# Iran Escalation, Tech Volatility, and AI Supply Chain Risks

**Podcast:** OHNE AKTIEN WIRD SCHWER - Tägliche Börsen-News
**Published:** 2026-03-30

## Transcript

Risikohinweis.
Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und sind zum einen ohne Gewehr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente.
Es handelt sich hier nicht um Anlageberatung.
Ihr entscheidet selber, was ihr macht.
Heute ist Montag, der 30.
März.
Mein Name ist Noah Leidinger und das ist ohne Aktienwert schwer.
Sponsor dieses Podcasts ist Scalable Capital.
Die haben durch ihre Vollbanklizenz noch bessere Konditionen.
Zum Beispiel kriegt ihr aufs Tagesgeld 2,5% Zinsen und im Prime Plus Broker sogar mit mehreren Partnerbanken, bei denen dann jeweils die Einlagensicherung greift.
Wir starten die neue Woche mit KI-Rückenwind für Dänemark, dem Gen Z-Comeback der Einkaufszentren, aber erstmal leider auch mit der schlechten Börsenstimmung vom letzten Freitag.
In den letzten Jahren konnte man ja mit dem Trump Always Chickens Out Trade, kurz Taco Trade, sehr gutes Geld verdient.
Also einfach mit der Wette darauf, dass Trump harte Maßnahmen relativ schnell wieder zurückzieht, weil er sie eigentlich nur als Verhandlungsmasse einsetzen will.
Beim Krieg im Iran hat er für eine Woche ja auch seine Vorgehensweise ziemlich stark umgestellt, hat dann betont, dass die Verhandlungen gut laufen und hat Ende letzter Woche wieder die Deadline verlängert, ab der er Kraftwerke im Iran angreifen wird.
Das Problem ist nur, dass in diesem Fall der Iran den Rückzug von Trump nicht so wirklich mitgeht.
Sie haben schon die ganze letzte Woche verneint, dass es Verhandlungen überhaupt gibt.
Und am Freitag hat der Iran dann sogar zwei chinesische Containerschiffe gestoppt, die durch die Straße von Humus wollten.
Das ist vor allem spannend, weil der Iran und China ihr eigentlich eine deutlich entspanntere Beziehung haben und ist mal wieder ein Zeichen dafür, dass der Iran die Sperre noch lange nicht aufheben will.
Deshalb sind die Ölpreise am Freitag auch wieder um die 5% gestiegen und haben den Tag auf dem höchsten Stand seit 2022 beendet.
Dazu kam dann am Wochenende noch raus, dass die Houtti-Rebellen Israel angegriffen haben.
Und zwar das erste Mal, seitdem der Krieg gestartet ist.
Wenn die Situation damit weiter eskaliert oder einfach noch länger so bleibt, wie sie gerade ist, könnte sich das übrigens auch stärker auf KI-Aktien auswirken.
Zum Beispiel ist es jetzt schon so, dass Helium knapper wird, weil 30 bis 40 Prozent der globalen Produktion aus Katar kommt und Helium wird sehr intensiv in der Chip-Produktion genutzt.
Erstmal führt das eher nur zu einer Kostensteigerung, weil es ja andere Bereiche gibt, die viel weniger kritisch sind und Helium konsumieren.
Da zahlen die Chiphersteller dann einfach mehr Geld und haben Vorrang vor den anderen Bereichen.
Wenn die Lage aber so bleibt, könnte es insgesamt einen Engpass geben.
Auch ohne Engpass war die Lage bei den großen KI und Tech-Firmen letzte Woche ziemlich bescheiden.
Meta ist zum Beispiel um die 11% gefallen.
Vor allem wegen dem Gerichtsurteil rund um das Suchtpotenzial von Insta und Facebook.
Über das habe ich ja letzte Folge schon gesprochen.
Seit Anfang des Jahres ist die Aktie jetzt schon 20% dauern.
Noch stärker gefallen ist übrigens Microsoft, nämlich sogar fast 25%.
