# Energy Markets, AI Innovation, and the Rise of On-Chain Vaults

**Podcast:** OHNE AKTIEN WIRD SCHWER - Tägliche Börsen-News
**Published:** 2026-04-09

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Risikohinweis.
Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Informationen und sind zum einen ohne Gewehr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente.
Es handelt sich hier nicht um Anlageberatung.
Ihr entscheidet selber, was ihr macht.
Heute ist Donnerstag, der 9.
April.
Mein Name ist Noah Leidinger und das ist ohne Aktienwert schwer.
Sponsor dieses Podcasts ist Scalable Capital.
Bei uns gibt es heute eins der gehyptesten Kryptoprodukte, von dem die meisten wahrscheinlich noch nie gehört haben.
Es gibt endlich die Antwort auf die Frage, wer den Bitcoin erfunden hat.
Ein Update zu Verbio und natürlich die News von gestern.
Wenn man gestern so die Reaktion der Börse auf den Waffenstillstand im Iran gesehen hat, hatte man fast das Gefühl, dass es schon eine komplette Friedenseinigung gibt.
Der DAX ist 5% hoch, Aktien in der Halbleiter und Reisebranche haben sogar eher um die 10% zugelegt.
Und der Preis für Ölfutures ist um die 20% abgeschmiert.
Aber wenn man dann auf die Straße von Hormus schaut, ist die Lage immer noch ziemlich angespannt.
Es sind gestern nur vereinzelte Schiffe durchgefahren.
Alle mussten erst eine Genehmigung vom Iran kriegen und sie mussten vor allem auch Geld an den Iran zahlen.
Bei einem großen Öltanker können das entspannte 2 Millionen Dollar sein.
Die müssen übrigens in Kryptowährung oder in chinesischen Yuan bezahlt werden.
Und absurderweise hat Trump dann auch noch in einem Interview gesagt, dass er sich vorstellen kann, das Ganze als Joint Venture mit dem Iran zu machen.
Dann würden also beide bei der Durchfahrt kassieren.
Die Lage dort bleibt also angespannt, und solange die Schiffe dort nicht massenhaft durchkommen, bleibt auch die Lage am Ölmarkt angespannt.
Wegen dem hat Delta Airlines, also die wertvollste Erländerwelt, gestern gesagt, dass sie dieses Quartal einen Anstieg von 2 Milliarden Dollar bei den Treibstoffkosten haben werden.
Aber auch ganz spannend: Delta hat 2012 eine Raffinerie von Philips66 gekauft und die profitiert von der aktuellen Lage und ohne die wäre der Gewinn nochmal 300 Millionen Dollar tiefer und das in einem Quartal, also auf gerade mal drei Monate gerechnet.
Als sie die Übernahme 2012 verkündet haben, hat Delta auch mit Einsparungen von 300 Millionen gerechnet, aber damals aufs Jahr gerechnet.
Übrigens ist Delta laut Barons auch die einzige Airline, die eine eigene Raffinerie hat.
Und wenn wir schon bei Luftfahrt sind, hat gestern der Münchner Triebwerksgigant MTU für eine unbekannte Summe das Startup Aero Designworks gekauft.
Die machen Antriebe für Drohnen.
Das ist ein Boomender Markt und vor allem einer, den MTU bisher noch nicht bedient hat.
Deshalb macht das Ganze auch Sinn, obwohl Aero Designworks mit gerade mal 10 Millionen Euro Umsatz natürlich Peanuts für MTU ist.
Ziel ist damit für MTU sicher auch, dass sie den Rüstungsumsatz nach oben treiben.
Aktuell macht er nur so um die 10% aus.
Die Aktie von MTU ist gestern übrigens fast 10% hoch, das dürfte aber eher an der sowieso guten Börsenstimmung liegen.
Ansonsten gab es gestern neben MTU nicht so viele Deals, aber dafür hat Meta endlich mal ein neues KI-Modell vorgestellt, das das erste Mal aus dem Super Intelligence Lab kommt.
