# OpenAI Halts Sora, Apple Adopts Gemini, EU Tightens AI Rules

**Podcast:** KI-Update – ein heise-Podcast
**Published:** 2026-03-30

## Transcript

Das KI-Update.
Ein Heise Podcast mit redaktioneller Unterstützung von The Decoder.
Ich bin Marco Pauli und dies sind heute unter anderem unsere Themen.
Hintergründe zum Zora Stop.
KI-Schmeichelei und ihre Folgen.
Parlament für das Verbot von Nudifyern.
Verbesserte Siri dank Gemini und die Kontrolle von Roboter Händen.
OpenAI hat vergangene Woche recht überraschend dem KI-Videogenerator Zora den Stecker gezogen.
Die Web- und App-Version von Zora wird am 26.
April 26 abgeschaltet.
Nach Ablauf der Fristen werden sämtliche Nutzerdaten dauerhaft gelöscht.
Wir haben vergangene Woche aktuell darüber berichtet.
Jetzt mehr zu den Hintergründen von Max Schreiner von The Decoder.
Zora galt nach ChatGPT als das nächste große Ding bei OpenAI.
Vor zwei Jahren hatte das Unternehmen die Technologie ja erstmals vorgestellt.
Die KI erzeugte aus Textbeschreibung kurze Videos etwa von Wollmammus in einer verschneiten Landschaft oder von einer Frau auf einer neo beleuchtete Straße in Tokio und das in einer bis dahin nicht gesehenen Qualität.
Im September vergangenen Jahres startete der OpenAI dann die eigene Sora-App für Verbraucher und CEO Sam Altman verglich den Moment damals mit der Veröffentlichung von ChatGPT.
Doch die App kam nie so richtig in Fahrt.
Laut dem Wall Street Journal erreichte Sora kurz nach dem Start trotz einer Million Nutzer weltweit nie wirklich hohe Nutzerzahlen.
Es ging schnell bergab.
In den folgenden Monaten sank die Zahl schnell auf unter 500.000 und gleichzeitig verschlang das Produkt enorme Rechenressourcen.
Zora verbrannte laut dem Bericht rund eine Million Dollar pro Tag und war damit einfach weit davon entfernt, profitabel zu sein.
Auch intern sorgte das Projekt für viele Spannungen.
Das ZORATEM arbeitete demnach weitgehend isoliert vom Rest des Unternehmens und einige Mitarbeiter wunderten sich über die großzügige Zuteilung von KI-Chips an ein Produkt, das weder Geld einbrachte noch die Sprachmodelle des Unternehmens, also das Kernprodukt, verbesserte.
Das Haus trifft natürlich auch den Unterhaltungskonzern Disney, dessen damaliger Chef Bob Eager hatte zugestimmt, eine Milliarde Dollar in OpenAir zu investieren und über 200 Disney-Figuren für Sora zu lizenzieren.
Ferns sollten etwa mit Marvel oder Pixar-Charakteren eigene Videos erstellen können.
Disney-Manager erfuhren laut dem Bericht erst weniger als eine Stunde vor der Ankündigung von dieser Abschaltung.
Die Milliardeninvestition kommt also nicht zustande und die Geschäftsbeziehung zwischen den beiden Unternehmen liegt derzeit auf Eis.
Das Unternehmen sucht aber wohl nach Alternativen.
Disney hat gesagt, dass es mit anderen Herstellern im Austausch steht.
Hinter der Entscheidung steckt auch ein strategischer Kurswechsel bei OpenAI, denn das Unternehmen arbeitet an einem neuen KI-Modell mit dem Codenamen SPAT.
Dafür braucht es dringend freie Rechenkapazitäten.
Gleichzeitig fällt OpenAI im Wettbewerb mit dem Konkurrenten Anthropic etwas zurück, denn dessen Programmierwerkzeug Cloud Code gewannen in den letzten Monaten zunehmend Softwareentwickler für sich.
OpenAI will seine Ressourcen deshalb künftig auf zwei Bereiche konzentrieren: Programmierwerkzeuge und Geschäftskunden sowie eine geplante Super-App, die ChatGPT und weitere Dienste bündeln soll.
ZORRA soll als Forschungsprojekt zum Thema Weltmodelle weiterleben.
Das SORA-Team arbeitet laut OpenAI nun an längerfristigen Projekten wie Robotik.
Danke, Max.
KI-Chatbots bestätigen ihre Nutzer fast 50 Prozent häufiger als Menschen, selbst dann, wenn die Nutzer lügen, andere schädigen oder Gesetze brechen.
Das ist das Ergebnis einer großangelegten Studie, die im Fachjournal Science erschienen ist.
Das Forschungsteam legt der elf führenden KI-Modellen unter anderem Beiträge aus einem Reddit-Forum vor, in denen die menschliche Community den Fragesteller eindeutig als im Unrecht bewertet hatte.
