# Navigating Energy Shocks, Monetary Policy, and Industrial Resilience

**Podcast:** Mikroökonomen a.k.a. Mikrooekonomen
**Published:** 2026-03-25

## Transcript

Mikroökonomen, der Podcast über Wirtschaft.
Wir blicken hinter die Kulissen.
Analysen, Berichte und Debatten aus der Welt der Politik und der Märkte.
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Heute ist Dienstag, der 24.
März 2026.
Willkommen zur 34.
Folge der Mikroökonom.
Wir haben gute Laune.
Jens, ich grüße dich.
Hallo Marco.
Guten Morgen müsste man ja eigentlich sagen hier.
Ja, ja, ich bin ganz begeistert davon, dass wir so früh aufnehmen können.
Dann kann ich nämlich heute noch den Rest des Tages arbeiten.
Als Lohnknecht.
Und das ist hier jetzt sozusagen Freizeit für mich, ja.
Ach ja, unsere Freizeit setzt sich zusammen aus einem Iran-Update, einer Szenarioanalyse der EZB zu ökonomischen Auswirkungen des Iran-Krieges und den Hutis.
Ich habe in letzter Zeit ja so oft gehört, dass die EZB die Zinsen erhöhen wird, dass ich schon sehr gespannt bin, was da Jens sonst erzählen wird.
Bei den allgemeinen Hinweisen haben wir, wir machen es heute ganz kurz.
Bei der Foreign Times immer noch den Alexander Clarkson.
Das ist so unsere grober Iran-Überblick, der kurz nach Kriegsausbruch entstanden ist.
Und ich habe mit dem Jörg Lau nochmal über die deutschen Irrungen und Würrungen gesprochen.
Auf Basis seines Buches, aber wie gesagt, ich glaube, da auch nochmal was, nur nochmal in anderen Schlag reingebracht zu haben.
Reisebedingt habe ich es nicht geschafft, die Newsletter zu schreiben.
Ich war aber froh, dass ich dann den Ulrich, den ich eigentlich sehr schnell schneiden wollte, nach einer Woche dann quasi vor zwei Tagen geschnitten habe und habe das große Bedürfnis, diesen Podcast hier jetzt bis morgen zu schneiden, also bis 25.
März.
Mal sehen, ob ich das schaffe.
Ungeachtet dessen, wir benötigen ja Unterstützung und wenn ihr uns unterstützen wollt, dann www.mikroökonom, das ist unser Podcast hier, der Wirtschaftspodcast.
wwwFore-times.de, das ist der außenpolitische Podcast.
Zusammengeführt wird das Ganze bei Steady.
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Und dann haben wir Auslandsbericht.de, den kostenpflichtigen Newsletter, den ich immer noch nicht geschrieben habe, für die Auslandsthemen und Mikronews.de.
Unser allgemeiner Mikroökonomen-Newsletter, der jetzt nicht allzu oft bespielt wird.
Aber wenn er bespielt wird, kommt was ganz Wichtiges, wie zum Beispiel Hörertreffen und das ja immer noch im Raume steht, wo ich in der Pflicht bin zu sagen, wenn ich in Deutschland bin, damit alle anderen danach plan.
Ich versuche Hannas Vorschlag so Juni-Juli irgendwie.
Das ist so gerade der Plan aktuell.
Weil wir haben ja dieses Jahr zehnjähriges.
Also wir sind seit zehn Jahren da und zwar irgendwo Anfang Mai müsste das gewesen sein.
Ja, in dem Sinne möchten wir uns dann auch dafür bedanken für die ganzen Daueraufträge.
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Dankeschön dafür.
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Jens, wir reden nicht über viele Dinge, aber eine lag hier besonders auf dem Ende.
Ja, ich bin die Woche U-Bahn gefahren und dann in der Münchner U-Bahn gibt es immer so ein Newsticker.
Ich glaube, das gibt es mittlerweile überall.
Und zwar stand da drin, irgendwie nach einer Studie des IFO-Instituts hat die aktuelle Bundesregierung 95 Prozent der neu aufgenommenen Schulden für das Sondervermögens für Infrastruktur und Klimaneutralität zweckentfremdet.
Also nicht für Zwecke dieses Sondervermögens ausgegeben.
Also es gibt daran einige Kritik an dieser Studie des IFO-Institutes und ich glaube auch relativ berechtigte Kritik.
Darauf gab es dann eine Replik des IFO-Institutes und von Herrn Fuß.
Ich habe es mal verlinkt, aber ich möchte nicht drüber reden.
Ich glaube, es ist ein bisschen was von beidem.
Also das IF-Institut hat ein bisschen Recht, aber auch die Kritik ist berechtigt.
Wir haben ja damals schon diese Debatte gehabt, als der Haushalt aufgestellt wurde, ob da jetzt wirklich diese 10% und so weiter erreicht wurden und hast du nicht gesehen.
Also ich glaube, da kann man leidlich drüber streiten, aber ich glaube, es ist ein Fakt ist auch, dass die Bundesregierung alle Tricks genutzt hat, die sie nutzen konnte, um zu vermeiden, neue Investitionen zu treffen, was wiederum scheiße ist.
Und ein anderer Fakt ist ja, dass die Bundesländer gar nicht erst eine Pflicht standen, die freigewordenen Gelder, das sind ja auch 100 Milliarden über die Zeit, in neue Investitionen zu stecken, sodass ohnehin ein Teil des Ganzen in Altlasten oder Kompensationen verpuffen wird.
Und obendrauf kommt halt, dass wir ja in den Kommunen massig Schulden vor uns her schieben und das Problem jetzt auch immer größer wird, weil die Firmen weniger Steuern rüberschieben und damit den einen geht es nicht mehr so gut und die anderen häufen halt noch mehr Schulden an.
Und das sind halt alles Probleme, die keine Bundesregierung in den letzten Zyklen gelöst hat.
Und ich glaube, das muss man da halt auch mal mit bedenken und dann ist es vielleicht doch völlig egal, ob da jetzt alles für irgendwas verwendet wird, sondern wir haben ein strukturelles Problem und das sollte man mal angehen.
Und nachdem man sich aus der Kommission für diese Schuldenbremse höre und nach dem, was man in die Medien liest, ist die Union da eher so nicht der konstruktive Part bei der Lösung.
Ja, die brauchen wahrscheinlich noch eine Generation an neuen Politikern, bis sie mal ihre Prägung der 90er Jahre hinter sich lassen können.
Also wenn ich so auf die junge Union schaue, habe ich da wenig Hoffnung ernst.
Das scheint so ein fortpflanzendes Ding zu sein.
Und die junge Union ist ja eigentlich unser Alter, oder?
Na, ich dachte immer bis 35 oder so.
Also da sind wir doch schon ein bisschen raus.
Also ich zumindest.
Ich will jetzt nicht für dich reden.
Du siehst ja jung und strotzend aus.
So, mit den Scherzen gehen wir jetzt mal in die weniger lustigen Gefieder.
Kommen wir mal zum Iran-Update.
Ja, ich glaube, wir können es ganz kurz machen.
In den nächsten zehn Tagen werden die letzten Tanker ihren Zielort erreichen.
Also meint Öl und Gas.
Und danach wird dann dieser Verlust an Lieferungen spürbar.
Also, dann werden alle merken, oder fehlt was oder ein Teil fehlt auf alle Fälle.
Und da müssen wir mal drüber nachdenken, wo wir anfangen zu sparen oder welchen Preis wir für alles andere bezahlen.
Da ist man natürlich schon dabei.
Aus Vietnam kommen dann halt so lustige Sachen wie, man wird jetzt die Inlandsflüge erstmal reduzieren, stark.
Es gibt Ängste, dass generell in Südostasien auch das Kerosin für Flüge eng wird, wenn nicht gar, also es wird einfach nicht mehr garantiert.
Ich glaube, für drei Wochen wird es garantiert, aber in sechs Wochen weiß man es nicht.
Und dann ist halt die Frage, wie kommen denn Flüge dann überhaupt dahin oder da weg.
Da wird man sicherlich auch Lösungen finden.
Also, ich glaube, das wäre jetzt nicht mein größtes Problem, außer man unterstellt denen, dass sie so ein gewisse Fehlplanung dann an den Tag legen.
Aber ein Teil der Lösung wird natürlich schon sein, nicht notwendige Flüge, die man vielleicht auch anders bewältigen kann, ja, einzustellen.
Also das sehen wir.
Punktuell haben wir das Ganze natürlich schon jetzt gesehen und gespürt.
Also es wurden ja diverse Tanker umgeleitet, die dann einfach mal nach Asien geschippert sind und nicht mehr nach Europa, weil die einfach den höheren Preis gezahlt haben.
Da muss ich sagen, so aus europäischer Sicht war aus meiner Sicht jetzt nicht die cleverste Aktion.
Also, da hätte ich einfach jeden Preis gezahlt, um noch das zu kriegen, was gerade unterwegs ist.
Weil wir ja wissen, dass es dann eh knapp wird.
Also, aber das ist halt passiert.
War eine Entscheidung.
Und wir erinnern uns, und das werde ich euch jetzt wahrscheinlich auch in jeder Folge erzählen, damit ihr es verinnerlicht und danach jeder Folge einen Wutbrief ans Wirtschaftsministerium schreibt.
Wir haben ja LNG-Terminals, wir können jederzeit Gas kaufen.
Das ist überhaupt kein Problem.
Unsere leeren Gaslager sind kein Problem.
Ach ja.
Frau Reiche hat das mehr oder weniger so gesagt.
Dass die gleiche Frau Reiche die E-Mails von ihren Mitarbeitern durchforstet.
Naja.
In den UAE, also in den Vereinigten Arabischen Emiraten.
Ich muss mal aufpassen, dass ich die Kürzel zwischen Englisch und Deutsch dann nicht durcheinander bringe.
Ich mache es einfach, weil ehrlich gesagt kann es nicht mehr machen.
Ich glaube, die meisten Leute sind schon in der Lage.
Das ist wie DNA und DNS.
Ja, VAE ist UAE.
Hat sich, da ist jetzt auch nochmal so eine kleine Pipeline aufgetaucht, die sie gemacht haben, die sie irgendwann mal gebaut haben.
Rund 1,5 Millionen Barrel an Tag kann man da transportieren.
Das ist die Abu Dhabi Crude Oil Pipeline, at Cop.
Das ist jetzt nicht der kreativste Name, aber die läuft nach Fujaira.
Und das ist so unterhalb der Straße von Hormus.
Jetzt muss man dazu sagen, die Iraner sind ja nicht doof, ne?
Leider.
Das ist ja eines der Probleme, dass sie nicht doof sind.
Fujera stand schon unter Beschuss.
Also die wissen ziemlich genau, dass da noch was läuft und laufen kann.
Und die haben auch einen Tanker, der so 23 Seemeilen östlich von Frujira, da im persischen Golf.
Klammer auf, medial oftmals als Golf von Oman bezeichnet.
Also auch wenn wir hier in einer Kriegssituation sind, das ist schon der persische Golf.
Darauf würde ich barren wollen.
Wir sind ja hier nicht wie Donald Trump und Verordnen da die Namen neu.
Ich war auch mal im Oman.
Da haben sie mir dann gesagt, ja, wir wissen schon, dass das der Golf von Persien ist.
Also das tut uns leid, dass er das so und so weiter.
Also ich glaube, das ist recht klar, dass der persische Golf.
Also Fujera kann man alles machen, ist aber nicht frei von Risiken und das ist halt das ganze Ding.
Egal, wo die rauskommen mit ihren Pipelines und ihren Tankern, man kann da immer hinschießen.
Sei es über die Hutis im Jemen oder dem Iran direkt.
Es gab jetzt auch eine ballistische Rakete, der man nachgesagt hat, dass sie 4000 Kilometer geflogen sei seitens des Irans.
Ich glaube, es waren sogar zwei.
Das ist ein bisschen rätselhaft.
Also einerseits war bisher so eher die Annahme, 2000 Kilometer ist deren Reichweite.
Und dann muss man halt wissen, wenn an den Dingern quasi der Sprengkopf mal rausgenommen wird, dann könnt ihr wesentlich weiter fliegen, als sie eigentlich fliegen mit Sprengkopf.
Und man kann ihn auch reduzieren und so weiter.
Also, das ist eine wirklich zu wissen, ob das jetzt eine Reichweite ist, die sie erreichen oder ob das nicht einfach nur so ein Fake ist, das wissen wir noch nicht.
Da wäre ich vorsichtig.
Und da sie ja clever sind, muss man auch immer mit solchen Sachen rechnen.
Ich bin auch just heute auf einen Artikel gestoßen, den ich euch verlinken werde.
Und der hat im Grunde zum Inhalt, wie der ihrer An seit 47 Jahren die öffentliche Meinung manipuliert.
In seinem Sinne, ich glaube, das ist auch wichtig, solche Sachen nochmal zur Kenntnis zu nehmen.
Ich habe hier leider bei diesen ganzen Geschichten auch immer wenig Links, weil das immer so aus meinem Kopf rausploppt, nachdem ich 50.000 Artikel und Recherchen gelesen habe und so weiter.
Das ist so ein bisschen das Problem hier auch.
Kommen wir zurück.
Letzte Folge haben wir über Janbu gesprochen, Saudi-Arabien.
Auch das wurde am 19.
März angegriffen.
Also auch hier, Iran weiß, da ist was, das kann man angreifen, es ist erreichbar und nichts ist sicher.
Das heißt also, selbst wenn die alle das irgendwie hinkriegen, wenn sie diese Pipeline nach Jambu aufpumpen, pimpen auf die 7 Millionen, dass alles läuft, das Terminal 7 Millionen verarbeiten kann und Abu Dhabi dann nochmal 1,5 Millionen und vielleicht doch nochmal irgendwas auf, wo sie ein bisschen was rauskriegen.
Also selbst wenn man am Ende so 8 Millionen, 9 Millionen rauskriegen, Barrel am Tag, es ist nicht gesichert, dass das stabil läuft.
Und das ist immer ein Problem in der Versorgungssicherheit.
