# Geopolitical Risks, AI Moats, and M&A Shifts Shape Markets

**Podcast:** OHNE AKTIEN WIRD SCHWER - Tägliche Börsen-News
**Published:** 2026-03-31

## Transcript

Risikohinweis.
Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Informationen und sind zum einen ohne Gewehr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente.
Es handelt sich hier nicht um Anlageberatung.
Ihr entscheidet selber, was ihr macht.
Heute ist Dienstag, der 31.
März.
Mein Name ist Noah Leidinger und das ist ohne Aktienwert schwer.
Dieser Podcast wird gesponsert von Scalable Capital, die übrigens einen eigenen KI-Chatbot haben, der durch alle möglichen Fragen rund um Wirtschaft und Aktien beantwortet.
Und gerade weil KI heute schon so viele Fragen beantworten kann, gibt es an der Börse gerade bei vielen Firmen die Sorge für KI-Disruption.
Wir wollen uns in den nächsten Wochen immer mal ein paar davon anschauen.
Los geht's heute mit SP.
Außerdem gibt's natürlich die aktuellen News und den Erfinder von Clifford, der große Rote Hund.
Wieder mal gibt's gemischte Signale rund um den Iran-Krieg.
US-Präsident Donald Trump hat gestern bei Truth Social gepostet, dass es gute Fortschritte bei Verhandlungen mit einem neuen Regime geben soll.
Gleichzeitig hat er aber auch gewarnt, dass unter anderem alle Kraftwerke und Ölquellen des Landes zerstört würden, wenn es keine Einigung gibt oder die Straße von Hormous nicht sofort wieder komplett geöffnet wird.
Laut Bloomberg sehen mittlerweile US-Regierungsbeamte und Wall Street-Analysten die Möglichkeit, dass der Ölpreis sogar auf 200 Dollar your barrel steigen könnte.
Die hohen Energiepreise schlagen auch schon auf die Inflation durch.
In Deutschland lag die Inflationsrate im März bei fast 3%, nach knapp 2% im Februar.
Ebenfalls stark gestiegen sind wegen des Kriegs die Preise für Aluminium.
Das kostet mittlerweile um die 3.500 Dollar je Tonne.
Grund für den Anstieg ist ein Angriff vom Iran auf zwei große Aluminiumproduzenten im Nahen Osten, nämlich auf Emirates Global Aluminum und Aluminum Bahrain.
Fast zehn Prozent der weltweiten Aluminiumversorgung stammt aus dem Nahen Osten und davon ist ein Großteil jetzt beschädigt oder eben durch die Straße von Hamuz blockiert.
Dadurch steigt aber nicht nur der Aluminiumpreis, sondern auch Aktien von Unternehmen, die in dem Bereich aktiv sind.
Alcoa und auch Century Aluminum haben um die 10% gewonnen.
Die USA kämpfen aber auch mit innenpolitischen Themen und das sorgte zuletzt für Chaos an den Flughäfen.
Es geht darum, dass sich der US-Kongress seit Wochen nicht bei der Finanzierung vom Heimatschutzministerium einigen konnte.
Die Folge ist, Sicherheitsmitarbeiter der Flughäfen bekommen kein Gehalt mehr, deshalb kündigen viele Angestellte oder sie kommen nicht mehr zur Arbeit.
Deshalb sind die Schlangen- und Wartezeiten an den Flughäfen extrem lang und deshalb sind zuletzt viele Reisende auf das Auto umgestiegen, konkret auf das Mietauto.
Davon hat Avis profitiert.
Die Aktien sind in einem Monat um die 50% gestiegen.
Am Freitag gab es jetzt aber eine Teileinigung bei der Finanzierung.
Deshalb ging es gestern auch um die 10% abwärts für die Aktie.
Noch deutlicher abwärts, nämlich 15 Prozent, ist es für Cisco gegangen.
Dahinter steckt ein großer Deal.
Cisco ist der größte Lebensmittellieferant für Restaurants, Krankenhäuser und Hotels.
Und der übernimmt für 30 Milliarden Dollar Jetro Restaurant Depot einen Großhändler, bei dem sich vor allem kleinere Gastronomiebetriebe Ware direkt im Lager abholen.
Damit will Cisco in dieses Cash-and-Carry-Business einsteigen.
Hier gibt es keine Lieferung und kein Service, dafür günstigere Preise.
Gerade in Zeiten von Inflation ist das ein stärkeres Modell für kleinere Betriebe.
