# Meta Liability, DAX Buybacks, and Tech Correction

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-03-27

## Transcript

Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über den nächsten Taco Trade, den Absturz der Tech-Titel und die Gewinne von Eventim.
Im Thema des Tages dreht sich alles um ein Urteil, das Meta und Alphabet ins Herz ihres Geschäftsmodells trifft.
Und in der AAA-Idee verraten wir euch, was hinter der neuen Rückkaufstrategie der DAX-Konzerne steckt.
Alles auf Aktien, der tägliche Börsenshot.
Wir begrüßen euch, Holger Zschäpitz.
Und Lea Oetjen aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
Blick auf die Märkte.
Heute ist Freitag, der 27.
März und wir wünschen euch einen einfühlsamen Start in den Tag und später auch ins Wochenende.
An den Märkten, da ging es gestern extrem ruppig zu.
Und zwar so ruppig, dass sich Donald Trump mal wieder zu einem, ja ich würde mal sagen Mini-Taco gezwungen sei, also zu einem Zurückrudern.
Unmittelbar nach Börsenschluss, nachdem das Elend sich gezeigt hat an den Kurstafeln, teilt er auf Truth Social mit.
Er habe auf Bitten der iranischen Regierung die Deadline, die war jetzt bis Freitag gelegt, um zehn Tage auf den 6.
April verschoben.
Und die Gespräche, die würden laufen und zwar...
Sehr gut.
Und das hat dann den Futures-Nachbörsen etwas Luft gegeben, weil in Märkten die Furcht umgegangen war, dass ein Bodenangriff unmittelbar bevorsteht, womöglich schon am Wochenende.
Und die Verlängerung der Deadline ist deshalb eine kurzfristige Entlastung.
Wie lange sie anhält, das werden wir dann noch sehen.
Der Iran hatte ja den 15-Punkte-Plan der Amerikaner brüsk zurückgewiesen.
Trump hatte bei einem Kabinettstreffen fast gleichgültig geklungen.
Er sagte ja, entweder ein Deal oder halt mehr Kampf.
Ihm schien dabei, das irgendwie recht zu sein.
Und die Börsen quittierten das mit tiefroten Zahlen.
Der S&P 500 hat 1,7 Prozent verloren und ist damit auf den tiefsten Stand seit September gerutscht.
Der Nasdaq 100 verlor sogar 2,4 Prozent und ist fast 10 Prozent von seinem Oktoberhoch entfernt.
10,9 Prozent eingebüßt und befindet sich auch im Korrekturmodus.
Der DAX ist gestern 1,5 Prozent tiefer aus dem Markt gegangen.
Im Plus war allein der Angstindex WIX, der schloss 8,3 Prozent höher bei 27,44.
Und noch krasser ging es am Anleihemarkt zu.
Hier schossen die Renditen kräftig in die Höhe.
Nicht nur der steigende Ölpreis sorgte für Unruhe, auch eine schwache amerikanische Anleiheauktion trieb die Renditen nach oben.
Der Verkauf von siebenjährigen Staatsanleihen, der traf auf nur wenig Nachfrage von Investoren.
Bereits am Mittwoch war ja die Auktion fünfjähriger Staatsanleihen schwach ausgefallen, am Dienstag die von zweijährigen.
Und die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen stand am Ende des Handelstages.
Acht Basispunkte höher bei 4,42 Prozent.
Und in Deutschland noch krasser.
Da ist die Rendite der 10-Jährigen gleich mal um 11 Basispunkte auf 3,07 Prozent.
Also wer jetzt noch eine Wohnung finanzieren muss, der muss deutlich mehr bezahlen.
Aber nicht nur Trumps Mini-Taco-Trade war positiv für die Märkte.
Auch ein technisches Detail macht Hoffnung.
Kurzfristig, US-Pensionskassen müssen zum Monatsende schätzungsweise 14 Milliarden Dollar in amerikanische Aktien kaufen.
Das ist schon ein relativ starker oder großer Betrag, auch historisch gesehen.
Das ist nämlich im 75.