Microsoft treffen da verschiedene Sorgen, zum Beispiel, dass die eigenen Investments in KI-Rechenzentren einfach zu aggressiv sind, dass OpenAI von Anthropic abgehängt wird und Microsoft ist ja großer OpenAI-Investor oder dass auch im Kerngeschäft mit Softwareprodukten KI-Alternativen einfach starke Konkurrenz werden.
Genau diese ganzen Sorgen treffen aber nicht nur die Tech-Firmen in den USA, sondern auch in Deutschland.
Und am Freitag hat CTS Event Team 20% verloren und hat sich in den letzten zwölf Monaten fast halbiert.
Dass die Aktie am Freitag so stark verloren hat, lag fairerweise nicht an KI-Sorgen, sondern vor allem an den neuen Zahlen, obwohl die eigentlich sehr, sehr solide waren.
Der Umsatz ist zum Beispiel das erste Mal ever über 3 Milliarden Euro gestiegen.
2023 hat man gerade mal die Marke von 2 Milliarden geknackt, also schon ein wirklich massiver Anstieg in der Zeit.
Dazu muss man auch wissen, dass Event zwei Geschäftsbereiche hat.
Einmal veranstalten sie eigene Events, Festivals und betreiben Entertainment-Venues, zum Beispiel die Lances-Arena in Köln.
Und auf der anderen Seite haben sie eben die Plattform, wo man Tickets kaufen kann.
Beide Bereiche sind letztes Jahr um die 10% gewachsen.
Aber gerade weil sie so stark gewachsen sind, was ein bisschen irritierend, dass der neue Finanzchef Dr.
William Wilms keine wirklich konkreten Ziele für 2026 hatte.
Er meinte nur, dass der Umsatz und Gewinn leicht über dem Vorjahr liegen werden.
Dazu gab es auch im Analystencall einen ganz spannenden Austausch und zwar hat der Analyst gefragt, ob moderates Wachstum im Eventbereich so 5 bis 15% bedeutet.
Das hat der CFO in seiner ersten Antwort gar nicht beantwortet.
Dann hat der Analyst nochmal nachgefragt.
Dr.
William Wills meinte nur, moderates Wachstum ist moderates Wachstum und dass sie dazu keine Zahlen rausgeben.
Und dann hat Eventtim auch noch die Dividende gekürzt.
Insgesamt war es alles ein bisschen sonderbar kommuniziert, vor allem in einer Zeit, wo es eben viel Unsicherheit gibt.
Es ist nämlich erstens eben so, dass im Ticketing-Geschäft Angst vor KI-Disruption da ist.
Fairerweise muss man sagen, dass es im Ticketing ja schon immer viel Konkurrenz gibt und da am Ende eher Netzwerk und Stabilität entscheidend sind und beides ändert sich durch künstliche Intelligenz eigentlich nicht wirklich.
Und im Entertainment-Geschäft investiert Eventtim gerade ziemlich stark in eigene Hallen und Venues.
Das kann langfristig, gerade mit Blick auf KI total Sinn machen.
Aber Investoren mögen bei Eventtim vor allem, dass das Geschäftsmodell so effizient ist und eben wenig Kapital braucht.
Und wenn sie jetzt physisch Immobilien bauen und da investieren, ändert sich das Modell ein bisschen und das findet die Börse erstmal nicht so gut.
Übrigens hat einer die Chance direkt genutzt am Freitag.
Und zwar hat der Gründer und Großaktionär Klaus-Peter Schulenberg 10 Millionen Euro in Eventum investiert.
Und ein paar gute Nachrichten habe ich zum Wochenstart auch noch dabei.
Zum Beispiel ist die Aktie vom Stromversorger Entergy fast 10% gestiegen am Freitag, weil Meta den Bau von neuen Kraftwerken für die Firma finanziert, damit sie dann selbst genug Energie für die eigenen Rechenzentren in Louisiana haben.
Außerdem hatte Meta gute Nachrichten für alle Brillenträger.
Diese Woche sollen nämlich Smart Classes mit Sehstärke rauskommen.
Und in Deutschland hat dann noch die Aktie von Delivery Hero um die 5% zugelegt, weil der Großaktionär Prosus Aktien an den zweiten Großaktionär, SPEX, verkaufen will.