Das ist das Team, für das Mask letztes Jahr auf Shoppingtour ist und wirklich absurde Gehälter für KI-Entwickler gezahlt hat.
Teilweise haben die über 100 Millionen Dollar gekriegt.
Jedenfalls kam dann gestern das neue Modell raus.
Meta hat auch nicht gesagt, dass es direkt besser ist als die neuen Modelle von Claude oder Gemini, aber sie haben ein ziemlich schnelles Modell, das halbwegs mit den anderen mithalten kann.
Und sie sind eben auch schon dabei, das Ganze weiterzuentwickeln.
An der Börse kam es ziemlich gut an, die Aktie hat es um die 6% zugelegt.
Und es sind gestern zwar auch andere Tech-Aktien gestiegen, aber Alphabet, Amazon und Co.
eher um die 3%.
Noch stärker bergauf ging es, wie ich anfangs schon mal angeteasert habe bei den meisten Chip-Aktien wie Ski Heinrix, Micron, Lamb Research oder Applied Materials, da hatte die Börse wohl doch schon mehr Sorge, dass Engpässe bei Helium und anderen Rohstoffen die Chipbranche ziemlich hart treffen könnten.
Und passend zu der guten Stimmung bei den Halbleiteraktien hat gestern ein Analyst von der Bank of America geschätzt, dass Halbleiterfirmen dieses Jahr 1.300 Milliarden Dollar Umsatz machen werden.
Das sind 300 Milliarden mehr, als er vor vier Monaten geschätzt hat.
Und wenn wir schon bei großen Beträgen sind, noch eine ganz spannende Gehaltsstatistik.
Und zwar macht es einen mittlerweile zum Einkommensmillionär, wenn man Aufsichtsratsvorsitzender von der deutschen Bank ist.
Statt bisher gerade mal 950.000 Euro, soll es dafür bald nämlich 1 Million 150.000 Euro geben.
Damit ist die deutsche Bank weit vor allen anderen die Allianz zahlt am zweitbesten im DAX und das sind unter 800.000 im Jahr.
Eine Aktie, die wegen dem Iran-Krieg dieses Jahr schon über 50% zugelegt hat, gestern aber 15% abgeschmiert ist, hat sich Christoph mal wieder angeschaut.
Und zwar geht es um Verbio.
Die nehmen landwirtschaftliche Reststoffe wie Stroh, Gülle oder minderwertiges Getreide und machen daraus Bio-Diesel, Bioethanol und Biomethan.
Der eigentliche Gewinnbringer ist aber gar nicht der Kraftstoff selbst, sondern die sogenannte Treibhausgas-Minderungsquote oder THG-Quote.
EU-Vorgaben zwingen Mineralölkonzerne wie Shell oder Aral die CO2-Emission ihrer Kraftstoffe jedes Jahr zu senken.
Wer das verfehlt, muss Strafe zahlen.
Deshalb kaufen sie CO2-Zertifikate von Verbio.
Deren Kraftstoffe sparen bis zu 90% CO2 ein.
Und die Nachfrage wächst strukturell.
Beim Ethanol selbst kennt ihr das ja alle von der Tankstelle mit E10.
Dem Benzin werden da 10% Bioethanol beigemischt.
In Brasilien sind schon rund 30%.
Und Deutschland testet E20 gerade.
Die Mineralölkonzerne müssen also in Zukunft einfach noch mehr davon einkaufen.
Und bei den THG-Zertifikaten gibt es regulatorischen Rückenwind.
Vor ein paar Jahren hat nämlich China den Markt mit billigen Biodiesel geflutet.
Die Wahrscheinlichkeit scheint hoch, dass das verarbeitetes Palmöl war.
Das ist in Deutschland verboten.
Trotzdem gab es das große Angebot an Biodiesel, was die Preise für CO2-Zertifikate gedrückt hat.
Im Geschäftsjahr 2023-2024 hat sich bei Verbio der operative Gewinn vor Abschreibungen dadurch halbiert.
