# AI Market Shifts: Health, Chips, and Ethics

**Podcast:** KI-Update – ein heise-Podcast
**Published:** 2026-03-23

## Transcript

Das KI-Update.
Ein Heise-Podcast mit redaktioneller Unterstützung von The Decoder.
Ich bin Isabel Grünewald und dies sind heute unter anderem unsere Themen.
Auch Microsoft und Perplexity setzen auf Gesundheits-KIs.
Opt-out aus AI Overviews für britische Medienhäuser angekündigt.
KI senkt die Kosten für Ideenfindung auf null.
Und Haftstrafe nach KI-Streamingbetrug.
Nach OpenAIs ChatGPT Health haben nun auch Microsoft und Perplexity innerhalb weniger Tage eigene Gesundheits-KIs vorgestellt.
Unsere e-Health-Expertin Marie Claire Koch erklärt, was die beiden Dienste leisten können.
Die Dienste werben, dass ihre Anwendung Daten aus Fitnessstrackern, elektronischen Patientenakten oder Telemedizin-Plattformen nutzen.
Ziel ist es, Nutzerinnen und Nutzer bei Gesundheitsfragen, Symptomen oder beim Verständnis medizinischer Informationen zu unterstützen.
Also ein digitaler Begleiter im Alltag, aber kein Ersatz für den Arzt besuchen.
Copilot Health betont zum Beispiel, dass die Informationen helfen sollen, sich besser auf den Arzttermin vorzubereiten, also gezieltere Fragen zu stellen oder Symptome klarer zu beschreiben.
Perplexity wird mit individuell angepassten Trainings und Gesundheitsplänen, etwa für Bewegung, Ernährung oder Schlaf.
Alle Anbieter machen deutlich, ihre Systeme sollen nur unterstützen, nicht diagnostizieren.
Bei jedem Angebot steht der klare Hinweis, dass die Infos keine ärztliche Beratung ersetzen und nur ergänzend genutzt werden sollten.
Die Daten sollen laut Unternehmen sicher verschlüsselt und datenschutzkonform verarbeitet werden.
Trotzdem bleibt Marie ein gewisses Misstrauen, denn gerade Microsoft stand in der Vergangenheit immer wieder wegen Sicherheitslücken in der Kritik.
Außerdem ist es natürlich immer ein Risiko, wenn Gesundheitsdaten aus so vielen verschiedenen Quellen zusammengeführt werden.
Irgendwo kann halt immer ein Fehler passieren.
Und bisher sind auch wenig Details dazu bekannt, wie die Daten gesichert werden.
Zwar spricht Microsoft zum Beispiel von einer gesonderten Umgebung, also einem abgetrennten Bereich, wo die Gesundheitsdaten gesammelt werden.
Aber Details gibt es halt nicht dazu.
Ja, für Deutschland muss das natürlich ein bisschen konkreter sein.
Aber aktuell gibt es noch gar keine Information.
Also man kann sich bei beiden Diensten auf eine Warteliste setzen lassen, aber es kann auch sein, dass die Dienste vielleicht gar nicht kommen.
Dankeschön, Marie.
Mehr zum Thema E-Health erfahrt ihr auch in unserem e-Health Newsletter.
Alle zwei Wochen gibt es freitags eine neue Ausgabe.
Das englische Gesundheitswesen steht zunehmend aufgrund seiner Digitalstrategie mit Palantir in der Kritik.
Ein aktueller Bericht der Gesundheitsorganisation MADACT warnt vor den Risiken einer wachsenden Abhängigkeit von dem US-Datenanalyseunternehmen, das bereits weltweit in sensiblen Bereichen eingesetzt wird.
Da der Vertrag mit dem NHS England Anfang 2027 ausläuft, fordert unter anderem Amnesty International, dessen vollständige Kündigung.
MADACT hebt hervor, dass die Federated Data Plattform potenziell zur staatlichen Überwachung oder zur Durchsetzung restriktiver Migrationspolitik ausgenutzt werden könnte.
Sollte eine künftige Regierung von der rechtspopulistischen Reform UK gestellt werden, könnte diese eine Verknüpfung der Software mit anderen Palantirprodukten ausnutzen.
So sieht die Organisation eine Gefahrderin, dass Daten per Drag <unk> Drop ausgetauscht und Gesundheits-, Finanz- und Polizeidaten zusammengeführt werden könnten.
