# Navigating Thematic ETFs: Hypes vs. Long-term Megatrends

**Podcast:** Asset Class
**Published:** 2026-04-07

## Transcript

Ihr habt der Rose den Kopf abgeschnitten und damit das Unkrautgedüngt.
Man könnte auch sagen, wir haben Gewinne realisiert.
Die kommen auf den Markt, wenn ein Hype um ein Thema besteht.
Und dann kann es eigentlich nur noch abwärts werden.
Wenn wir nur solche Produkte auf dem Markt hätten, dann wären wir auch wahrscheinlich nicht mehr lange auf dem Markt.
Ja, sozusagen die Katze im Sack, nur ohne Katze.
Unternehmen sind teilweise noch gar nicht profitabel.
Dass du ja nicht das Geld mit der Schubkarre rausfährst.
Die folgenden Inhalte sind keine Anlageberatung.
Kapitalanlagen bergen Risiken.
Du entscheidest, in was du investierst.
Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Asset Class, deinem Podcast über Wachstum und Werte.
Ich bin Christian Beröhl und heute habe ich für dich die vermeintlich großen Themen unserer Zeit.
Halbleiter, Quantencomputing, seltener Erden, Rüstung oder erneuerbare Energien.
Handlich verpackt als ETF und unterlegt mit wohlklingenden Narrativen.
Aber viel von dem, was heute hochgejubelt wird, kann in ein paar Monaten schon wieder ein Ladenhüter sein.
Deshalb schauen wir mal, wie du echte Megatrends von schnellen Investmentmoden unterscheidet, auf welche Details du bei den Indexkonzepten von Themen ETFs achten solltest und warum mein altes Lieblingsthema Dividende plötzlich wieder en vogue ist.
Und das alles mache ich natürlich nicht alleine, sondern gemeinsam mit Moritz Henkel von FunEck.
Hallo Moritz, schön, dass du hier in Berlin bist.
Ja, vielen Dank, Christian, für die Einladung.
Ja, ist mir ein großes Vergnügen.
Fun Eck für diejenigen, die viel mit Themen-ETFs oder auch mit Dividenden-ETFs zu tun haben.
Kein Unbekannter.
Aber ansonsten, wenn man so ein MSCI World oder MSCI All-World ansonsten im Portfolio hat, dann hat man vielleicht noch keine Bekanntschaft gemacht mit Fun Egg.
Erzähl uns doch mal kurz, wer ist FunEck und was macht ihr so?
Ja, genau, du hast schon so viele verschiedene Themen angesprochen.
Halbleiter, seltener Erden.
Wir bei One Egg bekommen eigentlich aus der aus der Gegend der Spezial-ETFs.
Wir sind ein US-amerikanisches Haus.
Wir wurden vor über 70 Jahren von John Van Eck in den USA gegründet und haben dort die ersten Erfahrungen mit Goldminen-Aktien, Goldminenfonds erlebt, sind dann über Goldmin-ETFs in den USA, Mitte der 2000er, über ein Goldmin ETF 2015 in Europa gelandet und haben nicht nur Rohstoffe, sondern eben auch die neuesten Themen, Halbleiter, Gaming 2019, 2020 auf den Markt gebracht.
Und daneben auch breitere Core-Strategien, die aber nicht den ganzen normalen Standard MSCA World abdecken.
Ihr habt auch noch relativ viel im Krypto-Bereich dabei.
Auch darüber wollen wir heute nicht reden, sondern wir nehmen wirklich mal diesen Fokus raus, der Themen-ETFs.
Also nicht der klassischen Sektoren, jetzt wie SP 500 Energy, Consumer Staples, Consumer Discretionary, sondern wirklich der klassischen Anlagethemen, die ja einen großen Vorteil irgendwie haben, sie lassen sich mit schöner Narrativen unterlegen als jetzt so ein MSCI All Country World.
Ja, die ganze Welt in einem Wertpapier.
Das ist schön anderes, 2515 Unternehmen, ja, auch toll.
Aber es ist halt immer irgendwie so ein bisschen Gesichtslos.
Es sind großartige Produkte, aber der eine oder die andere sucht natürlich immer irgendwas besonderes, irgendetwas Exklusives, irgendetwas, was catchy ist, obwohl wir ja alle die Erfahrung gemacht haben.
Die langweiligen Sachen laufen am Ende am besten.
Deswegen Themen-ETFs natürlich.
Ganz viele sind irgendwie catchy.
Und ich würde sagen, ist ja auch immer schön, so diese Broschüren sich durchzulesen.
Ja, wo dann ein bestimmtes Thema auch mit Marktstudien unterlegt wird.
Und es geht natürlich alles immer nach oben.
Es sind riesen Zuwachsraten und man kann sich ganz schnell reich rechnen.
Aber spätestens an dieser Stelle gehe ich immer nach Ohio.
Und zwar zur Ohio State University.
Und wer mich in den sozialen Medien verfolgt, weiß, dass ich sehr gerne eine Studie von denen zitiere, die vor ein paar Jahren erschienen ist, speziell zu Themen-ETFs, die es ja in den USA schon viel länger gibt als hierzulande.
Und die zu dem Schluss kommt, dass Themen-ETFs in den fünf Jahren nach ihrem öffentlichen Launch, also nachdem sie für Anleger investierbar werden, im Schnitt Risikobereinigt, knapp 30% Rendite auf den breiten Markt verlieren.
Also eine wahnsinnige Lücke.
Auf der einen Seite tolle Geschichten, auf der anderen Seite nach dem Launch statistisch im Durchschnitt eine Underperformance.
Und der Grund dafür ist nicht, dass die schlecht gemacht sind, sondern nicht der Grund, dass sie zu teuer sind, sondern der Grund laut Ohio State University, sie kommen auf den Markt, wenn ein Hype um ein Thema besteht.
Und dann kann es eigentlich nur noch abwärts gehen.
Also könnte man ja eigentlich sagen, ihr macht schöne Produkte, die aber eigentlich auch ziemlich gefährlich sind.
Ja, du hast sehr viel angesprochen, sehr viel über die Ohio-Studie geredet, die ja eigentlich wirklich klar definiert.
Hype investieren ist nicht nachhaltig.
Sie kritisiert das Investieren in ein Thema zu einem Zeitpunkt, wann es schon sehr gut gelaufen ist.
Und das ist dann für uns auch immer ein sehr wichtiger Punkt, zu sagen: Vergangene Performance ist definitiv kein Indikator für gute Performance.
Und wenn der Index und die Aktien gerade so gut gelaufen sind, das ist nicht unbedingt der maßgebliche Erfolg für die Zukunft.
Hat das für euch denn irgend so eine so eine Lehre zur Folge oder diese Ohio-Studie?
