# Tech Debt Surge and Defense IPO Valuation

**Podcast:** OHNE AKTIEN WIRD SCHWER - Tägliche Börsen-News
**Published:** 2026-03-20

## Transcript

Risikohinweis.
Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Informationen und sind zum einen ohne Gewehr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente.
Es handelt sich hier nicht um Anlageberatung.
Ihr entscheidet selber, was ihr macht.
Heute ist Freitag, der 20.
März.
Mein Name ist Noah Leidinger und das ist ohne Aktienwert schwer.
Dieser Podcast wird unterstützt von Scalable Capital, dem Broker für alle, die aktiv handeln wollen, mit Trading Flat Rate, Krediten, Portfolioanalysen und 2,5% Zinsen auf ein unbegrenztes Guthaben im Tagesgeldkonto.
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Mehr Infos gibt's wie immer in der Beschreibung.
Und wir beenden die Woche natürlich mit dem Börsengang von den Chorion.
Der Frage, ob sich Anleihen von Tech-Giganten lohnen und den aktuellen News von Timon.
In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag hat der Iran wieder Energieanlagen in den Golfstaaten angegriffen.
Laut Katar Energy wurden dabei Anlagen beschädigt, die für 17% von Katars Flüssiggas verantwortlich sind.
Und die Reparaturen könnten bis zu fünf Jahre dauern.
US-Flüssiggasanbieter Shineer Energy und Next Decade waren um die 5% im Plus.
Vermillion Energy sogar 15%.
Gaspreise in Europa sind um ca.
20% gestiegen.
Und es gab noch ein Thema, das zumindest in Europa die Märkte bewegt hat.
Die Europäische Zentralbank hat die Zinsen bei 2% gelassen und geht davon aus, dass die Inflation stärker als erwartet, auf über 2,5% steigt.
Das bedeutet, dass sie weit davon entfernt sind, die Zinsen wieder zu senken.
Aus all den Gründen sind auch der Eurostox und der DAX über 2% gefallen.
Unter anderem war auch die Angst vor Inflation und höheren Zinsen daran schuld, dass Silberpreis und Goldpreis um die 5% gefallen sind.
Wenn Anleihen höhere Zinsen abwerfen, werden die attraktiver als Alternative zu Edelmetallen.
Die Zinsen haben auf Vonovia getroffen.
Die Aktie war um die 10% im Minus.
Die Immobiliengesellschaft hat über 40 Milliarden Euro Schulden in der Bilanz, das knapp die Hälfte vom Wert der 530.000 Wohnungen, die ihr gehören.
Wenn die Zinsen widersteigen, muss sie also ordentlich zahlen, besonders weil sie 14 Milliarden Euro Schulden bis 2028 refinanzieren muss.
Und bei hohen Zinsen kaufen auch weniger Leute Immobilien, was die Preise nach unten treibt.
Deshalb haben gestern auch TAG und LEG-Immobilien über 5% verloren.
Zumindest gab es noch neue Zahlen von Vonovia, die zeigen, dass sich das Business abgesehen von Zinsen gut entwickelt.
Der angepasste operative Gewinn vor Abschreibungen ist letztes Jahr 6% gestiegen.
Und spannend ist auch, woran das lag.
Nämlich nicht nur an Mieterhöhungen, sondern auch daran, dass die Firma immer mehr Zusatzleistungen wie Gartenpflege oder Hausmeisterdienste verkauft.
Diese Zusatzservices sollen 2028 12% vom operativen Gewinn ausmachen.
Und auch Lang CES ist knapp 10% gefallen.
Der Chemiekonzern will wegen schwacher Nachfrage die Kosten um 100 Millionen Euro reduzieren.
Dafür werden jetzt 550 Mitarbeiter entlassen und weitere müssen in Teilzeit gehen.
Dass wegen dem Iran-Krieg die Energiepreise wieder steigen, hilft dann natürlich auch nicht.
Aber genug schlechte Nachrichten, es gab gestern auch Kursanstiege, vor allem international, aber auch in Deutschland.
Und zwar hat die Aktie von Ionos um 10% zugelegt.
Die Firma hat zwar nicht das krasse Wachstum von KI-Playern, aber das Kerngeschäft mit Domains und der Cloud ist von KI weniger bedroht als bei vielen Softwarefirmen und sie schaffen das, was Investoren gerade bei allen Tech-Firmen sehen wollen.
Dass sich das Wachstum beschleunigt.
Es ist zwar nicht krass, aber dieses Jahr rechnet die Firma mit ca.