Mehr als 50.000 Bürgerinnen und Bürger fordern mit der Kampagne No Palantir in the NHS ein Ende des Einsatzes der Software im Gesundheitswesen in England.
Das US-Verteidigungsministerium hingegen will Palantirs-KI-System Maven Smart System als festen Bestandteil der Militärstrategie verankern.
Nach einem von Reuters eingesehenen Memo soll das System zum offiziellen Programm of Record werden, was die langfristige Finanzierung und den Einsatz über alle Teilstreitkräfte hinweg absichern würde.
Maven soll Daten, Sensorfeeds, Software und Algorithmen verbinden und so für schnellere Lagebilder, Logistik, Feuerleitung und Zielprozesse sorgen.
Dabei behalten allerdings Menschen die Kontrolle, wie das US-Verteidigungsministerium betont.
Auch die NATO nutzt eine angepasste Version von Maven seit 2025 für verbesserte Kampfraumwahrnehmung, Logistik und Zielerfassung.
Das britische Militär setzt Palantiers-KI-Fähigkeiten, die bereits in der Ukraine getestet wurden, für Entscheidungsfindung und Targeting ein.
Google kündigt an, seine Crawler künftig unterscheidbar zu machen.
Das geschieht allerdings nur semi-freiwillig.
Die Wettbewerbsbehörde in Großbritannien verlangt Änderungen.
Auch in der EU gibt es Bestrebungen, Googles Umgang mit den Crawlern zu ändern.
Was nun genau geplant ist, weiß Eva Maria Weiß von Heise Online.
Wer eine Webseite betreibt, kann entscheiden, ob Google's Crawler quasi alles dürfen oder gar nichts.
Alles bedeutet, die eigenen Inhalte tauchen in der Google-Suche auf.
Sie werden aber auch für KI-Zusammenfassung und das KI-Training genutzt.
Nichts heißt, die eigene Webseite verschwindet dann auch aus den regulären Google-Suchergebnissen.
Und klar, dass Webseitenbetreiber das in der Regel nicht wollen.
Es gibt also bei Google keine Unterscheidung der Crawler, also auch keine Unterscheidung, was diese dürfen oder nicht dürfen.
In Großbritannien ist das der dortigen Wettbewerbsbehörde, der Competition and Markets Authority, aufgestoßen.
Google hat nun auf deren Kritik hin reagiert und sagt, ja, wir planen einen Opt-out für Seitenbetreiber.
Und dazu gehört auch, dass Google grundsätzlich ja jene Ergebnisse in der Suche anzeigen möchte, die besonders hilfreich für Suchende sind.
Laut Google ist es aber halt am besten, wenn alle Inhalte in diese KI-Zusammenfassung fließen, also für den Suchenden für die Nutzer.
Webseitenbetreiber sollen nun aber eben dieses Opt-out bekommen.
Das bezieht sich auf die KI-Funktionen in der Suche, so schreibt es Google.
Aber konkreter wird es tatsächlich an dieser Stelle nicht.
Also was für eine Unterscheidung es geben wird oder wie das Ganze dann gestaltet wird, ist unklar.
Dabei ist Google auch in der EU bereits gefordert, diese Crawler-Praktiken zu ändern.
Hier gibt es sogar ein formelles Verfahren, bei dem untersucht wird, ob Google bisher Wettbewerbswidrig handelt.
Und sagen wir mal so, in der Vergangenheit hat es ja einige Verfahren gegeben, die genau dieses Verhalten von Google bestätigt haben.
An anderen Stellen, also beispielsweise bei der eigenen Bevorzugung der Suche auf Geräten oder im Browser.
Aber es geht eben immer wieder darum, ob Google seine marktbeherrschende Stellung ausnutzt und den Wettbewerb damit verhindert.
Die EU-Kommission sieht in Googles Umgang mit den Crawlern jetzt auch eine Art Erpressung, kann man schon fast sagen.
Denn Google verbietet auch anderen KI-Unternehmen dieselbe Art der Nutzung von Inhalten.
Also wer beispielsweise bei YouTube-Videos hochlädt, muss diese für Google freigeben.
Aber andere Unternehmen dürfen nicht darauf zugreifen.
Das ist natürlich ein Nachteil für die.
Diese formelle Untersuchung bedeutet zunächst, dass Google Fragen beantworten muss und bereits auch etwas an der Praxis ändern kann, so wie es jetzt offenbar für Großbritannien schon mal geplant ist.