Die KI-Modelle bestätigten dessen Handlungen trotzdem in rund der Hälfte der Fälle.
Die Forscher nennen dieses Verhalten soziale Schmeichelei.
Es gehe darum, die Handlungen und das Selbstbild einer Person zu bestätigen.
Ein Beispiel aus der Studie.
Eine Person fragt, ob es in Ordnung war, ihren Müll im Park an einen Baum zu hängen.
Die menschliche Antwort lautete, man solle seinen Müll doch bitte mitnehmen.
OpenAIs GPT-4O hingegen lobte die gute Absicht des Nutzers.
In drei Experimenten mit über 2400 Teilnehmenden untersuchte das Team die Auswirkungen.
Schon eine einzige schmeichlerische Antwort eines Chatbots senkte die Bereitschaft der Teilnehmenden, sich zu entschuldigen oder Konflikte aktiv zu lösen, um bis zu 28 Prozent.
Die, die bestätigen der Antworten erhielten, hielten sich deutlich stärker für im Recht.
Sogar das Wissen, dass die Antwort von einer KI stammt, schützten nicht vor dem Einfluss.
Die Teilnehmenden bewerteten die schmeichlerischen Modelle zudem als qualitativ hochwertiger und vertrauenswürdiger.
Die Autoren sehen darin ein strukturelles Problem.
Wenn Entwickler ihre Modelle anhand kurzfristiger Zufriedenheitsbewertungen optimieren, verstärke das genau jenes Verhalten das Nutzern langfristig schadet.
Sie fordern daher verhaltensbasierte Prüfungen vor der Markteinführung von KI-Modellen.
Wer bereits länger mit KI arbeitet, holt mehr aus ihr heraus.
Das ist der zentrale Befund einer neuen Analyse des KI-Unternehmens Anthropic, dem Hersteller des Chatbots Claude.
Basierend auf rund einer Million Gesprächen mit dem Chatbot lautet das Ergebnis, dass erfahrene Nutzer eine rund 4%punkte höhere Erfolgsrate als Neulinge aufweisen, selbst wenn beide exakt dieselbe Aufgabe bearbeiteten.
Erfahrene Anwender geben dem Modell offenbar seltener eine einzige Anweisung, sondern arbeiteten häufiger schrittweise mit dem Chatbot zusammen.
Die Studie warnt, dass der Erfahrungsvorsprung bestehende Ungleichheiten auf dem Arbeitsmarkt verschärfen könnte.
Das EU-Parlament hat Ende vergangener Woche mit überwältigender Mehrheit dafür gestimmt, dass sogenannte Nudifier-Apps künftig verboten werden sollen, sofern sie ohne Zustimmung der abgebildeten Personen sexuell explizite Inhalte generieren.
Mit dem geplanten Verbot sollen Anbieter wie Elon Musks Chatbot Grog direkt adressiert werden, bei dem die Software missbraucht wird, um Frauen und Kinder digital zu entwürdigen.
Zusätzlich streben die Abgeordneten eine Kennzeichnungspflicht für KI-Inhalte bis November 2026 an, um deren Herkunft transparent zu machen.
Die EU-Staaten müssen noch zustimmen, doch haben sich diese bereits ähnlich positioniert, was eine rasche Einigung ermöglichen dürfte.
In einer Sitzung hat sich Ende vergangener Woche der Bundesrat mit den Digital-Omnibus-Plänen der EU beschäftigt und dazu Stellung genommen.
Das Anliegen werde grundsätzlich mitgetragen, die konkrete Ausgestaltung aber durchaus kritisch gesehen.
Die Definition personenbezogener Daten etwa könnte zu verstärkter Rechtsunsicherheit führen, da die Einordnung künftig stärker von subjektiven Gegebenheiten der verarbeitenden Stelle abhängen sollen.
Ebenso könnte weniger oft eine Einwilligung der Nutzer nötig sein, wodurch der Schutz persönlicher Daten sich verschlechtern könnte.
Ein weiterer Punkt betrifft KI und den Zugriff auf Daten in Fahrzeugen.
Für die Entwicklung autonomer Fahrsysteme und moderner Assistenzsysteme benötigt die Automobilindustrie gigantische Mengen an Bild- und Videodaten aus dem realen Straßenverkehr.
Die von der EU geforderte Einwilligung für Bild- und Videodaten aus Fahrzeugkameras, zum Beispiel die Zustimmung aller Passanten, sei unrealistisch.
Das könnte die Entwicklung autonomer Systeme in Europa stark behindern und sogar die Verkehrssicherheit verschlechtern, da wichtige Trainingsdaten fehlten.