Seitdem aber ändern sich die Vorzeichen für Verbio.
Die EU hat harte Strafzölle gegen chinesischen Fake-Import verhängt.
Deutschland hat die THG-Quote-Regeln verschärft und die Zertifikatepreise sind stark gestiegen.
Und auch der steigende Ölpreis hilft Verbio.
Biokraftstoffpreise orientieren sich direkt am Ölpreis.
Die Rohstoffkosten von Verbio, also Stroh oder Getreide, hängt aber nicht vom Öl ab.
Zieht der Ölpreis also an, steigen die Preise und die Kosten bleiben gleich.
Erst vor kurzem hat Verbio seine Gewinnprognose angehoben.
Die Aktie gehört aktuell zu den stärksten Performern in Deutschland.
Auf Sicht von einem Jahr hat sie sich fast verfünffacht.
Damit kommt der SDAX-Konzern auf ein Börsenwert von gut 2,8 Milliarden Euro und ein erwartetes KGV von 75.
Wenn man die letzten Börsentage verfolgt, entwickelt sich die Aktie fast immer gegen den Markt.
Steigt der Ölpreis, legt Verbio zu, gibt es im Iran-Krieg Zeichen der Deeskalation, verliert sie.
Das ist also aktuell ein Ölpreiszock.
Wer die aktuelle Ölpreisrally im Depot haben will, gleichzeitig auch mit Blick auf Biokraftstoffe oder Ethanol aber breiter anlegen will.
Für den kann sich ein Blick auf das 70 Milliarden Dollar schwere Valero Energy Lohn.
Das ist einer der größten Raffineriekonzerne der USA.
Im letzten Jahr hat Ethanol immerhin 10% vom operativen Gewinn der Firma ausgemacht.
Wichtig aber, das ist eben kein reiner Biokraftstoffplay wie Verbio.
Dafür kann man zum Teil von der Entwicklung profitieren.
Die Aktie hat sich in den letzten 12 Monaten auch fast verdoppelt.
What are you doing, Dark?
I'm fuel.
Crypto Thursday.
Dein Krypto-Kick.
Leute, die New York Times glaubt zu wissen, wer der anonyme Erfinder von Bitcoin ist, also welche Person hinter Satoshi Nakamoto steckt.
Der Journalist John Carew ist sich nämlich nach langer Recherche ziemlich sicher, dass es Adam Beck ist, der in der Kryptoszene auch ziemlich bekannt ist.
Und er hat einige sehr gute Argumente dafür.
Zum Beispiel passen die Themen, mit denen sich Adam Beck früh beschäftigt hat, genau zu den Themen, die Satoshi gebraucht hat, um den Bitcoin zu entwickeln.
Auch die sprachlichen Auffälligkeiten in den Mails von Satoshi findet man bei Adam Beck genauso wieder.
Und schon 1997 hat Adam Beck über die Idee geschrieben, ein neues elektronisches Cash-System zu bauen.
Dazu hat er sich im Interview zu diesen ganzen Recherchen ein paar Mal so verplappert, dass es stark danach gewirkt hat, als wäre er wirklich Satoshi Nakamoto.
Obers am Ende ist, wird er wahrscheinlich nie zugeben.
Falls es ist, wäre er auf jeden Fall mit über 70 Milliarden Dollar an Bitcoin-Vermögen einer der 25 reichsten Menschen der Welt.
Von so einem krassen Vermögen sind einige nordkoreanische Hacker noch weit entfernt, aber sie haben letzte Woche ziemlich unterm Radar immerhin mal um die 280 Millionen Dollar von der dezentralen Krypto-Börse Drift gestohlen bzw.
gehackt.
Spannend fand ich dabei vor allem, von wo sie das gestohlen haben.
Und zwar aus den On-Chain-Walls GLP, Delta Neutral, Soul Superstaking und BTC Superstaking.
Und weil die meisten diese Begriffe genau wie ich wahrscheinlich noch nie gehört haben, soll es genau darum heute gehen.
