# AI Infrastructure, Regulation, and Market Shifts

**Podcast:** KI-Update – ein heise-Podcast
**Published:** 2026-03-20

## Transcript

Das KI Update, ein Heise Podcast mit redaktioneller Unterstützung von The Decoder.
Ich bin Isabel Grünewald und dies sind heute unter anderem unsere Themen.
Mehr Rechenkapazitäten für KI in Deutschland.
Cursor fordert OpenAI und Anthropic mit eigenem Coding-Modell heraus.
Apple blockiert Updates für Vibecoding Apps und Roboter findet verlegte Gegenstände auf Zuruf.
Microsoft hat den ersten Spatenstich für sein Riesenrechenzentrum im rheinischen Braunkohlerevier getätigt.
In Niedersachsen plant Teles Energie ein großes Rechenzentrum neben einem ehemaligen Kohlekraftwerk mit Umspannwerk am Mittellandkanal.
Beide Projekte passen gut zum Plan der Bundesregierung, die Rechenkapazitäten für den Schwerpunkt künstliche Intelligenz in den kommenden Jahren drastisch zu erhöhen, berichtet mein Kollege Christoph Windeck aus dem Hardware-Ressort der CT.
Die Rechenzentrumsstrategie der Bundesregierung, die jetzt verabschiedet wurde, sieht ja vor, dass sich die Leistung der Rechenzentren bis 2030, also 2030 in vier Jahren, vervierfachen soll.
Zurzeit beträgt der Energiebedarf, ist ja praktisch Strom der Rechenzentren in Deutschland schätzungsweise 21 Terabatt.
Wenn man das zurückrechnet, also durch die Anzahl der Stunden des Jahres teilt, dann kommt man so auf zweieinhalb Gigawatt an verfügbarer Kapazität.
Und davon stehen alleine rund 1,1 Gigawatt im Großraum Frankfurt, der auch der bedeutendste Rechenzentrum Standort in Deutschland ist.
Das heißt also, der Ausbau müsste hochgehen von zweieinhalb auf 10, 11 Gigawatt in den nächsten Jahren.
Und dazu passen eine Reihe von Projekten.
Wir hatten ja schon vor einiger Zeit mal ein Artikel auf Heiser Plus veröffentlicht.
Da ging es darum, dass zurzeit Planungen von Rechenzentren für über 25 Milliarden Euro in Deutschland laufen.
Einige sind schon im Bau, zum Beispiel Schwarz in Brandenburg, also die Schwarzgruppe Lidl.
Und nun hat gerade Microsoft den ersten Spatenstich verkündet, am 12.
März für die Rechenzentren im rheinischen Braunkohlerevier.
Da rechnet man mit einem halben Gigawatt, also 500 Megawatt und in einer ähnlichen Größenordnung, also im Endausbau, der dann aber erst nach 2030 wäre, gibt es auch ein weiteres Projekt, was jetzt ganz neu bekannt wurde, am Mittellandkanal in Niedersachsen in der Nähe des Standorts eines ehemaligen Kohlekraftwerks.
Das ist ganz typisch, weil man da ja schon üblicherweise ein Umspannwerk hat, also direkt schon große Leitungen und einen sehr leistungsfähigen Anschluss.
Aber eben, wie gesagt, es sind noch sehr viele weitere Projekte geplant, zum Beispiel um Berlin herum, mehrere große, auch in diesen Größenordnungen.
Wenn das so realisiert wird, dann sieht das ganz gut aus.
Dankeschön, Christoph.
Der Bürgerrechtsausschuss der EU hat dem geplanten Verbot von KI-Systemen zugestimmt, die sexualisierte Bilder ohne Zustimmung der Abgebildeten generieren können.
Künftig sollen vor allem KI-Inhalte untersagt werden, die Kindesmissbrauch, intime Situationen oder nicht einvernehmlich sexuelle Darstellungen zeigen, auch dann, wenn sie künstlich erzeugt sind.
Sogenannte Nacktbildgeneratoren werden damit verboten.
Anders waren unter anderem problematische Bilder aus KI-Generatoren wie Grog.
Ausnahmen gelten nur für Bildgeneratoren mit wirksamen Schutzmechanismen gegen solche Inhalte.
Unklar ist noch, wie Anbieter diese Schutzmaßnahmen nachweisen sollen.