Danke, Eva.
Die Welthandelsorganisation WTO warnt, dass der KI-Boom durch hohen Energiebedarf ausgebremst werden könnte.
KI hat sich innerhalb kurzer Zeit von einem Nischenthema zum Rückgrat des globalen Investitionswachstums entwickelt.
In Nordamerika entfielen etwa 70 Prozent der Investitionen auf KI.
Diese starke Abhängigkeit birgt jedoch auch Risiken, denn der langfristige Nutzen der Technologie ist noch nicht gesichert und ein zentrales Problem sind steigende Energiekosten.
Hier kommt nach Ansicht der WTO der Iran-Krieg ins Spiel.
Ein lang anhaltender Zeitraum hoher Ölpreise würde die Betriebskosten der ohnehin extrem energieintensiven KI-Infrastruktur massiv in die Höhe treiben, warnt die internationale Organisation.
Für das laufende Jahr bleibt die Frage entscheidend, ob die Dynamik im KI-Sektor ausreicht, um den Sog der hohen Energiekosten und der geopolitischen Spannungen auszugleichen.
Die Weltwirtschaft steuert, den Handelsexperten zufolge, auf ein Jahr zu, indem die Rechenleistung von Chips gegen die Förderleistung von Ölquellen antritt.
In der texanischen Hauptstadt Austin hat Elon Musk am Wochenende sein Projekt Terrafab angekündigt.
Unter diesem Namen soll die größte voll integrierte Chipfabrik der Welt entstehen.
Sie soll vorwiegend KI-Beschleuniger für Training und Inferencing herstellen, aber auch Solarzellen und Speicherbausteine.
In der Terrafab sollen auch die für die Belichtung von Halbleitern nötigen Masken selbst gefertigt werden und die fertigen Chips in Gehäuse gesetzt werden, das sogenannte Packaging.
Musk verspricht sich von diesem integrierten Ansatz eine größere Geschwindigkeit bei der Entwicklung der Chips.
Sie sollen vollständig im selben Gebäude hergestellt und getestet werden.
Sind Verbesserungen nötig, sollen neue Masken gefertigt werden und der Prozess beginnt von vorne.
Musk sagte, dass seines Wissens nach niemand in der Halbleiterindustrie diesen Ansatz verfolge.
In seinem knapp halbstündigen Vortrag machte er allerdings keinerlei Angaben zu den dafür nötigen Basistechnologien oder Zulieferern für Material oder zu den Maschinen, welche die Chips herstellen sollen.
Auch Zeitpläne oder den Kostenrahmen ließ Musk offen.
Der Mathematiker Terrence Tao gehört zu den weltweit bekanntesten Wissenschaftlern.
In einem neuen Essay und einem ausführlichen Gespräch beschreibt er, wie KI die mathematische Arbeit verändert.
Seine zentrale These ist, KI hat die Kosten für Ideenfindung fast auf null gesenkt, ähnlich wie das Internet die Kosten für Kommunikation fast auf null gesenkt hat.
Doch das allein schaffe noch keinen Überfluss.
Der Engpass liege jetzt woanders.
Kim Schorenbahn von The Dekoder mit den Einzelheiten.
Tao vergleicht den Einfluss von KI auf die Mathematik mit dem Einfluss des Automobils auf die Stadtentwicklung.
Autos waren schneller als jedes frühere Transportmittel, verstopften aber die für Menschen und Pferde gebauten Straßen.
Neue Autobahnen ermöglichten schnelles Reisen, brachten aber Zersiedlung und Staus.
Erst durchdachte Stadtplanung habe beide Welten sinnvoll vereint.
Ähnlich sieht Tao die Lage in der Mathematik.
Die bestehende Infrastruktur der Mathematik sei wie eine alte enge Straße für Menschen gebaut.
Fachzeitschriften, Konferenzen, Mentoring und Zitierungen funktionieren, weil menschliche Beweise wertvolle Nebeneffekte erzeugen.
Forschende entwickeln Expertise, entdecken neue Richtungen und dokumentieren lehrreiche Sackgassen.
KI gestützte Beweise könnten zwar effizient von der Hypothese zum Ergebnis führen, dabei gingen aber genau diese Nebeneffekte verloren.
Statt KI in bestehende Strukturen zu pressen, schlägt Tao vor, neue maschinenfreundliche Infrastruktur zu schaffen.
