# Market Volatility, Space Stocks, and Healthcare Gains

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-04-07

## Transcript

Das ist alles auf Aktien.
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Kapitalanlagen bergen Risiken.
Alle Infos findet ihr wie immer nochmal in den Shownotes.
Und jetzt viel Spaß mit der Folge.
Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über den schwächsten Handelstag des Jahres, Space Fantasy bei Virgin Galactic und ein unverhofftes Geschenk für amerikanische Gesundheitsdienstleister.
Im Thema des Tages geht's um den ultimativen Taco Tuesday.
Und in der Triple AED, da machen wir aus Angst Rendite.
Alles auf Aktien.
Der tägliche Börsenshot.
Wir begrüßen euch Philipp Vetter.
Und Holger Czepitz aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
Blick auf die Märkte.
Heute ist Dienstag, der 7.
April, und wir wünschen euch einen energetischen Start in die nach österlichen Börsenwoche.
Die Wall Street, wo ja bereits am Montag gehandelt wurde, die erlebte einen Börsentag, ich würde mal eher sagen, im Energiesparmodus.
Zwar legten die Indizes leicht zu.
DSP 500 gewann 0,4%, der NASA gedrund 0,6%.
Allerdings gab es die niedrigste Handelsaktivität des Jahres.
Lediglich 14,8 Milliarden Aktien wechselten den Besitzer deutlich unter dem Schnitt.
Und das war jetzt kein Angriff von Bullen, den man da erlebt hat bei 0,4% plus.
Das war eher so ein, na, ich würde mal sagen, vorsichtiges Herantasten.
Und der Grund dafür, der liegt weniger in den Bilanzen als in der Geopolitik.
Mal wieder muss man sagen.
Die Märkte warten auf das mögliche Ende des Konflikts im Nahen Osten.
Alles blickt auf die Iran-Deadline.
Die Hoffnung, eine Deeskalation, ein offener Ölmarkt, weniger Inflationsdruck.
Das wäre so das Positivszenario.
Die schlechte Nachricht, solange das nicht geklärt ist, bleibt jeder Trade halbherzig.
Aber dazu dann auch gleich nochmal mehr im Thema des Tages.
Nur so viel Öl verteuert sich am Montag leicht.
WTI kostet 112 Dollar, brennt 110.
Der Angst Index Wix, der legte 1,3 Prozent zu.
Auch dazu dann gleich noch mehr in der AAA ID.
Und in einem insgesamt lustlosen Gesamtmarkt, da funktionierten wieder sehr spezifische Themen.
Mergers and Acquisitions beispielsweise oder Short Squeezes oder Space Fantasy, sogar meme-nahe Trades, liefen wieder besser als der breite Markt.
Und einer dieser Meme und Space Fantasie-Trades war Virgin Galactic.
Die Aktie hob um 25% ab.
Denn es soll ab Jahresende wieder neue Weltraumflüge geben.
Und zwar für nicht weniger als 750.000 Dollar.
Bisher haben die Tickets ja lediglich 600.000 gekostet, also es wäre deutlich mehr.
Und die Nachfrage, die soll sehr hoch sein.
50 neue Kunden gesellen sich zu den 650 bereits bestehenden Astronauten.
So nennt Virgin Galactic die Warteliste des Unternehmens.
Und der letzte Weltraumflug des Unternehmens, das ist schon etwas her, der fand im Jahr 2024 statt.
750.000 statt 600.000 klingt nach hohen Preisen an der Tankstelle.
Würdest du mitmachen?
Nee, auf gar keinen Fall.
Also schon gar nicht mit so einem Pseudo-Raumschiff.
Wenn dann dann schon richtig.
Aber ihr seht, auch hier gibt es die Space Fantasie für Virgin.
Und vielleicht bald ja dann auch wieder Umsatz.
Das neue Raumschiff, das soll fast fertig sein.
Die Tests, die starten jetzt, heißt große Fantasie, aber auch doch großes Risiko.
Anleger kaufen hier Hoffnung auf die nächste Umlaufbahn.
Noch fliegt aber vor allem die Story zur Erinnerung.
Die Virgin Galactic-Aktie, die schloss 2021 auf einem Allzeithoch von 1188 Dollar.
Ja, wenige Monate bevor Branson sich für den weltweit ersten Weltraumtourismusflug anschnallte.
Und seitdem ist der Kurs mal um 99,8 Prozent gefallen.
Gerade mal, sehr schön.