Die Änderungen sind Teil des sogenannten Omnibus-Pakets, mit dem die EU aktuell mehrere bestehende Gesetze auf ihre Aktualität und Umsetzbarkeit betrachtet, darunter auch den AI-Akt.
In diesem Fall geht es vor allem um bisher fehlende Standards und Werkzeuge für Hochrisiko-KI.
Zu den Regelungen gehört auch, dass KI-generierte Inhalte früher als zunächst vorgesehen mit Wasserzeichen versehen werden müssen.
Als nächstes entscheidet kommende Woche das EU-Parlament über die Änderungen.
Danach folgen Verhandlungen mit den Mitgliedstaaten.
In den USA wurde eine Anklage gegen Manager von Supermicrocomputer öffentlich gemacht.
Die sollen US-Exportkontrollgesetze für Nvidia GPUs umgangen haben.
Martin Holland aus dem Heise Online-Newsroom mit den Einzelheiten.
Das US-Unternehmen Supermicrocomputer oder Supermicro stellt vor allem Server her, also ganze Computer, baut die zusammen und liefert die an Betreiber von Rechenzentren.
Und jetzt wurde bekannt, also am späten Donnerstagabend Ortszeit, dass ein hochrangiger Manager dieses Unternehmens angeklagt wurde in den USA, weil er zusammen mit einem Geschäftsführer der Niederlassung in Taiwan und einem Auftragnehmer, also jemand, der nicht in dem Unternehmen arbeitet, aber mit dem eng zusammenarbeitet, US-Exportkontrollen für Nvidia-Krafikkarten umgangen hat und quasi mit sehr aufwendigen Methoden diese Nvidia-Geräte nach China gebracht hat, die da eigentlich nicht hingeliefert werden dürfen.
Die US-Justiz hat das ein bisschen zusammengefasst und erklärt.
Und zwar hat das so funktioniert, dass über diesen Auftragnehmer und den Geschäftsführer in Taiwan ein anderes Unternehmen dazu gebracht wurde, sehr große Mengen von Servern zu bestellen, in denen diese Nvidia GPUs eben eingebaut sind und die dann dort umzuverpacken, also wie getarnte Packungen, dass man nicht mehr sieht, was da drin ist und die dann heimlich nach China zu schaffen und gleichzeitig in den Anlagen dieser anderen Firma so zu kopien, also nicht funktionierende Replika aufzubauen, damit es bei Kontrollen halt so aussieht, als wären da tatsächlich diese GPUs drin.
Und das geht halt vor allem darum, dass es halt Technik für KI wird, die benutzt und gebraucht.
Das ist auch der Grund, warum die US-Export-Kontrollen überhaupt erstmal in Kraft getreten sind, weil die USA versuchen, der Volksrepublik China die leistungsfähigsten Geräte vorzuenthalten.
Und das ist natürlich ein sehr lukratives Geschäft, die dann da trotzdem hinzubringen.
Das US-Justizministerium hat geschrieben, dass es um Aufträge im Wert von 2,5 Milliarden US-Dollar ging, das allein in einem Zeitraum von wenigen Wochen über 500 Millionen US-Dollar teure Geräte da nach China gebracht wurden.
Und das ist natürlich trotzdem ein Paukenschlag, dass da jetzt so hochrangige Leute von Supermicro daran beteiligt waren.
Also der eine, also der Vizepräsident für Business Development ist das in den USA, der wurde festgenommen.
Dieser Auftragnehmer wurde auch festgenommen.
Der Geschäftsführer der taiwanischen Niederlassung, der ist noch auf der Flucht oder gesagt, denen droht, wenn sie verurteilt werden, also wenn sie die Vorwürfe vor Gericht bestätigt werden, mehrere Jahrzehnte haft.
SuperMicro selbst hat mitgeteilt, dass die betroffenen Angestellten suspendiert wurden und dass man sich, dass man die Verbindung zu dem Auftragnehmer gekappt hat.
Und dass man auch jetzt erst vom US-Justizministerium von diesen Vorwürfen erfahren hat.
An der Börse hat das nichts geholfen.
Der Aktienkurs ist im nachbörslichen Handel um über 10 Prozent eingebrochen.
Danke, Martin.
Microsoft hat mit MyEmage 2 ein neues KI-Modell zur Bilderzeugung vorgestellt.
Entwickelt hat es das hauseigene Superintelligenz-Team rund um Mustafa Süllemann.
Statt an Superintelligenz arbeitet das Team also zunächst an Bildgenerierung.
