# AI Pivot, Biotech M&A, and Space Economy Shifts

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-03-26

## Transcript

Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über ein üppiges Abschiedsgeschenk bei Ronovia, Übernahmefantasie im Biotech-Sektor und ein Strategiewechsel bei OpenAI.
Im Thema des Tages geht es um die neue Mondäuperie der Amis und was das für den SpaceX-Börsengang bedeutet.
Und der Triple EED erklären wir euch, was ihr künftig in der neuen Vorsorgewelt mit eurem alten Riester macht.
Alles auf Aktien.
Der tägliche Börsenshop.
Es begrüßen euch Philipp Vetter.
Und Holger Czeppitz aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
Blick auf die Märkte.
Heute ist Donnerstag, der 26.
März, und wir wünschen euch einen flexiblen Start in diesem Tag.
Beweglich müsst ihr sein, bei den aktuellen Börsen diplomatische Bemühungen um einen Waffenstillstand im Nahen Osten.
Die haben am Mittwoch an den Börsen für vorsichtigen Optimismus gesorgt.
Die USA haben dem Iran laut Regierungsvertretern ein 15-Punkte-Plan zur Beendigung des Krieges übermittelt, in dem der Iran unter anderem aufgefordert wird, Atomanlagen abzubauen, die Arbeit an ballistischen Raketen einzustellen, die Unterstützung für regionale Milizen einzuschränken und die Straße von Hormuz vollständig wieder zu öffnen.
Allerdings, tja, lehnte der Iran dies laut dem iranischen Sender Press TV nicht nur ab, sondern stellte seinerseits Bedingungen für einen Waffenstillstand auf.
Der Iran fordert ein Ende der Angriffe sowie Garantien, um ein erneutes Auflagen des Krieges zu verhindern.
Außerdem die Anerkennung der iranischen Souveränität über die Straße von Humus und finanzielle Entschädigung.
Tja, das klingt so, als könnte es noch eine Weile dauern.
In diesem Umfeld schloss der SP 500 0,5 Prozent höher.
Der Nasdaq gewann 0,7%.
Der DAX gewann sogar 1,4 Prozent auf 22.957 Punkte, hatte aber sogar mal zwischenzeitlichen Tageshoch bei 23.079.
Der Wichs des Angstbarometer fiel fast 6% auf 25,35.
Öl notiert unverändert, Gold bei 4.500 Dollar etwas fester, der Bitcoin bei rund 71.000 Dollar.
Das Handelsvolumen, das lag mit 17 Milliarden gehandelten Aktien deutlich unter dem Jahresdurchschnitt von knapp 20 Milliarden, ein klares Zeichen für Zurückhaltung.
Tja, und negative Schlagzeilen kam aus dem KI-Bereich.
OpenAI stellt sein Videogenerator Sora ein und tritt insgesamt den Geldhahn etwas weiter zu.
Das Unternehmen, das vor allem auf Wachstum und Marktanteile setzte, schwenkt auf Profitabilität und Cashflow um.
Das klingt zwar vernünftig, hat aber Konsequenzen.
OpenAI war der aggressivste Treiber des KI-Infrastrukturbooms.
Und wenn jetzt dieser Motor ein bisschen bremst, dann bekommt das alle zu spüren, Chiphersteller, Rechenzentren und Energieversorger.
Na, zumindest bei den Chip-Aktien hat es bislang nicht geschadet.
Die waren gefragt, vor allem dank Armholdings.
Wir hatten gestern ja schon darüber berichtet.
Die Aktie legte um 16,4 Prozent zu.
Treiber waren ehrgeizige Umsatzziele mit einem eigenen KI-Datenzentrum-Chip.
Das zog auch die Kurse anderer Chip-Hersteller nach oben.
AMD legten um 7% zu, Intel ebenso.
Und für Nvidia ging es immerhin noch 2% aufwärts.
