# Navigating AI Disruption, Private Credit Stress, and Defense Shifts

**Podcast:** OHNE AKTIEN WIRD SCHWER - Tägliche Börsen-News
**Published:** 2026-03-25

## Transcript

Risikohinweis.
Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Informationen und sind zum einen ohne Gewehr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente.
Es handelt sich hier nicht um Anlageberatung.
Ihr entscheidet selber, was ihr macht.
Heute ist Mittwoch, der 25.
März.
Mein Name ist Noah Leidinger und das ist ohne Aktienwert schwer.
Dieser Podcast wird unterstützt von Scalable Capital, dem Broker mit einem der besten YouTube-Accounts in Deutschland.
Neben Interviews mit Top-CEOs gibt es dort auch ein neues Format jeden Donnerstag, wo einmal die wichtigsten Events der Woche eingeordnet werden.
Link dazu ist in der Beschreibung.
Bei uns gibt es heute eine griechische Rüstungsakti, die vergleichsweise günstig wirkt.
Ein Update zur Formel 1, aber erstmal was gestern an der Börse los war.
Zwei der Bereiche in der Finanzwelt, die in den letzten Jahren am meisten geboomt haben, haben gestern für schlechte Stimmung gesorgt.
Erstens der Kryptobereich.
Der Bitcoin ist gestern zwar nicht so dramatisch gefallen, aber Coinbase hat 10% verloren und der Stablecoin-Anbieter Circle sogar um die 20%.
Die neue Version vom Clarity Act, also dem neuen Kryptogesetz der Armees, soll nämlich verbieten, dass Stablecoin-Anbieter irgendeine Form von Zinsen an die Eigentümer der Stablecoins ausgeben dürfen.
Das ist einerseits geil für die Margen, weil Circle dann das Geld der Kunden nehmen kann, es anlegen kann und eben keine Zinsen abgeben muss.
Das Ding ist nur, wenn es keine Zinsen auf Stablecoins gibt, werden Kunden da auch nur begrenzt viel Geld halten und das limitiert das Wachstum so ein bisschen.
Das Ganze ist erstmal nur ein Entwurf und kann sich noch ändern, ist aber sicher nicht optimal.
Der zweite boomende Finanzbereich, der gestern Probleme gemacht hat, ist der Private Credit-Bereich.
Ich habe da dieses Jahr ja schon sehr oft drüber gesprochen.
Bei Private Credit geht es kurz gesagt darum, dass nicht Banken, sondern Private Equity-Firmen Kredite vergeben.
Die sind da deutlich flexibler und finanzieren zum Beispiel viele neue KI-Rechenzentrumsprojekte oder auch Deals von Softwarefirmen.
Jetzt gibt's aber Sorge, dass die Rechenzentrumsprojekte nicht nachhaltig sind und die Softwarefirmen von KI zerstört oder zumindest bedroht werden und dass deshalb Kredite vielleicht nicht ganz zurückgezahlt werden könnten.
Das betrifft zwar nur einen Teil der Branche, aber die Nervosität sorgt dafür, dass Kunden ihre Gelder abziehen wollen.
Und viele Fonds sind auch teilweise liquide, aber nur zu bestimmten Grenzen.
Das ist also kein Problem, solange nicht massenhaft Leute versuchen, ihr Geld abzuziehen, aber genau das passiert eben gerade.
Und zwei Fonds von den Marktführern Aris und Apollo, in denen jeweils über 10 Milliarden Dollar stecken, haben in den letzten zwei Tagen veröffentlicht, dass Kunden über 10% der Gelder abziehen wollten, sie es aber auf 5% beschränkt haben.
Beide Aktien haben dann gestern wieder verloren und sind ja in den letzten Monaten schon stark gesunken.
Und auch neben den zwei Bereichen, also neben Krypto und Private Credit, war die Stimmung gestern wieder angespannt.
Einerseits waren Softwareaktien wie ServiceNow oder SAP um die 5% im Minus und das könnte an einem neuen Update von Claude liegen, mit dem kann die KI den Computer im Grunde wie ein Mensch bedienen.
Das ändert jetzt nicht direkt was für die Softwareaktien, aber hat vielleicht wieder die Sorge getrieben, dass KI eben Software disruptiert.
Und dazu kam dann, dass der Iran wieder neue Angriffe gestartet hat, obwohl Trump ja meinte, dass die zwei produktive Gespräche führen.
Zu dem Konflikt gab es dann noch eine ganz spannende Meldung von Volkswagen.
Und zwar führen die wohl ziemlich konkrete Gespräche mit der israelischen Rüstungsfirma Raphael und wollen eine Fabrik in Osnabrück umstellen.
