# Gulf Supply Shocks, Tech Leverage, and German Policy Shifts

**Podcast:** Mikroökonomen a.k.a. Mikrooekonomen
**Published:** 2026-04-02

## Transcript

Mikroökonomen, der Podcast über Wirtschaft.
Wir blicken hinter die Kulissen.
Analysen, Berichte und Debatten aus der Welt der Politik und der Märkte.
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Heute ist Montag, der 30.
März 2026.
Willkommen zur 345.
Folge der Mikroökonominnen.
Hallo Hanna.
Hallo Marco.
Hanna hat heute ihr Lieblingsthema ausgekramt.
Lars Klingbein.
Du meinst den Zustand der SPD im Allgemeinen und im Gesundheit.
Hab ich eben gefragt, wie das Thema heißt, und hast du gesagt, Lars Klingenbein.
Das stimmt.
Er gibt sich jetzt dynamisch.
Ja, wenn man das so sagt, wie ich das sagt, klingt's komisch.
Der Iran und der Markt ist unser zweites Thema und mehr Themen haben wir denn heute auch nicht.
Danach sind wir fertig und bedient.
Ich habe aber vorher noch ein paar kleine Hinweise.
Bei der Foreign Times liegt der Alexander Clarksen im Allgemeinen zum Iran und Jörg Laue, im Allgemeinen zu Deutschland und dem Westen und unserer Behäbigkeit daliegend.
Ich bin weiterhin noch dabei, den Newsletter bei dem Auslandsbericht.de auszuformulieren.
Das ist irgendwie hängen geblieben, weil ich einen Podcast nach dem anderen schneiden musste.
Jetzt hatte ich dafür aber auch unser letzte Aufnahme innerhalb von, ich glaube, einem Tag geschnitten.
Also das war schon ganz gut.
Aber dann bleibt dann halt sowas wiederum liegen.
Also man kann mich dann auch nicht ganz zerreißen.
Aber ich glaube besserem, beziehungsweise ich bin dran.
Dann aber einen kleinen Anand dazu geschoben, weil die ZTF hat so eine Doku rausgebracht, die Diplomaten.
Und die fand ich so ganz gut im Sinne von, da kriegt man ein Gefühl für die Sache.
Das könnt ihr jedenfalls da lesen, weil das ist nämlich mal frei.
Ansonsten www.mikroökonomen.de, da findet ihr den Wirtschaftspodcast, den ihr gerade hört, samt seiner Premium-Aboos, www.foreintimes.de, da den außenpolitischen Podcast und auslandsbericht.de, da ist unser Newsletter.
Und auf Steady werden einmal die Podcasts vereint und einmal alles, heißt Podcast plus Newsletter.
Findet ihr dann dort im Abo.
Wobei letzteres, glaube ich, mehr so ein Liebhaber-Geschichte ist.
Und dann haben wir noch micronews.de, unseren leidlich vernachlässigten Newsletter.
Und die Hannah wird mich gleich daran erinnern, dass ich ihr immer noch sagen muss, wann ich in Deutschland bin, um das Hörertreffen zu planen, dass wir ja dann auch noch dieses Jahr machen wollen.
Ich hoffe im Sommer.
Ja, ich glaube, es wird auch im Sommer hinauslaufen, ja.
Weil dann kommst du ja wieder mit den Ferien und so weiter.
Ist ja eigentlich immer alles scheiße, ne?
Egal, wann das machst.
Jedenfalls, all das wird möglich durch euch durch eure Premium-Abos, durch eure Spenden-Daueraufträge, das Verteilen in den sozialen Netzwerken und den allgemeinen Zuspruch, die Fragen im Reddit und die sonderbaren Diskussionen, die ihr da manchmal führt.
Jetzt eine Riesendiskussion gerade da drin über was war das Thema.
Du hast es mehr gelesen als ich.
Mit Versicherung von Ehepartner.
Ja.
Sag ich gleich was nicht.
Nicht jeder ist da scheinbar sonderlich frauenfreundlich.
Jungs.
Da müssen wir auch mal drüber reden.
Ich glaube auch, es waren nur Hörer, ehrlich gesagt.
Ja, natürlich.
Ist ja auch Reddit.
Oh Mann.
Jedenfalls dafür vielen Dank für diese Unterstützung.
Und ihr könnten uns per E-Mail erklären, mh at mikroökonom.de.
Ich brauche manchmal zum Antworten, aber ich antworte eigentlich immer.
Mindestens einmal.
Und wir haben Reddit, habe ich gerade erwähnt, und Mastodon, jeweils Mikroökonomen.
Da findet ihr uns.
Hanna, wir reden heute nicht über.
Zur Abwechslung reden wir gar nicht über Friedrich Merz, glaube ich.
Es war denn du heißt vor, was dazu zu sagen.
Also Friedrich Merz hat ja die Fähigkeit, dass man eigentlich nie über ihn reden möchte.
Das ist ja auch Befähigung.
Ich fürchte, auch unsere europäische Nachbarn haben keine Lust, über ihn zu reden.
Zumindest nicht in Spanien, ne?
Was haben wir noch?
Der Wahl.
Wir reden auch nicht über den Wahl.
Ich habe da gar nichts mitgekriegt.
Nicht die Wahl, sondern der Wal.
Also der Tisch.
Der arme Wal, ein Buckelwahl ist es, wenn ich das richtig sehe.
Liegt auf Land.
Zuerst lag er vor dem Timmendorfer Strand, dann hat er sich befreien können.
Jetzt liegt er in der Wismarer Bucht und kommt da auch nicht recht weiter.
Das tut ihm vermutlich sehr weh und jetzt überlegt man, wie man ihn retten könnte.
Und man kann den Eindruck gewinnen, dass das unser Drängst das Problem ist.
Deshalb reden wir heute mal nicht darüber.
Ist das nicht ein Sinnbild für Deutschland, der Wahl?
Der gestrandet ist und nicht weiterkommt.
Kann schon sein.
Ja, ich bin ganz pragmatisch.
Ich habe keinen Bock, über Andreas Peichel zu reden, der irgendwie so einen Blödsinn erzählt, wie wäre er Unternehmer, würde er durchaus überlegen, ob er überhaupt noch in Deutschland Geschäft machen wollte.
Ich sag mal, Andreas, du bist ja eigentlich ein netter Kerl, aber du hast absolut gar keine Ahnung von Wirtschaft.
Aber Lass Kling, weil übrigens.
Nämlich nervt das wirklich.
Der Andreas, der soll einfach mal ins Ausland gehen und da ein Unternehmen aufbauen und das dann mal mit Deutschland vergleichen.
Und dann, Andreas, dann reden wir nochmal über so eine schwachsinnigen Aussage.
Deutschland hat so viele Sachen zu bieten und wir können das ja vielleicht mal ganz kurz nutzen von Mini-Rent.
Wir reden uns hier so scheiße, weil ein paar Sachen nicht laufen.
Guckt da mal in andere Länder, die eine scheißinfrastruktur haben, wo ständig irgendein Matzleid die Straßen weghaut, wo nicht nur irgendwelche Brüsselbrücken rumstehen, sondern wo die Wälder so abgeholzt werden, dass dann am Ende gar nichts mehr steht in der Gegend, inklusive Tausender toter Einwohner.
Da kann man sich dann auch mal Sachen angucken, wie Rechtssicherheit für Unternehmen, wenn sie mal irgendwo was aufbauen und dann jemand vorbeikommt und das kurz weg ist.
Ja, da könnte ich euch Geschichten über Deutsche im Ausland erzählen, was denen alles passiert.
Das ist alles wirklich dummes Zeugs, einfach so platt das rauszuhauen.
Das ist vielleicht super, um dann bei Markus Lanz zu sitzen, weil da ist ja die Grundvoraussetzung, dass man Blödsinn redet, wenn man da in die Sendung kommen will.
Aber es ist einfach nicht real.
Es ist noch nicht mal real, wenn man in die USA fährt und sich da umguckt, wie beschissen die Infrastruktur ist.
Selbst da stehen wir in Deutschland noch besser da.
Und das trotz Silicon Valley und Co.
Also im Grunde haben die ja auch nichts anderes als Silicon Valley und New York.
Also wenn man das mal realistisch betrachtet in anderen Ländern, also mal nicht Urlaub in Frankreich oder Italien machen und sich zusaufen mit dem Wein, sondern mal so ein bisschen raus in die Welt, dann stehen diese Aussagen einfach nicht.
Selbst in China ist das äußerst schwierig.
So, in dem Sinne sind wir jetzt auch fertig.
Wir reden nicht mit rüber, ja, mit und über.
In dem Fall.
Wird es denn etwas gesitteter ablaufen bei Lars Klingbeil, Hanna?
Also er hat jetzt nichts.
Keine Versprechung.
Genau.
Ich gebe mir Mühe zu wissen, wovon ich rede.
Ja, ich nicht, oder was?
Nein, aber Andreas Peichel ja nicht.
Ach so, ja, ja, gut.
Ich habe Anfang der Woche, glaube ich, als Lars Klingbeil und Bärbel Baas vor die Presse traten, nach den überhaupt nicht gut ausgegangenen Wahlen in Rheinland-Pfalz, gesagt, ich würde gerne über Lars Klingballs Vorstellung von Mitte sprechen und das hat sich jetzt so ein bisschen verselbstständigt, weil Lars Klingweil dann Mittwoch eine Grundsatzrede gehalten hat, die noch viel mehr enthält, über das man sprechen könnte, sodass das Thema über die Woche stark angewachsen ist, sagen wir mal.
Eigentlich ist die SPD ja gerade am Boden, nach aller Leute Meinung inklusive der SPD selbst, weil sie ja in Baden-Württemberg ist letztlich nur noch knapp in den Landtag geschafft hat und in Rheinland-Pfalz zwar deutlich zweistellige Beträge über 20 Prozent, aber eben nicht mehr den Ministerpräsidenten stellen wird.
Und Rheinland-Pfalz ist seit immer SPD-Land gewesen und wird dann jetzt wohl von der CDU regiert.
Anfang der Woche war die Kritik am Führungs-Duo deshalb deutlich spürbar.
Der SPD-Vorstand hat sich aber vehement hinter die Spitze aus Klingbeil und Bas gesteckt.
Wie macht man denn das, Hanna sich vehement hinter jemanden stellen?
Also, sie haben sehr deutlich gesagt, dass auf jeden Fall sie das keine Führung nicht in Frage stellen.
Ich habe einige Kommentare Anfang der Woche gelesen, in denen stand, dass es ja auch keine Alternative gibt und das mag vielleicht der wahre Kern sein.
Am Ende gibt es nicht so viele Menschen von Format in der Bundes-SPD derzeit, hat man den Eindruck, zumindest keine, die allgemeine Akzeptanz haben.
Das ist ja auch eine traurige Aussage, oder?
Ja, aber die SPD hat sich am Ende selbst kaputt gewirtschaftet oder Olaf Scholz, keine Ahnung.
Man muss sich ja klar machen, dass letztlich die, die da jetzt in der Bundesführung und auf den Ministerposten sind, sind Leute, die haben sich schon zum Teil unter Schröder oder jedenfalls in den Jahren der großen Koalition danach verdient gemacht.
Das sind jetzt keine frischen neuen Menschen.
Das ist vielleicht auch ein Teil des Problems, dass die SPD ein bisschen wie die großen Autokonzerne vielleicht sich nicht neu erfunden hat, nachdem Angela Merkel gewählt wurde, haben die Grünen ja ein neues Grundsatzprogramm verabschiedet, sich völlig neu aufgestellt, auch personell und so weiter.
Und die SPD hat am Ende einfach weitergemacht.
Und die Leute, die sich halt so durch die SPD-Reihen nach oben gekämpft haben, über die Jusos dann hin bis zum Bundesvorstand, die sind letztlich mit dem gleichen Programm und dem gleichen Personal weitergelaufen, waren dann ja auch an vielen der Regierungen beteiligt, muss man sagen und haben diese sich neu erfinden, Momente, die FDP hatte, die die Grünen hatte, die FDP, als sie aus dem Bundestag geflogen ist.
Diesen Moment des Neuerfindens hat die SPD verpasst, würde ich sagen.
Ja gut, wenn sie jetzt mal nicht regieren, könnten sie sich ja neu erfinden.
Also noch regieren sie ja in der Bundespolitik.
Sie regieren ja im Bund.
Also danach dann.
Das ist vielleicht auch ein Teil das gewesen, dass eben die Zeit, als sie sich hätten neu erfinden können, war, als es schwarz-gelb gab.
Und da hat man nur die Wunden geleckt.
Naja, jetzt aber hat dann Lars Klingbeil in der Pressekonferenz nach den Wahlen gesagt, ja, also die SPD muss sich jetzt, muss ihr Profil stärken, muss emotionaler rüberkommen und greifbarer, muss jetzt wieder als die Partei der Arbeiter verstanden werden.
Das war der ursprüngliche Grund, warum ich da gern drüber reden wollte, weil er hat gesagt, sie werden bisher als die Partei der Transferempfänger verstanden und haben nichts anzubieten für die hart arbeitende Bevölkerung für die Leute mit einem Einkommen von 3000 bis 4000 Euro.
Hat er das so spezifisch gesagt?
Ja.
Das ist ja doof.
Das ist die Mitte der Gesellschaft, für die die SPD ein Angebot machen möchte.
Das ist ja, das ist ja eine wirklich doofe Aussage allein schon, weil du ja alle, die da drunter auch noch drüber liegen, ausklammert.
Hat da wenigstens noch Brutto oder Netto gesagt?
Nein, hat er nicht.
