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**Podcast:** KI-Update – ein heise-Podcast
**Published:** 2026-04-10

## Transcript

Das KI-Update – ein heise-Podcast mit redaktioneller Unterstützung von The Decoder.
Ich bin Isabel Grünewald und dies ist unser Deep Dive zum Wochenende.
Willkommen zur 600.
Folge des KI-Updates.
Das sind tausende von Meldungen, durch die wir von heise-online, den Magazinen und von The Decoder versucht haben, euch trotz des schwindelerregenden Tempos der Entwicklungen in Sachen generativer künstlicher Intelligenz auf dem Laufenden zu halten.
und einzuordnen, was ist Hype und was ist echte Innovation.
Denn egal, wie wir persönlich zu den Umbrüchen stehen, KI ist überall in unserem Alltag präsent.
Und je besser wir sie erkennen und lernen, mit ihr umzugehen, umso besser sind wir für die Veränderungen gewappnet, die sie mit sich bringt.
Und das bringt mich zu meinem heutigen Gast.
Florian Rampels ist Programmleiter für Future Skills und KI und Geschäftsstellenleiter des KI Campus beim Stifterverband.
Im Stifterverband engagieren sich seit über 100 Jahren Organisationen und Unternehmen, um gemeinnützig Wissenschaft und Bildung in Deutschland zu fördern.
Der KI-Campus ist eine kostenlose Lernplattform für künstliche Intelligenz.
Mit Online-Kursen, Videos, Podcasts und Tools sollen KI-Kompetenzen in der Gesellschaft gestärkt werden.
Hallo Herr Rampelt, schön, dass Sie heute da sind.
Schön, dass ich dabei sein darf.
Wie ist denn das Projekt KI Campus überhaupt beim Stifterverband entstanden?
Sie hat mir gesagt, das ist eher außergewöhnlich, dass der Stifterverband ein so großes Projekt startet.
Also das Projekt ist erst einmal nicht beim Stifterverband entstanden, sondern es war Bestandteil der KI-Strategie der vorvorletzten Bundesregierung.
Da hatte man sich überlegt, dass man um die KI-Innovationsfähigkeit Deutschlands zu stärken, auch eine Lernplattform für künstliche Intelligenz ganz gut gebrauchen könnte.
Und das Deutsche Forschungszentrum für künstliche Intelligenz, einer der größten Akteure in der KI-Forschung, hat dann den Stifterverband angesprochen, ob man nicht gemeinsam eine Idee dafür entwickeln könnte.
Und ja, wir als Stifterverband haben gesagt, machen wir gerne mit und haben dann auch die Verantwortung dafür übernommen, weil es eben einerseits ein wissenschaftliches Fundament braucht und dieses bringen Hochschulen und Wissenschaftspartner wie das DFKI ein und andererseits eben auch so eine wirkungsorientierte Umsetzung im Bildungskontext und das haben wir dann als Stifterverband mit eingebracht.
Es war im Kern aber zunächst ein Forschungs- und Entwicklungsprojekt, also nicht ein wirkliches Produkt mit einem Skalierungsanspruch, wie wir ihn heute haben.
Kam das dann erst quasi durch ChatGPT, als KI so ein Alltagstool geworden ist?
Ja, also ich würde sagen, bei unserer Kernzielgruppe Hochschulen haben wir schon auch vor ChatGPT ein durchaus relevantes Interesse geweckt, weil man da schon auch festgestellt hat, zum Beispiel im Kontext von Prüfungen ist KI spielt KI immer stärker eine Rolle.
Aber ganz sicher hat generative KI einen enormen Schub für unsere Arbeit bedeutet und insbesondere für die Frage, ob wir über ein Forschungsprojekt hinaus auch als Lernplattform eine weitergehende Relevanz in Deutschland haben können.
An wen richtet sich denn der KI-Campus heute ganz konkret?
Also ganz konkret ist weiterhin unser Fokus Hochschulen.
in Deutschland im Umgang mit KI zu stärken.
Das liegt darin begründet, dass der KI-Campus beim Stifterverband aufgehängt ist.
Und der Stifterverband heißt in Langform Stifterverband für die deutsche Wissenschaft e.V.
Wir sehen unseren Auftrag darin, Wissenschaft und Bildung zu fördern für eine innovationsfähige Gesellschaft.
Und das tun wir eben auch mit einem Fokus auf Bildung und Kompetenzen.
stellen uns insbesondere die Frage, wie Future Skills, also Zukunftskompetenzen und KI-Kompetenzen noch stärker in der Hochschulbildung verankert werden können.
Und der KI-Campus dient quasi als ein Umsetzungsvehikel, um nicht nur Forderungen zu stellen, was Hochschulen in Deutschland machen müssten, sondern auch gemeinsam mit den deutschen Hochschulen Ideen, Lösungen und Angebote zu entwickeln.
die für alle Mehrwerte bieten.
Wenn ich mich jetzt bei diesen Angeboten durchscrolle, dann sind da ja auch Sachen dabei für Lehrkräfte an Grundschulen zum Beispiel, Tutorials.
Welche Formate werden denn zurzeit am stärksten genutzt?
Wenn der Fokus, auf die Hochschulen kommen wir ja nochmal später auch genauer und ausführlicher zu sprechen, aber wenn der Fokus sich so aufgebreitet hat, wer sind die, die am meisten gerade davon profitieren?