Und im Minus lagen Speicherchip und Festplatten und Flashmemory-Aktien.
Zendisk verloren 3,5%, Micron 3,4 und Seagate 3,8%.
Und Grund war auch ein Blogeintrag von Google, der zeigte, wie extreme Datenkompression durch KI den Bedarf an physischen Speichern reduzieren könnte.
Das trifft eine Branche, die ja zuletzt sehr stark gelaufen war und in der viele Investoren noch long positioniert sind.
Und Google selbst, die gewann leicht.
0,2 Prozent.
Immerhin.
Der Biotech-Sektor, der war der klare Tagessieger mit plus 3,8%.
Getrieben von einem Merck-Deal, der Pharma Riese, der kauft das Biotech-Unternehmen Turns Pharmaceuticals für 53 Dollar je Aktie, macht insgesamt rund 6,7 Milliarden Dollar.
Das belebt die MA-Fantasie in dem Sektor wieder.
Hierzulande wurde der IFO-Geschäft-Index von den Börsianern weitgehend ignoriert.
Der hat sich im März deutlich eingetrübt, wobei man sagen muss, der Rückgang, der war komplett auf die Eintrübung der Erwartungen zurückzuführen, während die Firmenlänge die aktuelle Lage trotz des Kriegs im Iran als unverändert beschrieben haben.
Angeführt wurde der DAX von Siemens Energy mit einem Aufschlag von 4,6 Prozent.
Die weiterhin hohen Ölpreise und die Erwartung, dass diese auch nach dem Kriegsende wegen der stark beschädigten Infrastruktur am persischen Golf nicht so schnell fallen dürften, die stützten das Geschäftsmodell.
Und Vonovia, die lagen wegen der niedrigen Zinsen leicht in plus 1,2 Prozent, das aber weniger stark als bei der Konkurrenz.
Der Immobilienriese, der steht in der Kritik wegen eines üppigen Abfindungspakets für den ehemaligen Vorstandschef Wolf Buch.
Und die deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz, die sieht darin sogar einen Verstoß gegen Empfehlungen des deutschen Corporate Governance Codex.
Und Vonovia hat den langjährigen CEO ein kleines Abschiedspaket geschnürt, das sich auf mehr als 15 Millionen Euro summieren könnte.
Neben einer klassischen Abfindung von 5,8 Millionen Euro erhält Buch eine Karenzentschädigung in Höhe von 3,3 Millionen und hinzu kommen virtuelle Aktien im aktuellen Wert von 4,6 Millionen Euro, deren Wert bei steigenden Kursen weiter zulegen könnte.
Ich meine, wenn man sich den Kurs anguckt, denkt man sich, dann kriegt er noch ein Abschiedsgeschenk.
Etwas irritierend.
Oder eben meine Miete, die ich an die Vonovia überweise.
Da freue ich mich ja auch, wenn da solche Pakete geschnürt werden.
Ich frage mich, wie viel Miete müsstest du zahlen?
Wie viel Miete müsstest du zahlen, damit er auf seine 15 Millionen kommt?
Ein paar Monate muss ich wohl noch hier wohnen bleiben.
LangSess schossen nach einer Hochstufung auf Overweights durch JP Morgan um 17,4 Prozent nach oben.
Nach Ansicht der Analysten ist Lanxess am besten für das kurzfristige Aufwärtspotenzial aufgrund des Nahostkonflikts gerüstet.
Ebenfalls im MDAX stiegen Puma um 4,1 Prozent.
Grund dafür waren starke Geschäftszahlen des chinesischen Sportartikelhändlers Antasports, der zum größten Aktionär des deutschen Konzerns aufsteigen soll.
Anta hat sich im Januar auf den Kauf einer Beteiligung von 29% an Puma geeinigt.
Und Jenoptik klettert nach endgültigen Geschäftszahlen um 15% nach oben.
Und diese enthielten zwar keine Überraschung, aber die höhere Dividende, die kam gut an.
