# Momentum Shifts: Defense, Chips, and Crypto Finance

**Podcast:** OHNE AKTIEN WIRD SCHWER - Tägliche Börsen-News
**Published:** 2026-03-19

## Transcript

Risikohinweis.
Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und sind zum einen ohne Gewehr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente.
Es handelt sich hier nicht um Anlageberatung.
Ihr entscheidet selber, was ihr macht.
Heute ist Donnerstag, der 19.
März.
Mein Name ist Noah Leidinger und das ist ohne Aktienwert schwer.
Sponsor dieses Podcasts ist Scalable Capital, der einzige Broker, den deine Familie zum Traden braucht.
Bei Scalable Capital gibt es nämlich auch Kinderdepots.
Und es gibt auch für Kinder das neue Tagesgeldkonto mit 2,5% Zinsen auf ein unbegrenztes Guthaben.
Mehr Infos natürlich in der Beschreibung.
Und bei uns gibt es wie immer am Crypto First Day mehr Infos, was gerade so in der Kryptowelt abgeht.
Außerdem schauen wir auf die Investmentweisheiten Familia DR Peter Hav und natürlich auf die aktuelle News.
Momentum ist bekanntlicherweise einer der stärksten Faktoren an der Börse.
Vor allem kurz und mittelfristig steigen also oft die Aktien, denen in letzter Zeit auch schon gestiegen sind und umgekehrt.
Und es stimmt nicht nur aus Börsensicht, auch im operativen Business ist es oft so, dass man Trends schwer stoppen kann, weder nach oben noch nach unten.
Und zwei Beispiele für den Case nach unten gab es gestern.
Die Aktie von HelloFresh ist ja seit Jahren eigentlich nur am Fallen.
Alleine dieses Jahr ist sie schon wieder 35% gesunken und alleine gestern ging es 15% runter.
Wie schon erwartet, ist der Umsatz letztes Jahr nämlich 9% gesunken und es gab den Umsatzrückgang, nicht nur bei den klassischen Kochboxen, sondern auch bei den Fertiggerichten, die ja eigentlich der neue Wachstumstreiber sein sollen.
Dass die Aktie gestern nochmal gefallen ist, lag vor allem an der Prognose.
Auch dieses Jahr soll der Umsatz nämlich bis zu 6% sinken.
Der CEO und Gründer Dominik Richter meint zwar, dass die Firma gerade bewusst eine Phase hat, wo sie nicht wächst, weil sie ihr Produkt verbessern will, damit man dann Kunden länger halten kann und profitabel wachsen kann.
Aber richtig gut sieht es gerade nicht aus.
Nicht ganz so schlimm, aber auch nicht gut sieht es bei Lululemon aus, bei denen ist der Umsatz zwar letztes Quartal noch 1% gewachsen, aber nur weil es international fast 20% hoch ging.
In den USA haben Kunden 4% weniger für Lululemon-Produkte ausgegeben.
Und auch dieses Jahr soll es insgesamt maximal 4% Wachstum geben.
Auch Lululemon hat beim Turnaround also echt Schwierigkeiten.
Dass die Aktie gestern trotzdem um die 5% gestiegen ist, liegt erstens daran, dass sie nur noch mit dem 13-fachen vom Gewinn bewertet wird, also ziemlich günstig.
Dazu gab es ein paar positive Kommentare im Analystencall.
Und zwar meinte die Finanzchefin Megan Frank, dass ihr großer Fokus ist, aus dem Rabattmodus rauszukommen und wieder zu vollen Preisen zu verkaufen.
Und das funktioniert wohl schon deutlich besser als noch Ende 2025.
Dabei hilft unter anderem, dass sie mehr neue Produkte rausbringen.
Letztes Jahr hatten neue Produkte 23% Umsatzanteil.
Das soll auf 35% steigen.
Aber so oder so hat der Turnaround noch einen langen Weg vor sich.
Keinen Turnaround, sondern weiter starkes Momentum gibt es für Rüstungsaktien.
Die ehemalige Rüstungssparte von ihren Optik, Winkorion, soll ja am Freitag an die Börse gehen und hat wohl gestern schon einen Tag früher als erwartet, keine neuen Angebote mehr von Profi-Investoren für den Börsengang angenommen, weil die Nachfrage einfach so hoch war.
Ein anderes Beispiel für den Rüstungsrückenwind ist der Druckmaschinenhersteller Heidelberger Druck.
Die haben ja schon Mitte 2025 erste Projekte im Rüstungsbereich angekündigt und starten jetzt ein Joint Venture mit der Drohnenabwehrfirma Onlass.
Dabei soll Heidelberger Druck dann unter anderem die Drohnenabwehrsysteme produzieren und das passt auch gut zu ihrer Rüstungsstrategie.