Das ist ein Euphemismus.
Und es gab noch weitere Aktionengewinner im Space-Bereich.
Sidos Space, die hostierten 18,8%.
Und das Unternehmen, das baut Kleinsatelliten und Weltraumdaten, Dienstleistungen für Erdbeobachtung und kommerzielle Datendienste.
Dann gab es noch Telesat, die gewann 7,7 Prozent.
Das ist ein kanadischer Satellitenbetreiber, der ein neues Leo-Satellitennetzwerk namens Slidespeak aufbau.
Das ist so eine Art Konkurrenz zu Starlink.
Und Momentus, die gewann 7%.
Und Momentos, die bieten Transportdienste im Weltraum an, so quasi die letzte Meile für Satelliten.
Die bringen dann die Nutzlasten von der Trägerrakete ins genaue Zielorbit.
MDA Space gewann auch 6,8%.
Der kanadische Raumfahrttechnologiekonzern, der baut Roboterarme für die ISS.
Das ist der berühmte Canadarm.
Also Canada Arm oder wie auch immer man das jetzt wieder genau ausspricht.
Satelliten und Erdbeobachtungssysteme.
Space Communication legten 6,5 Prozent zu.
Der israelische Satellitenbetreiber, der betreibt den Amos-Satelliten über Europa und dem Nahen Osten für TV und Datendienste.
Und Firefly Aerospace, die zogen 5,8% an.
Das Unternehmen baut kleine Trägerraketen für kommerzielle Satellitenstarts, direkter Konkurrenz zu Rocket Lab.
Und apropos Merge and Acquisition, Solino Therapeutics, die gewann 32,3 Prozent.
Neurocrime Biosciences hat dem Kauf von Soleno für 2,9 Milliarden Dollar zugestimmt.
Das ist ein Entwickler von Behandlungen für seltene Krankheiten.
Und die Aktien von Neurocrine, die erhöhen sich um 0,7 Prozent.
Paramount Skydance haben wir viel darüber berichtet in den letzten Wochen und Monaten, hat verbindliche Eigenkapitalzusagen in Höhe von fast 24 Milliarden US-Dollar von drei Staatsfonds unter Führung von Saudi-Arabien erhalten, um eben die Übernahme von Warner Brothers Discovery zu stützen.
Dies berichten mit der Angelegenheit vertraute Personen.
CNN, also dann künftig nicht nur unter dem Einfluss der Allisons, sondern auch der Saudis.
Die Paramount-Titel kletterten um 3,5 Prozent.
Dass die noch Geld für sowas haben, wo sie doch jetzt in ihrem eigenen Region wahrscheinlich viel Geld brauchen.
Aber gut.
Dann haben noch die Aktien des Finanzdienstleistes Invesco 5,2% verloren.
Und Grund ist, BlackRock will einen eigenen iShares Nasdaq 100 ETF mit dem Ticker IQQ auflegen und damit in den Markt vordrägen, der in den USA bisher praktisch von Invesco dominiert wird.
Und bisher profitiert Investgo fast exklusiv von dieser Lizenz, mit nämlich dem NASDAQ 100, jemand den QQQ, der ist 374 Milliarden Dollar schwer und den QQQM, der ist 70 Milliarden Dollar schwer.
Und BlackRock hat zwar schon vier NASDAC 100 ETFs, allerdings alle außerhalb der USA, es gibt auch einen in Deutschland beispielsweise, aber der IQQ, das wäre der erste direkte Angriff auf Invesco im Kernrevier Amerika.
Nachbörslich legten dann gestern noch die Aktien von Gesundheitsdienstleistern zu.
United Health gewann 9%, Humana sogar 12, CVS Health 7,5 und Oscar Health immerhin noch 3%.
Clover Health 4% im Plus.
Der Grund kam aus Washington, genauer gesagt von CMS, also der US-Gesundheitsbehörde.
Die hat die finalen Medicare-Raten für 2027 veröffentlicht.
Das ist ja da sozusagen so eine Art Mini-Krankenkasse, muss man sagen.
Und die fielen deutlich besser aus als gedacht.
Im Januar stand in der vorläufigen Version gerade mal ein Plus von 0,09% im Raum.
Das wären nur 700 Millionen Dollar mehr an Zahlungen gewesen.
Jetzt aber die Überraschung, final sind es plus 2,48% geworden.