Also man muss davon ausgehen, dass es weitestgehend fehlt, über das, was wir da reden.
Und das sind halt bis zu 20 Millionen Barrel am Tag, was 20 Prozent der Gesamtmenge des umlaufenden Öls sind.
Und dann kommt ja noch das LNG dazu, ne?
Ja, LNG im Grunde ist noch viel schlimmer.
Weil das kannst du nicht so einfach substituieren.
Im Sinne von, ich nehme eine andere Route, sondern das ist einfach da, wo es ist und dann müssen die Schiffe und ja.
Also LNG ist im Grunde ein viel größeres Problem als Öl.
Und deswegen finde ich es auch so faszinierend, dass wir so viel über das Öl reden, aber nicht über das LNG.
Beim LNG kannst du ja auch darüber sprechen, dass da quasi Helium so als Sideproduct und das brauchst du für die ganzen Chips, brauchst du aber auch für diverse medizinische Gerätschaften und so weiter.
Also wir haben da ein größeres Problem.
Wir haben auch im Golf irgendwelche Medizinlager, ja, wo Medikamente rumliegen.
Da kann man dann immer sagen, okay, die, die da rumliegen, sind vielleicht, kannst du mit dem Flugzeug rausbringen, hast du höhere Kosten.
Neue wirst du nicht da einlagern und so weiter.
Aber wenn wir darüber reden, das ist ein Handelsumschlagplatz.
Das muss man halt wirklich ernst nehmen.
Da wird echt viel umgeschlagen.
Und das muss sich jetzt alles neu zurechtrütteln, wo es kann.
Und manche Sachen werden einfach fehlen.
Und diese Ausweichrouten, glaube ich, kann man einfach sagen, die Iraner haben, die brauchen nicht viel, um Chaos da am Laufen zu halten und den Export diverser Dinge zu erschweren und unsere Probleme am Laufen zu halten.
Und das ist für mich jetzt mal ein Anlass, ein völlig anderes Thema aufzuschlagen.
Wir haben ja noch ein paar Scores zu settlen hier.
Ökologische Transformation.
Darüber wollte ich jetzt nochmal sprechen.
Weil da haben wir ja recht viel gemacht und auch auf ein paar Sachen hingewiesen, die, sag ich mal, problematisch waren und sind.
Und die beißen uns an der Stelle auch.
Also, vielleicht mal vorweg, nur damit es klargestellt ist, falls wirklich jemand nicht weiß oder es uns hier zum ersten Mal hört.
Also ich bin großer Fan der ökologischen Transformation.
Ich möchte, dass das funktioniert.
Es hat sich für mich nie erschlossen, warum man etwas verbrennen sollte, wenn man es andersrum erreichen kann.
Ich mag saubere Luft, mag es auch, wenn es weniger Stürme und so weiter gibt und so weiter.
Also ich bin da voll an Bord.
Aber das heißt ja nicht, dass wir bei dieser ökologischen Transformation Fehler gemacht haben oder Sachen aus dem Ruder gelaufen, sondern ich denke schon, dass wir die fürs Gesamtbild auch immer wieder mal besprechen müssen.
Wir haben hier im Podcast, ich glaube, da waren wir so ziemlich die ersten, so um 2020.
Ich meine, es war August 2020, aber ich habe es jetzt nicht nachgeschlagen, darauf hingewiesen, und leider hat das nie viel Momentum gefunden, dass so eine Transformation regelrecht danach schreit, dass es Spikes in den Preisen geben wird.
Also stark schwankende Preise nach oben wie nach unten.
Und wir hatten damals auch das Problem in Indien, dann hatten die ein Versorgungsengpass und so weiter.
Also China ebenfalls, die haben ja da noch Naturkatastrophen gehabt, wo dann auch wieder ein Einschlag in die Versorgung erfolgt ist.
Also es gab da viele Beispiele, die waren halt nur nicht in Deutschland.
Deswegen hat es uns immer nicht getroffen.
Sie waren auch nur schwer in Europa.
Also man konnte das immer so ein bisschen wegschieben und sagen, ja, das sind ja deren Probleme.
Und das Ding ist, wenn du vor so einer Transformation stehst, ist es auch ein einfacher, einfach zu sagen, das wird Preisschwankungen stark an Natur given.
Du weißt halt nicht, warum, du weißt, dass es passiert.
Das ist so das Ding.
And ob das jetzt Krieg, Unruhen, Naturkatastrophen, kleinere Streits irgendwo in irgendeiner Region sind, große Ausfälle, also es ist wirklich egal.
Es ist völlig klar, dass es passieren wird.
Und Reisverhalten wird halt grundsätzlich in der Transformation auch durch schwankende Nachfrage befördert, weil man immer so Wellen hat, in denen wir Menschen arbeiten.
Da kommt die Welle 1 und dann sind wir alle so, ja, jetzt machen wir hier dies und das und dann haben wir weniger und wir heben Effizienzen und dann stoßen wir irgendwann an so eine Grenze, dann ist die Effizienzhebung erstmal weg.
Aber wir haben schon längst geplant, dass es immer so weitergehen wird.
Warum auch immer, wir neigen als Menschen dazu, das, was wir gerade sehen in die Zukunft zu extrapolieren und dann zu sagen, so wird es dann sein.
Es ist halt nur nie so.
Und es gibt immer diese Low-Hanging Fruits und die kannst du heben und danach wird es halt schwierig.
Deswegen war das immer klar und alle anderen Probleme, die wir jetzt sehen, kommen dann halt immer noch obendrauf.
Also, Menschen werden ja auch sehr unruhig, wenn eine Transformation ist.
Dann Verteilungskämpfe oder auch generell Kämpfe.
Und auch das, was Putin da in der Ukraine treibt, ist nicht so ganz unvorhersehbar gewesen.
Abseits all dessen, was wir über Russland wissen, aber auch solche Kriege sind historisch betrachtet in Umbruchszeiten recht normal.
So, wir haben damals vorgeschlagen, also wir ist ich in dem Fall, ich will ja alle anderen nicht mit da reinziehen.
Ich habe damals vorgeschlagen, dass man diese Preisausschläge zumindest irgendwie moderieren kann, nämlich indem man Überkapazitäten zur Verfügung stellt.
Man geht zu den Golfstaaten oder wo auch immer hin und sagt, also man kauft mehr Öl, als man braucht, sichert das ab.
Also als man in der Planung braucht, sichert das ab.
Natürlich geht das dann auch mit, wenn der Preis auch nach oben, wenn diese Preisbewegungen sind, aber sie sind moderiert, also man hat eher so ein Mittel dann am Ende.
Und dann kauft man halt mehr.
Man stellt auch selbst mehr zur Verfügung, als man hat.
Und was wir in Deutschland ja gemacht haben, ist, wir haben erstmal alles abgeschaltet, was wir weg haben wollten.
Atom war halt eine politische Zeitschiene für Merkel da, also hat es durchgesetzt.
Kohle war ideologisch bei den Grünen besetzt, also hat man dann einen großen Kompromiss gefunden und das wird ja immer noch runtergefahren, aber es ist weitestgehend weg.
Wir haben zwar was erreicht beim Aufbau der erneuerbaren Energien, aber da brauchst du ja auch Überkapazitäten, damit die ordentlich laufen und vor allen Dingen brauchst du Batteriespeicher.
War damals auch schon klar, ne?
Batteriespeicher.
Ist so simpel.
Da fing es dann an, ideologisch zu werden, als die Möglichkeit da war und da hat man dann viel verhindert.
So, und dann kam halt Russland irgendwann und dann war es klar, dass wir hier ein Problem haben.
Also einfach nur Gas war halt keine Lösung.
Gas von einem Lieferanten schon gar nicht.
Haben wir uns schön ausgerechnet, aber es hat halt einfach nicht funktioniert.
So, und da hätte man halt genau andersrum rangehen müssen, so wie China.
China hat Kohlekraftwerke, die fördern nur, wenn sie es brauchen.
Die haben vor dem Krieg lustigerweise jetzt größere Lagerbestände Öl aufgebaut, reicht natürlich auch alles nicht ewig.
Aber sie haben Alternativquellen.
Die werden jetzt mehr Gas von den Russen kaufen.
Bisher war es so, dass die Chinesen gesagt haben, naja, ihr da mit eurem russischen Gas, da brauchen wir aber einen ganz gut subventionierten Preis, so wie ihr den auch euren Bürgern gebt, die werden jetzt einfach mehr bezahlen und das Gas reinholen.
Soweit sie halt können, muss man ja auch dazu sagen.
Nicht alles ist da flexibel, nicht jede Pipeline ist gebaut, nicht jeder ist schnell ausbaufähig, aber die kriegen das geregelt, weil sie sich vorbereitet haben.
Und Überkapazitäten, auch wenn man sie nicht mag, also wenn man ideologisch gegen Kohle ist, aber man Kohle als Backup hat für genau so eine Situation, dann ist halt die Kohle da.
Aber wir haben ja in Deutschland oder in Europa auch sehr stark diese Divestment-Bewegung gehabt.
Wir haben gesagt, wenn man da Geld rauszieht aus diesen Branchen, dann muss die Umstellung von selbst erfolgen.
Am besten war man noch einen CO2-Preis auf die Energie und so weiter drauf und sodass jeder mehr bezahlt und dann werden die Leute sich schon alle bewegen.
Und das war halt.
Also einerseits ist, glaube ich, Wirtschaft nicht so flexibel, wie wir uns das oftmals vorstellen.
Und ich finde, wir haben das auch 2022 mit Abschalten des russischen Gases gesehen.
Ich meine, die meisten Effizienzgewinne, die wir gesehen haben, waren fehlende Produktion.
Also natürlich gibt es immer ein bisschen Effizienzgewinne, aber fehlende Produktion heißt fehlende Arbeitsplätze.
Und je nachdem, wo man da so seine Gewichtung hinlegt, also klar, wir können auch sagen, wir wollen die Arbeitsplätze nicht.
Und das war leider Teil dieser Divestment-Bewegung, die sich natürlich verbunden hat mit einer Degrowth-Bewegung, die dann sehr stark in der Umweltszenerie sich ausgebreitet hat.
Wir haben ja hier auch einen Podcast gehabt mit jemandem aus dieser Degrowth-Szene, ich habe jetzt gerade tatsächlich den Namen nicht mehr, aber mit dem Sebastian Dolin.
Und da merkt man sehr schön, dass es überhaupt gar keinen ökonomisches Verständnis füreinander gab.
Die einen haben die anderen gar nicht verstanden.
Und es ist auch aus heutiger Sicht ist es auch klar, warum.
Das ist ein Problem.
In der heutigen Situation würde man dann vielleicht sagen, naja, wenn die Straße von Hormos dicht ist, helfen uns die Überkapazitäten ja auch nicht weiter, lieber Marco.
Was erzählst du denn da?
Und das ist genau der Punkt, über den ich jetzt mal ganz kurz reden möchte.
Weil dieses Divestment, Degrowth und ESG, das war so diese Dreifaltigkeit, die sich da ergeben hat.
Also in dieser Zeitschiene gab es einen Einbruch der Ölpreise, der auch bedingt war durch die Shale-Oil-Revolution in den USA.
Also, die USA haben da angefangen, plötzlich aus dem Off eigenes Öl wieder gangbar zu machen durch Shale Oil.
Die waren eigentlich, die Ölfelder waren eigentlich ausgelaugt.
Shale Oil hat dazu geführt, dass sie Öl haben.
Und das wiederum hat dann in der Folge, vielleicht erinnert ihr euch, zu einem Preiskrieg mit Saudi-Arabien geführt.
Die Saudis haben den Markt geflutet und wir hatten diesen negativen Ölpreis.
Ich weiß nicht, ob sich da noch jemand dran erinnert, da ging es voll ab.
Negativer Ölpreis, das konnte sich niemand vorstellen.
Damals sind dann auch ein Haufen Unternehmen in USA pleite gegangen.
Also der Markt hat einen dauerhaften Schaden davon getragen.
Einige Unternehmen konnten sich retten, andere waren hochverschuldet und viele sind pleite gegangen.
So, und die Ölkonzerne haben in diesem Zeitrahmen auch begonnen, diesen Divestment-Ding zu folgen.
Und zwar in dem Sinne, dass sie gesagt haben, naja, wir explorieren jetzt keine neuen Felder, sondern wir investieren in erneuerbare Energien.
Und das wird ja dann auch unser neues Geschäftsfeld.
Und das können wir dann am besten noch mit irgendwelchen Offsets alles schön verrechnen, sodass das Öl, was wir dann fordern, am besten noch als grün gilt.
So, deswegen hat man in diesen ESG-Fonds sehr viele Ölcompanies gehabt damals.
Das hat sich dann auch nicht für jede deutsche Bank als positiv herausgestellt, wie wir uns erinnern.
Da gab es doch viel so Spin-offs, ja, dass viele Versorger und Ölkonzerne sozusagen ihr dreckiges Altes Geschäft ausgelagert haben und dann ihre etablierte Marke dann sozusagen versucht haben, an diese neuen Energie.
Das war bei den Versorgern, ja.
Genau, da gab es dann neue Firmen für die alten.
Also, die haben die Geschäftsfelder dann getrennt, die Versorger.
Und weil man halt gesagt hat, das eine funktioniert auch nicht mit dem anderen irgendwie.
Also, das wurde dann irgendwann klar, dass diese beiden Felder nicht zusammenpassen.
Und bei den Versorgern ist die Situation, glaube ich, nochmal anders als bei den großen Ölfirmen.
Aber die, also was man im Nachgang sagen kann, die Renditen der Erneuerbaren sind bei Weibem nicht so gewesen wie die Renditen im Altgeschäft.
Und das war natürlich schon das alleine nicht zusammengepasst.
Naja, klar, ich meine, das eine ist halt letztlich ein natürliches Monopol, ja.
Und die Ölunternehmen und auch die Gasunternehmen das nochmal ein bisschen anders.
Ähnlich, aber beim Öl war es halt einfach so, dass die keine neuen Felder mehr exploriert haben.