7% Wachstum.
Im letzten Jahr waren es unter 6%.
Und auch die Margen sollen steigen.
Scheinbar schafft es die Firma nämlich ganz gut, ihren fast 7 Millionen Kunden mehr Tools zu verkaufen und kriegt ordentlich neue Kunden.
Allein im letzten Jahr über 300.000.
Und nicht zugelegt, aber gefreut hat sich in Deutschland noch Stefan Hoopst, der CEO von der DWS, kommt in den Vorstand der deutschen Bank.
Er bleibt danach immer noch bei der DWS-CEO, hat dann aber noch mehr Einfluss.
Uber will in den nächsten fünf Jahren mehr als eine Milliarde Dollar in Rivian investieren, um eine Robotaxiflotte aufzubauen.
Uber hat 2020 seine eigene Sparte für selbstfahrende Autos geschlossen und seitdem mit mehr als 20 Herstellern von selbstfahrenden Autos Deals gemacht.
Der mit Rivian ist einer der größten und umfasst, wenn alles gut geht, über 50.000 Autos.
Rivians Börsenwert ist nach der Meldung leicht auf 20 Milliarden Dollar gestiegen.
Der von Uber ist leicht gefallen.
Und auch Samsung Electronics will investieren, und zwar eine Rekordsumme von 70 Milliarden Dollar in den Kapazitätsausbau und Forschung für KI-Chips.
Der Börsenwert von Koreas größten Unternehmen ist gestern um die 3% auf 850 Milliarden Dollar gefallen.
Für den koreanischen Konkurrenten SK Heinrichs ging es 5% nach unten.
Bei beiden wird auch die Lage im Nahen und Mittleren Osten mit reingespielt haben.
Korea ist einer der größten Flüssigerdgasimporteure der Welt und die Unternehmen brauchen viel Energie.
Auch Chinas E-Commerce-Riese, Alibaba, gibt massiv Geld für den KI-Ausbau aus.
Anfang letzten Jahres hat die Firma bekannt gegeben, bis 2028 50 Milliarden Dollar zu investieren.
Und gestern gab es dann die passenden Ziele dazu.
In den nächsten fünf Jahren soll sich der Umsatz in dem KI- und Cloud-Segment auf 100 Milliarden Dollar verfünffachen.
Dafür müssten sie weiter mit ca.
38 Prozent wachsen.
In den letzten neun Monaten ging es in dem Segment knapp 30 Prozent nach oben und das Wachstum hat sich in den letzten Quartalen auch beschleunigt.
Aber trotz der krassen Ziele ist die Aktie gestern 10% gefallen.
Das liegt daran, dass es mehr Wettbewerbe im Kerngeschäft, im Online-Handel gibt.
Deshalb hat Alibaba mehr Rabattaktionen angeboten und die haben auf die Marge gedrückt.
Dadurch ist der Nettogewinn um 70% eingebrochen und die Aktie ist um knapp 10% gefallen.
Und eine KI-Meldung gab es noch aus den USA, Ecolab, die eigentlich eher für Reinigungs- und Hygieneartikel wie Geschischpühlmittel bekannt sind, wollen wohl für knapp 5 Milliarden Dollar den Rechenzentrums Kühlspezialisten Cool IT von KKR kaufen.
Die Aktien von Ecolab und KKR sind nach der Meldung beide leicht gefallen.
Anfang dieser Woche gab es den absurdesten Börsengang, an den ich mich erinnern kann.
Und zwar ist in den USA der Drohnen-Software-Konzern Swarma an die Börse, der macht gerade mal 300.000 Dollar Umsatz und hohe Verluste.
Dieses Jahr soll der Umsatz auf um die 20 Millionen steigen.
Trotzdem ist es für einen Börsengang immer noch eine relativ kleine Firma.
Aber sie haben den IPO gemacht und hatten auf jeden Fall recht damit.
Die ursprüngliche Bewertung von 60 Millionen Dollar beim Börsengang fand ich schon ziemlich ambitioniert.
Seit Dienstag hat sich die Aktie dann aber mehr als verzehnfacht auf über 600 Millionen Dollar.
Und genau in diesem boomenden Rüstungsaktienmarkt geht heute eine Firma aus Hamburg an die Börse.
Über die hat Christoph Anfang der Woche auch schon gesprochen, weil sie der wahrscheinlich größte Fehler vom Halbleiterkonzern Ion Optik war.
Der hat seine Rüstungssparte, nämlich 2022 für gerade mal 130 Millionen Euro verkauft und heute soll Vincorion zu einer Bewertung von 850 Millionen Euro an die Börse.