Der 30 Milliarden Dollar-Deal ist für Cisco aber ordentlich, denn die Firma ist selbst nur 40 Milliarden Dollar wert.
Zusammen kommen dann beide Firmen auf etwa 100 Milliarden Dollar Umsatz.
Einen kleineren Deal gab es bei E-Lai Lilly, es geht aber immer noch um bis zu 3 Milliarden Dollar.
Und zwar geht die Kooperation mit Insilico Medicine in die nächste Phase.
Die beiden Firmen haben mit einer Softwarelizenzierung angefangen.
Jetzt soll die KI-Plattform von Insilico dabei helfen, dass Wirkstoffe nicht mehr jahrelang im Labor gesucht werden müssen, sondern am Computer entworfen werden können.
Im ersten Schritt zahlt Eli Lilly 115 Millionen Dollar als Vorauszahlung an Incisico, der Rest ist an Meilensteine gekoppelt.
Sollten Wirkstoffe durch die Partnerschaft gefunden werden, erhält Lilly die weltweiten Exklusivrechte dafür.
In Silico ist um die 3% gestiegen, Lilly hat sich kaum bewegt.
Dafür um die 40 bzw.
30% nach oben gesprungen, sind die Aktien von den Hypothekenfinanzierern Fannie May und Freddie Mac.
Dank dafür geht raus an Investor Bill Eckman.
Er hat bei X geschrieben, dass die beiden Aktien absurd günstig seien.
Er sieht bei beiden Aktien das Potenzial für eine Verzehnfachung.
Trotz des Kursprungs notieren beide Aktien noch mehr als 50% unter ihrem Hoch von Mitte September.
Damals gab es die Wette, dass Trump die beiden Firmen aus der staatlichen Kontrolle entlassen könnte.
Allerdings ist der Optimismus zuletzt zurückgegangen.
Der Optimismus ist in den letzten Monaten auch bei BYD deutlich zurückgegangen.
Jetzt gab es Zahlen und die sind schlecht ausgefallen.
Der Umsatz ist im letzten Jahr zwar auf 116 Milliarden Dollar leicht gestiegen, lag aber immer noch unter den Erwartungen.
Außerdem gab es die schwächste Bruttomarge seit drei Jahren und fast schon dramatische Aussagen vom BYD-Gründer und Präsidenten.
Er warnt in einem Aktionärsbrief vor einer brutalen K.O.-Phase der Branche.
Der Wettbewerb im chinesischen E-Automarkt hat seiner Meinung nach Fieberniveau erreicht.
Deswegen auch der harte Preiskampf und die schwachen Margen.
Besser läuft's für BYD im Ausland.
Da sind Nachfrage und Margen höher.
Deshalb will BYD dieses Jahr 1,5 Millionen Autos außerhalb von China verkaufen.
Im Januar sollten es noch 200.000 weniger sein.
Das kam auch gut an, die Aktie hat um die 5% gewonnen.
In Deutschland ist Südzucker um 15% drauf.
Grund dafür ist ein stark gestiegener Zuckerpreis.
Seit Mitte Februar ist der um 20% gestiegen und hier spielt auch der hohe Ölpreis eine Rolle.
Denn wenn Öl teurer wird, ist es attraktiver, Ethanol als Beimischung im Kraftstoff zu nehmen.
Für die Produktion von Ethanol kann Zucker verwendet werden.
Und deshalb könnten große Produzenten wie Thailand oder Indien mehr Zucker in Ethanol umleiten, anstatt ihn zu exportieren.
Die Folge ist dann ein knappes Angebot und deshalb ein höherer Preis für Zucker.
Durch die Sorge vor KI-Konkurrenz sind viele Tech- und Datenfirmen, bei denen Investoren eigentlich immer dachten, dass sie extrem stabil sind, in den letzten Monaten ziemlich abgeschmiert.
Wir wollen uns in den nächsten Wochen immer mal anschauen, wo das gerechtfertigt ist und wo vielleicht auch übertrieben.
Den Anfang macht heute Timon mit der Firma hinter dem SP 500.
KI-Kurzschluss.
Kurzer Dip oder Schluss mit Business.
Wir klären auf.
In den letzten zwei Monaten ging es bei SP Global über 20% backup.
Das ist vor allem krass, weil das Business immer als ultrastabil bezeichnet wird.
Aber wie Noah schon gesagt hat, gibt es eben KI-Sorgen.
Dazu muss man erstmal verstehen, was SP eigentlich macht.
Sie machen nämlich nur 20% vom operativen Gewinn mit den Indizes wie dem SP 500.
