# Unilever Divests Food Business, Nvidia Bolsters AI Chip Alliance, Buffett Remains Active

**Podcast:** OHNE AKTIEN WIRD SCHWER - Tägliche Börsen-News
**Published:** 2026-04-01

## Transcript

Risikohinweis.
Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Informationen und sind zum einen ohne Gewehr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente.
Es handelt sich hier nicht um Anlageberatung.
Ihr entscheidet selber, was ihr macht.
Heute ist Mittwoch, der 1.
April.
Mein Name ist Noah Leidinger und das ist ohne Aktienwert schwer.
Dieser Podcast wird wie immer unterstützt von Scalable Capital, dem Broker, die einen der besten YouTube-Accounts in Deutschland haben.
Dort gibt es Interviews mit Top-CEOs, auch ein neues Format, jeden Donnerstag, wo einmal die wichtigsten Events der Woche eingeordnet werden.
Link dazu ist natürlich in der Beschreibung.
Bei uns gibt es heute den heiß erwarteten Verkauf von Knorr und Hellmanns, den größten Produzenten von Sportklamotten der Welt.
Und natürlich, was gestern so alles an der Börse los war.
Gute Nachrichten für alle Berkshire Hadaway-Aktionäre, zumindest für alle, die Warren Buffett Fans sind.
Er ist wohl doch noch nicht so richtig in Rente.
Er meinte nämlich gestern in einem CNBC-Interview, dass er jeden Tag ins Büro kommt.
Das hat auch Greg Abel schon erzählt.
Er meinte aber auch, dass er noch jeden Tag Trades und Investments macht.
Er macht zwar nichts, was Greg Abel, also dem neuen CEO nicht passt, aber es klang auch nicht so, als wäre der in jeder Entscheidung super involviert.
Zu konkreten Investments hat er sich wie so oft nicht geäußert, aber er meinte, dass er vor kurzem ein kleines Investment gemacht hat.
Und er hat auch gesagt, dass er in der aktuellen Phase noch keine krassen Schnapper sieht, obwohl sie ein bisschen bergab ging in den letzten Tagen.
Spannend waren sonst noch seine Statements zu Apple.
Er meinte, dass er Apple-Aktien zu früh verkauft hat und dass er auch wieder kaufen würde.
Dafür müsste die Aktie aber günstiger werden.
Er ist aber weiter sehr happy, Apple als größte Position im Depot zu haben.
Und auch noch ganz spannend: Buffett hat ja bis 2022 jedes Jahr so einen Charity-Lunch gemacht, wo man für Geld mit ihm lunchen gehen konnte.
Den Rekord dafür gab es mit 19 Millionen Dollar in 2022.
Und diesen Lunch soll es dieses Jahr wiedergeben.
Und zwar zusammen mit der NBA-Legende Steph Curry.
Mitbieten, könnt ihr ab dem 7.
Mai natürlich auf EBay.
Falls man für den Lunch dann noch mehr zahlen muss als 2022, könnte man mit derselben Summe wahrscheinlich auch die Schuhmarke Allbirds kaufen.
Zumindest hätte man sie kaufen können.
Die American Exchange Group, der auch Marken wie Athadi gehören, hat die Marke gestern für gerade mal 39 Millionen Dollar gekauft.
Beim Börsengang war Allbirds noch über 4 Milliarden wert.
Deutlich bessere Nachrichten als für Allbirds gab es gestern insgesamt für die Börse, vor allem in den USA, und zwar nachdem Trump laut einem Wall Street Journal-Artikel zu seinen Mitarbeitern meinte, dass er sich ein Ende des Krieges auch vorstellen kann, bevor die Straße von Hamuz voll geöffnet wird.
Dann würden die USA erstmal einen militärischen Rückzug machen und diplomatisch über die Öffnung der Straße verhandeln.
Außerdem gab es noch Berichte, dass auch der Iran mehr Verhandlungsbereitschaft hat.
Neben Trump haben dann natürlich wieder ein paar KI-Deals für gute Stimmung gesorgt.
Nvidia hat zum Beispiel 2 Milliarden Dollar in den Chiphersteller Marvell investiert und Shansen Wang meinte auch noch, dass Marvel ein wunderbares Investment ist.
Und das Investment bzw.
die Partnerschaft ist auch strategisch ganz spannend.