Also im Moment sind die, die am meisten davon profitieren, Menschen, die einen ersten Einstieg in das Thema KI haben wollen und dafür bei uns kurze Online-Kurse nutzen.
Wir haben da auch einen Wandel im KI-Campus durchgemacht.
Dadurch, dass wir so hochschulorientiert unterwegs waren, haben wir am Anfang stark so Massive Open Online Courses entwickelt.
Kurse mit einer Workload von 30 bis 150 Stunden mit dem Ziel, auch anerkannt zu werden in Universitäten.
Und das ist auch ein bestimmter Use Case, aber sicher nicht das, was im Kern der Bedarf ist.
für einen Einstieg in das Thema KI.
Und wir haben da in den letzten Jahren in einem engen Austausch mit unseren Partnern, und das sind nicht nur Hochschulen, sondern auch Unternehmen, Bildungsinitiativen und andere, festgestellt, wir brauchen für den niedrigen Einstieg auch kürzere Formate.
Dafür haben wir auch Podcasts zum Beispiel, schon ganz lange, aber eben auch Mikrokurse mit zwei bis vier Stunden Workload.
die einen ersten Einstieg, eine erste Information zu einem Thema wie dem AI-Act oder Grundlagen der KI oder KI in der Hochschulverwaltung ermöglichen.
Das war keine einfache Entwicklung für uns, weil wir trotzdem Qualität sicherstellen wollen und auch eine inhaltliche Relevanz und alles auf zwei Minuten herunterzubrechen, würde dann dem komplexen Thema KI vielleicht auch nicht ganz gerecht werden.
Das ist wohl wahr.
Nach welchen Kriterien wählen Sie denn die Partner aus, die diese Kurse vorbereiten oder diese Podcasts oder diese Video-Tutorials?
Ja, ich würde sagen, auch da hat die Plattform, die jetzt seit 2020 online ist, eine Entwicklung durchgemacht.
Zunächst haben wir erstmal die ausgewählt, die mit einer besonderen Leidenschaft für das Thema KI-Bildung und für offene KI-Bildung mit uns zusammenarbeiten wollten.
Es war also von Anfang an ein Kriterium.
dass wir offene Bildungsressourcen entwickeln, dass alles, was wir entwickeln, auch nachnutzbar ist.
Also wenn die Humboldt-Universität mit uns einen Kurs entwickelt, dann muss der auch ohne Copyright-Probleme zu haben an der RWTH Aachen nutzbar sein.
Oder auch ein KI-Workshop-Anbieter in Stuttgart muss die Materialien nutzen können, darf damit auch Geld verdienen, ohne dass es dabei rechtliche Lizenzprobleme gibt.
Das ist für uns ein Hauptkriterium.
Da wollten auch nicht immer alle mitmachen, gerade in der Zusammenarbeit mit Unternehmen ist es nicht immer leicht.
Und dann ist natürlich die fachliche Expertise zentral.
Es wird oft angenommen, ich wäre ein KI-Experte, weil ich den KI-Campus leite.
Ich sehe mich aber vielmehr als einen Experten darin, Expertinnen und Experten zu identifizieren.
Unsere Aufgabe ist die großartige KI-Expertise in Deutschland.
Die gibt es eben.
gerade in der Forschung, aber auch in Unternehmen, in der Praxis, die zu bündeln auf einer Lernplattform, die niedrigschwellig KI-Themen verständlich macht.
Und das heißt, dass wir eben in der Auswahl von Partnern auch immer wieder geguckt haben, wer ist da besonders gut und wer ergänzt auch das Portfolio des KI-Campus, das inzwischen aus weit über 50 unterschiedlichen Online-Kursen besteht.
ein Projekt gestartet, das sich nochmal genau auf die Hochschulen spezialisiert und fokussiert.
Was ist jetzt das Besondere nochmal an diesem Projekt, wenn die Hochschulen ja eigentlich von Anfang an schon irgendwie im Fokus lagen?
Das Besondere an diesem Projekt sind zwei Aspekte.
Der erste Aspekt ist, dass das Projekt nicht mehr den Aufbau und die Entwicklung des KI Campus als Forschungsprojekt fördert, weil wir das inzwischen als Stifterverband selbst übernommen haben, gemeinsam mit anderen Förderpartnern wie der Dieter-Schwarz-Stiftung, die Mercedes-Benz-Fonds, TÜV Süd und vielen weiteren.
Und auf dieser Grundlage sagen können, wir haben eine offene und kooperative Lernplattform für künstliche Intelligenz, die es Förderern ermöglicht, im Rahmen von Projekten bestimmte Fokusthemen anzugehen.
Und in dem neuen Projekt wird ein Konsortium von neuen Partnern durch das BMFTR, das Forschungsministerium, gefördert, KI-Kompetenzen an Hochschulen zu stärken.
Warum?
Insbesondere, weil KI-Kompetenzen eine Anforderung des AI-Acts sind.
Artikel 4 versucht dort eine...
Mehr oder weniger starke Verpflichtung einzuführen, dass Institutionen, die KI-Systeme nutzen, auch KI-Kompetenzen stärken müssen.
Das betrifft natürlich auch Hochschulen, weil Hochschulen auf vielfältige Art und Weise inzwischen KI-Systeme für ihre Studierenden, aber auch für ihre Mitarbeitenden zur Verfügung stellen.
Und der Ansatz dieses neuen Projekts ist, mit einem Fokus auf einer breiten Vielfalt von Partnerhochschulen Angebote von Hochschulen für Hochschulen zu entwickeln.