Das ist der Fonds, der gerade sehr viel Druck aufs Management macht und dass die mehr Stimmrechte kriegen, findet die Börse scheinbar positiv.
Ich habe ja gerade gesagt, dass die meisten klassischen Tech-Firmen und Softwarefirmen unter KI leiden und der Angst vor KI-Disruptionen.
Bei einer Firma aus Dänemark ist es aber anders und der Name hat mich ehrlicherweise ein bisschen überrascht.
Mehr dazu jetzt von Christoph.
Und zwar geht es um die Kollegen von Trust Pilot.
Bei denen kann man als Kunde Bewertungen abgeben.
Ihr Geld verdient die Firma, aber nicht mit uns, sondern mit den Firmen selbst.
Wenn ein Shop seine echten und verifizierten Trust-Pilot-Bewertungen auf der eigenen Website als Gütesiegel anzeigen will, muss er dafür zahlen.
Dazu gibt es noch Tools, um Kunden nach dem Kauf automatisiert um Bewertungen zu bitten.
Der Markt ist alles andere als einfach, denn es gibt ja viele Bewertungsplattformen und vor allem Google ist ermächtig.
Dazu gibt es immer wieder den Kampf gegen Fake-Bewertungen.
Aber jetzt kommt eben die KI-Fantasie ins Spiel.
Wenn immer mehr KI-Agenten in Zukunft für uns einkaufen, brauchen sie authentische Daten, um zu entscheiden, wo sie einkaufen sollen.
Schon jetzt sieht Trustpilot einen starken Anstieg von Klicks über KI-Modelle.
Im Vergleich zum Vorjahr lag das Plus bei 1500%.
Laut Daten von Promptwatch war Trustpilot im Januar die fünftmeist zitierte Domain von ChatGPT weltweit.
Hier hilft der Move von Trustpilot, sich stärker auf große, zahlungskräftige Großkunden zu konzentrieren.
Dadurch wird zum einen die Sichtbarkeit erhöht.
Zum anderen steigt der Deckungsbeitrag pro Kunde.
Bedeutet, große Firmen, die mehr Umsatz machen, zahlen auch mehr an Trustpilot.
Dabei ist der Aufwand für die Bewertungsplattform aber quasi gleich und es bleibt mehr hängen.
Deshalb erwartet Trustpilot, dass die operative Marge vor Abschreibungen bis 2030 auf 30 Prozent steigt.
Das wäre fast eine Verdopplung zu 2025.
Und gleichzeitig wächst aktuell auch der Umsatz mit um die 20 Prozent im Jahr.
Das erklärt dann auch die Bewertung von 950 Millionen Dollar, die fast den 40-Fachen vom erwarteten Gewinn entspricht.
Das ist nicht günstig, aber wenn die Wachstumsfantasie aufgeht, auch nicht absurd.
Übrigens, die Idee von Trustpilot war eigentlich nur einer Person gewidmet.
Der Mutter vom Gründer Peter Halton Mühlmann.
Die hatte nämlich Probleme beim Online-Shopping und wusste nicht, welchen Shops sie trauen kann.
Mühlmann hat sein Studium an der AHU's School of Business abgebrochen und Trustpilot gestartet.
Bis 2023 war er noch CEO und erhält immer noch 2% der Aktien, aber er hat das krasse Kursplus von Trustpilot nach den Zahlen vor knapp zwei Wochen genutzt, um mehr als eine Million Aktien der Firma zu verkaufen.
Trust no one, Mr.
Mulder.
Aus irgendeinem Grund hatten wir die Firma Die Timon heute bei Herd noch nie im Podcast, obwohl es eine der relevantesten Immobilienfirmen an der Börse ist.
Und wieso sie so relevant ist, hört ihr jetzt.
1960 haben die Brüder Melvin, Fred und Herbert Simon, ein kleines Immobilienunternehmen in Indianapolis gegründet.
Als das Business nach einer Zeit finanzielle Probleme gekriegt hat, hat Melvins Sohn David seine Hilfe angeboten.
Sein Onkel Herbert meinte, klar, aber ich bin mir nicht sicher, was du tun kannst.
