# Geopolitics, AI Security and Strategic Cash Allocation

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-04-13

## Transcript

Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über gute Nachrichten aus Ungarn, die Retourkutsche von Anthropic gegen Cloudflair und Teslas Autopiloterfolg.
Im Thema des Tages geht es um die Blockade der Blockade in der Straße von Hormuz.
Und in der AAA-Idee verraten wir euch, wie viel Bargeld gerade in Zeiten wie diesen in jedes Portfolio gehört.
Alles auf Aktien.
Der tägliche Börsenshot.
Es begrüßen euch Philipp Vetter.
Und Lea Ötchen aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
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Schnell, günstig und unkompliziert.
Kapitalanlagen sind mit Risiken verbunden.
Blick auf die Märkte.
Heute ist Montag, der 13.
April, und wir wünschen euch einen nervenstarken Start in den Tag.
Vieles deutet ja darauf hin, dass Nervenstärke in dieser Woche wieder mal gefragter sein könnte denn je.
Nach dem Scheitern der Gespräche mit dem Iran hat Donald Trump nämlich eine Blockade der Straße von Hormuz durch amerikanische Schiffe angedroht.
Auch andere Staaten sollen beteiligt sein.
Ob die USA die Angriffe wieder aufnehmen, bleibt jetzt erstmal offen.
Eine Ansage dürfte insbesondere China allerdings aufhorchen lassen.
Dazu aber gleich mehr im Thema des Tages.
Immerhin eine positive Nachricht aus der Politik gab es gestern am späten Abend dann auch noch.
In Ungarn hat bei den Wahlen die Opposition gewonnen und der bisherige Ministerpräsident Viktor Orban hat seine Niederlage dann auch schon anerkannt und angekündigt, seiner Heimat in der Opposition dienen zu wollen.
Schlechte Nachrichten für Wladimir Putin und Donald Trump, die sich ja für ein Orban-Sieg eingesetzt hatten.
Ja, aber für die EU sind es gute Nachrichten.
Orban galt ja seit Jahren als Blockierer, der eher die Interessen des Kreml vertrat als die der Europäer.
So könnte in Zukunft der 90 Milliarden Euro-Kredit der EU für die Ukraine doch noch durchgehen.
Den hatte Orban ja ziemlich offensiv blockiert.
Und auch für deutsche Firmen, vor allem die Autobauer wie im Volkswagen BMW und Mercedes sind es auch gute Nachrichten.
Die haben ja schon unter Orban Milliarden in Ungarn investiert.
Und das könnte sich jetzt gleich doppelt auszahlen.
Erst einmal dann ein kurzer Blick noch zurück auf die letzte Woche.
Zu den großen Verlierern gehörte Ende vergangener Woche eine Aktie, die lange nur Einrichtung kannte, nämlich aufwärts.
Und das ist Cloudflare.
Doch in der letzten Woche, da gab es einen echten Absturz.
Allein am Freitag um fast 13 Prozent.
In der gesamten Woche liegt es minus sogar bei 17 Prozent.
Ja, was war da los?
Ein Grund dürfte Anthropic gewesen sein, die Ende der Woche mit der Ankündigung eines neuen Modells für Schlagzeilen sorgten, obwohl die KI-Firma das Modell erstmal gar nicht veröffentlichen will, aus Sicherheitsgründen.
Das Mythos-genannte Modell soll nämlich besonders gut darin sein, Sicherheitslücken bei Software zu finden und die dann auch auszunutzen.
Moritz und Nando hatten ja in der Samstagsfolge auch schon kurz drüber gesprochen.
Die Nervosität ist groß, das Weiße Haus soll auch innoldiert sein.
Anthropic hat jetzt beschlossen, das erstmal nicht öffentlich zu machen, sondern vorab nur einem Konsortium aus Software und Sicherheitsfirmen zugänglich zu machen, die dann nach Schwachstellen bei ihren Produkten suchen können und sie dann erstmal vorab schließen können.
Zu dem Konsortium mit dem Namen Project Glosswing gehören unter anderem Namen wie Apple, Amazon, Broadcom, Cisco, CrowdStrike, Google, JP Morgan, Linux, Microsoft, Nvidia und Palo Alto Networks.