Auf der Rangliste der Plattform Arena AI belegt MyAmage 2 laut Microsoft Platz 3 unter den Text zu Bildgeneratoren.
Davor liegen mit deutlichem Abstand OpenAIs GPT-Image 1.5 und Googles Nano Banana 2.
Microsofts Modell soll besonders realistische Fotos erzeugen können, mit natürlichem Licht und genauen Hauttönen.
Auch die Darstellung von Text in Bildern für Poster oder Infografiken soll zuverlässig funktionieren.
Microsoft hatte im Oktober mit MyImage 1 seinen ersten eigenen Bildgenerator vorgestellt, der landete damals aber nur auf Platz 9 und spielte keine große Rolle.
Mit dem Sprung auf Platz 3 hat sich das jetzt geändert.
MyImage2 ist ab sofort im MyPlayground-Testbar und wird auch in Microsofts Assistenten Copilot und den Bing Image Creator integriert.
Technische Details zu den Trainingsdaten oder Preise nennt Microsoft nicht.
Ist künstliche Intelligenz ein Beitrag dazu, dass Menschen mehr und besser lernen können, oder ist sie Wegbereiter einer globalen Verblödung.
Die Meinungen von Nutzerinnen und Nutzern gehen bei diesen Fragen weit auseinander.
Anthropic hat jetzt die Ergebnisse einer Befragung vorgelegt, in der 80.508 Nutzende des Sprachmodells Claude nach Hoffnungen, Ängsten und Erfahrungen mit KI befragt wurden.
Die Interviews wurden im Dezember per KI mit Menschen aus 159 Ländern und in 70 Sprachen geführt.
Sie sind laut Anthropic die größte und mehrsprachigste qualitative Untersuchung dieser Art.
Wenig verwunderlich gilt die Sorge vor Unzuverlässigkeit und halluzinierten Ergebnissen als größtes Risiko für die Zuverlässigkeit von KI-Anwendungen, gefolgt von Sorgen vor Arbeitsplatzverlust und den Auswirkungen auf die Wirtschaft.
Auf der Positivseite steht die Freude darüber, dass KI Routineaufgaben im Job abnimmt.
Viele Nutzerinnen und Nutzer hoffen auf eine Entlastung, um sich auf bedeutungsvollere Arbeit zu konzentrieren.
33% der Befragten sehen KI als eine gute Lernhilfe an.
Aber viele sorgen sich auch darum, dass sie langfristig Fähigkeiten verlieren, weil sie bestimmte Arbeiten von der KI erledigen lassen.
Dadurch, dass es sich bei den Befragten ausschließlich um KI-User handelt, schwingt natürlich eine gewisse Voreingenommenheit mit.
Zu erkennen ist dies auch daran, dass unter dem Strich tendenziell doch mehr Vor- als Nachteile gesehen werden.
Positiv betrachtet wissen die Befragten durch den KI-Gebrauch, aber zumindest worüber sie sprechen.
Der KI-Kodier-Editor Cursor hat ein eigenes KI-Modell für Softwareentwicklung veröffentlicht.
Es heißt Composer 2 und soll bei niedrigeren Kosten mit den führenden Coding-Modellen von Anthropic und OpenAI mithalten.
Dahinter steckt aber ein strategisches Problem.
Cursor konkurriert mit genau den Unternehmen, von deren Technologie es bisher abhängig ist, berechtigt Kim Schäurenbrand von The Dakota.
Composer 2 wurde ausschließlich auf Codedaten trainiert.
Co-Gründer Arman Sanger erklärte gegenüber Bloomberg, dieser Fokus habe ein kleineres und günstigeres Modell ermöglicht.
Es werde niemandem bei der Steuererklärung helfen und keine Gedichte schreiben können.
Bei den Kosten liegt Cursor deutlich unter der Konkurrenz.
Eine Million Eingabetoken kosten 50 Cent, eine Million Ausgabetoken 2 Dollar 50 Dollar.
Bei Thropex Cloud Opus 4.6 sind es 5 bzw.
25 Dollar.
Bei OpenAI ist GPT 5.4, 2,50 Dollar bzw.
15 Dollar.
Cursor hat laut Bloomberg mehr als eine Million tägliche Nutzerinnen und Nutzer und verhandelt über eine Börsenbewertung von rund 50 Milliarden US-Dollar.
Doch solange das Unternehmen externe Modelle einkauft, bestimmen Anthropic und OpenAI über Python Margin.