Perzentil über drei Jahre heiß.
selten vorgekommen.
Und wenn man dann noch sieht, dass die Hedgefonds seit Monatsbeginn fast 55 Milliarden Dollar an US-Aktien leer verkauft haben und die jetzt wirklich short sind mit 18 Milliarden, dann kann man sich vorstellen, sollte es da mal zu einer Erholung kommen, weil jetzt möglicherweise auch die Pensionsfonds sich eindecken müssen, dann könnte es eine extrem kräftige Gegenbildung nach oben geben.
Ja, warten wir mal ab.
Gestern hat erstmal Gold weiter verloren und zwar 2,9 Prozent.
Hier gab es eine spannende Geschichte des Finanzdienstes Bloomberg.
Die haben nämlich versucht zu erklären, warum Gold denn eigentlich in den letzten Tagen und Wochen so historische Verluste eingefahren hat.
Seit Beginn des Irankriegs habe nämlich die türkische Zentralbank innerhalb von nur zwei Wochen rund 60 Tonnen Gold verkauft und verliehen.
Nur mal so zum Vergleich.
Globale Zentralbanken haben im Januar im Schnitt gerade mal fünf Tonnen Gold gekauft.
Die Türkei hat also in zwei Wochen das Zwölffache des monatlichen Weltdurchschnitts auf den Markt geworfen.
Das ist schon krass.
Und vor allem die Türken, die stehen nicht alleine da.
Mehrere andere große Zentralbanken ziehen sich gerade aus dem Goldmarkt zurück oder denken zumindest laut darüber nach.
Und das klingt irgendwie paradox.
weil ja der Nahe Osten brennt.
Aber es erklärt, warum Gold trotz Krieg so massiv unter Druck steht.
Und das Metall wird gerade zu so einer Art Spardose, wer strategische Prioritäten finanzieren muss, Währungsstabilisierung, Devisenreserven oder Importfinanzierung.
der muss halt an die Sparbüchse gehen.
Das ist halt bei vielen Gold und das ist halt relativ schnell liquidierbar.
Und die Türkei kennt das.
Schon 2023 hat die Zentralbank in Ankara innerhalb von drei Monaten 159 Tonnen verkauft.
Damals ging es um ein temporäres Importverbot auf Goldbarren und sehr starke Binnennachfrage.
Und ja, da musste das damals passieren.
159 Tonnen in drei Monaten.
Mein Gott, das sind ja Zahlen.
Was war denn gestern sonst noch wichtig?
OpenAI zum Beispiel.
Wir hatten ja schon darüber berichtet, dass Unternehmen, das bislang Produkte am Fließband nur so rausgeworfen hat, also SORA, Sprachmodelle und jetzt offenbar auch ein geplanter erotischer Chatbot.
Die ganzen Projekte werden jetzt relativ abrupt abgebremst.
Der Fokus liegt offenbar jetzt auf Profitabilität, Enterprise-Kunden und sogenannten Coding-Tools.
klingt alles danach, als gäbe es da jetzt keine Experimente mehr und das könnte ordentliche Folgen haben.
Wir hatten ja gestern schon verwundert, vermerkt, dass wenn OpenAI, der ja der Hauptmotor des KI-Infrastruktur-Booms ist, wenn die jetzt den Motor drosseln, das müssten ja eigentlich die Klassiker, die NVIDIAs, die Rechenzentren, die Energieversorger, also die gesamte Wertschöpfungskette, müsst ihr das ja spüren, passierte vorgestern noch nicht.
Gestern dann ist es aber doch passiert.
Da gab es dann so klassische Verluste von Who is Who der Tech-Welt, EMD minus siebeneinhalb, Intel minus sechseinhalb, Nvidia minus vier, Micron minus sieben, Larm Research minus neun.
Alle tiefe Minus in Europa, da merkte man das auch.
ASML, die verbilligten sich 3,8 Prozent.
Die sind ja...
am Anfang der Wertschöpfungskette von Rechenzentren, weil die ja Lithographie-Systeme herstellen, die wichtig für die Produktion von Speicherchips sind.