Also es gab so ein Crunch, in dem die Unternehmen sich plötzlich befanden.
Ölpreis scheiße, neue Branchen läuft nicht so richtig.
Wir haben auch nicht genug gemacht, muss man ja auch dazu sagen, das lief alles nicht schnell genug.
Ölpreis haut alles weg, huch.
Das ist ja eine Scheißsituation.
Und dann sind sie hergegangen, nachdem sie das überlebt haben, diesen Crunch, und haben gesagt, okay, jetzt müssen wir erstmal Verschuldung reduzieren.
Wo die Verschuldung reduziert.
Dann kamen die Aktionäre an und haben gesagt, ja, also wisst ihr, Leute, uns geht das alles da auf den Sack mit euren Kosten.
Wir won't just erstmal, wir haben jetzt so lange gelitten, wir wollen jetzt erstmal hier Ausschüttungen haben, damit auch wir unsere Schulden reduzieren können.
Also das ist ein kleiner Kreislauf, der da stattgefunden hat.
Und dann wollte man natürlich einfach auch die Dividends-rendite haben.
Ja, und dann haben die halt statt zu explorieren, dieses Dividenden ausgeschüttet.
Also Schulden reduziert, Dividenden ausgeschüttet und da war ja kein Geld für die Exploration da.
Dann konnte man dann anfangen zu rechnen, dann haben die Staaten gesagt, yeah, 2030 so and so viel weg on CO2, 2040 so and so viel, 2035, vielleicht 2040 muss ja im Grunde schon alles weg sein.
Willst du dann investieren in ein Ölfeld, was du vielleicht 20 yeah ausbeutest?
Nee, willst du nicht.
Also mindestens 20 years ausbeutest.
Lohnt sich nicht.
Man hat sich dann begonnen often to concentrieren.
The situation was then in that moment where all these had fest, oh, it's a little versor of it.
Also had the bestehenden effizienter to gestal, and da gab es einen sehr natürlichen Verbündeten, die Golfstaaten.
Weil die haben riesige Felder, die man einfach ausbeuten kann, wo man einfach sagen konnte, no, there is no, that would be reichen, da haben wir unsere Langfristplanung abgedeckt anders.
Offshore heißt, man findet irgendwo im Meer Öl, steht halt so eine Ölplattform hin und puppt das raus.
Und das ist ganz interessant, weil Offshore is eigentlich total ineffizienter Scheiß.
It is teuer, it is not langfristig.
Also nach 20 Jahren is this thing erledigt im Regelfall.
And niemand would this irgendwie machen, wenn er nicht muss.
Aber Offshore has in dem Sinne einen Zweck erfüllt, weil bei Offshore puppst du the meiste Öl am Anfang raus.
Das heißt, du hast ein hohes Investment, hast du das aber recht schnell zurück.
Und weil du sehr viel Öl am Anfang rauspumpt und dann hast du im Grunde null Grenzkosten und kannst du noch rauspumpen.
Und da nach 20 Jahren E-Schluss ist, kannst du dir dann ausrechnen, naja, das Ding steht dann vielleicht, oder 2020 betrachte, 2025, 2030 da.
2050 ist die Sache erledigt.
Habe ich meinen Investment abgedeckt, super Ding.
Deswegen Ergänzung über Offshore.
Ließ ich einfach gut rechnen.
Der Effekt dieser Gesamtgemengelage ist halt das, was uns interessiert.
Denn genau dadurch ist die Ölförderung wesentlich mehr auf den Golf konzentriert worden, als es unter normalen Umständen gewesen wäre.
Hätte man einfach neue Ölfelder irgendwie nochmal exploriert, da hätte man vielleicht noch ein bisschen mehr in Brasilien gehabt, da hätte man vielleicht noch ein bisschen mehr da gehabt und sonst noch was.
Aber der Golf wurde wichtiger und dadurch fördert trächtiger und dadurch floss mehr Öl durch den Golf, als es hätte sein müssen.
Das heißt, wenn man über Abhängigkeiten redet, und ich lese jetzt gerade sehr viel, da gibt es ja auch ein neues Buch, Annika Jöris und zweite Autorin, Entschuldigung, da habe ich jetzt nicht präsent.
Also man redet sehr viel über diese Abhängigkeit, die wir haben vom Öl, vom Gas, von den fossilen Brennstoffen.
Und das ist auch alles richtig, aber im Detail findet man auch höhere Abhängigkeiten von Regionen, von Firmen, von Lieferanten, die man halt hätte auch reduzieren and in a bigger world vielleicht had.
Also, when man spread that we are from the fossil, music, that man is abhängig from diverse region.
And that verme could be a lot of it.
But the economic dain is jail.
We have these beweging gehabt, we have the nöte gehabt, and then we hold dort, not all in, but we are dorthin gegancy, which we had, have done more investigation, have this ergänced, and day we have.
auf die Ukraine in 2022 und damit unserem langsamen, aber doch vorhandenem Abschied aus russischem Gas.
Und die Russen haben da natürlich ein bisschen hin und her geschoben und das ist auch alles okay.
Aber dadurch hat man natürlich neue Abhängigkeiten aufgebaut.
Man ist quasi von Russland gegen USA gewandert.
So die Amis schicken uns jetzt halt dieses Gas über die Schiffe und eigentlich, ich meine 2026 war es, wo auch Qatar beginnen wollte, LNG vermehrt nach Europa zu schicken.
Das hat doch der Habeck damals noch ausgehandelt.
Wir haben so ein bisschen zwischenhin, zwischendrin mal gesendet, um uns einen Gefallen zu tun.
Aber es ist da beim Gas auch wesentlich komplizierter, was die Anlagen betrifft.
Also das kann man auch nicht einfach so ausbauen oder man kann es auch noch nicht mal einfach so reparieren.
Also das Zeugs, was da zerschossen wurde, jetzt von den Iranern, da sagen wirklich positiven Prognosen sind ein Jahr, die wir das gerichtet haben.
Die Kataris selber sagen, so drei bis fünf Jahre eben alles wieder haben.
Also klar, zwischendrin wird dann vielleicht weniger laufen, aber das ist komplizierter Scheiß, technisch komplizierter Scheiß und den unter Kriegsumständen zu reparieren, wird ja eh schwierig, weil kann ja jederzeit wieder eine Drohne da reinknallen, dann ist noch mehr kaputt.
Also das sind alles so Sachen, da ist Gas nicht ideal und das lernen wir jetzt gerade.
Also im Kriegsfall so ein Gasanlagen schwieriger als Öl.
So, und die USA sind natürlich ein schwieriger Partner unter Donald Trump, das wissen wir ja.
Also abseits von Grönland und dem ganzen Scheiß.
Also, da kam jetzt schon wieder einer raus, der US-Botschafter für die EU.
Da kam er raus und hat gesagt, ja, ihr müsst ja langsam mal das Handelsabkommen da unterschreiben und verifizieren.
When ihr den bevorzugten Zugang zu LNG behalten wollt, meine lieben Europäer.
Also, das sind nicht unsere Freunde, falls es jemals waren.
Jetzt sind sie es definitiv nicht mehr.
Da verschluckt sich der Jens gleich.
Also wirklich, so geht das da gerade ab.
Und ich finde, das wird medial auf viel zu wenig aufbereitet, genau dieses Ding, wie da die Reibungen sind.
Man stürzt sich immer auf das, was Trump sagt, aber das, was seine Leute sagen, ist viel entscheidender, weil das nämlich zeigt, dass das nicht Donald Trump ist, sondern dass das ein grundsätzlicher Mentalitätswandel in der gesamten Regierung ist.
Und davon wird auch was bleiben.
Egal wer da regiert künftig.
Also, man könnte halt immer sagen, gut, Katar verschifft so viel nach Asien und so weiter und so fort.
Aber was machen denn die Asiaten?
Die kaufen halt dann die Schiffe, die rumstehen ab.
So, und die Amis sagen uns, naja, pass auf, ihr habt zwar den bevorzugten Zugang, aber abseits dessen, dass ihr tun müsst, was wir sagen, müsst ihr auch den Preis bezahlen, den die anderen uns ja auch bieten.
Das heißt, wir kriegen bei gleicher, also der Preis wird uns nach oben getrieben, aber dann bekommen wir bevorzugtes Gas.
Das ist die Lage.
Und das ist natürlich schon ein Problem.
Und damit ist auch klar, wir haben eine unnötig hohe Abhängigkeit von Öl und Gas.
Das war ja ohnehin klar.
Aber wir haben halt auch eine unnötig hohe Abhängigkeit von diversen Staaten bei der ganzen Sache.
Und für mich ist wirklich diese ganz luzide Ironie des Ganzen, dass wir zwar das Gas 2022 gemanagt haben.
Jetzt aber feststellen, es gibt ja noch weitere Problematiken innerhalb dieses Gases.
Deswegen habe ich auch am Anfang auf Katharina Reiche so drauf gehauen, weil sie halt in völliger Verkenntnis dieser Gemengelage war.
Ich hoffe, nicht mehr ist, bisher hört man da ja nicht so viel.
Und man einfach sagen muss, es ist schlechte Politik.
Und diese schlechte Politik kommt bei ihr halt einmal aus einer Ideologie heraus und andererseits aus einer Tätigkeit, die sie vorher hatte.
Und deswegen, Jens, bin ich weiterhin dabei.
Also Person und Position kann man da an der Stelle nicht so ganz trennen.
Und was mich viel mehr sorgt, ist, dass das halt unterstützt wird von im Grunde dem Kanzler.
Also, ich habe das heute nicht gehört, dass der da mal ein Korrekturwechsel eingefordert hat, obwohl es ja völlig klar ist, dass jedes bisschen regenerative Energie mehr, das wir hier haben, jedes Windrad, jede Solaranlage und steht sie auf dem Dach von Jens.
Und hat er dafür Fördermittel bekommen, ist das auch okay.
Aber es hilft uns jetzt plötzlich.
Und das ist halt so das, wo ich nicht mal mehr logisch folgen kann, weil es einfach nur dumm ist.
Das kannst du auch nicht, ich bin Transatlantiker, ja, ist ja schön, aber deswegen muss dein Land deswegen jetzt in dieser Abhängigkeit sein.
Oder an dieser übermäßigen Abhängigkeit.
Also das kann man keinem erklären und da muss, glaube ich, die Zivilgesellschaft gerade wesentlich lautstärker werden gegenüber dieser Regierung.
Und es ist auch faszinierend, dass die SPD sich da so zurückbringt.
Die will sich doch jetzt irgendwie unterscheiden und mehr herausarbeiten und die SPD hat doch, also weiß ich nicht, für mich ist die SPD irgendwie immer noch geprägt von Herren wie Gabriel, Scholz, ja, irgendwie, die haben doch auch irgendwie alle ihre Finger in den Töpfen der großen Versorger.
Wir gewinnen ja als Land nichts dadurch.
Also, das ist halt, also das ist wirklich, ich bin wirklich spannend.
Ich glaube, das ist tatsächlich einfach Ideologie und persönliche Bereicherung, ja.
Naja.
Aber also es gibt ja wahnsinnig viele Leute, die, also nicht nur politische Entscheidungsträger, sondern auch Menschen, die einen anderen Alltag führen, die das irgendwie auch als Angriff auf ihre, weiß ich nicht, Lebensleistungen sehen, wenn man ihnen vorschlägt, doch wegzukommen von Sachen, die nicht nachhaltig sind, ja.
Ja, weil jetzt so ideologisiert wurde, dieses Thema völlig unnötig.
Weil auch, ich meine, Luisa Neubauer ist da ja schon besser geworden.
Aber wenn man mal so ihre früheren Sachen hört, dann ist schon, also ich werde nie vergessen, wie ich diesen Podcast von ihr und Riso, also ich glaube, sie hatte den Podcast und dann hat sie den Riso eingeladen.
Und dann gehen die dann zu diesem Braunkohleding in Cottbusgleis, irgendwo im Osten, gucken sich das an.
Oh Gott!
So ging der Podcast aus.
Oh Gott, ist das fürchterlich und was die alles kaputt gemacht haben.
Wenn du mal, ich meine, meine Oma wohnt ja in Cottbus, wenn du da mal mit Leuten aus der Region dahin gehst, wie stolz die sind, was die damals da aufgebaut haben.
Und damals war das halt ein großes Ding.
Dann stößt du Leute damit halt unnötig vom Kopf.
Man kann ja das eine anerkennen, weil das damals halt so war und sagen, naja, jetzt ist eine andere Zeit, wir haben neue Erkenntnisse und wir müssen uns jetzt weiterentwickeln.
Und ihr könnt auch Teil dieser Weiterentwicklung sein.
Man muss die nicht wegstoßen und niedermachen und denen erzählen, dass sie Arschlöcher sind in der Vergangenheit.
Wir hatten da ja echt krasse Diskussionen.
Das wird heute immer so ein bisschen weggeschoben, aber ich glaube schon, dass die sehr viel ausgelöst haben.
Und die AfD nutzt das dann halt, um die bestehenden Emotionen dann in eine gewisse Richtung zu lenken, die nicht produktiv ist.
Aber das muss man halt im Nachgang, glaube ich, schon mal aufarbeiten.
Aber wie gesagt, die sind auch besser geworden.
Das sollten wir auch nicht verkennen und machen das heute nicht mehr so krass.
Was ich aber zum Schluss vielleicht noch als Hinweis geben will, wir hatten es am Anfang auch schon ganz kurz, es ist halt wirklich, wir könnten nicht uns mit Effizienzen aus dieser Situation rausbewegen.
Die Wirtschaft hat ein gewissen Spielraum, aber das meiste sind einfach Arbeitsplätze.
Und wenn wir sagen, wir wollen diese Arbeitsplätze nicht, dann haben wir halt in den letzten Jahren auch gesehen, mag ja sein, dass viele reiche Leute auch die AfD wählen.
Aber die Arbeiter wählen sie übermäßig.
Und das sind Leute, die von dieser Transformation betroffen sind und das sind Leute, die man scheinbar aktuell politisch nicht abholen kann, weil die kein Vertrauen haben.
Und da muss man ran.