Cursor schätzt intern, dass ein Cloud-Code-Abo für 200 Dollar im Monat Rechenkosten von rund 5000 Dollar verursacht.
Anthropic kann diese Kosten für sein eigenes Produkt subventionieren.
Cursor als Abnehmer kann das nicht.
Ein eigenes Modell gibt dem Unternehmen mehr Kontrolle über Kosten und Produktentwicklung.
OpenAI will seine verschiedenen Produkte in einer einzigen Desktop-App zusammenführen.
Der Chatbot ChatGPT, die Programmierplattform Codex und der hauseigene Browser Atlas sollen zu einer sogenannten Super-App verschmelzen.
Das berichtet das Wall Street Journal.
OpenAI-Präsident Greg Brockman leitet den Umbau vorübergehend.
Fidisimo, die Leiterin des App-Bereichs übernimmt den Vertrieb des neuen Produkts.
In einer internen Mitteilung hatte Semo geschrieben, die Aufteilung auf zu viele einzelne Apps habe das Unternehmen verlangsamt.
Die neue App soll vor allem agentische KI-Funktionen bieten.
Simo bestätigte die Berichterstattung auf der Plattform X.
Unternehmen durchliefen Phasen der Erkundung und Phasen der Neuausrichtung.
Wenn neue Projekte anfingen, gut zu funktionieren, wie man es jetzt bei Codex sehe, sei es wichtig, sich voll darauf zu konzentrieren und Ablenkungen zu vermeiden.
Passend dazu übernimmt OpenAI das Startup Astral.
Es entwickelt etablierte Open Source Programme für Python.
Dessen Software soll nun in Codex integriert werden.
Ziel ist, Codex über das Programmieren hinaus zu einem umfassenderen Angebot für Entwicklerdienstleistungen auszubauen.
Codex soll über reine Code-Generierung hinaus zu einem System werden, das den gesamten Entwicklungsprozess unterstützt.
Von der Planung von Änderungen über die Modifizierung von CodePasen und die Ausführung von Tools bis hin zur Ergebnisprüfung und der langfristigen Softwarewartung.
Der Astraldeal ist die jüngste in einer Reihe von Firmenübernahmen durch OpenAI.
Anfang dieses Monats kündigte der ChatGPT-Entwickler zum Beispiel die Übernahme der KI-Sicherheitsplattform PromptFoo an, die Unternehmen dabei hilft, Schwachstellen in KI-Systemen während der Entwicklung zu identifizieren und zu beheben.
Apple hat Updates für Apps wie RapPLID und Vibecode blockiert.
Denn die Anwendungen verstoßen wohl gegen Regeln zur Ausführung von nachgeladenem Code, erklärt Malte Kirchner aus dem Heise Online-Newsroom.
Vibecoding auf dem iPhone.
Da hat Apple grundsätzlich nichts dagegen.
Aber eine Grenze zieht der Konzern dann doch.
Wer mit KI-Hilfe Web-Apps am App Store vorbei entwickelt, der stößt beim iPhone-Hersteller auf wenig Gegenliebe.
Das bekommen gerade zwei bekannte Vibecoding-Apps zu spüren.
Wipecoding bedeutet, dass man Apps entwickelt, ohne selbst eine Zeile Code zu schreiben.
Die KI übernimmt das.
Apple selbst hat das erst kürzlich in seiner Entwicklungsumgebung X-Code ermöglicht.
Der klassische Weg bleibt dabei aber erhalten.
Entwicklung am Mac, dann Einreichung im App Store mit Apples Kontrolle und Apples Provision.
Die Apps Wrapplet und Wipecode gehen das anders an.
Ihr Versprechen, Nutzerinnen und Nutzer können sich direkt auf dem iPhone maßgeschneiderte Web Apps erstellen lassen, ohne Programmierkenntnisse ohne App Store.
Brauche ich eine spezielle Funktion, die keine bestehende App bietet, kein Problem.
Ich lasse mir einfach eine bauen.
Das klingt praktisch, ist für Apple aber ein Problem, denn so entstehen potenziell Alternativen zu kostenpflichtigen Apps, an denen Apple mit seiner Provision beteiligt wäre.
Interessant ist Apples offizielle Begründung für die abgelehnten Updates.
Es gehe gar nicht ums Geld, sondern um eine bestehende Regel.
Apps dürfen keinen Code nachladen oder ausführen, der ihre Funktionalität verändert.