Das heißt, wir entwickeln für alle Zielgruppen, also Studierende, Lehrende, Verwaltungsmitarbeitende, Online-Kurse, Podcasts und andere Lernangebote.
die wir dann insbesondere der deutschen Hochschullandschaft kostenlos und zur Nachnutzung, zur freien Nachnutzung zur Verfügung stellen.
Das ist ein ganz spannendes Konsortium.
Also da ist die Humboldt-Universität dabei, die Fernuniversität in Hagen, die RWTH Aachen, die TU München, die Universität Tübingen, die Duale Hochschule Baden-Württemberg und die Universität Düsseldorf.
Das sind Partner, die alleine schon über 300.000 Studierende an ihren eigenen Institutionen haben.
Der Bedarf ist entsprechend groß.
Das DFKI ist als Forschungspartner der ersten Stunde natürlich auch mit dabei.
Und wir wollen Angebote für unsere Kernzielgruppen an Hochschulen weiter skalieren.
kann ich mir vorstellen, dass Lehramtsstudierende oder irgendwelche Geisteswissenschaftler ganz andere Ansprüche und Bedarfe haben als zum Beispiel jemand, der in der Univerwaltung arbeitet.
Können Sie ganz ein paar praktische Beispiele nennen, wie Sie auf diese unterschiedlichen Bedürfnisse mit den Kursen eingehen?
Erst einmal, indem wir quasi das auch früh festgestellt haben, dass quasi ein KI für alle oder Einführung in die KI nicht ausreicht, sondern dass es basierend auf gemeinsamen Wissensgrundlagen, einem Grundverständnis von KI, gerade wenn es um die Anwendung geht, eine Ausdifferenzierung nach Zielgruppen braucht.
Ich glaube, das ist ganz wichtig, dass die Auseinandersetzung mit KI schon auch so ein gemeinsames Grundverständnis erfordert.
Da kann man auch bestehende Materialien nachnutzen.
Und dann braucht es eben Use Cases für KI in der Hochschulverwaltung.
für KI im Studium, die dann auch ganz konkret ja den Alltag der jeweiligen Zielgruppe betreffen.
Weil nur, wenn ich es als für mich persönlich relevant empfinde, werde ich so einen Kurs auch absolvieren.
Ganz wichtig ist dabei, dass uns halt wichtig ist, dass die Leute sich nicht nur reinklicken und registrieren, weil sie dazu gezwungen werden, sondern auch etwas lernen und unsere Angebote abschließen.
Ganz konkret interessiert zum Beispiel Verwaltungsmitarbeitende in so einem Kurs KI in der Hochschulverwaltung natürlich viel mehr, was auch rechtliche Rahmenbedingungen sind.
Da müssen sie tiefer einsteigen, als das jetzt Studierende müssten.
Lehrende interessiert vielmehr, wie sie didaktisch KI-Systeme und Tools einbetten können in ihre Hochschullehre, welche Möglichkeiten und Grenzen es dort auch aus pädagogischer Perspektive gibt, neben der juristischen Einordnung, die natürlich auch eine Rolle spielt.
Ich würde sagen, was wir dabei verfolgen, ist ein Ansatz, der eben gemeinsame Grundlagen verfolgt und gleichzeitig, ja.
eine praxisorientierte Anwendung in den jeweiligen Fokusbereichen.
Und das gilt übrigens auch für Unternehmen.
Es ist ja nicht so, dass wir nicht auch Zielgruppen und Unternehmen adressieren, aber das machen wir eben gemeinsam mit Hochschulen.
Also ein Claim von uns auch ist quasi Wissenschaft für die Wirtschaft.
Wir wollen natürlich einen Beitrag dazu leisten, dass...
Hochschulen noch mehr auch den Transfer schaffen, dass ihre Expertise relevant wird für die deutsche Wirtschaft.
Und dazu habe ich auch ein Use Case an der TU München, ist ein ganz tolles Modell entwickelt worden für KI-Anwendungsfälle, wie man sich strategisch mit der Frage auseinandersetzen kann.
Alle reden über KI, aber welche Relevanz hat das eigentlich in meinem kleinen Unternehmen?
Und da schaffen wir dann ein Angebot, dass eben auch ein Mittelständler, der vielleicht nicht eine große KI-Abteilung hat, sich strukturiert an das Thema herantasten kann.
Und ja, ich glaube, unser Ziel ist egal, ob wir Zielgruppen an der Hochschule, in der Wirtschaft oder in der Gesellschaft adressieren.
Eine strukturierte und fundierte Auseinandersetzung mit dem Megatrend KI ist ganz wichtig und muss auch ihre unmittelbare Relevanz in den jeweiligen Kontexten entfalten können.
Jetzt sind die Hochschulen, die daran beteiligt sind und aktiv Inhalte erstellen, alles sehr große, wahrscheinlich auch sehr gut ausgestattete Hochschulen.
Merken Sie Unterschiede bei den Hochschulen, die das annehmen?
Gibt es da Schwierigkeiten in der Umsetzung?
Ist die Technik vorhanden?
Ist die Bereitschaft vorhanden?
Ist die digitale Infrastruktur so aufgebaut in den Universitäten?
die das nutzen können oder muss man manchmal sehr, sehr früh anfangen, um das überhaupt erstmal ins Rollen zu bringen?