Ja, da fällt natürlich auf, dass das schon mal alles amerikanische Unternehmen sind.
Der deutsche Software-Riese-SAP darf beispielsweise nicht nach Sicherheitslücken mit Mythos suchen, zumindest nicht vorab.
Aber auch Cloudflare fehlt als wichtigstes amerikanisches Unternehmen, das sich um Cybersicherheit kümmert.
Cloudflare ist ein sogenannter Edge-Anbieter, die sorgen dafür, dass Websites in der Nähe ihrer Nutzer gespeichert sind, sodass man die Daten aus Europa nicht immer um die halbe Welt schicken muss, wenn man amerikanische Webseiten und Internetdienste nutzen will.
Gleichzeitig schützt Cloudflare diese Dienste dann aber auch vor eben solchen Cyberangriffen.
Cloudflare hat ein Marktanteil von rund 25% beim Edge-Traffic und kontrolliert damit einen großen Teil des Internets, so wie wir ihn kennen.
Noch größer ist der Marktanteil nur bei Akamai Technologies mit rund einem Drittel.
Entsprechend wichtig wäre es eigentlich, dass diese beiden Firmen frühzeitig mit Mythos auch Probleme finden könnten.
Doch beide sind eben nicht dabei.
Für Akamai ging es am Freitag sogar mehr als 17 Prozent abwärts.
Tja, und da ist natürlich die Frage, warum die KI Good Guys von Anthropic ausgerechnet diese beiden wichtigen Firmen nicht in ihr Sicherheitskonsortium Glasswing geholt haben.
Kann natürlich Zufall sein, oder eine Retourkutsche.
Denn Cloudflare hat in den vergangenen Monaten seine wichtige Stellung im Internet genutzt und sozusagen ein Kassenhäuschen für KI-Firmen aufgestellt, indem sie für ihre Kunden als Standard eingestellt haben, dass KI-Crawler, die auf den Webseiten die Daten für Trainingszwecke abgreifen wollten, ausgeschlossen werden.
Das hat für große Medienportale beispielsweise den Vorteil, dass sie die Kontrolle haben, wer ihre Inhalte für KI-Modelle nutzen kann und sich dafür bezahlen lassen können.
Als Cloudflare das im vergangenen Jahr eingeführt hat, war das für Firmen wie OpenAI oder auch eben Anthropic, aber eine sehr schlechte Nachricht.
Und jetzt entscheidet Anthropic, dass Cloudflare nicht dabei ist.
Na, Zufälle gibt's.
Tja, gute Nachrichten gab es am späten Freitagabend auch noch für Tesla.
Elon Musks Elektroautobauer hat erstmals auch in Europa eine Zulassung für seine Full-Self-Driving-Software, die FSD, bekommen.
Die niederländische Behörden, die gaben grünes Licht.
Erstmals gilt die Erlaubnis, das Fahrassistenzsystem zu nutzen, nur innerhalb von Holland.
Aber die Zulassung gilt als wichtiger Schritt, um dann eben auch in anderen europäischen Ländern loslegen zu können.
Mal schauen, ob das den Abwärtstrend für die Aktien in den vergangenen Wochen stoppen kann.
Am Freitag ging es vor dieser Nachricht schon mal 0,8 Prozent drauf.
Ja, und dann mache ich nochmal schnell die Termine.
In dieser Woche steht nämlich einiges an und wir kämpfen uns das mal durch die Tage einmal durch.
Also heute fangen wir erstmal an mit Zahlen von Goldman Sachs.
Die sind ja immer so ein bisschen der Seismographie, die Wirtschaft.
Man sieht ja mal relativ schön und früh, wie es mit den Krediten weitergeht, ob Deals ausbleiben, ob Konzerne vorsichtiger werden.
Erwartet werden die Ergebnisse aber erstmal relativ solide, primär aus dem Handelsgeschäft.
Schauen wir mal, wie es da so weitergeht.
Denn im weiteren Verlauf der Woche gibt es noch weitere Zahlen aus dem Bankensektor.