Hat das irgendwie für euch eine Bewandtnis, wo ihr sagt, okay, das nehmen wir zum Anlass, um vielleicht so eine Produkteinführungsprozess nochmal zu überdenken und auch zu vermeiden, dass ihr als Emittent in so eine Hype-Falle kommt, weil ich meine, wenn du kurze Zeit ein Hype-Produkt hast, der Spaß ist ja dann auch begrenzt, wenn das drei Monate hochgejubelt wird und anschließend bei marginalem Volumen vor sich hinkümmert.
Richtig, richtig.
Ja, und wenn wir nur solche Produkte auf dem Markt hätten, dann wären wir auch wahrscheinlich nicht mehr lange auf dem Markt.
Nein, das ist natürlich für uns ein elementarer Bestandteil in unserer Arbeit, für Investoren ein langfristigen Mehrwert zu liefern, weil nur dann können wir auch auf dem Markt, auf dem sehr umkämpften thematischen Markt heute bestehen.
Und dann kommen hier so Ansätze rein, wie, ja, okay, was ist eigentlich ein langfristiger Trend?
Wie definiert man das?
Was muss dafür gegeben sein?
Erzähl uns mal, was ist da, was ist da so für euch relevant?
Was sind auch so Indikatoren, wo ihr sagt, ja, das ist nicht nur eine Mode, gerade auch vielleicht mit den Learnings aus 2021, sondern das ist wirklich etwas Nachhaltiges, wo die Anlegerinnen und Anleger Spaß haben, weil nur dann habt auch ihr als ETF-Gesellschaft langfristig Spaß am Produkt.
Ja, ja.
Also man muss natürlich erstmal auf das Universum an überhaupt bestehenden Aktien gucken.
Habe ich hier eine gewisse Anzahl an Aktien, die das Thema abbilden können.
Das ist so ein gewisser erster Punkt, der überhaupt da sein muss, um ein Thema zu identifizieren.
Das heißt also, ihr macht das jetzt nicht im stillen Kämmerlein oder in Zusammenarbeit mit einem Index-Anbieter, sondern ihr holt euch externes Know-how dazu, um zu entscheiden, welche Unternehmen kommen in Frage oder auch wie nachhaltig ist denn dieser ganze Trend, was gibt es an Studien.
Habt ihr da eigenes Research für oder ist das etwas, wo ihr sagt, also so wie so ein Wertpapierhaus klatscherweise, oder ist das was, wo ihr sagt, also der verpartnert ihr euch eigentlich immer?
Genau, da verpartnern wir uns eigentlich tendenziell mit eben dann auch Leuten aus den Industrien, Leuten aus der Branche mit unseren Kunden.
Wie stellen die sich Themen vor?
Und uns geht es ja oft dann auch gar nicht um die Einzelaktien, um die Einzelunternehmen.
Uns geht es darum, wie schaffe ich es regelbasiert, einen Trend investierbar zu machen.
Und das ist dann wirklich der Hauptpunkt für uns, und dass wir hier über nicht nur innerhalb eines Konjunkturzyklus ein Trend, einen kurzen Hype sehen, sondern ein Thema muss für uns über verschiedene Konjunkturzyklen hinweg funktionieren.
Über, wenn wir jetzt das Thema sehen, über diese Megatrends, ja, Digitalisierung, Aging, Population, das sind alles Megatrends, die werden über mehrere Konjunkturzyklen weiter existieren.
Und wie kann dann innerhalb dieser Megatrends das Thema arbeiten?
Ja, werden wir doch jetzt mal konkret.
Ja, es gibt ja manche Themen, die sind so eher wolkig umrissen, ja, kommen wir auch noch drauf, aber es gibt ja auch Themen, die sind irgendwie relativ hart abzuleiten, so aus der klassischen Sektorklassifizierung.
Wir haben eben schon mal drüber gesprochen.
Es gibt so diese elf Schubladen vom Global Industry Classification Standard, wo man halt Unternehmen reinschmeißt, ja.
Die sind nicht immer ganz logisch, ja.
Amazon nimmt jeder als Tech-Wert wahr, aber weil sie immer noch die größten Umsätze mit E-Commerce machen, stecken sie tatsächlich ähnlich wie Tesla in der Schublade zyklischer Konsum, also Consumer Discretionary.
Allerdings im Rahmen dieser elf Schubladen gibt es natürlich wieder Unterfächer.
Und ein solches Unterfach habt ihr euch vor einigen Jahren angeguckt.
Und zwar zu einem Zeitpunkt, wo man euch wirklich absolut nicht den Vorwurf machen könnte, da haben sie aber einen Hype geritten, sondern ihr habt das Thema rausgekramt, als es niemanden interessierte, lange vor Corona, nämlich Minenaktien.
Von Eck Global Mining weiterhin der einzige breit diversifizierte Mining-ETF.
Irgendwie natürlich logisch, weil es ja so das Heritage eurer Firma ist, die Herkunft aus dem Goldminen-Investment, aus der Analyse auch von Goldminen.
Und es gibt auch eine ganze Reihe Goldprodukt, Gold Miners und Junior Miners, aber ihr habt einfach mal aus dieser Schublade, die ja eigentlich Materials heißt, wo aber eben auch Chemieunternehmen drinstecken, wo Industriegase drinstecken, einfach mal die Bergbauunternehmen rausgegriffen und in einen Index gepackt.
Wie kommt man dazu, sowas zusammenzupacken, obwohl, also irgendwie, ich glaube, das kam so 2018, 2019 raus.
So Nerds wie ich haben sich total gefreut, weil das echt eine Lücke war.
Wie kommt man darauf ausgerechnet, sowas zu machen, was in dem Moment irgendwie überhaupt keinen interessiert?
Ja, ja.
Du hast eigentlich schon so viele Bestandteile genannt, die uns dazu bewogen haben, ja.
Unser Heritage, unsere Herkunft, unsere Expertise im Minenbereich.
Ja, und eben das Fehlende, die Marktlücke, den Zusatz, den Zusatzwert, den wir europäischen Investoren im Minensegment geben konnten, ja.
Und ein globales Produkt, was sowohl die Industrieländer als auch die Schwellenländer, was Südafrika, Brasilien, Australien, was unterschiedlichste, auch geografische Kontinente mit inkludiert, was mehr als 150 Unternehmen beinhaltet, stark diversifiziert ist in verschiedenste Metalle, das hat uns natürlich erstmal grundsätzlich ein potenzielles Thema ermöglicht, aber da muss man natürlich auch überlegen: ist das ein Trend, ist das ein Thema, was langfristig gut performen wird.
