# Market Recovery: AI Software, Intel's Rally, and Hungary's Shift

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-04-14

## Transcript

Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über die Erholung von Oracle, dunkle Wolken am Telekom Himmel und ein Hackerangriff auf die Superreichen.
Im Thema des Tages verraten wir euch, was ihr nach der Orban-Niederlage mit dem ungarischen Aktienmarkt so anfangen könnt.
Und in der AAAD dreht sich alles um die 100 Milliarden Dollar Rallye von Intel.
Alles auf Aktien.
Der tägliche Börsenshot.
Es begrüßen euch Daniel Eckert.
Und Lea Ötchen aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
Blick auf die Märkte.
Heute ist Dienstag, der 14.
April und wir wünschen euch einen erholten Start in den Tag.
Eine kräftige Erholung gab's gestern für Softwareaktien.
Da ging ja vergangene Woche die Angst vor dem KI-Sensenmann um.
Also das immer mächtigere Modelle von Anthropic, OpenAI, Google und anderen das Geschäftsmodell der Softwarefirmen untergraben.
Und auch sonst viel Unheilanrichten in der Wirtschaft.
Doch gestern hat der KI-Sensenmann dann frei gehabt.
Und die Angst ist zumindest vorübergehend in den Hintergrund getreten.
Ja, das zeigte sich vor allem an der Wall Street.
Der tech-lastigen Nasdaq 100 und der SP 500 legten je knapp 1% zu.
Top-Werte waren unter anderem Service Now mit einem Plus von gut 7 Prozent und Oracle mit einem Plus von fast 13 Prozent.
Der Grund ist KI Fantasie, gerade bei Oracle.
Nach einem Kursverlust von rund 50 Prozent präsentierte der Konzern aus Texas gestern auf einer Fachkonferenz konkrete Lösungen für Versorgungsunternehmen, die erhebliche Kosteneinsparungen ermöglichen sollen.
Für Anleger ist das ein Hinweis darauf, dass Oracle jetzt versucht, die KI-Fantasie wieder in konkrete Anwendungen zu übersetzen.
Der DAX, der am Morgen vorübergehend um mehr als ein Prozent abgetaucht war, schloss dann am Ende mit einem Minus von 0,3 Prozent bei 23.742 Zähler.
Der größte Gewinner am deutschen Aktienmarkt war wenig überraschend, der Softwarekonzern SAP mit einem Plus von 2,2 Prozent auf 142,50 Euro.
Allerdings war das erstmal nur eine technische Gegenbewegung nach den heftigen Verlusten der Vorwoche.
Und seit Jahresanfang steht die SAP-Aktie immer noch mehr als ein Viertel im Minus.
Schwächster Wert im DAX war gestern allerdings die Deutsche Telekom, die letzte Woche Dividende gezahlt hat, mit einem Minus von 6% gestern.
Die US-Investmentbank JP Morgan hat gestern nämlich eine neue Analyse veröffentlicht, die den Kurs wirklich massiv belastet.
Die Analysten waren nämlich vor, Zitat, dunklen Wolken im US-Geschäft.
Konkret wird befürchtet, dass der Wettbewerb in den USA durch das neue Tarifsystem bis Konkurrenten ATT härter wird, was das Wachstum der Telekom Tochter bremsen könnte.
T-Mobile USA ist ja der wichtigste Gewinnbringer des Bonner Konzerns.
Und die Aktie von T-Mobile USA ist ja selber auch in den USA notiert, hat gestern allerdings nur 2% verloren.
Es gab also in Deutschland noch andere Meldungen, die aus Sicht des Bonner Unternehmens gerade auf Shizimu drücken.
Und das war nämlich die Meldung, dass die Gewerkschaft Verdi mit einer Lohnforderung von 6,6 Prozent mehr in die Tarifverhandlung geht.
Und es macht ja die Lage aus Sicht des Unternehmens nicht gerade besser.
Entsprechend empfindlich reagierte die Tieraktie, das Papier stand dann am Ende bei 29 Euro.
Dafür hat Goldman Sachs gezeigt, wie man in volatilen Zeiten Geld verdient.
Der Gewinn steigt um 18 Prozent auf 5,4 Milliarden Dollar, vor allem dank gut laufenden Aktienhandel und vielen Übernahmen.