Ja, also es gibt da, glaube ich, nochmal zwei Dinge auch zu unterscheiden.
Das eine ist die Produktion, das andere ist die Nutzung.
Natürlich hat bei der Auswahl dieses Kernkonsortiums für das Projekt, haben auch die eigenen Produktionskapazitäten eine Rolle gespielt.
Also gibt es ein großes Hochschuldidaktikzentrum, in dem Expertise ist in der Gestaltung von digitalen und Blended-Formaten?
Gibt es vielleicht auch eigene, moderne Produktionsräume?
Die Fernuniversität in Hagen hat ein Fernsehstudio, das man nutzen kann, nur als so ein Beispiel.
Das haben natürlich bei weit nicht alle Hochschulen in Deutschland.
Und da ist es für uns natürlich schon wichtig, eben hochwertigen Content zu entwickeln und dafür auch auf Partner bauen zu können, die entsprechende Kapazitäten dafür haben.
Und dann geht es um die Nutzung.
Also wir wollen gerne über 100 Hochschulen in Deutschland mit den Angeboten erreichen, die die Lernangebote nachnutzen.
Und zwar indem sie zum Beispiel einfach nur einen Kurs nutzen können, den eine TU und eine HU gemeinsam entwickelt haben oder adaptieren, indem sie das also nochmal auseinandernehmen, anpassen, ein Narrativ ergänzen, das für die eigene Einrichtung relevant ist.
Und ich glaube, das kann jede Hochschule in Deutschland leisten.
Dafür braucht man dann nicht unbedingt die hochwertigsten Videoproduktionskapazitäten.
Mir auch nochmal wichtig ist, in dem Zusammenhang ist, dass wir schon auch gesehen haben, wir können nur in einem begrenzten Rahmen ein Konsortium aufbauen, das auch für mich und den Stifterverband koordinierbar bleibt.
Also neun Partner sind schon relativ viel.
Wir haben aber direkt zu Projektbeginn auch einen Call for Participation rausgeschickt und gesagt, wir suchen weitere assoziierte Partner, die dann eben als kleinere Hochschule zum Beispiel nochmal eine bestimmte...
Perspektive und Expertise mit hineingeben, weil vielleicht sind ja manche Unterstützungsbedarfe an einer kleinen Einrichtung anders als an einer großen Uni.
Da haben Sie sicherlich recht und die versuchen wir dann über assoziierte Partnerschaften von Anfang an mit einzubinden, um wirklich bedarfsorientiert nicht nur die großen Tanker zu erreichen, sondern eben auch die Vielfalt der deutschen Hochschulandschaft.
Können Sie so ein konkretes Beispiel erzählen?
wo eine Hochschule dieses Angebot bereits angenommen hat und Veränderungen sichtbar werden?
Ja, also das Angebot des neuen Projekts wird jetzt natürlich gerade erst entwickelt, aber ich habe vielleicht zwei Beispiele in Bezug auf unterschiedliche Zielgruppen, sogar drei Beispiele.
In Bezug auf die Zielgruppe Studierende haben wir vor...
zwei Jahren oder sogar drei Jahren ein Angebot Azure Exams KI für Studierende entwickelt, gemeinsam mit zwei Studierenden der TU München.
Die habe ich auf einem KI-Festival in Heilbronn getroffen vor ein paar Jahren und dachten mir, boah, sind das coole Studis, die sich richtig aktiv mit dem Thema auseinandersetzen.
Die haben einen ganz tollen praxisorientierten Kurs gemeinsam mit uns für Studis entwickelt.
Der ist jetzt zum Beispiel Pflicht an der TH Nürnberg.
die sich gefragt haben, wie können unsere Studis ein Einführungsangebot erhalten von Studierenden für Studierende und sie haben sich dann einfach dafür entschieden, diesen Kurs zu nehmen.
Das sind jetzt also knapp 10.000 Studierende nur von der TH Nürnberg drin, die sich über dieses Angebot mit dem Thema KI auseinandersetzen.
Dann haben wir ganz viele Angebote natürlich, die wir für und mit Lehrenden erarbeiten.
Damit sind wir auch mit der Zielgruppe Hochschule gestartet.
Es gibt das Prompt-Labor Hochschullehre, das jetzt schon in der vielfachsten Iteration wieder durchgeführt wird, wo ich sehr oft Rückmeldungen erhalte, dass das wirklich Lehrende in ganz Deutschland auch nutzen.
Aber es gibt eben auch Möglichkeiten, nochmal spezifische eigene Angebote zu machen.
Und da ist ein Partner im letzten Jahr hervorgestochen, würde ich sagen, die duale Hochschule Baden-Württemberg.
Die hat in einer geschlossenen Moodle-Umgebung des KI-Campus einen eigenen Kurs zu KI und wissenschaftlichen Arbeiten gemacht, für Lehrende und Studierende.
Und hat dafür bestehende Materialien des KI-Campus nachgenutzt.
Also man hat, das ist das Schöne an offenen Bildungsressourcen, man hat quasi aus mehreren Kursen Module genommen, diese bedarfsorientiert neu zusammengefügt und dann für inzwischen über 2000 Personen in einer geschlossenen Kursumgebung ein Angebot entwickelt.
Das fand ich ganz toll, weil es eben nicht nur quasi Geh in den offenen Kurs ist, sondern eben auch eine Anpassung an die eigenen Bedarfe.