Machst du Termine?
Ja, mache ich heute Termine.
Der Bundestag stimmt über die neuen Regeln für Tankstellen.
Abkünftig sollen die Preise ja nur noch einmal am Tag erhöht werden dürfen.
Das EU-Parlament, das wird wohl über den Zolldeal zwischen den USA und Europa abstimmen.
Die OECD, die legt ihren Wirtschaftsausblick vor.
Wirtschaftsministerin Katharina Reiche stellt ihre Chemieagenda vor, mit der der gebeutelten Branche geholfen werden soll.
Passenderweise eröffnet BASF quasi zeitgleich sein neues Werk in China.
In Stuttgart legt die Porsche SE, die Holding der Eigentümerfamilien des VW-Konzerns ihre Jahresbilanz vor.
Bertelsmann pro7 sat 1, Hapak Lloyd Delivery Hero, CTS Eventum, Deutsch und SMA Solar präsentieren ebenfalls Geschäftszahlen für 2025.
Und bei Karlsheiß Miditech, Sartorius und Novo Nordisk, da ist heute Hauptversammlung.
Das Thema des Tages.
In den nächsten Tagen dürfte es losgehen mit dem großen Weltraumhype an der Börse.
Es geht quasi in die unendlichen Weiten der Marktkapitalisierung.
Noch in dieser Woche soll Elon Musks Raketenfirma SpaceX, nämlich angeblich die Unterlagen für ein Börsengang im Juni bei der Börsenaufsicht einreichen.
Das berichtet die gewöhnlich sehr gut informierte Nachrichtenseite, die Information.
Und es soll der größte Börsengang aller Zeiten werden.
Angeblich wird SpaceX mehr als 70 Milliarden Dollar einsammeln.
Und das bei einer Bewertung von 1,75 Billionen Dollar.
Und damit wäre die Raketenfirma auf einen Schlag gleich das sechstwertvollste Unternehmen der Welt.
Ja, das sind gigantische Dimensionen.
Die Frage wird natürlich sein, ob die Mega-Bewertung für SpaceX auch tatsächlich gerechtfertigt ist.
Klar, mit dem Satellitennetzwerk Starlink und der von Musk geschürten Fantasie von Rechenzentren im All sind die Voraussetzungen schon jetzt nicht schlecht, aber sie werden kurz vor dem Börsengang sogar noch besser.
Und in den USA, da bricht nämlich gerade wieder so etwas wie ein Weltraumfieber aus.
Darüber berichtet unser Kollege Gerhard Hegmann, der war ja auch schon mal hier im Podcast zu Gast.
Und der relativ neue NASA-Chef Jarek Isaacman, der hat nämlich ein Großumbau von Amerikas Plänen für die Raumfahrt verkündet.
Und wenn man diesen NASA-Chef glaubt, dann soll das alles jetzt ganz schnell gehen.
Schon 2028 soll ein Raumschiff mit Nuklearantrieb auf den Weg zu Mars geschickt werden.
Außerdem soll die bemannte Mondbasis endlich Realität werden.
Aber ja, wir machen das mal der Reihe nach.
Im Dezember 2028 soll das Atomraumschiff Richtung Roter Planet starten.
Das Projekt heißt Space Reactor One Freedom.
Und der Reaktor an Bord soll Energie für elektrischen Ionenantrieben liefern, die das Raumschiff bis zum Mars und womöglich sogar noch weiter transportieren sollen.
Allerdings muss das Raumschiff überhaupt erst mal ins All gebracht werden.
Das soll mit einer Rakete passieren, welche, das steht noch nicht fest.
Wobei es da gar nicht so viele Kandidaten gibt, die so eine Rakete überhaupt bauen und starten können.
Laut Gerhardt ist SPACs einer der heißen Anwärter.
Auch Blue Origin von Amazon-Gründer Jeff Bezos, der käme womöglich in Frage.