Und ehrlich gesagt, wenn man netto anguckt, sind die Leute mit 3.000 bis 4000 Euro Einkommen schon eher im Dezielt 70 Prozent, 80 Prozent.
Das ist schwierig mit den Wählern, da Mehrheiten zu erleiden.
Das ist nicht die Mitte, würde ich sagen.
Jetzt kann natürlich sein, dass er brutto gemeint hat, aber das hat er halt nicht näher gesagt.
Er hat gesagt, 3000 bis 4000 Euro.
Und wenn wir jetzt mal von Haushaltsnettoeinkommen ausgehen, dann ist halt da ganz klar jenseits der Mitte und auch jenseits dessen, was man als Arbeiterschaft in irgendeiner Form definieren würde.
Und dann muss man mal überlegen, die klassische Arbeiterschaft, die die SPD adressiert hat, die ist ja ausgestorben oder jetzt auf jeden Fall schon weit jenseits der 70.
Und hier im Ruhgebiet merkt man das ja ganz klar, dass früher war man Mitglied in der SPD, so wie man im Skat-Club ist ungefähr.
Und man hat halt SPD gewählt und es gibt es aber nicht mehr.
Und ist ja ein netter Gedanke, dass sie jetzt wieder die Partei der Arbeiter werden sollen.
Aber man muss dann halt überleben, wie definiert man arbeitende Mitte, wie definiert man Arbeiter und an welcher Stelle möchte man halt auch nicht zu leicht den Boden auf der Seite der unteren, leicht unterhalb der Mitte an die AfD oder die Linke abgeben.
Also ist das überhaupt, also arbeitende Mitte und Arbeiter, das sind ja auch zwei völlig verschiedene Geschichten.
Ja, finde ich auch.
Aber da siehst du auch, wie der Rahmen der SPD sich verschoben hat.
Also die Worte zeigen ja relativ deutlich, dass da am Ende auch keine Vorstellung ist davon, was eigentlich so die Wähler-Klientel sein könnte.
Der Klingball hat sich nach der Bundestagswahl, hat er das schon mal rausgelassen, dass er glaube, dass die SPD die Bundestagswahl wegen dieser Hartz-IV-Debatte verloren hätte.
Also da ist er ja sehr konsequent hier, wenn man das so aus der Warte betrachtet.
Ich will jetzt nicht sagen, dass das eine richtige Sichtweise ist, aber zumindest ist er sich da treu geblieben.
Ich glaube auch nicht mal, dass er damit in der SPD auf eine breite Mehrheit stößt.
Im Bundesvorstand vielleicht.
Ein Bundesvorstand, ja, aber nicht in der Breite der SPD.
Und am Ende ist ja auch die Frage, ob dieses Draufdreschen auf Transferempfänger bei irgendwem, also das ist ja auch eine negative Botschaft.
Im Grunde dieses, wir müssen emotionaler und fokussierter sein, ist ja genau das Gegenteil von.
Wir wollen nicht als die Partei der Transferempfänger verstanden werden.
Plötzlich muss man doch sagen, wir nehmen die Leute mit, die für Demokratie und Solidarität, die sich eine solidarische Gemeinschaft wünschen und die bereit sind, dafür was zu tun.
Wie auch immer, das hat er gesagt Anfang der Woche, als ich gesagt habe, ich möchte gerne über die SPD reden.
Und dann war er eingeladen bei der Battlesmutz-Stiftung am Mittwoch, denke ich, letzte Woche.
Und da hat er dann eine staatsmännische Rede als Vizekanzler gehalten, wie er gesagt hat.
Also interessanterweise weder als SPD-Vorsitzender noch als Finanzminister, sondern als Vize-Kanzler.
Also jetzt kommen die ganz großen Worte, ja?
Ja, aber hat er jetzt dann für die Bundesregierung gesprochen, oder was?
Weil das wäre ja der Vize-Kanzler.
Nö, also diese Einladung bei der Battlesmann-Stiftung ist wohl alt gewesen.
Er hat das jetzt nur zum Anlass genommen, um mal seine Meinung zu zum Stand der Gesellschaft zu tun.
Und man kann natürlich auch fairerweise sagen, sag ich es doch, Friedrich Merz tut es nicht.
Ist auch eine gute Chance.
Der Friedrich Merz macht es doch, der sagt, der Ausländer schuld, also müssen wir den Ausländer regeln.
Ja, aber zu diesem ganzen Komplex, wo stehen wir jetzt hier in der derzeitigen Wirtschaftslage und was muss im Großen und dem Kleinen passieren.
Dazu sagt Katharina Reiche, wir müssen jetzt weniger Neubar ans Netz nehmen und die strategischen Ölreserven auflösen.
Da sagt Merz nichts dagegen, aber auch nichts dafür.
Und dann steht er zu manchen Themen auf und sagt Kleinigkeiten, aber ich habe den Kanzler bisher nicht vernommen zu unserer derzeitigen Lage und wo wir eigentlich hinwollen.
Der Sommer der Reformen ist jetzt wohl aufgerufen worden.
Es gab aber auch den heißen Herbst, wenn ich mich richtig erinnere.
Also ich bin auch nicht sicher, wie es mit dem Sommer der Reformen jetzt weitergeht.
Eigentlich wollte er früh ja der Reform machen, jetzt ist er schon wieder Sommer.
Ja, aber jedenfalls hat er gesagt, er ist da, er spricht da als Vizekanzler.
Und das ist auch eine sehr staatsmännische Rede.
Ich verlinke den Originaltext der Rede, denn die Rede ist nicht schlecht.
Sowohl davon, dass er wirklich einmal in der Breite alles abfrühstückt, was gerade so an Baustellen da ist, als auch vom, also in Einzelheiten kann man viel kritisieren von den Maßnahmen, die er vorschlägt.
Aber die Art, wie diese Rede formuliert ist und der Anlass in der Welt und so ist nicht schlecht.
Überraschend, sagen wir mal, für Lars Klingwalds sonstige Auftritte.
Er hat wohl auch, hört man lange daran gefeilt und sich viel beraten lassen und das gut vorbereitet.
Und es gibt einzelne Artikel, die sagen, jetzt ist das sozusagen, dass das die Aufrüttelrede, mit der Lars Klingwald es jetzt für die Regierung rettet und auf einmal eben da eine Lücke füllt und sagt, wo es lang geht.
Ja, umsetzen wäre ja auch nicht, ne?
Ja, im Umsetzen, also ich habe ein bisschen auseinanderdividiert, was er im Einzelnen so nennt.
Im Grunde würde ich sagen, sind es sechs Themen, die er so hintereinander wegzieht.
Ich habe mit dem Wording hier und da Probleme, weil er schon, ich bin stolz darauf, in diesem Land zu leben und die und jenen sind nicht sehr patriotisch.
Also ich habe da so ein bisschen mit den Zähnen geknirscht an der einen oder anderen Stelle, vom Wording her, aber es mag vielleicht für das Publikum bei der Battle Smart-Stiftung auch das Richtige gewesen sein.
Die Themen, die er nennt, sind letztlich die Kosten der Sozialsysteme, in diesem Fall nicht die Gesundheitskosten interessanterweise, sondern die Kosten der Familiensteuervorteile und also im Groben eben steuerliche Vorteile für Familien und Sozialversicherungsvorteile für Familien, die Rente, dann die Frage Investitionsklima, Wachstum in Deutschland, Resilienz, Rohstoffe, Energiekrise und dann die Fragen der sozialen Gerechtigkeit ganz am Ende der Rede.
Und er gibt die Frage von Ehegartensplitting und Mitversicherung von Ehepartnern.
Das geht am Ende bei ihm beides in eine Richtung von, wir müssen alle mehr arbeiten.
Und es ist durchaus so, dass schon in diesem ersten Teil, wo es um Ehegartensplitting, Mitversicherung von Ehepartnern und Rente geht, klingt es sehr wie Agenda 2010.
Also, das ist schon so, dass man den Eindruck hat, da hat er jetzt sein großes Idol Schröder ausgepackt und hat mal richtig was gesagt zum Thema, wir müssen den Gürtel enger schneiden.
Im Detail, einiges davon wurde ja auch die Wochen davor schon so ein bisschen diskutiert.
Das Thema Mitversicherung von Ehepartnern war in unserem Reddit, bevor Lars Klingbal diese Rede gehalten hat.
Und er sagt halt letztlich, und dazu gibt es auch eine Untersuchung, die er genannt hat, durch die Abschaffung des Ehegatten-Splittings könnten viel mehr Vollzeitarbeitende Frauen generiert werden.
Und die Mitversicherung von Ehepartnern, das geht bei ihm in eine ähnliche Richtung, dass dadurch eben Anreize gesetzt werden, dass Frauen nicht arbeiten.
Also er argumentiert da eben sehr stark in die Richtung, dass das Ehegattensplitting einerseits steuerliche Kosten generiert und andererseits das aber ganz hauptsächlich, dass es dadurch viele Anreize gibt für geringer verdienende Ehepartner nicht zu arbeiten oder sehr wenig zu arbeiten und dass die Mitversicherung von Ehepartnern, das hat die Familienministerin, nee, die doch die Familienministerin vorgeschlagen, schon ein, zwei Tage davor.
Auch das würde eben falsche Anreize setzen, dass Frauen nicht arbeiten.
Das klingt jetzt schon so ein bisschen auch in Richtung Lifestyle-Teilzeit und das ist, glaube ich, sehr anschlussfähig in der CDU und damit hat er die Rede angefangen oder das ist so das Erste, die Kosten von Arbeit.
Und diese Untersuchung gibt es, die ist vom DEW zu der Frage, wie viel Vollzeitarbeitskräfte man gewinnen könnte, wenn man das Ehegattensplitting abschafft.
Aber, und das war in unserem Reddit auch Thema, es ist natürlich so, dass am Ende das Ehegattensplitting einerseits eine Bezuschussung der Ehe war von der CDU-Regierung kurz nach dem Krieg und da letztlich die gesellschaftliche Realität abgebildet hat natürlich.
Und man kann durchaus hinterfragen, warum wir das weiterhin tun wollen.
Ich verstehe das Ehegattensplitting aber letztlich auch als einen Gesellschaftsvertrag, denn am Ende ist es ja auch so, dass wir dafür einen Teil der Kosten von Pflege einsparen.
Weil ja im Alter umgekehrt, wenn Leute verheiratet sind, sie auch gemeinsam in der Frage von Alterung sitzen und dann ja die Frauen älter werden und am Ende oft der pflegende Angehörige sind.
Und die Frage ist, ob man einseitig diesen gesellschaftlichen Vertrag aufkündigt, nur mit dem Argument, dass die Frauen bitte auch Vollzeit arbeiten sollen.
Es ist natürlich umgekehrt auch so, dass würden die Frauen Vollzeit arbeiten, würden sie mehr Rente empfangen.
Und es gäbe dann eben im Alter auch weniger Frauen in die Sozialversicherung fallen würden.
Das heißt, man kann das durchaus kritisch sehen.
Am Ende gibt es natürlich in der heutigen Gesellschaft keinen Grund mehr, warum man Ehe an sich steuerlich subventionieren sollte.
Was man aber steuerlich dringend subventionieren sollte, sind Familien.
Denn das Ganze, alle müssen mehr arbeiten, fußt ja im demografischen Wandel.
Und wenn es immer teurer wird, Kinder zu haben, werden sich immer mehr Leute überlegen, keine Kinder zu bekommen.
Und deshalb wäre aus meiner Sicht, und ich glaube, da gibt es auch viele Befürworter, eigentlich eine Umwandlung von Ehegattensplitting und Familiensplitting nötig, bei der also die steuerlichen Vorteile daran gebunden sind, ob es Kinder in dem Haushalt gibt oder nicht.
Und zwar jenseits von dem wirklich lächerlich kleinen Kinderfreibetrag.
Aber nur wenn die Kinder dich dann oft pflegen.
Die Kinder müssen ja zumindest mit ihrem persönlichen Vermögen dafür haften für die Pflege.
Seinsam.
Wenn nicht dann nicht, ja.
Aber Lars Linkweil sagt, er möchte gerne die Einsparung, die der Staat daraus macht, zurückgeben.
Also es soll eben zu einer steuerlichen Entlastung für alle führen, wenn man das Ehegland-Splitting abschafft.
Und dann ist es vielleicht eine tragfähige Idee.
Ich glaube allerdings nicht daran, dass man diese angeblichen 150.000 zusätzlichen Vollzeitarbeitskräfte.
Also es sind Zahlen zwischen 150.000 und 300.000 weiteren Vollzeitarbeitskräften.
Das ist übrigens auf unsere Arbeitsbasis gesehen auch gar nicht so schrecklich viel.
Es klingt zwar wie eine große Zahl, aber letztlich.
Das ist ein Ja, was uns fehlt an Leuten.
Ist das nicht der große Wurf?
Das ist einmal ein großer Effekt oder ein mittelmäßig großer Effekt, aber ja keine Dauereinrichtung, zumal diese Studie, die das ausgerechnet hat, davon ausgeht, wenn sofort alle verheirateten Paare nicht mehr vom Ehegattensplitting profitieren.
Aber Lars Klingbeil sagt, er möchte das nur für neugeschlossene Ehen einführen und ehrlich gesagt, dann heiraten die Leute einfach nicht.
Also dann ist nicht die Lösung, dass die Leute dann alle Vollzeit arbeiten, sondern dann ist die Lösung, dass es einfach nicht mehr attraktiv ist zu heiraten.
Und dass trotzdem de facto man diese Unterschiede im Einkommen weiterhin hat, weil ja nicht Leute aus Spaß nicht Vollzeit arbeiten.