Schwach bleibt dagegen das Geschäft mit Anleihenwährungen und Rohstoffen.
Die Börse reagierte daher zunächst auch negativ.
Die Aktie fiel zeitweise um 4%.
Aus dem Handel ging der Titel dann aber nahezu unverändert.
Noch im Blick ins europäische Ausland.
LVMH hat im ersten Quartal einen Umsatz von 19,1 Milliarden Euro erzielt und damit die Analystenerwartung von 19,6 Milliarden Euro klar verfehlt.
Das organische Wachstum, das lag bei lediglich 1%.
Da sind wir von L VMH wahrlich anderes gewohnt.
Und die Delle, die ist nicht zuletzt auf den Konflikt im Nahen Osten zurückzuführen, der das Wachstum insgesamt um etwa einen Prozentpunkt schmälerte.
Besonders die wichtige Sparte Mode und Lederwan enttäuschte mit einem organischen Umsatzrückgang von 2% auf 9,25 Milliarden Euro.
Ein Lichtblick war das Uhren- und Schmucksegment, das dank Marken wie Tiffany ein organisches Plus von 7% erzielte.
Das und die stabilen Pluszeichen in den USA und Asien haben dazu beigetragen, dass die Aktie die anfänglichen Verluste von 4% fast vollständig wert machen konnte.
Dennoch, seit Jahresbeginn steht da ein Minus von fast 25 Prozent.
Und ein kleiner Funfact am Rande, Mehrheitseigner Bernard Arno ist durch den LVMH-Kurstschutz schätzungsweise 45 Milliarden Dollar ärmer geworden, der Arme.
Auf der Liste der reichsten Personen der Welt steht er jetzt nur noch auf Rang 7.
Zumindest einige der reichsten Menschen in Deutschland dürfte auch eine Recherche unserer Business Insider-Kollegen aufgeschreckt haben.
Demnach ist die Haraldquant Capital GbH zum Opfer eines gewaltigen Cyberangriffs geworden.
Die HQ Capital gilt als ein diskreter Player der deutschen Finanzelite.
Nach Unternehmensangaben könnten sensible Daten von Investoren abgeflossen sein, darunter Namen, Ausweisdaten und Bankverbindungen.
Mit mehr als 13 Milliarden Euro verwaltetem Kapital und einer Kundschaft aus institutionellen Anlegern und vermögenden Familien steht hier nicht nur ein Unternehmen unter Druck, sondern das zentrale Asset der ganzen Branche, nämlich Vertrauen.
Die Cybersecurity ist längst kein IT-Thema mehr, sondern inzwischen wirklich ein ganz entscheidender Faktor im Finanzsystem.
Ja, Risikofaktor ist ein gutes Stichwort.
Reden wir über Donald Trump, der US-Präsident.
Der hat gestern ein Eigentor geschossen.
Er hatte zunächst den Papstschaf angegriffen, weil dieser den Iran-Krieg als unmenschlich kritisiert hatte.
Aus Sicht von Donald Trump war das eine Einmischung in seine Außenpolitik und ein Zeichen von Schwäche.
Ja, und kurz danach postete der US-Präsident dann ein KI-generiertes Bild, das ihm in einen weißen Gewand mit leuchtender Hand zeigt, wie er einen Krankenheilt.
Kein Scherz.
Das ist eine Inszenierung, die natürlich stark an religiöse Darstellungen von Jesus erinnert und deshalb selbst bei seinen konservativsten Unterstützern für massive Kritik sorgte.
Er löschte das Foto dann wieder.
Es war also so ein kleiner Mini-Taco am Montag.
Ja, aber an seiner Blockade der Blockade der Straße von Homus, die irgendwann Straße von Trump heißen wird, hält er weiter fest.
Die Frist für den Iran ist abgelaufen.
Nun wollte Donald Trump, Zitat, das wenige, was vom Iran noch übrigens endgültig vernichten.
Zitat Ende.
Später hat der Präsident dann aber erklärt, Teheran habe angerufen und das Land fürchte die Blockade und wolle einen Deal.
Aber da war der Ölpreis zwischenzeitlich schon wieder über die 100 Dollar-Mar Marke gesprungen.