Das entspricht mehr als 13 Milliarden Dollar an zusätzlichen Zahlungen, wenn man Effekte wie Bevölkerungsveränderungen und Coding Practices, also die Abrechnungssystematik und Risikobewertung im Medicare Advantage Geschäft mit einrechnet.
Dann liegt der effektive Anstieg sogar bei plus 4,98%.
Boah, da gibt es mehr.
Bei uns soll gespart werden.
Bei denen wird draufgesattelt.
Dann komme ich noch zu einer weiteren Aktie, die nachbüchlich stark gewann, nämlich Broadcom, der Chips-Spezialist, der gewann 3%.
Und Grund war ein langfristiger Deal mit Google zur Entwicklung von TPUs.
Das sind ja so Chips, die bei KI eingesetzt werden.
So, dann mache ich noch schnell die Termine diese Woche.
Da gibt es nicht so viel von der Makro-Seite.
Und von dem Unternehmen gibt es gleich heute los mit Levi Strauß und später in der Woche Constellation Brands und Delta Airlines.
Heute ist mal wieder Taco Tuesday.
Man könnte sogar sagen, es wird der bislang ultimative Taco-Dienstag.
Ihr wisst natürlich längst, dass es dabei nicht um mexikanisches Fast Food geht, sondern um die Frage, kneift Trump.
In wenigen Stunden läuft nämlich mal wieder ein Ultimatum des amerikanischen President aus.
Bis 20 Uhr an der US-Ostküste hat Trump dem iranische Regime gegeben, um zu kapitulieren und die Straße von Homus wieder frei zu geben.
Sonst will er das Land, ich zitiere mal zurück in die Steinzeitbomben und dabei gezielt auch Brücken und Kraftwerke ins Visier nehmen.
Open the fucking straight, you crazy bastards or you will be living in hell.
So droht er per Truth Social.
We übersetzt das jetzt mal besser nicht.
Ja, wobei wir zumindest noch mal kurz einordnen sollten.
Das womit Trump da droht, ist nach Einschätzung der allermeisten Experten ein Kriegsverbrechen.
Denn Angriffe auf zivile Infrastruktur sind aus gutem Grund auch im Krieg laut Genfer Abkommen verboten.
Und Kraftwerke für die Stromversorgung der Zivilbevölkerung, das sind eben genau solche illegitimen Ziele.
Und jedenfalls legte Trump gestern Abend dann nochmal nach in der Pressekonferenz, die mal wieder besonders wild war.
Innerhalb von vier Stunden könnten die USA den Iran weitgehend zerstören, behauptete Trump.
Und um mögliche Kriegsverbrechen mache er sich überhaupt keine Gedanken.
Außerdem warf er nicht nur der NATO, sondern auch Südkorea, Japan und Australien vor, ihnen seinen militärischen Abenteuer im Iran allein gelassen zu haben.
Und dann ging es auch noch um Grönland, wo die Europäer ihm jetzt schon mal vor den Kopf gestoßen hätten.
Er wolle Grönland jedenfalls immer noch.
Immer wenn der Begriff Grönland fällt, weiß man ja inzwischen, dass es gar nicht gut für Trump läuft.
Stichwort Epstein Files.
Jedenfalls läuft das Ultimatum an den Iran um 2 Uhr am Mittwochmorcher Zeit up.
Bislang macht der Iran keine Anstalten, die Forderungen von Trump zu erfüllen.
And deshalb kommt es in wenigen Stunden eben mal wieder zum Schwur.
Heißt mal wieder Trump always chickens out.
Verlängert er das Ultimatum oder lässt er es einfach so verstreichen.
Dann wäre der Bluff aufgeflogen oder gibt es tatsächlich die Eskalation.
Unser Kollege Stefan Beutelsbacher, der hat sich die Taco-Geschichte mal genauer angeschaut.
Tatsächlich gibt es das Muster, nämlich seit ziemlich genau einem Jahr, Anfang April 2025, hatte Trump mit seinen Zöllen am sogenannten Liberation Day die Märkte abstürzen lassen.
Doch spätestens als die Verwerfung auch den Anleihenmarkt erreichten, da machte er eben zum ersten Mal einen solchen deutlichen Rückzieher.
Insgesamt vier solcher Taco-Tage lassen sich seither finden, an denen man viel Geld verdienen konnte, wenn man denn zum richtigen Moment auf einen Rückzieher Trumps gesetzt hat.
Dazu gab es noch viele kleinere Taco-Momente.
Und das wird in seinem Umfeld offenbar auch zur persönlichen Bereicherung genutzt.