Das heißt, sich jetzt hinzustellen und zu sagen, ja schön, dann haben wir ja wieder weniger Emotionen.
Ich muss zugeben, ich habe es bisher auch noch nirgendwo gelesen.
Also, ich glaube, da hat sich schon auch viel gedreht in der Gesellschaft, ist keine Lösung.
Zu sagen, wir heben das über Effizienz und wie manche Ökonomen das tun, die Russlandklicke da, ist auch keine Lösung.
Das passiert nicht, das ist Blödsinn.
Und jetzt muss man halt sich wirklich mal fragen, wie man mit dieser Gesamtsituation umgeht.
Und ich glaube, die Antwort ist, wir haben wenig Möglichkeiten.
Wir müssen das managen, was jetzt passiert.
Wir müssen gucken, dass die uns wichtigen Industrien überleben.
Das muss man jetzt planen.
Aber wir müssen vor allen Dingen die erneuerbaren Energien weiter ausbauen.
Wir müssen die Batterieinfrastruktur ausbauen.
Wir müssen Probleme lösen.
Es geht nicht mehr darum, irgendwelche Ideologiekämpfe zu führen, es geht darum, dass wir Probleme lösen.
Und vielleicht noch ein letztes, also ich würde diese Tankrabatte, ja, das ist für mich alles Blödsinn.
Wichtiger ist, dass die Chemieindustrie überlebt und wir die Produktion von denen in drei oder fünf Jahren hier noch zumindest in dem Ausmaß haben, das wir brauchen, um nicht abhängig von China zu sein.
Weil das ist ja dann das nächste Thema.
China nimmt immer mehr der Chemie an sich und das wollen wir ja auch nicht.
Man darf auch, glaube ich, nicht vergessen bei den ganzen Sachen.
Alles, was wir jetzt anstoßen, wird natürlich auch morgen nicht da sein.
Das sind alles längerfristige Projekte und dazu gehört halt auch das Energienetz umzubauen und auszubauen.
Und wir müssen halt gucken, wo wir was beschleunigen können.
Aber viel wichtiger ist, dass es einfach erledigt wird.
Also, dieser erste Schritt, den wir Deutsche, glaube ich, verlernt haben in den letzten Jahrzehnten, etwas schnell zu tun, wenn nicht Druck, also nicht immer nur, wenn Druck da ist, sondern generell einfach mal schnell was zu tun.
Das ist jetzt das, wo wir hinkommen müssen.
Und dann werden, glaube ich, auch die Leute wieder zufriedener, wenn sie sehen, dass sich was tut.
Und ehrlich gesagt, ich sehe nicht, dass unsere Regierung das hinkriegt.
Die diskutieren völlig andere Sachen, irgendwie so welche Rentenpunkte und so.
Ja, ich meine, was müsste man denn eigentlich jetzt zur konkreten Problemlösung angehen?
Das wäre doch eigentlich dieses Sondervermögen nutzen und massiv den Ausbau von Erneuerbaren fördern, oder?
Ja, ich würde aber schon halt drauf gucken, und das ist ja im Grunde das indirekte Plädoyer, was ich da oben hatte.
Wir müssen schon auch gucken, dass wir mit den Fossilen so lange umgehen, solange sie da sind, dass wir da halt auch sie einbinden in unser Denken und nicht sagen, wir brauchen in Pfad, die Sachen wegzumachen bis zu dem und dem Jahr, sondern dass wir einfach gucken, dass wir eine Versorgungssicherheit herstellen, das heißt Überkapazitäten bei fossilen, und daraus dann so schnell wie möglich die Erneuerbaren pushen, wo es möglich ist.
Wir können ja nicht alles ersetzen, das ist ja aktuell auch ein Fakt.
Also bisher ist die grüne Wasserstoff und so weiter ja auch noch nicht wirklich verbreitet.
Und das sind alles Sachen, da muss man halt hinpushen und gleichzeitig gucken, dass Versorgung sichergestellt wird.
Und ich glaube, der beste Hebel, den so eine Regierung aktuell hat, um in Deutschland Arbeitsplätze und Industrie zu erhalten, ist im Grunde der Energiepreis.
Weil darüber definiert sich die Wettbewerbsfähigkeit.
Das ist eine Auseinandersetzung, die in der EU auch geführt werden muss.
Ich verstehe den Gedankengang schon, aber der hat halt einen Haken.
Wenn du keine Anreize schaffst für die Transition, indem du starke Überkapazitäten aufbaust, dann wird das halt nicht stattfinden.
Also du musst es irgendwie lenken.
Ja, genau, aber du musst eben, das meinte ich mit pushen bei den Erneuerbaren.
Du musst da die Anreize hinsetzen.
Ja, du musst beides gleichzeitig machen.
Du musst das eine sicherstellen und das andere pushen.
Und was die Chinesen ja tun, ist im Grunde, ja, wenn es reicht, dann sind die Kohleminen aus.
Wenn es reicht mit dem anderen Sachen, dann läuft das Gaskraftwerk nicht oder nur so viele, dass man die Backup-Kapazitäten hat.
Es ist auch schwierig, ich weiß.
Und das ist für im deutschen Denkmuster sehr schwierig, weil man eben genau dieses Argument immer aufmacht, das du gerade aufgemacht hast.
Ja, wenn das da ist, wird es genutzt.
Und da muss man eben staatlich reingehen.
Das ist ja Planwirtschaft.
Ja, eben, ja, ich weiß, aber es ist halt einfach so, dass du das nicht der Industrie überlassen kannst alles.
Ja, ja, klar.
Und das ist ja, ich glaube, das ist auch der ideologische Haken bei uns.
Dass wir, dass wir uns nicht trauen, als Staat da mal reinzugehen und zu sagen, so Leute, so und so wird es gemacht.
Fertig.
Das ging ja lustigerweise, als der Habeck da das Gas organisieren musste.
Da war das alles in Ordnung.
Ja.
Aber ja, und ich glaube, da ist tatsächlich einfach, naja, wie du sagst, dieses Ideologie steht, steht dem einfach im Weg.
Schauen wir mal.
Wir müssen das überwinden.
Also wenn man, wenn man die, wenn wir das ruckelfreier haben wollen, müssen wir die Ideologie überwinden.
Wenn wir die nicht überwinden, werden wir die Situation, die wir jetzt haben, wahrscheinlich über die nächsten 20 Jahre immer wieder haben.
Und ich glaube, das will ja auch keiner.
Ja, ich glaube halt, Marco, dass dieses Wort Ideologie oder ideologiegetriebene Politik ist halt auch so ein Trigger, irgendwie, der halt in diesem Kulturkampf so unglaublich belegt ist schon, dass er eigentlich den Blick auf die Notwendigkeiten verschmiert, zumindest, ja.
Dann nennt es halt anders.
Ja, ich glaube, man darf sich halt nicht dieser.
Ja, genau.
Tun, was nötig ist.
Keine Ahnung, von wem das kommt.
Wenn man es mal aus unternehmerischer Sicht betrachtet.
Also, das ist ja seit Donald Trump auch beschädigt, der unternehmerische Blick auf den Staat.
Und durch die FDP wurde es noch mehr beschädigt in Deutschland.
Aber als Unternehmer würdest du doch sagen, wie ist der Weg, dass ich das so schnell wie möglich geregelt bekomme?
Mich interessiert nicht der Typ, der mir sagt, das geht nicht oder das geht nur in 20 Jahren, sondern mich interessiert, wie geht's?
Was muss ich tun?
Mehr ist es nicht.
Und diese ganze Verrechtlichung der Politik, wo man dann einen Kanzler erklärt, ja, aber da haben wir dann das und das rechtliche Probleme.
Da sage ich, da sag ich, als Bürger doch mal leck mich doch am Arsch, regel das.
Ja, das interessiert mich nicht, dass da irgendwo dann ändertes Gesetz oder so.
Genau, das ist ja das Thema, ja.
Blödsinn.
Ja, wenn die Legislative sich auf Gesetze beruft, ja, um Sachen nicht zu machen.
Und ja, mir ist es egal, wie man das Ganze nennt.
Ich habe das oben auch nur aufgemacht, damit klar wird, wir haben auch innerhalb dem Bereich, wo wir versuchen, was Gutes zu tun, haben wir einen Ideologieproblem, das zu schlechten Dingen führt.
Ich war immer gegen Divestment, weil mir völlig klar war, dass das zu Scheiße führt.
Lieber lasse ich die Unternehmen selber die Scheiße produzieren, aber Divestment ist ja auch ein Eingriff von außen in Dinge.
Und wenn das dann irgendwie staatlich noch befördert wird.
Also es ist auch irgendwie so eine Illusion, dass der Staat ja nicht eingreifen würde.
Er greift halt nur bei Dingen ein und reguliert Dinge, die dann nicht unsere Probleme lösen.
Vielleicht mal so rum.
Also es ist ja eh alles ein Eingriff.
Und da würde ich mir einfach wünschen, dass man mehr in die richtige Richtung gehen und mehr vom Ende her denken.
Und ich glaube, der Habeck hat das, muss man sagen, schon wesentlich mehr gemacht als die Reiche.
Der hatte dann vielleicht andere Sorgen und Probleme, die er bei uns ausgelöst hat, aber da ist schon viel gelaufen, was positiv war.
Und da kann man immer noch sagen, nicht schnell genug.
Ja.
Und das war schon schnell.
Das müssen wir erst davon auch nicht vergessen.
Kommen wir mal zu EZB Jens, was meinst du?
Ja, ja, wir bleiben beim Ölpreis und beim Preis von Primärenergie.
Ja, genau.
Also, ich gucke da ja auf diese ganze Situation berufsbedingt immer so ein bisschen durch die Brille der Kapitalmärkte.
Jens hat eine Brille auf, muss man da sagen.
Ich habe eine Brille auf die Aussage ein bisschen lustig.
Das nächste Mal hier Kapitalmarkt.
Tja, wer jetzt das Video sieht, ist ein Vorteil.
Ein großer Treiber für die Kapitalmarktreaktionen auf die Situation im Nahen Osten, auf den Krieg im und gegen den Iran.
Ist natürlich die Zentralbankpolitik, wie die darauf reagiert.
Also die Frage, ob die Zentralbanken denn jetzt auf diese erhöhten Preise für Öl und LNG mit Zinserhöhungen reagieren, weil ja damit letztlich die Preisstabilität in Gefahr steht und das ist ja eine der Hauptziele aller großen Zentralbanken dieser Welt.
Wie hat Triché immer gesagt?
Oder Draghi, nicht?
Nee, ich glaube, Triche war das noch.
Das ist die einzige Nadel in unserem Kompass, ist die Preisentwicklung für die EZB, ja.
Ja, ja, so hat er das ganz klar formuliert.
Und jetzt just letzte Woche hatten alle drei großen Zentralbanken, die so an den Kapitalmärkten hauptsächlich als die großen gelten, nämlich die Bank of England, die Federal Reserve und die Europäische Zentralbank hatten ihre geldpolitischen Sitzungen, wo sie auch im Normalfall über die Zinsen abstimmen.
Und um es vorwegzunehmen, keine der drei großen Zentralbanken hat die Zinsen verändert letzte Woche.
Die Bank of England war die sensibelste, was die Reaktion auf die gestiegenen Energiepreise angeht.
Also die haben ganz klar formuliert, dass sie sich Sorgen machen um den Pfad der Inflation in UK und dass sie da sehr genau drauf achten, was passieren wird.
Die Fed hat gesagt, dass sie erstmal abwartet.
Ich glaube, es ist auch relativ deutlich, dass die USA natürlich von den drei Wirtschaftsräumen am wenigsten stark belastet sind durch die Unterbrechung der Ölversorgung und der Gasversorgung aus dem Nahen Osten.
Also die Fed will bis auf weiteres erstmal abwarten und beobachten.
Der FED-Chair Jerome Powell hat auch noch in der Pressekonferenz gesagt, this is not the 1970s.
Ja, das ist ja ein Szenario, das an den Kapitalmärkten immer wieder zu Tage befördert wird, wenn wir von höherer Inflation sprechen.
Also, wir haben es in der Pandemie gesehen.
Wir haben es nach der Invasion der Ukraine durch Russland gesehen, dass ganz viele Kapitalmarktteilnehmer immer wieder auf diese hohe Inflationsperiode von Anfang der 70er bis Anfang der 80er referenziert haben und das immer so ein bisschen als schreckgespenst an die Wand malen.
Also starke Inflation und kein Wirtschaftswachstum bzw.
Rezessionen sogar.
Das ist das eigentlich, wovor eigentlich alle Kapitalmarktteilnehmer am meisten Angst haben, weil das natürlich auch am schwersten für die Zentralbanken ist, damit umzugehen.
Und dann hatten wir noch die EZB.
Die sieht auch erstmal keinen Grund, aktuell tätig zu werden und die Zinsen zu senken, hat aber dann noch, da komme ich nachher noch drauf, ein paar ganz interessante Szenarien veröffentlicht am gleichen Tag, indem sie sich anschauen, was sie für die europäische Wirtschaft erwarten, was Wachstum, Arbeitslosigkeit und Inflationsrate angeht, wenn die Ölpreise sich unterschiedlich verhalten werden.
Generell ist es aktuell so, dass die Unsicherheit, was die Geldpolitik angeht, relativ hoch ist und ja auch die letzten Jahre schon war.
In UK, um da nochmal drauf einzugehen, wollte man eigentlich weiter die Zinsen senken.
Also, wir sind ja aktuell sowohl in UK als auch in den USA eigentlich noch dabei, in so einem Zinssenkungszyklus so das Ende zu sehen.
So drei, vier Zinsschritte sind irgendwie immer noch eingepreist gewesen und erwartet gewesen.
Also in UK wollte man die Zinsen weiter senken, Inflationsdruck hat sich so ein bisschen abgebaut über die letzten Jahre.
Das hat ein bisschen länger gedauert als in der Eurozone, aber das hat man halt jetzt dann doch nicht gemacht.
Das war eigentlich der Plan für diese Sitzung letzte Woche und jetzt hat man erstmal gesagt, nee, nee, wir warten ab.