Marvel fokussiert sich ja auf Spezialchips, wo sie dann gemeinsam mit großen Tech-Firmen Chips für spezielle Anwendungen entwickeln.
Sie machen also das, was der größte Player in dem Business, Broadcom, zusammen mit Alphabet oder OpenAI macht.
Durch die Partnerschaft sollen dann Nvidia Chips besser mit den Spezialchips integriert werden können.
Dadurch kann Nvidia erstens Marvel pushen, die deutlich kleiner sind und gleichzeitig dem gefährlicheren Konkurrenten Broadcom wehtun.
Die Aktie von Marvel hat dann gestern über 10% zugelegt, Nvidia war auch im Plus, aber nicht viel stärker als andere Chip-Aktien.
Da denkt die Börse also nicht, dass das Investment ein großer Gamechanger wird.
Auch um die 10% zugelegt hat der europäische KI-Rechenzentrum Spor Nebius, der will nämlich in Finnland eins der größten KI-Rechenzentren Europas bauen.
Und nicht nur in der KI-Welt gab es einiges an Deals.
Hier mal ein paar andere im Schnelldurchlauf.
Die Biotech-Firma BioGen, die übrigens einen deutschen CEO hat, hat für fast 6 Milliarden Dollar die Biotech-Firma Appellis gekauft.
Die hat sich danach mehr als verdoppelt.
Die Aktie von BioGen ist leicht gefallen, weil die Firma selbst nur 30 Milliarden Dollar wert ist.
Das ist also ein ziemlich großer Deal, aber in letzter Zeit ist die Aktie ganz gut gelaufen.
30% in den letzten 12 Monaten.
Ähnlich groß war der Deal bei Ila Lilly, die haben für knapp 6 Milliarden das Biotech-Scentessa gekauft.
Das entwickelt zum Beispiel Medikamente gegen extreme Müdigkeit.
Centessa ist gestern um die 50% durch die Decke, Ilalilly war so 3% im Plus.
Dann hat sich noch bei Snapchat der aktivistische Investor Ironic 2,5% der Aktien gekauft und will jetzt, wie so oft, Änderungen durchsetzen.
Zum Beispiel wollen sie, dass Snap das Business mit Smart Glasses verkauft und auch Leute entlässt.
Die Aktie hat danach um die 10% zugelegt und passend zu den Entlassungen kam gestern raus, dass Oracle gerade auch tausende Leute rauswirft.
Und ein Deal, der nicht zustande kam, ist eigentlich noch viel krasser als die ganzen anderen hier.
Und zwar wollte der amerikanische Kriegsminister Pete Hexeff laut Infos von der Financial Times im Februar Millionen in einen Rüstungs-ETF von BlackRock investieren, also noch vor dem Angriff auf den Iran.
Das Verteidigungsministerium hat gestern übrigens gesagt, dass die Info falsch ist.
Und zum Abschluss gab es gestern nach Börsenschluss noch neue Zahlen von Nike, nach denen hat die Aktie über 5% verloren.
Dazu muss man sagen, dass die Zahlen an sich auch echt schlecht waren, aber sie waren eigentlich sogar ein bisschen besser als erwartet.
Der Umsatz ist nämlich nur 0,1% gewachsen, aber damit eben schneller als gedacht.
Und China ist zum Beispiel 7% geschrumpft und damit deutlich weniger stark als gedacht.
Analysten haben da über 10% erwartet.
Trotzdem sind das natürlich immer noch Zahlen von einer Firma, die mitten im Turnaround ist.
Und bei Converse zum Beispiel ist der Umsatz schon wieder 35% gesunken.
Passend zu den Zahlen kommt jetzt noch Timon mit einer der wichtigsten Firmen hinter Nike, von der die meisten wahrscheinlich noch nie gehört haben.
Als Ma Jian Rong 13 war, wurde er von seiner Mutter zum Arbeiten in eine Textilfabrik in China geschickt.
Angeblich, weil sie ihn fürs Schulschwänzen bestrafen wollte.
Danach hat er sich über die Jahre zu einem Manager bei der Textilfirma Shenzhou hochgearbeitet und die gemeinsam mit seinem Vater und seinem Schwager 2000 übernommen.
Danach hat das Shenzhou in den letzten Jahren zu einem der größten Hersteller von Sportbekleidung der Welt aufgebaut, der für Nike, Adidas, Puma und Uniclub produziert.