Die soll dann nicht mehr Autos, sondern Komponenten für das Irondome-Luftabwehrsystem bauen, zum Beispiel die Fahrzeuge, die das System transportieren könnte.
Wie viel Geld das am Ende bringen wird, ist schwer zu sagen, aber es soll in der Fabrik immerhin die über 2000 Arbeitsplätze retten.
Eine andere Produkterweiterung, die auch schon sehr lange erwartet wurde in der ganz anderen Branche, gab es gestern beim Chip-Konzern ARM.
Ich sage bewusst Chip-Konzern, weil ARM bisher ja keine eigenen Chips verkauft, sondern eigentlich nur Designs liefert, die dann in alle möglichen Chips eingebaut werden.
Konkret ist es tatsächlich so, dass Chips mit ARM-Design in über 325 Milliarden Geräten, also Handys, Autos, Servern und und und Stecken.
Aber getrieben von der KI-Naffrage hat ARM jetzt eben doch einen eigenen Chip gebaut, weil sie die Chance sehen, in ein Segment der KI-Branche einzusteigen.
Und zwar haben sie einen KI-CPU gebaut, der dann zwar nicht für das Training der KI genutzt werden soll, aber für die tägliche Anwendung und da soll der ziemlich viel Energie sparen.
Ganz konkret geht es da vor allem darum, dass KI-Agenten ja nicht nur denken und Aufgaben machen sollen, sondern auch koordiniert werden müssen und genau dafür ist der Chip wohl optimal.
Produziert wird das Ganze von TSMC und der wichtigste Kunde zum Start ist Meta, aber auch OpenAI und SAP sollen erste frühe Kunden sein.
Die Aktie hat gestern nach der Meldung trotzdem nicht stark zugelegt.
Das liegt vor allem daran, dass es schon eingepreist war.
Es war nämlich schon länger klar, dass sie an einem eigenen Chip arbeiten.
Ansonsten war gestern in der KI-Welt noch ein guter Tag für ASML.
Die Aktie hat um die 2% zugelegt.
Der Speicherchip-Gigant SK Heinix hat nämlich für um die 8 Milliarden Dollar die neuesten Maschinen von ASML bestellt, von denen eine deutlich über 100 Millionen kostet.
Dass die Aktie von SK Heinix gestern 5% gestiegen ist und die vom US-Konkurrenten Micron um die 5% verloren hat, könnte aber einen anderen Grund haben.
Und zwar denkt SK Heynix darüber nach, in den USA auch noch an die Börse zu gehen.
Und dabei wollen sie so circa 10 Milliarden Dollar einsammeln.
Das Ding ist jetzt, dass die Aktie mit dem Schritt für amerikanische Investoren noch einfacher investierbar wäre und wer jetzt aus Einfachheit nur in Micron investiert hat, um vom Speicherchip-Boom zu profitieren, investiert dann vielleicht in beide und zieht dafür die Hälfte von Micron ab.
Und wenn wir schon beim Thema IPO in den USA sind, seit Montag ist die relativ unbekannte Satellitenfirma EchoStar in den SP 500 aufgestiegen.
Grund dafür sind aber nicht die Satelliten, sondern dass EchoStar Lizenzen an SpaceX verkauft hat und dafür Aktien von SpaceX gekriegt hat.
Konkret haben die Kollegen aktuell 11 Milliarden Dollar an Aktien, das aber gemessen an einer Bewertung von 400 Milliarden und SpaceX soll bei dem Börsengang ja eher um die 1000 Milliarden wert sein, dann wäre der Anteil also um die 30 Milliarden wert und genau so viel ist Echo Star auch gerade an der Börse wert.
Und zum Abschluss noch ein paar News im Schnelldurchlauf.
Und zwar könnte es in Deutschland demnächst einen der größten Startup-Verkäufe der letzten Jahre geben.
Und zwar denken die Kollegen bei Uber, laut Manager Magazin darüber nach, die deutsche Chauffeurdienstplattform Blacklane zu kaufen.
Der Kaufpreis soll bei einigen 100 Millionen liegen.
Nicht so positiv läuft es bei Nintendo, die haben gestern um die 6% verloren, weil sie eben in diesem Quartal nur 4 Millionen Switch 2-Konsolen bauen wollen.
Der ursprüngliche Plan waren 6 Millionen.
Es kann zwar noch sein, dass der Erfolg von Pokémon Pocopia das nochmal ändert, dafür will das Management aber erstmal sehen, ob der Hype und die starke Nachfrage nach dem Spiel noch länger anhält.
Und zum Abschluss gab es noch eher schwache Zahlen von Xiaomi, bei denen wächst zwar das Autobusiness ziemlich stark, aber das Smartphone-Business schrumpft und leidet einfach unter dem starken Wettbewerb in China und auch unter den gestiegenen Speicherkosten, die ja übrigens auch Nintendo treffen.