Sie wollen nämlich ihr Produktions-Know-how von den Druckmaschinen nutzen und erstmal mit und für andere produzieren.
Mit dem Wissen, dass sie so aufbauen, kommen dann vielleicht irgendwann eigene Produkte im Rüstungsbereich.
Außerhalb von Europa waren gestern Zinsen das große Thema, weil die Zentralbank der Amis mal wieder über den Leitzins entschieden hat.
Große Überraschungen gab es aber nicht, der Leitzins bleibt, wo er ist und die Bank rechnet dieses Jahr weiter mit einer Zinssenkung.
Dass sie die Auswirkungen vom Iran-Krieg da einfließen lassen, ist laut ihnen noch zu früh.
Gestern war die Lage da aber auf jeden Fall wieder angespannter, nachdem Israel die größte bekannte Gasreserve der Welt im Iran angegriffen hat.
Danach ist nämlich erstens die Angst gestiegen, dass der Iran jetzt aggressiver zurückschlagen wird und zweitens bedeuten solche Angriffe auf Öl- und Gasanlagen auch immer, dass die Produktion und Lieferung von Öl und Gas auch noch nach dem Krieg für eine Zeit gestört sein könnte.
Dann gab es noch eine spannende News für alle Konsumgüterinvestoren.
Unilever denkt darüber nach, sein Essensbusiness mit Marken wie Knorr abzuspalten und sich dann voll auf den Beauty- und Pflegebereich mit Marken wie Dove oder X zu fokussieren.
Es gab da wohl sogar Gespräche mit Kraftheins, was dann das Heinz-Ketchup und die Hellmanns-Mayonnaise von Unilever in eine Firma gebracht hätte.
Die Gespräche wurden zwar wohl gerade beendet, aber es zeigt schon, dass beide Firmen nicht wirklich happy mit der aktuellen Lage sind.
Und zum Abschluss gab es dann noch zwei sehr wichtige Quartalszahlen von der wertvollsten Firma Chinas, dem 600 Milliarden Dollar schweren Tencent und vom 500 Milliarden Dollar schweren Speicherchip-Hersteller Micron.
Bei Tencent gab es keine großen Überraschungen, die Aktie hat sich auch nicht bewegt, aber das Business läuft sehr gut.
Das fünfte Quartal in Folge ist der Umsatz über 10% gewachsen und es laufen alle Bereiche solide.
Das Gaming-Business wächst also, die Cloud wächst und generell ist bei Tencent KI das große Thema.
Beim Cloud-Business wachsen sie da ein bisschen langsamer als Konkurrenten wie Alibaba und Bitents.
Dafür hat Tencent über die Super-App WeChat, aber natürlich die perfekte Plattform, auf der auch KI-Agenten in Zukunft laufen können.
Und dann gab es noch extrem starke Zahlen von Micron.
Die Aktie hat sich danach zwar nicht bewegt, aber das liegt sicher auch daran, dass sie dieses Jahr schon 60% gestiegen ist.
Der Umsatz hat sich letztes Quartal nämlich verdreifacht.
Die Bruttomargen haben sich von unter 40% auf über 70% ziemlich genau verdoppelt.
Dieses Quartal soll sie sogar über 80% steigen und der Umsatz soll auf 34 Milliarden Dollar nochmal um 40% zulegen.
Analysten haben mit deutlich unter 30 Milliarden gerechnet.
So sehen dann also die Zahlen aus, wenn du ein Produkt hast, das alle haben wollen, von dem es aber einfach nicht genug gibt.
Die große Frage ist aber ja eben auch für die Bewertung der Aktie, wie lang diese Nachfragesituation so sein wird, und darauf geben die Quartalszahlen eben auch keine richtige Antwort.
Deshalb helfen genau wie bei Nvidia auch bei Micron keine guten Zahlen, um den Kurs wirklich krass nach oben zu bewegen.
Ich höre jede Woche extrem viele Business-Podcasts aus allen möglichen Nischen und es ist schon eher selten, dass man noch Leute findet, die wirklich originelle Gedanken rund um Geschäftsmodelle oder Investments haben.
Gestern war aber Peter Haff im OMR-Podcast zu Gast und hat über ein paar seiner Investmentprinzipien gesprochen.
Die sind zwar im Grunde ziemlich einfach, aber auch ziemlich smart und ich wollte sie euch natürlich nicht vorenthalten.
Kurz für alle, die Peter Haff nicht kennen, er ist der Gründer von der Knochenmarkt-Spende-Organisation DKMS, hat sein Geld aber vor allem im Konsumgüterbereich gemacht und mit Geld ist gemeint, dass Bloomberg sein Vermögen auf ca.
eine Milliarde schätzt.