Insgesamt stecken über 16.000 Milliarden Dollar in ETFs und anderen Fonds, die sich an Indizes von SP orientieren.
Und die Firma kassiert dafür kleine Lizenzgebühren, die auch am Volumen hängen, wachsen die ETFs, wachsen die Gebühren.
Der Großteil vom operativen Gewinn mit ca.
50 Prozent, kommt aber durch das Rating-Geschäft.
Hier bewertet SP die Bonität von Firmen und Staaten.
Und wenn Staaten oder Unternehmen größere Mengen Cash aufnehmen wollen, sind sie auf solche Ratings angewiesen, weil ihnen Investoren nur so vertrauen.
Im Grunde gibt es nur drei große Player auf der Welt: SP, Moody's und Fitch.
Und die drei haben zusammen 90% Marktanteil in den USA.
Dass der Markt so oligopolistisch ist, liegt erstens daran, dass Investoren bei solchen Themen gerne auf starke Marken vertrauen.
Zweitens ist der Bereich auch hart reguliert.
Wer Anleihen rausgeben will, braucht per Gesetz das Urteil einer zugelassenen Ratingagentur.
Bei den beiden Bereichen wirkt KI aber erstmal wie eine kleine Gefahr.
Ein Index zu berechnen, war auch ohne KI relativ einfach für andere möglich.
Ratings genauso und das ist eher ein Marken- und Größengame.
Und da ist SP weiter einer der führenden Player.
Aber die Firma hat 2022 für über 40 Milliarden Dollar den Datenanbieter IHS übernommen und seitdem verdienen sie 15% vom operativen Gewinn mit Marktdaten.
Sie haben ja einmal Plattformen, um Finanzdaten auszuwerten.
Am wichtigsten ist Capital IQ, ein Konkurrent zum Bloomberg-Terminal.
Die Daten sammeln und bereiten sie selbst auf, teilweise aus öffentlichen Dokumenten wie Geschäftsberichten, teilweise sind es aber auch Daten, die nicht öffentlich sind, wie Analystenschätzung.
Sie verkaufen die Daten dann auch als Feed direkt an kleinere Plattformen wie zum Beispiel Ticker, Koifin, Fiscal AI oder auch Cloud for Finance.
Und hier liegt das Risiko.
Mit KI könnten Kunden in Zukunft manche Daten selbst auslesen und aufbereiten lassen.
Das betrifft dann aber nur einen Teil aus einem Segment, das zwar mehr als 30 Prozent vom über 15 Milliarden Dollar Umsatz ausmacht, aber nur 15 Prozent zum operativen Gewinn beiträgt.
Gleichzeitig liegt der Börsenwert aktuell bei ca.
120 Milliarden Dollar und das Verhältnis zum erwarteten Gewinn bei 21.
Das ist über 20 Prozent niedriger als der Schnitt der letzten 10 Jahre von 27, ist aber immer noch nicht günstig.
Dass man mit KI Finanzdaten leichter auswerten kann, gilt aber auch für SP.
Mitarbeiter sind einer ihrer größten Kostenpunkte.
Hier könnte die Firma durch KI effizienter werden.
Dazu kommt, dass sie auch ihre eigenen nicht öffentlichen Daten verkaufen und die könnten durch KI wertvoller werden.
Zum Beispiel verkaufen sie ein Commodity-Geschäft, das auch nochmal 15% vom operativen Gewinn ausmacht.
Benchmarks und Daten von Rohstoffen, also zum Beispiel wo Ölfelder, Raffinerien und Transportwege sind.
Und das sind oft Daten, die SP auch selbst gesammelt hat.
Da hilft der Konkurrenz auch keine KI.
What about the ratings agencies?
Moody's SP, are they downgrading the CDOs from Mortgage Bond?
They're the fucking same.
Nope, they're all still Triple I.
What the hell?
2025 haben Firmen in den USA das erste Mal ever in einem Jahr über 1000 Milliarden Dollar in Aktienrückkäufe gepumpt.
Und Christoph hat eine Firma gefunden, die jetzt sogar ein Viertel ihrer eigenen Aktien kaufen will.
Und zwar geht's um Scholastic.
Das ist ein Buchverlag, der unter anderem die Rechte an den Harry Potter oder Hunger Games-Büchern in den USA hält und auch Clifford, der große rote Hund groß gemacht hat.
Und genau dieser Verlag hat jetzt gerade sein Headquarter in New York und ein riesiges Logistikzentrum für 400 Millionen Dollar verkauft.
Damit kann der Konzern eigene Aktien kaufen für 200 Millionen Dollar und Schulden zahlen.