Also, das ist was, was ich ganz deutlich sagen möchte, wo ich in unserem Reddit-Fread auch ein bisschen mit den Zähnen geknirscht habe, denn da war die Rede von den Frauen, die sich mitfinanzieren lassen von ihren Männern und nicht arbeiten wollen.
Das ist die ganz klare Minderheit.
Das ist ja in der Debatte um Lifestyle-Freizeit auch schon hinlänglich aufgekommen.
Ehefrauen, die aus Spaß nicht arbeiten, haben einen sehr gut verdienten Mann.
Und dann sind wir nicht mehr in dem Fall von, ist das sozialversicherungsmäßig noch.
Es ist eh egal, wenn der so gut verdient.
Dann sind die eh freiwillig versichert, dann ist es auch egal, ob da ein Ehegattensplitting ist oder nicht.
Die Frauen, die alleine sich aushalten lassen aus Spaß, sind vermutlich die Minderheit.
Etwa 35 Prozent der Personen, die gerade vom Ehegatten-Splitting profitieren, haben Kinder unter sechs Jahren und werden also jetzt nicht einfach Vollzeit arbeiten, weil sie ja Kehrverpflichtung nachgehen.
Und dann sind natürlich noch sehr viele, die ohnehin ein großen Anteil, also 75, 80 Prozent arbeiten, wo dann eben auch die Frage ist, ist da der Zusatz, dass der Einkommensunterschied so groß, dass Ehegattensplitting der entscheidende Faktor ist.
Denn wenn einer 80 Prozent und einer 90 Prozent arbeitet oder einer 80 Prozent und einer 100 Prozent von mir aus und die Personen sind etwa gleich gebildet und kommen ähnlichen Berufen nach, dann ist der Einkommensunterschied nicht mehr so schrecklich groß und dann ist auch die Summe, die das Ehegattensplitting ausmacht, nicht mehr so groß.
Weil das Ehegattensplitting bevorteilt ja vor allen Dingen Paare, wo nur einer nur einen 500-Euro-Job macht, jetzt 600 Drei-Euro-Job und der andere gut Vollzeit verdient.
Solche Paare gibt es schon allein deshalb nicht mehr so besonders viele, weil man an sehr vielen Stellen nicht mehr davon leben kann, nur ein Einkommen zu haben.
Und daher würde ich ein starkes Fragezeichen daran machen, ob man wirklich diese Anzahl an Arbeitskräften mobilisieren kann, wenn man das Ehegattensplitting abschafft.
Wie gesagt, aus meiner Sicht wäre ein Familiensplitting die richtige gesellschaftlich wünschenswerte Steuerungsmöglichkeit.
Und das wäre auch ein Punkt, den die SPD aus meiner Sicht aus ihren Werten heraus gut vertreten könnte.
Denn zu sagen, wir wollen hier Familien fördern und es ist uns egal, ob die Leute verheiratet sind oder nicht, wäre eine aus meiner Sicht sozialdemokratisch gut passende Position.
Und dann kann man eben auch sagen, okay, bei Paaren, die einfach nur verheiratet sind, um einen Steuervorteil zu haben, das kann man ja mitnehmen, die Steuereinsparung.
So.
In eine ähnliche Richtung geht die Mitversicherung von EhepartnerInnen.
Auch das basiert ja darauf, die Familienversicherung zieht ja ohnehin nur, wenn man gar kein Einkommen oder nur ein 605-Euro-Job hat.
Das heißt, das ist ja was, was wo nicht mal ein großer Einkommensunterschied die Rolle spielt, sondern wo es ausschließlich um Partner geht, die nicht oder nur sehr geringfügig beschäftigt sind.
Und auch da ist es so, dass die Mehrheit dieser Personen ausgrund von Care-Verpflichtung, entweder von älteren Personen oder von Kindern nicht arbeitet.
Und auch da ist die Frage, wie viel kann man damit letztlich mobilisieren.
Vielleicht gehen die Leute dann in einen Job, indem sie gerade so dann irgendwie ihre Versicherung.
Also, wenn jemand dann statt 603 Euro 1000 Euro verdient und dafür zehn Stunden die Woche arbeitet oder lass es 20 sein, dann zahlt derjenige ja auch nicht viel in die Sozialversicherung ein.
Also da ist dann auch die Frage, ist es für die Leute eine erhebliche zusätzliche finanzielle Belastung, wenn sie auf einmal eine weitere Sozialversicherungsbeitrag zahlen müssen.
Aber gleichzeitig wird dann eben auch ein Großteil des Einkommens von der Sozialversicherung wieder aufgefressen.
Also dass de facto die Familien oder eben auch die Paare sich schlechter stellen und gleichzeitig unter Umständen auch nicht der Mobilisierungseffekt dabei rauskommt, den man gerne hätte.
Und wie gesagt, wenn man davon ausnimmt, und das ist, glaube ich, der Entwurf, denen die Familienministerin oder die Gesundheitsministerin, nee, doch, ich bin gerade nicht sicher, wer es vorgeschlagen hat, ehrlicherweise, die vorgesehen ist, dass Familien mit Kindern unter sechs Jahren und Familien mit zu pflegenden Angehörigen davon ausgenommen sind.
Und dann ist da auch wieder die Frage, wie viele Personen sind das dann, die von der Mitversicherung profitieren.
Wie viele von diesen Personen sind ohnehin privatversichert?
Das kommt ja noch dazu, dass bei sehr gut verdienenden Ehepartnern, wo sich das lohnt, nicht zu arbeiten, auch mit die Wahrscheinlichkeit, dass die Personen der Privatversicherung sind und das für die Gesellschaft drin gar nichts bringt, wenn sie arbeiten oder nicht arbeiten.
Also natürlich, weil sie arbeiten, aber nicht, weil die Ausgaben gespart werden oder weil die dann was in der Entlastung der Sozialversicherung tun.
Das muss man ja auch noch sehen, dass viele dieser Personen vermutlich gar nicht in die Sozialversicherung einzahlen.
Weder in die Rentenversicherung noch in die Krankenversicherung.
Das heißt, Arbeitseinreize, schöne Idee.
In erster Linie wirkt es mir so, als könnte es sehr viele Leute, die eigentlich SPD-Kernwählerschaft sind, gegen die SPD aufbringen und dabei nicht besonders viele Arbeitskräfte bringen.
Was Lars Kimgeil aber auch sagt in der Rede, ist selber, dass man vorher die Betreuungsinfrastruktur ausbauen muss, um eben überhaupt zu ermöglichen, Vollzeit zu arbeiten.
Na, immerhin hat er das auf dem Schirm.
Ja, nur ehrlicherweise, de facto kann die Kitas, also erstens, kann es nicht machen.
Es sind schon, es gibt ja keine ErzieherInnen.
Es mangelt ja auch da an Arbeitskräften.
Viele Jahre vorlauf.
Super viele Kitas sind ständig in der Notbetreuung, weil die Erzieherinnen krank sind, weil sie so dünn besetzt sind.
Und das legt nicht daran, dass sie sich nicht mehr so wenig Geld haben, sondern auch daran, dass es wenig Erzieherinnen und Erzieher gibt, dass sie schon viel mit AlltagshelferInnen und sowas operieren müssen.
Dann ist ja die Kinderbetreuung Kommunalsache und es hängt sehr davon ab, wie die Kommune finanziell aufgestellt ist.
Das heißt, da kann man vom Bund auch nette Versprechungen machen und die Kommunen müssen sie versprechen und am Ende einhalten.
Und dann ist Kinderbetreuung halt nicht nur eine Kita da oder nicht.
Sondern Kinderbetreuung in Grundschule wie Kindergarten ist ein Erziehungsauftrag, ist ein Anlernauftrag und so weiter, der einfach auch von der Qualität der Kinderbetreuung, nicht nur von den Stunden abhängt.
So dass letztlich, wenn man zum Beispiel Kinder hat, die Probleme in der Schule haben, wenn man Schwierigkeiten damit hat, dass Kinder vielleicht öfter krank sind und so weiter, das deckt die Kita-Betreuung auch nicht ab.
Und kleine Kinder sind oft krank und dann braucht man doch wieder die ganzen Kindkranktage und dann finden die Leute keinen Job, weil sie dauernd Kind krank sind.
Dann sind auch die Eltern viel krank.
Das heißt, wie viel mehr man auch da, ist halt Kinderbetreuungsinfrastruktur ist auch nicht alles.
Und das geht auch bis weit ins Schulalter hinein, dass eben am Ende mehr zu tun ist, als im Kindmittagessen zu geben und auf es aufzupassen.
Und von daher mag es auch da so sein, dass eben, also dann wird ja mal mit den Nachbarländern argumentiert, das macht Lars Klingbein in seiner Rede auch.
Aber ehrlich gesagt, Ganztagsschule in unseren Nachbarländern ist was völlig anderes, gerade wenn man nach Skandinavien guckt, als Ganztagsschule bei uns.
Da gibt es Sportangebote, Kulturangebote, Hausaufgaben, Betreuung, sowas alles, was bei uns, da kann man von träumen, dass die Kinder eben diesen ganzen Hobbybereich und den Kulturbereich in der Schule mitmachen.
Machen sie halt nicht.
Das ist ein total schiefer Vergleich, das mit den Nachbarländern zu vergleichen, abgesehen davon, dass Vollzeit ja auch eine Definitionsfrage ist und letztlich ja von so etwas wie 34 bis 42 Stunden reicht.
Und die Frage, wie viele Vollzeitarbeitskräfte gibt es in anderen Ländern, da haben wir ja schon öfter drüber gesprochen, eben die Durchschnittsarbeitszeit pro Woche in Deutschland dafür relativ hoch ist und die geleisteten Stunden seit Jahren kontinuierlich steigen.
Also ob jemand jetzt Vollzeit oder Teilzeit arbeitet, am Ende muss man es auch daran messen, wie viele Stunden wird tatsächlich gearbeitet.
Und da liegen wir eben durchaus im oberen Bereich im OCD-Vergleich.
Das heißt, dieses Ganze mit ja, bei uns arbeiten so viele Teilzeit.
Wenn jemand 80 Prozent arbeitet, dann mag das in anderen Ländern schon fast Vollzeit sein.
Und wir haben einen riesigen Berg an unbezahlten Überstunden.
Das heißt, ich bin nicht sicher, ob sich da viel rausziehen lässt, außer dass Leute sauer sind und sich nicht gesehen fühlen.
Und vor allen Dingen geht es ja in beiden Fällen, gerade auf Familien, die ohnehin schon viel belastet sind, die finanziell schlecht dastehen, die überproportional unter so Dingen leiden wie Inflation und die gleichzeitig natürlich prinzipiell ein Wählerklientel der SPD sein könnten, die sich vielleicht jetzt nicht so mitgemeint fühlen.
Dann kommt die Rente.
Das alles steht übrigens unter dem Stichwort, wir müssen als Gesellschaft insgesamt mehr arbeiten.
Das ist das, was er wörtlich so in der Rede gesagt hat zu diesem ganzen Kapitel Sozialversicherung.
Und bei Rente schlägt er vor, es müsse attraktiver sein, im Alter weiterzuarbeiten.
Man müsse nicht bei 67 den Griffe fallen lassen.
Durch die Aktivrente, das wäre nur der erste Schritt.
Wir müssten dafür sorgen, dass eben Leute länger arbeiten.
Und er schlägt deshalb vor, eine Bindung an die Beitragsjahre und nicht an das Lebensalter.
Das bedeutet de facto, dass man mit 67 eben unter Abzügen in Rente gehen muss.
Und sagt das wörtlich in dieser Rede, und das finde ich ganz interessant, wenn er gleichzeitig die Leute mit 3000 bis 4000 Euro Einkommen als eine Kernziehgruppe sieht und dann sagt, ja, es ist auch unfair, wenn Akademiker mit Ende 20 erst in den Arbeitsmarkt gehen und dann mit 67 in Rente gehen und dann ja auch noch länger leben und deshalb länger Rente beziehen als die Arbeiter.
Das heißt, die Leute, die ja vorher noch als Kernklientel der SPD definiert hat, denen sagt er jetzt, es ist aber böse, dass sie so früh in Rente gehen.
Also man müsse eben nach Beitragsjahren gehen, sodass eben Leute, die eine Ausbildung gemacht haben, weiterhin mit 67 in Rente gehend AkademikerInnen eben später.
Man kann dieser Argumentation folgen.
Man kann aber auch sagen, dass dafür die Leute, die Akademiker sind, auch am Anfang weniger Rentenansprüche erworben haben und dafür später mehr einzahlen.
Und auch jetzt keine riesige Rente beziehen werden, ehrlicherweise, weil das Rentenniveau ja insgesamt über Jahre gesunken ist.
Trotzdem ist das natürlich auch was, was total anschlussfähig ist bei der CDU, was so durchgehen wird im Rahmen der Union, weil die Union ja sehr darauf achtet, dass für die aktuellen Rentner alles Tutti ist und danach sozusagen in zehn Jahren ungefähr, ist es der Union auch egal, wie viel das Rentenniveau ist.
Und auch das ist was, wo der Arbeitnehmerflügel der SPD zum Beispiel sehr große Kritik dran geübt hat, dass eben jetzt immer weiter gesagt wird: ja, die zukünftigen Rentner müssen einfach, man kriegt einfach seine volle Rente nicht mehr, wenn man 76-Rente geht.
Das ist auch am Ende, auch das ist ja keine Lösung des Problems.
Wir verschieben das System, was wir haben, nur noch etwas raus.
Weder kriegen wir durch all das nennenswert mehr einzahlende Menschen, noch gewinnen wir durch die ein, zwei Jahre, die dann Leute mehr arbeiten, noch nennenswert Beiträge hinzu.