In den USA ist die Situation für die Zentralbank für die FED relativ schwierig, weil der politische Druck ist halt sehr stark.
Also da habe ich ja schon mal drüber geredet, Donald Trump und die Administration wohl eigentlich niedrigere Zinsen, damit die Wirtschaft besser läuft, vor den Midterms.
Die US-Konsumenten würden, wenn die Häuserkreditzinsen sinken, besser das Eigenkapital, das jetzt in ihren Häusern gebunden ist, da drankommen, weil sie umschulden könnten und dann hätten sie mehr Geld zum Konsumieren.
Und natürlich haben wir das Problem mit der hohen Verschuldung des US-Staatshaushaltes.
Die haben ja eine riesen Budgetdefizit, so um die 6%, 6 bis 7 Prozent.
Höhere Zinsen heißt teurere Staatsanleiherenditen, höhere Staatsanleiherenditen, also teurere Verschuldung und höherer Zinsdienst für die US US-Administration und niedrigere Zinsen würde dann eben ein bisschen mehr Platz im Haushalt schaffen.
Jetzt ist es so, dass Inflation und Wachstum in den USA eigentlich nicht unbedingt für niedrigere Zinsen sprechen.
Also das Wachstum im letzten Jahr war wohl so bei gut zwei Prozent.
Auch für dieses Jahr sind so um die zwei, ungefähr zwei Prozent erwartet worden.
Die Inflation liegt bei 2,4 Prozent, die Kerninflation und eigentlich eine Reihe von Indikatoren, die so als Frühindikatoren gelten, sahen bisher relativ gut aus für die USA.
Also eigentlich keine Situation, wo eine Zentralbank sagen muss, ah, wir müssen irgendwie die Ökonomie stimulieren durch niedrigere Zinsen.
Und das ist so ein bisschen das Spannungsfeld, in dem die FED sich befindet, dass der große Muff die hier niedrigere Zinsen will und entsprechend Druck aufbaut.
Ja, und gleichzeitig haben wir ja die Preislage in USA, die jetzt auch nicht so dolle war, die eigentlich eher auf.
Genau, also eigentlich sind wir noch über dem über dem Zielrate, genau.
Und eigentlich ist auch für dieses Jahr wieder ein Anstieg der jährlichen Inflation, zumindest so übers Jahresmitte so auf 3% erwartet worden.
Also, ich glaube, der einzige Grund für die FED, also der einzige inhaltliche Grund für die FET, die Zinsen zu senken, wäre halt dieser relativ schwache Arbeitsmarkt gewesen.
Ja, ich glaube, man kann noch eine weitere Sache hinzufügen, wenn man ins Wachstum reinguckt.
Sehr viel Wachstum kam halt über den Technologiebereich und die anderen Bereiche waren jetzt nicht so stark, was natürlich die meisten Leute betrifft.
Und dann könnte man natürlich auch fragen, ist das Wachstum wirklich so stabil, wie es als Gesamtzahl aussieht.
Ja, genau.
Und dann haben wir natürlich in der Fed jetzt noch die große, die große Änderung, dass es einen neuen Chair geben wird.
Ab Mai.
Der neue Mann heißt ja Kevin Walsh.
Im Mai, ja, im Mai fängt der an.
Entweder Ende Mai oder Anfang Juni, irgendwie sowas.
Also, es ist nicht mehr lang.
Jerome Powell wird der Fed wohl noch als regulärer Governor erhalten bleiben.
Bis zu zwei Jahre kann der, ne, noch bleiben.
Ja, genau.
Also, ich glaube, die Governors werden ja sozusagen, also die haben halt einen fixen Term und dann der Chair hat auch einen fixen Term, aber der wird immer vom Präsidenten halt darüber noch ernannt und das scheint wohl manchmal auseinanderzulaufen.
Und der Trump will natürlich, dass der Paul geht.
Richtig, genau.
Und setzt ihn ja auch entsprechend unter Druck.
Genau, weil er da jemanden reinsetzen will, der natürlich eher Zinssenkungsfreudig ist.
Und dann sagt der Paul, was hat er gesagt?
Nee, er will erst alles hier zu Ende bringen, auch mit den ganzen Prozessen, die gegen ihn laufen.
Genau, und dann überlegt er mal.
Genau, also die Situation in den USA für die FED ist so, ich würde sagen, eigentlich würden die eher in den kommenden Monaten die Zinsen senken, weil einfach der politische Druck so hoch ist.
Das hat auch der Markt erwartet, aber jetzt natürlich durch die steigenden Preise an der Zapfsäule, sagt man ja so schön, ist das so ein bisschen schwer zu verargumentieren.
Mal schauen, wie es da weitergeht.
Das spannendste ist aber, finde ich, tatsächlich die Situation in der Eurozone, weil in der Eurozone ist ja die Inflationsrate mittlerweile eigentlich auf dem Zielniveau des die EZB ja immer bei nahe zwei Prozent sieht und auch die mittelfristige Aussicht auf Preissteigerungen hat sich so bei nahe 2% eingependelt, jetzt so in dem letzten Jahr.
Also nach der Pandemie und dem ganzen Abschwellen des großen Inflationsdruckes da.
Und das ist ja eigentlich genau das, was die EZB will und was sie sich relativ hart erarbeitet hat, auch in den letzten Jahren.
Und jetzt haben die Zentralbanken und insbesondere eben die EZB, die wie gesagt nur diese eine Nadel im Kompass hat.
Durch die hohen Energiepreise hat sie so ein ganz, ganz klassisches Problem, nämlich, naja, der hohe Ölpreis würde zu Preissteigerungen führen.
Natürlich erstmal nur durch die hohen Energiepreise.
Also Sprit wird teurer, Heizöl wird teurer, Strom wird wahrscheinlich mittelfristig teurer.
Aber das wird sich dann natürlich auch so ein bisschen verbreitern, ja.
Also Dienstleistungen, die irgendwie, die als Input letztlich erhöhte Energiepreise haben, werden teurer.
Und letztlich führt es dann alles zu dieser komischen Lohnpreisspirale, von denen ja insbesondere konservative Ökonomen immer reden.
Und was dann letztlich das Ziel der Preisstabilität gefallen könnte.
Wir kennen diese Argumente alle schon aus der Pandemie und aus dem Überfall Russlands auf die Ukraine.
Und wir sehen, dass jetzt die letzten Lohnerhöhungen aus dieser Zeit kommen und dass das alles die Waage hält.
Ja.
Genau.
Das ist richtig.
Für mich ist immer die Frage, was macht man denn eigentlich als Zentralbank so Textbook-mäßig, wenn die Preise steigen, genau.
Also Inflationsdroht, man hebt die Zinsen an, man verteuert Kredite.
Ja, also Isabel Schnabel hat ja schon vor der Situation gesagt, dass sie als nächstes eher Zinserhöhungen sieht.
Also deswegen, wenn wir jetzt drüber reden, dass die Inflation steigt, ist, glaube ich, eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass die EZB die Zinsen einfach erhöht.
Und dann ist die Frage, macht sie schnell oder langsam.
Und da sagen ja, also würde man jetzt zum Beispiel so Sebastian Dolin vom IMK fragen, auf unserem Reddit findet ihr da eine Folge mit ihm und mir.
Der würde einfach sagen, naja, wahrscheinlich werden die die Zinsen noch eher schneller erhöhen, weil sie beim letzten Mal das Gefühl hatten, sie waren zu spät.
Was ja schon schädlich für die Wirtschaft war, zumindest, also ist ja nicht immer in allen Ländern Europas, aber in Deutschland war es scheiße.
Und das würde jetzt dann dazu führen, dass wir in einer beschissene Lage wirtschaftlich schwierig Zinserhöhungen bekommen.
Und wer, glaube ich, gerade eine Häusle baut, ist da auch nicht so glücklich drüber.
Das ist richtig, ja.
Also, vielleicht ganz kurz, ich würde das gerne nochmal ein bisschen auseinanderklamüsern, weil eigentlich funktioniert ja diese ganze Zinspolitik von Zentralbanken, also alle geldpolitischen Maßnahmen funktionieren ja eigentlich über die gesamtwirtschaftliche Nachfragefunktion, ja.
Also man versucht sozusagen über das Zinsniveau die gesamtwirtschaftliche Nachfrage zu lenken.
Entweder durch Zinssenkungen die Nachfrage zu erhöhen, ja, indem man Investitionen fördert, verbilligt, indem man den Hausbau anfeuert und so weiter und so fort.
Und wenn man die Zinsen erhöht, versucht man dann sozusagen eben die Nachfrage zu senken.
Das Problem an der Situation aber, wenn die Ölpreise steigen, ist, das ist keine Nachfragesache, sondern es ist eine Angebotssache.
Also es ist ein Angebotsschock, von dem wir hier reden, mit dem die Zentralbanken umgehen müssen.
Und was passiert, wenn die Preise für Öl steigen, Angebotsschock passiert.
Naja, eigentlich müssten die Konsumenten und Unternehmen, wie müssten die reagieren, indem sie sagen, nee, der Inputfaktor Öl oder Energie ist uns zu teuer.
Wir fahren unsere Produktion zurück, ja, weil wir sozusagen die Grenzkosten nicht mehr durch die Preise sozusagen decken können.
Das wäre eigentlich die reine Lehre.
Also nach der reinen Lehre würde man sagen, liebe Zentralbanken, lasst eure Finger weg von geldpolitischen Maßnahmen, wenn es ein Angebotsschock gibt.
Angebot und Nachfrage werden sich schon sozusagen über die Zeit in so einem Gleichgewicht wiederfinden.
Wir werden ein höheres Preisniveau bekommen.
Das führt zu geringerer Nachfrage und dann gibt es sozusagen wieder so ein Stabilität-so ein Equilibrium-Niveau von Preisen und gesamtwirtschaftlichem Output.
Wenn jetzt die Zentralbanken eben die Zinsen erhöhen, weil sie Angst vor hoher Inflation haben und das auch noch schnell machen, dann kriegst du als Verbraucher eigentlich so Double Whammy, ja, so links und rechts eine um die Ohren gehauen.
Also die Idee ist, dass man quasi die Wirtschaft abwirkt und weniger Wirtschaftskraft möchte, weil das sinkt dann die Preise.
Das ist halt, also es kostet Arbeitsplätze, es kostet Existenzen, es schadet der Wirtschaft auch im Vergleich zu anderen Wirtschaftsräumen.
Ja, eigentlich ist das Recipe for Recession.
Vor allen Dingen, wenn man das mal komplett, also global durchdenkt, ist es halt auch komplett irre, weil also die Chinesen, die halten ihre Währung schön niedrig und machen uns damit Probleme abseits aller Subventionen und sonstigen.
Also das heißt, wir bringen uns da auch nochmal in einer ohnehin schon schlechten Lage, nochmal weiter in eine schlechte Lage.
Und auch hier ist es pure Ideologie, was da in der EZB treibt.
Deswegen war ich auch schon vor drei, ich glaube vor drei Wochen war das oder so.
Oder nee, das war bevor Iran, das muss man über einen Monat her sein, als die Isabel Schnabel das gesagt hat, damit sie sich positionieren, weil sie ja gerne EZB-Chefin werden würde.
Es ist halt einfach eine im Gesamtkomplex betrachtet nicht sehr kluge Aussage von ihr.
Und sie ist in der Ideologie dessen, wie man in Deutschland Notenbankchef wird.
Vielleicht clever.
Aber für uns alle anderen ist das eine Riesengefahr.
Und ich glaube, diese Debatte, die hatten wir beim letzten Mal und sie muss ja irgendwann auch mal zu Ende geführt werden, aber ich glaube nicht, dass sich an der Position, die du gerade beschrieben hast, also an dem, was passieren wird, ändern wird.
Und das ist wirklich ein Problem für uns.
Auch im globalen Wettbewerb.
Ja, das ist richtig.
Also das Interessante ist ja, dass diese, also wir kommen ja gerade aus so einer Hochinflationsphase.
Vor wann war das 2023, 2024.
Da gab es ja die Kritik an den Zentralbanken, dass die nicht schnell genug die Zinsen erhöht haben.
Und diese Kritik ist meines Erachtens in der Situation schon in Ordnung gewesen.
Das Problem ist nur, für mich ist das so eine unterkomplexe Darstellung der Realität oder der Abhängigkeiten damals, ja.
Also in der Covid-Krise und dann in der Ukraine-Krise war es ja so, dass wir massiv fiskalpolitische Impulse gesetzt bekommen haben.
Also, was dort eigentlich passiert ist, ist, dass sowohl Fiskalpolitik für mehr Nachfrage gesorgt hat, als auch die Geldpolitik für mehr Nachfrage gesorgt hat.
Indem sie die Zinsen eben nicht schnell genug, also nicht sehr schnell angehoben hat, ja.
Also, du hast sozusagen Niedrigzinsen und Steuergeschenke, Investitionsausgaben seitens der Staaten.
Und das führt natürlich zu hoher Inflation.
Natürlich.
Und in dem Kontext kann man schon sagen, naja, hätten die Zentralbanken früher die Zinsen gehoben, dann wäre der geldpolitische Impuls nicht so stark gewesen, dann wäre es nicht so stark zur Inflation gekommen.
Ja, das kann man so sagen.
Ich glaube aber, dass wir heute nicht in dieser Situation sind.
Ich habe zumindest noch keinen Politiker ganz konkrete Maßnahmen für irgendwie groß, breit angelegte fiskalpolitische Maßnahmen irgendwie ankündigen hören.
Mag kommen und ich glaube, wenn es kommt, dann müssen die Zentralbanken auch handeln.
Aktuell glaube ich aber, dass das nicht richtig wäre.
Denn eigentlich sollte die Zentralbank sich auf die Inflationserwartungen, auf die mittelfristigen irgendwie fokussieren, und solange die nicht aus dem Ruder laufen.
Und das tun sie aktuell nicht, die liegen immer noch in der Nähe der Zentralbankziele, muss meines Erachtens eine Zentralbank nicht tätig werden, um einem Angebotsschock zu entgegenzustehen.