Am Dienstag zum Beispiel mit JP Morgan, Citigroup und Wells Fargo.
Dann kommen auch noch Quartalzahlen am Dienstag, unter anderem von Johnson <unk> Johnson.
Dann stehen diverse Hauptversammlungen an.
Airbus, Stillantes und ING zum Beispiel.
Mittwoch geht es dann weiter mit ASML, die Zahlen vorstellen.
Außerdem noch eine ganze Reihe weiterer Unternehmen wie RMS, Fraport, Bank of America, Morgan Stanley und und und.
Donnerstag darüber hinaus noch wichtige Makrotermine, unter anderem zum Bruttoinlandsprodukt in China.
Und auch da wieder Quartalszahlen.
Unter anderem von Doc Morris, Pepsi Co.
Bank of New York Mellon, Netflix und Travelers.
Und am Freitag ist da nicht mehr so viel los.
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Kapitalanlagen sind mit Risiken verbunden.
Das Thema des Tages.
Wäre ja auch zu schön gewesen, wenn wir mal eine Woche ohne schlechte Nachrichten aus dem Nahen Osten vom Iran-Krieg und aus der Straße von Hormos beginnen könnten.
Aber daraus wird diese Woche leider wieder nichts.
Die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran und Pakistan sind am Wochenende vorerst gescheitert.
Und die Reaktion von US-Präsident Donald Trump, die folgte prompt.
Er kündigte auf Truth Social eine Seeblockade der Amerikaner für die Straße von Hommus an.
Ja, das klingt jetzt erstmal paradox.
Die Weltwirtschaft ist auf dem Weg in die Rezession, weil der Iran die Meerenge ja seit Wochen weitgehend blockiert.
Und um das aufzulösen, will Donald Trump jetzt sozusagen eine zweite Blockade drauf satteln.
Tja, er begründet das damit, dass die Verhandlungen ausgerechnet an der Atomfrage gescheitert sein.
So steht es zumindest in seinem Post.
Und als Reaktion soll jetzt erstmal gar keinen Tanker mehr durchfahren dürfen durch die Meerenge.
Denn bislang gab es trotz der Sperrung des Iran vereinzelt Schiffe, die durchgelassen wurden, weil sich die Länder, zu denen die Tanker gehörten, mit dem Iran geeinigt hatten und wohl auch für diese sichere Durchfahrt bezahlt haben.
Na, das soll es jetzt aber so nicht mehr geben.
Die Folge wäre, dass die Iraner zumindest nicht mehr die alleinige Kontrolle über die Straße von Homus haben und auch keine Einnahmen mehr daraus generieren können.
Für die Weltwirtschaft macht das die Energielage aber zunächst einfach noch kritischer.
Entsprechend dürften die Ölpreise, die ja zum Ende vergangener Woche leicht gefallen waren, jetzt erstmal wieder steigen.
Heißt, die Preise an den Tankstellen bleiben hoch oder steigen sogar weiter.
Der Druck auf die Politik für Entlastung zu sorgen, der steigt damit ebenfalls.
Trump verspricht zwar in seinem Post, dass an einem Punkt heißen werde, alle dürfen wieder durch die Meerenge.
Aber wann dieser ominöse Punkt erreicht sein wird, das schreibt der US-Präsident nicht.
Ja, ja, der Punkt.
Naja, jedenfalls will sich Trump die Erpressung mit dem Durchfahrtsrechten durch die Straße von Homus jetzt so nicht mehr gefallen lassen.
Dann soll lieber gar keiner mehr durchdürfen, als nur der Iran und nur die Freunde vom Iran.
Die US-Marine soll jetzt mit der Minenräumung in der Straße von Homus beginnen, um einen sicheren Durchfahrt auch gegen den Willen des Irans möglich zu machen.
Ob das auch so gelingt, ist jetzt erstmal noch völlig unklar.
Experten sind sich einig, dass es extrem schwer ist, die nur wenige Meilenbreite Meerenge tatsächlich so abzusichern, dass man sie trotz Drohung des Iran garantiert sicher durchfahren kann.
Ja, genau.