Man sieht das jetzt auch, wenn man jetzt die Aktivrente anguckt.
Es gibt sehr viele Rentner, für die sich das nicht lohnt, Aktivrente zu machen, weil sie am Ende 39 Euro mehr Rente kriegen oder so, dafür, dass sie zwei Jahre länge gearbeitet haben und diese Rechnung geht einfach nicht auf.
Und entsprechend ist schon die Frage, muss man nicht über die Basis der Rente nachdenken, insbesondere zum Beispiel über die Beitragsgemessungsgrenze und die Einzahlung von Selbstständigen von, also die Einbeziehung von Selbstständigen und Umständen von Beamten, von Lars Klingbeil, von Beamten.
Also wir haben ja letztlich trägt das Sozialversicherungssystem halt auch nur ungefähr die Hälfte der ArbeitnehmerInnen oder die Hälfte der möglichen EinzahlerInnen.
Und entsprechend kann man da eben auch ein Fragezeichen dran machen, ob alleine die immer weiter herausschieben des Renteneintrittsalters, ob das die Lösung ist.
Aber auch das ist ja was, was schon Müntefering und schon Schröder immer wieder vorgebracht haben, dass man eben im Alter sich nicht in die Hängematte legen darf.
So, das ist der Teil zur Sozialversicherung, der insgesamt schon sehr konform geht mit dem, was März in den letzten Wochen oder was eben aus der CDU gekommen ist an Vorschlägen und auch sehr konform geht mit der Agenda-Politik.
Also bisher können wir einfach CDU wählen, ne?
Genau.
Also da sehe ich jetzt noch nicht den emotionalen Ton, mit dem Lars Klingball jetzt alle abholt, die ganzen Arbeiter.
Gerade, also am Ende, und das ist ja auch was, dieses mit den Arbeitern und wir müssen wieder attraktiver werden.
Das zählt ja auch in Richtung AfD-Wählerschaft.
Und sowas wie Aufhebung des Ehegartensplittings ist gerade da, glaube ich, nicht so der beste Punkt, den man ansprechen sollte.
Also er versucht ja auch mit dieser Schiene gleichzeitig die AfD-Wählerschaft anzubohren und die CDU-Wählerschaft in der Mitte.
Irgendwie so ist ja so die Vision, die dahinter steckt.
Und für beide Gruppen sind diese Vorschläge eigentlich nicht anschlussfähig, sondern das mag zum Teil, wenn es eben um die Schlechterstellung der Ehe geht, in eher noch linkeren Spektren anschlussfähig sein.
Da ist aber sowas wie die Rentendiskussion nicht anschlussfähig.
Was er dann aber auch aufgebracht hat, ist eben, dass Deutschland als Wirtschaftsstandort verschlafen habe und dass es bei uns eben nicht genug Investitionsmöglichkeiten gibt, dass unsere ganzen Spareinkommen, auch das ist ja was, ne?
Wie viel schon von den deutschen Sparkonten und dem Geld, was darauf liegt und nicht produktiv eingesetzt wird, gesprochen worden ist in den letzten 20 Jahren.
Es hat bisher noch niemand die Lösung gefunden, wie wir alle von Sparen zu investieren kommen.
Aber das sagt er eben auch wieder, es kann nicht sein, dass die Firmen hier nicht die Investitionen finden, die sie brauchen und deshalb in die USA abwandern, dass das Innovationsklima hier so schlecht ist, dass die Start-ups alle nicht bei uns bleiben wollen.
Also sehr so ein, wir müssen als Investitionsstandort attraktiver werden und gleichzeitig haben unsere Unternehmen auch wirklich was verpennt und müssen sich verändern.
Auch da, es sind wahre Sachen dabei.
Die Vorschläge wirken mir aber nicht ganz durchdacht, aber es ist ja auch kein Maßnahmenpaket.
Aber letztlich ist es auch ein bisschen kurz gegriffen.
Also er sagt halt schon relativ klar, wir haben noch vor zehn Jahren anderen Ländern ins Hausaufgabenheft geschrieben, was sie für Reformen durchzuführen haben.
Und jetzt stehen wir selber da, mit einem wenig mobilen Kapitalmarkt mit einem schlechten Innovations- und Start-up-Klima.
Unsere Unternehmen entwickeln sich schlecht.
Was er da auch mit ins Spiel bringt, ist eine Möglichkeit der verlängerten, befristeten Einstellungen.
Also eine weniger starke Regulierung bei Arbeitsverträgen.
Auch das weiß nicht, ob das so die SPD-Klientel anspricht.
Die Gewerkschaften insbesondere.
Aber auch das ist natürlich was, was man aufbringen kann.
Aber es ist das, was am Ende zählt.
Aber das bringt er halt auch auf, unser Arbeitsmarkt sei verkrustet, unser Investitionsklima sei schlecht, Innovation lohnt sich nicht, da muss was passieren.
Von da schwingt er über zur Frage, wie wir jetzt mit der aktuellen Energiekostenkrise umgehen.
Das finde ich ganz interessant, weil er einbringt, man müsse aus dem jetzigen Deutschlandfonds ein Resilienzfonds machen und müsse eben konkrete Maßnahmen zur Senkung der Energiekosten aktuell vornehmen.
Da ist auch relativ straight, was die Maßnahmen sein könnten.
Also eben ein Preisdeckel, eine Übergewinnsteuer für Energiekonzerne und Abschöpfen der Übergewinne und Regulierungen bezüglich Übergewinne von Energiekonzernen.
Dann eine stärkere Rohstoffdiversifizierung.
Das fällt bei ihm so unter Resilienz und dann kommt zu unserem Nachsatz auch noch und ein Weitertreiben der Energiewende.
Also er geht da sehr auf diese Kostenfaktoren und weniger darauf das Offensichtliche, dass man eben in die Energiewende investieren müsste und könnte, weil dafür haben wir ja eigentlich ein Sondervermögen.
Ja, also da wird er schon sehr konkret, dass es eine hohe Belastung wäre und dass man da was tun müsste bei den Haushaltseinkommen.
Aber es stellt auch in Raum eben Lieferketten anpassen, Standortpolitik, also aktive Industriepolitik, sowas wie mehr Stromspeicherung, Modernisierung der Netze, erneuerbare Energien als Freiheitsenergien, das bringt er schon mit ein.
Geoökonomische Ausrichtung der Industriepolitik.
Also da ist er schon relativ offen auch, dass er da durchaus für aktive Industriepolitik wirbt.
Gezielte Zölle bringt er auch auf ausländische Unternehmen mit zu Jointwendschaftsverpflichten.
Also durchaus handfeste Sachen, wie gesagt, aber ganz konkret zunächst Übergewinnsteuer, Preisgrenzen und dann eine Entlastung bei den Mobilitätskosten für die Bürgerinnen und Bürger oder befristete Senkung der Energiesteuer.
Das sind die drei Sachen, die er für die kurze Frist vorschlägt.
Ja, und dann kommt als allerletztes Gerechtigkeit.
Ganz am Ende nimmt er auf, soziale Gerechtigkeit sei im Moment kein Nice-to-have.
Und das trage auch Resilienz und krisenfester Gesellschaft bei.
Man kann jetzt sagen, wenn es am Ende steht, wird es besonders wichtig.
Man kann auch sagen, es ist nur so ein Anhängsel.
Ich bin nicht ganz sicher, vor allen Dingen, weil die Sachen, die Teile der Rede schlecht zusammengehen irgendwie.
Er sagt dann, ja, alle sind von Inflation betroffen.
Wir haben derzeit die stärkste Inflation seit der Weimarer Republik und oder nach dem zweiten Weltkrieg.
Und 40 Prozent der Haushalte haben keinerlei Ersparnisse.
Da geht es also konkret jetzt um die Haushalte mit kleinen Einkommen auf einmal.
Entsprechend möchte er einerseits eben Ölkonzerne und Unternehmen, die in Steueroasen sind, irgendwie besser erreichen, die Vermögensverteilung gerechter machen, die Kosten im Alltag besser bezahlbar machen.
Für die Kosten im Alltag sagt er, Tarifbindung und faire Löhne, wie das jetzt zusammengeht mit der Flexibilizierung des Arbeitsmarktes, weiß ich nicht.
Energiekosten senken, durchaus bei der Erneuerbaren und Mietkosten in den Ballungsgebieten senken durch Wohnungsbau, staatlichen Wohnungsbau.
Und dann geht es um Vererben und Schenken.
Also er möchte, dass die Erbschaftssteuer so reformiert wird, dass nicht mehr kleine Erbschaften stärker besteuert werden als große Erbschaften.
Wie genau er das machen möchte, weiß ich nicht.
Dann Digitalsteuer, was er leicht sagen kann und was mit der Union nicht passieren wird, genau wie die Erbschaftssteuer, und stärkere Verfolgung von Steuerkriminalität.
Das sind die drei Punkte, die er nennt.
Und dann sagt er außerdem noch, er möchte eine Reform der Einkommensteuer in der Form, dass 95% der Einkommen entlastet werden und die höchsten 5% der Einkommen stärker belastet werden.
Auch da nicht, wie er das vorhat, aber er möchte in Kürze dazu Reformvorschlag vorlegen, der den Mittelstandsbauch reduziert.
Ja, und da, ne, die Sachen klingen an, aber das, was er zur Sozialpolitik sagt, ist sehr konkret.
Und das, was er zu Gerechtigkeit und zu Energieresilienz sagt, ist recht unkonkret im Verhältnis.
Und auch sehr viel kürzer in der Rede, als eben die Fragen zur Modernisierung des Arbeitsmarktes und Rente und so weiter.
Also es hat schon viel.
Viel, was er sagt, ist, wir müssen alle mehr arbeiten und alle müssen den Gürtel enger schnallen.
Und Deutschland in der Rede kommt ja auch vor, ich bin sicher, alle sind bereit, Opfer zu bringen.
Und dann nach hinten raus zur Gerechtigkeit kommt weniger.
Und aus meiner Sicht wäre seine Aufgabe als SPD-Vorsitzender das eher umgekehrt darzustellen.
Aber möglicherweise sieht er das ja anders und das kann ja auch sein.
Und vielleicht ist das ja auch was, womit er vielleicht sogar auf dem richtigen Weg ist.
Ich weiß es nicht genau.
Also wir würden ja mal vermuten, dass alles, was nicht so ausformuliert ist, auch noch nicht so durchdacht ist.
Aber die Frage ist ja, ob das, was er jetzt gesagt hat und vorschlägt, ob das jetzt irgendwie zumindest mal in sich geschlossen irgendwie Sinn macht.
War ehrlich gesagt, mein Eindruck ist, das sind jetzt wieder viele kleine Geschichten.
Mich wundert dann auch so Sachen, wie das zum Beispiel jetzt so ein ganz offensichtliches Ding, wo man sehr viel für alle heben könnte, ja, Digitalisierung im Staat, dass das dann nicht so präsent ist, zum Beispiel.
Also da sind ja durchaus Sachen, wo man sagen könnte, das sind diese sogenannten Low-Hanging Fruits, die tiefhängenden Früchte.
Kannst du einfach abernten, fressen oder sind sie erledigt.
Und selbst das kriegen wir ja aktuell nicht gebacken.
Und auch, dass er so Sachen nicht sagt wie, naja, wir müssen gucken, dass der Staat überhaupt wieder in eine Handlungsfähigkeit reingerät, weil aktuell sind wir blockiert.
Dass das nicht gesagt wird, finde ich auch schwierig.
Sondern das sind Sachen, die muss man halt mal aussprechen, damit man dann dran arbeiten kann.
Ja, also staatliche Handlungsfähigkeit, er sagt mehr so, dass wir wirtschaftlich handlungsunfähig sind.
Wir sind nicht wettbewerbsfähig, wir haben uns zu lange ausgeruht auf unseren althergebrachten Wirtschaftsstrukturen, sowas sagt er.
Und natürlich, wir müssen unsere Sozialversicherung reformieren.
Aber den Staat reformieren, das kommt nicht vor.
Was machen wir denn jetzt damit, Hannah?
Also für mich wirkt das alles, also wenn das jetzt der große Wurf gewesen sein soll, mit dem er die SPD retten will.
Ich meine, es klingt halt immer noch besser als das, was der Merzo von sich gibt und der Linnemann.
Jetzt müssen erstmal die Armen alle rausschmeißen, damit es ja wieder nur Reiche gibt.
Sowas.
Also ich fürchte halt, dass es dazu führen kann, oder dass die Vorlage ist, nur die soziale Härte umgesetzt wird und der Rest vergessen wird.
Also er macht der Union damit ein Angebot und es ist verführerisch, nur das Irrgattensplitting abzuschaffen und wobei das in der Union wahrscheinlich umstritten sein wird.
Ich glaube, Söder hat auch schon gesagt, nee, auf keinen Fall nicht mit uns.
Also gerade dieses, dass es so Einzelmaßnahmen sind, öffnet halt Tür und Tor dafür, dass manches umgesetzt wird und anderes nicht, dass das nicht ein Gesamtpaket ist.
Er hat alle Schwierigkeiten benannt und wenn man die Hälfte jetzt im Sommer der Reformen umsetzt, ist ja auch schon mal gut.
Und dann wird es halt die Hälfte sein, bei der es um Reformierung der Rente und des Arbeitsmarktes geht und nicht die Hälfte, wo es um Gerechtigkeit und Resilienz und neue Energien geht.
Und entsprechend ist die Frage, ob es am Ende eine Entlastung für die vielen wird oder nur eine Belastung für die einseitig wieder die arbeitende Bevölkerung.
Und deshalb, es gibt durchaus auch Kommentare, ich glaube, den habe ich auch schon verlinkt, ja, die sagen, es ist eine große Gefahr, dass eben nicht, also er hat das nicht genug miteinander verwoben am Ende.
