# AI Agents, Geopolitical Risks, and Crypto Market Shifts

**Podcast:** Beckers Bets
**Published:** 2026-04-02

## Transcript

Risikohinweis.
Die Inhalte dieses Podcasts dienen ausschließlich der allgemeinen Information und sind zum einen ohne Gewähr und zum anderen keine Empfehlungen zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente.
Es handelt sich hierbei nicht um Anlagevermittlung, Anlageberatung oder ähnliches.
Ihr entscheidet selbst, was ihr macht.
Pickers Bets, der Investment Podcast mit Jan Beckers.
Hallo Jan.
Hallo Christoph.
Starten wir direkt mit dem Blick auf die Geopolitik.
Als wir das letzte Mal gesprochen haben, da war der Iran-Krieg noch am Anfang.
Jetzt sind also knapp vier Wochen vorbei.
Und ja, vor allem beim Thema Ölpreis kann man stark die Auswirkungen sehen, der ja sehr stark gestiegen ist schon.
Ich habe jetzt auch gesehen, dass Regierungsbeamte und auch Wall Street-Analysten sogar Szenarien im Kopf haben, in denen der Preis bis zu 200 Dollar je Barrel steigen kann.
Das würde wahrscheinlich auch der Börse nicht gefallen, natürlich.
Wie hat sich denn das Thema Energiepreise bei euch so als Risiko im täglichen Research verändert?
Also, wir, was den Iran-Konflikt angeht, versuchen wir unsere Vorhersagen, auch wann es enden könnte, natürlich vor allen Dingen auch auf Prediction Markets zerstützen.
Und da kann man auf jeden Fall sagen, dass die erwartete Zeit, bis der Konflikt dann durch welche Art auch immer wieder aufgelöst hat, sich in den letzten Wochen nochmal spürbar nach hinten verschoben hat.
Ich glaube, das 50 Prozent-Szenario Iran-Konflikt beendet, liegt jetzt irgendwo bei Ende Mai.
Das heißt, 50 Prozent der Wahrscheinlichkeit, dass es Ende Mai eine nachhaltige Lösung dort gibt und 50 Prozent, dass es später ist.
Und das hat sich auf jeden Fall auch schon nach hinten verschoben im Laufe des Konfliktes.
Infolgedessen sind natürlich auch die Makrorisiken natürlich insbesondere zusätzliche Inflation gestiegen aus dem Iran-Krieg.
Und wir sind ja im Grunde mit einem relativ positiven Makro-View ins Jahr gestartet.
Wir glauben auch weiterhin, wenn man jetzt auf einen längerfristigen Zeithorizont ein oder zwei Jahre guckt, dann ist das Bild eigentlich ziemlich positiv.
Kurzfristig ist aber natürlich so, dass das auf jeden Fall auch die Zinssenkungsfantasien in näster Nähe auf jeden Fall erstmal deutlich, deutlich verringert hat.
Der Markt geht jetzt nicht mehr davon aus, dass wir kurzfristig Zinssenkungen bekommen, wobei wir auch nicht davon ausgehen, dass das Szenario jetzt am wahrscheinlichsten ist, dass der Konflikt die Zinsen jetzt sogar weiter nach oben treibt.
Das heißt also, wir haben ja schon in Deutschland gesehen, dass die Energiepreise durchschlagen.
Da war die Inflation im März jetzt bei knapp 3%, nach knapp 2% noch im Februar.
Und wenn ich es richtig raushöre, glaubst du einfach, diese Zinspause, die aktuellen Zinsen werden einfach sehr lange noch bleiben.
Das halten wir aktuell für das wahrscheinlichste Szenario, wobei auch die Frage ist, ob es sehr lange so sein muss an der Stelle.
Aber das ist aus unserer Sicht derzeit das wahrscheinlichste Szenario, weil es natürlich weiterhin eigentlich strukturell nachhaltigere Faktoren gibt.
Nicht zuletzt ja auch die AI-Disinflation, die wir einfach bei vielen Themen weiter erspüren können.
Das ist wahrscheinlich am Ende der viel, viel größere und nachhaltigere Effekt auf die Weltwirtschaft.
