaatlicht und den giganten EDF gegründet hat, wurden alle lokalen Versorger im Land geschluckt.
Bis auf eine Ausnahme.
Im Elsass hat es ein altes Lokalrecht gegeben aus der Kaiserzeit.
Und deshalb ist ES eine eigenständige Firma.
Auch wenn EDF mit 89 Prozent der Mehrheitsaktionär ist.
Diese Sonderstellung von ES hat noch eine spannende Folge.
ES besitzt nämlich das Stromnetz im Elsass.
In ganz Frankreich arbeiten Netzbetreiber und Stromlieferanten eigentlich getrennt, im Elsass aber nicht.
Andere Anbieter können sich dadurch nicht an das Netz anschließen.
Rund 550.000 Kunden können also nirgendwo anders ihren Strom kaufen.
ES hat in der Region also ein Monopol.
Trotzdem läuft nicht immer alles rund.
Im September 2022, mitten in der Energiekrise wegen dem Ukraine-Krieg, hat ES an zwei Tagen aus Versehen Strom am europäischen Großhandelsmarkt verkauft, nämlich Strom, den die Firma gar nicht hatte.
Es ging um fast 8 Gigawatt zum Vergleich ein Kernkraftwerk, liefert ungefähr 1 Gigawatt.
Darum musste der Konzern den Strom sofort zurückkaufen, und zwar zu Höchstkursen in der Krise.
Der Fehler hat 60 Millionen Euro gekostet.
Das war mal eben der gesamte Jahresgewinn vom Jahr davor.
In Zukunft sollen die Gewinne auch abseits vom Strombusiness kommen, denn unter dem Elsass steckt Lithium.
Für Geothermiewerke punkt ES heißes Wasser aus der Erde und dieses Wasser enthält schon gelöstes Lithium.
Das will ES dann bald aus dem Wasser holen.
Ziel sind 10.000 Tonnen Lithiumcarbonat pro Jahr.
Das wären genug für 100.000 E-Autobatterien.
Die Produktion startet aber frühestens 2030.
Das ist also eine Zukunftswette.
Aber auch das aktuelle Business ist spannend.
Zwar ist der Umsatz 2025 um knapp 10% gefallen auf 1,3 Milliarden Euro.
Aber der Rückgang kommt nur von fallenden Energiepreisen auf dem Weltmarkt und nicht von weniger Kunden oder weniger verkauften Strom.
Gleichzeitig ist die operative Marge von 14 auf fast 18 Prozent gestiegen.
Das liegt daran, dass ES den Strom immer schon im Voraus kauft.
Weil der Strompreis in den letzten Jahren deutlich gefallen ist, konnten sie auch günstig einkaufen.
Gleichzeitig sinken aber die Preise für Kunden nur langsam.
Dadurch steigen die Margen.
Die Aktie hat auf Sicht von einem Jahr fast 70 Prozent gewonnen.
Der Börsenwert von 1,5 Milliarden Euro steht dabei für das Zehnfache vom Gewinn 2025.
Dazu gibt es 6% Dividendenrendite.
In einer mittelgroßen Burg wurden jeden Monat 300 bis 500 Kerzen verbraucht.
Das war ein gewaltiger Kostenfaktor.
Nach der Straßburg-Reise von Christoph bleiben wir auch gleich beim Thema Urlaub, aber auf ein bisschen anderem Niveau.
Und zwar ist es so, dass trotz der ganzen Krisengrade, trotz der KI-Sorgen und so weiter, letztes Jahr fast 600 gebrauchte und neue Superjacht mit über 30 Meter Länge verkauft wurden und damit über 20% mehr als 2024.
Die teuerste Yacht war übrigens die Breakthrough-Yacht, die für fast 800 Millionen Dollar verkauft worden ist.
Und die längste verkaufte Yacht kommt sogar aus Deutschland, nämlich Flying Fox aus der Lürsenwerft.
Die ist entspannte 136 Meter lang, spannender als die Größe und Anzahl, finde ich aber was anderes.
Und zwar ist es ja so, dass Ferrari in den letzten Jahren auch deshalb so stark performt hat, weil sie stark davon profitieren, dass immer mehr Kunden ihre Autos personalisieren wollen.
Und das Schöne an solchen Personalisierungen ist, dass die meistens einfach sehr starke Margen haben, also viel stärkere Margen wie das Auto selber.
Und genau das gleiche passiert auch im Yachtenbusiness.
Und von diesem Trend kann man auch an der Börse profitieren.
Es gibt ja nicht so viele Werften, die an der Börse sind.
Die meisten gehören auch den Familien.
Aber San Lorenzo aus Italien ist eine Ausnahme, circa eine Milliarde Euro wert und sie zahlen sogar um die 3% Dividendenrendite.
Sie machen schon jetzt um die 25 Prozent vom Umsatz mit Personalisierungen.
Zum Beispiel haben sie letztens eine 74 Meter Yacht für einen Kanadier personalisiert, der dort oben einen großen Baum und ein großes Aquarium haben wollte.
Das kostet dann übrigens entspannte 100 Millionen Euro, was für San Lorenzo auch schon eine eher große Yacht ist.
Der Sweet Spot liegt eher zwischen 30 und 50 Meter, was laut ihnen auch das Kundensegment mit der stabilsten Nachfrage ist.
Generell profitieren sie enorm davon, dass die Kunden einfach unfassbar reich sind und damit im Grunde immer Yachten kaufen wollen, egal ob es Krisen gibt.
Anfang März wurden sie im Earnings Call zum Beispiel zur Lage im Iran gefragt und der CEO meinte nur, wer sich eine Yacht für 10 Millionen Euro kauft, macht sich auch keine Sorgen um die Spritpreise.
Wie reich diese Kunden wirklich sind, sieht man auch an der wirklich absurden Statistik, dass Stammkunden bei San Lorenzo alle viereinhalb Jahre eine neue Yacht kaufen.
Und diese Yacht ist dann im Schnitt auch noch fast 80% teurer als die davor.
Man muss natürlich trotzdem sagen, dass das Werftenbusiness nicht ganz einfach ist.
Einzelne Projekte sind einfach sehr groß.
Alleine diese eine Yacht für 100 Millionen Euro macht 10% vom Umsatz aus.
Und dazu hängen diese Yachten oft jahrelang in der Werft rum und wenn dann die Kosten steigen, kann das auch zum Problem werden.
Aber dafür gibt es San Lorenzo eben auch für ein Kursgewinnverhältnis von 10.
Ferrari hat zum Beispiel ein Kursgewinnverhältnis von über 30.
Und San Lorenzo gehört zwar nicht der Gründerfamilie, aber zu 56% Massimo Perotti.
Der hat sie 2005 gekauft und sie seitdem von 40 Millionen Euro Umsatz auf eben über eine Milliarde skaliert und er ist auch immer noch CEO.
Ich schläge jetzt aufs Boot.
Auf Ihrer Yacht.
Haben Sie manchmal auch ein schlechtes Gewissen?
Hier zum Beispiel sind wir ja im Privatcheck.
Ja, hätten wir das für Fuß gehen sollen.
Das war ohne Aktienwirt schwer.
Produziert von Potstas bei UMR.
Wir hören uns morgen wieder.
Bis dahin.
Alles Gute.
Adios.