Man könnte es ja auch so sagen, dass man sagt, okay, wir kommen euch bei der Rente entgegen, wenn dafür wir jetzt mal aktive Industriepolitik umsetzen.
Weil die Union fährt ja gerade im Bereich Konzerne und Wirtschaftsstruktur ganz stark so ein, wir bezuschussen eher noch unsere althergebrachten Strukturen bei Automobilindustrie und Energienetzen und eben nicht, dass man da auch ran muss zum Beispiel.
Das heißt, wie ist die Verhandlungsposition am Ende?
Das wird das Entscheidende sein, um zu wissen, eben, in welche Richtung kann es gehen.
Und Friedrich Merz redet ja auch vom Sommer der Reformen und dass es eben die Frage, ob nicht da eben dann der kleinste gemeinsame Nenner auf soziale Härte ist.
Dann sitzt man eben doch wieder da mit Agendapolitik, ohne dass da ein Profil für die SPD rauskommt.
Und dann wird er damit auch keine Wahlen gewinnen, muss man ja auch sagen.
Im Herbst wird gewählt.
Wenn jetzt nur Dinge von sozialer Härte umgesetzt werden, werden die Leute dann trotzdem die Union wählen und die AfD, aber nicht die SPD.
So, und das ist das ist ja dann wieder das Gleiche in Grün, weil die SPD ja schon viel zu viel soziale Entkernung mitgemacht hat.
Wie gesagt, es sind viele richtige Diagnosen drin.
Die konkreten Schritte können auch in die falsche Richtung gehen.
Ich finde anderseits schon gut, dass jemand sich hinstellt und mal so ein Bild zeichnet und mal sagt, es gibt Handlungsbedarfe.
Weil das, was Merz da abliefert, ist ja einfach eine profillos am Ende.
Und auch ja dann eben vom einen oder anderen Minister gefüllt, Ministerin, ohne dass das auf ein größeres Bild einzahlt.
Ja, mal gucken.
Der Merz beschränkt sich irgendwie völlig auf diese Ausländergeschichte.
Der hat ja heute auch wieder den Al-Shara getroffener aus Syrien, der ist heute in Berlin gewesen.
Dann gibt es erstmal diese ganzen Demos.
Und dann stellt der Merz sich dann halt auch nur hin und sagt, ja, ja, also perspektivisch müssen die dann alle gehen.
Es ist so großartig.
Es ist so, als ob dieses Wiederholen des immer gleichem Blödsinns dann dazu führen soll, dass dann irgendwie keine AfD mehr gibt.
Aber ich meine, wenn du das jetzt irgendwie so zwei, drei Jahre gemacht hast und du siehst, dass das nicht geholfen hat, dann könntest du ja auch auf die Idee kommen, dass vielleicht irgendwas anderes gebraucht wird.
Und das wäre noch so die nette Variante dessen, was ich dazu zu sagen habe.
Aber es ist halt einfach echt, die machen es uns auch wirklich nicht leicht, die Jungs, sie zu mögen.
Ja.
Wenn du dann halt uns demobilisierst, dann soll man die Kacke im Dampfen.
Es gibt deutlich ein Gegenwind auch aus der SPD.
Der Arbeitnehmerflügel hat sich sehr vehement dagegen ausgesprochen.
Es klingt bei dazu Sozialreform gesagt hat.
Das Problem ist aber natürlich auch, dass der Arbeitnehmerflügel der SPD schon seit Jahren kein Gehör mehr findet innerhalb der SPD.
Ob die also jetzt ausgerechnet da jetzt eine ausgeprägte Mitbestimmung innerhalb dieses Prozesses haben.
Die SPD bewegt sich ja auch immer weiter, habe ich den Eindruck, in so eine Steuerung durch einen kleineren Kreis.
Also in der CDU war das ja immer schon so, dass nur der Vorstand entschieden hat und alle anderen waren nur Wink-August.
Die SPD hat ja doch eine ganze Zeit lang doch zumindest über einen Mitgliedervotum manche Grundsatzentscheidungen getroffen.
Aber auch das hat sich schon in den letzten Jahren immer weiter auf die Vorstandsebene einreduziert.
Und damit weiß ich dann auch nicht, wie die so kritische Stimmen innerhalb der SPD jetzt Gehör finden.
Ja, ich weiß es auch nicht.
Hab da auch kein Einblick, aber ich habe auch den Eindruck, es läuft nicht sehr gut.
Von daher habe ich immer die Hoffnung, dass irgendwann mal einer wach wird.
Aber wir haben ja schon bei der FDP gesehen, dass die im Grunde selbst nach der Niederlage nicht in der Lage waren, zu sagen, oh, da haben wir wohl eine falsche Richtung eingeschlagen.
Deswegen erfinden sie sich jetzt, glaube ich, schon zum zweiten Mal neu, so jetzt so rausgeflogen sind.
Vielleicht hilft es.
Mal gucken.
Man soll ja noch Vertrauen haben.
Dann würde ich sagen, gehen wir mal über zum nächsten Thema, der Markt.
Das ist ja spezifisch.
Ja, naja, also ich habe mir gedacht, ich schaue mir mal so ein paar Sachen an, in Sachen Iran.
Also, man könnte es auch sagen, der Iran und der Markt.
Die könnte man sicherlich auch alle irgendwie so ein bisschen als einzelnes Thema nehmen.
Aber ich habe gedacht, ich werfe das mal zusammen und ende dann mit der Frage, ob wir jetzt die nächste Finanzkrise wie 2008 vor der Tür stehen haben.
So mal so ganz grob dessen, worauf wir jetzt hier hinaus wollen.
Ich glaube, das ist nicht ganz ohne Grund.
Also, einmal ist es sicherlich ganz gut, hier mal aufzuräumen, im Sinne von, wo liegen eigentlich die Probleme im Konkreten.
Das meiste davon werdet ihr gelesen haben, dass man im Finanzmarkt das vielleicht nicht so ganz präsent.
Und es geht gerade so eine Diskussion los am Markt, also am Finanzmarkt, ob wir jetzt in die nächste Finanzkrise reinrutschen.
Ich beobachte die so ein bisschen am Rande, sie ist noch nicht so ausgeprägt.
Es gibt natürlich Risiken und ich glaube, diese Risiken, die zu sehen, das ist dann ganz hilfreich, wenn es dann etwas konkreter wird, um das dann einschätzen zu können.
Also, das ist jetzt so ein bisschen das Ziel des Ganzen hier.
Das beginnt dann nochmal mit der Frage, warum sind eigentlich die Golfstaaten so wichtig für diese Welt?
Und dann ist ja einer der Antworten, naja, sie sind ja nicht in allem wichtig, sondern nur in manchen Sachen.
Aber so grundsätzlich kann man schon bei den Golfstaaten sagen, also Rohstoffe findet man ja eigentlich überall auf der Welt, wenn man will.
Also da mal ein Feld, da man fällt und die Golfstaaten haben natürlich dieses Öl und Gas in einer gewissen Art und Weise verfügbar.
Es ist aber auch so, dass es dort so verfügbar ist, dass es halt sehr preiswert gefördert werden kann.
Und das ist so ein bisschen einmalig, was wir da haben.
Also, man hat überall Felder, die etwas schwieriger zu erschließen sind.
Entweder sind sie da irgendwo, musst du so eine Offshore-Plattform hinstellen oder das Zeugs ist super tief, irgendwo in Brasilien verscharrt oder ne, irgendwie so.
Das ist dann immer alles nicht ganz so einfach, während du im Golf quasi nur mit so einer Nadel in die Erde piksen musst und dann spritzt dir schon das Öl entgegen.
Ist die etwas zugespitzte Formulierung, aber so ungefähr kann man sich das vorstellen.
Es ist einfach wesentlich billiger und effizienter dort als woanders.
Im Umkehrschluss ist es dann halt aber auch so, viele Kunden des Golfes sind halt frei von eigenen Rohstoffen.
Also China, was wir so als Produktionsstätte der Welt etabliert haben oder auch mit seinen Produktionsketten, die es da hat, hat erstaunlich wenige Rohstoffe.
Also die haben nicht sehr viel, mit dem sie sich selbst versorgen können und müssen dann halt auf andere zurückgreifen.
Und das gleiche gilt dann zum Beispiel auch für Taiwan, Südkorea, Japan, Südostasien.
Die haben alle so ein bisschen was, aber halt absolut nicht ausreichend zu dem, was sie halt benötigen.
Und gleichzeitig gibt es halt sehr viel Industrie, auch abseits von China.
Ich habe jetzt gerade Japan genannt, Südkorea, Taiwan, das sind so die wichtigsten.
Aber es gibt natürlich auch Industrie in Indonesien, in Thailand.
Es ist alles nicht so viel, aber eigentlich im Grunde am Entstehen, Vietnam versucht gerade sich so als Ersatz China zu etablieren in der Produktion.
Und sobald zum Beispiel Tonschuhen von Adidas, diese neueren Sachen, haben sie es tatsächlich schon geschafft.
Da brauchst du nicht nur Arbeitskräfte, sondern auch Maschinen.
Es ist schon etwas kompliziertere Ware.
Diese High-Performance-Schuhe und da ist Vietnam zum Beispiel eines der größten Produktionsländer.
So hast du halt verschiedene Ansprüche in verschiedenen Ländern.
Und wenn man dann mal guckt, der Golf ist dafür auch noch geografisch ganz gut gelegen, kannst du halt drüber schippern.
So kommt es dann halt zustande, dass viele Dinge, die, also dass die Asiaten quasi auch der Hauptabnehmer der Golfstaaten sind, was Öl und Gas betrifft.
Und andere Regionen haben dann halt andere Hauptlieferanten.
Also der Weg macht dann schon auch was aus im Preis.
Und natürlich ging es auch immer um Versorgungssicherheit, wenn man da so ein bisschen drüber nachgedacht hat, was kriegt man wie, wohin.
In Deutschland nicht immer, aber so vom Grundsatz ist der Gedanke schon noch da überall oder war auch immer da.
Wenn man dann mal so eine Öl- und Gasproduktion hat, dann hat man halt auch sehr schnell sichtbar, dass es noch andere Dinge innerhalb der Wertschöpfungsketten gibt, die man dann da vor Ort mitproduzieren kann, um das dann halt auch rauszuschippern.
Also mit der billigen Energie, die man ja selber zum Beispiel, also die man ja selber fördert, kann man dann zum Beispiel was weiß ich, Aluminium und Stahlkraftwerke betreiben.
Die haben dann halt einen gewissen Kostenvorteil gegenüber anderen Regionen und können dann die Produktion anderswo ergänzen, weil oftmals ist ja so, dass Industrienationen sagen, also einen gewissen Grundsatz an Stahl müssen wir schon selber produzieren, sonst brauchen wir gar nicht erst anfangen, Industrienationen zu sein.
Ist in Deutschland immer wieder eine Diskussion und daher kommt ja dann auch die Frage, wie sehr müssen wir jetzt die Stahlindustrie stützen und retten und sonst noch was.
Dann hat das dann halt am Ende zur Folge, dass 25 bis 30 Prozent der weltweiten Produktion für Öl und Gas aus der Golfregion kommt.
Davon wiederum geht ein hoher Anteil, aber Genasien.
Und im Umkehrschluss hast du dann halt wiederum den Effekt, dass Asien wesentlich abhängiger von Rohstoffen aus der Golfregion ist als Europa oder die USA.
Also das hängt dann damit zusammen.
Und in der Wertschöpfungskette finden sich drei sehr relevante Rohstoffe.
Helium, Sulfur und Bromine, sagt man hier.
Ich glaube, Brom heißt das im Deutschen.
Also nicht die Podcast Bros, das ist nochmal was anderes.
Es heißt Brom, ja.
Ja, fangen wir mal mit Helium an.
Also Helium, die Helium-Produktion fast ausschließlich über Qatar in der Golfregion, weil Cutter halt der, das ist halt das Ding, was das LNG produziert, also Flüssiggas.
Und dabei wiederum wird Helium als Nebenprodukt erzeugt.
Und im Grunde kann man aktuell sagen, es gibt kein Helium ohne Flüssiggas.
Also das eine wird aktuell nicht ohne das andere produziert.
Das liegt auch ein bisschen daran, dass Helium recht schwierig sonst so zu fördern wäre.
Und die Märkte sind immer recht klein für solche Geschichten.
Also das Geld, was du damit verdienen kannst, ist immer nicht groß.
Also in dem Fall ist es halt so, dass Katar da irgendwie 63 Millionen Kubikmeter Helium jedes Jahr daraus gehauen hat.
Also letztes Jahr waren es so viel, das sind rund ein Drittel der weltweiten Produktion.
Das liegt so bei 190 Kubikmetern.
Und wir wissen, Qatar hat an LNG-Kapazitäten eingebüßt, deswegen haben sie auch gleichzeitig mitgeteilt, dass die Helium-Produktion um 14 Prozent gekürzt werden muss in der Zukunft nach dem Krieg, wenn sie dann wieder weiter LNG herstellen und verschippern können.
Nun gibt es halt noch eine Besonderheit bei Helium, also das ist wirklich so mit das Einschneidendste für unsere Tech-Welt.
Südkorea ist für 90 Prozent der weltweiten D-Ram-Chip-Produktion verantwortlich, die wiederum nicht nur für Grafikkarten gebraucht wird, sondern auch für die AI-Trainings-Chips.
Und die AI-Trainings-Chips wiederum werden zu 90 Prozent in Taiwan von TSMC produziert.
Also diese zwei Länder haben in dem Bereich natürlich den höchsten Heliumbedarf und jetzt auch das größte Problem.