Jetzt hast du schon gesagt, ihr stützt euch so ein bisschen auf Prediction Markets und schaut da, was mit der Wahrscheinlichkeit vom Kriegsende so los ist.
Andererseits, eine andere Informationsquelle wäre ja Donald Trump, der sich ja täglich fast schon zu Wort meldet dazu bei Truth Social.
Das ist aber häufig so ein Mix aus Drohung und gleichzeitig auch dem Hinweis auf gute Verhandlungen.
Also auch schwer zu durchschauen, was jetzt wirklich so dahinter steckt.
Sehr dynamisch auch immer, was er sagt.
Darum auch kurze Hinweis.
Wir reden jetzt hier am Dienstagnachmittag.
Wer weiß, was bis zur Ausstellung jetzt noch alles wieder hier vor Äußerungen kommen.
Auf jeden Fall ist das ja für Anleger wirklich sehr schwer einzuordnen.
Kann man irgendwie unterscheiden, was ist so ein bisschen typischer Trump-Noise und was ist ein richtiges Signal, dass man wirklich mal einen Schritt vorwärts kommt.
Naja, also wir verfolgen natürlich die Äußerungen von Trump.
Aber man muss natürlich auch sagen, das sind natürlich teilweise auch sehr taktische Äußerungen.
Was man auf jeden Fall an den Äußerungen natürlich auch herbeileiten kann, ist, dass Trump insbesondere vor den Wahlen, vor den Midterms in den USA ein Interesse hat, irgendwie gut dazustehen.
Da kommt ihm natürlich die Inflation nicht gelegen und auch insbesondere die höheren Ruhepreise an der Stelle nicht.
Insofern merkst du immer schon, immer wenn dort die Gefahr weiterer negativer Marktentwicklungen sind, dann ist er schnell mit beschwichtigen Worten an der Stelle dabei.
Hat aber jetzt auch kurzfristig keine wirklich gute Lösung an der Stelle in der Hand.
Und das treibt natürlich dann weiterum erstmal die Unsicherheit.
Wir denken aber auch, er hat einen sehr, sehr hohen Anreiz und wahrscheinlich deswegen eben auch so die Wahrscheinlichkeiten an der Stelle, den Konflikt vor den Wahlen zu beenden.
Genau, insofern wir verfolgen ihn, aber man darf definitiv nicht alles, was er sagt, immer für wahre Münze an der Stelle nehmen.
Weil du gerade sagst, er hat auch einen Anreiz, das jetzt schnell zu beenden.
Jetzt gab es ja auch einen Bericht, dass man sogar ein Kriegsende hier in Erwägung zieht, ohne dass man diese Straße von Hommus wirklich frei bekommen muss.
Also, die könnte auch weiter blockiert werden.
Hauptsache dieser Krieg ist dann für die USA zu Ende.
Wäre das nicht aber genau diese langanhaltende Unsicherheit, die für die Börse ja fast noch schlimmer wäre, wenn man gar nicht wüsste, wie geht es jetzt weiter mit dem Thema Energiepreise, wann wird die überhaupt wieder jemals frei?
Ich denke, das ist sicherlich kein Szenario, was sich an der Stelle irgendjemand wünscht.
Ich denke, solche Äußerungen sind auch davon getrieben, dass Trump natürlich frustriert ist, dass andere Länder, die viel direkter von dieser Passage dort betroffen und beteiligt sind, selber vor allen Dingen die USA an der Stelle machen lassen und sich nicht an dem Schutz dort beteiligen wollen.
Ich glaube, das spielt auch in diese Äußerung rein, der Frust.
Also muss man alles auch immer so ein bisschen im Hintergrund haben, wie man diese Äußerungen in der Öffentlichkeit einschätzen muss.
Wer aber sehr stark abhängig ist von den Energielieferungen oder auch von anderen Rohstofflieferungen, sie ist ja nicht nur Europa und die USA, sondern auch Asien, die sind ziemlich stark betroffen, auch was die Ausschläge angeht, da sieht man eine sehr starke Volatilität in den Finanzmärkten.
Gleichzeitig hat man dabei ja auch sehr viele wichtige Unternehmen sitzen und deswegen auch teilweise eine recht starke Schwäche bei vielen guten Unternehmen der Vergangenheit.