Meta war mit einem Minus von 8 Prozent der schlechteste Wert der Magnificent Seven.
Alphabet verlor 3,4 Prozent und über die Gründe dafür sprechen wir gleich im Thema des Tages nochmal ausführlicher.
Ganz generell setzen aber auch die gestiegenen Renditen die Tech-Werte unter Druck und natürlich auch der IPO-Stau, der nicht gerade positive Auswirkungen hat.
SpaceX könnte allein mehr als 75 Milliarden Dollar einsammeln, haben wir auch schon drüber gesprochen, mehr als alle amerikanischen Börsengänge des vergangenen Jahres zusammen.
Dazu OpenAI and Traffic, SK Hynix.
Es bindet natürlich enormes Kapital und rückt damit auch auf bestehende Bewertungen im gesamten Tech-Sektor.
Aber nicht überall im Tech-Sektor gab es Minuszeichen.
Es gab auch Ausnahmen und zwar unter den Software-Aktien, die in den vergangenen Tagen so kräftig unter die Räder gekommen waren.
Die konnten teilweise sogar Pluszeichen machen.
Autodesk gewann 2%, Salesforce plus 2%, Crowdstrike 2%, Fortinet 3%.
Und natürlich, was auch gut lief, weil die Ölpreise gestiegen waren, Occidental, EOG, Valero, alles was mit Öl zu tun hatte, profitierte, was auch positiv war, Versicherung.
Asset Manager, auch die waren ja die großen Verlierer zuletzt wie Apollo, Blackstone oder KKR.
Und auch Netflix legte knapp 1,6 Prozent zu, nachdem das Unternehmen die Preise erneut um ein bis zwei Dollar pro Monat erhöht hat.
Der zweite Anstieg innerhalb von knapp einem Jahr, das wird auch immer teurer.
Was zahlt ihr?
Wir haben das mit im Sky-Abo dabei.
Das ist gut, aber ich weiß auch nicht, wie hoch die Zahlungsbereiche, weil jede könnte sich mal fragen, wie hoch wäre deine?
Zahlungsbereitschaft?
Ich glaube, ich zahle aktuell 5,99 und ich habe dieses Billo-Abo mit Werbung.
Aber wir schauen ja fast sehr viele alte Serien und da ist keine Werbung drin.
Deswegen interessiert mich das nicht so.
Das ist ein Lifehack.
Also wer alte Serien guckt, der kriegt keine Werbung angespielt.
Wirklich nicht?
Nee, also gerade schaue ich Homeland mit erschreckenden Parallelen zur aktuellen Zeit.
Und da ist wirklich wenig bis gar keine Werbung drin.
Also hier Lifehack mitnehmen.
Gut.
Zahlungsbereitung ist ein gutes Stichwort, weil irgendwann ist der Boden auch da erreicht, würde ich sagen.
Aber was auch sehr teuer ist, ist Olaplex und damit geht es nämlich weiter.
Die Olaplex Holdings ist nämlich relativ sprunghaft um 51,1 Prozent gestern nach oben geschossen.
Der Grund, die Haarpflegemarke wird nämlich vom deutschen Mischkonzern Henkel für 1,4 Milliarden Dollar übernommen.
Henkel legte daraufhin 0,5 Prozent zu.
Und noch ein Gewinner gestern war CTS Eventum.
Da ging es nachbörslich auf Tradegate um 9% nach oben.
Der Ticketvermarkter wuchs im vergangenen Jahr weiter profitabel und setzte erstmals mehr als 3 Milliarden Euro um.
Das bereinigte EBDA stieg um 7,7% auf 584 Millionen Euro.
Und Tui, die zeigten sich kaum verändert nach der Mitteilung, den Vorstand neu zuzuschneiden, um Synergien zwischen den Geschäftsfeldern noch konsequenter zu heben.
Und noch ein schneller Blick in den gestrigen DAX-Tag.
Größter Verlierer im deutschen Leitindex waren die zuletzt ja doch sehr erholten Aktien von Siemens Energy.