Zum Einsatz von KI im Bereich der Strafverfolgung wird von einer übermäßigen Belastung durch neue Strenge Dokumentations- und Nachweispflichten gewarnt.
Der geplante bürokratisaufwand würde den künftigen Einsatz von KI in der Polizeiarbeit hemmen oder sogar verhindern.
Insgesamt fordert der Bundesrat von der EU, praktikablere Regeln, die Innovation, Sicherheit und Datenschutz besser ausbalancieren.
Digitalminister Carsten Wildberger hat sich in einem Interview mit der BILD am Sonntag zu den möglichen Auswirkungen von KI geäußert.
Wie auch in vorherigen Interviews, warnte Wildberger vor dramatischen Arbeitsplatzverlusten durch KI.
Jobs wie Programmierer etwa werden seiner Ansicht nach zunehmend durch KI ersetzt und wegfallen.
Unmittelbar betroffen seien auch Arbeitsplätze in Callcentern, da Chatbots hier zunehmend die Anfragen übernehmen.
Wildberger mahnte zu mehr Flexibilität in der Arbeitswelt, so sagte er, die Zeiten, dass man darauf spekulieren kann, ich habe einen Job für die nächsten 30 Jahre, so schön das ist, die sind vorbei.
Und Wildberger weiter, es wird auch darum gehen, die Menschen daran zu führen, dass man immer lernen kann, auch unabhängig vom Alter.
Und das wird auch Teil des Bildungssystems sein.
Deutschland müsse in Sachen KI deutlich aufholen, so Wildberger.
Wenn wir das nicht tun, sind unsere Arbeitsplätze und auch Industrie und Wirtschaft vielmehr in Gefahr.
Nicht teilnehmen ist keine Option, so Wildberger im Interview.
Die englischsprachige Wikipedia weist ihre Autoren an, keine KI-Modelle für die Erstellung von Artikeln zu verwenden.
Per KI erstellte Texte würden gegen etliche Wikipedia-Richtlinien für Inhalte verstoßen.
Es gibt allerdings Ausnahmen, in denen KI genutzt werden darf, etwa bei Übersetzungen und grundsätzlicher Textbearbeitung.
Sowohl Autoren als auch Moderatoren sind dabei aber bestimmten Regeln unterworfen.
Bei der Übersetzung durch KI etwa wird vorausgesetzt, dass der Redakteur die fremde Sprache ausreichend beherrscht.
Die deutschsprachige Wikipedia hat bereits ein umfassendes KI-Verbot beschlossen.
Ausnahmen sind auch hier maschinelle Übersetzungen, die sich auf KI stützen, KI unterstützte Fehlererkennung und die Recherche mit KI.
Die Wikipedia weist darauf hin, dass die Erkennung reiner KI-Texte allerdings schwierig sein kann.
Manche Menschen könnten etwa einen ähnlichen Schreibstil wie Sprachmodelle haben.
Redakteure sollen sich deshalb, so wörtlich, auf die Einhaltung der Kerninhaltsrichtlinien des Textes konzentrieren, sowie die letzten Änderungen des fraglichen Autors betrachten, bevor sie einen Artikel wegen eines vermeintlichen KI-Einsatzes ablehnten.
Google hat sein KI-Modell Gemini mit einer neuen Import-Funktion für Erinnerungen und vergangene Unterhaltung mit anderen Chatbots wie etwa ChatGPT ausgestattet.
Dadurch soll der Umstieg von einer KI zur anderen erleichtert werden.
Nutzer müssen Gemini dann nicht mehr beibringen, was andere Chatbots, wie etwa der große Konkurrent ChatGPT, bereits über die Anwender und dessen Vorlieben wissen.
Mit der neuen Importfunktion, die in Deutschland noch nicht verfügbar ist, werden die Benutzer angeleitet, dem bisher verwendeten Chatbot eine Anweisung zu geben, um eine Kurzfassung dessen Erinnerungen zu eruieren.
Die darauf gegebene Antwort soll dann in Gemini übertragen werden, damit Googles KI-Modell diese analysieren und speichern kann für kommende Chats.
Apple's Siri soll mit den kommenden neuen Betriebssystemen deutlich besser werden.
Die Sprachassistentin bekommt dank Googles Gemini erstmals echte Chatbot-Funktionen.
Mehr dazu jetzt von Ben Schwan.
Ansprechen kann man die neue Serie per Tastatur oder Spracheingabe.
Erstmals sollen längere Dialoge möglich sein, bei denen die Sprachassistenz auch ein Gedächtnis vorhält.
Geplant ist laut dem Bericht aber auch eine tiefere Integration der neuen Serie in Mac.
iPhone und iPad-Betriebssysteme.
Apps bekommen angeblich eine Frag-Serie-Funktion, die Dynamic Island im iPhone soll zur Serie-Kontrolle genutzt werden können.