Und für die Zielgruppe Mitarbeitender von Hochschulverwaltungen hat uns im letzten Jahr ein Verbund angesprochen an Hochschulverwaltungsakteuren aus Brandenburg, gemeinsam mit einem Verbund aus Nordrhein-Westfalen, die gesagt haben, wir sind quasi die organisierte Vertretung der Verwaltungsmitarbeitenden im Digitalisierungsbereich und wir würden gerne so eine kleine Einführung für die entwickeln.
Und dann haben wir in der Kooperation mit NRW in den kleinen Kurs-Kai in der Hochschulverwaltung entwickelt, den inzwischen auch einige tausend Hochschulmitarbeiter, den nicht nur in diesen Bundesländern, die das initiiert haben, genutzt haben, sondern auch darüber hinaus.
Und das ist, glaube ich, für mich so der schönste Use Case, wenn ich erlebe, dass die Ideen aus der Community herauskommen.
Ob das die Studis sind, die ich auf dem Festival treffe, ob das die Hochschule ist.
die sagt, wir wollen für unsere Studis etwas anbieten und recherchieren mal.
Ob das die Verwaltungsmitarbeitenden sind, die sagen, wir müssen jetzt wirklich KI-Grundlagen schulen, aber wir wollen das nicht alleine an einer Institution machen, sondern von Anfang an kooperativ.
Und das begeistert mich immer mehr, weil ich so ein bisschen das Gefühl habe, dass das Thema KI, das ja durchaus so ein bisschen Panik auslöst, unfassbar viel Kooperationsbereitschaft auch mit sich bringt.
Und dafür stehen wir mit dem KI-Campus, dass man kooperativ die Herausforderungen, die ja durchaus bestehen, viel, viel besser lösen können, als wenn das 400 Hochschulen oder tausende Unternehmen in Deutschland nur alleine für sich machen.
Jetzt hatten Sie eingangs auch den AI-Act erwähnt.
Da müssen Unternehmen, also auch Hochschulen, ihre Mitarbeitenden schulen in Sachen KI.
Gibt es auch Zertifikate, die man bekommen kann für diese Kurse?
Ja, also wir haben im Endeffekt zwei Zertifikate, die wir anbieten.
Eine Teilnahmebescheinigung und Leistungsnachweis.
Eine Teilnahmebescheinigung ist wie so ein Sitzschein an der Uni oder wenn ich mich in einen Workshop reinsetze, ich nehme teil oder ich klicke mich durch und dann erhalte ich halt die Bescheinigung, dass ich teilgenommen habe, ohne jetzt Prüfungen absolvieren zu müssen.
Dann haben wir einen Leistungsnachweis.
in einem Kurs integrierten Tests absolviert und eine bestimmte Mindestanzahl erreicht hat an erfolgreich absolvierten Aufgaben.
Das sind im Regelfall 50 oder 60 Prozent.
Und in dem Leistungsnachweis kann dann je nach Kurs zum Beispiel auch eine Workload hinterlegt sein, um sich das anrechnen lassen zu können für eine Weiterbildungsverpflichtung oder auch um in einem Studium anerkannt zu werden.
Es gibt dann noch so Spezialfälle.
Wir kooperieren zum Beispiel mit der Landesärztekammer Baden-Württemberg.
Da gibt es dann im Bereich KI in der Medizin ein Angebot, das kann angerechnet werden für die verpflichtende Weiterbildung im Bereich Medizin.
Das sind dann CME-Credit Points, Continuous Medical Education.
Das ist ein besonderer Use Case.
Für uns Zentrales ist, dass auch diese Zertifikate, wie wir sie im Moment anbieten, kostenlos sind, weil wir das einfach möglichst niedrigschwellig als Grundlagenangebot zur Verfügung stellen wollen.
Was wir bei Hochschulen als einen ganz wichtigen Use Case aber auch sehen, ist, dass dann zum Beispiel so ein Kurs KI für Studierende eingebettet wird in ein größeres Modul.
Also sagen wir mal, ich habe ein Grundlagenmodul, das setzt sich irgendwie mit Zukunftstechnologien auseinander, hat zehn ECTS im Studium und dann ist die Absolvierung von einem KI-Campus-Kurs, der eine Workload von zwei ECTS hat, ist Bestandteil des Kurses.
Aber es gibt dann eben auch in Präsenz Seminare, es gibt auch eine Abschlussprüfung, die Themen.
adressiert aus dem KI-Campus-Kurs, aber es ist eben eingebettet.
Ich sage, ganz oft sind die Angebote des KI-Campus und da eben auch nicht nur die Kurse, sondern auch Podcasts, Videos und andere neue, modernere Materialien, die das Buch ersetzen, die Lektüre-Verpflichtung, die ich vielleicht zwischen den Seminareinheiten hätte.
Stattdessen gehe ich in einen coolen Online-Kurs.
Und setze mich ein bisschen damit auseinander, wie eigentlich an einer anderen Universität das Thema KI aktuell diskutiert wird.
Wie häufig müssen Sie dadurch Ihren Katalog durchgehen und überlegen, also die Entwicklung bei KI ist ja wahnsinnig schnell, dann sagen, oh nee, das ist schon wieder überholt, das muss raus, das müssen wir ersetzen?
Also wir haben ein sogenanntes Key Account Management für jeden Kurs und jedes Lernangebot auf dem KI Campus.
Das heißt, das ist eine Person aus unserem kleinen Team.
Also das sind fünf Personen in unserem Team für diese Plattform.