Dahinter steckt nämlich eines der größten Trendthemen in der Kryptowelt.
Und zwar geht es um die sogenannten On-Chain-Vaults.
Das sind einfach gesagt eine Art ETF in der Kryptowelt.
Nutzer können dann Anteile an den Valls kaufen und der Vault verfolgt dann alle möglichen Trading-Strategien.
Darauf gibt es dann Gebühren, oft zum Beispiel nur eine Performance-Gebühr, wenn es gut läuft.
Diese Valls gibt es dann eben auf einer Seite wie Drift, wo er getradet wird.
Es gibt aber zum Beispiel auch so Seiten wie Morpho.
Da kann man eigentlich Kryptokredite aufnehmen und auch Kryptokredite vergeben.
Wenn man aber keine Zeit oder Lust dazu hat oder keine Expertise, wie man die Kredite genau vergeben soll, kann man sein Geld dort auch in Valls stecken und dann kümmern sich andere Nutzer darum, die Kryptos zu verleihen und dafür kriegen sie eine kleine Gebühr.
Das ist auch kein kleines Phänomen mehr.
In den zwei größten Valls auf Morpho steckt zum Beispiel schon eine halbe Milliarde und das zieht jetzt auch schon klassische Finanzplayer an.
Zum Beispiel hat Apollo, also einer der größten Private Equity Player der Welt mit 60 Milliarden Dollar Börsenwert im Februar einen Deal mit Morpho verkündet und kann sich über die kommenden vier Jahre ca.
10% aller Morpho-Coins kaufen.
Das macht für Apollo auf der einen Seite Sinn, weil sie immer schon stark im Kreditgeschäft sind und zeigt eben auch, wie viel Potenzial sie da sehen.
Am Ende hängt das übrigens auch stark mit dem Hype rund um Stablecoins zusammen.
Weil wenn einfach Menschen Milliarden in Stablecoins rumliegen haben, muss es auch Wege geben, wie sie diese Milliarden in der Kryptowelt anlegen können, ohne sie wieder in Euro oder Dollar umwandeln zu müssen.
Für die Vault-Industrie könnten deshalb übrigens auch die neuen Stablecoin-Gesetze ganz positiv sein, die es ja den Anbietern selbst Stand jetzt verbieten, dass sie Zinsen weitergeben.
Und die Rolle könnten dann eben Morpho und Co.
einnehmen.
Und wenn wir über On-Chain-ETFs gesprochen haben, müssen wir auch über klassische Krypto-ETFs sprechen.
Morgan Stanley hat gestern nämlich den Morgan Stanley Bitcoin Trust in den USA gestartet und das mit einer Gesamtkostenquote von gerade mal 0,14%.
Damit ist er 0,11% Punkte günstiger als der Marktführer von BlackRock.
Und für die könnte das ziemlich bitter sein, weil der Bitcoin-ETF aktuell eines der profitabelsten Produkte überhaupt ist.
Aber mal schauen, ob Morgan Stanley das ändern kann.
Für die Kryptowelt ist es so oder so auf jeden Fall ein gutes Zeichen, dass die großen Banken da weiter Chancen sehen, obwohl es in den letzten Monaten ja in der Kryptowelt nicht so gut gelaufen ist.
Und dann können wir in diesen Tagen natürlich keinen Crypto Thursday ohne Blick auf Prediction Markets abschließen.
Heute wieder ein eher kritisches Thema.
Und zwar wurden auf Polymarket um die 170 Millionen Dollar auf den Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran gewettet.
Und mal wieder gab es einige Wetten mit sehr hohen Gewinnen, die von Konten kamen, die gerade erst erstellt wurden.
Und das legt mal wieder die Vermutung nahe, dass da Insider aus der Politik gewettet haben.
Das war ohne Aktienwirt schwer, produziert von Podstas bei OMR.
Wir hören uns morgen wieder.
Bis dahin.
Alles Gute, adios.