Jedenfalls winken da weitere lukrative Aufträge von der US-Regierung.
Und das Raumschiff, das soll übrigens drei Helikopter zu Mars transportieren, mit denen der Planet dann erkundet werden soll.
Project Skyfall heißt die Mission.
Kommen wir zum zweiten Megaprojekt, der Mondbasis.
Dafür hat der neue NASA-Chef eine andere Mission, allerdings gestrichen.
Bislang sollte eigentlich unter dem Namen Lunar Gateway eine internationale Raumstation entstehen, die den Mond erstmal umkreist.
Daran war auch die ESA, also die Europäische Raumfahrtbehörde maßgeblich beteiligt, doch das interessiert die NASA jetzt inzwischen nicht mehr.
Und stattdessen soll jetzt eine nachhaltige Präsenz auf der Oberfläche des Mondes aufgebaut werden.
Die USA wollen dafür in den kommenden sieben Jahren insgesamt 20 Milliarden Dollar ausgeben.
Und wenn das nicht nach weiteren Aufträgen für SpaceX klingt.
Angetrieben wird das alles von einem geopolitischen Wettlauf, fast so wie bei den ersten Mondmissionen Ende der 1960er Jahre.
Doch diesmal sind die Gegner nicht mehr die Sowjets, sondern die Chinesen.
Der NASA-Chef der fürchtet, man müsse den Mond an die Chinesen abtreten, wenn man jetzt nicht aufs Gas tritt.
Und die Mondbasis, die soll in drei Phasen entstehen.
Die erste Phase, die bis 2028 läuft, umfasst schätzungsweise 21 Landungen mit insgesamt vier Tonnen Nutzlast auf dem Mond.
Dazu gehören der Rover Viper zur Erkundung von Mondressourcen, vier Moonfall-Drohnen mit einer Reichweite von bis zu 50 Kilometern, die auch für Menschen schwer zugängliche Gebiete erreichen können.
Und erste Version eines Mondfahrzeugs, das bis zu 150 Stunden ohne Sonnenlicht auskommt, sowie Radiostopen-Heizgeräte.
In dieser Phase strieb die NASA außerdem den Aufbau von zwei Konstellationen von Kommunikationssatelliten im Mondorbit an.
Ja, in der zweiten Phase, die läuft bis 2032.
Da sucht die NASA nach einem geeigneten Standort für eine Mondbasis.
Die Phase, die sieht 27 Landungen mit einer Gesamtmasse von 60 Tonnen vor.
Die Nutzlast umfassen größere Rover Solar- und Kernenergiequellen für Oberflächenaktivitäten, Kommunikationstürme und Bagger Rover.
Und in der letzten Phase bis 2036 sollen dann Lebensräume für eine langfristige menschliche Präsenz geschaffen werden, die vier Astronauten für vierwöchige Missionen unterstützen.
Im Laufe von 28 Landungen plant die NASA, 150 Tonnen Nutzland auf der Mondoberfläche zu platzieren.
Dazu gehört auch ein Industriegebiet zur Unterstützung der Produktion vor Ort sowie die Fähigkeit, hunderte von Kilogramm zur Erde zurückzubringen.
Klingt alles nach einem wahnsinnig ambitionierten Zeitplan.
Das zumindest passt ja schon mal zu Elon Musk.
SpaceX wird sicher nicht der einzige Auftragnehmer sein, der von den gigantischen Plänen der US-Raumfahrtbehörde profitiert.
Aber wenn die Amerikaner es wirklich ernst meinen, dürfte in den nächsten Jahren womöglich wirklich wieder eine Weltraumephorie entstehen.
Das dürfte dem Kurs von SpaceX guttun, wenn die Firma denn dann tatsächlich im Juni an die Börse gehen sollte.
Jetzt mal ehrlich, also manchmal sieht die Wohnung nach einer turbulenten Woche so aus, als wird man am liebsten einfach ausziehen, oder?