Und wir alle wissen und gut, wir wissen es vielleicht nicht im Detail, aber wir wissen es jetzt.
Südkorea bekommt 65 Prozent und Taiwan 70 Prozent seines Heliums aus der Golfregion.
Also da sieht man auch, die Abhängigkeit von der Golfregion für diese Länder ist wesentlich krasser.
Wiederum weltweit ist unsere Abhängigkeit von Südkorea und Taiwan dadurch natürlich in Sachen Chips irre.
Also da muss man einfach sagen, das ist eine krasse Abhängigkeit.
Für Qatar war das, wie gesagt, ein Nebengeschäft, der Umsatz war annualisiert im Bereich so eine Milliarde Dollar zuletzt pro Jahr.
Vielleicht ein Ticken drunter.
Also Tendenz aber durchaus steigend wegen der AI-Chip-Nachfrage und dadurch sind natürlich auch die Preise für Helium nach oben gegangen, weil wir haben es ja gerade gehört, ohne LNG kein Helium.
Der LNG-Output, der steigt ja jetzt erstmal per se nicht so stark an.
Das heißt, die verfügbare Menge an Helium ist eigentlich recht konstant, geht auch leicht nach oben, also es wird schon drauf nachreagiert, aber vor allen Dingen läuft es über ein Preis.
Also Nachfrage ist das stärker als der Produktionsausput, der steigt.
Und jetzt hat sich der Preis für Helium auch gleich mal verdoppelt, nachdem bekannt wurde, dass der Donald da Ambitionen hat.
Wenn das Helium da nicht aus der Straße von Hormos kommt und Qatar seine LNG-Produktion einstellen muss, dann, also ich habe es gesucht, ich habe es nicht gefunden.
Es gibt keinen schnellen Weg, das zu klären.
Du kannst Helium nicht einfach so aus der Luft zaubern.
Das würde eine größere Umstellung in vielen Dingen bedeuten und dann aber wahrscheinlich auch wesentlich höhere Helium-Preise und dann entsprechende Marktverwerfung im AI-Bereich.
Also, wenn Qatar da nicht weiterliefern kann, haben die in Taiwan und in Südkorea ein Problem.
Es ist halt einfach zu viel.
Und es gibt kein Äquivalent, was du dafür nutzen kannst und gleichzeitig kannst du nicht einfach mal so mehr produzieren.
Also, das wird spannend.
Das Problem an der ganzen Sache ist, also auch wenn du das Helium da auf den Schiffen hast, das ist eigentlich das Schlimmste, die können ungefähr für 45 Tage kannst du das Zeugs da auf diesen Schiffen haben und dann entweicht das langsam, weil trotz Kühlung und so weiter, das Schiff wärmt sich halt auf und dann geht das so langsam raus.
Also da gibt es so diverse Zeitschienen, in denen das dann auch weg sein muss.
Das heißt, alles, was jetzt da auf den Schiffen ist, wenn das da lange genug drauf ist und nicht rauskommt, dann hast du nebst den Umweltschäden halt auch noch leere Schiffe.
Zum wirtschaftlichen Schaden auch noch.
Und ja, wir brauchen Helium für MRTs, für Raumfahrt, für die Lekt-Tests oder die Bespülung von Tanks.
Bei Quantencomputern für die Kühlung oder im Flugzeugbau wird das Zeugs auch gebraucht.
Also, wenn da so Aluminium geschweißt werden muss und ähnliches und das sehr genau sein muss, dann braucht man solche Geschichten zur Kühlung.
Also haben wir schon nebst den Chips dann auch noch anderswo ein Problem und Raumfahrt.
Hat noch keiner drüber geredet, was das für das IPO von Elon Musk bedeutet, wenn da Helium knapp wird.
Ich sag's euch nur mal.
Ich glaube jetzt nicht, dass daran das IPO scheitert, aber ich finde es sehr lustig, muss ich zugeben.
Jedenfalls sind wir mal gespannt, wann Elon Musk sich zu dem Thema meldet.
Dann Sulfur.
Der Golf steuert hier über 40 Prozent der weltweiten Produktion bei.
Mit Iran sind es 45 Prozent.
Also, die haben da auch noch ein bisschen was.
Geh mal davon aus, dass sie ihre eigenen Schiffe rauslassen und reinlassen.
Also, das Ding wäre dann, dass man irgendwann denen nochmal die Schiffe abballert, weil sie ja die anderen auch nicht rauslassen.
Das wäre aber auch noch eine weitere Eskalationsstufe.
So, Sulfur brauchst du für Phosphatdünger.
Größten Empfängerländer sind Indien, China, Marokko und Indonesien.
Und am Golf werden aber auch.
Urea, 34% Weltmarktanteil und Ammoniak, 23% Weltmarktanteil, hergestellt.
Das Ganze wird dort natürlich auch wieder wegen der niedrigen Energiepreise gemacht.
Das heißt, der Golf schafft somit Arbeitsplätze, schneidet sich ein Stück der Wertschöpfungskette ab.
Und wir erinnern uns, Hannah, 2022 war Dünger ja schon mal ein großes Thema, als die Russen in die Ukraine eingefallen sind.
Da gab es auch größere Probleme.
Es wird auch viel zu wenig besprochen aus meiner Sicht.
Also es wird jetzt immer über die Spritpreise geredet.
Aber die anderen Sachen, also gerade Dünger auch, wird, findet kaum je Erwähnung.
Finde ich auch ganz interessant, weil ich finde, Gas ist das viel größere Problem als Öl.
Und das, was hinterm Gas dranhängt.
Und das ist auch definitiv das, was da nicht rauskommt, wenn die Iraner das nicht rauslassen.
Du hast da keine Pipelines, die irgendwo hinfließen.
Du musst da mit dem Schiff durch.
Also Öl können wir irgendwie so auf ein Defizit von sechs bis 8 Millionen runterbringen.
Dann kann man das irgendwie setteln.
Aber ich sehe es nicht, wie das beim Gas gehen soll.
Und das finde ich auch total interessant, dass es scheinbar so ist, wie Donald Trump es immer sagt.
Öl ist das, was die Leute an der Tankstelle jeden Tag sehen.
Und das ist das, was in ihrem Kopf hängt.
Der Rest ist scheißegal.
Naja, natürlich nicht.
Aber der ist wesentlich weniger wichtig für öffentliche Wahrnehmung als die Tankstelle.
Also 2022 war es schon mal ein Thema.
Damals gab es dann eine Freigabe von den USA unter beiden noch, dass man dann doch wieder russischen Dünger kaufen dürfe und so weiter.
Mittlerweile hat Russland sein eigenen Markt, naja, sagen wir mal, geschützt, diverse Exporte verboten.
Man müsse sich auf sich selber konzentrieren.
Ich gehe mal auch davon aus, dass die Ukrainer genug zerballert haben, als dass die IDA eh nicht mehr allzu viel so von sich geben und eben ein paar Probleme haben.
Also Russland fällt als Kompensator, als natürlicher Kompensator völlig weg in diesem Markt.
Und das wird noch eine ganz interessante Diskussion.
Ich merke das ja schon an der einen oder anderen Stelle, dass da so Ideen aufploppen.
Man könnt ja jetzt wieder, man müsse ja jetzt mit Russland reden und so weiter.
Also da, naja, aber Dünger ist ein Problem.
Also Dünger ist ein sehr essentielles Ding.
Wenn der fehlt, wenn der nicht eingesetzt werden kann, dann fehlt uns Ernte.
Dann fehlen uns Nahrungsmittel.
Dann werden die Nahrungsmittelpreise, die ja jetzt schon leicht hoch sind, diversen Bereichen, die werden nochmal wesentlich stärker ansteigen.
Vor allen Dingen ist es so, wenn Düngemittelpreise steigen, steigen sie immer auch global.
Also, man kann dann vielleicht mit Exportverboten drauf reagieren.
Das wäre ja bei den USA wäre das ja sehr naheliegend, dass die ein Exportverbot machen.
Aber dann haben wir weltweit ein richtiges Problem, weil wir ja dann noch mehr haben, was nicht am Markt da ist.
Also, das ist ein sehr großes Problem.
China hat Exportverbot schon verhangen, Indien auch.
In der Folge, wenn da wirklich Nahrungsmittelknappheiten entstehen muss, kann man auch damit rechnen, dass da Exportverbote entstehen.
Also, das wird eine der Folgen, die uns wesentlich mehr beschäftigen werden als das Öl, wäre mein Tipp.
Vor allen Dingen, wenn jetzt der Zustand so bleibt.
Also vieles liegt würde zur Erinnerung auch immer daran, wie lange dieser Krieg dauert, wie lange der Wiederaufbau dauert und wie viel während des Wiederaufbaus rausfließt.
Und es gibt auch diverse Länder, die auf Nahrungsmittelimporte angewiesen sind.
Die haben zwar alle ein bisschen was, aber in Ägypten, die haben 2022 schon ein Riesenproblem gehabt, weil der Weizen gefehlt hat.
Oder nur teuer eingekauft werden konnte und dadurch natürlich das Geld nicht da war.
Und dann gab es ja diverse Verhandlungen mit IMF und so weiter und so fort.
Also da gibt es diverse Länder, da ist jetzt gerade Druck da.
Also gibt es ja zum Beispiel, wir machen jetzt hier jeden Tag um 9 Uhr seit gestern, seit seit vorgestern, 28.
war der erste Tag.
Wird ja jeden Tag um neun Uhr werden alle Restaurants und so weiter dicht gemacht, weil das angeblich Strom spart.
Beim letzten Mal haben sie dann irgendwann angefangen, zwei Stunden lang jeden Tag den Strom abzustellen, natürlich nachdem es dunkel wurde.
Also da, wo man dann vielleicht noch was tun möchte oder im Film gucken möchte, konnte es dann halt das nicht machen.
Also ich will jetzt nicht sagen, dass wir da in eine schlimme Situation reingeraten, weil es gibt noch diverse Unbekannte bei der ganzen Sache, aber das ist so potenziell das Feld, wo ich mir am meisten Sorgen machen würde.
Und auch hier ist es so, es ist wenig.
Man kann nicht einfach irgendwo eine Produktion hochfahren und hat dann was.
Sondern das ist wirklich ein tiefgehendes Problem, wenn wir da reingeraten.
Also wir können nur über längere Zeiträume substitieren, ist da die klare Ansage.
So, und generell haben wir auch beim Schwefel das Problem, das entsteht halt nur, wenn Öl und Gas verarbeitet wird.
Wenn also am Golf kein Gas verarbeitet wird, fehlt schon mal was.
Wenn weniger Öl verarbeitet wird, fehlt da auch was.
Und ja, also es sind immer mehrere Sachen.
Das eine, wir diskutieren sehr oft, da kommt nichts mehr raus und dann freuen wir uns, wenn ein bisschen rauskommt.
Aber eine unklare Produktion.
Also der Zustand zum Beispiel, schaffen sie jetzt, dass sie da ihre Pipelines halbwegs nutzen können.
Und dann fliegt da aber immer mal wieder eine Drohne irgendwo rein, da muss was repariert werden, da ist mal für ein, zwei Wochen, kann dann halt kein Öl durch die Pipeline gejagt werden.
Dann kann halt auch keins produziert werden, weil die Lager halt irgendwann mal voll sind.
Und dann musst du halt gucken, dass du die Produktion so managt, dass das irgendwie alles hinhaut oder eben auch nicht.
Da musst du abstellen.
Und dann hast du immer wieder Lieferunterbrechungen und auch das wird das Angebot klein halten, wenn wir so eine Situation haben.
Und das könnte dann ein Thema für mehrere Jahre werden mit entsprechenden Preisschwankungen, die sich auch dann bei den Nahrungsmitteln niederschlagen.
Eine etwas bessere Geschichte haben wir bei Brom.
Also will es jetzt nicht als gute Nachrichten bezeichnen, aber das wird hauptsächlich in Jordanien und Israel im toten Meer gefördert.
Weil wenn er da mal wart, guckt euch da, so ihr mal nach Jordanien fahrt, guckt euch das mal an, totes Meer kann man mal gesehen haben.
Das ist jetzt nicht so spannend, aber da wird das Brom rausgeholt.
Und der Weltmarktanteil liegt bei rund 45 Prozent.
So, das Zeugs muss nicht durch die Straße von Hormus und die Golfstaaten importieren es.
Da kann man anders regeln.
Und da ist dann eher die Frage, wie eben auch jetzt hier schon am Ende von dem Sulfurthema gezeichnet, wie stark die Produktionsanlagen betroffen sind.
Also wenn da regelmäßig eine Drohne drüber fliegt und reinfliegt und irgendwas abgewehrt werden muss, irgendwann trifft es das Ding halt.
Und dann hast du da weniger Produktion, allerdings, solange die Golfstaaten da weniger produzieren können, so lange ist auch völlig klar, dass eine geringere Nachfrage da ist.
Also da gibt es dann auch so eine gegenseitige Entspannung.
Also, das ist am unproblematischsten aus heutiger Sicht.
Es ist in jedem Fall schwieriger, hier Probleme zu erzeugen als bei Helium und Sulfur.
Und damit haben wir so folgende Gesamtsituation.
Also beim Öl verlieren wir aktuell so um die, ja, je nach Kalkulation, ich sag mal, 6 bis 7 Millionen Barrel am Tag, wenn alle Umleitungen funktionieren.
Das ist das Defizit.
Das Defizit ergibt sich allerdings zurzeit auch so niedrig, weil aus den Ölreserven Öl rausgelassen wird.
Das heißt, eigentlich ist das Defizit höher.