Dafür mietet man dann die Immobilien für 15 bzw.
20 Jahre.
Diese Kosten werden ohne diesen Sale-Lease-Back-Deal aber gar nicht angefallen.
Trotzdem, erstmal positiv, dass sie die Schulden los sind.
Das Business an sich läuft nämlich nicht so gut.
Und da sind hohe Schulden im Nacken nur zusätzlicher Gegenwind.
Before we jetzt mal auf die Zahlen schauen, erstmal zum Business an sich.
Neben den US-Rechten an ein paar großen Büchern macht Scholastic 60% von 1,5 Milliarden Dollar Jahresumsatz mit Buchmessen und Buchclubs in Schulen.
Was heißt das?
Für die Messen kommen riesige LKWs und fahren rollende Bücherregale in den Schulhof oder in die Turnhalle.
And the Kinder können dann eine Woche lang in diesem quasi Pop-Up-Bücher-Store shoppen gehen.
Dazu gibt es Book Clubs, da bekommen Schulen monatlich einen Flyer, über die Kinder dann bestellen können.
Die Lehrer werden quasi zum Angestellten von Scholastic, denn für jeden Dollar, den Kinder über diesen Flyer ausgeben, kriegt der Lehrer wiederum einen Bonus, mit dem er Materialien fürs Klassenzimmer kaufen kann.
Teilweise können die Lehrer das dann auch direkt bei Scholastic machen.
Die verdienen nämlich 20% of Umsatz mit Lernmaterial.
Here gibt es aber gleich zwei Probleme.
Erstens, US-Schulen leiden unter knappen Kassen.
And zweitens, langfristig ist das viel größere Problem, dass KI Lernmaterialien mehr und mehr ersetzt.
Generell wachsen diese zwei Kerngeschäfte kaum.
Scholastic hat erst 2024 das Niveau von 2019 beim Umsatz erreicht.
Bei den Messen hat man noch ein bisschen Luft bis zum Vor-Corona-Niveau und der Bereich hat auch ganz solide Margen.
Da gibt es also ein bisschen Wachstumspotenzial.
Am spannendsten ist aber der Entertainment-Bereich.
Scholastic hat nämlich vor knapp zwei Jahren ein Animationsstudio gekauft für fast 200 Millionen Dollar.
Das heißt 9 Story Media und hat schon 21 Emmys gewonnen.
Der Vorteil, Scholastic muss nicht auf Netflix und Co.
warten, sondern kann eigene Serien produzieren, die über YouTube vertreiben und Merch-Umsätze machen.
Diese Strategie funktioniert, wie man der Entwicklung der YouTube-Follower sehen kann.
Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahrs waren es über alle Kanäle hinweg 1,2 Millionen, im zweiten Quartal dann schon 2 Millionen.
Dazu kommen Filme rund um Hunger Games, Harry Potter und die ganzen Buchmarken, die wiederum Buchverkäufe pushen könnten.
Das kann also der wichtigste Zukunftsbereich werden.
Und es ist auch der Bereich, den die Großaktionärin Iole Lucese seit Jahren pusht.
Ihr Background ist übrigens sehr ungewöhnlich.
2021 ist recht überraschend Richard Robinson verstorben.
Er hat seine Anteile aber nicht seinen Söhnen vererbt, sondern eben ihr, der Chief Strategy Officer von Scholastic.
Sie hat sich bei der Firma über Jahrzehnte hochgearbeitet und war sehr gut mit Robinson befreundet.
Laut einigen Medienberichten von Insider hatten die beiden eine Affäre.
Dass sie es geerbt hat, kann man so oder so sehen.
Für die Firma ist es aber vermutlich eher positiv, dass nicht die Kinder die Kontrolle kriegen, sondern eine Managerin, die das Geschäft seit Jahrzehnten kennt.
Wenn sie schafft, aus dem Entertainment-Bereich ein Medienimperium mit eigenen Marken zu bauen, dann wird die Bewertung mit 800 Millionen Dollar nicht wahnsinnig teuer.
Die entspricht circa dem 18-fachen vom erwarteten Gewinn.
Aber das ist eine Zukunftswette und das bei einer Firma mit Gegenwind aus dem klassischen Kerngeschäft mit Lernmaterialien.
Okay, class, it's time for the skull last year.
How much money did your mom give you?
My mommy gave me a whole dollar.
My mommy gave me two dollars.
My mom gave me $20.
Wir hören uns morgen wieder.
Bis dahin.
Alles Gute.
Adios.