Es wirkt manchmal, glaube ich, größer nach draußen, als es ist.
Die zuständig ist, eben das auch regelmäßig zu überprüfen.
Wir haben dafür so eine Evaluationsmatrix und die wenden wir einmal im halben Jahr an.
Das heißt nicht, dass wir es immer auch direkt schaffen zu überarbeiten.
Das gehört bei einer gemeinnützigen Initiative auch zur Ehrlichkeit dazu.
Manchmal sind dann Dinge auch schon irgendwie ein Jahr alt und müssen dringend aktualisiert werden.
Aber ja, einmal im halben Jahr gehen wir jeden Kurs durch und prüfen sowohl inhaltliche Aspekte als auch nochmal didaktische Aspekte, wo man dann merkt, ach, da waren wir vielleicht ein bisschen zu großzügig bei der Länge der Videos.
Also gerade klassische Professoren neigen dazu, gerne lange zu sprechen.
Und das ist immer wieder eine Aushandlungsfrage, ob man das auf unseren Standard, nämlich kein Video über acht Minuten heruntergebrochen bekommt oder nicht.
Und wir aktualisieren auch immer wieder Medien, um einfach aktuell und zeitgemäß zu bleiben.
Auch interaktive Elemente, die wir vorwiegend mit H5P erstellen und so weiter.
Also regelmäßige Iterationszyklen, die auch Wir nennen das Kursversionierung, aber natürlich können Sie auch als Konsequenz eine Kursarchivierung haben.
Dafür berücksichtigen wir auch Feedback der Lernenden und wenn einfach ein Kurs ein relativ schlechtes Feedback bekommt und vielleicht die Überarbeitungsmöglichkeiten einen relativ großen Aufwand mit sich bringen würden, dann archivieren wir auch Angebote und schaffen Platz für Neues im Portfolio.
Jetzt wird dieses Projekt KI-Kompetenzen an Hochschulen stärken für mehrere Jahre gefördert.
Was sind denn so die Meilensteine?
Es hat gerade angefangen Anfang des Jahres.
Was sind so die Meilensteine, die Sie in diesen Jahren erreichen wollen?
Ja, vielleicht kann man das so zusammenfassen unter Kooperation, Adaption, Produktion und Skalierung.
Im Moment ist es besonders wichtig, also das Netzwerk zu konsolidieren.
Ich saß jetzt gerade an der Kooperationsvereinbarung.
bevor ich in den Podcast kam und am Two-Pager für assoziierte Partnerschaften.
Also das Netzwerk, ein vertrauensvolles und stark kooperatives Netzwerk aufzubauen.
Gleichzeitig ist im ersten Jahr der Fokus Adaption von bestehendem Content.
Also genau schauen, was gibt es schon, was müsste sowieso aktualisiert werden und wo können wir mit bestehenden Lernangeboten ein neues Thema auch nochmal adressieren.
Und dann ist die...
darauf aufbauende Phase die Frage, wo fehlt im Portfolio für die Zielgruppen etwas ganz Grundsätzliches und wir müssen zum Beispiel einen wirklich Online-Kurs komplett neu produzieren.
Das wird im nächsten Jahr sicherlich ein starker Fokus sein.
Ganz zentral ist aber eben von Anfang auch die Skalierung in die deutsche Hochschullandschaft.
Wir haben uns vorgenommen als KI-Campus bis 2030 500.000 Personen zu erreichen.
Das messen wir über Registrierungen auf unserer eigenen Plattform.
Da sind wir jetzt bei 150.000 registrierten Personen.
und über die Nutzung an anderen Institutionen.
Also, dass wir nachweisen können, es hat jemand an der DHBW einen Kurs hinüberkopiert in das eigene System und da sind auch 10.000 Personen drin.
Also, diese 500.000, glaube ich, doch recht zuversichtlich, werden maßgeblich auch über die Hochschullandschaft kommen und ich glaube, wir können sie weit überschreiten, weil wir eben zunehmend auch merken, das ist ein ganz, ganz großer Bedarf unserer Angebote auch tatsächlich in der Wirtschaft.
besteht und uns da ganz viele Akteure nutzen.
Ja, und deswegen war das, dass vielleicht auch richtig auch eine Grundvoraussetzung für die Mitwirkung an diesem Projekt war, die Bereitschaft dazu, die Angebote selbst bei sich zu integrieren und auch wirklich zu nutzen über ein Seminar mit 30 Studierenden hinaus und auch so eine Multiplikator-Funktion zu übernehmen.
Also wir haben...
Zum Beispiel einen Hub in Nordrhein-Westfalen an der Fernuniversität in Hagen, die gemeinsam mit der Universität Düsseldorf auch Akteure in Nordrhein-Westfalen berät, wie sie die Angebote nachnutzen können, wie sie Schnittstellen etablieren können.
Wir haben in Baden-Württemberg einen Hub in Heilbronn, wo wir insbesondere auch in der Region und in Baden-Württemberg Institutionen beraten, wie sie Angebote nutzen können.
Und dann haben wir eben Partner in Berlin, in Bayern.
die auch solche Rollen übernehmen können.
Jetzt hat sich der KI-Campus in den letzten Jahren ja offensichtlich wesentlich breiter aufgestellt und ein breiteres Publikum angesprochen, als ursprünglich mal gedacht war.