Da muss ich sagen, da habe ich am Anfang gedacht, na, muss man jetzt schon die Öllager leeren, aber da kann man schon argumentieren bei einem Defizit von 10 bis 12 Millionen, dass es schon gut ist, wenn die Ölreserven geleert werden und das Defizit erstmal gedeckt wird, weil es sehr aktiv da ist.
Beim Erdgas haben wir starke Ausfälle mit allen Konsequenzen, die wir ja auch gerade eben besprochen haben.
LNG wird massiv teurer und für die Müllung wäre halt ein schnelles Kriegsende notwendig.
Und hier, Hanna, wollte ich eigentlich das sagen, was du schon vorweggenommen hast.
Das Öl nimmt im öffentlichen Debatten sehr viel Raum ein.
Aber ich finde, wie gesagt, Gas wesentlich schwerwiegender in der Auswirkung.
Und da würde ich mir doch wünschen, dass man mehr darüber redet, weil sonst stehen wir wieder da und denken uns, ach, ach so, ja hätte uns das mal einer gesagt.
Und die Folgen sind auch völlig klar.
Preissteigung bei Nahrungsmitteln, erstmal per se über ein Dünger, ist auch klar.
Aber halt auch im Transportsektor, wenn wir was von A nach B transportieren müssen und der Benzinpreis sich verdoppelt hat, ja, dann ist das teurer.
Wenn wir Glashäuser, die wir da haben, wo wir dann die Pflanzen züchten, die werden ja mit Gas betrieben, oftmals.
Ich will nicht sagen, immer und sicherlich kann man das auch wieder umbauen und was weiß ich was.
Aber das zieht dann erstmal durch eine Weile, bis man da eine Lösung gefunden hat.
Und gut, wenn etwas dauerhaft wegfällt, findet man immer eine Lösung.
Die Frage ist dann nur, wie lange es dauert.
Und bis dahin wird es dann auch keine Entspannung bei den Preisen geben.
Und viele Lösungen sind ja auch teurer als das, was man vorher sehr effizient hatte.
Ja, und weniger gut behandelt scheint mir auch die Frage, was eigentlich passiert, wenn in Südkorea und Taiwan quasi die DRAM und die Chip-Produktion da komplett ausfällt.
Oder zu einem großen Teil.
Also zum Verständnis, in den USA gibt es einen Streit darüber, wie stark die Investitionen für künstliche Intelligenz das Wachstum der USA in 2025 befördert haben.
Also medial sehr ungenau wird dann einfach gesagt, ja, das komplette Wachstum.
Kommt daher.
Ja, jein.
Also es ist halt so, das Geld wird von den USA nach Taiwan oder Südkorea geschickt.
Die überweisen das und dafür kriegen sie die Produkte.
Also die Wertschöpfung findet dort statt und wird dann dort auch BIP-wirksam.
In den USA wird so rausgerechnet.
Man kann dann bei den Chips vielleicht über die Software, die dann noch dahinter steckt, Wertschöpfung in den USA finden, das natürlich wesentlich kleiner.
Dann gibt es irgendwie bei den Rechenzentren großen Streit, zwei Drittel der Kosten von so einem Rechenzentrum, bestehen halt aus den Chips, die du da einkaufst.
Werden allerdings die Rechenzentren natürlich vor Ort gebaut.
Da ist so ein Stromnetz und was weiß ich noch alles, was da hingebaut werden muss, Kühlung und hast du nicht gesehen.
Das schlägt natürlich schon aufs BIP nieder.
Also, das ist schon real da.
Und ich mach's mal ganz kurz an der Stelle.
Also Goldman Sachs ist am skeptischsten.
Die sagen, BIP-Beitrag durch AI-Aufbau liegt irgendwo bei 0,2 Prozent.
Und von AI selber bei 0 Prozent BIP.
Der Konsens für die Rechenzentren liegt irgendwo bei 0,5 bis 1 Prozent, wirklich im Gesamtkonsens.
Kann man dann wieder streiten, aber man muss sich halt vergegenwärtigen, das US-BIP liegt irgendwo bei 2,5 Prozent.
Das wird gerade ständig korrigiert für 2025, deswegen liegen wir uns mal da nicht zu sehr fest.
Aber da sieht man, je nachdem, wo man da steht, ist der Beitrag schon merklich oder eben auch nicht.
Und daraus ergibt sich halt schon eine Folge für die Szenarien, die jetzt entstehen können.
Also wir sind ja in den USA in einer Situation, in der die Wirtschaft jetzt nicht so proper lief.
Also die Kosten sind gestiegen, viele Menschen haben sich natürlich erhofft, dass Trump die Kosten senkt, aber Trump hat Zölle erlassen.
Also sind die Preise gestiegen.
Na, sowas.
Abschiebungen obendrauf, das heißt, man hat dann irgendwo Arbeitsplätze mangeln in diversen Branchen, es kann nicht gescheit gebaut werden.
Wir hatten das ja hier alles, die Ernten sind auch nicht so dolle und ja, dann hast du halt steigende Preise bei Nahrungsmitteln.
Und jetzt kommt halt nochmal ein Schub an Preissteigerungen obendrauf.
Sei es durch Produktionsausfälle und dass es teurer wird, sei es durch Benzinpreis, der von, ich habe mal nachgeguckt, 290 vor dem Krieg auf jetzt irgendwie 4 Dollar gestiegen ist.
Das ist ja schon mal merklich, Tendenz weiter steigend.
Also das ist zum Chart so eine so eine Kerze.
Und das macht natürlich die Leute einerseits nervös und andererseits ist es ja real.
Also du hast einfach weniger Geld.
Das heißt, du wirst weniger konsumieren.
Da steckt dann so eine gewisse Wahrscheinlichkeit in den Annahmen, dass die USA jetzt in eine Rezession rutschen.
Und dabei spielt AI halt eine Rolle.
Also wenn man sagt, AI hat gar keinen Beitrag, gut, dann ist es ja nicht so schlimm, wenn es da ein bisschen kracht.
Wenn sie ein Prozent Beitrag haben, naja gut, wenn die 1% dann plötzlich fehlen, weil man da irgendwie die Rechenzentren nicht fertig bauen kann, weil keine Chips geliefert werden, dann ist da schon mal ein Prozent weniger dabei und durch die höheren Kosten an anderer Stelle geht sicherlich auch nochmal ein Prozent verloren.
Also dann wird es schon eng.
So kann man das halt durchgehen und dann kommen wir ja zu dem anderen Punkt, der dann wiederum dahinter steht.
Also die Tech-Aktien waren jene Aktien, die den US-Kapitalmarkt in den letzten Jahren nach vorne geschoben haben, die die Renditen erzielt haben.
Alle anderen Branchen nicht.
Das waren die Tech-Aktien.
Magnificent Seven und was die sich da alles als Namen ausgedacht haben am Markt.
Aber daher kamen die Renditen, auch vor allem diese krassen Überrenditen zu Europa.
Aber Kapitalmarkt ist natürlich auch immer Annahme über die Zukunft.
Deswegen sind da sehr hohe Bewertungen jetzt für die Tech-Aktien da.
So, und jetzt haben wir gleichzeitig gesehen, dass die letztes Jahr angefangen haben, die großen Tech-Unternehmen Schulden aufzubauen.
Um in AI-Infrastruktur zu investieren.
Dann hieß es immer, naja, also theoretisch haben wir ja das Geld, aber wir müssen ja auch Kapitalkosten und eine ordentliche Kapitalstruktur und da und Effizienz.
Deswegen brauchen wir jetzt Schulden und die Schulden werden halt aber mehr.
Also letztes Jahr haben sie irgendwie 121 Milliarden aufgenommen, die großen Tech-Konzerne.
Dieses Jahr sollten es 690 Milliarden sein.
Aktuell haben sie jetzt schon aufgenommen, immerhin, wir sind ja schon Ende März.
120 Milliarden sind schon mal durch.
Also da ist noch ein bisschen was, was aufgenommen werden soll übers Jahr.
Und nun hast du aber natürlich das Problem.
Also wenn alles teurer wird, also man kriegt ja dann irgendwie weniger Chips fürs gleiche Geld, ne?
Mal so als erster Gedanke.
Also ich persönlich verspüre jetzt weniger Ängste bei den großen Tech-Unternehmen.
Also ich glaube, die verdienen ausreichend Geld, um das irgendwie zu regeln.
Und wir sind noch nicht so tief drin in der Verschuldungsphase.
Also wir waren eher kurz vor dem großen Boost und vielleicht überlegen die sich das jetzt nochmal.
Und da fängt es dann aber an.
Wenn die sich das nochmal überlegen oder wenn sie einfach auch keine Produkte geliefert bekommen, also die Chips, die sie brauchen, dann hat man ja natürlich das Problem bei den Betreibern der Datenzentren.
Und da haben wir schon gesehen, dass die sehr hoch verschuldet sind teilweise und auch schon erste Probleme haben.
Und wenn dann jetzt Einnahmeausfälle obendrauf kommen, ja, dann wird es schwierig.
Da sind wir dann schon in der Situation, die der Jens damals angesprochen hat, als wir da mal einen kurzen Blick drauf geworfen haben, ne?
Dann kann es ja passieren, dass auf einmal so ein Tech-Konzern so ein Datencenter-Betreiber retten muss, damit das Datenzentrum dann da auch weiterhin läuft und stehen bleibt.
Also man muss ja Donald Trump immer eine Sache lassen.
Er ist wirklich ein extremer Beschleuniger der Dinge.
Also für das, wir hätten jetzt vielleicht noch so drei Jahre weitermachen können mit der Scheiße.
Und jetzt zack, sind wir schon vielleicht vor der Situation.
Das hat natürlich trotzdem eine Kapitalmarktkonsequenz bei den Tech-Unternehmen.
Also die haben das Geld, die werden nicht sterben, die regeln das alles irgendwie, was da jetzt auf sie zukommt, wenn es denn auf sie zukommt.
Aber dann hast du ja schon mal die ersten Effekte.
Dann hast du halt kein Aktienrückkaufprogramm in diesem Jahr.
Dann hast du halt eine wesentlich kleinere Dividende.
Dann wird die Bewertung dieser Unternehmen sich ändern.
Und das wird dazu führen, dass die Gesamtbewertung des Kapitalmarkts sich verändert, dass Leute, die auf Kredit irgendwelche Aktien gekauft haben, die verkaufen müssen, dass das neu alles umgeschichtet werden muss, dass Menschen Geld verlieren.
Vielleicht ein Stress geraten.
In jedem Fall ist da eine Renditerechnung dahin.
Und es würde uns eine merkliche Korrektur bei diesen Tech-Werten ins Haus stehen.
Und die Frage ist, wie sich das auf den Rest des Marktes auswirkt.
Angst, den gesamten Markt runterzuziehen.
Und die Antwort darauf meinerseits ist, naja, kommt immer so ein bisschen drauf an, wie es passiert und vor allen Dingen in welchem Zeitrahmen es passiert.
Also Blödsinn, der über zwei Jahre passiert, ist leicht verkraftbar.
Wenn er innerhalb von zwei Wochen kommt, siehe Donald Trump, dann kann es auch mal einen Crash geben.
Dann haben wir noch so nachgelagert bei den Tech-Aktien dieses Thema Fonds und Schattenbanken, die den ganzen Kram mitfinanziert haben.
Das sind geschlossene Fonds.
Da kann man dann wenig Geld rausziehen.
Das heißt, man muss woanders das Geld herbekommen, wenn man in Nöte geraten ist.
Man hängt dann quasi an der Laufzeit der Kreditvergaben fest.
Es wird jetzt auch Banken wahrscheinlich geben, die erstmal nicht Kredite umschichten können.
Also die gehen ja immer in Vorleistung.
Wir haben das damals bei Twitter gesehen, als der Must den Twitter gekauft hat.
Oder das Twitter.
Dann nimmt der da die Kredite bei den Banken auf, die Banken geben ihm die Kredite und dann verticken sie die Kredite mit einem ganz kleinen Abschlag weiter.
Und jemand anders hat dann die Kredite, weil er sagt, ja, der Musk, der ist ja solvent.
Hat sehr lange gedauert, ehe der Zustand erreicht wurde beim Musk und diesen Krediten.
Wenn man dann diesen Punkt kommen, mit dass die Geldgeber Probleme haben, die müssen es in jedem Fall werttechnisch abschreiben, wenn sie sehen, oh, der Kredit, den ich da habe, da mache ich lieber mal eine 80 Prozent hin statt eine 90 Prozent.
Das sind dann Pensionskassen zum Beispiel, die ja Geld in diese Private Equity-Gesellschaften mitschießen, die wiederum Fonds auflegen, die wiederum in andere Fonds investieren und so weiter und so fort.
Also das ist schon nicht ohne, was da so hinten dran steht.
Und für AI selbst kann man natürlich sagen, dass im Fall von Preissteigerungen nicht nur eben weniger Chips fürs gleiche Geld reinkommen, sondern die Investitionen im Grunde, die sie jetzt planen, so niedrig sind.
Und dann ist wirklich die Frage, also schießen die da noch mehr nach?
Also sind das dann nochmal 10, 20 Prozent mehr?
Das soll bei 700 Milliarden, ne?
Also geht man dann auf 840 oder wie müssen wir uns das vorstellen?
Also da sind Fragen.
Und das Risiko, zumindest für den AI-Bereich, heißt, der Investitionszyklus könnte sein vorläufiges Ende finden.
Für mich persönlich sorgen allerdings zwei Punkte etwas mehr.
Also einmal die Notenbanken reagieren auf steigende Inflation, Regelfall mit Zinssteigerung, besonders die EZB.