Die meisten europäischen Rüstungsfirmen kennt man ja mittlerweile, aber von der Firma, die Timon heute dabei hat, habe ich auch noch nie gehört.
Nachtsichtgeräte gibt es schon seit dem zweiten Weltkrieg und trotzdem hat eine Firma, die erst 1997 in Griechenland gegründet wurde, in Europa über 50% Marktanteil bei Militär-Nachzichtgeräten.
Die Firma ist Theon International und durch das Aufrüsten in den letzten Jahren hat sich der Umsatz von Theon von 40 Millionen Euro in 2019 auf 440 Millionen Euro in 2025 mehr als verzehnfacht.
Geholfen hat dabei auch ein Joint Venture mit Hansold.
Dadurch konnte Theon seine Kontakte stärken und auch größere Aufträge umsetzen, obwohl sie ja noch relativ klein sind.
Und die großen Aufträge kamen dann auch im Dezember Theon einen 1 Milliarden Euro-Auftrag für Nachtsichtgeräte bekommen.
Dabei ging es hauptsächlich um 100.000 Stück für die Bundeswehr.
Das ist der größte Auftrag von einem europäischen NATO-Mitglied für Nachtsichtgeräte ever.
Trotzdem scheint der Markt noch nicht gesättigt.
In den USA hat jeder Soldat ein Gerät, in Europa sind es gerade mal 30 Prozent.
Und in anderen Märkten noch weniger.
Interessant an dem Joint Venture ist, dass Theon die Patente gehören und Hensol die Montage übernimmt.
Dadurch kann Theon effizient und ohne große Kosten bauen.
Pro 1 Euro an Anlagevermögen macht Theon über 10 und der Umsatz pro Mitarbeiter ist doppelt so hoch wie der Schnitt im Rüstungssektor und gleichzeitig sind die meisten Mitarbeiter in Griechenland, wo die Gehälter niedriger sind.
Es gibt natürlich auch andere Player in dem Markt und um den Wettbewerb besser einschätzen zu können, müssen wir uns erstmal das Produkt nochmal genauer anschauen.
Bei der Herstellung von einem Nachtsichtgerät in Militärqualität gehen knapp 60% der Kosten für Bildverstärker-Röhre drauf.
Die machen dunkle Lichter heller und die Herstellung ist sehr kompliziert.
Wenn nur ein einziges Luftmolekül in die Röhre kommt, kann man sie quasi wegschmeißen.
Es gibt nur ca.
fünf Hersteller, die es schaffen, dass mindestens die Hälfte der Produkte tatsächlich den Standards entspricht.
Zwei der Hersteller sind aus den USA und exportieren kaum in andere Länder.
Einer kommt aus China und kommt deshalb für die NATO-Länder nicht in Frage.
Damit bleiben nur noch zwei.
Einmal Hada Digital, 2024 hat Theon 60% der Firma übernommen und Exosens, die auch zu 10% zu Theon gehören.
Durch die Beteiligung bekommt Theon bessere Preise und hat seine Versorgung abgesichert.
In den USA gibt es zwar auch Nachtsichtgerätehersteller, die dann mit US-Röhrenherstellern zusammenarbeiten, aber wegen starker Exportregeln brauchen die bis zu zwölf Monate länger, um in andere Länder zu exportieren.
Gefährlicher für Theon sind neue digitale Geräte, wie die vom Startup Endural.
Die können nicht nur Nachtsicht, sondern sind Mixed Reality-Headsets wie die KI-Brillen von Meta.
Und die Geräte können zum Beispiel eigenständig Feinde markieren, die dann in Echtzeit verfolgt werden.
Bis jetzt gibt es sie aber nur als Prototyp, aber der Gründer von Enderill hat davor Oculus VR gegründet und damit die Grundlage für die VR-Sparte von Meta.
Die Konkurrenz könnte ein Grund sein, warum Theon nur mit einem erwarteten KGV von 20 und einem Börsenwert von zweieinhalb Milliarden Euro bewertet wird.
Ein weiterer könnte sein, dass 2024 über die Hälfte vom Umsatz von nur drei Kunden kam.
Nur einzelne große Kunden zu haben, ist in der Rüstungsindustrie nicht untypisch, aber trotzdem ein Risiko.
Aktuell hat Theon Aufträge von knapp zweieinhalb Milliarden Euro.
Die sind zwar noch nicht komplett vertraglich abgesichert und Kunden könnten sich noch umentscheiden.