Und da sich steigende Ölpreise auch auf Kirosin auswirken, wurde Aktien aus der Luftfahrtindustrie belastet.
Für die Anteilsscheine des Flughafenbetreibers Fraport ging es am MDAX-Ende um 4,5 Prozent nach unten.
Lufthansa sanken um 2,2 Prozent.
Die Anleger der Fluggesellschaft mussten ja obendrein noch eine neue Streikrunde der Piloten verdauen.
Und das ausgerechnet während der 100 Jahresfeier der Kranich Airline.
Und der Reiseveranstalter Tui verbilligte sich an der Börse um 1,6 Prozent.
Papiere von Southwest Airlines, United Airlines und Delta gingen zum Teil mit einem Minus von 3% aus dem Handel.
Der Bitcoin zeigte sich allerdings angesichts der Entwicklung im Iran unbeeindruckt.
Die größte Kryptowährung legte 3,6% auf 73.300 Dollar zu.
Darf ich?
Soll ich?
Dann mach ich.
Ja, ich mache die Termine.
Heute kommen die Quartalzahlen von wichtigen US-Finanzinstitutionen, nämlich von JP Morgan, Citigroup und Wells Fargo.
Und damit liegt dann erstmals ein vollständiges Bild des US-Bankensektors vor.
Und da wird es auch spannend sein zu sehen, ob die großen Institute auf Fragen nach der Cybersicherheit im Zeitalter von Anthropics Mythos eingehen.
Außerdem erwarten uns Ergebnisse unter anderem von Total Energie und Johnson Johnson.
Hauptversammlungen gibt es unter anderem bei Airbus, Stellantis, ING und bei Moody's.
Und die Außenhandelszahlen aus China for the Monat März, die wollen wir nicht vergessen.
Das Thema des Tages.
Daniel, wir müssen heute über ein politisches Erdbeben sprechen, das die politische Landschaft in Europa verändert.
Wir sind ja bei Alles auf Aktien oft skeptisch gegenüber politischen Börsen, aber was da am Sonntag in Budapest passiert ist, ist mehr als nur ein Regierungswechsel.
Es ist das Ende einer Ära.
Nach 16 Jahren, Viktor Orban ist Schluss.
Die TISA-Partei von Peter Mordja hat einen Erdrutschsieg hingelegt mit einer Zweidrittelmehrheit, also 138 von 199 Sitzen im Parlament.
Und damit hat sie die magische Zahl erreicht, also den Schwellenwert, ab dem man in Ungarn die Verfassung ändern und Institutionen umbauen kann.
Ja, kein Wunder, dass die Märkte da euphorisch reagiert haben.
Der Budapester Aktienindex BAX hat gestern mehr als 4% zugelegt und war damit der beste Aktienmarkt weltweit.
Zum Vergleich, der MSCI World war gestern nur 0,4% im Plus.
Ja, und auch die ungarische Währung, der Forint hat ein Satz nach oben gemacht.
Verglichen mit dem Freitagskurs steht der Forint zum Euro jetzt 3% höher.
Das ist wirklich wirklich sehr viel für eine Währung.
Und das kommt dann nochmal auf die Kursgewinne obendrauf, sodass die großen ungarischen Aktien häufig zweistelligst zulegen konnten gestern.
Und auch ungarische Staatsanleihen haben sich verteuert.
Das heißt, die Rendite, die der ungarische Staat als Ausgleich für Risiko bieten muss, der ist deutlich gesunken.
Die Frage bleibt natürlich: ist dieser Optimismus denn jetzt gerechtfertigt?
Mordja Erb, nämlich ein ziemlich wirtschaftliches Trümmerfeld.
Die Staatsquote wurde unter Orban aufgebläht.
Die Korruption hat sich tief in die Wirtschaftsstruktur gefressen.
Das Haushaltsdefizit lag zuletzt bei fast 5% and ist damit eines der höchsten in ganz Europa.
Das heißt, die eigentliche Arbeit beginnt jetzt.
Mordja muss sich unter anderem beeilen, die Rechtsstaatlichkeit wieder herzustellen.
Denn erst können bis zu 14 Milliarden Euro on eingeworenen EU Mitteln endlich freigegeben werden.