Wenn Sie in die Zukunft gucken, könnten Sie sich vorstellen, dass der KI-Campus in der Weiterbildung insgesamt in Deutschland eine wichtige Rolle spielen kann, auch jenseits der Hochschulen?
Ich denke jetzt so an IHKs oder...
Ja, also grundsätzlich ist es so, dass wir im Rahmen unseres gemeinnützigen Auftrages das durchaus tun, weil wir sagen, quasi der Stifterverband für die deutsche Wissenschaft stärkt Hochschulen und Universitäten auch dabei, relevante Angebote für Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft zu machen.
Also in diesem Rahmen sehr wohl.
Also zum Beispiel, dass wir ganz tolle Angebote zu KI in der Verwaltung entwickelt, unter anderem mit der Universität Lübeck aus Schleswig-Holstein oder mit der TU München eben mal wieder.
Und die werden jetzt von unterschiedlichen Ministerien genutzt.
Da schaffen wir ein Angebot.
Gleichzeitig haben wir uns, als wir den KI-Campus aufgebaut haben, auch schon die Frage gestellt, was fehlt eigentlich auf dem Bildungsmarkt?
Und haben da gesehen, das, was fehlt, sind Angebote mit einem ganz spezifischen...
Kontext Hochschulen und zweitens Angebote, die die offene Lizenzierung in den Mittelpunkt stellen.
Das können natürlich oft Bildungsunternehmen, die so eine For-Profit-Orientierung haben, auch gar nicht leisten, weil die müssen ja irgendwie auch ihr Geld mit ihren Workshop-Angeboten und so weiter verdienen.
Und da sagen wir, unser Auftrag sind KI-Grundlagen für alle, damit nicht tausend Weiterbildungsanbieter die gleichen KI-Grundlagen entwickeln.
Und dann eben Vertiefungsangebote, insbesondere für Hochschulen und mit Hochschulen für andere Kontexte.
Wir sehen den KI-Campus aktuell nicht als einen allgemeinen Weiterbildungs- auf dem breiten Markt.
Da haben wir Partner für, Applied AI zum Beispiel, eine ganz tolle Initiative, die dann auf gemeinsamen Grundlagen basierend in der Weiterbildung in die Breite gehen.
Es gibt im Bereich des Lehramts natürlich zum Beispiel Phobis als eine ganz tolle...
Plattform, die in die Schule geht oder KI macht Schule, die eine tolle KI-Unterrichtsplattform anbieten.
Und wir sehen unsere Rolle darin, gemeinsame KI-Grundlagen offen lizenziert und auf einer qualitativ sehr hochwertigen Basis zu entwickeln.
Und die Vertiefung nehmen dann andere Akteure vor.
Und ich bin eigentlich davon überzeugt, dass das eine ganz gute Rolle im System ist, die wir da gefunden haben.
Damit adressieren Sie ja mehr so die Breite der Gesellschaft.
Gibt es auch Anforderungen für die Spitze der Gesellschaft?
Ja, das ist uns als Stifterverband schon sehr wichtig, das auch zu unterscheiden.
In unserem Future Skills Framework sagen wir, es braucht Zukunftskompetenzen, die für alle mehr oder weniger relevant sind.
Und es braucht auch eine Auseinandersetzung mit Schlüsseltechnologien in der Spitze.
Und deswegen darf man nicht vergessen, dass während alle KI-Grundlagen benötigen, manche eben auch hochspezialisierte Expertise aufbauen müssen.
Zum Beispiel natürlich im AI-Engineering-Bereich, im Cyber-Security-Bereich, aber auch in Bezug auf Fragen des KI-Leadership oder Change-Management.
Wie Unternehmen im KI-Zeitalter geführt werden müssen, ist eine ganz, ganz wichtige Frage für die Transformation, die sie auch angehen.
Im KI-Campus adressieren wir das zum Beispiel, indem wir auch ein Kursangebot zum Thema KI-Leadership haben, das wirklich Führungskräfte adressiert oder auch so Angebote wie Automated Machine Learning.
Also wer da keinen informatischen Hintergrund hat, braucht nicht einzusteigen und auch mich würde das ehrlich gesagt überfordern.
Das ist nicht unser Fokus.
Unser Fokus ist tatsächlich die Breite, aber die Spitze darauf aufbauen zu adressieren, ist sicherlich gerade auch für unseren Arbeitsmarkt wichtiger denn je.
Jetzt.
Klingt das alles so, als wären Sie eigentlich ganz zufrieden mit der Lage, so wie die Politik die Grundvoraussetzungen schafft und sie auch fördert.
Gibt es noch Bereiche, wo Sie sagen, das könnte noch besser werden?
Naja, also die Wirkung könnte noch besser werden.
150.000 Menschen sind bei uns registriert.
Das ist alles schön und gut, aber das ist jetzt noch nicht wirklich skaliert in Bezug auf die potenziellen Zielgruppen, die man erreichen kann.
Da haben wir also schon eine große Ambition, hier Deutschland und auch Europa voranzubringen.
Das ist das eine.
Das andere ist, dass insbesondere auch die Relevanz für unseren Arbeitsmarkt.
noch gestärkt werden kann.
Wir haben letztes Jahr als Stifterverband eine Studie zu KI-Kompetenzen in deutschen Unternehmen veröffentlicht.
Da haben wir einerseits so ein Kompetenzmodell entwickelt und andererseits auch Unternehmen gefragt, was fehlt.