Denn selbst wenn die Minen tatsächlich geräumt werden würden, bliebe immer noch die Gefahr durch Unter- und Überwasser drohen.
Die Iraner sollen entlang der Küste ein regelrechtes Tunnelsystem installiert haben, aus dem sie im Grunde kleine, mit Sprengstoff beladene Boote auf die trägen Öltanker jagen können.
Sie haben das schon ein paar Mal zu Beginn der Blockade bewiesen, dass sie das durchaus drauf haben.
Entsprechend könnten sich die Versicherer weiter querstellen, den Tankern die Durchfahrt zu erlauben, auch wenn Trump sie irgendwann für sicher erklären sollte und die Durchfahrt erlaubt.
Ja, Donald Trump droht aber nicht nur den Iranern, sondern auch allen, die sich auf die Erpressung des Irans einlassen und für die sichere Passage ihrer Schiffe bezahlen.
Wer so eine Maut bezahlt habe, könne auch in internationalen Gewässern von der US-Marine gestoppt werden.
Kein Schiff, das an den Iran zahle, werde eine sichere Passage über die Weltmeere haben, droht Trump.
Das würde vor allem Länder wie Indien und China betreffen, die in der Vergangenheit ja schon dafür bezahlt haben sollen, dass ihre Tanker da durchkommen.
Ein neues Ultimatum steht nicht in dem Post.
Die Blockade soll in Kürze beginnen.
Andere Länder würden sich daran beteiligen, behauptet Trump.
Welche das sein sollen, schreibt er nicht.
Es klingt alles so, als würden wir uns weitere unruhige Tage oder Wochen an der Börse bevorstehen.
Und das dürfte ja den Kursen nicht gut tun.
Zumal jeder Tag der Blockade das globale Ölangebot weiter verknappt, mit gravierenden Folgen für die gesamte Weltwirtschaft.
Trump selber räumt in einem Interview mit Fox News dann auch ein, dass die Öl- und Benzinpreise womöglich bis zu den wichtigen US-Zwischenwahlen im November hoch bleiben werden.
Ja, schauen wir mal, ob er sich das so gefallen lässt.
Aber was das jetzt alles für die Waffenruhe noch bedeutet, ist jetzt völlig unklar.
Trump hat natürlich mal wieder damit gedroht, dass man durchgeladen habe und zu einem angemessenen Zeitpunkt den Rest vernichten werde, der noch vom Iran übrig geblieben ist.
Aber auch da gilt, was auch immer das jetzt heißen mag.
Tja, man gewöhnt sich irgendwie auch an solche absurden Drohungen.
Die Iraner reagierten auch mit Gewohnheit und demonstrativer Gelassenheit.
Der Iran habe in den vergangenen Wochen bewiesen, dass er sich Drohungen nicht beugen wird und dass sie keinerlei Wirkung mehr haben, sagte Parlamentspräsident Mohammed Baga Galibaf, wie die Nachrichtenagentur Tasnim am Abend berichtet.
Ohne Trump namentlich zu nennen, deutete Galibaff die amerikanischen Drohungen als Ausdruck von Ratlosigkeit, in die Washington seit Kriegsausbruch geraten sei.
Experten wie Peter Neumann glauben auch, dass sich die Amerikaner in eine schwierige Lage manövriert haben und sich das wohl nur mit einer weiteren Verhandlungsrunde lösen lassen wird.
Ob und wann die aber stattfindet, ist allerdings noch komplett offen.
Es klingt jedenfalls so, als würden wir auch in den kommenden Tagen hier noch häufiger über den Konflikt sprechen müssen.
Die Triple AAA-Idee des Tages.
Stellt euch vor, die Indizes brechen heute um 20 Prozent ein und ihr könnt gar nichts tun, weil all euer Geld schon investiert ist.
Kein freies Kapital, keine Handlungsoption, nur Zuschauen.
Ja, genau das ist die stille Gefahr vieler Depots.
Nicht die falsche Aktie, nicht der falsche ETF, sondern das völlige Fehlen von Liquidität als strategisches Werkzeug.
Ja, der blinde Fleck dabei ist fast immer derselbe.
Die Cashquote.