Und da haben wir dann natürlich in Anbetracht, einer angemessene Risiko-Analyse für uns gesagt, geopolitische Trends, die Verknappung von Metallen, sei es jetzt, wir haben das Thema seltene Erden kurz ganz am Anfang angesprochen.
Wir haben das Thema auch Nutzung von Kupfer, Gold immer als sicherer Hafen.
All diese Metalle sind in diesem Produkt enthalten.
Und das Schöne ist, das Produkt entwickelt sich eben auch mit den Trends vor zwei, drei Jahren.
Was würdest du da sagen, würdest du, was ist der Hauptbestandteil des ETFs an Metallen?
Naja, also vor zwei, drei Jahren, also ich muss ja zugeben, ich habe mich über den ETF sehr gefreut, weil das einfach bei mir im Portfolio Rohstoffallokation bedeutet.
Ich mag nicht wirklich gerne ETCs, die auf rolierenden Futures basieren.
Und ich finde es großartig, wenn man Rohstoff über Aktien abbilden kann.
Ja, und insofern, also wir haben ja dann eine Rio Tinto und eine BHP Group als die großen Rohstoffwerte.
Und ich weiß ja, dass sie damals schon hochgewichtet waren.
Und ihr hattet damals auch, glaube ich, Allokationen nochmal gezeigt nach entsprechenden Metallsorten.
Und ich glaube, es waren wirklich die Industriemetalle bzw.
Eisenerz, was ja nicht immer so als klassisches Industriemetall gesehen wird, sondern nochmal separat ausgewiesen wird.
Ich glaube, das war so die Doppelspitze, ja.
Richtig, genau.
Also, es war tatsächlich bis vor zwei Jahren noch die Industriemetalle, Basismetalle, das Eisenerz mit knapp 40 Prozent an Industrie und Revenue, Konzentration im ETF, der dominante, das dominante Metall.
Und Kupfer waren so knapp ein Viertel.
Und Gold damals knapp 10 Prozent.
Also die kleine Beimischung.
Richtig, die kleine Beimischung im globalen Produkt.
Jetzt haben wir natürlich eine Riesengold- und Silberrally gesehen.
Und ihr habt auch den, da kommen wir gleich nochmal drauf, den Indexanbieter ausgetauscht.
Früher war das EMIX, jetzt macht ihr ein SP-Index und seit der SP-Index draußen ist, ist das nicht mehr so auf der Website.
Aber das Schöne ist, wir haben dich ja heute hier und du kannst uns erklären, wie sind denn aktuell die Gewichtungen im Global Mining Index?
Was dominiert.
Also ich vermute mal, wenn ich mir die Top-Werte anschaue, es können nur die Edelmetalle sein.
Ich habe es schon ein bisschen angeteasert jetzt, glaube ich, ja.
Nee, es ist tatsächlich jetzt Gold mit knapp 28 Prozent an Revenue, an Umsatz, Konzentration hat dann Mitte letzten Jahres die Eisenerze überholt, die jetzt nur noch an Nummer drei sind hinter Kupfer.
Also da hat sich tatsächlich einfach durch auch die starke Performance der Goldunternehmen, der Goldminenunternehmen eine Verschiebung in dem ETF ergeben.
Was aber nicht heißt, dass das auch in fünf Jahren so ist.
In fünf Jahren, das kann sich wieder weiterentwickeln.
Was ja ein wichtiges Thema ist, gerade bei gerade bei Rohstoffen, ja, man würde ja immer so allgemein denken, ja, ja, das richtet sich schon nach den Rohstoffpreisen, aber es gab ja vor allen Dingen in der Vergangenheit auch genügend Situationen, wo die Margen der Rohstoffkonzerne jetzt nicht so hoch waren, dass Missmanagement komplett dadurch kompensiert worden wäre.
Ja, momentan ist es, glaube ich, egal.
Also, vor allem, wenn ich mir Gold und Silber anschaue bei Preisen von über 5000 Dollar für eine Fein und the Gold.
So schlecht kannst du eine Mine gar nicht mehr managen, dass du ja nicht das Geld mit der Schubkarre rausfährst, ja.
Aber du hast natürlich politische Risiken immer dabei, ja, die Minen sind häufig in instabilen Gegenden und deswegen ist diese Breite der Diversifikation ja unglaublich wichtig und auch immer ein Argument für ein ETF im Vergleich jetzt zum Einzelinvestment, mal ganz abgesehen davon, dass wir uns natürlich schwer tun, die tatsächlichen Geschäftsmodelle vorkommen und gerade kleinere Minengesellschaften auch zu durchleuchten.
Ja, und da sehen wir tatsächlich eben ein sich stark bewegendes bewegende Industrie, die auch weiterhin Fokus der Industrie sein wird.
Oder eben dann auch im Moment eher so ein bisschen als sicherer Hafen, als ja auch dividendenstarker Aspekt.
Ja, Dividenden stark, das ist ja natürlich bei einem Thema.
Euer Global Mining ist ein tesaurierender ETF.
Das heißt, Dividenden gehen natürlich rein, aber werden sofort wieder angelegt.
Das ist für viele.
Ein netter Service, ja, aber es gibt eben auch genügend Anlegerinnen und Anleger.
Und ich habe regelmäßig die Anfrage aus der Community, weißt du, ob der Van Eck Mining ETF auch mal in einer ausschüttenden Variante kommt?
Weil gerade jetzt, also teilweise schon ein Dividend-Rendeten, so auf Index-Basis müsst ihr jenseits von 3% irgendwie liegen.
Und wann kommt der Ausschüttende?
Gute Frage.
Ist natürlich immer spannendes Feedback zu hören, auch aus der Community.
Und das liegt bei uns im Moment tatsächlich einfach auf operationeller Ebene.
Das ist ein irischer ETF sozusagen in Irland registrierter ETF.
Und die sind bei uns bei Van Eck tatsächlich alle tesauerend mit einer Share-Class.
Okay, aber man kann ja auch zweite Share-Class machen.
Habt ihr bis lange aber noch nicht gemacht.
Bei euch ist immer die Entscheidung, entweder oder und der muss thäurierend sein.
Momentan sicherlich ein Thema, was sehr stark im Fokus ist: Rohstoffe und Metallaktien.
Wenn man es einordnet in einen langfristigen Kontext, kann es dann noch sehr, sehr viel Potenzial geben, insbesondere wenn man die Treiber sich drumherum auch mal anschaut.
Und dazu kommt halt, es ist ja so ein Twitter, diese Bergbauaktien, weil sie natürlich einerseits Aktien sind, aber auch immer die Fantasie des Rohstoffs mitbringen und damit ja auch eine Berechtigung haben, einfach als Dauerelement in der Asset-Klasse, in der Asset Allocation als Diversifikator.