Ist es jetzt schon da ein gutes Einstiegsniveau teilweise in Asien oder ist das Risiko zurzeit für euch zu groß?
In Japan, Korea etc.
Also, ich denke, du spielst ja vor allen Dingen auf viele Halbleiter und AI-Infrastrukturunternehmen an und ich glaube, da kommt es einfach vor allen Dingen dann wiederum auf die Einzelunternehmen an.
Generell müssen wir sagen, mit dem, was wir sehen, gerade an AI-Fortschritten, was insbesondere eben auch agentische AI angeht, das sorgt derzeit für einen sehr, sehr starken Run einfach auf weitere Trockens, auf weitere Rechennachfrage, sodass dieser Engpass, der ohnehin schon da ist, wahrscheinlich sich im Laufe des Jahres noch beschleunigen wird.
Und vor dem Hintergrund halten wir eigentlich diesen Abverkauf, den es bei AI-Infrastruktur in den letzten Tagen gegeben hat, für eine ziemlich interessante Opportunity, weil dass die Nachfrage sich weiterhin massiv ausbauen wird, ist nahezu sicher, wenn es nicht zu irgendwelchen großen Katastrophen kommen.
Theoretisch wären natürlich auch noch dramatische algorithmische Verbesserungen ermöglicht, die so etwas ins Wanken bringen könnten.
Aber es ist sehr wahrscheinlich, dass auch diese wiederum von der zusätzlichen Nachfrage nach einem dann günstiger werdenden Gut aufgefressen würden.
Insofern glaube ich, dass die Nachfrage nach Rechenleistungen, damit verbundene Energie in den nächsten Jahren einen massiven Boom sehen wird.
Daran ist eigentlich kein Zweifel.
Und wenn man diese These hat und weiterverfolgt, dann muss man sagen, dann sind einige der AI-Infrastrukturunternehmen derzeit sehr, sehr attraktiv wieder bewertet.
Und das ist eine These, die wir anders als die These eben sind Softwareunternehmen nach dem Abverkauf, den es gab, jetzt schon wieder günstig, auf die wir an der Stelle auch eine sehr, sehr hohe Confidenz haben, weil es eben kein Weg dran vorbei gibt, dass dort sehr, sehr viel Nachfrage in den Markt kommen wird.
Wer zum Thema Softwareabverkauf nochmal mehr hören möchte, der kann gerne nochmal in die letzte Folge reinhören.
Da haben wir uns ja ausführlich zu dem Thema unterhalten.
Jetzt hast du aber gerade was anderes Spannendes angesprochen.
Agentic AI.
Das wird ja wirklich gerade immer größer.
Man liest immer mehr davon.
Ich weiß aber gar nicht, ob wirklich alle schon so richtig verstanden haben, was dahinter steckt hinter diesen KI-Agenten.
Was für Use Cases gibt es denn da jetzt aktuell schon, vielleicht sogar bei euch in der Firma und was kommt da auf uns zu in den nächsten Monaten oder Jahren?
Ich denke, wir sind jetzt einfach so in der dritten Phase von AI.
Wenn du sagst, die erste Phase so ab 2022, nur mit ChatGPT eingeläutet.
Die zweite Phase dann mit den Reasoning-Modellen, die einfach nochmal ein starker Schritt nach vorne waren.
Und jetzt eigentlich die dritte Phase, dass AI tatsächlich anfängt, selbstständig für sowohl Unternehmen als auch Konsumenten Handlungen vorzunehmen.
Das heißt, Buchungen vornehmen kann.
Das heißt aber auch beispielsweise aus der Sicht von BitCapital, einfach sehr, sehr viele Teile unserer Research verbessern und automatisieren kann.
Wir haben uns beispielsweise etwa 15 verschiedene Agenten gebaut, die nur einzelne Risikofaktoren für uns automatisch monitoren, uns da jeden Morgen im Grunde weitere aktualisierte Informationen zu liefern und dabei helfen, einfach bestimmte Risiko-Exposures, beispielsweise auch zu Themen wie jetzt im Iran-Krieg, aber auch zu anderen Themen, wie beispielsweise Pandemien oder anderen möglichen Risikofaktoren, täglich frisch aufbereitet zu präsentieren.