Das Paradoxe daran ist, die meisten Anleger haben eine Cashquote.
Die haben nur keine geplante Cash-Quote.
Das Geld, das auf dem Verrechnungskonto liegt, ist meistens irgendwie eher so ein Zufallsprodukt, was eben übrig bleibt, nachdem alles andere investiert ist.
Dabei ist die Frage, wie viel Liquidität man hervorhält und in welcher Form eine der folgenreichsten Entscheidungen in der sogenannten Asset Allocation.
Und das ist ja bekanntlich die Kunstvermögen, so auf verschiedene Anlageklassen zu verteilen, dass Rendite und Sicherheit im richtigen Verhältnis zueinander stehen.
Unser Kollege und Co-Host Daniel, der Eckert hat sich dem Thema in der Welt am Sonntag angenommen.
Und seine Analysen zeigen ziemlich deutlich, die meisten Anleger unterschätzen die Cash-Quote systematisch, obwohl sie fürs Depot ein wichtiger strategischer Hebel sein kann.
Und genau diesen Hebel, den schauen wir uns heute in der AAA-Idee an.
Bevor wir aber jetzt über das Depot reden, müssen wir hier nochmal kurz Sprachpolizei spielen und einmal die Definition der Begriffe klären.
Es gibt ja zum einen den Notgroschen und dann die strategische Liquidität.
Und das sind zwei vollkommen verschiedene Dinge.
Der Notgroschen, also man sagt ja mal so drei bis sechs Netto-Monatsgehälter, der ist einfach überhaupt gar kein Anlagethema.
Der hat mit der Börse nichts zu tun.
Der Notgroschen ist wirklich nur für die kaputte Waschmaschine, für den Jobverlust, also für alles Unerwartete.
Der wird nicht investiert und gehört damit auch nicht ins Depot.
Ja, da staunt man ja immer wieder, wie vielen auch dieser Notgroschen noch fehlt.
Was uns interessiert, ist allerdings der zweite Topf, nämlich das Cash, das bewusst als Teil der Portfoliostrategie gehalten wird.
Vermögensverwalter sagen, dass zwischen 5 und 20 Prozent sinnvoll sind.
Ist die Quote zu hoch, dann dämpft das die Renditechancen dauerhaft.
Bei einer Crashquote von weniger als 5% fehlt allerdings der Puffer für taktische Käufe.
Wer in einer Korrektur noch freie Mittel hat, kann handeln.
Wer voll investiert ist, kann nur warten, bis der Schmerz nachlässt.
Ein 20%-Einbruch, von dem ich ja eben gesprochen habe, ist für investierte Anleger ein reines Verlustereignis.
Und für jemanden mit 10% Cash ist er das zwar auch, aber eben auch ein Kaufsignal.
Dieselbe Marktsituation, nur zwei völlig verschiedene Erlebnisse.
Der Unterschied liegt da nicht im Timing oder im Wissen oder im Mut oder sowas, sondern allein in der Vorbereitung.
Jetzt zur eigentlich entscheidenden Frage, die dabei fast immer untergeht.
In welcher Form hält man denn dieses Cash?
Wichtig, wer seine strategische Reserve auf einem unverzinsten Verrechnungs- oder Giro-Konto praktickt, der zahlt dafür einen ziemlich hohen stillen Preis, nämlich die Inflation frisst die Kaufkraft.
Die elegantere Antwort sind Geldmarkt-ETFs.
Die haben den Vorteil, dass man nicht so einen Zinshopping betreiben muss, wie bei Tagesgeldkonten.
Und sie bilden den sogenannten Euro-STR, also den Euro-Short-Term-Rate ab, den Zinssatz, den sich europäische Banken gegenseitig für über Nacht geliehenes Geld zahlen.
Der Mechanismus ist einfach erklärt.
Der ETF kassiert täglich die Zinsen, reinvestiert sie automatisch und bleibt dabei jederzeit handelbar.
Konkret gibt es drei Produkte, die sie etabliert haben.
Das ist unter anderem der X-Trackers Euro Overnight Rate Swap.
Der ist der größte seiner Art und hat in den vergangenen zwölf Monaten gut zwei Prozent gebracht.