Seit dem IPO in 2005 hat sich der Börsenwert auf 10 Milliarden Dollar mehr als verzwanzigfacht.
Ma führt das Geschäft heute immer noch und ihm und seiner Familie gehören fast 50% der Firma.
Sein privates Vermögen wird von Bloomberg auf 9 Milliarden Dollar geschätzt.
Aber wie kann es überhaupt sein, dass man in so einer Branche so ein krasses Vermögen aufbaut?
Klamottenproduktion wirkt auf den ersten Blick ja nach einer eher austauschbaren Dienstleistung, bei der man von großen Marken bis aufs Letzte bei den Margen gedrückt wird.
Aber Shenzhou arbeitet mit seinen wichtigsten Kunden seit mehreren Jahrzehnten zusammen und hat in den letzten 10 Jahren keinen einzigen Schlüsselkunden verloren.
Im Gegenteil, Adidas und Nike haben über die letzten Jahre ihre Lieferketten verschlankt.
Dadurch hat Shenzhou Marktanteile gewonnen.
2025 ist der Umsatz mit den vier wichtigsten Kunden um knapp 20% gestiegen, schneller als deren eigener Einzelhandelsumsatz weltweit.
Dadurch machen diese vier Kunden zusammen aber auch fast 80% vom 4,5 Milliarden Dollar Umsatz aus.
Das Klamottenmarken Shenzhou Vertrauen liegt unter anderem an ihrem Produktionsnetzwerk.
Über 40% der Kapazität ist in China, über 30% in Vietnam und der Rest in Kambodscha.
Damit kann Shenzhou flexibel reagieren, wenn höhere Gehälter oder geopolitische Spannungen den einen oder anderen Standort weniger attraktiv machen.
Das gleiche gilt natürlich auch für die Zölle in den letzten Jahren, wobei sowieso nur knapp 15% vom Umsatz in die USA gehen.
Wichtiger für den Case ist, dass Nike und Adidas ihre Destocking-Phase hinter sich haben, also die Zeit, in der sie ihre vollen Lager erst abbauen mussten, bevor neue Bestellungen kam.
Adidas wächst seit 2024 wieder.
Nike versucht noch den Turnaround, wie Noah gerade erzählt hat.
Wenn beide wieder mehr bestellen, landet ein großer Anteil davon bei Shenzhou.
Nike ist zusammen mit Unileclo, der größten Kunde.
Zusammen machen die beiden 50% vom Umsatz aus.
UniClo wächst zwar stärker als Nike, aber mit den Aufträgen macht Shenzhou weniger Profit als mit denen von Nike.
Das ist ein Grund, warum die Aktie aktuell nur mit einem erwarteten KGV von 11 handelt, klar unter dem Schnitt der letzten 10 Jahre von 22.
Außerdem machen sich Investoren weiter Sorgen wegen der Zölle.
Dafür gibt es aktuell aber auch 5% Dividendenrendite und es liegen abzüglich Schulden noch knapp 2 Milliarden Dollar Cash in der Bilanz.
Und wenn man heute sagt, wir können nicht mehr in Deutschland produzieren, das ist falsch.
Wir müssen in Deutschland alles produzieren können, nur keine Billigprodukte.
Ich habe ja vor Timons Analyse über einige Übernahmen gesprochen, die gestern passiert sind.
Die größte Übernahme habe ich aber ausgelassen.
Und zwar hat Knorr einen neuen Eigentümer.
Der macht selbst sogar weniger Gewinn als Knorr und er kauft nicht nur Knorr, er kauft die ganze Foodsparte von Unilever.
Dazu gehört noch die Milliarden Mayo-Marke Hellmanns und kleinere lokale Namen wie Pfani.
Und der Käufer von diesen ganzen Marken ist eben auch die Firma, über die jetzt schon einige Wochen spekuliert wurde, nämlich der Gewürzkonzern MacQuimic, der macht selbst nur um die 7 Milliarden Umsatz und eine Milliarde operativen Gewinn.
Knorr alleine dürfte beim Gewinn einen Tick größer sein und macht um die 5 Milliarden Umsatz.
Deshalb ist das Ganze auch keine normale Übernahme.
McCormick zahlt Unilever, nämlich 16 Milliarden Dollar in Cash.
Unilever wird danach außerdem 10% an der gemeinsamen Firma halten und Unilever-Aktionäre nochmal 55%.