Und neben der grundsätzlichen Aussage, dass eben die große Mehrheit der Unternehmen gesagt hat, es fehlt an grundlegenden KI-Kompetenzen in ihrem Unternehmen und die Potenziale von KI sind bei weitem noch nicht ausgeschöpft.
hat die große Mehrheit gleichzeitig auch gesagt, Hochschulen bereiten ihre Absolventinnen und Absolventen noch nicht hinreichend auf den Arbeitsmarkt vor.
Wir haben uns hier vorgenommen, das waren 80 Prozent der befragten Unternehmen, wir haben uns hier vorgenommen, in den nächsten fünf Jahren diese Zahl zu halbieren.
Also wir wollen gerne...
Ja, 20, 29, 30 lesen, dass eben nur noch 40 Prozent der deutschen Unternehmen sagen, Hochschulen bereiten ihre Absolvierenden nicht hinreichend auf eine KI-geprägte Arbeitswelt vor.
Und da ist, glaube ich, noch einiges zu tun, eben in so starken Konsortien wie dem Konsortium zu KI-Kompetenzen an Hochschulen, aber auch im Miteinander von Wissenschaft und Wirtschaft.
Und ja, ich freue mich sehr auf die Aufgaben, die wir dann noch vor uns haben.
Dann zum Abschluss noch die eine Frage.
Wenn wir von einer KI-kompetenten Gesellschaft reden, die gefördert werden soll, auch durch ihr Angebot, woran meinen Sie, dass Sie erkennen werden, dass wir dieses Ziel erreicht haben, eine KI-kompetente Gesellschaft hier in Deutschland zu sein?
Ja, es gibt da unterschiedliche Möglichkeiten, das auch zu quantifizieren.
Es gibt zum Beispiel Studien, in denen Deutschland sehr schwach abschließt im internationalen Vergleich in Bezug auf die Frage, ob sich Deutsche zutrauen, KI zu erkennen.
Und das nennen wir so Engaging with AI.
KI wahrnehmen und erkennen im Alltag, wenn ich mit KI-Systemen zu tun habe.
Das sollte sich signifikant verbessern und das ist die Grundlage.
Übrigens auch eine Grundlage, um dann eine bewusste Entscheidung gegen die Nutzung von KI zu treffen.
Das ist mir ganz wichtig, dass KI-Kompetenz nicht nur KI-Anwendungskompetenz ist, aber auch eine kritische Reflexion im jeweiligen Kontext, ist KI hier geeignet oder nicht.
Und genau, das kann man dann tatsächlich auch messen und da sehe ich die absolute Notwendigkeit einer Verbesserung.
Dann ist es für uns als Stifterverband auch eine Frage der curricularen Integration.
Also sowohl im Bereich der Hochschulbildung als auch im Bereich der Schulbildung sollten KI-Kompetenzen eine Rolle spielen und thematisiert werden und zwar nicht über neue Fächer KI, sondern über eine Integration im Querschnitt.
Wir adressieren hier mit unserer Arbeit.
an Schulen Lehrkräfte und arbeiten mit Bundesländern und anderen Akteuren an der Frage, wo das Thema eine Rolle spielen könnte und tun das eben auch besonders mit Hochschulen.
Ja, und nicht zuletzt würde ich mir wünschen, dass KI-Potenziale auch in der Selbstwahrnehmung von Unternehmen in Zukunft besser genutzt werden.
Ich hatte vorhin gesagt, über 80 Prozent der Unternehmen in Deutschland sagen, die KI-Potenziale sind nicht hinreichend ausgeschöpft.
Auch hier würde ich mir wünschen, dass sich diese Zahl mindestens halbiert und wir KI nicht nur erkennen oder KI in Bildungskontexten adressieren, sondern tatsächlich auch KI-Systeme dort und dort verantwortungsvoll nutzen können, wo sie wirkliche Mehrwerte darstellen, auch für unser Wirtschaftssystem.
Das klingt nach einem sehr guten Plan, an dem ich auch versuche mitzuarbeiten.
Das freut mich sehr.
Diese Schere zwischen dem, was manchmal auch die großen KI-Unternehmen sagen, was alles möglich ist und der tatsächlichen Möglichkeit, das alles in seinem Unternehmen sinnvoll, vor allem sinnvoll einzusetzen und auch in seinem Alltag sinnvoll einzusetzen, ist, glaube ich, noch relativ weit.
Und da können wir uns alle daran bemühen, das etwas zu schließen.
Vielen Dank, dass Sie heute bei mir waren.
Das ist ein ganz spannendes Angebot, was Sie da haben.
auch viele Kurse, obwohl ich mich den ganzen Tag mit KI beschäftige, viele Kurse entdeckt, wo ich dachte, oh, das wäre ja interessant.
Also kann ich nur empfehlen, mal drauf zu schauen.
Vielen Dank.
Danke Ihnen.
Das war's für heute.
Den nächsten Deep Dive hört ihr an dieser Stelle in zwei Wochen.
Dann geht es um innovative digitale Medizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf.
Das würde mich freuen, wenn ihr wieder dabei seid.
Bis dahin könnt ihr natürlich mit unserem kompakten KI-Update jeden Montag, Mittwoch und Freitag auf dem Laufenden bleiben.
Und falls ihr mal einen Deep Dive verpasst habt, findet ihr eine Sammlung aller Folgen auf heise.de slash thema slash KI minus update.
Den Link dazu findet ihr natürlich auch in den Shownotes.