David war eigentlich dabei, Karriere als Investmentbanker zu machen.
Hat dann aber seinen Leben an der Wall Street komplett aufgegeben und zu seinem Chef gesagt: Meine Familie weiß, wie man Shoppingcenter baut, aber sie hat keine Ahnung, wie man mit Banken verhandelt.
Ja, schon.
1990 ist David als Finanzchef bei Simon Property Group eingestiegen, hat das Unternehmen aufgeräumt und es für einen Börsengang vorbereitet.
Bei dem wurde 1993 fast eine Milliarde Dollar eingesammelt.
Das war damals der größte Immobilien-IPO in der Geschichte der USA.
Zwei Jahre später, mit 33, wurde er CEO und hat die Firma bis zu seinem Tod letzte Woche geleitet.
Wer beim Börsengang damals investiert und bis heute gehalten hat, hat über 4.300% Rendite gemacht.
Der SP 500 hat in der Zeit nur ca.
1300% zugelegt.
Die Strategie war einfach, Einkaufszentren aufkaufen, die in der Krise sind, dann hauptsächlich Premium-Verkäufer in die Standorte holen und Kunden durch Non-Shopping-Angebote wie High-End Fitnessstudios, Minigolfkurse und schicke Restaurants anloggen.
Insgesamt besitzt die Firma über 250 Immobilien, vor allem in den USA und zwar mit einer Gesamtshoppingfläche von 19 Quadratkilometern.
Damit gehört ihr mehr Verkaufsfläche als irgendwem sonst auf der Welt.
International ist das Business zwar nicht so groß, aber ihnen gehören zum Beispiel das Pandorf Design Outlet in Österreich.
Der Großteil des Umsatzes kommt aus dem klassischen Maul-Geschäft, also durch Mieten von Händlern wie Gab Coach oder American Eagle, und das Business läuft.
Die Auslastung war abgesehen von der Pandemiezeit immer über 95 Prozent.
Umsatz macht Simon Property dann vor allem mit einer Grundmiete und sie kriegen oft noch ein Anteil am Umsatz der Händler.
Beides ist in den letzten 10 Jahren im niedrigen einstelligen Prozentbereich gewachsen.
Genau wie der Umsatz, der mittlerweile bei 6 Milliarden Dollar liegt.
Dabei hört man sonst immer eher davon, dass Einkaufszentren aussterben, wenn man Dinge wie Baustoffe, Benzin und andere Sachen rausrechnet, die es typischerweise nicht online und auch nicht in Einkaufszentren gibt, dann macht Online-Handel laut Morningstar mittlerweile fast 30% aller Einzelhandelsumsätze in den USA aus.
Simon hat sich aber immer auf die besten Standorte konzentriert und während Händler insgesamt immer mehr Filialen abbauen, sind das genau die, die sie auf jeden Fall behalten wollen.
Dazu kommt, dass vor allem die Gen Z wieder lieber offline shoppt als ältere Generation.
Aber wie sieht das Ganze in Zahlen aus?
Bei Immobilienunternehmen sind immer die Funds from Operations entscheidend.
Das ist quasi der Cashflow aus den Mieteinnahmen.
Aktuell liegt dabei fast 5 Milliarden Dollar, das ist das 14-fache von 70 Milliarden Dollar Börsenwert und ist ungefähr auf dem Niveau der Wettbewerber.
Dazu gibt es knapp 5% Dividende, aber auch knapp 30 Milliarden Dollar Schulden.
Nach dem Tod von David Simon soll jetzt der 38-jährige Sohn Eli Simon das Unternehmen übernehmen.
Eli ist seit 2019 dabei und war zuletzt Chief Operating Officer.
Die Familie hält noch immer um die 10% der Aktien und gehört mit einem Vermögen von fast 12 Milliarden Dollar zu den 40 reichsten Familien der USA.
I'm so excited.
I'm going in the Mao!
Friends, food.
Skaterboys.
Biden.
Das war ohne Aktienwirt schwer, produziert von Podstas bei OMR.
Euch einen guten Start in die Woche.
Bis morgen.
Adios.