Die haben 5,2 Prozent verloren und auch Deutz verlor deutlich nach Geschäftszahlen.
Insgesamt 7,2 Prozent büßte das MDAX-Unternehmen ein.
Börsianer schmeckte die Profitabilität und die Post-Profitabilitätsziel vor allem nicht, das der Motorenbauer für 2026 ausgegeben hat.
Wollten die nicht auch mal Panzer, wollten die nicht auch mal ins Rüstungsgeschäft einsteigen?
War das Ziel.
Ich glaube, aber scheint...
bisher noch nicht funktioniert haben.
Oder vielleicht hat die Aktie auch vorher so weit gewonnen, dass sie jetzt auch mal 7 Prozent korrigieren kann.
Mache ich schnell die Termine.
Der Kreuzfahrtriese Carnival, der berichtet vor Börseneröffnung in Amerika.
Das wird so ein erster Echtzeitblick darauf, wie der Iran-Krieg das Reise- und Tourismusgeschäft trifft.
Und dann gibt es noch in Amerika den Michigan Konsumklimaindex.
In Deutschland war ja der GFK Konsumklimaindex gestern wahnsinnig gefallen.
Mal sehen, ob das in Amerika ähnlich ist.
Dann stellt die KfW noch Die Bilanz für 2025 gibt es einen Ausblick auf das laufende Jahr und im Fokus darf dann die Frage stehen, wie denn die Förderbank eine schwächere Konjunktur irgendwie ausgleichen will.
Und dann gibt es nach Zahlen von Jungheinrich und von Wüstenroth und Württembergische.
Holger, lass uns heute ins Thema mal mit einer kleinen Frage starten.
Erinnerst du dich eigentlich noch, wie die Tabakindustrie jahrzehntelang behauptet hat, Zigaretten seien nicht süchtig machend?
Und wie die Geschichte dann am Ende auch ausging?
Ja, da kann ich mich durchaus dran erinnern.
Die ging sehr teuer aus, nämlich mit Milliardenvergleichen, erzwungenen Produktveränderungen und einem dauerhaften Imageschaden, von dem sich die Industrie nie wirklich erholt hat.
Wobei die Aktien sind zuletzt auch wieder ganz gut gestiegen.
Genau.
Und jetzt schau dir an, was gerade in Los Angeles passiert ist.
Eine Jury hat Meta und Google für fahrlässig erklärt, weil ihre Plattform eine junge Frau psychisch abhängig gemacht haben sollen.
Instagram, YouTube, jahrelange Nutzung seit der Kindheit.
Das Ergebnis?
Angststörungen, Depressionen und eine Körperdysmorphie.
Was ist denn eine Körperdysmorphie, liebe Lea?
Es ist eine relativ ernsthafte Erkrankung, bei der Betroffene übermäßig mit vermeintlichen Makeln am eigenen Körper beschäftigt sind.
Also, glaube ich, eine relativ häufige Konsequenz von einer übermäßigen Social-Media-Nutzung.
Könnte sein.
Aber wenn die Leute dann alle noch Filter benutzen und mit KI sich die Falten wegmachen, dann kann man den eigenen Körper möglicherweise nicht mehr so gut finden.
Das kann ich mir gut vorstellen.
Auf jeden Fall, der unmittelbare finanzielle Schaden, der ist erstmal winzig.
Meda zahlt 4,2 Millionen Dollar, Google 1,8 Millionen.
Und für Konzerne dieser Größe ist es weniger als Portokasse.
MEDA macht das in Sekunden wieder rein.
Doch der Entscheid des Gerichts, der hat es.
durchaus in sich.
Ja, das kannst du laut sagen.
Denn die Kläger greifen nicht die Inhalte der Plattform an, also nicht hier Video XY von Finfluencer XY oder diesen oder jenen Post.
Sie greifen das ganze Design der Plattform an.
Der endlose Scroll, das automatische Abspielen, die algorithmischen Empfehlungen, die Benachrichtigungen, die den Dopaminspiegel manipulieren.
All das sei quasi exakt so konstruiert worden, dass der Nutzer süchtig wird.