Mordjas selbst hat in Wahlkampf from 20 Milliarden Euro gesprochen, um die es da ginge.
Und zur Erinnerung, this is this Geld, das Ungarn eigentlich abrufen könnte, da die Orban Regierung aber auf mehreren Ebenen gegen die EU-Kriterien verstoßen hat, wurde dieses Geld von Brüssel zurückgehalten.
Yeah, and genau dieses Geld aus Brüssel würde das wirtschaftliche Comeback natürlich erheblich erleichtern.
Unser Weltkollege Olaf Gersemann hat in einem Post, der viral gegangen ist, gezeigt, wie stark Ungarn eigentlich wirklich zurückgefallen ist.
Vor anderthalb Jahrzehnten da lag Ungarn beim Wohlstandsniveau deutlich vor anderen osteuropäischen Ländern.
Und während der Orban era, da sind die Ungarn zurückgefallen.
Oder man kann auch sagen, die anderen sind an Ungarn vorbeigetzogen, neben den drei Baltischen Ländern, Estland, Lettland and Litauen, auch Kroatien and Polen.
Ja, und ökonomisch war die Orbanifizierung eher so eine Art Zombifizierung der Wirtschaft.
Und das muss der neue Mann Modja, der sich ja durchaus als Smart Liberal gibt, erstmal aufbrechen, damit dieser Aufbruch, den die Börse gestern spielte, nachhaltig wird.
Schauen wir uns mal an, was das für die konkreten Unternehmen bedeutet.
Wenn man auf die Börse Budapest blickt, sieht man da erstmal nur ein Triumvirat von drei großen Konzernen.
An Nummer eins steht die OTP-Bank.
Unter Auburn musste sie oft als Sündenbock für Sondersteuern herhalten.
Jetzt mit der Aussicht auf eine pro-europäische Regierung und auf sinkende politische Risikoprämien, könnte die OTP ihre wahre Stärke als osteuropäischer Champion ausspielen.
Sie ist längst keine reine ungarische Bank mehr, sondern in der gesamten Region aktiv.
Absolut.
Die Bank zählt inzwischen knapp 18 Millionen Kunden in zwölf Ländern.
Und dann haben wir die MOL, den Energieriesen des Landes.
MOL stand jahrelang zwischen den Stühlen.
Abhängigkeit von russischem Öl auf der einen Seite, EU-Sanktionen und ungarischer Preisdeckel auf der anderen.
Eine Regierung Modja bedeutet hier vor allen Dingen Planungssicherheit und eine schnellere Diversifizierung weg von Putins Russland.
MOL hat übrigens eine Dividendenrendite von knapp sieben Prozent.
Der dritte im Bunde, Gideon Richter, ist eine echte Perle im Pharmassektor, die oft unter dem Ungarn-Abschlag gelitten hat.
Dabei gilt Gideon Richter als eines der bestgeführtesten Gesundheitsunternehmen im Schwellenlandkosmos.
Wenn das Land wieder ein normaler Teil des europäischen Marktes wird, fallen diese politischen Malespunkte also weg.
Ja, und die GDN-Richter Dividend-Rendite, die liegt auch so bei fast 4%, wobei 15% Quellensteuer einbehalten werden.
Und wenn ihr euch jetzt sagt, dass mit den Einzelaktien, das ist sowieso nicht ganz so mein Ding, das mir zu viel Stress.
Es gibt auch einen ETF, den Xpert.
Hungry Books ETF.
But, Leute, macht euch da keine Illusion.
Wir reden über ein extrem konzentriertes Portfolio.
The genannten drei Werte, OTP, MOL und GD und Richter, die machen mehr als 80 Prozent des Index und damit auch des ETF aus.
Also es ist kein wirklich diversifiziertes Portfolio.
Das ist eher eine konzentrierte Wette auf dieses ungarische Triumvirat.
Hinzu kommt die technische Seite.
Der ETF ist mit einer Million Euro Fonds Volumen wirklich winzig.
Und die Kostenquote von 1,38% ist für einen ETF eigentlich eine Frechheit.
Erklärt sich aber vielleicht auch aus dem geringen Volumen.
Aber es ist eben auch unterwegs für viele Privatanleger, diesen Markt diversifiziert abzubilden.