Diese Vorschrift soll eigentlich verhindern, dass harmlos wirkende Apps nach dem App Store-Check plötzlich problematische Inhalte laden.
Apple wendet sie jetzt konsequent auch auf Wipecoding-Apps an.
Völlig unversöhnlich ist Apple dabei aber nicht.
In mehreren Gesprächen hat man den Entwicklern Auswege angeboten, etwa App-Vorschauen im Browser statt direkt in der App anzuzeigen.
Für die Nutzer bedeutet das allerdings ständiges Wechseln zwischen zwei Apps.
Ob das eine wirklich praktikable Lösung ist, darüber gibt es geteilte Meinungen.
Danke, Malte.
Der Kreditkartenanbieter Visa will mit Banken und Händlern die Abwicklung von Zahlungen, die durch KI-Agenten initiiert werden, unter realistischen Bedingungen testen.
Das Programm heißt Visa Agentic Ready und soll zunächst mit der Commerzbank und der DZ-Bank getestet werden, teilte Visa in Frankfurt mit.
Sogenannte agentiscont der Partner maßgeblich verändern, wie Menschen bezahlen.
Dabei recherchieren KI-Agenten im Namen von Verbrauchern oder Unternehmen, verhandeln und schließen Käufer ab, oft ohne direkte menschliche Intervention.
In der ersten Phase des Projekts liege der Schwerpunkt darauf zu validieren, dass von KI-Agenten initiierte Zahlungen in realen Umgebungen von Karten ausgebenden Banken sicher und im großen Maßstab funktionierten, erläutert das Unternehmen.
Mit zunehmender Automatisierung des Einkaufserlebnisses stellt dieser Ansatz sicher, dass KI-Agenten im Auftrag der Menschen handeln können, bei voller Kontrolle durch die Nutzerinnen und Nutzer, schreibt Visa.
Ein Roboter der TU München kann verlegte Gegenstände schneller aufspüren, weil er die Gegenstände und die Umgebung versteht.
Oliver Bünte von Heise Online hat die Einzelheiten.
Der Roboter der TU München ist mobil und kann sich in Innenräumen frei bewegen.
Er besitzt eine 3D-Kamera, mit der er seine Umgebung in 2D-Bildern inklusive tiefen Informationen erfassen kann.
Daraus berechnet er ein digitales räumliches Abbild seiner Umgebung, das immer wieder erneuert wird.
Den Roboter zeichnet aus, dass er seine Umgebung versteht.
Er weiß also, was ein Tisch ist, eine Tasse und so weiter.
So kennt er nicht nur Gegenstände, sondern auch mögliche Ablageflächen, auf denen Objekte abgelegt werden können.
Ein KI-Sprachmodell stellt die Beziehung zwischen den Objekten und der Umgebung her.
So kann der Roboter einschätzen, wo etwa ein spezieller Gegenstand hingelegt worden sein kann.
Orte, die nicht in Frage kommen, bei einer verlegten Brille etwa Herdplatte oder ein Spülbecken, spart der Roboter dann bei seiner Suche aus.
Aus den Beziehungen zwischen Objekt und Umgebung berechnet der Roboter, wie wahrscheinlich es ist, dass sich der verlegte Gegenstand an einem bestimmten Ort befindet.
Das führt zu einer hohen Sucheffizienz, die 30% höher ist als bei einer zufälligen Suche.
Veränderungen in der Umgebung erkennt der Roboter mittels KI mit einer Genauigkeit von 95 Prozent.
Dazu zieht er ältere Aufnahmen des Raumes heran und vergleicht sie mit den aktuellen Aufnahmen.
In den Bereichen, in denen sich etwas verändert hat, sucht der Roboter dann bevorzugt.
Die Wissenschaftler planen die Fähigkeiten ihres Roboters zu erweitern.
Er soll dann auch in Schränken und Schubladen suchen oder verdeckte Gegenstände finden können.
Dazu soll der Roboter Arme erhalten, um Schubladen und Schranktüren öffnen zu können.
Dazu muss er allerdings auch wissen, wie er sie am besten öffnen kann.
Vielen Dank, Oliver.
Das KI-Unternehmen 11 Labs hat einen Marktplatz für Musik gestartet.
Nutzerinnen und Nutzer können dort Songs veröffentlichen und verkaufen, die sie mit dem hauseigenen KI-Musikmodell 11 Creative erstellt haben.
Das Prinzip ist einfach.