Und das Gericht ist dieser...
Dokumentation dann auch gefolgt.
Und beide Unternehmen kündigten auch prompt an, gegen das Urteil in Berufung gehen zu wollen.
Denn mit ihrer Begründung liefert die Jury eine juristische Blaupause für eine regelrechte Klagewelle.
Der Fall in Los Angeles ist kein Einzelfall, sondern ein sogenannter Bellwether-Prozess.
Ein Testverfahren für eine Vielzahl ähnlicher Klagen.
Mehr als 3000 Fälle sind bereits in den USA anhängig.
Mehr als 1200 Schulbezirke klagen bereits gegen die Tech-Giganten und Dutzende Generalstaatsanwälte einzelner Bundesstaaten sind mit dabei.
Und in diesem Jahr stehen noch weitere Einzelverfahren an.
Und genau da liegt auch das Risiko.
Wenn Gerichte nämlich einmal sagen, dass das Produktdesign selbst das Problem ist, dann können Meta und Google nicht einfach sagen, wir sind eine ganz neutrale Plattform.
Dann sind sie Hersteller eines Produkts, das unter strenge Produkthaftung fällt, wie ein Autohersteller.
Und was das Ganze noch bekannter macht, die Unternehmen, die...
konnten es durchaus wissen oder mussten es sogar wissen, weil Frances Horgan, die Whistleblowerin, hat 2021 interne Facebook-Dokumente veröffentlicht, die zeigen, dass Mäder seit Jahren wusste, wie schädlich Instagram für junge Mädchen ist, besonders für solche, die mit ihrem Körperbild kämpfen.
Und bei dem Prozess in Los Angeles haben die Anwälte interne Chats und E-Mails von Mitarbeitern gezeigt, in denen offen über die Suchtpotenziale der eigenen Produkte diskutiert wurde.
Ja, und merkst du was?
Das ist exakt das Muster der Tabakindustrie.
Jahrelang haben Zigarettenhersteller intern gewusst, wie gefährlich und süchtig machend ihre Produkte sind und nach außen aber das Gegenteil behauptet.
Es wundert mich daher nicht, dass das Wall Street Journal jetzt schon von einem Tobacco-Moment schreibt.
Und das könnte dann...
den Zahlen langfristig richtig wehtun.
Bloomberg Intelligence hat erste Szenarien durchgerechnet.
Wenn weitere Juries ähnlich entscheiden und es zu großen Vergleichen kommt, dann drohen Meta-Kosten von 8 bis 20 Milliarden Dollar allein aus dem Kalifornien-Komplex.
Im schlimmsten Fall bundesweite Klagen, Millionen betroffene Nutzer.
Reden wir von, ja.
50 bis 90 Milliarden.
Mehta selbst hat im letzten Quartalsbericht eingeräumt, dass die möglichen Belastungen aus den Suchtklagen hohe zweistellige Milliardenbeiträge erreichen könnten.
Und selbst wenn es nie zu solchen Extremszenarien kommt, selbst kleine Eingriffe in den Empfehlungsalgorithmus können massive Umsatzfolgen haben.
Die Analysten haben das durchgerechnet.
Wenn strengere Schutzmaßnahmen die Nutzungszeit nur um ein halbes Prozent reduzieren, kostet das Meta schon eine Milliarde Dollar an Jahresumsatz.
Das Risiko liegt also nicht in den einmaligen Strafzahlungen, sondern vor allem auch in der dauerhaft schwächeren Wachstumsprognose.
Halbes Prozent weniger Nutzung, eine Milliarde Umsatz.
Das ist wirklich krass.
Ihr fragt natürlich, was heißt das jetzt für Anleger?
Meta-Aktie hat gestern 7,8 Prozent verloren.
Das war so die unmittelbare Kursreaktion.
Die spiegelt nicht nur die Urteile wieder, die aktuellen, sondern eben die Erkenntnisse, dass da ein langer Rechtsstreit passieren könnte mit unkalkulierbarem Ausgäng und möglichen erzwungenen Produktänderungen.