Oh ja.
Aber wenn du jetzt darüber nachdenkst, einfach das Licht auszuschalten und so zu tun, als wäre nichts, habe ich einen Tipp für dich.
Die DM-Marken Denk mit und Profissimo.
Aha, Denk mit und Profissimo?
Ja, genau.
Denk mit ist dein Profi beim Waschen, Putzen und Reinigen.
Es gibt einfach alles.
Vom Waschmittel über den Allzweckreiniger bis hin zum Spülmittel.
Und Profissimo ist der Allrounder im Haushalt.
Von Staubwedel über Raumdüfte bis zu Kerzen und Geschenkpapier.
Also perfekt, wenn du dein Zuhause nicht nur sauber, sondern richtig gemütlich machen willst.
Das klingt ja nach einem Dreamteam für den nächsten Frühjahrsputz.
Ganz genau.
Die DM-Marken bekommst du nur bei DM.
Im DM-Markt auf dmde und natürlich in der DM-App.
Die Triple AAA-Idee des Tages.
Holger, heute lösen wir in der AAA-Idee ein Versprechen ein.
Ihr habt uns mit Fragen überhäuft gestern.
Was passiert mit meinem alten Riester-Vertrag?
Soll ich jetzt kündigen, wechseln, einfach liegen lassen?
Wir versuchen heute Licht ins Dunkel zu bringen in der neuen Vorsorgevelt.
Und das ist keine rein theoretische Übung für mich, denn ich bin selbst Riester-Vorsparer bei Union Investment.
Ich habe gestern eine Stunde mit dem Altersvorsorgexperten von Union Investment gesprochen.
Die verwalten wir in 1,8 Millionen Riester-Fondsverträge, die noch zu den performanstärksten Produktion im Riester-Universum gehören sind.
Also quasi eine persönliche Beratungssession, die ich dir gemacht habe und an der würde ich euch heute teilhaben lassen.
Mensch, Holger, dass du einen Riester-Vertrag hast.
Wirklich, ha?
Wenn du doch hier immer alles auf Aktien propagierst.
Das ist doch alles, da ist doch nur Aktien drin.
Also es ist doch ein Vorsparbar mit Aktien.
Nein, das ist kein Mensch.
Das ist einfach ein Vorstand.
Du bist keine Versicherung.
Es gibt drei Durchführungswege bei Riester.
Gut, aber da können wir ja später mal drüber reden.
Bevor wir hier in die Feinheiten eintauchen, müssen wir klären, wie groß das Problem ist.
15,5 Millionen Riester-Verträge existieren noch in Deutschland.
Rund ein Viertel davon ruht, wird also gar nicht mehr aktiv besparken.
In viele andere Zahlen die Vorsorgesparer nur noch widerwillig ein, weil die Rendite eben kaum die Inflation ausgleicht.
Und kündigen, kommt für die meisten nicht in Frage, weil man dann auf Einschlag sämtliche Zulagen und Steuervergünstigungen zurückzahlen muss.
Das ist eine echte Falle.
Und jetzt kommt ja die Reform und die große Frage: lohnt sich der Wechsel ins neue Altersvorsorgedepot überhaupt?
Auch für jemanden, der mit seinem alten Riester-Vertrag für möglicherweise gar nicht so unglücklich ist.
Kurze Antwort ist ja, für die meisten lohnt sich das eindeutig.
Lass mich das an den Zahlen festmachen.
Beim alten Riester-System gab es eine Grundzulage von 175 Euro.
Aber nur wenn man mindestens 4% seines Bruttoeinkommens maximal 2.100 Euro im Jahr eingezahlt hat.
Steuerlich absetzbar waren dann eben auch genau diese 2.100 Euro.
Und das neue System ist da deutlich attraktiver.
Gefördert werden, künftig bis zu 1.800 Euro Eigenbeitrag.