Man erstellt einen Track, lädt ihn auf dem Marktplatz hoch und erhält Geld, wenn andere Menschen oder Unternehmen den Track herunterladen, remixen oder lizenzieren.
Über einen ähnlichen Marktplatz für Stimmklone hat Eleven Labs nach eigenen Angaben bereits mehr als 11 Millionen Dollar an Ersteller ausgezahlt.
Allerdings gibt es ein rechtliches Problem.
KI-generierte Musik ist zumindest aktuell urheberrechtlich nicht geschützt, da kein menschlicher Urheber im klassischen Sinne existiert.
Eleven Labs garantiert zudem keine Exklusivität der generierten Tracks.
Andere Nutzende könnten identische oder sehr ähnliche Ergebnisse erhalten.
Das rechtliche Risiko trägt, laut den Nutzungsbedingungen die Nutzerin selbst.
Wer solche Tracks verkauft, sollte also die lokale Rechtslage genau prüfen.
Um die Rechte an Musik geht es auch in einer Klage, die der zum deutschen Bertelsmann-Konzern gehörende Musikrechteverwalter BMG gegen Anthropic in Kalifornien eingereicht hat.
Das KI-Unternehmen soll urheberrechtlich geschützte Songtexte verwendet haben, um seinen KI-Chatboard Claude zu trainieren.
In der Klage heißt es, um seine Claude-Modelle zu entwickeln oder zu trainieren, kopierte Anthropic eine enorme Menge an Texten aus Internetquellen auf verschiedene Weise.
Das sei unter anderem durch den Einsatz automatisierter Scraping-Tools und durch das Herunterladen von Dateien aus illegalen Online-Bibliotheken geschehen, so der Vorwurf.
Darüber hinaus habe Claude unerlaubte Kopien von BMGs urheberrechtlich geschützten Musikkompositionen angefertigt und auf deren Grundlage basierend auf Nutzereingaben ohne abgeleitete Werke erstellt und ausgegeben.
BMG verwaltet unter anderem Songs der Rolling Stones von Bruno Mars und anderen Musikgrößen.
Der gesetzliche Schadenersatz für Urheberrechtsverletzungen kann nach US-Amerikanischem Recht bis zu 150.000 US-Dollar pro verletztem Werk liegen.
Zum Schluss noch eine Meldung in eigener Sache.
In der neuen Episode des CT-Datenschutz-Podcasts Auslegungssache dreht sich alles um smarte Brillen und die Frage, ob man sie bedenkenlos tragen darf.
Die Rayban Matter etwa sieht aus wie eine gewöhnliche Rayburn Wayfärer, hat aber eine Kamera, Mikrofone, Lautsprecher und einen Akku in den etwas breiteren Bügeln versteckt.
Per Sprachbefehl oder Knopfdruck macht sie Fotos und Videos, übersetzt Sprachen in Echtzeit, liest Nachrichten vor und erkennt Objekte.
Von außen erkennt man die smarte Brille aber kaum.
Und genau das macht sie aus Datenschutzsicht so problematisch.
Obwohl aus einem praktischen Assistenten wie der Rayburn-Brille eine mobile Überwachungskamera werden kann, sprechen sich alle gegen ein generelles Verbot aus.
Denn auch Smartphones werden trotz der Möglichkeit geheimer Aufnahmen nicht verboten.
Heißt es in der neuesten Auslegungssache.
Ihr findet den Podcast auf der Plattform Auraval und natürlich bei heise.de slash Podcasts.
Das war das KI-Update von Heise Online vom 20.
März 2026.
Eine neue Folge gibt es immer montags, mittwochs und freitags um 15 Uhr.
Werbung.
Außerdem bei Heise.
Vorsicht Kunde, der Verbraucherschutz-Podcast des CT-Magazins.
Ein Produkt geht nach kurzer Zeit kaputt, aber der Händler will es nicht zurücknehmen.
In einer Schublade habt ihr noch einen Gutschein, aber der Verkäufer meint, dieser sei nicht mehr gültig.
Euer Paket enthält etwas anderes als ihr eigentlich online bestellt habt.
Doch der Versender stellt sich tot.
Im Podcast Vorsicht Kunde besprechen wir solche und viele andere Probleme.
Wir, das bin ich, Ulrike Kuhlmann.
Und mein Kollege Us Mansmann aus der CT-Redaktion.
Zur Seite steht uns Rechtsanwalt Niklas Mühleis.
Hört einfach mal rein.
Wir freuen uns auf euch.
