# Strategic Decision-Making Frameworks for Executive Leadership

**Podcast:** LEITWOLF Podcast - Leadership, Führung & Management
**Published:** 2026-03-26

## Transcript

Die Qualität deiner Führung zeigt sich nicht daran, wie viele Entscheidungen du vermeidest, wie viele Entscheidungen du bis zur Perfektion verschiebst, sondern, wie klar und mutig du diese Entscheidungen triffst.
Herzlich willkommen zum heutigen Lightwolf Podcast, deinem Podcast für Führen mit Wirkung.
Heute geht es um eine Situation, die jede Führungskraft kennt.
Du stehst vor einer wichtigen Entscheidung.
Und du kommst einfach nicht weiter.
Nicht weil dir Informationen fehlen, sondern weil viel auf dem Spiel steht.
Und weil dich irgendetwas zurückhält.
Dabei erlebe ich in meiner Praxis an mir selbst als Führungskraft, aber auch an den vielen Kunden, mit denen wir arbeiten dürfen, eine Reihe von typischen Situationen und Problemen, die in solchen Situationen im Weg stehen.
Problem Nummer eins, zu langes Zögern.
Das vielleicht häufigste Problem fast aller Führungskräfte.
Wann immer ich frage, zehn Leute in einem Training, 100 Leute in einem Vortrag, 1000 Leute in irgendeiner Keynote.
Und ich frage mal, sag mal, was ist im Rückblick auf deine bisherige Karriere das, was du am meisten bereust.
Dann ist es fast immer dieselbe Antwort.
Dass sie schwierige, aber klare Entscheidungen viel zu lange hinausgezögert haben.
Statt das Unbequeme, aber klare als erstes zu entscheiden.
Viele Führungskräfte warten einfach zu lange.
Sie sammeln noch mehr Daten, noch mehr Meinungen, noch mehr Szenarien.
Und das ist manchmal richtig, wenn es um die ganz wenigen wirklich großen Entscheidungen geht, die sehr weitreichende Konsequenzen haben.
Es ist dann richtig, wenn mehr Informationen oder mehr Austausch über die Informationen wirklich auch zu deutlich besseren Entscheidungen führt.
Aber oft ist das nicht der richtige Weg.
Denn Klarheit entsteht nicht durch endlose Analysen, sondern durch gute Vorbereitung, guten Austausch und durch Entscheidungen, dann, wenn genug Information da ist, nicht jede Information und nicht die perfekte Information, weil die gibt es nicht.
Das Wesen von Entscheidungen ist nun mal, dass sie unter Unsicherheit gefällt werden müssen.
Es gibt keine perfekte Information, die dir jede Unsicherheit wegnimmt.
Du musst dann entscheiden, wenn genug Information da ist, genug Informationen, um die Entscheidung, die du treffen willst, auch zu treffen.
Zweites Problem, das ich gelegentlich beobachte, Angst vor den Konsequenzen.
Was, wenn die Entscheidung falsch ist?
Was, wenn jemand enttäuscht ist, was wenn es viel Geld versenkt?
Was, wenn es schief geht?
Alles valide Bedenken, aber die bringen dich nicht weiter.
Dieses Risiko eliminierst du nicht, indem du wartest.
Diese Gedanken lähmen und führen dazu, dass gar nichts entschieden wird.
Und gar nichts zu entscheiden, führt zu Stillstand.
Und Stillstand ist meist viel teurer als eine suboptimale Entscheidung.
Ich habe jetzt bewusst nicht gesagt, dass die falsche Entscheidung, weil in dem Moment, wenn du eine Entscheidung triffst, ist sie immer richtig.
Weil du handelst ja in jedem Moment nach bestem Wissen und Gewissen.
Du triffst also in dem Moment immer die richtige Entscheidung.
Das ist vielleicht den Rückblick dann Monate oder Jahre später.
Mit viel besseren Informationen, weil nachher im Rückblick, it's alles viel einfacher, vielleicht noch bessere Alternativen gegeben.
Ja, das kann sein.
Aber es sollte dich nie davon abhalten, dass du dann entscheidest, wenn du genug Informationen hast.
Weil dann wirst du in dem Moment auch immer die richtige Entscheidung treffen.
Vorausgesetzt, du triffst sie.