Und das sind einfach Themen, theoretisch hätte das auch eine Herrschaft von Analysten machen können.
Aber das macht natürlich wenig ökonomischen Sinn.
Selbst eine Herrschaft von Analysten kann nicht so viel Informationen gleichzeitig in kurzer Zeit ausweiten.
Und das sind alles Themen, die im Grunde genommen so wirklich in den letzten zwei, drei Monaten erst produktiv geworden sind.
Darüber hinaus sehen wir eben auch, wie in den Nicht-Research-Bereichen von Bitcapital agentische Use Cases, einfach auch im Marketing.
Aber eigentlich muss man fast sagen, in fast allen Unternehmensbereichen inzwischen richtig Traction aufnehmen.
Und wir sehen natürlich auch, wie sich dadurch eigentlich unsere AI-Bill, also das, was wir selber als Bitcapital für Tokens ausgeben, innerhalb von wenigen Monaten noch einmal vervielfacht hat.
Ich denke, dieselbe Entwicklung werden wir in vielen weiteren angrenzenden Bereichen und Branchen jetzt sehen.
Und ich sage mal, 2025 war ja von vielen so als das Jahr der Agenten ausgerufen.
Letzten Endes muss man sagen, da gab es vielleicht die allerersten Entwicklungen.
Ich glaube, 2026 ist jetzt wirklich das Jahr, in dem agentische Use Cases tatsächlich in der Breite, sowohl im Unternehmen als auch bei Privatpersonen ankommt.
Bei Privatpersonen muss man sagen, eigentlich, da ist der Hype, insbesondere in China gerade besonders groß und verbreitet.
Da ist man eigentlich an der Stelle, was die Nutzung von Agenten, wie jetzt beispielsweise OpenClaw angeht, deutlich bereits an dem Westen vorbeigezogen.
Das heißt, der große Unterschied ist natürlich, man stellt jetzt nicht mehr nur eine Frage und wartet auf eine Antwort, sondern man kann ihm wirklich ganze Aufgaben geben und dann macht so ein Agent quasi alles selbst.
Wenn man alles selbst macht und dann ja auch kommunizieren muss mit Webseiten, vielleicht auch anderen Agenten, dann muss man ja quasi auch eine gemeinsame Sprache sprechen.
Und das Thema ist so ein bisschen das, was jetzt auch Nvidia sich mal wieder hier gewidmet hat, mit Nemo Claw und das zugrunde liegende Open Claw dazu natürlich auch noch.
Muss jetzt Nvidia oder ist Nvidia jetzt wieder mal so der große Name, der hier vorangeht und dieses Thema weiter vorantreibt?
Oder wie ist das zu verstehen?
Man kann schon sagen, dass Nvidia wieder unfassbar schnell ist in der Umsetzung, weil natürlich auch viele andere großen Big Tech-Unternehmen, sei es jetzt an Alphabet, sei es an Microsoft, jeder eigentlich von denen auch das Interesse hat, dort natürlich Standards zu setzen.
Und ich würde sagen, Nvidia hat an der Stelle schnell geliefert.
Und ich glaube, das trifft es auch insofern auf einen Markt, weil natürlich viele Unternehmen, Enterprises einfach große Sicherheitsbedenken haben, wenn sie sich auf ein reines Open Source Tool wie OpenClaw dutzen.
Da ist es einfach für viele Unternehmenskunden und Käufer beruhigend zu fühlen, dass sie etwas in den Händen haben, was eben von an der Stelle, sei es Nvidia oder anderen vertrauenserweckenden Institutionen entwickelt wurde, mit einfach nochmal einer größeren Bedacht eben für was könnte alles schief gehen, was eben die sensiblen Daten dieser Unternehmen angeht.
Und da würde ich sagen, es ist, ich sag mal, ein weiterer Schritt in die Richtung.
Ich glaube aber auch, dass neben Nvidia in den nächsten wahrscheinlich Wochen oder Monaten dort noch sehr, sehr viele Unternehmen mit ihren eigenen Angeboten vorpreschen werden.