Als Beispiel nennt er große mathematische Wettbewerbe, bei denen Lösungen durch formale Beweisassistenten geprüft werden.
Oder automatisiert erstellte Bibliotheken einfacher Beweise, die Menschen anschließend zu hochwertigen Fassungen ausarbeiten.
Er riecht sogar eine neue Disziplin der KI-Planung an, vergleichbar mit Stadtplanung.
Für seine eigene Arbeit beschreibt Tao den Effekt so.
KI mache seine Arbeiten zwar breiter und reicher, etwa durch mehr Grafiken, Code und tiefere Literaturrecherchen.
Den Kern seiner mathematische Arbeit erledigt er aber weiterhin mit Stift und Papier.
KI habe nicht die eigentliche Arbeit beschleunigt, sondern vor allem neue Möglichkeiten eröffnet.
Menschen könnten jetzt plötzlich tausende von Theorien für ein Problem erzeugen.
Die Herausforderung sei nun, diese zu überprüfen und zu bewerten.
Dankeschön, Kim.
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Digital an ihrer Seite.
Deutschland muss sich nach Ansicht von Digitalminister Carsten Wildberger auf dramatische Jobverluste wegen des Vormarschs der künstlichen Intelligenz einstellen.
Die Zeit, in der die Industrie eine Jobmaschine war, geht zu Ende, sagte Wildberger der neuen Osnabrücker Zeitung.
Er richtet darin einen Appell an Arbeitgeber, Gewerkschaften und die Zivilgesellschaft.
Wir müssen uns zusammenraufen und die Zukunft neu gestalten.
Es brauche deutlich höhere Steuereinnahmen, um mit dem Geld den Jobmarkt umbauen zu können.
Wenn die KI den Informatikern, Mathematikern und vielen anderen ihre Jobs wegnimmt, dann brauchen diese Menschen eine andere sinnvolle Betätigung.
Ein bedingungsloses Grundeinkommen könne Teil der Lösung sein, um die Umwälzungen am Arbeitsmarkt aufzufangen.
Wir Menschen brauchen eine sinnsstiftende Tätigkeit.
Kaum jemand kann doch nur zu Hause sitzen und Videos schauen, ohne verrückt zu werden, sagte der Minister.
Verschwindende Arbeitsplätze sind bei OpenAI gerade kein Problem.
Das KI-Unternehmen plant vielmehr einen massiven Personalausbau.
Bis Ende des Jahres soll die Belegschaft vor der Zeit 4.500 auf 8000 Mitarbeitende anwachsen.
Das berichtet die Financial Times.
Die meisten neuen Stellen sollen in den Bereichen Produktentwicklung, Technik, Forschung und Vertrieb entstehen.
Hinter dem Wachstum steckt eine klare Strategie.
OpenAI drängt stärker ins Geschäft mit Unternehmenskunden und stellt verstärkt Fachleute als sogenannte technische Botschafter ein.
Diese sollen Firmen bei der Einführung von OpenAI-Werkzeugen unterstützen.
Im Fokus steht dabei die Plattform Frontier, ein KI-System, das tief in Unternehmensprozesse eingebunden werden soll.
Dafür braucht es individuelle Entwicklung vor Ort, bei den Unternehmen.
OpenAI hat dazu bereits eine Partnerschaft mit der Beratungsfirma McKinse geschlossen und plant weitere Kooperationen mit Private Equity-Firmen.
Der Vorstoß kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der Konkurrent Anthropic im Bereich Programmierung zunehmend Marktanteile gewinnt.
OpenAI arbeitet derzeit an einer Art Super-App, die alle wichtigen Funktionen an einem Ort bündeln soll.
Smart Glasses stellen Gerichte vor neue Herausforderungen, wie ein Fall aus Großbritannien zeigt.
Am High Court of Justice soll ein Kläger bei seiner Aussage eine smarte Brille getragen und sich darüber beraten lassen haben, berichtet Tomislav Besalinovic.
Dem Gericht fiel zunächst nichts auf, da moderne Smart Glasses oft erst auf den zweiten Blick als solche zu erkennen sind.
Als der Kläger für ein Kreuzverhör in den Zeugenstand trat, bemerkte die Richterin allerdings, dass der Mann sich auffällig lange Zeit ließ, bevor er zur Beantwortung der Fragen ansetzte.
Die Anwältin der Beklagten hörte dann aus seiner Nähe auffällige Geräusche.