Und genau das ist wahrscheinlich auch der entscheidende Punkt für Investoren.
Bei Big Tobacco war das Endresultat nicht die Insolvenz.
Die Tabakunternehmen haben überlebt.
Wir haben es.
Am Anfang schon angedeutet, aber das Wachstum wurde halt dauerhaft gedeckelt.
Sie mussten Warnhinweise drucken, Werbung einschränken und ihre Produkte verändern.
Und wenn Meta und Google am Ende gezwungen werden, ihre Algorithmen zu ändern, damit nicht mehr Leute das so kriegen und möglicherweise die Suchtgefahr fällt, Elternkontrollen einzubauen und süchtig machende Designfeatures abzuschalten, dann ist das Wachstumsmodell, das diese Bewertung trägt, fundamental infrage gestellt.
Der DAX wirkt angeschlagen dieser Tage.
Seit Jahresbeginn liegt der Deutsche Leitindex schon 8 Prozent im Minus und auch in dieser Woche sind die Vorzeichen wieder rot.
Doch genau in diese Schwäche hinein setzen die DAX-Konzerne gerade einen spannenden Kontrapunkt.
Ganz genau.
Sie treten immer häufiger als Käufer eigener Aktien auf.
Allein in diesem Jahr dürften Papiere im Volumen von rund 26 Milliarden Euro vom Markt genommen werden.
Das berichtet zumindest das Handelsblatt.
Grund genug diesen Trend unsere heutige Triple-E.
ihr Idee zu widmen.
Ja, die Zahlen sprechen für sich.
23 der 40 DAX-Konzerne greifen zu oder bereiten gerade Programme vor.
16 Unternehmen planen Rückkäufe im Volumen von jeweils mindestens einer Milliarden Euro.
Das ist schon wirklich ordentlich.
Und an der Spitze stehen die Deutsche Post, Siemens und Siemens Energy mit jeweils rund sechs Milliarden Euro.
SAP geht mit bis zu zehn Milliarden Euro sogar noch einen Schritt darüber hinaus.
Und Commerzbank-Analyst Andreas Hürkamp findet diese Strategie durchaus gut.
Er sagt, dieses Vorgehen sei eine Grundlage dafür, dass der DAX ein vielversprechendes Investment bleibt.
Daher ist es auch keine große Überraschung, dass die Rückkäufe bei Anlegern durchaus gut ankommen.
Ja, das ist ja relativ logisch.
Wenn Unternehmen eigene Aktien einziehen, sinkt das Angebot.
Der Gewinn verteilt sich auf weniger Anleger, ebenso die Dividende.
Beide stützt in der Regel den Kurs.
Ganz unumstritten ist das Vorgehen aber trotzdem nicht.
Solche Rückkäufe binden ja Liquidität, die in einem relativ unsicheren Umfeld schnell an anderer Stelle fehlen kann.
Wenn man mal weltweit guckt, dieses Risiko gehen nicht nur die DAX-Konzerne.
Taktgeber für den Rückkaufboom ist die Wall Street.
Im S&P 500 haben Unternehmen binnen eines Jahres eigene Aktien im Wert von 1,02 Billionen Dollar erworben.
Das ist ein Rekord und 11 Prozent mehr als im Vorjahr.
An der Spitze steht Apple.
96,7 Milliarden Dollar allein in den vergangenen vier Quartalen.
Rund 755 Milliarden Dollar über die vergangenen zehn Jahre.
Das sind massive Zahlen.
Seit dem Start der Programme 2013 ist der frei handelbare Aktienbestand um etwa 44 Prozent geschrumpft.
Kaum ein Konzern hat seine Kapitalstruktur so konsequent über Rückkäufe gesteuert.
Tja, wenn man wenig Wachstum hat, dann muss man halt den Gewinn pro Aktie dadurch wachsen lassen.
Und auch Alphabet, Meta und Nvidia zählen zu den Schwergewichten.
Getrieben werden die Programme von hohen operativen Cashflows und eben Rekordgewinn.
Jedoch verschiebt sich die Priorität.