Unser Fazit.
Ungarn ist über Nacht vom Paria zum Hoffnungsträger Europas mutiert.
Ja, und das Potenzial, das ist auch an der Börse prinzipiell gewaltig.
Und es wäre sogar noch größer, wenn jetzt der Euro-Beitritt des Landes ein Thema wird.
Das hat der neue oder angenommene künftige Ministerpräsident ja durchaus auch angedeutet.
Aber erst einmal kauft man sich auch die Altlasten der Orban-Ära ein.
Jetzt aber erstmal schauen, ob Moger die Verkrustungen der Orban-Ära auch wirklich aufbrechen kann.
Die Triple AAA-Idee des Tages.
Es ist ein Börsencomeback im Zeitraffer, das Intel dieser Tag erlebt.
Die Aktie klettert seit Tagen, und das hat es in dieser Länge seit Jahrzehnten nicht mehr gegeben.
In neun Handelstagen hat der Kurs um 56 Prozent zugelegt und damit um mehr als 100 Milliarden Dollar.
So viel hat der Börsenwert zugenommen.
Für ein Unternehmen, das es seit 1971 gibt, ist das ein ziemlich außergewöhnliches Ding.
Doch was steckt denn eigentlich dahinter?
Also der Auslöser der Rallye ist kein einzelnes Ereignis, sondern eine ganze Kette an Nachrichten, die zusammen ein neues Narrativ ergeben.
Intel ist nicht mehr der Nachzügler, sondern könnte wieder eine zentrale Rolle im KI-Chip-Markt spielen.
Ja, und damit im gesamten KI-Ökosystem, um das sich ja alles dreht.
And das schreibt förmlich nach einer Tro-Blay-Idee, oder?
Schauen wir uns mal diese ganze Kette von Nachrichten genauer an.
Die Rallye begann erst Anfang April.
Intel kaufte dafür rund 14,2 Milliarden Dollar die Hälfte seines Werks in Irland zurück von Apollo.
Und das wurde am Markt als Signal verstanden.
Das Traditionsunternehmen denkt wieder in Expansionskategorien, nicht mehr nur ans Überleben.
Ja, und dazu kamen weitere Deals.
Ein wichtiger Baustein ist da unter anderem die Partnerschaft mit Elon Musk und dem Terrafab-Projekt.
Dahinter steckt ja die Idee, in Texas so eine Art Megafabrik für KI-Chips aufzubauen.
Ausgelegt auf extreme Rechenleistung für Anwendungen in KI, Robotik und Raumfahrt.
Interliefert dafür das, was viele andere nicht haben, eine eigene Fertigung plus Design aus einer Hand.
Parallel dazu baut der Konzern seine Beziehung zu Alphabet aus.
Die neue Xion 6-Prozessoren, die sollen künftig in Rechenzentren laufen und dort KI-Modelle trainieren und betreiben.
Und das ist ein Markt, der gerade explosionsartig wächst.
Und in dem Intel lange im Hintertreffen war, jetzt nicht mehr.
An der Börse kommt diese Mischung natürlich gut an.
Seit Jahresbeginn liegt die Aktie rund 66 Prozent im Plus, nachdem sie schon im vergangenen Jahr um 84 Prozent gestiegen war.
Damals hatten unter anderem Nvidia, Softbank und sogar die US-Regierung investiert.
Der staatliche Anteil ist heute etwa 27 Milliarden Dollar wert, mehr als das Dreifache des ursprünglichen Einsatzes.
Ihr seht, technisch ist der Trend klar nach oben gerichtet.
Der Kurs liegt weit über wichtigen Durchschnittslinien.
Trotzdem, ganz überzeugt ist die Wall Street noch nicht von.
52 Analysten empfehlen nur 10 die Aktien zum Kauf.
Demgegenüber raten sechs Analysten sogar zum Verkauf.
Und das ist deutlich skeptischer als im Schnitt des SP 500 und auch eigentlich ungewöhnlich für eine Aktie, dessen so hoher Anteil von Analysten zum Verkaufen rät.
Ja, das könnte aber auch vielleicht daran liegen, dass der Kurs inzwischen rund 27 Prozent über dem durchschnittlichen Analystenziel liegt.