Die Kollegen von Star Capital, das ist der Fonds, der damals gekauft hat, werden beim IPO Aktien für 350 Millionen Euro verkaufen, haben dann also alleine schon ihr Invest fast verdreifacht und halten danach immer noch um die 50% der Aktien.
Krass war dieser ganze Deal rund um Yanoptik und Vincoreon auch für den jetzigen Finanzchef der Firma.
Dieter Holst hält fast 4% der Aktien, also Anteile im Wert von ca.
40 Millionen Euro.
Das ist vor allem krass, weil er bis zur Abspaltung von Vincoreon eben nur CFO von einer Abteilung bei Yonoptik war.
Aber zurück zur Firma an sich und der Frage, ob man wie Dieter Holz nochmal sehr viel Geld mit Vincorion verdienen kann.
Die Firma verdient ihr Geld als Zulieferer von großen Rüstungskonzernen.
Zum Beispiel bauen sie Generatoren für Panzer, damit die mit Strom versorgt sind, oder Stabilisierungstechnik.
Diese Technik steckt zum Beispiel in der Panzerhaubitze 2000 und sorgt dafür, dass die Waffen stabil und genau zielen, auch wenn der Panzer schnell übers Gelände fährt.
Genauso haben sie Anlagen, die Luftabwehrsysteme mit Energieversorgen, zum Beispiel das Patriot-System von Wrayfion und sie verkaufen auch Teile für Helikopter und Flugzeuge, da teilweise auch für Nichtrüstungsthemen.
Zum Beispiel stecken Heizsysteme von der Firma im A350 und die Seilwinden, mit denen Patienten in Rettungshubschraubern hochgezogen werden, kommen teilweise auch von ihnen.
Das geile an diesen ganzen Produkten ist, dass Vinkorion im Großteil der Fälle der einzige Lieferant ist, der zum Beispiel die Stabilisierungstechnik für bestimmte Panzer liefert.
Dazu kommt, dass die Maschinen alle langfristig laufen sollen, oft über 30 Jahre.
In der Zeit verdient Wincorion dann Wartungsumsätze und Geld mit Ersatzteilen, was beides sehr gute Margen hat.
Aktuell machen Ersatzteile und Wartung ca.
50% vom Umsatz aus, das könnte aber mehr werden, wenn nicht mehr so viele neue Maschinen verkauft werden.
Das wichtigste bei den ganzen Rüstungsaktien ist aber natürlich die Frage der Bewertung und Winkorion selbst will den Umsatz mittelfristig um die 15% im Jahr steigern und auf eine E-Bit-Marge von 20% kommen.
Und in diesem Jahr rechnen sie mit ca.
320 Millionen Euro Umsatz.
Wenn man diese Annahmen mal nimmt, dann hat man 2030 eine Firma, die ziemlich genau 100 Millionen Euro operativen Gewinn macht.
Wenn man mit der Aktie bis 2030 um die 15% Rendite im Jahr machen will, was bei einer eher riskanten Aktie ja nicht absurd ist, kommt man auf 1,7 Milliarden Börsenwert in 2030.
Dann würde die Bewertung also circa dem 17-fachen vom erwarteten Gewinn entsprechen.
Das wäre ein bisschen über dem Niveau, auf dem gerade gestandene stabile Rüstungsfirmen wie Lockheed Martin traden.
Wenn die nächsten Jahre also so gut laufen wie gehofft, kann man da ein solides Investment haben.
Wer aber Rüstungsaktien kauft, weil er langfristig gern eher 20 oder 30% Rendite haben will, muss schon sehr optimistische Prognosen fürs Business haben.
Und zum Abschluss sind mir in den IPO-Dokumenten noch ein paar Risiken aufgefallen, die man auf dem Schirm haben sollte.
Winkorion ist ja relativ abhängig von einzelnen Waffensystemen, also zum Beispiel einzelnen Panzergenerationen, an die sie jeweils ein paar Komponenten liefern.
Und bei diesen Komponenten haben sie ziemlich oft Serienfehlerklauseln.
Wenn also ein paar Fehler bei der Stabilisierungstechnik von einem Panzer auffallen, müssen sie auf eigene Kosten nochmal komplett von vorne produzieren.
Und das ist vor allem kritisch, wenn sie wie jetzt die Produktion stark hochfahren, weil da erstens durch den Zeittragen mehr Fehler passieren könnten und zweitens sehr hohe Mengen betroffen sind.