Wenn wir aber davon ausgehen, dass keine neuen Aufträge reinkommen und sie nur den Bestand über die nächsten drei Jahre abarbeiten, sollte der Umsatz mit dem Schnitt 30% pro Jahr wachsen.
Wenn sie dann noch die Nettomarge von 20% halten, gibt es 185 Millionen Euro Gewinn in 2028.
Das wäre ein erwartetes KGV von 13.
Davon sollen dann knapp 30% als Dividende ausgeschüttet werden.
Die braucht auch der Gründer und CEO Christian Hajiminas.
Der zahlt sich nämlich kein Gehalt aus, hält aber noch knapp 70 Prozent der Aktien.
Patrick, bist du das?
Es ist zu dunkel hier drin.
Ganz anderes Thema als Nachtsichtgeräte hat sich Pascal angeschaut.
Wie wirkt sich nämlich der Krieg im Iran auf die Formel 1 aus und gibt es da gerade vielleicht eine bei der Dip-Chance.
Formel-1-Fans müssen nach dem Wochenende stark sein.
Fünf Wochen lang gibt es kein Rennen.
Wegen des Kriegs im Iran hat die Formel 1 die April-Rennen in Saudi-Arabien und Bahrain abgesagt.
Laut einer Analyse von Guggenheim werden der Formel 1 rund 200 Millionen Dollar Umsatz aus Austragungsgebühren für das Rennen, Sponsoring und Hospitality verloren gehen.
Auf den ersten Blick ist das erstmal nicht schlimm, denn die Firma macht ja insgesamt fast 4 Milliarden Dollar Umsatz.
Es sind also knapp nur 5%, die wegfallen.
Generell ist der Umsatz gut diversifiziert.
Über 30% kommen aus den Übertragungsrechten, weitere 20% jeweils von Sponsoren und aus Hospitality, Lizenzgebühren und F1 TV.
Die restlichen fast 30% kommen aus den Austragungsgebühren der Rennen.
Also das, was Rennstrecken zahlen, um überhaupt ein Formel-1-Rennen austragen zu dürfen.
2025 sind so über 800 Millionen Dollar geflossen.
Neben den TV-Verträgen sind diese Gebühren die verlässlichsten Einnahmen und Wachstumstreiber.
Denn Austragungsorte vereinbaren Verträge gleich über mehrere Jahre, aber die Verträge wachsen im Schnitt pro Austragungsjahr um ca.
5%.
Gleichzeitig lässt sich die Formel 1 neue Austragungsverträge immer teurer bezahlen, weshalb mit Katar, Abu Dhabi, Aserbaidschan, Saudi-Arabien und Bahrain gleich fünf Rennen in Ländern im Mittleren Osten ausgetragen werden, die sich die Preise leisten können.
Dass das neben neuen schönen Rennstrecken auch ein geopolitisches Risiko bringt, zeigt sich jetzt.
Zumindest könnte die Formel 1 für die Rennen in Katar, Abu Dhabi und Aserbaidschan alternative Rennen in den Kalender eintragen.
Die zweite Rennserie der Firma, MotoGP, hat das Rennen in Katar von April auf November verlegt.
Here ist das Risiko deutlich kleiner, denn mit Katar findet nur ein Rennen im Mittleren Osten statt.
Deshalb könnte 2026 MotoGP das risikoärmere Rennsportbusiness sein.
Dazu profitiert MotoGP nach der Integration in den Konzern von den Erfahrungen der Formel 1.
That bedeutet die Rennserie soll besser vermarktet werden.
Dafür wird erstmals ein Straßengrand Prix in Australien stattfinden und man will in den USA wachsen.
Das wiederum soll mehr and neue Fans bringen, die Hospitality Plätze füllen und sponsoren anlocken.
Meine Prognose, wir sehen bald auch Motorradfahrer auf einem Streamingportal.
Trotzdem wird MotoGP mit rund 500 Millionen Dollar Umsatz nicht die politischen Risiken der Formel 1 eingrenzen.
Im Gegenteil, zwei weltweite Rennserien im Portfolio bedeutet auch, dass jeder Brandhead auf der Welt eine Gefahr sein kann.
Seit Jahresanfang hat die Aktie vermutlich auch aus dem Grund rund 15% verloren.
Mit einer Bewertung von 19 Milliarden Dollar, was dem 50-fachen des erwarteten Gewinns entspricht, bleibt die Formel 1 und MotoGP weiterhin sehr teuer bewertet.
Aber das erwartete KGV der letzten fünf Jahre lag um die 90.
Okay, Kimi.
Next guy behind you is Alonso.
Okay, we updated on the pace.
Das war ohne Aktienwert schwer, produziert von Podstas bei OMR.
Wir hören uns morgen wieder.
Bis dahin.
Alles Gute, adios.