Da ist ein anderer Bereich, den ihr auch seit einigen Jahren gehabt habt hat, ist ja ganz anders abgegangen, nämlich Semikonductor, Halbleiter.
Hat einen ähnlichen Vorteil wie Mining, du machst die Branchenschublade auf.
Halbleiter ist Bestandteil des Sektors Information Technology.
Das heißt, wenn du einen SP 500 IT hast oder einen MSCI World Information Technology, dann steckt da natürlich Halbleiter drin.
Da ist eine Nvidia dabei, eine Broadcom, eine AMD, aber auch die ganz anderen Dienstleister.
Nur da ist eben auch in den großen Indizes Software und Hardware dabei.
Und das Spannende ist, dass wir ja jetzt so 2026 sehen, dass dieser KI-Trade, dieser Tech-Trade ja irgendwie auf der Hardware sagt man so, Software, oh nee, bloß nicht.
Aber hier, Halbleiter, das ist irgendwie schon dieses Gewinnerding, nicht erst seit jetzt, sondern eigentlich seit dieser KI-Welle gelaufen ist.
Und da muss ich sagen, 2020 ein solches Produkt auf den Markt zu bringen.
Das war eine großartige Geschichte.
Es war der erste Halbleiter ETF.
Aber ich frage mich, in den USA gab es Halbleiter ETFs, glaube ich, schon zu Zeiten des New Economy-Booms.
Warum hat es so lange gedauert, ein Thema, was in den USA ein ganz wichtiges Investment-Thema immer war, weil bei Halbleitern ja auch ordentlich Bewegung drin ist.
Ist ja auch spannend für Trader, so ein Thema nach Europa zu bringen.
Ja, ja, und kann ich dir nur zustimmen?
Ist wirklich schade.
Es ist wirklich schade, dass Europa in diesen innovativen Bereichen sowohl was Technologie angeht, aber auch was eben investieren in Technologietrends.
Konzentriertes Investieren in Technologietrends angeht, dass wir da einfach ein bisschen hintendran waren.
Themen-ETFs.
Ich glaube, die Zeit war nicht reif, dass man gesagt hat: Oh, Halbleiter, Schweinezyklus, das geht mal rauf, mal runter.
Eigentlich ist es aber nichts, was man wirklich will, dauerhaft und deswegen macht man kein ETF und dann braucht es erstmal einen, der es gemacht hat, oder wie?
Wir haben, wir hatten ja das Produkt in den USA schon, haben immer wieder den Wunsch gehört, bringt das doch auch mal nach Europa, haben es dann auch 2020, Ende 2020 tatsächlich gemacht und auch in den ersten, ich glaube, knapp ein halbes Jahr hat es gedauert, bis wir 500 Millionen an Assets eingesammelt haben.
Also die Nachfrage dann 2020, 21 war definitiv da.
Das war aber auch genau der Zeitpunkt, wo Europa sich dem thematischen Investieren so wirklich geöffnet hatte.
Davor, naja, in der Corona-Pandemie, also eine Zeit hatten und jede Mode dann auch zu Megatrend stilisieren konnten, wobei Semikonductor ist halt wirklich ein Megatrend.
Digitalisierung funktioniert halt nicht ohne Halbleiter.
Wobei natürlich man an dem Produkt natürlich auch Kritik üben kann, die auch regelmäßig aus der Community gekommen ist, vor allen Dingen zu der Zeit, als Nvidia diesen ganz steilen Höhenflug hatte.
Denn ihr habt bei eurem Semikonductor-ETF ein Cap eingezogen, 10% je einzelner Aktie.
10% hört sich zunächst mal sehr komfortabel an, gerade verglichen auch mit den 4,5 Prozent bei den Minenwerten.
Aber wir haben ja nun doch gewaltige Ungleichgewichte.
Und dann gibt es eben ein Unternehmen, das so irgendwie aus Platz 70 der allgemeinen Börsenkapitalisierung an die Spitze stürmt, sich mehrfach verdoppelt wie Nvidia.
Und ihr habt jedes Mal bei diesen regelmäßigen Neugewicht, um ich glaube quartalsweise, oben die Schere angesetzt und abgeschnitten und wieder auf 10% gesetzt.
Also Peter Lynch sagte zu, der legendäre Investor, ihr habt der Rose den Kopf abgeschnitten und damit das Unkraut gedüngt.
Ja, ja, man könnte auch sagen, wir haben Gewinne realisiert.
Auf der einen Seite.
Das konträre investieren, das gibt viele Für und Widers für die gewisse Höhe eines Caps in einer thematischen Strategie, auch in einem breiten Index.
Man redet über immer DAX-Eurostoc-Caps, auch natürlich komplett sehr relevant hier.
Für uns ist das Ziel aber, ein Thema in der gesamten Branche abzubilden.
Das Thema diversifiziert im Trend abzubilden und die Halbleiterindustrie, wir hatten es gerade schon, du hattest es auch gesagt, gibt es schon so lange, die ist so etabliert, hat eine klare Wertschöpfungskette, die sich über Jahrzehnte etabliert hat, mit auch Herstellern von Materialien von verschiedenen Punkten des Herstellungsprozesses, ja.
TSMC, ASML haben alle Spezialfunktionen.
Da brauchen wir aus unserer Sicht kein starkes Einzelkonzentrationsrisiko, weil das ist es ja dann am Ende, wenn wir überhaupt gar kein Cap oder ein deutlich höheres Cap einführen.
Da brauchen wir aus unserer Sicht kein Einzelkonzentrationsrisiko, weil wir das Thema über mehr als 20, 25 Aktien abbilden können, und tatsächlich 80% der Performance dann nicht von Video kommt, sondern von anderen Unternehmen, die auch nicht schlecht gelaufen sind.
Damit kommen wir zu einem Thema, was nicht mehr ganz so einfach ist.
Ja, also Mining, Semiconductor, fein, ja, aber jetzt wird es wirklich schwierig.
In vielerlei Hinsicht, nämlich ethisch, politisch, aber auch von der Wertedefinition.
Rüstung.
Sicherlich unter allen Themen das, was jetzt so über die letzten vier Jahre am intensivsten diskutiert worden ist, was leider daran liegt, dass der russische Angriffskrieg in der Ukraine tatsächlich jetzt schon vier Jahre dauert, dass wir auch ständig beim Thema Sicherheit neue Eskalationen erlebt haben, gerade mit Blick auf Europa, uns immer stärker bewusst wird, wir müssen uns unabhängig machen von den USA.
Deswegen fließt wahnsinnig viel Geld rein.
Das ist eine Investmentchance.
Mittlerweile gibt es natürlich sehr viele Rüstungs-ETFs.
Aber der allererste Defense-ETF, der kam tatsächlich von Van Eck.