Jedenfalls kam er in den 1980er Jahren zu Bankheiser, das ist die Firma der deutschen Reimann-Familie, die unter anderem Kalgon erfunden haben.
Er hat dann dort das Management übernommen und unter anderem entschieden, dass sich Bankheiser mehr auf ein paar Konsumgüterbereiche fokussieren soll, wo man langfristig eine starke Marktposition haben kann.
Eine Marke, auf die er sich damals fokussiert hat, war eben Calgon und die Begründung dazu fand ich ziemlich smart.
Also, was ich liebe and immer gesucht habe, waren große Nischen, wo ein Anbieter mit voller Werbung eine Marke und eine Position aufbauen kann, aber kein Platz mehr ist für den zweiten.
Wenn dann kommt einer an oder Cargon haben X, alle großen haben versucht, Konkurrenz zu machen gegen Cargone.
Die konnten wir platt machen, weil die haben kurz zur Zeit nicht lange noch durchgehalten, weil nach spätestens einem halben Jahr haben wir der Umsatz steht nicht im Verhältnis zum Werbeaufwand, den wir hier rein pushen müssen, weil die Marke an 70% Marktanteil messen, oft sogar noch mehr.
Und das ist verdammt schwer, in einem Markt, der eng ist, der begrenzt ist, eine Marke Konkurrenzmarke aufzubauen.
Also große Nischen.
Mit Racket Bankheiser haben Peter Haf und die Reimann-Familie auch sehr viele Milliarden verdient.
Durch smarte Deals und Zukäufe viel auch unter seiner Führung.
In den letzten Jahrzehnten hat er dann eher das Vermögen der Familie in neue unternehmerische Projekte gesteckt.
Und man muss fairerweise sagen, dass sein Track-Record da deutlich durchwachsener ist.
2024 gab es mal eine längere Analyse von Bloomberg und die meinten, dass die Reimann-Familie um einige Milliarden reicher wäre, wenn sie statt den ganzen Projekten einfach den MSCR-World gekauft hätten.
Trotzdem braucht man natürlich auch Familien, die unternehmerisch weiter gestalten.
Und ich fand die Logik hinter einem der größten Investments spannend.
Und zwar hat JAB in den letzten Jahren sehr viele Kaffeemarken gekauft.
Und er hatte eine ganz smarte Erklärung, wieso so einen Mehrmarkenkonstrukt in der Kaffeewelt so viel Sinn macht.
Und was hat euch an Kaffee so gereizt?
Was ist an Kaffee so gut?
Kaffee hat so viele, viele schöne Dinge.
Also Kaffee ist Essens und Droge.
Meine Anschaffung selbst während des Krieges, wir haben ja große Position in Kriegsländern, der pro Kopf Konsum bleibt.
Also es ist unheimlich krisensicher.
Punkt Nummer eins.
Punkt Nummer zwei, zwischen weiß jeder, Kaffee ist gesund.
Dieser grüne Kaffee hat nur eine unangenehme Eigenschaft.
Gut, das Problem ist, wenn der Preis so stark ausschlägt, dass du entweder, wenn du das nicht weitergibst an den Markt, bist du tot.
Ich glaube, beim Kaffee, und das macht es eben so spannend, brauchst du eine Vertriebsmannschaft, du brauchst also eine kommerzielle Organisation, die in der Lage ist, riesige Preiserhöhungen im Markt umzusetzen.
Und das ist nichts für Leichtgewichte.
Ich meine, also wenn du da zum deutschen Handel gehst, zum Beispiel sagst du, hm, weil ich Ihnen sagen wollte, wir müssen die Preise um 25% erhöhen.
Zum April, ja.
Okay, wunderbar, schmeißen wir sie raus aus dem Regal.
Und wenn dann die anderen Anbieter unter Umständen nicht ganz so brutal sind, oder sagen wir nicht brutal, ist das falsch aus, aber sagen wir so ihre Gemargen verteidigen, dann verlierst du Marktanteile und so weiter und so weiter.
Und du fliegst aus dem Regal.
Wie gesagt, an der Börse liefst du bei JAB und der Kaffee-Idee nicht so gut, war fairerweise aber auch eine schwierige Zeit und der Marktführer Nestle hat sich in den letzten Jahren ja auch nicht gut entwickelt.
Ein Investment, das für die Familie wohl deutlich besser gelaufen ist, waren Tierversicherungen.
Den Bereich schauen wir uns aber in den nächsten Tagen nochmal genau an.
Kalgoon macht Schluss mit dem Kalk.
Crypto Thursday.
Dein Krypto-Kick.
Es fliegt gerade fast ein bisschen unter dem Radar, aber die Bitcoin Holding Strategy feiert gerade ein kleines Comeback.
Die Aktie hat seit dem Tief Anfang Februar über 30% zugelegt und vor allem schafft Strategy wieder sehr gut Geld einzusammeln.