Gleich mehrere Fälle gab es, in den kurz vor entscheidenden Rückzieher von Trump ungewöhnlich hohe Handelsvolumina darauf hindeuten, dass Insider ihr Wissen möglicherweise zu Geld gemacht haben.
Das Problem ist nur, laut Stefan gibt es auch bei Taco einen Abstumpfungseffekt.
Inzwischen sind die Ausschläge der Märkte gar nicht mehr so groß.
Entsprechend funktionieren auch die Tacotrades nicht mehr in dem Umfang wie noch vor einem Jahr.
Und dann sind Kriege nun mal auch nicht so berechenbar und beherrschbar, wie Trump sich das vielleicht wünschen würde.
Und ja, sie lassen sich einfach nicht so per Executive Order einfach mal eben entscheiden.
Man muss einfach sagen, dass auch Trump beim Iran-Krieg offensichtlich an seine Grenzen stößt.
Zölle kann er einfach per Truth Social verkünden und zurücknehmen und damit die Märkte treiben.
Aber die Straße von Hormuz, die hat der Iran unter Kontrolle und kann damit erheblichen Druck auf die Welt und auch auf Trump ausüben.
Denn das Ausmaß der Folgen dieser Blockade der Meerenge, durch die rund 20 Prozent des globalen Ölanangebots transportiert wird, ist noch gar nicht richtig sichtbar.
Zumindest bei uns in Europa und in den USA noch nicht.
Klar, die Preise an den Tankstellen, die sind schon jetzt hoch, aber das könnte nur der Anfang sein, berichtet unser Kollege und Energieexperte Daniel Wetzel.
Denn noch kommen fast überall auf der Welt Tanke an, die noch vor der Blockade der Straße von Hormuz losgefahren sind.
Aber das hört jetzt auf.
Laut JP Morgan erwartet man den letzten Tanker aus der Region am 10.
April in Europa.
Also diese Woche.
Und dann kommt es eben nicht nur darauf an, ob und zu welchen Preisen man an Röhle aus anderen Regionen kommt, sondern auch, ob die Produkte, die daraus hergestellt werden, verfügbar sind.
Als erstes wird man das wohl schon sehr bald am Kerosin für den Luftverkehr merken.
Heißt der Airlines streichen schon Verbindungen, insbesondere nach Asien.
Und auch Diesel könnte durchaus knapp werden, weil auch der in deutschen Raffinerien hergestellte Diesel derzeit noch zu hohen Preisen nach Asien exportiert wird.
Da scheint der Höhepunkt an den Tankstellen noch nicht erreicht zu sein.
Die Krise schwappt wie eine Welle in Zeitlupe von Asien aus westwärts.
Entsprechend wichtig ist es, ob Trump mit seinen Drohgebärten doch noch etwas erreicht oder es vielleicht sogar eine weitere Eskalation gibt, die die Lage auf den Energiemärkten weiter verschlechtert.
Ihr merkt, das wird der ultimative Tacudienstag.
Die Triple A ID des Tages.
Die Börse fährt gerade Achterbahn.
Kurse springen, Stimmungen kippen, Anleger werden nervös und jetzt kommt die entscheidende Frage.
Muss man unter dieser Volatilität nur leiden oder kann man daraus vielleicht sogar Rendite machen?
Und die Antworten darauf wollen wir heute in der Triple EDD geben.
Tatsächlich gibt es in diesen Börsenchaos ein Produkt, das plötzlich wieder ziemlich sexy wirkt, nämlich Discount-Zertifikate.
Und die DA hinter, die ist verblüffend einfach.
Ihr kauft eine Aktie nicht direkt, sondern mit Rabatt über ein Zertifikat.
Und dafür verzichtet ihr auf einen Teil der Gewinne nach oben, weil bei einem bestimmten Kurs Schluss ist, dem sogenannten Cap.
Im Gegenzug bekommt ihr aber einen Puffer nach unten.
Und je höher die Volatilität, desto interessanter werden diese Konstruktionen.
Heißt also, die Angst an der Börse ist nicht nur ein Problem, sie ist auch Rohstoff oder besser.
Treibstoff für Discounter.
Und für konkrete Ideen haben wir den Zertifikate Zampano angemost.
Ihr wisst ja, Tobias Kramer, Experte des Branchen, dieses Zertifikateberater und Kopf hinter echt Geld TV.
Und er hat konkrete Ideen zusammengestellt, in die er zum Teil auch selbst investiert ist.