Die steigenden KI-Investitionen binden Kapital.
2025 haben viele Tech-Konzerne ihre Rückkäufe daher gedrosselt.
Dafür rücken Banken nach vorn.
JP Morgan, Bank of America und Citigroup haben ihre Rückkäufe binnen eines Jahres von 29,1 auf 56,8 Milliarden Dollar nahezu verdoppelt.
Und das kann sich lohnen.
Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Goldman Sachs.
Laut der US-Investmentbank entwickeln sich Aktienunternehmen, die regelmäßig viele eigene Aktien aufkommen, besser als der Gesamtmarkt.
Im S&P 500 haben demnach Konzerne, die ihre Aktienzahl seit 2012 jährlich um 4 Prozent reduziert haben, den Gesamtmarkt im Schnitt um drei Prozentpunkte pro Jahr übertroffen.
Goldman Sachs spricht bei diesen aktiven Rückkäufern von sogenannten Buyback-Aristokraten, angelehnt an die Dividenden-Aristokraten, also Unternehmen mit mindestens 25 Jahren steigender Ausschüttung.
Und in diese Kategorie fallen neben Apple auch Konzerne wie Mondelez, McKesson.
Oder Lowe's, so wie Finanzhäuser wie Morgan Stanley, Wells Fargo, Visa, Mastercard und American Express.
Das heißt jetzt aber nicht, dass der positive Kurseffekt von Rückkäufen zwangsläufig ein Selbstläufer ist.
Also rein rechnerisch steigt der Gewinn je Aktie, gleichzeitig verschiebt sich aber auch die Finanzstruktur.
Liquidität sinkt, die Verschuldung relativ zum Eigenkapital steigt.
Diese Effekte neutralisieren sich dann oft.
Und hinzu kommt...
politisch geraten Rückkäufe gerade zunehmend unter Druck.
US-Präsident Donald Trump etwas stellt auf seiner Plattform True Social offen in Frage und bezeichnet sie als Hindernis für Investitionen in Modernisierung und Kapazitäten.
Er erließ sogar eine Exekutivanordnung, die es dem Department of War erlaubt, sowohl Dividenden als auch Rückkäufe zu untersagen, wenn Konzerne als underperformed eingestuft werden.
Vor allem Rüstungskonzerne wie General Dynamics und RTX setzen nun auf einen Taco-Trade, also darauf, dass Donald Trump auch an der Stelle politisch wieder zurückrudert.
Das war alles auf Aktien.
Wir freuen uns immer über Feedback.
Schickt uns eine Mail in AAA, also AAA-Wild-E oder hinterlasst uns eine Bewertung.
Und wer uns auf Instagram folgt, und wir hoffen, das tun hier schon alle, hat sicherlich entdeckt, dass wir gestern alle zusammen mit Anja unsere AAA-Abschiedsfolge aufgenommen haben.
Anja musste Fragen beantworten, durfte einem höhere Gedicht lauschen und wir wollen nicht noch zu viel verladen.
Zum Schluss.
haben wir auch noch gesungen.
Und weil wir wissen, dass ihr alle so große Anja-Fans seid, holt doch jetzt bitte sofort euren Kalender raus und schreibt mit.
Die Abschiedsfolge kommt nämlich schon an diesem Sonntag in den Podcast Player eurer Wahl und eures Vertrauens.
Davor ist aber erstmal noch Zeit für den Samstag und die Samstagsfolge.
Erzähl mal, was erwartet uns da denn, lieber Holger?
Ja, da haben wir den CEO eines Spezialbrokers, wo Menschen handeln, die viel Geld haben.
Und die angeblich den Markt schlagen.
Und dieser Mensch hat auch damals noch Trade Republic im großen Stile finanziert.
Er wird uns A erklären, was ihn damals geritten hat, Trade Republic zu finanzieren.
Und B wird er uns verraten, was denn die Kunden seiner Plattform so erfolgreich machen.
Und vielleicht lernen wir dann davon, wie wir auch alle so erfolgreich werden.
Das wäre ja was.
Alle wären reich.
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