Bei der FED sieht es immer ein bisschen anders aus, weil die FED ja auch an die Wirtschaft denken muss und an die wirtschaftliche Entwicklung.
Wir haben allerdings unter Paul gesehen, dass der sehr gerne mal die, also der hat ja dann die Zinsen hochgeballert.
Und auch dann hat die EZB mitgemacht beim letzten Mal.
Haben sich lange gesträubt und gesagt, Energiepreise, das ist jetzt nicht unser Ding, das behebt sich ja irgendwann und dann waren sie doch dabei, die Zinsen zu erhöhen.
Ja, und jetzt ist die EZB hat doch schon einmal.
Genau, die hat es schon gesagt.
Da ist doch schon klar, dass die mindestens also einmal sicher erhöhen wird und wahrscheinlich auch ein zweites Mal.
Also die heutigen Inflationszahlen, ich glaube, Deutschland 2,8 Prozent sprechen dafür, dass die EZB durchzieht, weil sie halt ist, wie sie ist und nicht unbedingt an die Arbeitsplätze denkt.
Und es verschlechtert dann natürlich die Renditen für bestehende Kredite.
Das wiederum trifft dann Unternehmen, die eh gerade so durchkommen und da Kredite aufgenommen haben, die sie am Leben erhalten.
Und jetzt haben wir natürlich in den USA zusätzlich das Phänomen, dass solche Kredite natürlich auch immer bearbeitet werden.
Das ist das Phänomen der sogenannten Leveraged Loans, also Kredite, die im Grunde Firmen als Grundlage haben, die sehr schlecht dastehen und ein mieses Rating haben.
Man kann das Ganze noch hebeln, muss es aber nicht.
Also nochmal ein Kredit für diese Kreditvergabe aufnehmen und so weiter.
Da gibt es ja auch Möglichkeiten.
In jedem Fall gibt es dann diese Firmen, die so schlecht dastehen und die gehen dann halt her und sagen, ich brauche Geld oder es gibt irgendeine Private Equity, wo die schlechte Firma in eine andere schlechte Firma reingesetzt wird und dann haben sie noch mehr Schulden oder sie versuchen sich zu restrukturieren und dann pumpt man Geld rein und da gibt es ganz verschiedene Varianten.
Dieser Markt ist 1,4 Billionen Dollar groß.
Und dann werden die Kredite verpackt.
Ihr kennt das aus der Finanzkrise 2008.
Die guten Kredite werden mit den schlecht geräteten, beziehungsweise in dem Fall haben die gar keine Ratings, die Kredite.
Es sind so schlecht, dass sie keine mehr haben.
Zusammengepackt.
Das nennt sich dann Collateralised Loan Obligation, also CLO.
Und naja, im April 2025, nach Trumps Zollaktion, kam genau dieser Markt so dermaßen massiv unter Stress, dass erstmal gar keine neue Missionen erfolgen konnten.
Und man mehrere Wochen brauchte, sich zu beruhigen und die Vetter schon ganz nervös war und so weiter.
Also, da hat man schon gesehen, so ein Trump, wenn der was macht, das nicht gut ist, dann trifft das genau diesen Bereich.
Und dann gab es im Laufe des Jahres 2025 zwei große Insolvenzen, die zu weiteren Verwerfungen führten.
Also, da kommen dann auch so Banken raus, ne, und sagen so: ja, da diese Shadowbanks, das ist ja alles scheiße, das ist ja, das kommt lieber zu uns, wollen sie damit immer sagen, wir sind sicher.
Aber da herrschte schon so ein bisschen Krieg an der Wall Street und bisher wurde es immer wieder eingefangen.
Jetzt haben wir allerdings noch die schöne Situation.
Februar 2026 hat ein sogenannter Fonds, naja, ist schon Fonds, Blue Oll.
Ist eine Firma, die dann Fonds auflegt und die hat ja Rücknahmeanträge erhalten.
Also, wenn du da so dein Geld reingesteckt hast, gehst du her und sagst, ich will meinen Geld.
Und dann sagt die Firma, ja, das ist ja fix, habe ich ja vorhin erläutert.
Aber wir haben jetzt hier irgendwie die Möglichkeit, so und so viel Prozent auszuschütten.
Das machen wir mal und der Rest wird dann gestoppt.
Und dann haben sie zu den Leuten gesagt: da passt mal auf, also was wir euch anbieten können, ist hier, wir haben hier einen notleidenden Fonds.
Wir können eben ja mit einem Vehikel fusionieren, das nicht notleidend ist.
Habt ihr wohl ein Schuss?
Also 20% Haircut war im Grunde das Angebot, darauf lief es hinaus und haben die Leute gesagt, nö.
Also haben sie es nicht gemacht.
Dann hat Blue Old die Rücknahmen komplett gesperrt und in Fonds auf Liquidation umgestellt.
Das heißt, die versuchen jetzt die Sachen zu verkaufen, die da drin sind.
Das ist jetzt natürlich super, ne?
Und ja, wenn dann genug Investoren irgendwie das Zeugs abgenommen haben zu einem niedrigeren Preis.
Also, ich bin mal gespannt, ob der 20 Prozent nur ist, der Abschlag oder ob er nicht doch mehr ist.
Oder aber die Kredite bedient worden sind, ja, dann wird der Rest ausgeschüttet und das Ding ist erledigt.
Im März 2026 gab es allerdings zwei weitere Vorfälle.
Einmal bei Morgan Stanley hat auch ein Fonds, Rücknahmen begrenzt.
Investoren wollten 11% der ausstehenden Anteile.
Die Hälfte davon wurde ausgezahlt und dann quasi gesperrt.
Und dann gab es noch bei Apollo einen 25 Milliarden Fonds.
Ja, begrenzte Rücknahmen auf 5%, 11% der Leute wollten ihr Geld.
Das sind alles Leute, die gedacht haben, naja, ich habe jetzt hier irgendwo ein Problem.
Ich muss Geld reinholen und dann haben die halt da versucht, die Geld rauszukriegen.
Auch in dem Wissen, das wird schwierig.
Auch hier wieder irgendwie nur 45, 50 Prozent ausgezahlt.
Also allzu viel haben die nicht rausgekriegt insgesamt.
Ares-Management, 10 Milliarden Fonds, auch 5%.
Auch irgendwie 11 Prozent.
Also es scheint so ein durchlaufendes Topic zu sein.
Und daran sieht man, der Markt ist bereits im Stress.
Einerseits wollen die Leute raus, das ist immer schlecht, da müssen die Fonds begrenzen, weil du kannst diese Sachen ja nicht einfach verkaufen.
Und das bedeutet aber auch, dass das, was drinsteckt, automatisch wesentlich weniger wert wird.
Weil es ja auch keiner mehr kaufen will, weil ja aus dem Markt Geld rausfließt.
Es muss noch nicht mal notleidend sein.
Also man weiß aber, dass 10% der Anleihen da drin oder der Kredite immer notleidend sind.
Und diese, also in einer Rezession, das war ja auch ein bisschen unser Kapitalmarktausgang, würden mehr dieser Kredite notleidend werden.
Dann hast du vielleicht nicht nur 10%, sondern auf einmal 20 Prozent notleidender Kredite.
Und das alles erinnert einige dann doch sehr an die Finanzmarktkrise.
Ja, und das war ja vorher, also schon vor der aktuellen Verwerfung durch Trumps schwachsändigen Krieg.
Ich weiß nicht.
Gab es ja schon den ein oder anderen Hinweis, dass.
Das Thema vor fünf Jahren, sechs Jahren.
Ja.
Ja, aber auch jetzt, dass in den KI-Krediten da so ein bisschen nicht alles rosig ist, hat Jens ja auch schon vor zwei Monaten oder so.
Ja, es gibt Risiken, genau.
Und jetzt werden sie halt sehr schnell sichtbar.
Also man dachte halt immer, das dauert ein paar Jährchen, aber das ist halt jetzt schon da, dieses Thema.
Und dann ist die Frage, wie es da weitergeht.
Wie gesagt, ich glaube nicht, dass bei den AI-Krediten jetzt großes Problem entsteht, das kann man alles regeln.
Aber es sind halt zusätzliche Kosten und wir werden dann in dieser Branche auf alle Fälle eine Neubewertung erleben.
Und wir sehen sie ja auch schon teilweise.
Also jetzt ist natürlich die Frage, ob alle jene Unternehmen, die da abgestraft worden sind, weil AI ja ihr Geschäftsmodell zerstört, ob da jetzt dann das Umdenken erfolgt, ach so, das erfolgt ja jetzt doch nicht so schnell das Stören des Geschäftsmodells.
Das glaube ich nicht.
Oder ob die dann nicht eh weiter abverkauft werden.
Also man kann da sehr viel dran rumdenken.
Ich will damit nur sagen, der Kapitalmarkt ist durchaus in einer kleinen Stresssituation.
Wir sehen auch generell überall die Anleihenzinsen nach oben rauschen.
Und man darf ja immer nicht vergessen, in den USA gibt es ja auch eine sehr hohe Staatsverschuldung, die ja jetzt natürlich noch befeuert wird.
Also die haben ja schon mal zweieinhalb Milliarden aufgerufen dafür, ihren Krieg.
Das könnte ja noch teurer werden, je nachdem, wie lange er dauert.
Trump versucht, die Folgekosten schon auf andere abzuwälzen.
Da ist er ja schon fleißig dabei.
Es wird auf alle Fälle ruckelig.
Das können wir jetzt schon festhalten und es gibt gewisse Risiken, dass eine Spirale entsteht.
Eine Negativspirale.
Aber, und da würde ich dann wieder dagegenhalten, die Notenbanken sind drauf eingestellt, also dieses Zögern, was wir ja auch 2008 hatten.
Also die Probleme waren wesentlich größer.
Und das Zögern der Notenbanken, da andere Banken zu retten und so weiter, das war ja einer der Auslöser für die größten Probleme dann.
Ich glaube, das wäre heute auch anders.
Jetzt noch eine letzte Sache zu diesen Leverage Loans.
Donald Trump hat natürlich vor kurzem die Regulierung für die Dinger komplett über den Haufen geworfen.
Und die können jetzt noch beschissene Kredite da reinpacken in diese Dinger.
Allerdings hatten sie jetzt auch noch nicht allzu viel Zeit, das zu tun.
Es knallt jetzt quasi schon, bevor das erfolgt ist.
Ja, also ihr seht, ich finde es noch lustig.
Von daher ist noch Hoffnung.
Kommen wir zum Gesellschaftsteil, Hanna, was meinst du?
Ich habe nichts im Gesellschaftsteil.
Ja, also pass mal auf, ich hab was.
Ich muss nur das Bild aufmachen.
Also, ich habe jetzt auch keinen Pick.
Ich habe ja eine Doku gesehen, ZDF-Doku, die Diplomaten.
Da habe ich dann hier im Auslandsbericht.de kurze Empfehlung abgegeben.
Das will ich jetzt nicht wiederholen, aber das wäre natürlich eine Empfehlung.
Ich habe nämlich auf Bali einen Weizenbock getrunken.
Von Islands of Imagination.
So als Teller an.
Und also, das haben sie mir in so einem Erdinger Glas gegeben.
Zum Erdlinger Weizenglas.
Und der ist ganz gut.
Warte mal, ich versuche gerade noch rauszufinden.
7%.
7% hat er.
Also am Anfang war er mir zu wässrig.
Aber im Nachgeschmack ist er gut.
Also im Nachgeschmack hast du dann so eine gewisse Komplexität gehabt und auch gemerkt, okay, dann kommen aber die ganzen Bitterstoffe und so weiter.
Also am Anfang war das für mich irgendwie so: was trinke ich denn hier?
Also wie Wasser.
Wie ist erstmal wieder beschimpft?
Ihr könnt ja echt eine Dononesin kein Bier machen.
Ich weiß gar nicht, was mit euch los ist.
Dann aber ein bisschen kam da was.
Also, das wäre, glaube ich, vom indonesischen Bier, was ich probiert habe, ich weiß gar nicht, ich glaube schon noch so aus Indonesien.
Ich habe es vom Tap getrunken.
Wäre es mit das Beste.
Also ohne, dass ich jetzt sagen würde, ich wäre Fan davon, aber das war okay.
Deswegen wollte ich das hier nochmal erwähnt haben, falls denn jemand darauf stößt.
Weizenbox nennt sich tatsächlich einfach Weizenbock.
German-Style Weizenbock, also weed version of German-Style Bock.
Also Bigger and B4 Dunkelweizen.
Und das muss ich sagen, das glaube ich, also da muss ich sagen, ich trinke ja ganz gerne Dunkelweizen, aber ich habe das Gefühl, so ein deutscher ordentlicher Dunkelweizen schmeckt besser als das.
Der ist beefiger.
Das zurückzugeben.
Ich wollte gerade sagen, wenn man jetzt sagt, ein Weizenbock und dann schmeckt der wässrig, da gehört ja auch schon ein bisschen was dazu, ein Bock wässrig zu machen.
Ja, also wie gesagt, war der Erstgeschmack so im Mund, ne?
Und dann wurde es dann schon noch etwas mehr, aber ich weiß auch nicht, wie das zustande kommt, aber es war dann okay.
Beim letzten Mal hatte ich ja ein ganz schlechtes Bier, wo ich gesagt habe, brennt weg, wenn er das seht.
Deswegen bin ich froh, hier noch ein erträgliches zu haben.
Damit wären wir dann am Ende.
Ich hoffe, wir haben das Chaos der letzten Woche etwas aufgeräumt.
Ja, ich muss jetzt auch ins Bett.
Gute Nacht, Hanna, und euch eine schöne Zeit.
Www.mikroökonomen dort alles weitere.
Bis dahin.
Tschüss.
Tschüss.
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