Fakt bleibt auf jeden Fall, dass natürlich dadurch auch nochmal sehr viel Energie benötigt wird.
Man sieht es zurzeit auch sogar spannend, dass zum Beispiel bei Claude, was ja auch gerade sehr unvok ist und sehr stark gefragt ist, dass man da bei der KI sieht, dass die bei Überlastung auf schwächere Modelle wechselt, um Rechenleistungen zu sparen.
Ist das jetzt auch nochmal ein weiterer Punkt für eure These, dass man gar nicht genug Energie quasi haben könnte für das Thema KI aktuell?
Ich würde sagen, das ist eine schöne Bestätigung, die wir eben auch regelmäßig an der Stelle sehen.
Unsere These dort ist ja, dass genau diese agentischen Use Cases einfach ein Vielfaches der Token-Anzahl verbrauchen.
Und insofern, dass sie jetzt eben gerade Anthropic dort Engpässe hat, was Rechenkapazität angeht, macht auch Sinn.
Es ist einfach beeindruckend, in welcher Geschwindigkeit sie zuletzt OpenAI und anderen dort Marktanteile haben abnehmen können.
Und die hatten ja gerade ihre Runde auf einer Bewertung von 380 Milliarden gemacht.
Das, ich sag mal, es ist jetzt guten Monat an der Stelle her.
Wenn man sich dann mal anguckt, wo steht eigentlich der Kurs jetzt quasi auf Sekundärmärkten.
Das heißt, wir haben ja auch Antrophic-Anteile gekauft, dort ein Crossover-Fund mit zu launchen in den nächsten Monaten und dieselben Anteile, die wir gekauft haben, da besteht inzwischen schon Nachfrage zu Preisen, die wahrscheinlich etwa 70 Prozent in einem Monat bereits geklettert sind.
Das ist natürlich erstmal ein gutes Signal an der Stelle.
Wir halten es aber auch für gerechtfertigt.
Und wenn man sich beispielsweise Live-Preise angucken, weil das auch wieder ein interessantes Thema, wo wird eigentlich Entrophic gehandelt, dann kann man auch auf Hyperliquid gucken.
Dort gibt es nämlich auch die Möglichkeit, Entropic quasi über Perpetual Futures sich Exposure zu kaufen, was zumindest auch immer als ein Preisindikator dienen kann, auch wenn es dort keinen wirklich tiefen Markt dafür bereits gibt.
Das heißt also Energie auf der einen Seite, haben wir schon darüber gesprochen.
Auf der anderen Seite natürlich, wenn solche Agenten sehr viel autonom und selber quasi auch rund um die Uhr im Hintergrund arbeiten, dann muss das ja auch irgendwie überwacht werden.
Ist also Energie und Überwachung, also vielleicht ein anderer Teil von Cyber Security oder eine bestimmte Software der große Gewinner von dieser Entwicklung?
Also am Ende ist es natürlich AI-Infrastruktur und Energie, die von dieser Entwicklung natürlich abgesehen von Entropic selber, aber auch anderen Modellanbietern, die wahrscheinlich ähnlich gute Modelle bald auch haben, profitieren.
Das ist an der Stelle sicher sich so.
Bei der Überwachungssoftware, da ist es so, auf jeden Fall wird das Volumen anziehen und wahrscheinlich auch massiv des Bedarfs.
Was der allerdings unklare Punkt an der Stelle ist, da Software jetzt so günstig von vielen geschrieben werden kann, sieht man jetzt schon, wie sich einfach immer mehr Anbieter und auch gute Anbieter von Software immer mehr auf den Füßen dort herumtrampeln und alle ähnliche Produkte an der Stelle launchen.
Und das kann natürlich zu einem deutlichen Preisdruck führen.
Insofern ist halt die Entwicklung bei Software etwas unklarer, weil man natürlich die massive Nachfrageausweitung sieht.
Man aber nicht weiß, wie wird das eigentlich in Zukunft bepreist werden?
Wird es dort wirklich ein massiven Preiskampf geben, wo am Ende Software irgendwo zu, ich sag mal, Grenzkosten plus etwas mehr noch angeboten wird.
Oder bleiben dort Modes in einzelnen Bereichen bestehen?