Und zwar im März 23.
Ein Jahr nach dieser sogenannten Zeitenwende, wie sie der damalige Bundeskanzler auch genannt hat.
Warum hat es so lange gedauert zwischen dem Überfall auf die Ukraine und dem ersten Produkt?
Du hast es schon sehr gut beschrieben, was für ein vernachlässigtes Investment-Thema eigentlich die Verteidigungsbranche war.
Stichwort Friedensdividende, selbst als Mitte der 2010er der erste Ukraine-Konflikt entstand, hat sich eigentlich auch auf dem Investmentmarkt nichts getan.
Für viele Investoren und auch ETF-Anbieter war das einfach ein sehr unbequeme Thema.
Kein beliebtes, und man hat sich nicht so wirklich rangetraut.
Und hast du gesagt, ja, es wurde im Laufe des Jahres, besonders als man dann auch gemerkt hatte, dass der Ukraine-Krieg kein Thema von einer Woche ist, sondern sich das über Monate, Jahre hinwegziehen könnte, dass wir hier wirklich von neuen geografischen Risiken sprechen, dann ist es für einen ETF-Anbieter, auch an der Zeit das Thema, und wir sind hier wieder beim Hype vs langfristiges Investment-Trend, dann ist es für uns auch an der Reihe aus dem Hype ein ETF zu bauen.
Das heißt, der wirklich fokussierte Grund, warum es so lange gedauert hat, war zu gucken, okay, wird aus dem eigentlichen kurzen Hype ein langfristiges Investment-Thema, wie reagieren die Märkte?
Und dann natürlich das Ganze, diese Investment-Idee in ein passives, regelbasiertes, langfristig orientiertes Investmentprodukt zu packen.
Worin besteht jetzt dann diese Leistung, das da so reinzupacken?
Wie läuft so der Prozess für so ein Produkt ab?
Was ja zur damaligen Zeit auch noch viel weniger in den generellen Common Sense auch von Finanzunternehmen passen, weil Rüstung war ja eigentlich nicht zuletzt durch die ganze Taxonomie etwas, wo die Europäische Union ja gerne gesagt hat, es wäre uns jetzt eigentlich recht, wenn es das gar nicht mehr geben würde.
Man hat ja versucht, das quasi wirklich aus Europa zu vertreiben.
Jetzt sind wir froh, dass einige doch noch da geblieben sind, und das sind jetzt dann die wichtigsten Unternehmen für unsere Zukunft, zumindest im industriellen Bereich hier.
Wie läuft so eine Produktentwicklung da?
Also, man muss natürlich auch erstmal mit Partnern reden, mit dem Markt reden.
Wie ist denn das Interesse?
Wie ist die Nachfrage?
Wie sieht es aus?
Wie könnte so ein Produkt aussehen?
Was sind das so für Partner, so institutionelle Investoren?
Genau, das können institutionelle Investoren sein.
Das können auch große tatsächlich Spieler auf nicht Regierungsebene, aber von Regulierungskreisen, von anderen relevanten Aufsichtsbehörden sein, von führenden Researchhäusern von unterschiedlichen Aspekten, auch zum Beispiel ESG-Anbieter, die unterschiedliche Meinungen haben zum Thema, was dann auch im Fokus steht, kann das Thema abgebildet werden mit einem Fokus auf das Thema für alle in Europa investierbar zu machen.
In dem wirklich schwierigen Umfeld der ESG ESG-Konformität, weil wir gehen natürlich auch als Anbieter ein gewisses Reputationsrisiko ein.
Man merkt das, man merkt das auch schon ein bisschen.
Du druckst so ein bisschen rum, ne?
Und benennen wir das Kind mal einfach beim Namen ESG, also Environmental, Social Governance, großes Thema für die Europäische Union gewesen, auch natürlich für Verordnungen, die sich mit Finanzprodukten auseinandersetzen.
Das sollte alles ESG-kompatibel sein und Rüstung galt eben nicht als ESG-kompatibel.
2023 schon gar nicht, ja.
Und ihr habt aber trotzdem irgendwie den Ehrgeiz gehabt, es sollte ein Produkt sein, was irgendwie was mit ESG zu tun hat.
Also die böse Rüstung in einem vermeintlich guten Mantel zu verkleiden.
Und herausgekommen ist dann ein ETF der Van Eck Defense, in dem ausgerechnet eine Rheinmetall, eine Lockhe Martin, eine Northrop Grumman und eine General Dynamics fehlen.
Also ganz wesentliche Player.
Warum?
Also das Thema war für uns wichtig, wie machen wir die Branche investierbar?
Verteidigung.
Wie schaffen wir es aber auch, die Branche in Europa für unsere institutionellen Partner investierbar zu machen.
Für die kontroverse Waffenscreenings.
Wir reden ESG ist ein großes Thema, kontroverse Waffenscreenings und auch die Konformität mit Normen ist ein anderes Thema.
Und das war so das Feedback, was wir vom Markt auch gekriegt hatten, ja.
Defense ist kein großes ESG-Thema, das ist kein nachhaltiges Produkt, so labeln wir das auch nicht als ESG-Produkt, ja.
Wir sagen, wir haben ein Pure Play, wir können die Branche abbilden, mit mehr als 25 Aktien, diversifiziert auf globaler Ebene mit einem kontroversen Waffenscreening, der eben Unternehmen, die Anti-Personenminen, zum Beispiel Streummunition, weißes Phosphor, abgereichtertes Uran, diese Themen, die für unsere Partner gesagt haben: nein, das ist auf unserer Policy, daran würden wir nie investieren, diese Themen eben ausschließt, ja.
Deswegen ist also zum Beispiel eine Lockheed Martin da draußen, die auch in ganz vielen anderen Indizes rausfliegt.
Aber man fragt sich natürlich schon, also ich soll in Rüstung investieren und ausgerechnet in der Rheinmetall fehlt dann, ja.
Das hat so ein bisschen sowas von so einer Mogelpackung natürlich, in dem man sagt, ist irgendwie nicht vollständig, ja.
Völlig unabhängig davon, dass dieser Defense ETF ja dann sehr gut performt hat, weil ihr habt ja dann auch den Kniff noch gemacht, dass ihr gesagt hat, also nicht nur Waffenhersteller, Systemzulieferer, sondern auch Softwareunternehmen.
Und ja, wie es die Marktstruktur denn so wollte, gehört da eine Palantir dazu, die just in der Zeit natürlich richtig durchgestartet ist und zu einem der größten Softwareunternehmen, die börsennotiert sind, avanciert ist.
Dann hast du gerade ein schönes Begriff schon mal genannt, Pure Play.
Also tatsächlich Unternehmen, die ein bestimmtes Thema relativ reinrassig abdecken.