Sein Ansatz ist spannend, weil er fast jeden Wert in zwei Denkschulen aufteilt.
In die Skeptiker-Strategie und in die Vermieterstrategie.
Ja, erstmal die Skeptiker-Strategie, die ist für Anleger, die sagen, ich traue dem Markt noch nicht, die Kurse könnten weiter fallen.
Deshalb liegt der Cap ungefähr 20% unter dem aktuellen Kurs.
Und das Geniale ist, selbst wenn die Aktie bis dahin fällt, ist noch ein Gewinn drin.
Der Puffer ist also das Produkt.
Und die Vermieterstrategie richtet sich an jene Anleger, die weder an die Mega Rallye noch an den großen Crash glauben.
Der Cap liegt rund 20 Prozent über dem aktuellen Kurs.
Und dafür kassiert er eine Prämie, selbst wenn die Aktie einfach nur seitwärts läuft.
Wie ein Vermieter, der Mieter einnimmt, egal ob der Immobilienmarkt gerade euphorisch ist oder eben nicht.
Starten wir mit der ersten Idee.
Microsoft.
Die Aktie notiert aktuell bei 372 Dollar.
Kramer sagt, so günstig war dieser Top-Blue Chip lange nicht mehr.
Er verweist auf ein vergleichsweise niedriges Bewertungsniveau und auf ein starkes Gewinnwachstum.
Und da kommen jetzt wieder zwei Wege ins Spiel.
Für Skeptiker gibt es eben das Discount-Zertifikat mit Cap bei 290 Dollar, also 21% unter dem aktuellen Kurs von Morgan Stanley mit Laufzeit bis zum 18.
September.
Und selbst wenn Microsoft weitere 21% fällt, sind noch 4,1% Maximalertrag drin.
Und wenn man das jetzt annualisiert, also aufs Jahr hochrechnet, das geht ja nur bis 18.
September, dann entspricht das 8,5% pro Jahr.
Gar nicht mal so wenig.
Und für die Vermieterfraktion gibt es die Version mit Cap bei 440 Dollar.
Da winken dann rund 20% Maximalertrag.
Wenn Microsoft bis an den Cap läuft, macht das Jahr hochgerechnet 40%.
Und wenn die Aktie einfach nur auf dem aktuellen Niveau bleibt, gibt es immer noch 3,1% Seitwärtsertrag.
Ein wichtiger Punkt ist aber der Dollar, weil Microsoft im US-Währung notiert, es spielt der Wechselkurs mit hinein.
Ein starker Dollar hilft, ein schwacher kostet Rendite.
Und der zweite Tech-Wert ist Alphabet.
AlphaBed ist zwar nicht so günstig wie Microsoft, aber dafür volatiler und ihr wisst ja, Volatilität macht die Discount-Strategie noch attraktiver.
Und für Skeptiker nennt er ein Papier mit Cap bei 220 Dollar von BNP Paribar.
Und selbst wenn die Aktie noch einmal um 20% fällt, dann sollen 4% Ertrag bzw.
8,3 Prozent pro per Annum drin sein.
Für Optimisten gibt es die Vermietervariante mit Cap bei 350 Dollar von Morgan Stanley.
Wenn Alphabet bis dorthin läuft, liegt der Maximalertrag bei 22,7%.
Wenn die Aktie einfach nur seitwärts läuft, gibt es immerhin noch 3,8%.
Die Botschaft dahinter ist fast schon philosophisch.
Es braucht gar keinen neuen Tech-Boom.
Es reicht, wenn sich die Lage beruhigt.
Kommen wir nach Deutschland und zu einem der High Flyer, nämlich zu Rheinmetall.
Wahrscheinlich das heißeste Thema unter den deutschen Einzelwerten.
Rüstung ist laut Kramer eines der populärsten Investmentthemen dieser Jahre.
Gleichzeitig sagt aber Kramer ganz deutlich, die Bewertung ist ambitioniert.
Also muss man nach einer Konstruktion suchen, die einen mitfahren lässt, ohne voll dem Hype einem auszuliefern.
Das klingt eigentlich nach dem perfekten Anwendungsfall für Discount-Zertifikate.
Für Skeptiker nennt Kramer ein Zertifikat mit Cap bei 1250 Euro von Fontobell.
Selbst bei einem Rückgang um rund 20% wären noch 6% Ertrag bzw.
12,5% per Annum drin.