Schließlich stellte sich heraus, dass über das Smartphone offenbar eine Drittperson zugeschaltet war.
Die Richterin verwarf daraufhin die Zeugenaussage und entschied zugunsten der Beklagten.
The Fall zeigt sehr deutlich, welche neuen Probleme durch unauffällige Wearables entstehen.
Ähnliche Situationen gab es auch in den USA, wo Smart Glasses im Gerichtssaal bereits für Diskussionen sorgten.
Gleichzeitig wächst der Markt rasant, etwa durch Geräte wie die Ray Ban Meta-Brillen.
Rechtlich ist die Lage bislang nur teilweise geklärt.
In Deutschland ist der Einsatz technischer Hilfsmittel im Gericht zwar grundsätzlich geregelt, doch eine explizite Pflicht zur Offenlegung von Smart Glasses gibt es nicht.
Aufnahmen sind zwar verboten, aber die Nutzung solcher Geräte ist schwer zu kontrollieren.
Gerade weil sie so unauffällig sind, entsteht eine klare Kontrolllücke.
Das führt zu grundlegenden Fragen rund um Datenschutz, Verfahrensfairness und die Durchsetzbarkeit bestehender Regeln.
Bisherige Rechtslage kann mit der technischen Entwicklung nicht vollständig Schritt halten.
Mehr Bewusstsein, strengere Regeln oder sogar Verbote könnten künftig notwendig werden, um solche Manipulation zu verhindern und die Persönlichkeitsrechte der Menschen im Gerichtssaal zu schützen.
Danke, Tomislav.
An britischen Universitäten ist KI praktisch allgegenwärtig, wie wahrscheinlich auf der ganzen Welt.
Laut einer aktuellen Umfrage des Higher Education Policy Institute nutzen 95% der Vollzeitstudierenden in Großbritannien generative KI-Tools.
Vor zwei Jahren lag dieser Wert bei 66%.
Doch zwischen Nutzung und Kompetenz klafft eine erhebliche Lücke.
Die meisten lassen sich Konzepte erklären, Material zusammenfassen oder Ideen strukturieren.
Allerdings hat sich der Anteil derjenigen, die KI-generierten Text direkt in Prüfungsarbeiten einfügen, seit 2024 vervierfacht.
Gleichzeitig wächst die Angst, fälschlicherweise des Betrugs beschuldigt zu werden.
Mehrere Studierende berichteten von der ständigen Sorge, dass ihre selbstgeschriebene Arbeit die KI-Erkennung auslöse.
Trotzdem sagt knapp die Hälfte der Befragten, KI habe ihre Studienerfahrung verbessert.
Andere befürchten den Verlust eigener Denkfähigkeiten.
Eine Fallstudie mit Medizinstudierenden liefert dafür ein konkretes Beispiel.
Diejenigen, die bei klinischen Übungen ausschließlich KI ohne menschliches Feedback nutzten, schnitten am schlechtesten ab.
Gleichzeitig waren sie aber am selbstsichersten.
Und es klafft noch eine Lücke.
Mehr als zwei Drittel der Studierenden halten KI-Kompetenzen für unverzichtbar.
Doch weniger als die Hälfte erfährt Unterstützung darin von den Lehrkräften.
Das Entwicklungsstudio des Spiels Crimson Desert hat eingestanden, dass in dem Open World Action Adventure einige KI-generierte Inhalte enthalten sind und hat zugesagt, sie zu ersetzen.
Das südkoreanische Studio Pearl Abyss hat auf dem Kurznachrichtendienst X erklärt, dass anfangs während der Entwicklung mithilfe experimenteller KI-generativer Tools einige 2D-Grafiken erstellt worden seien.
Damit habe man damals schnell die Stimmung und Atmosphäre des Titels erkunden können, später hätten sie aber ersetzt werden sollen.
Erst nach Hinweisen aus der Community habe man aber erkannt, dass einige dieser Assets unbeabsichtigt in die finale Version aufgenommen wurden.
Das entspreche nicht den eigenen Standards und Werte korrigiert.
Es ist allerdings nicht der erste Fall, in dem KI-generierte Inhalte für Ärger sorgen.
Steam zum Beispiel verlangt schon seit Anfang 2024, dass der Einsatz der Technik transparent gemacht wird.
In den USA muss sich ein Mann wegen des Vorwurfs des KI-gestützten Streaming-Betrugs verantworten.