Jetzt, wo der Deal endlich steht, gibt es aber natürlich ein paar Fragen.
Wie attraktiv ist das Ganze für Unilever-Aktionäre und wie attraktiv ist die neue Firma, die der jetzt entstehen wird.
Erstmal muss man verstehen, wieso Unilever verkaufen wollte.
Und zwar wächst die Foodsparte einfach langsamer als der Beauty- und Pflegebereich, vor allem in den USA und Europa.
Dort leidet Unilever, genau wie Nestley oder Kraftheins.
Erstens darunter, dass sie die Preise zu stark angehoben haben.
Zweitens darunter, dass die Eigenmarken von den ganzen Einzelhändlern einfach extrem stark sind.
Und drittens gibt es ja vor allem in den USA noch Gegenwind durch die Abnehmspritzen.
Der Unilever-CEO Fernando Fernandes meinte dazu letztes Jahr in einem Analystencall, dass er nicht daran glaubt, dass die Foodsparte so stark wachsen kann wie die Pflege- und Beauty Sparte.
Er meinte übrigens auch, dass Hellmanns Mayo eine Maschine ist mit starken Marktanteilen in den USA, Europa und Brasilien und alleine wahrscheinlich deutlich höher bewertet wäre.
Knorr hat er ein bisschen skeptischer gesehen.
Jetzt ist er jedenfalls beides los.
Er kann sich also voll auf Pflege und Beauty fokussieren.
Die haben das stärkste Wachstum und auch in den USA und Europa noch einiges an Potenzial.
Nach dem Deal ist Unilever dann einfacher zu durchschauen, insgesamt eben Wachstumsstärker.
In den letzten drei Jahren ist dieses Business, das jetzt übrig bleibt, um die 5% pro Jahr gewachsen und hatte genau wie der Foodbereich eine operative Gewinnmarge von um die 20%.
Nachteil ist auf den ersten Blick, dass sie mit dem Foodbusiness auch Marken verkaufen, die vor allem in Entwicklungsländern stark sind, also langfristig viel Potential haben.
Aber das ist das Überraschendeal on this deal.
Und zwar behält Unilever tatsächlich sein Foodbusiness in Indien.
Das ist das Land, auf das sie sich generell fokussieren.
Mittelfristig sollen 45% vom Umsatz aus Indien and the USA kommen.
Actually by 33%.
Unilever bleibt also auch nach dem Deal zu großen Teilen eine Wette auf das Wachstum außerhalb der USA and Europa, had aber in den Regionen keinen Gegenwind mehr durch das schwierige Foodgeschäft.
This wirkt also erstmal alles ziemlich sinnvoll.
Spannend wird außerdem zu sehen, was sie jetzt mit den 16 Milliarden Dollar machen, die sie bekommen.
When they hätten wollen, dann hätten sie es wahrscheinlich direkt angekündigt.
It könnte sein, dass Unilever jetzt selbst dann neue Kernbereiche zukauft oder Firmen in den Kernbereichen zukaufen.
Zum Beispiel würden da deutsche Player wie Bayersdorf oder die Haarspatte von Henkel ganz gut passen.
But that is not reinspekulation.
And then zum Abschluss noch die Frage, wie attraktive this neue Firma wird.
McCormick is in the letzten yeah between 0 and 3% gewachsen and has Margen, die under the foodsparte von Unilever liegen.
Dazu kommt, dass MacCormic Schulden aufnehmen muss, um diese 16 Milliarden Dollar Cash zu zahlen.
And so kommt die Firma auf eine Nettoverschuldung, die mehr als vierfahren from operativen Gewinn entspricht.
And that is schon eher ein heißer Reifen.
Dass dieser neue Konzern nicht so wahnsinnig attraktiv wirkt, könnte der Grund dafür sein, dass beide Aktien, also die von MacCormic und die von Unilever, gestern um die 5% verloren haben.
Denn Unilever-Aktionäre kriegen ja auch erstmal 55% der neuen MacCormic-Aktien und hängen da mit drin, bis der Deal durch ist und sie verkaufen können.
Kraft in den Teller, Knorr auf den Tisch.
Das war ohne Aktienwert schwer, produziert von Podstas bei UMR.
Wir hören uns morgen wieder.
Bis dahin.
Alles Gute, adios.