Und das ist für so ein heiß gelaufenes Papier schon ganz bemerkenswert.
Und für die Vermieterstrategie gibt es die Variante mit CAP bei 1900 Euro von der DZ-Bank.
Und hier liegt der Maximalertrag bei 28,6% und annualsiert sogar fast 60%, wenn denn die Aktie den CAP erreicht.
Und wenn sie einfach nur seitwärts läuft, bleiben immerhin noch 6,3% bzw.
13,1% per Annum.
Zum Schluss noch ein Name, der nach allem klingt, nur nicht nach Aufregung.
BHSF.
Ein bekannter liquider Standardwert mit rund 5% Dividendenrendite.
Genau solche Aktien eignen sich oft erstaunlich gut für Discount-Zertifikate, weil hier nicht die Fantasie der Verzehnfachung zählt, sondern die Kunst Schwankungen in Cashflow zu verwandeln.
Und die Skeptiker-Variante, die hatten einen CAP bei 40 Euro von der UBS und selbst bei einem 20%-Rückgang sind 4,6% Ertrag bzw.
9,6% per Annum drin.
Und die Vermieterversion, die läuft über den Schein von Fontobel mit CAP bei 60 Euro.
Und hier wären dann 25,4% Maximalertrag möglich, wenn den BSF bis zum CAP steigt.
Und seitwärts wären es dann immer noch 6,3 bzw.
annualisiert 13%.
Ja, gerade bei so einem reifen Standardwert zeigt sich, wie elegant Discount-Zertifikate funktionieren können.
Was lernen Anleger daraus?
Discounter-Zertifikate sind keine Wunderwaffe und schon ja gar nichts für Anfänger und Börsenneulinge.
Wer einfach sein Geld für die Rente investieren will, der ist bei Sparplan und ETF richtig.
Zertifikate sind für Fortgeschrittene und Zocker, aber sie sind ein ziemlich kluges Instrument für Märkte, die unruhig, richtungslos und nervös sind.
Also genau für jene Welt, in der Anleger nicht mehr blind an die nächsten 20%-Release glauben, aber trotzdem Rendite wollen.
Das war alles auf Aktien.
Wir freuen uns immer über euer Feedback.
Deshalb schickt uns eine Mail an triple at Welt.de, also aAA at welt.de oder ihr hinterlasst uns eine Bewertung bei eurem Podcastplayer oder auf Instagram.
Oliver hat uns gemailt und ist ganz begeistert.
Ich zitiere mal eben aus seiner Mail: Hammer-Doppelfolge zu Ostern, was ihr die Papas, The GOAT of AAA, schreibt er sehr analytisch, zum Teil etwas deep, aber immer differenziert und brillant, kurzweilig und lehrreich einfach mega.
Das geben wir natürlich gerne so weiter.
Und dann haben Michael und Andreas natürlich direkt an uns gedacht und uns geschrieben, als sie im Livestream der NASA aus dem Orion-Raumschiff der Artemis 2 Mission eine fast unglaubliche Szene gesehen haben.
Ich gebe zu, ich habe es erstmal nicht geglaubt, sondern an KI gedacht, aber da schwebt knapp vier Minuten vor dem Entfernungsrekord der Astronauten auf ihrem Weg rund um den Not tatsächlich ein Glas Nutella durchs Bild.
Und auf ihre Nosnurger-Cremes wollen die vier Astronauten natürlich auch an dem Punkt nicht verzichten, an dem sie so weit vor der Erde entfernt waren, wie nie zuvor ein Mensch vor ihnen.
Also wirklich unbezahlbare PR für Ferrero.
Ja, das hätten die sich nicht besser ausdenken können.
Bei solchen Achtung, Content-Lecker-Bissen, müsst ihr euch heute natürlich ganz schön reinhängen bei Daphne und Chapels, lieber Holger, um da überhaupt mithalten zu können.
Wahnsinnsüberleitung, oder?
Aber das schafft ihr natürlich mal wieder problemlos.
Du hast mir schon verraten, dass diesmal über die Steuerpläne der verschiedenen Parteien gestritten wird.
Da können NASA und Nutella natürlich einpacken.
Wenn ihr das und unsere nächste Folge nicht verpassen wollt, dann heißt es wie immer: abonniert uns und Daphne <unk> Chapitz und sprecht über uns und empfehle uns euren Freunden.
Und hören uns morgen wieder ab 5 Uhr bei Welt und überall, wo es Podcasts gibt.