Das ist, glaube ich, die Frage, die derzeit noch nicht mit hohen Sicherheiten zu beantworten ist.
Und wo wir zumindest auf den Teil des Pricings bei Software aktuell eher skeptisch gucken.
Wir müssen eure KI agenda im Hintergrund noch ein bisschen scannen, wie es da weitergeht.
Jetzt hast du gerade noch was Spannendes angesprochen in Bezug auf Enthropic, nämlich Hyperliquid.
Das ist ja auch ein Projekt, was im Kryptobereich gerade sehr von sich reden macht.
Es geht darum, dass es ja eine dezentrale Börse ist und jetzt aber auch hier die Geschwindigkeiten von Zentralbörsen erreicht werden können.
Und der Vorteil ist ja zum Beispiel beim Ölpreis in diesen sehr dynamischen Phasen gerade, über die wir auch gesprochen haben, wenn zum Beispiel am Wochenende die Börsen geschlossen sind.
Bei Hyperliquid kann man ja auch am Wochenende zum Beispiel am Ölpreis schon sehen, weil der sich da weiter bewegt, wie so die Richtung sein wird in der nächsten Woche und wie eben die aktuellen Maßnahmen da so ein bisschen vorweggenommen werden.
Kann man dieses Thema ein bisschen besser spielen, oder was ist für dich so weitere Vorteile von Hyper Liquid actually?
Hyperliquid ist ja auch für unsere Cryptofonds seit einiger Zeit eine der größten Positionen und es ist wirklich ein äußerst spannendes Krypto-Projekt, das insbesondere in den letzten sechs Monaten etwas Spannendes geschafft hat.
Das ist ja eigentlich gestartet als dezentrale Börse, auf der vor allem die Crypto-Tokens sehr, sehr günstig gehandelt wurden, einfach zu einem Bruchteil dessen, was man beispielsweise auf Coinbase oder Binance dort zahlen würde.
Es gibt einen sehr kleinen Team.
Das sind, ich sag mal, 10, 15 Entwickler gelauncht haben.
Und die haben es tatsächlich geschafft, eine hypereffiziente dezentrale Börse zu erschaffen, die im Jahr etwa, ich sag mal, aktuelle Runrate, wahrscheinlich etwa 800 Millionen Euro Umsatz macht mit einer Gewinnmarge, die wahrscheinlich irgendwo hoch in den 90ern an der Stelle steckt.
Das heißt, pura, etwa 800 Millionen pura Profit is deren Runrate gerade.
Und diese Profits werden zu ganz großen Teilen eben in Buybacks, also so etwas wie Aktienrückkäufe des Tokens, gesteckt derzeit.
Was wir für einen sehr, sehr guten Mechanismus halten, wie man eben Value quasi wie eine Gewinnbeteiligung an die Tokenholder zurückgibt.
Was in den letzten sechs Monaten dann spannend ist, dass inzwischen ein ziemlich großer Anteil dessen, was auf Hyperliquid gehandelt wird, gar nicht mehr nur Krypto ist, sondern eben dann auch Silver Futures, Gold Futures, Öl Futures.
Also eigentlich die klassischen Rohstoffkontrakt, beispielsweise, die sonst vielleicht in London oder Chicago an etablierten Börsen gehandelt werden.
Das allerdings zu günstigeren Konditionen, deutlich günstigeren, und das auch 24-7.
Das heißt, zu jeder Tages- und Nachtzeit, wenn ich am Wochenende irgendwo sagt, ich muss mein Portfolio gegen dies oder das hätten.
Man kann auch Nasdaq-Kontrakte oder SMP-Kontrakte dort kaufen oder eben quasi Futures auf private Unternehmen, wie sei es eben Entrophic oder SpaceX oder sonst was dort kaufen, dann kann man das an der Stelle jederzeit machen, wenn man eben einen Account dort hat und technisch versiert genug dafür ist.
Was jetzt auch kein Hexenberg ist, aber zumindest jetzt etwas schwieriger ist als mit einem Robin Hood-Account oder so zu hantieren.