Das ist ja bei Rüstung und Security insgesamt noch ganz gut zu definieren.
Jetzt gibt es ein anderes Thema, das jetzt wirklich so, ja, also bei mir so Hype-Vibes weckt, insbesondere als ich gesehen habe, wie viel Geld schon in dieses Thema, in euren ETF hineingeflossen ist, denn ihr habt ein ETF zum Thema Quantencomputing gemacht.
Und da frage ich mich doch überhaupt: also, wie macht man einen Index für etwas, was noch gar nicht da ist, beziehungsweise was noch in der Breite so in einem frühen Stadium ist, dass es ja kaum investierbare Aktien im Sinne von Pure Play gibt.
Ja, das ist wirklich spannend, weil hier sind wir wieder genau in diesem Spannungsfeld Hype, Trend zu früh investieren, zu spät investieren, ein Thema im richtigen Moment abpassen und wie es dann investierbar in einem Fonds gemacht werden kann.
Wir haben natürlich in den letzten auch schon Jahren gesehen, Quantencomputer wird immer mehr von der Theorie zur Realität haben die Forschung in der Quantenphysik existiert ja schon Jahrzehnte, fast ein Jahrhundert.
Was wir aber, was uns wirklich dann am Ende dazu bewogen hat, hier ein Produkt aufzusetzen, ist, dass wir gesehen haben, eben auch in der breiten Industrie, in den breiten Technologieunternehmen, wird jetzt an der Umsetzung, an den letzten finalen Schritten der Implementierung gearbeitet und dass wir wirklich dem Quantenzeitalter immer näher kommen.
Jetzt haben wir aber das Thema, das und wir haben es schon angeschnitten, das Thema Pure Play, es gibt zu ETF-Launch gab es eine Handvoll an Pure Plays.
Jetzt gibt es schon nach IPOs, Specs etc.
ein paar mehr.
Da kommen sofort wieder die Hype-Wipes, ja, Specks, also diese Börsenmente, ja, sozusagen die Katze im Sack, nur ohne Katze, ja, wohinter dann was reinkommt, das meiste, was da reingekommen ist, das war nicht wirklich gut.
Auch so ein 2021er Ding, auch wenn das natürlich von der Struktur her alles ganz toll ist, ja, aber dann hast du so Unternehmen halt wie D-Wave, ja, Ionk, die ja auch hier irgendwie als Einzelwerte begehrt sind, aber es reicht eben nicht.
Dazu kommt ja auch, dass die trotz allen Zuwächsen immer noch Smallcaps sind.
Und nun guckt man so auf die Bewertung und denkt sich, ja, das ist ein ganz schön hoher Multiple für das, was da an Umsetzen ist oder eben noch nicht ist.
Genau, und da kann man eigentlich auch fast gar nicht, wenn man ganz ehrlich ist, mit klassischen Multiples arbeiten, ja.
Die Unternehmen sind teilweise noch gar nicht profitabel.
Keine Umsätze oder machen Umsätze mit irgendwelchen Vorprodukten oder Dienstleistungen.
Also jetzt gibt es nicht genug, ja, und da könnte man ja sagen, Thema ist noch nicht breit genug.
Man kann es aber auch mit Goethe mit dem R-König machen und sagen, bist du nicht willig, so brauche ich Gewalt.
Und das macht ihr, indem ihr nämlich in diesen Quantencomputing ETF dann unter anderem die Deutsche Telekom, Welsfago, eine Bank, größter Aktionär, glaube ich, Berkshire Hathaway, und Siemens reinpackt.
Und dann denke ich, also Welsfago, da gibt es jetzt sicher viele gute Argumente und auch die Deutsche Telekom, aber Quantencomputing ist jetzt nicht das, was ich jetzt als das wesentliche Motiv hinter der Equity-Story der deutschen Telekom verstehen würde.
Also drängt sich die Frage auf, ist das nicht ein bisschen eine Mogelpackung?
Ja, es ist eine sehr gute Frage.
Ist ein sehr guter Punkt.
Und da muss man dann ein bisschen tiefer gehen, um zu verstehen, wie wollen wir Quantencomputing investierbar machen?
Was ist das aktuelle Stadium des Quantencomputings?
Wir sind sehr früh.
Die ersten Unternehmen aus der Industrie arbeiten dran.
Sind diese Unternehmen eventuell innovativer, Industrielead in der Umsetzung von den Quantentechnologien?
Und wie kann man das dann in einen Investmentprodukt packen?
Wie kombiniert man Pure Players und die Industrieleader?
Da gehen wir dann über einen Patent-Ansatz runter und zum Thema Mogelpackung.
Das macht natürlich Sinn, wenn man das Portfolio anguckt.
Tatsächlich kommen aber mehr als die Hälfte der letzjährigen Performance von den Quantum Pure Players, was dann schon.
Genau, ein starkes Indiz dafür ist okay.
Man hat durch das Produkt ein gewisses Exposure, ein starkes Exposure zum Thema Quantum.
Wie schafft man das aber auch in einem frühen Stadium Risikorendite, Volatilität zu packen?
Das ist definitiv dann der Ansatz, über die groß diversifizierten Unternehmen reinzugehen.
Man füllt also ein bisschen auf mit den großdiversifizierten.
So wie man bei den Wasserstoffdingern auch immer aufgefüllt hat, da haben wir Plug-Player ITM und diese ganzen anderen Mädchen, die sich leider dann als Luschen dargestellt haben, und dann hat man gesagt, naja, also eine Linde und eine Air Liquide sind natürlich auch Wasserstoffplayer, was ja auch stimmt.
Ja, nur dass sie halt eine ganze Menge anderes Geschäft haben und das andere Geschäft auch extrem stabil läuft, genauso wie deren Wasserstoffaktivitäten und das sind in Summe die besseren Investments gewesen ist.
Das heißt also, eine Telekom ist da drin im Quantencomputing-Index, weil sie viele Patente da hat?
Richtig, richtig.
Und eigentlich auch im ganzen Kommunikationsbereich Vorreiter ist im Thema Quantencomputing.
Wells Fargo ist es dann zum Beispiel im Bankensegment.
Und Vorreiter heißt aber Patente, oder gibt es noch andere Indikatoren?
Patente, da haben wir mit dem Schweizer Patentspezialisten E-Conzeit zusammengearbeitet, die das.
Sie macht dann so eine Liste, wer so viel, wer Patente hat.
Quantitativ und qualitativ sozusagen auswertet.
Ist ja gar nicht so einfach, ein Patent überhaupt zu lesen.
Da sind wir froh, dass wir da mit dem Indexanbieter Experten gefunden haben.