Ein Zeichen dafür, dass die Rallye vielleicht doch etwas zu schnell ging.
Noch auffälliger ist die Bewertung.
Intel wird nämlich aktuell mit mehr als dem 90-fachen der erwarteten Gewinne für die nächsten zwölf Monate gehandelt.
So teuer war die Aktie noch nie, nicht einmal zur Dotkom-Blase.
Zum Vergleich, der Durchschnitt in der TIP-Branche liegt bei etwa dem 21-fachen.
Gleichzeitig schreiben viele Analytiker Intel kurzfristig noch Verluste zu.
Für dieses Jahr wird ein Minus von rund 17 Cent die Aktie erwartet.
Danach soll es deutlich aufwärts gehen.
33 Cent Gewinn pro Aktie im Jahr 2027.
Und mehr als zwei Dollar bis 2029.
Da ist also wirklich jede Menge operativer Hebel drin.
Ja, und genau das ist es wahrscheinlich auch, worauf einige Investoren setzen.
Die Logik, während bei Nvidia die Entwartung ohnehin schon extrem hoch ist, könnte Intel er positiv überraschen, einfach weil die Ausgangslage wesentlich schwächer war.
Ja, oder anders gesagt, die Fantasie liegt gerade nicht darin, wie gut Intel ist, sondern darin, wie viel besser es noch werden könnte.
Das war alles auf Aktien.
Wir freuen uns immer über Feedback, deshalb schickt uns eine Mail an triple at Well.de, schreibt uns bei Instagram oder hinterlasst uns eine Bewertung.
Eine kleine Korrektur hat uns nämlich per E-Mail erreicht.
Und zwar hat uns die liebe Edda geschrieben, die selbst übrigens hervorragenden Finanzcontent macht, wie ich finde.
Sie schreibt, super, dass ihr über Geldmarkt-ETFs sprecht.
Kleine Korrektur, sie haben kein Emittentenrisiko, es sind ja Fonds.
Geldmarkt-Fonds hätten lediglich ein sogenanntes Kontrahentenrisiko.
Okay, danke für die Korrektur, liebe Edda.
Nehmen wir mit.
Außerdem gibt es ein Fleiß-Sternchen für Mischer.
Er hat nämlich bei Spotify kommentiert, dass er schon den Termin für unsere nächsten Finance Summit entdeckt hat und fragt jetzt, ob wir in diesem Jahr wieder Tickets verlosen.
Also eins nach dem anderen.
Ja, Mischer, du hast recht.
Es ist offiziell, dass wir im Herbst unseren zweiten Finance Summit veranstalten.
Aber jetzt bitte mal erst die Stifte rausholen oder die Kalender-App öffnen.
Der Finance Summit findet statt am 2.
Oktober in Berlin.
Und das ist ein Freitag.
Das hatten sich viele von euch ja gewünscht.
Tickets gibt es leider noch nicht, weder zu kaufen noch zu gewinnen.
Das wird aber gar nicht mehr so lange dauern, bis wir auch da mehr verraten können.
Schon jetzt gibt es aber eine Landingpage und auch das grobe Programm steht schon fest.
Das verlinken wir euch mal direkt in der Folgebeschreibung.
Kommentiert mal gerne, wie ihr das Programm so findet, was euch noch fehlt und ob wir dieses Jahr euch auch dann alle begrüßen dürfen vor Ort.
Was Tickets, Gäste und sonstige Informationen angeht, halten wir euch hier aber auf dem Laufenden.
Und das wollt ihr sicher auf keinen Fall verpassen.
Ja, und natürlich wollt ihr auch nicht die neue Folge von Daphna und Shepitz verpassen.
Die beiden streiten über das Entlastungspaket, das die Bundesregierung jetzt geschnürt hat.
Und für einen von den beiden, so viel kann ich schon mal verraten, ist das ein und dafür, dass Deutschland endgültig fertig hat und einiges zumachen kann.
When ihr nicht verpassen wollt, wer von beiden das ist, dann schaltet unbedingt ein.
And auch hier gilt, abonniert uns, sprecht über uns und empfehlt uns euren Freunden.
Wir hören uns dann morgen wieder ab 5 Uhr bei Welt und überall, wo es Podcasts gibt.