Und während Strategy als Investment gar nicht so spannend ist, weil es am Ende einfach eine gehebelte Wette auf dem Bitcoin ist, ist immer spannend, welche Finanzkonstruktionen sie sich ausdenken, um eben Geld einzusammeln.
Kurz zum Hintergrund, zwischen dem 9.
und 15.
März hat Strategy für fast 1,6 Milliarden Dollar Bitcoins gekauft.
Finanziert haben sie das, indem sie eigene Aktien verkauft haben.
Aber vor allem haben sie mehr als eine Milliarde Dollar an Stretch Perpetual Preferred Aktien verkauft.
Das ist eine Vollzugsakti, die eine monatliche Dividende zahlt, und aktuell zahlst sie so 11,5% Dividenden-Rendite im Jahr.
Die Dividende wird aber immer so angepasst, dass der Kurs immer circa bei 100 Dollar bleibt.
Wenn der Kurs zu stark steigt, senkt Strategy also die Dividende und umgekehrt, wenn der Kurs sinkt.
Das ist vor allem was für Investoren, die ordentliche Verzinsung wollen und langfristig an Bitcoin glauben, nur wenn der Bitcoin steigt, kann Strategy nämlich immer neues Geld einsammeln, um die Dividende zu zahlen.
Das Grundproblem an diesem Finanzkonstrukt ist nämlich, dass Strategy da im Grunde eine fixe Verzinsung anbietet, bei einem Vermögenswert, der gar keine Zinsen hat, und Bitcoin verkaufen wollen sie ja auch nicht.
Genau für dieses Problem hat die Bitcoin-Holding-Strive vom ehemaligen Präsidentschaftskandidaten Vive Grumaswami jetzt eine kreative Lösung gefunden, die haben nämlich selbst das Problem, dass sie eigentlich nur Bitcoin halten wollen, aber für ihre Vorzugsaktien Dividenden zahlen müssen.
Und Bitcoin verkaufen wollen sie genau wie Strategy auch nicht.
Also haben sie letzte Woche einfach für 50 Millionen Dollar Stretch-Aktien gekauft.
Da kriegen sie dann 11,5% Verzinsung und sind trotzdem wieder in Bitcoin investiert.
Also alles ziemlich absurd, aber das Geld in der Kryptowelt fließt auf jeden Fall wieder.
Wo das Geld absurderweise auch fließt, sind 5 Minuten Wetten.
Da gibt es bei den zwei Prediction Markets, PolyMarket und Calci, nämlich neuerdings einen ziemlichen Boom.
Dort kann man darauf wetten, ob die Kurse von Bitcoin, IFA oder Solana in fünf Minuten höher oder tiefer stehen.
Darauf wetten Trader gerade pro Tag mit einem Volumen von 70 Millionen Dollar und die Financial Times hat dazu mit einem 29-jährigen Ingenieur gesprochen.
Er meinte, er nutzt KI zum Traden, Claw zeigt gerade sein Haupttieren, aber er sieht sich selbst nicht als Gambler.
Passend dazu wurde Calci übrigens diese Woche in Arizona angeklagt, dass sie ein illegales Wettspielbusiness betreiben und man kann die Anklage fast nachvollziehen.
Bisher laufen die zwei Plattformen aber weiter, verdienen viel Geld und liefern sich vor allem einen ziemlich harten Wettbewerb.
Nachdem Calci vor kurzem als Werbemaßnahme 50 Dollar an kostenlosen Lebensmitteleinkäufen verteilt hat, hat PolyMarket im Februar in New York einen eigenen Supermarkt aufgemacht, in dem einfach alles kostenlos war.
Aber auch in der seriösen Kryptowelt gibt es Bewegungen.
Mastercard hat für 1,8 Milliarden Dollar die Stablecoin-Infrastrukturfirma B VNK gekauft, was auf jeden Fall zeigt, dass das Thema in der Finanzwelt echt ernst genommen wird.
Und es zeigt auch, wie eng die Bereiche mittlerweile zusammenliegen.
Vor Mastercard hat nämlich auch schon Coinbase versucht, BVNK zu kaufen.
Nicht kaufen könnt ihr erstmal Krakenaktien.
Die Krypto-Börse wollte ja eigentlich in den nächsten Wochen an die Börse gehen, hat das aber wegen der schwierigen wirtschaftlichen Lage erstmal abgesagt.
Die Antwort ist in diesem Bild versteckt.
Nichts.
Außer eben diesen Oktopod oder Kopffüßern.
Oder ganz einfach Kraken.
Das war ohne Aktien wird schwer, produziert von Podstars bei OMR.
Wir hören uns morgen wieder.
Bis dahin.
Alles Gute, adios.