Und Apple wird auch eine eigene Serie-App herausbringen, um Google Gemini, OpenAI ChatGPT oder Anthropic Claude direkte Konkurrenz zu machen.
Die App soll alte Chats sammeln und durchsuchbar machen, Vorschläge für Prompts unterbreiten und eine Kommunikation im Stil der iMessage-Nachrichten-App ermöglichen, schreibt Bloomberg weiter.
Andere Details will Apple im Sommer auf seiner Entwicklerkonferenz BBDC präsentieren.
Unklar bleibt, wann noch früher erwartete neue Siri-Funktionen kommen, darunter eine Nutzerkontexterkennung und die Interaktion mit Apps.
Diese waren eigentlich für iOS 264 erwartet worden, sind aber noch immer nicht fertig.
Danke, Ben.
Wissenschaftler des Massachusetts Institute of Technology des MIT haben ein Steuerungsgerät entwickelt, das am Handgelenk getragen, die natürlichen Bewegungen einer menschlichen Hand auf eine Roboterhand überträgt.
Oliver Bünte berichtet.
Bei Handbewegung spielen Muskeln, Gelenke, Sehnen und Bänder zusammen und ergeben jeweils ein unterschiedliches Bild.
Die Veränderung des Bewegungsapparates erfassen die MIT-Forscher über Ultraschall-Aufnahmen, die mit einem etwas Smartphone-Großen Gerät am Handgelenk kontinuierlich aufgenommen werden.
Mit den Aufnahmen bei unterschiedlichen Bewegungen trainierten die Wissenschaftler eine KI.
Die KI ist dadurch in der Lage, aus neuen Ultraschall-Bildern die tatsächlichen Bewegungen der Hand abzuleiten.
Das geschieht dann in Echtzeit.
Die Wissenschaftler testeten das System mit acht Probanden.
Dabei gelang es etwa Gebärdensprache zu interpretieren und subtile Bewegungsabläufe wie das Halten eines Stifts, das Greifen eines Tennisballs und Zoom-Pinch-Bewegungen korrekt zu erfassen.
Sogar das Spielen eines Klaviers konnte mit dem Ultraschall-Gerät präzise digital erkannt werden.
Die so gewonnenen Bewegungsdaten nutzten die Forscher dazu, um in Echtzeit etwa Prozesse in virtuellen Umgebungen und eine Roboterhand anzusteuern.
Die Daten können aber auch dazu verwendet werden, um die Hände humanoider Roboter zu trainieren und deren Feinmotorik zu verbessern.
Sie könnten dann etwa komplexere Bewegungen durchführen, um etwa medizinische Operationen oder schwierige Fertigungsprozesse durchzuführen, die ein hohes Maß an Feinmotorik benötigen.
Danke, Oliver.
GitHub ändert seine Nutzungsbedingungen und wird ab dem 24.
April Interaktionen mit Copilot für das Modelltraining der eigenen KI verwenden.
Wer das nicht möchte, kann dem per Opt-out widersprechen.
Die Änderung gilt nur für bestimmte Tarife, während andere sowie bestimmte Nutzergruppen und bereits widersprechende Anwender davon ausgenommen sind.
Als Begründung nennt GitHub, dass die Datenerhebung dazu diene, Entwicklungsworkflows besser zu verstehen sowie auch bessere Codebeispiele zu liefern.
So sollen weniger Bugs in die Produktion gelangen.
Entsprechende Versuche innerhalb des Unternehmens hätten die erhofften Verbesserungen gezeigt.
Das war das KI-Update von Heise Online vom 30.
März 2026.
Eine neue Folge gibt es montagsmittwochs und freitags ab 15 Uhr.
Werbung.
Außerdem bei Heise.
Hallo, ich bin Holger.
Und ich bin Jörg und wir sind das Team der Auslegungssache.
Das ist der CT Datenschutz Podcast.
Wir beschäftigen uns alle 14 Tage mit aktuellen relevanten Themen rund um den Bereich Datenschutz, Datensicherheit, aber auch um politische Themen wie Überwachung.
Dazu laden wir uns immer interessante Gäste ein.
Die können aus den unterschiedlichsten Bereichen kommen.
Wir haben natürlich Juristen auch dabei, wir haben aber zum Beispiel auch Landesdatenschutzbeauftragte, Bundesdatenschutzbeauftragter war schon mal da, aber auch Technikexperten.
Dabei ist es uns immer wichtig, dass wir verständlich bleiben.
Das heißt, wir versuchen, das Juristendeutsch so gut wie möglich zu reduzieren und die Dinge so runterzubrechen, dass auch interessierte Laien sie gut verstehen können und auch ihren Nutzen aus unseren teilweise sehr lebhaften Diskussionen ziehen können.
Hört doch mal rein.
Wir freuen uns auf euch.