Der Amundi Euro Overnight Return liegt in ähnlicher Region und ist ebenfalls weit verbreitet.
Und dann gibt es noch den Amundi Smart Overnight Return, der durch eine etwas andere Portfolio-Konstruktion knapp 2,5 Prozent geschafft hat.
Das klingt nach wenig, ist aber im Vergleich zu einem Tagesgeldkonto heute bereits ein spürbarer Unterschied.
Und das bei täglicher Verfügbarkeit.
Die WKNs für die Geldmarktfonds findet ihr in der Folgenbeschreibung.
Wir müssen aber auch noch über die Risiken sprechen.
Wichtig ist nämlich da vor allem, dass das Zinsniveau keine Konstante ist.
Wenn die EZB weiter senkt und die Märkte preisen das ja ein, schrumpfen diese Renditen mit.
Wer heute 2,5% sieht, sollte nicht davon ausgehen, dass er sie in zwei Jahren auch noch sieht.
Ja, und dann gibt es auch noch das sogenannte Emittentenrisiko.
Das ist zwar gering, aber sollte man trotzdem auf dem Zettel haben, denn ihr kauft ja damit trotzdem ein Finanzprodukt hinzukommt.
Geldmarkt-ETFs schützen nicht vollständig vor der Inflation.
Liegt die Teuerung bei zum Beispiel 3% und der ETF, der verdient eben nur 2, dann verliert man real trotzdem Kaufkraft, nur eben langsamer als auf dem Girokonto.
Ja, stellt sich die Frage, für wen lohnt sich das denn eigentlich?
Ja, für alle, die ihr Depot bereits strukturiert haben und deren Liquiditätsreserven bisher ungeplant auf einem Verrechnungskonto schlummerten.
Der Umstieg auf ein Geldmarkt-ETF ist kein großer Schritt, aber er ist der Unterschied zwischen passiver Trägheit und aktiver Portfolioentscheidung.
Und für wen eignet sich das nicht für alle, die glauben, eine hohe Cashquote ersetzt.
Eine Strategie.
Cash ist der Spielraum, aus dem heraus man handeln kann, aber wer dauerhaft 25, 30 oder 50% wiederhält und auf dem perfekten Einstiegsmoment wartet, der kommt nie.
Der zahlt dieses Warten eben mit der entgangenen Rendite.
Das war alles auf Aktien.
Wir freuen uns wie immer über euer Feedback.
Deshalb schickt uns doch einfach eine Mail an.
triple a.atwelt.de, also aa.welt.de oder ihr hinterlasst uns eine Bewertung in eurem Podcast-Player oder ein Kommentar auf Instagram.
Susanne und Thomas haben uns geschrieben und sind ganz begeistert von der Samstagsfolge zur betrieblichen Altersvorsorge.
Ich zitiere mal, ich selbst arbeite bei einem Unternehmen mit reichlichem BAV-Angebot und kann nur motivieren, dies selbst anzugehen, schreibt Thomas.
Keine andere Kapitalbildung hat so ein sofortigen Brutto-Netto-Effekt.
Dennis hat uns auch geschrieben und von seinen Eindrücken aus dem Kalifornien-Urlaub berichtet.
Die Tesla-Dichte ist hoch in Los Angeles, schreibt er.
Dafür genau ein einziges klassisches Taxi, aber locker 100 Mal ein Waymo.
Die ersten paar Minuten im Autonomen Robotaxi sind zwar ein bisschen gewöhnungsbedürftig, aber nach zwei, drei Minuten fühlt es sich völlig normal an, schreibt Dennis.
Und er würde es jederzeit wieder machen.
Wenn Google die regulatorische Hürde nimmt und sich gegen Lobbys durchsetzen könnte, sehe er schwarz für die menschlichen Farbe.
Und ja, wenn ihr solche Berichte von den Hörern aus aller Welt nicht verpassen wollt, dann kann es nur heißen: abonniert uns, sprecht über uns und empfehlt uns euren Freunden.
Und wir hören uns dann morgen wieder ab 5 Uhr bei Welt und überall, wo es Podcasts gibt.