Ja, gut, also das IFO-Institut hat ja, wir hatten das in der letzten Folge ja gesagt, also so im ersten Schuss, der jetzt noch nicht allzu viel vorweggenommen hat.
Inflation in Deutschland bei 2,5 Prozent, was ja dann schon mal ein Hinweis für die Notenbank wäre, die ja dann auch in dieser Phase, die du gerade beschrieben hast, diskutiert hatte, ob sie nicht eine gewisse Flexibilität um ihr Ziel herum haben sollte.
Also ob 1,9 Prozent nicht vielleicht auch manchmal als 2% gelten können und 2,1% nicht manchmal auch als 2%, also ob man da wirklich dann auf Cent auf die Nachkommastelle genau und so weiter.
Das heißt, bei 2,5 Prozent würden die natürlich sofort sagen, ja, die Zinsen müssen hoch.
Es gab aber auch noch eine zweite Diskussion im Zuge des Ganzen, die wir auch nicht vergessen sollten, zumindest mal zu erwähnen, weil sie nämlich so ein bisschen zeigt, was das Problem der Zentralbanken ist.
Die Zinssenkungen haben sie auch zu spät vorgenommen.
Das wurde ihnen auch vorgeworfen.
Und das zeigt halt, dass Zentralbanken, und ich meine, guckt dir die Diskussion in den USA mit dem Paul an und wie er agiert, die kriegen halt Daten rein und wenn die Daten da sind, reagieren sie.
Und die Daten sind immer nachgelagert.
Und du kannst eine gewisse Projektionen versuchen in die Zukunft, aber sie arbeiten bevorzugt mit Daten, die sie fix haben.
Und wenn sie nachgelagert sind, reagieren sie nachgelagert.
Das heißt, sie sind immer hinter der Zeitschiene und auch das ist ein Problem für die Wirtschaft.
Ja, und dieses hinter der Zeitschiene sein, ist halt in einer Welt, in der wir so viel Veränderung, so viel Transformation sehen.
Wir hatten es ja gerade schon besprochen, ist es halt umso schlimmer, ja, oder umso schwieriger, umso problematischer.
Weil wenn du hinter der Realität hinterherhängst und sich die Realität auch noch so viel mehr ändert, als sie es früher getan hat, dann kann das halt umso mehr wehtun, ja.
Dann ist dein Hebel umso umso größer und im Zweifelsfall umso schmerzhafter.
Ich möchte noch ganz kurz zum Schluss auf diese, was die EZB jetzt eigentlich inhaltlich mal rausgehauen hat.
Die hat sich nämlich, die hat mal so Szenarioanalyse gemacht, welche Auswirkungen verschiedene Ölpreis- und Gaspreisentwicklungen haben könnten auf Wachstum und Inflation.
Konzentriere ich mich mal drauf.
Es gibt drei Szenarien.
Ein Hauptszenario, das ist sozusagen der Status quo.
Dann gibt es ein adverses Szenario, das beschreibe ich gleich, und ein Worst-Case-Szenario.
Und die ECB hat eine super, super coole Tabelle erstellt, wo sie diese Szenarien so ein bisschen beschreibt und ausstaffiert.
Und zwar anhand von fünf Dimensionen.
Also die Szenarien unterscheiden sich anhand der Dauer der Versorgungsengpässe mit Öl und Gas, anhand der Rohstoffpreise, anhand der Unsicherheit, gemessen an der Aktienmarktvolatilität.
Sie unterscheiden sich viertens bezüglich der indirekten und zweitrunden Effekte auf Inflation, also auf Preise.
Und hinsichtlich fiskalpolitischer und geldpolitischer Reaktionen im Euro-Raum.
Das sind so die fünf Dimensionen, wo diese Szenarien beschrieben werden letztlich.
Ist das Tabelle 6 auf Seite 36?
Jetzt faxt mich was, gell?
Ich habe mal auf deinen Linken.
Auf mein Link geklickt, das ist schon mal gut.
Seite 36.
Nee, hat es mal auf.
Das ist Tabelle 4 auf Seite 24 für alle Leute, die es mitlesen wollen.
Narrative Narrative of the Baseline und Alternative Scenarios regarding the war in the Middle East.
Also kann man wunderbar ablesen.
Ich führe mal ein bisschen durch.
Also im Hauptszenario gibt es keine explizite Annahme zur Dauer des Konfliktes.
Die Rohstoffpreise sinken im Laufe des Jahres wieder auf ein Niveau von ungefähr 70 Dollar pro Barrel Rohöl.
Der Jahresdurchschnitt ist dann ungefähr bei 81 Dollar für dieses Jahr.
Die Unsicherheit steigt über die aktuelle Unsicherheit nicht an, also Aktienmarktvolatilität bleibt auf dem aktuellen Niveau und geht dann wieder runter.
Zweitrundeneffekte auf Preise sind zwar vorhanden, aber nur limitiert.
Und wir haben keine Geld- und fiskalpolitischen Sondermaßnahmen in der Eurozone.
Das ist das Hauptszenario und unter diesem Szenario hat die EZB ihre Zinsentscheidung letzte Woche getroffen, nämlich die Zinsen erstmal konstant zu halten, aber weiterhin eben die Situation intensiv zu monitoren.
Dann gibt es das adverse Szenario, ja.
Das ist sozusagen so ein Mittelding zwischen Worst Case und Hauptszenario.
Im adversen Szenario geht die EZB davon aus, dass es weiterhin zur Störung mit der Versorgung von Rohstoffen kommt, das Ganze aber in Q3 aufhört und wir keine signifikante zusätzliche Zerstörung von Energieinfrastruktur im Nahen Osten sehen werden.
Sie gehen weiterhin davon aus, dass 60% des normalen Volumens durch die Strade von Hormuz in Q2 geht und in Q4 normalisiert sich die Situation wieder.
Die Aktienmarktvolatilität steigt nochmal um 10% an gegenüber heute.
Wir sehen dann aber eine schnelle Beruhigung im dritten Quartal.
Zweitrundeneffekte auf Preise liegen irgendwo zwischen dem, was wir heute erwarten und der Situation, wie wir sie nach der Invasion der Ukraine gesehen haben und auch keine Geld- und fiskalpolitischen Sondermaßnahmen.
Und dann haben wir noch ein Worst-Case-Szenario.
Worst-Case-Szenario geht davon aus, dass die Rohstoffversorgungsengpässe bis Q4 andauern und wir eine weitere Zerstörung von Energieinfrastruktur sehen werden.
Das Volumen durch die Straße von Hormuz sinkt um 60 Prozent mit nur ganz schleppender Rückkehr zu normalen Volumina über die Zeit.
Die Aktienmarktvolatilität steigt um 15 Prozent gegenüber heute und bleibt auch bis Ende 27 höher als normal.
Also das scheint schon so ein Rezessionsszenario zu sein.
Zweitrundeneffekte liegen auch wieder irgendwo zwischen dem, was wir heute erwarten und der Situation, wie wir sie in der Ukraine nach der Invasion der Ukraine gesehen haben, aber so ein bisschen asymmetrischer, deutlich Richtung sozusagen Invasion der Ukraine und Disruption der Öl- und Gasversorgung aus Russland, also schon eher so in diesem wahrscheinlich 5 bis 6 Prozent Inflationsumfeld.
Und auch hier keine Geld- und fiskalpolitischen Sondermaßnahmen, was ich sehr interessant finde.
Man kann alle ganz konkret verwendeten Zahlen nachlesen.
Schaut einfach in den Link, den ich euch verlinke.
Ich finde es super einfach zu lesen und sehr, sehr interessant, insbesondere was den zeitlichen Verlauf dieser ganzen Szenarien angeht, ja, und der Größen, die sich da anschauen.
Ich wäre natürlich gleich zwei Seiten weitergegangen auf die 26, weil da sind mal ein paar Ölpreisprognosen.
Ja, genau, genau.
Da hat man dann im mittleren Szenario, haben sie dann irgendwie 119 mal aufgerufen und 145 im Hardcore-Szenario.
Also nur damit wir es mal gehört haben, weil wir haben jetzt einen Ölpreis seit gestern von um die 100 beim Brenn.
War aber 115, was ja recht nah an dieser 119 schon dran ist.
Also da sind wir ja schon im mittleren Szenario gewesen.
Und rumgereicht werden ja da teilweise, wenn das länger anhält, 150 bis 200.
Also das heißt, diese Worst-Case-Preise, die wir hier sehen, man muss die natürlich dann über das Jahr gemittelt betrachten.
Das ist ja so statistisch nochmal für den Hinterkopf.
Aber so 150 bis 200 sind nicht 145, ne?
Was sie so als richtiges Szenario angefangen.
Ja, genau.
Also auch da gibt es noch so ein paar Risiken, die man sehen kann, aber super spannend.
Kannte ich gar nicht das Ding.
Gut, dass du das hier ausgegramt hast.
Genau.
Ich will ja ganz kurz die Ergebnisse noch einmal kurz nennen.
Also, in dem Hauptszenario erwartet die EZB.
Und wie gesagt, das Hauptszenario ist das das Szenario, auf dem die EZB gerade ihren Geldpolitischen Kurs aufbaut.
Also im Hauptszenario erwartet die EZB für das Wachstum in der Eurozone in 2026 0,9 Prozent.
Das ist deutlich geringer, als sie noch im Dezember erwartet haben.
Und ein Inflationsrate von 2,6 Prozent, Kerninflationsrate von 2,3 Prozent.
Ich würde sagen, das ist ein Reasonable Ergebnis, ja.
Und auch kein, wie soll ich sagen, kein Problem für die EZB, ihren geldpolitischen Kurs so wie geplant irgendwie durchzuhalten.
Ja, die Inflationsrate, 2,6 Prozent für dieses Jahr wäre dann über dem Ziel, aber eigentlich schauen ja Zentralbanken auf Kerninflationsraten, 2,3 Prozent, damit könnte die EZB meines Erachtens leben.
Für 2027 sind im Hauptszenario das Wachstum dann ein bisschen höher, bei 1,3 Prozent.
Und die Inflationsrate, also Headline Inflation, also inklusive der volatilen Komponenten für Nahrung und Energie wieder bei zwei Prozent.
Das ist das Szenario, mit dem die EZB gerade arbeitet.
Im adversen Szenario, ja, also diesem Mittelschlechten erwartet die EZB dann 0,6 Prozent Wachstum, also nochmal 0,3 Prozent weniger für dieses Jahr.
Inflationsrate bei 3,5 Prozent, also gutes Prozent höher als im Hauptszenario und die Kerninflation für dieses Jahr bei zwei Komfier Prozent.
20 sieundzwanzig finde ich dann ganz interessant, da sehen sie dann die Inflationsrate bei zwei Komma eins Prozent, also inklusive Nahrung und Energiepreise bei 2,1 Prozent, also wieder runter.
Die Kerninflation hingegen bei 2,7 Prozent.
Und im Worst-Case-Szenario Wachstum bei 0,4, also nochmal kleiner Wachstumsstelle, Inflation dann bei 4,4 Prozent, Kerneflation bei 2,6 für 2026 und in 2027, da ist das Interessante, der würde dann die Kerninflation auf 3,9% ansteigen.
Und genau das ist es, glaube ich, was diese ganze Zinsanhebungsfantasien gerade treibt in den Kapitalmärkten, nämlich, dass die EZB sehr explizit von zweitrunden Effekten über die Kerninflation ausgeht.
Wenn sich die Situation nicht verbessert.
Also 2,7% und 3,9% in den beiden Negativszenarien für die Kerninflation im nächsten Jahr, also 2027, sind genau diese zeitverzögerten Zweitrunden-Effekte, vor dem viele Kommentatoren warnen und vor dem eben die Kapitalmärkte sich Sorgen machen.
In Deutschland zumindest.
Ja, in UK ist das schon auch so, ja, aber natürlich ist das in anderen Ländern nicht ganz so ausgeprägt.
Es gibt halt in der aktuellen politischen Lage da durchaus ein Risiko, dass sowas passieren kann, aber ich glaube, die EZB ist nicht die Institution, die eine politische Einschätzung in Sachen Zukunft geben sollte.
Bei ihren Entscheidungen.
Also, weil man kann natürlich schon argumentieren, und wenn das jetzt hier mit dem Aufstieg der Rechtsradikalen so weitergeht, dann muss man schon mehr auf die Arbeiter gucken und ihre Forderungen und dann die Gewerkschaften mehr unter Druck müssen, höhere Gehälter rausschlagen, als es im Grunde angemessen wäre im Sinne von Realllohnausgleich.
Auf der anderen Seite können wir ja mal argumentieren, naja, wenn sie ein, zwei Jahre unterhalb des Reallohns waren, können sie auch schon dann über den Realllohn gehen.
Also da gibt es ja immer Spielräume.
Aber dass man halt dann wirklich plötzlich so eine so eine Kampffhase hat.
Und das ist etwas, was ich in Deutschland durchaus sehe in der Zuspitzung, dass die Unternehmen schon so ein bisschen in Stellung gehen gegenüber ihren Arbeitnehmern und das spiegelt sich vor allen Dingen über die Verbände wieder.
Und ich glaube, da müssen die ein bisschen aufpassen, dass es nicht zu weit treiben.
Also, das ist, das spürt man richtig, dass da so eine Zuspitzung und so eine Kampfbereitschaft entsteht.
Und ich glaube, dem Weg sollten die nicht gehen, weil das geht für uns alle nicht gut aus.
Aber gut, das ist nur so eine persönliche Wahrnehmung bei dem Ganzen.
Ja, ich kann die, kann die widerspiegeln.
Jens, wie fühlst du dich denn jetzt, nachdem du das alles so dir durchgeacert hast, und dann, wie wird die Zukunft?
Chef, ich will, Chef, ich will mehr Gehalt.
Also, wenn ich die Inflationsentwicklung sehe, da brauche ich jetzt gehalt.
Also, also ich glaube schon, dass man als Fazit ziehen kann, dass die EZB schon klargemacht hat und klar signalisiert, dass sie diesmal schon bereit ist, schneller die Zinsen stärker zu erhöhen.