Und ein drittes Problem, das ich bei vielen Menschen und Führungskräften immer mal wieder erlebe, ist zu viele Stimmen im Kopf.
Da ist das Board, da ist der Aufsichtsrat, da ist das eigene Team.
Da sind die Kunden.
Da sind Investoren.
Jeder von diesen Stakeholdern hat Erwartungen.
Alle von diesen Stakeholdern haben andere Erwartungen.
Aber man versucht irgendwie allen gerecht zu werden.
Und das ist nicht möglich.
Irgendwann weißt du nicht mehr, was ist denn jetzt wirklich noch wichtig und richtig.
Und was ist nach all diesen Diskussionen und Inputs meine eigene Überzeugung darüber, was das Richtige ist.
Nicht was der Kompromiss ist, der alle irgendwie einigermaßen zufrieden macht, sondern das Richtige für eure Kunden, für eure Firma und für eure Mitarbeiter.
Zu viele Stimmen im Kopf.
Vielleicht hast du in irgendeiner früheren Folge meiner Lightwolf-Podcasts, wir sind jetzt bei nördlich von 500 Stück, auch schon mal aufgenommen, dass ich mal die Ehre hatte, für eine ganze Zeit lang mit Steve Jobs indirekt zusammenzuarbeiten, aber auch mal an Tag live in Berlin.
Und zwar bei der Einführung des allerersten iPhones, für das ich damals mit meinem Team bei der T-Mobile Deutschland federführend verantwortlich war.
Und Steve Jobs hat einmal den Satz gesagt: Du kannst nicht jedem jederzeit gefallen.
Du kannst nur manchen manchmal gefallen.
Zitat Ende.
Und dieser Gedanke hilft vielleicht, wenn auch du mal zu viele Stimmen im Kopf hast.
Das Board, das Team, die Kunden, die Investoren und alle mit anderen Erwartungen.
Du kannst nicht jedem alles immer recht machen.
Sondern du kannst nur manchen manchmal etwas recht machen.
Und du solltest auch nicht danach entscheiden, was anderen gefällt, sondern du solltest danach entscheiden, was richtig ist.
So viel mal zu den mir in meinem Alltag öfter begegnenden Herausforderungen beim Treffen von Entscheidungen.
Und in der Recherche für diesen Podcast haben meinen Team und ich mal viel durchgeforstet, was wir an Erlebnissen hatten, was wir in der Praxiszeit, ja, wir haben hier 200 Jahre Praxiserfahrung in unserem Beraterteam und meiner eigenen mittlerweile mehr als 30, was wir so gelernt haben über das Treffen schwerer Entscheidungen.
Und wir haben hier mal drei Lösungsansätze heute für dich mitgebracht.
Lösung Nummer eins: Definiere das wahre Problem.
Definiere das wahre Entscheidungsproblem.
Das ist nämlich meist ungefähr klar, aber es ist nicht immer wirklich klar.
Und da liegt schon eine Riesenchance begraben.
Nimm dir also mal 30 Minuten Zeit und schreibe dir auf Papier, das eigentliche Problem, das wir lösen müssen, ist Punkt, Punkt, Punkt.
Das eigentliche Problem, das wir lösen müssen, ist Punkt, Punkt, Punkt.
Schreib das mal auf.
Die eigentliche Entscheidung, die ich treffen muss, ist Punkt, Punkt, Punkt.
Oft merkst du, das Problem ist dann ein klein bisschen anders als gedacht.
Oder wenn du aus einer größeren Perspektive denkst, merkst du, ah, das hat ja noch viel mehr Facetten, als ich im Kleinen zuerst gedacht habe.
Klarheit beginnt mit Klarheit über die Frage.
Klarheit beginnt mit Klarheit über das Problem, das du lösen willst.
Und Klarheit beginnt mit Klarheit über die Entscheidung, die hier eigentlich zu treffen ist.
Also Tipp Nummer eins, definiere das wahre Entscheidungsproblem.
Tipp Nummer zwei, der 48 Stunden Entscheidungsrahmen.
Viele Entscheidungen werden nicht besser dadurch, dass sie Tage, Wochen und Monate hinaus gezögert werden.
Im Gegenteil.
Du verlierst das Entscheidende für Erfolg im Geschäft.