Und genau, am Ende werden dann diese Unternehmen basierend auf den wirklich Best-in-Class-Patenten ausgewählt.
Also eine ziemlich aufwendige Geschichte.
Momentan ja eigentlich dann so ein Index irgendwie innovative Konzerne plus Pure Place.
Richtig, ja.
Also so genauso Industrie-Lead-Programm.
Es gibt ja auch ja auch Fonds, Investmentfonds, die rein nur auf Patente gehen als Indikator für Innovationsfähigkeit, wie zum Beispiel der Ariadfonds, der aktiv gemanagte.
Und hier ist es dann also so ein kombinierter Ansatz.
Zeigt aber schon, dass man sich da ganz schön auch ins Research reinwühlen muss.
KI hilft wahrscheinlich dabei, um so ein Thema, was ich eben nicht aus der Sektorschublade ziehen kann, wie jetzt Halbleiter oder Minen, tatsächlich fassbar zu machen.
Ich möchte das jetzt gar nicht mehr vertiefen, weil es gibt ein Ding, über das muss ich natürlich mit dir reden.
Ich habe das anfangs schon gesagt, nämlich ein Thema, was jetzt eben kein Modethema ist, sondern etwas ist, wo man eine Zeit lang auch gesagt hat, boah, das ist ja voll langweilig, who cares about it.
Und plötzlich ist es aber doch wieder beliebt und sorgt auch für Performance, nämlich Dividenden.
Ja, Dividenden kann man ja in vielerlei Hinsicht kassieren.
Natürlich als Aktionär direkt, aber auch mit Dividenden-ETFs.
Und als ich vor zehn Jahren mein Dividendenbuch geschrieben habe, muss ich sagen, waren Dividenden-ETFs eine traurige Geschichte.
Die meisten Dividenden-ETFs hatten so einen reinen Renditeansatz.
Ja, so, man nimmt sich irgendeine Aktienliste, die 100 größten europäischen Aktien, die 200 größten weltweit und nimmt dann einfach diejenigen mit der höchsten Dividenden-Rendite.
Das ist ein relativ sicherer Ansatz, um möglichst viele Value-Traps dabei zu haben.
Ja, also fallen, die Dividende eigentlich nur auszahlen, beim Kurs aber dann wieder abgezogen werden.
Gibt es genügend Beispiele auch noch unter ETFs, aber inzwischen sind viele moderne Produkte gekommen, die das, was Dividender eben ausmachen muss, nämlich Qualität, auch entsprechend akzentuieren.
Und da sind wir auch bei euch.
Ihr habt nämlich einen Dividenden-ETF schon vor einigen Jahren aufgelegt, der jetzt, wenn wir mal über diesen Standardzeitraum von fünf Jahren gucken, globaler Dividenden-ETF rund 140 Prozent plus gemacht hat, Februar 26 versus Februar 21.
Morningstar developed Markets Dividend Leaders.
Führen es doch gerne mal so ein bisschen dadurch.
Durch das, was den momentan wirklich von der Performance her über fünf Jahre besten globalen Dividenden-ETF ausmacht.
Ja, ich würde sagen, dass das Produkt stark getrieben wird durch die Index Methodology, durch die Regeln, die wir aufgesetzt haben, mit Morningstar zusammen, dem Index-Anbieter.
Vor allem, weil ihr wisst, was die Kunden auch wollen.
Richtig.
Ja, ihr habt ja den direkten Kontakt mit dem Kunden.
Was sind denn so jetzt deiner Meinung nach, wir haben es in einem anderen Kontext besprochen, da habe ich es erzählt in der Community-Folge, aber jetzt würde mich mal interessieren, wie du es so siehst, was sind so für dich die Essentials von dieser Strategie, die ja sehr erfolgreich gelaufen ist.
Ja, wirklich die Qualitätsfilter, die wir eingebaut haben, um eben die Dividend-Traps sozusagen rauszuscreen.
Und die werden?
Das sowohl überhaupt erstmal eine Dividende gezahlt werden muss, das ist aber nicht mehr.
Gut, bei einem Dividendenprodukt ist das relativ trivial.
Das macht Sinn.
Der zweite ist auch sehr einfache Filter ist, die Dividende darf in den letzten fünf Jahren nicht verringert haben.
Per Saldo-Betrachtung, Dividende heute nicht geringer als Dividende vor fünf Jahren.
Zwischenzeitlich kann es mal Loch gegeben haben, aber auf jeden Fall in dieser Punkt-zu-Punkt-Betrachtung, fünf Jahre Dividende mindestens stabil.
Und dann eigentlich auch der wichtigste Punkt, der dritte Punkt, warum denn die Dividendenfalle hier umgangen wird, ist, dass die Ausschüttungsquote nicht eben über 75 Prozent liegen darf.
Das heißt, dass nicht zu viel vom Gewinn ausgeschüttet werden darf, um eben vielleicht eine nicht ganz so nachhaltige Geschäftspraktik, nicht ganz so nachhaltige Dividende zu fördern.
Genau, weil es gibt halt nun mal sehr wenige Geschäftsmodelle, die wirklich mit einer Ausschüttungsquote von über 75 Prozent oder einer Vollausschüttung tatsächlich noch funktionieren, dauerhaft.
Meistens bluten die Unternehmen dann aus und es wird jeder Ertragskrümel zusammengekehrt, um noch irgendwie die Dividende zahlen zu können.
Und das ist dann ein sicheres Signal, dass es nicht mehr nachhaltig ist.
Und wir sehen das ja auch jetzt zum Beispiel wieder bei einer Diageo, die halt auch jetzt gesagt hat, ist aber toll, dass wir lange Jahre gezahlt haben.
Aber wir können diese Dividende mit dem, was jetzt an Cashflows aktuell da ist, nicht mehr stemmen, beziehungsweise wir haben andere Themen, wofür wir das Geld einsetzen können.
So, das sind diese Qualitätsfilter.
Richtig.
Und dann haben wir am Ende tatsächlich schon ein Ranking.
Dann haben wir ein Ranking, genau.
Und dann ranken wir, nachdem wir eigentlich sozusagen die qualitativ starken Dividendenzahler gefiltert haben, haben wir ein Ranking nach der Dividendenrendite.
Die Top 100 konzentriert ein Portfolio von Unternehmen, die sowohl eine hohe Dividendenrendite haben, mit einhergehend eventuell auch gewisse dann Bewertungs-, Qualitäts-Bewertungstilt und eben Qualitätsfilter davor.
Und noch zu guter Letzt keine Marktkapitalisierung, keine Dividendenrenditengewichtung, sondern die Gewichtung nach der absolut ausgezahlten Cash-Dividende, was dann auch wieder ein guter Mittelweg ist, eben nochmal zusätzlich nach diesen Filtern die hohe Dividendenrendite nicht zu stark.