Also ich würde sagen, nachdem die dieses Piece rausgehauen haben, liegt vielleicht der Kapitalmarkt.
Zumindest der Zinsmarkt gar nicht so falsch darin, das zu erwarten.
Aber letztlich ist es halt alles abhängig davon, wie sich die Situation entwickeln wird.
Ja, das ist schwierig abzuschätzen.
Aber ich fand es, wie du sagtest, ja, ich fand es eine unglaublich gute Publikation von der EZB.
Und die waren auch sehr, sehr schnell.
Also das Cut-Off-Date für die EZB für diese Publikation war der 11.03.
Das war ja letztlich nicht mal eine Woche vor der Zentralbanksitzung.
Da haben die Leute schon wahnsinnig wahnsinnig gut und schnell gearbeitet.
Sehr beeindruckend.
Man findet dann auch noch so Annahmen zur Dollar-Euro-Entwicklung und so weiter.
Also das ist recht umfassend.
Genau, also ich kann dieses Dokument sehr empfehlen, ja, exakt genau.
Ja, dann kommen wir mal zu den Houthis.
Da habe ich nämlich eine super spannende Studie aufgetan, die ich hier mal so zumindest ein bisschen abackern möchte, weil die uns etwas lehrt über die in Anführungszeichen Problematiken im Nahen Osten, die man mit dem Iran so hat.
Und wenn man natürlich auch verlinken, sodass er da selber reingucken könnte.
Das ist auch so ein Ding, was ich empfehlen würde, einfach einmal durchzulesen, um es gefressen zu haben und zu verstehen, was da läuft.
Weil dann hat man, das kann man wirklich auf die anderen Milizen und so weiter auch umlegen.
Das ist alles miteinander verbandelt.
Und dann hat man wirklich ein Gefühl für die Geschichte.
Also, während die Welt gebannt auf den Ira anschaut und jeden Atemzug von Donald Trump begutachtet, was hat der Kaiser denn heute für Probleme und wie löst er sie?
Und da habe ich wirklich gedacht, naja, gucken wir mal ein bisschen abseits dessen, weil etwas zu verstehen, ist vielleicht einfacher, wenn man nicht direkt drauf guckt, sondern was getan wird so nebenher.
Und die Houthis erinnert euch, das sind diese Terrorhandsel aus dem Jemen, kleine gewalttätige totalitäre Sekte, die leider nicht mehr so ganz klein ist, die in Deutschland von Linksradikalen gerne mal so als Revoluzer abgetan wurden.
Nur so kleine Revolutionäre, süß, die Houtis.
Nee, also es war immer so ein bisschen skurril und lustig.
Und ich glaube, nachdem einige Menschen da mal einen etwas tieferen Blick drauf geworfen hatten, waren sie ja erschreckt.
Und die Menschen im Jemen selber fanden die, glaube ich, nie lustig, weil da halt unter brutalsten Umständen und Scharfsterüberwachung man dann so sein Dasein fristen muss in den Gebieten.
Nahrungsmittelversorgung, je nachdem, wie man zu denen steht.
Widerspruch kann auch mal kurz so in der Erschießung enden oder eben in der Folterhöhle.
Also die Houthis sind in den letzten Jahren, kann man sagen, zum wichtigsten Verbündeten, das ihrer Ans aufgestiegen und das auch, weil die hieß Boller dezimiert wurde.
Also Holz für Hießbollah am Libanon.
Hamas muss man sagen, existiert zwar noch, aber spielt, glaube ich, in den internationalen Kämpfen jetzt nicht mehr so eine große Rolle, auch weil sie da festhingen in Gaza.
Und der Iran selber wurde ja weitestgehend aus Syrien vertrieben.
Das heißt, im Grunde bleiben noch die Hutis sowie die Milizen im Irak, die man als kräftige Kräfte bezeichnen könnte.
Also im Sinne von vielleicht auch militärischer Sichtweise.
Und für uns sind die Hutis interessant, weil sie sich militärische Lieferkette aufgebaut haben, samt eigener Produktion.
Das hat sich so über die letzten Jahre entwickelt und wurde durchaus in Zusammenarbeit mit Hezbollah und dem Iran entwickelt.
Und auch mit den iranischen Milizen im Irak.
Die haben da alle schon zusammengewirkt.
Wie gesagt, werden wir euch verlinken, schaut da auch mal rein.
So im Groben 2006 bis 2015 kann man sagen, waren die Hutis so Schmuggelnationen.
Also Schiffe von A nach B, meistens von Iran oder über Dschibuti rein Richtung Hutis, lieferten da kleinere Waffenmunitionen, ein bisschen Material, was man halt so braucht.
Ende 2014 eroberten die Hutis dann Sanaa und der Iran schipperte Zeugs im großen Stil dort rein, bis die Saudis dem Treiben ein Ende gesetzt haben und dann eine Seele- und Luftraumblockade eingesetzt haben.
Heißt natürlich nicht, dass da nichts reingeschmuggelt wird, wie es halt immer so ist.
Aber zumindest mal die offensichtliche grundsätzliche Versorgung konnte da gehemmt werden.
Die Hutis lebten dann zunächst von so kleineren Schmuggelaktionen.
Es gibt ja auch noch Landwege über Roman zum Beispiel, OHE.
Und sie haben natürlich auch, als sie da die Eroberungen gemacht haben, Militärbestände von der jemenitischen Armee übernommen, diese dann, so findest du dann so Raketen aus Russland, Nordkorea und solche Geschichten.
Das haben die dann übernommen, haben das natürlich im Laufe der Zeit verbraten und hatten dann wahrscheinlich die große Frage ja, wie versorgen wir uns denn jetzt hier?
Und dann haben sie im Bereich 2015 bis 2018 vielleicht noch als Zahl erhalten, aus dem Iran rund 37 Prozent der Versorgung, Russland 15%, 5% aus China.
2018 haben sie dann in einem Propagandavideo erstmals öffentlich gemacht, dass sie quasi eine eigene Produktionsanlage für Drohnen-Landminen und Mörsergranaten haben.
Das ist ja schon mal was.
Und seit 2018 wird auch von den jemenitischen Behörden, also das passt schon sehr gut zusammen, zunehmend, wenn dann mal so ein Schmugglerring ausgehoben wird oder ein Schiff abgefangen wird, Komponenten halt konfisziert, die eben genau für die Produktion dieser Geschichten dienten.
Also dann kann man sagen, das ist immer so die Spitze des Eisbergs, weil die meisten geschmuggelten waren, findest du ja gar nicht.
So, und seit 2020 scheinen dann auch Missiles in den Mix aufzutauchen und dann wird auch klar, dass die direkt im Jemen gefertigt werden von den Hutis.
Also, das hat dann begonnen, Iran hat geliefert und dann, das ist auch alles iranisches Design, was die da haben.
Das ist ja, also die haben dann halt angefangen, das zu nehmen, selber zu produzieren.
Also natürlich Teile geliefert und zusammengebaut und das wird dann im Laufe der Zeit halt immer besser, was die da so tun.
2024 und 2025 waren dann 80 Prozent der festgesetzten Schmuggelwaren auch nur noch Komponenten, also gar nicht mehr Waffen direkt.
Zwischen 21 und 25 kamen dann, kann man zumindest, also es wird immer hergeleitet anhand der Sachen, die man festgesetzt hat, muss man vielleicht dazu sagen.
Also man weiß es natürlich nicht hundertprozentig die Zusammensetzung, aber es sind halt immer eine gute Indikation.
35 der Waren aus China, 21 Prozent aus dem Iran.
Untersuchungen abgeschossener Missiles und diverser Gerätschaften zeigten dann auch, es wird scheinbar global eingekauft oder es wird global eingekauft und dann lokal geschmuggelt.
Vielleicht die bessere Formulierung.
Es sind auch Komponenten aus Deutschland unter den Tätern.
Kleine Auswahl, Indien, Deutschland, Niederlande, Südkorea, Schweiz, USA, Thailand, Vietnam und diverse andere Länder.
Also globale Lieferkette.
Dann haben sie irgendwie analytisch begonnen, Nachtlicht zu analysieren.
Hast du da so die Satelliten da oben drüber?
Die gucken dann so auf das Gebiet drauf und dann siehst du nachts so eine Lichtemission.
Diese Lichtemissionen sind im Laufe der Jahre immer größer geworden an diversen Gebieten und diversen Städten.
Und da vermutet man, dass dann dort produziert wird.
Und zwischen 2023 und 2025 gab es einen massiven Anstieg dieser Lichtemissionen, die man da entdecken konnte.
Also als Pattern kann man festhalten, die Waffen der Houtis sind iranische Designs.
Und sobald es komplexer wird, sind die Houthis immer noch auf direkte Lieferungen angewiesen.
Also es ist schon so, dass wenn dann so ein Hightech-Ding kommt, das brauchen sie ganz.
Aber so für ich sag mal, einfacherere Waffen haben sie mittlerweile ein Schmuggelkomplex aufgebaut.
Läuft viel über Djibouti, wenn es übers Meer kommt.
Man muss aber dazu sagen, dass diese, in Anführungszeichen, einfacher Waffen, die sind im Laufe der Jahre besser geworden.
Da gibt es auch Veröffentlichungen aus dem Jemen, wo man das sehen kann.
Das wird schon ziemlich sophisticated, was die da bauen.
Also sie wären besser, sie haben da scheinbar gute Ingenieure, was man ja vielleicht auf den ersten Blick gar nicht so vermuten würde.
Sind wahrscheinlich auch nicht alle aus dem Jemen, sondern da gibt es dann halt so ein Austausch an Fachkräften.
Also das, was wir in Deutschland nicht hinkriegen, kriegen die hin.
Sie finden die Fachkräfte, die sie brauchen.
Und sie werden immer besser.
Und das erklärt dann auch, warum sie so erfolgreich dabei sind, so im roten Meer amerikanische Drohnen abzuschießen, auch Luftabwehrtechnisch gar nicht so schlecht.
Da mal ein Helikopter runter, vor allen Dingen aber auch sehr gezielt die Schiffe da abzuballern, die da durch die Gegend schippern.
Und sie betreiben mindestens vier Produktions- und Montagelinien für Landminen und improvisierte Sprengsätze.
Das sind so diese IEDs, wie man die mal so schön nennt, und haben auch selbst hergestellte Sprengstoffe.
Marschflugkörper, ballistische Raketen, für Luftseedrohnen, sowie diverse Kleinwaffen.
Also das ist mittlerweile schon recht umfassend, was die da treiben.
Und sie können halt immer mehr, das heißt, mit jedem Jahr wird die Technik besser, das ist wie mit eurem iPhone.
Das gibt es immer ein Upgrade jedes Jahr.
Man muss es sich schon so vorstellen.
Die haben halt mal angefangen und arbeiten dann halt daran, die Produktion effizienter zu machen und die Waffen besser.
Und zugleich, und das ist halt auch interessant, dienen die verbündeten Milizen des Irans dann auch immer als, also sie testen die Waffen.
Und das darf man, glaube ich, nicht unterschätzen.
Alle Waffen, die Iran nun einsetzt, konnten im Einsatz getestet werden.
Sie sind kampferprobt durch diese Milizen, durch die Houthis, durch die iranische Milizen im Irak, die Hezbollah und so weiter und so fort.
Durch die Russen in der Ukraine doch auch, oder?
Die Schahid-Drohnen.
Genau, das ist das Nächste.
Die Russen haben zumindest die Schahed-Drohnen, da haben die Iraner ja sehr schnell nach Kriegsausbruch, noch im ersten Jahr, glaube ich, haben die denen eine Produktionsanlage für die Scheed-Drohnen aufgebaut.
Und seitdem erlangen sie, und ich glaube, das wird Teil des Deals gewesen sein, ein massives Wissen darüber, wie die Dinger sich im Einsatz verhalten und was man verbessern muss und wie die Ukraine dagegen reagiert und wie man darauf wieder reagieren kann und so weiter und so fort.
Also, sie haben im Gegensatz zu den USA, und das ist hier die Nachricht, die Iraner, durch dieses Gesamtkonstrukt Kampferfahrung, ohne direkt groß im eigenen Land zumindest Krieg zu führen.
Das merkt man jetzt.
Das bereitet den Golfstaaten massive Probleme.
Das ist aber auch ein Tor für die Ukraine, da reinzukommen.
Und dann kann man sagen, haben die Iraner etwas getan, was Donald Trump dann in der Folge abgelehnt hat, was auch wieder so eine kleine luzide Ironie des Ganzen ist.
Die Iraner haben nämlich ganz gezielt die Situation genutzt, um aus der Ukraine und dem, was dort passiert, zu lernen.
Sie haben auch sich scheinbar angeschaut, wie die Ukraine die Russen malträtiert und quasi gegen dem übermächtigen Gegner gewinnen, leider ja nicht, aber sich zumindest behaupten kann zurzeit.
Wir haben ja am Anfang sehr stark, sehr viel zurückgeschlagen.
Zelensky hat Trump sehr schnell angeboten, du, wir können euch hier die Dinger geben, wir können euch hier helfen, Lufta, Drohnenabwehr und so weiter, was wir da gelernt haben von den Russen, weil das sind ja die gleichen Drohnen.
Da hat er, wir brauchen ja nicht, sehr starke Trump.
So das übliche.
Am Golf war man etwas pragmatischer und hat mittlerweile gibt es da wohl diverse Berater aus der Ukraine, die den Golfis helfen, da die Drohnenabwehr zu verbessern.
Also da tut sich jetzt auch viel.
Und das ist natürlich super interessant, weil ja durch die Ukraine, wo man erst mal sagt, das ist jetzt alles ziemlich scheiße für die Ukraine, weil auch der Ölpreis steigt und die Russen dadurch mehr Einnahmen haben, was ihnen im Krieg hilft.
Aber es kann auch sein, dass die Ukrainer jetzt Dinge erhalten, die sie vorher nicht erhalten haben, sei es Geld, sei es Technologie, über die Golfstaaten und ihnen auch das hilft und die Golfstaaten vielleicht auch den einen oder anderen Druck wiederum auf China ausüben können und so weiter und so fort.