Wir halten das für eine hochspannende Entwicklung, wo eben Kryptoinfrastruktur zunehmend ins globale Finanzsystem einhält und eben auch durchaus etablierte Börsenanbieter in Zukunft zu weitaus geringeren Kosten, weil das halt nur zwölf Mitarbeiter derzeit sind, challengen wird.
Und das ist eigentlich eine interessante Entwicklung und wir finden es eben spannend, dass eben gerade diese Real-World-Assets dort jetzt an Fahrt aufziehen.
Das heißt, dass der Kryptomarkt damit so ein bisschen aus seiner angestammten Krypto-Machtsachen für Krypto-Nische herauskommt.
Dadurch wird es auch nochmal besser zugänglich für die meisten Leute, wenn wir schon im Kryptobereich sind, ist das so zurzeit das einzig spannende Projekt, wahrscheinlich nicht für euch, aber was denn so andere spannende Projekte, beziehungsweise, wenn man auf den Bitcoin schaut, das ist ja immer noch so der Leuchtturm für die meisten Leute, der kann sie eben noch nicht so richtig entkoppeln von den Aktienmärkten bisher.
Ich würde so sagen, wir haben uns ja in den letzten Monaten Tendenz ja etwas vorsichtiger geäußert, was die Near-Term-Kryptodynamiken angeht.
Ich finde eigentlich, wenn wir jetzt auf das, ich sag mal, auf die letzten ein, zwei Monate gucken, dann finde ich das Trading-Verhalten derzeit wieder deutlich konstruktiver an der Stelle.
Es ist davon auszugehen, dass eben viele Marktteilnehmer, die unbedingt diesen möglichen Vier-Jahres-Cycle Front-Runnen wollten, das eher in Q4 gemacht haben.
Und jetzt ist es so, ich sag mal, jetzt hat man zwar keine besonders positive Marktdynamik, aber man könnte gerade so eine gewisse Stabilisierungsphase dort vermuten.
Wir glauben auch, dass die voranschreitende Nutzung von AI-Agenten und der voranschreitende Siegeszug von AI-Agenten natürlich auch für kryptogroße Vorurteile mit sich bringt, weil wenn man sich jetzt einmal vorstellt, so ein AI-Agent möchte ein Konto eröffnen bei der deutschen Bank und muss sich dann dort irgendwie mit KYC in seinem Ausweisdokument identifizieren, dann wird einem klar, dass es eigentlich zum Scheitern verurteilt ist.
Dass es aber durchaus sinnvoll ist, wenn AI-Agenten, die vielleicht beispielsweise auch Trading-Strategien wahrnehmen oder andere Strategien wahrnehmen, um für Menschen wie ein kleiner Unternehmer Gewinne dort zu erzielen, dass die irgendwie eine eigene Kapitalbasis, die sie selber leicht bespielen, auch verwenden müssen.
Und dafür eignet sich natürlich eigentlich hervorragend das ganze Krypto-Ökosystem.
Und wir glauben, dass diese Entwicklung gerade noch früh ist, aber dass es eine vielversprechende Entwicklung ist und so ein bisschen, dass das Kind von AI und Krypto, was dort gerade im Entstehen ist, vielleicht in den nächsten ein, zwei, drei Jahren eigentlich eine äußerst spannende Weiterentwicklung sein wird, die sowohl AI-Entwicklung ermöglicht und die eben für die Kryptomärkte einen sehr, sehr spannenden und dann auch sehr nachhaltigen Impuls geben könnt.
Also aber noch ein spannender Überblick über den Kryptomarkt bekommen.
Jan, vielen Dank für die Einschätzungen.
Sehr gerne, Christoph.
Und dann bis bald.
Ja, liebe Zuhörer, wenn es Themenwünsche gibt, Kritik, Hinweise, Fragen oder auch gerne Feedback, dann schickt uns gerne eine E-Mail.
Und zwar in Bäckers-Bits at financeforward.com.
Die Adresse findet ihr auch nochmal in der Folgenbeschreibung.
Und wenn euch natürlich die Folge gefallen hat, dann gebt uns gerne eine Bewertung bei Spotify oder Apple.
Auch das hilft uns sehr weiter.
Danke fürs Zuhören und dann bis zum nächsten Mal.
Dieser Podcast wird euch präsentiert von BitCapital und Finance Forward.
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