Ja, also einerseits ist das Dividendvolumen, ja, ist natürlich klar, dass bei einer Exxon dieses Volumen jetzt größer ist als bei einer, was weiß ich, Novo Novonordisk, ja, weil Unternehmen ist absolut größer und die entsprechende Dividenden-Rendite ist auch noch ein Schnapshöher.
Aber macht natürlich Sinn, so ein Mittelweg zu finden, weil ihr braucht natürlich eine gewisse Skalierbarkeit.
Ja, also jetzt alles nur mit Small Caps aufzufüllen, funktioniert nicht, weil irgendwann ist das Produkt dann einfach zu groß.
Ihr habt ja, glaube ich, 6 Milliarden Euro jetzt in diesem Produkt stecken.
Das kannst du ja nicht machen, wenn du nur Smallcaps drin hast.
Es sind auch ein paar, also Mid-Caps sind schon drin, aber es sind insgesamt große Werte.
Und es ist ja spannend, es sind nur 100 Aktien.
Also es gibt ein paar kleinere Dividendenansätze, die aber dann auch nicht diesen Qualitätsfilter haben.
Und es gibt ja viele Produkte, die deutlich größer sind, die 900 Werte haben, die vielleicht 50 Prozent der Kapitalisierung abdecken wollen durch Dividendenwerte, die dann deutlich über 1000, 1500 Werte kommen.
Es ist ja schon bei euch ein ziemlich stark konzentriertes Portfolio.
Stark konzentriert ist trotzdem natürlich über unterschiedlichste Industrieländer diversifiziert, über unterschiedlichste Industrien diversifiziert, wobei ich da anmerken muss, tatsächlich ein relativ starker Teil der Performance kam tatsächlich jetzt in den letzten Jahren, auch von den Finanzindustrie, sowohl Banken als auch Versicherer.
Ja, ihr habt so ein Sektor Cap drin, also keine Branche mehr als 40 Prozent, aber der Finanzsektor, Banken und Versicherungen, muss man ja sagen, hat diese 40 Prozent dann auch in aller Regel ausgereizt in den letzten Jahren.
War immer mal wieder daran, ja, das stimmt.
Ist jetzt aber tatsächlich auch aufgrund, und das ist ja dann das Schöne, dass wieder der Index mit der Entwicklung auf dem Aktienmarkt sich anpasst.
Mit der Auswahl nach Dividendenrendite, bei starker Performance, kann auch mal die Dividendenrendite sinken und sich das Portfolio dementsprechend neu alllockieren.
Und jetzt sind wir bei den Banken und Versicherern seit dem letzten Rebalance im Dezember bei knapp 30%.
Ja, um die 30 Prozent und dafür eine andere Branche, die in den ersten zwei Monaten des Jahres für mächtig vor Ore gesorgt hat, plötzlich mit einem Sechstel gewichtet, nämlich Energie, ja auch eine Exxon-Mobile.
Und das war ja in den ersten zwei Monaten schon ein deutlicher Aufschwung, der da drin war.
Nichtsdestotrotz weiterhin 30 Prozent Finanzen, das ist ordentlich, wenn man sagt, also es kann auch mal irgendwie so kreditmäßig bei Banken ein bisschen schwieriger werden, ist es natürlich auch eine Sektorwette, die da drin steckt.
Ja, man hat definitiv auch gewisse Konzentrationsrisiken.
Man hat auch bei einer Standardaktienmarktstrategie, auch das allgemeine Aktienmarktrisiko, das ist ganz wichtig.
Wir reden hier nicht über eine Multi-Asset oder Fixed Income-Strategie.
Es ist immer noch ein stark Dividendenorientierter, also stark natürlich Cashflow-orientierte Aktienstrategie.
Und vergangene Performance ist kein starker Indikator oder nicht der einzige Indikator für zukünftige Performance.
Das ist immer auch nochmal wichtig für Investoren zu beachten.
Ja, jedenfalls wichtig für Investoren auch, das, was du uns hier gerade erzählt hast, zu den einzelnen Indexkonzepten.
Das kann man auch nachlesen bei euch.
Viele Emittenten sind ja mit Informationen zu den Indexkonzepten immer eher zurückhaltend.
Bei euch stehen tatsächlich, wenn man lang genug runterscrollt im Internet auf den Websites, Bullet Points, wo auch nochmal diese Mechanismen zu den Indexkonzepten zumindest rudimentär erklärt werden, bevor man dann abtaucht in die Methodologie, in die Factsheets, in die Guidelines der Indexanbieter.
Da hat man wirklich schon mal einen ersten Eindruck.
Was extrem wichtig ist, wie wir gesehen haben, weil gerade bei den Dividendenprodukten, da kommen jetzt ja wieder mehr, weil es ist plötzlich wieder interessant, Dividende zu zahlen als Unternehmen, Dividende zu bekommen als Anlegerin, als Anleger.
Und da macht es natürlich schon Sinn, die Konzepte auch miteinander zu vergleichen.
Nee, definitiv.
Und da ist es wichtig, besonders viele Index-Guidelines sind sehr komplex geschrieben, sehr technisch geschrieben.
Jeder Indexanbieter hat dann einen unterschiedlichen Ansatz.
Und naja, für uns ist es wichtig, da relativ transparent kurz zusammengefasst, die wichtigsten Punkte auf der Website zu haben, um dann eben auch einen objektiven Vergleich zu ermöglichen, der definitiv sehr wichtig ist.
Ja, und wenn diese Transparenz nicht ausreicht, dann kannst du sicher sein, sowohl du, Moritz, als auch du vor dem Endgerät, dass wir dann hier entsprechend nachfassen werden bei Asset Class, so wie wir das heute getan haben.
Ich bin gespannt gerade, wie sich dieses Thema Quantum Computing entwickelt.
Wir haben einfach mal ja so die verschiedenen Möglichkeiten, Themen zu interpretieren durchgegangen.
Was du draus machst, wird mich natürlich interessieren.
Bist du generell jemand, der in Themen ETFs investiert oder sagst du, nee, es ist doch alles drin im Welt ETF.
Was brauche ich denn Satelliten, wenn ich doch einen starken Kern habe?
Schreib's mir gerne in die Kommentare oder per E-Mail an Podcast at Scalable.capital oder in den sozialen Netzwerken an Scalable.capital oder mich direkt at CW Röhl.
Das war's für heute.
Moritz, vielen Dank für die Einblicke in die Küche der Themen ETFs und Themen Indizes.
Vielen Dank an dich, dass du zugeschaut und zugehört hast.
Nächste Woche sehen und hören wir uns wieder für heute.
Tschüss aus Berlin.