Dazu haben sie noch einige Verträge mit fixen Preisen oder begrenzter Inflationsanpassung.
Das kann ziemlich wehtun, wenn die Inflation steigt oder China zum Beispiel den Export von seltenen Erden beschränkt, auf die Winkorion angewiesen ist.
Das sind jetzt natürlich Risiken, die viele Firmen im Rüstungsbereich betreffen, aber für einen dann doch noch relativ kleinen Konzern ist sowas natürlich immer härter.
Mein Name ist Antran.
Heute geht es um meine Rüstung.
Heute mal eine neue Stimme im Podcast, nämlich Marlon Bonazzi, den einige vielleicht von der Wirtschaftswoche kennen.
Er hat sich für uns mal den Online-Boom der Tech-Giganten angeschaut.
Die Tech-Giganten fluten die Kapitalmärkte mit Unternehmensanleihen.
Das ist eine neue Entwicklung.
Noch bis vor kurzem haben die ihre Geschäfte vor allem aus dem Cashflow finanziert.
Die Rücklagen der amerikanischen Tech-Risen lagen oft bei Dutzenden Milliarden von Dollar.
Jetzt werden aber hunderte Milliarden in Kai-Rechenzentren investiert.
Und dafür brauchen die Unternehmen frisches Kapital.
Amazon hat im März 54 Milliarden Dollar über Anleihen eingesammelt.
Das war ein neuer Rekordwert.
Bisheriger Rekordhalter war der amerikanische Telekom-Konzern Verizon, der im Jahr 2013 49 Milliarden Dollar eingesammelt hat.
Auch die Google Mutter Alphabet hat zugeschlagen und sich 32 Milliarden Dollar über neue Unternehmensanleihen geholt.
Zunächst war eine deutlich geringere Summe geplant, aber die Nachfrage war groß und Alphabet hat die Gunst der Stunde genutzt.
Genauso wie der Software-Konzern Salesforce, der sich vor wenigen Tagen mit 25 Milliarden Dollar frischem Kapital eingedeckt hat.
Der Plan ist, im großen Ziel eigene Aktien zurückzukaufen, weil KE-Sorgen den Kurs seit Dezember 2024 fast halbiert haben.
Aber lohnt sich für Anleger jetzt der Einstieg in die neuen Tech-Anleihen, die auf den Markt gekommen sind?
Besonders interessant sind sie für geduldige Anleger.
Alphabet hat sogar eine 100-jährige Anleihe ausgegeben.
Interessanterweise in britischen Pfund eine so langlaufende Anleihe, das hat sich zuletzt Motorola im Jahr 1997 getraut, was mancher als schlechtes Zeichen deuten könnte, denn keine Technologie ist für die Ewigkeit.
Auf der anderen Seite sind Cup Handys ja wieder in Mode.
Auch Amazon spielt das Long Game.
Mit einer Dollaranleihe von Amazon können sich Anleger bis 2076 binden.
Die beiden Mega-Langfristanleihen von Alphabet und Amazon werfen aktuell etwas mehr als 6% ab.
Die Kurzläufer der Tech-Konzerne sind aber nur bedingt interessant.
Aufgrund der hohen Bonität unterscheiden sich die Tech-Anleihrenditen dort kaum von US-Staatsanleihen.
In beiden Fällen bekommen Anleger aktuell etwa 4% Zinsen.
Außerdem bleibt das Währungsrisiko zu beachten, das immer auch eine Chance ist.
Bei Amazon gibt es neuerdings auch Euro-Anleihen.
Und dort haben deutsche Anleger dann kein Währungsrisiko mehr.
Alphabet hat sogar Anleihen in Schweizer Franken im Angebot.
Allerdings nur mit Mini-Zinsen.
In der Regel geht es jedoch ums Dollar-Risiko.
Und der wirkt aktuell weder klar über noch unterbewertet.
Was lässt sich als Fazit ziehen?
Bisher sind die neuen Tech-Anleihen vor allem für Anleger interessant, die sich für Jahrzehnte binden wollen.
Interessant könnte es aber bei einem Tag-Ausverkauft werden, falls dann auch die kürzer laufenden Anleihen deutlich mehr abwerfen als sichere Staatsanleihen.
Kredit heißt übersetzt, man glaubt dran.
Manchmal muss man auch dran glauben, dann ist der Kredit geplatzt.
Das war ohne Aktienwert schwer, produziert von Potstas bei UMAR.
Wir hören uns am Montag wieder.
Euch ein schönes Wochenende.
Adios.