In Erwarten nach einem Geständnis mehrere Jahre Haft und eine Millionenstrafe.
Malte Kirchner aus dem Heise Online-Newsroom mit den Einzelheiten.
Der Mann soll Hunderttausende von KI-generierten Songs auf Plattformen wie Spotify, Apple Music, Amazon Music und YouTube Music hochgeladen haben und diese anschließend mit einer ganzen Armee von Bots selbst immer wieder abgerufen haben.
Zur Spitzenzeiten waren das bis zu 661.000 gefälschte Streams an einem einzigen Tag.
Der Clut dabei, indem er die Streams auf tausende verschiedene Songs verteilte, umging er die Betrugserkennung der Plattformen.
So kassierte er über mehrere Jahre hinweg Lizenzgebühren in Millionenhöhe.
Aufgeflogen ist er letztlich, weil dem Mechanical Licensing Collective, also der US-Organisation, die Streaming-Lizenzgebühren verteilt, die schiere Menge seiner Songs verdächtig vorkam.
Was im Hintergrund lief, war dabei ziemlich aufwendig.
Der Mann kaufte tausende Fake-E-Mail-Adressen ein, engagierte Click-Arbeiter, richtete bezahlte Familienkonten ein und ließ virtuelle Cloud-Computer per Makro die Streams automatisch abrufen.
Der Betrug erforderte also eine erhebliche Vorleistung, finanziell wie organisatorisch.
Interessant ist auch die rechtliche Einordnung.
Das Hochladen von KI-generierten Songs ist grundsätzlich erlaubt.
Strafbar ist das künstliche Aufblähen der Abrufzahlen.
Das gilt in den USA als Verschwörung zu Betrug durch Leitungsnetze.
Und es ist offenbar der erste größere Fall dieser Art, der in den USA strafrechtlich verfolgt wird.
International war zuletzt ein Mann aus Dänemark wegen ähnlicher Machenschaften zu zwei Jahren Haft verurteilt worden.
Das Urteil im US-Fall soll am 29.
Juli fallen.
Nach dem Schuldeingeständnis drohen dem Mann bis zu fünf Jahre Haft und er muss über 8 Millionen US-Dollar zurückzahlen.
Vielen Dank, Malte.
Wenn ihr jetzt Lust habt, noch tiefer in dieses oder andere unserer Themen einzusteigen und gleichzeitig diesen Podcast unterstützen wollt, dann könnt ihr das mit einem HeisePlus-Abo tun.
Damit bleibt ihr in IT und Technik immer einen Schritt voraus.
Mein Kollege Jan Philipp Webeking hat zum Beispiel Project Genie getestet.
Google's Tool erschafft interaktive Welten aus einem einfachen Prompt oder Foto.
Die Ankündigung des Tools hat Gaming-Aktien purzeln lassen und Jan wollte wissen, ob Googles KI-Tool echten Spielen tatsächlich gefährlich werden könnte.
Was dabei herauskommt, lest ihr auf HeisePlus.
Sichert euch jetzt zwölf Wochen HeisePlus mit 50% Rabatt unter heiseplus.de slash audio.
Das war das KI-Update von Heise Online vom 23.
März 2026.
Eine neue Folge gibt es immer montags, mittwochs und freitags um 15 Uhr.
Werbung.
Außerdem bei Heise.
Hallo, ich bin Holger und ich bin Jörg und wir sind das Team der Auslegungssache.
Das ist der CT Datenschutz Podcast.
Wir beschäftigen uns alle 14 Tage mit aktuellen relevanten Themen rund um den Bereich Datenschutz, Datensicherheit, aber auch um politische Themen wie Überwachung.
Dazu laden wir uns immer interessante Gäste ein.
Die können aus den unterschiedlichsten Bereichen kommen.
Wir haben natürlich Juristen auch dabei, wir haben aber zum Beispiel auch Landesdatenschutzbeauftragte, Bundesdatenschutzbeauftragter war schon mal da, aber auch Technikexperten.
Dabei ist es uns immer wichtig, dass wir verständlich bleiben.
Das heißt, wir versuchen, das Juristendeutsch so gut wie möglich zu reduzieren und die Dinge so runterzubrechen, dass auch interessierte Laien sie gut verstehen können und auch ihren Nutzen aus unseren teilweise sehr lebhaften Diskussionen ziehen können.
Hört doch mal rein.
Wir freuen uns auf euch.