Und dazu gibt es nochmal die staatliche Zulage von 540 Euro.
Macht zusammen 2.340 Euro und die kann man auch noch steuerlich geltend machen.
Und das ist dann viel mehr als vorher.
Und die Kinderförderung von 300 Euro pro Kind, die bleibt in beiden Systemen gleich.
Das nimmt sich eigentlich nichts.
Gibt es Ausnahmen?
Für wen könnte Riester Alt trotzdem besser gewesen sein?
Für Alleinerziehende mit geringem Einkommen und mehreren Kindern könnte es tatsächlich vorher besser gewesen sein.
Die konnten beim alten Riester schon mit 60 Euro Jahresbeitrag die volle Förderung mitnehmen.
Heute müssen mindestens 120 Euro im Jahr, also 10 Euro pro Monat eingezahlt werden.
Und selbst dann gibt es keine volle Förderung.
Für diese Gruppe, da muss man dann eben doch genauer hinschauen.
Aber jetzt zum Kern der Frage.
Was soll ich mit meinem alten Vertrag machen?
Wenn ihr eigentlich zufrieden seid, könnt ihr den Vertrag weiterführen und einfach nach den neuen Bedingungen fördern lassen.
Nachteil, klar, diese alten Verträge waren ja immer mit Garantien ausgestattet und diese Garantien, die kosten euch ja Rendite.
Und das lässt sich auch in diese neue Zeit leider nicht bringen.
Also wenn man die Garantien weg haben will, muss man definitiv einen neuen Vertrag machen.
Ganz anders sieht es aus, wenn man nur die Auszahlungsmodalitäten verändern will.
Die können durchaus geändert werden und da hat sich wirklich viel getan.
Bisher war es so, ein Drittel konnte man sich auf einen Schlag auszahlen lassen.
Den Rest musste man in eine lebenslange Rente umwandeln.
Das war teuer und unflexibel.
Künftig kann man sich bis zu 30 Prozent auszahlen lassen und den Rest muss man ja nicht mehr immer verrenden, sondern kann ihn sich auch als Auszahlungsplan bis zum 85.
Geburtstag auszahlen lassen.
Das ergibt monatlich dann deutlich mehr.
Der Haken ist, mit 85 ist Schluss.
Danach kommt nichts mehr.
Also Langlebigkeitsrisiko geht dann auf euch.
Zumindest kommt dann nichts mehr aus diesem Altersvorsorgerdepot.
Und wer einen ganz neuen Vertrag abschließen will, der kann seinen Alten mitnehmen, muss es aber nicht tun.
Denn jeder darf zwei Riester-Verträge besitzen.
Man kann den alten also auch einfach einfrieren, Beitragsfreistellen und einfach einen neuen starten.
Wenn der alte Riester-Vertrag schon länger als fünf Jahre läuft, darf der bisherige Anbieter für die Übertragung des Kapitals auch keine zusätzlichen Gebühren berechnen.
Das ist ein wichtiger Punkt.
Ansonsten kann er 150 Euro aufrufen.
Auch noch wichtig, wer einmal ins neue Regime gewechselt ist, der bleibt auch da, kommt nicht wieder zurück zum alten Riester.
Also eine Einbahnstraße.
Und werden die meisten auch nicht wollen, ins Alte zurück, aber naja, man sollte es trotzdem wissen.
Und jetzt kommt noch ein Lifehack, den mir der Union-Experte noch verraten hat.
Man darf nämlich in einen Vorsorgedepot, oder auch durfte man früher auch beim Riester-Vertrag, deutlich mehr einzahlen als die geförderten 1800 Euro.
Und bei dem neuen sind es bis zu 6.840 Euro pro Jahr.
Und der Vorteil ist, das gesamte Geld, was in diesem Depot ist, in diesem neuen Altersvorsorgerdepot, ist geschützt vor der Steuer.