Also das ist politisch alles sehr interessant und kein Selbstläufer, alles nur für Putin, was mir gerne immer so unterstellt wird.
So, nebst den direkten Lieferungen seitens des Iran an die Houthis gibt es dann halt die Route über das Horn von Afrika und es gibt kommerzielle Schifffahrt und den Landweg.
Und die kommerzielle Schifffahrt ist im interessantesten.
Es waren Schiffe erlaubt, da Richtung Hutis, dass die da anlegen und eine Ladung haben und so weiter.
Und es war UN-kontrolliert.
Und wie man jetzt sieht, waren die UN-Kontrollen wohl nicht sonderlich gut.
Was wir aber auch wissen, ist, und da hat die UN lange nicht zugegeben, dass die Houtis halt UN-Mitarbeiter auch einfach mal gefoltert haben und ermordet haben.
Und weil das sind ja meistens Angestellte vor Ort aus dem Land.
So, das heißt, die wurden von der UN nicht geschützt.
Und dann haben wir halt seitens chinesischer Versender, so den Klassiker, ne?
Waren werden falsch deklariert, das ist ja ganz einfach.
Dann wird da so ein Mix gemacht, so ein bisschen Normales und ein bisschen unnormales.
Wenn die Schiffe zu den Houtis gesendet.
Mittlerweile werden sie nach Aden umgeleitet und dort hat man das dann nämlich auch entdeckt, wie das gemacht wird.
Und da hat man dann eben auch ganz spannende Dinge gefunden, die in diesen Schiffen drin waren.
So, und der Landweg wiederum geht über Oman, einem sehr netten, alteingesessenem Händlervolk.
Auch die Emirate sind nicht unschuldig.
Und das Interessante ist nun, dass die Houthis sich halt, wie gesagt, international etabliert haben über ihre Schmuggelaktivitäten, die man auch als Lieferkettenmanagement betrachten kann.
Und das Ganze läuft über Businessleute aus diversesten Regionen.
Besonders auffällig ist da die Rolle der Herkunftsländer in all dem.
Also hier werden Waren durchmischt, wie ich es eben beschrieben habe, legitim mit unlegitimen.
Und dann über eigene Transportunternehmen, die dann auch jemenitischen Transporteuren gehören und so weiter, quasi übers eigene Netzwerk versendet und manchmal halt legal und manchmal illegal.
Und fürs Verständnis habe ich mal einen Absatz aus der Studie übersetzt, der das Ganze so ein bisschen darstellt.
Der maritime Teil der Versorgungskette der Houtis stützt sich auf sich überschneidende Netzwerke von Akteuren.
Pakistanische und iranische Seeleute, die mit dem IRGC, also den Revolutionskarten im Iran, verbundenen Geschäftsleuten angeworben werden, um DAOs, das sind diese kleinen Schiffchen, manchmal auch größer, aus iranischen Häfen zu bemannen.
Somalische und djibutische Schmuggler, die den Umschlag in den Gewässern am Horn von Afrika ermöglichen, jemenitische Fischer, die in den Küstengewässern von Iran aus navigieren und die endgültigen Lieferungen durchführen, im Iran ausgebildete und im Jemen geborene Seeleute, die spezialisierte Transportschiffe steuern, sowie in Dschibuti, dem Vereinigten Arabischen Emiraten, Oman und im Iran ansässige Reedereien, die als kommerzielle Tarnung für sensible Frachten dienen.
Der Knaller ist aber im Grunde, dass sie auch noch so eine Mehrjahresplanung aufgebaut haben.
Hey, die können Wirtschaftspolitik.
Ja, die können.
Die sind sehr zielstrebig in dem, was sie wollen.
Nicht so wie wir.
Aber den Bogen wieder geschlagen.
Also, das Ganze wird überwacht von einer kleinen Gruppe an Personen im Jemen, die sich wiederum abstimmt mit den Hutz Forces und Hisbollah-Leuten und dann so eine Planung nationaler, regionaler und internationaler militärisch-industrieller Strategien aufgestellt hat und die dann auch umsetzt, sehr zielstrebig.
Wird auch nicht alles gut gehen, aber sie tun es zumindest.
Also die Iraner haben nicht nur einfach Milizen akquiriert, wie es ja oftmals dann heißt, sondern sie haben eine Entwicklungs- und Versorgungsplanung in der gesamten Region für diese Milizen aufgebaut, inklusive zumindest bei den Hutis eigener Produktion, was dann natürlich dazu führt, dass sie auch unabhängig vom Iran agieren können, falls der mal ausfällt.
Das wissen die Armis wahrscheinlich auch.
Ist ihnen aber wurscht, aber die Israel.
Wahrscheinlich nicht.
Ja, ja, ja, ja.
Ist ihnen aber wahrscheinlich wurscht und die Israelis sind da wahrscheinlich sehr gut informiert drüber.
Einer der Gründe, vielleicht mal ein ganz kurzer Einschlag noch, auch wenn unsere Zeit jetzt langsam knapp wird.
Vor kurzem kam die News, dass die Israelis Somaliland anerkennen.
Das ist so eine Abspaltung von Somalia, angeblich demokratisch, die international quasi von niemandem, ich glaube, außer einem anderen Staat anerkannt wird.
Und ich bin mir gerade nicht ganz sicher, welcher das ist, aber es ist einer der üblichen Verdächtigen.
Die Israelis haben die einfach anerkannt und dann kann kurz drauf die News, dass sie da eine Militärbasis aufbauen wollen.
So, warum?
Wenn man mal auf die Karte wieder guckst, Somaliland, da kann man sehr gut gegen die Hutis agieren.
Und alle haben sich dann in dem Moment gefragt, was Israel, warum erkennen die die jetzt an da?
Was soll denn das?
Militär war sehr.
Ja, das haben die gemacht, weil sie genau wissen, dass da die Houtis da aktiv sind in der Gegend, mit diesem ganzen Schmugglerkram.
Und das ist natürlich für die für die Israelis eine Bedrohung und deswegen kümmern sie sich drum.
Also, wie tief die USA wirklich wissen, wie gut das hier alles aufgebaut ist, weiß ich nicht.
Ich weiß nur, dass die Israelis das definitiv auf dem Schirm haben.
Und das ist, glaube ich, auch der Grund, wenn man dann wieder ins Übergeordnete reingeht, warum diese stark geschwächte Achse des Widerstands, wie der Iran sie immer nannte, oder die Ring of Fire, wie die Israelis es nannten, oder auch die Achse des Bösen, wie wir es vielleicht nennen, warum die immer noch in der Lage sind, also wenn du auf Hisbollah guckst, Raketen Richtung Israel abzuschießen und ähnliches.
Sie haben einfach ein sehr gutes Versorgungsnetzwerk.
Und diese ganze Verbindung da mit Somalia, Dschibuti, Sudan, also da findet man auch sehr viel, sind ja auch alles unruhige Gegenden mit Piraterie, Krieg, Bürgerkrieg und zwischen Milizen und so weiter, wo du natürlich in diesem ganzen Chaos auch gut deine eigenen Zwecke verfolgen kannst.
Also, das Wirtschaftliche des Schmuggelns ist hier einfach Mittel zum Zweck zur Erreichung der eigenen geopolitischen Ziele, die halt auf Verbreitung der eigenen Religion und Konvertierung der Menschen und Unruhe in der Region ausgelegt sind.
Ja, und dann hast du natürlich noch einen Trainingsnetzwerk.
Also, da kommt dann der eine zum anderen und bringt ihm bei, wie er die ganzen Sachen da zu benutzen hat.
Also, das kann man sich ja dann auch dazu denken.
So, was an der Stelle halt wichtig ist zu verstehen, das geht alles deswegen, weil die Hutis als Quasi-Staat agieren.
Also, sie sind ein Staat im Staat, sie haben ausreichend Gelände, sie haben auch die Hauptstadt eingenommen.
Und auch wenn sie nirgendwo anerkannt sind, sind sie faktisch als Staat auftretend.
Und das macht natürlich vieles leichter.
Also du kannst als Hisbollah im Libanon sicherlich auch irgendwo eine Waffenfabrik hinstellen, aber so ganz so einfach ist es dann halt doch nicht, wenn da der Israelinnen dran steht, eine libanesische Armee, Unifil und wer noch da alles da ist und da drauf guckt und vielleicht irgendwas tut.
Also das ist halt eine der Grundbedingungen.
Und deswegen sind die Hutis auch so wichtig für die Iraner.
Ja, und dann sieht man halt die ganzen Netzwerkeffekte, die der Iran sich hier zu eigen macht.
Und da wird es natürlich schwer, ihnen zu schlagen.
Die Houtis eignen sich Wissen an, werden also auch immer unabhängiger vom Iran, müssen also nur die Lieferketten am Laufen erhalten, im Zweifelsfall.
Das heißt, also auch wenn wir Iran schlagen, in dem Sinne, so ganz so einfach wird das alles nicht, das, was die aufgebaut haben, loszuwerden.
Und dann ist natürlich noch so eine grundsätzliche Frage, wie viele Produktionskapazitäten hat man da, was kann man da dezimieren, wie ist da so die Versorgung.
Also auffällig ist zum Beispiel, dass die Hutis immer wieder bei diesen Red Sea-Attacks, also bei diesen Attacken da am Roten Meer, immer wieder so Phasen hatten, wo sie gar nichts angegriffen haben, so sieben bis 14 Tage.
Da könnte man vielleicht vermuten, da haben ihnen dann so die Kapazitäten gefehlt, um da irgendwie Raketen ausreichender Natur zu haben.
Also, das muss alles nicht sehr groß sein.
Es kann aber sehr viel im Kleinen stattfinden.
Das heißt, Iran hat Eskalationsmöglichkeiten.
Und das ist auch einer der Grund, warum ich immer wieder sage, die Golfstaaten haben ein größeres Problem als einfach nur die in Iran.
Die Golfstaaten müssen, nachdem das jetzt losgetreten ist, diese Situation als Gesamtes beenden und bereinigen.
Und deswegen glaube ich auch nicht, selbst wenn Trump möchte, dass da einfach mal Ruhe herrschen wird.
Vielleicht noch ganz kurz zum Schluss, das große Bild.
Wenn die große Eskalation kommt, heißt, dass Saudi-Arabien geht auf die Houtis los.
Israel macht seinen Kampf da im Libanon, den es vielleicht ohnehin macht.
Im Irak droht ein Kampf in den Kodengebieten, zumindest mal gegen die iranischen Milizen im Irak.
Die Kurden werden auch jeden Tag beschossen gerade.
Das kommt leider eher weniger vor in der Wahrnehmung.
Und in Syrien hat man sicherlich auch die ein oder andere Frage, ob da aktuell ruhende Kräfte, es gibt ja auch nicht ruhende Kräfte, da nochmal verstärkt loslegen.
Also, da reden wir schon über eine größere Geschichte.
Und aktuell heißt es ja, dass vielleicht ab Sommer dann auch schon wieder Frieden herrscht.
Das wird, glaube ich, sehr schwierig.
Tja, schlechte Aussichten, ne?
Verworrene Situation.
Viele Player.
Um euch da mal ein Gefühl für zu geben.
So, Jens, gehen wir mal schnell in den Gesellschaftsteil.
Ich habe weder Pics noch Bier, ich gebe es zu.
Hervorragend, da kann ich das ja übernehmen, den letzten Teil.
Also, mein Pick ist ein ganz im Sinne der Zentralbankpolitik ein Workingpaper der EZB.
Und zwar haben die sich in so einem quantitativen Framework.
Die haben mal so ein multivariates Modell gerechnet.
Zu hör auf mich zu trollen.
Also die EZB-Wissenschaftler haben sich mal angeschaut, wie es denn zu der hohen Inflation in den Zeiten der Pandemie gekommen ist und die Rolle von Zentralbankpolitik, Fiskalpolitik und so weiter versucht.
Auseinander zu klammüsern.
Das ist ein wissenschaftliches Paper, man braucht ein bisschen Methodenwissen, aber es ist super, super interessant.
Und gerade in der aktuellen Situation, finde ich, sind da so ein paar interessante Punkte drin, die ich auch teilweise schon in meinen Partfallen einfließen ablassen.
Also wer da interessiert ist, dem kann ich das hier empfehlen.
EZB-Sonderfolge ja heute bei uns.
Absolut, ja, ja.
Ich mach seit drei Wochen nichts anderes, als mir Zentralbanken zu Gemüte zu führen.
Kommen wir mal zum Bier.
Ja.
Oh, ich habe mich verschrieben.
Das Bier, was ich gerne promoten möchte, ich war nämlich ganz schnell am Gardasee, das ist ja das Gute, wenn man im südlichen Bayern wohnt, man ist in ja nicht mal fünf Stunden in südlicheren Gefilten und als am Wochenende hier so Wintereinbruch war in München, es hatte sogar kurzfristig wieder geschneit, bin ich zum Gardasee geflohen und habe ein sardisches Bier getrunken.
Und zwar nennt sich das Iknusa, wird Ich Nusa geschrieben und davon die Sorte Nonfiltrator.
Das ist so ein naturtrübes Bier.
Ich glaube, man nennt es auch Zwickel oder so, auf Deutsch.
Oder in Franken.
Sehr lecker, sehr würzig, malzig, kann ich empfehlen.
Trinke ich eigentlich immer gern, wenn ich in Italien bin.
Das ist meine Bierempfehlung.
Dann so nur am Ende.
Jawohl.
Danke, Jens, dass du den Gesellschaftsteil gerettet hast.
Das ist immer das Schwerste.
Aber ich glaube, die Inhalte heute haben gezeigt, dass es ausreichend Recherchematerial zu bewältigen galt.
In dem Sinne, vielen Dank fürs Hören, euch eine schöne Zeit.
WwwMikroökonomen.
Dort alles weitere.
Und dann bis demnächst mal wieder.
Tschüss.
Bis zum nächsten Mal.
Ciao, ciao.
Das war Mikroökonen, der Podcast über Wirtschaft.
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