Das ist Zeit.
Setz dir bewusst eine Frist, zum Beispiel 48 Stunden.
Und setz dir diesen Rahmen als Frist, in der du die Entscheidung treffen wirst.
In dieser Zeit klärst du nur drei Dinge.
Welche Option zahlt am stärksten auf unsere Strategie ein?
Welche von diesen Optionen bringt uns am meisten Vorteil und Wirkung im Sinne unserer eigenen Strategie?
Zweitens, was kostet es nicht zu entscheiden oder noch nicht zu entscheiden?
Dadurch entstehen ja Kosten und Verluste durch eine Nicht-Entscheidung.
Drittens, was ist das größte Risiko, wenn du diese Entscheidung triffst?
Und wie würdest du mit diesem Risiko umgehen?
Wie managst du dieses Risiko?
Und viertens, was würde ich entscheiden, wenn ich mutig wäre, einfach nur das Richtige zu tun.
Welche Entscheidung würde ich treffen, wenn ich mutig genug wäre, einfach nur das Richtige zu tun?
Schreib dir das mal auf.
Dann entscheide nicht perfekt, aber mit dem, was du an Informationen hast und bewusst.
Denn beim Treffen von vielen Entscheidungen gilt, nicht bei allen, aber bei sehr vielen Entscheidungen gilt.
Besser schnell als perfekt.
Das wäre mein zweiter Tipp für dich.
Der 48 Stunden Entscheidungsrahmen.
Und mein dritter Tipp für dich, das 80%-Prinzip.
Wenn du 80% der entscheidungsrelevanten Informationen hast, dann reicht das in vielen Fällen völlig aus.
Die letzten 20% der Informationen kommen meist erst nach der Entscheidung und nach der Implementierung der Entscheidung.
Und die brauchst du auch erst auf dem Weg.
Die brauchst du noch gar nicht beim Entscheiden der großen Richtung, gehen wir links rum oder gehen wir rechts rum.
Die brauchst du oft erst, nachdem du die Entscheidung getroffen hast und nachdem du dich auf den Weg gemacht hast.
Also 80% der Informationen, die du brauchst, sind da, dann entscheide.
Die letzten 20% kommen erst auf dem Weg der Implementierung.
Und starke Führungskräfte entscheiden mit 80% der Informationen.
Und diese Entscheidungen, die dann getroffen werden und mit dem Kunden umgesetzt werden, führen dazu, dass dann auf dem Weg 100% Klarheit entsteht und 100% Umsetzung möglich ist.
An dieser Stelle eine kleine Umfrage.
Mach gerade mal bitte mit.
Nimm dir mal 20 Sekunden Zeit.
Wie lange brauchst du meistens für schwierige Entscheidungen.
Die triffst du spontan, ein bis zwei Tage, mehrere Tage oder viel zu lange.
Das sind die Fragestellungen in der Umfrage hier in den Shownotes.
Halt doch mal gerade den Podcast an, geh mal da rein und nimm an dieser Umfrage teil.
Ich bin sehr gespannt.
Zusammenfassend habe ich also drei Tipps für dich, wie du damit umgehen kannst, wenn du schwere Entscheidungen treffen musst, wenn du dich schwer tust und wenn du innerhalb von 48 Stunden Klarheit schaffen wirst.
Tipp 1, definiere das wahre Entscheidungsproblem.
Tipp 2, setz dir den 48 Stunden Entscheidungsrahmen.
Und Tipp Nummer 3, hand nach dem 80%-Prinzip.
Weil 80% sind oft mehr als genug Informationen.
Die Qualität deiner Führung zeigt sich nicht daran, wie viele Entscheidungen du vermeidest, wie viele Entscheidungen du bis zur Perfektion verschiebst, sondern die Qualität deiner Führung zeigt sich daran, wie klar und mutig du diese Entscheidungen triffst.
Mein Impuls für dich für diese Woche.
Welche Entscheidung schiebst du gerade vor dir her?
Gib dir 48 Stunden.
Definiere sie klar, triff sie bewusst und dann geh mit voller Energie in die Umsetzung.
Du wirst eine gute Entscheidung treffen.
Danke für deine Aufmerksamkeit und sehr gerne bis zur nächsten Folge.
Mach's gut.
Dein Stefan.