Also vor Vorabpauschale, vor Abgeltungssteuer, wenn man das mal umschichtet.
Und wenn das Geld dann mindestens zwölf Jahre lang im Depot liegt und frühestens mit 62 ausgezahlt wird, dann muss nur noch auf die Hälfte der Gewinne Steuern gezahlt werden.
Das ist das sogenannte Halbeinkünfteverfahren.
Das klingt wie der bekannte ETF im Versicherungsmantel, nur billiger.
Der ETF im Versicherungsmantel, der funktioniert nach demselben Prinzip.
Keine Steuer in der Ansparphase, halbe Steuer bei der Auszahlung, nur ist der Versicherungsmantel in der Regel eben sauteuer.
Abschlussprovisionen, laufende Bestandsgebühren, Verwaltungskosten.
Und das neue Alters-Vorsorgedepot kann künftig exakt denselben Steuereffekt liefern, aber eben ohne den teuren Versicherungsmantel.
Und das ist für viele, die bisher an diesem Vehikel verzweifelt haben, ein echter Game Changer.
Aber Vorsicht, nur das Geld, das über die geförderten 1800 Euro eingezahlt wird, wird so behandelt.
Das Geld, was so klassisch reinziehen in dieses Alte-Vorsorgerdepot, also die 1800 plus die 540 Zuschuss, die könnt ihr ja bei der Einzahlung steuerlich absetzen.
Da ist es dann so, dass der gesamte Ertrag und die gesamte Summe, die aus diesem Geld ausgezahlt wird, versteuert werden muss mit dem normalen Einkommensteuersatz.
Also, es müsst ihr halt wissen, nur die anderen werden so mit diesem Versicherungsmantel behandelt.
Fassen wir also zusammen.
Gegebenenfalls auf die neue Förderung umstellen, zweiten Vertrag eröffnen, Auszahlungsmodalitäten optimieren.
Wer unzufrieden ist, nimmt sein Geld mit zu einem neuen Anbieter.
Und wer mehr Geld anlegen will und kann, der kann das Depot bis 6.840 Euro pro Jahr als steuerschonenden Mantel nutzen.
So ist es.
Und da muss man nur sagen, der Staat hat endlich ein Produkt geschaffen, das gut ist für die Sparer.
Und das war halt bei den meisten Rieser-Produkten nicht der Fall.
Das war alles auf Aktien.
Wir freuen uns immer über Euer Feedback.
Deshalb schickt uns doch einfach eine E-Mail an triple, also aa.de oder ihr hinterlasst uns bei Instagram oder hier in eurem Podcast Player, eine Bewertung.
Ein bisschen haben wir diese Mail von Christian aus Münster natürlich herausgefordert.
Der war nämlich ein Jahr lang als Assistant-Teacher in Australien und schreibt uns jetzt.
Deswegen ist mir auch die Aussprache von Holger so aufgefallen.
Ossis wird nicht wie Ossis ausgesprochen.
Stattdessen ist das O kurz gesprochen.
Ja, wieder was gelernt, Holger.
Ja, genau.
Und dann hat uns noch Jan geschrieben, der noch ein bisschen weiter weg ist als die Australier.
Ja, auch in der Antarktis werden wir gehört, schreibt er.
Als Stammhörer sende ich euch sonnige Grüße vom Ende der Welt.
Ich hoffe, damit den Entfernungsrekord gebrochen zu haben.
Das müsste gelungen sein, lieber Jan.
Er hat noch ein paar tolle Fotos von Eisbergen mitgeschickt.
Nur eins kann er leider nicht liefern.
Tja, ein Datenpunkt für unser Nutella-Index.
Hier gibt es keinen Nutella, schreibt Jan.
And wenn ihr nicht verpassen wollt, wo die anderen AAA-Höhre sich gerade aufhalten, nur so rumtreiben, dann kann es nur heißen, abonniert uns, sprecht über uns und empfehlt uns euren Freunden.
