# Amazon Speed, Transmedics Growth, and Market Shifts

**Podcast:** OHNE AKTIEN WIRD SCHWER - Tägliche Börsen-News
**Published:** 2026-03-18

## Transcript

Risikohinweis.
Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und sind zum einen ohne Gewehr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente.
Es handelt sich hier nicht um Anlageberatung.
Ihr entscheidet selber, was ihr macht.
Heute ist Mittwoch, der 18.
März.
Mein Name ist Noah Leidinger und das ist ohne Aktienwert schwer.
Dieser Podcast wird unterstützt von Scalable Capital, dem Broker mit einem der besten YouTube-Accounts in Deutschland.
Neben Interviews mit Top-CEOs gibt es dort auch ein neues Format jeden Donnerstag, wo einmal die wichtigsten Events der Woche eingeordnet werden.
Link dazu ist in der Beschreibung.
Und bei uns geht es heute um ein ganz großes Thema.
Und zwar steigen wir tief in die Welt der Organtransplantation ein.
Unter anderem mit zwei Ärzten, die das Thema aus der Praxis kennen.
Aber davor erstmal, was gestern an der Börse los war.
Schon 2008 hat Jeff Bezos in seinem Aktionärsbrief geschrieben, dass sie im Handelsbusiness auf drei Kundenbedürfnisse optimieren, die immer da bleiben werden.
Niedrige Preise, große Auswahl und schnelle Lieferung.
Und heute, fast 20 Jahre später, stimmt genau das immer noch.
Amazon startet jetzt in den USA mit Lieferungen in einer und drei Stunden.
3-Stunden-Lieferung gibt es in 2000 Städten und die 1-Stunden-Lieferung in hunderten Städten.
Kosten soll das Ganze 10 und 5 Dollar für Prime-Abonnenten.
Wer kein Prime hat, zahlt 20 und 15 Dollar für die Lieferungen in einer und drei Stunden.
Amazon reagiert mit dem Angebot auch auf Walmart, die ihr Online-Business in den letzten Jahren ja massiv ausgebaut haben und das sehr davon profitieren, dass sie teilweise durch ihre ganzen Stores noch schneller liefern können als Amazon.
2024 hat Walmart 5 Milliarden Produkte am Tag der Bestellung geliefert.
2023 fast nur die Hälfte.
Das zeigt, wie krass sie da wachsen.
Übrigens hat Walmart im Januar angekündigt, dass sie ihre Lieferung per Drohne in 150 Städten ausrollen und hinter den Drohnen steckt mit Wing eine Tochterfirma von Alphabet.
Wie wichtig die mittlerweile ist, sieht man auch am Gehaltspaket vom Alphabet CEO.
Der soll ja in den nächsten drei Jahren bis zu 692 Millionen Dollar verdienen, was aber teilweise an der Performance von Alphabet, an der Performance von Waymo und eben auch an der Performance von Wing hängt.
Konkret kriegt er im besten Fall bis zu 90 Millionen Dollar an Wing-Aktien.
Aber was sind schon 792 Millionen Dollar in drei Jahren, wenn man auch 767 Millionen Dollar mit einem einzigen Deal machen kann.
Genau die Summe steht wohl dem Warner Brothers Discovery CEO David Saslav zu.
Nämlich dann, wenn seine Firma vom Konkurrenten Paramount gekauft wird und in dem Gehalt sind die 113 Millionen Dollar noch gar nicht eingerechnet, die er diesen Monat mit dem Verkauf von Warner Brothers Aktien gemacht hat.
Und die sind natürlich auch nur so teuer, weil es eben den Deal gibt.
Spannend übrigens, der CFO von Warner Brothers ist der deutsche Gunnar Wiedenfels und er wird wohl 113 Millionen Dollar mit nach Hause nehmen.
Das sind ziemlich genau 10% von Pro7-Börsenwert, dort war er bis 2017 CFO.
Mein Landsmann und der ehemalige RTL-CEO Gerhard Zeiler ist bei Warner Brothers übrigens auch im Management und soll um die 70 Mio kriegen.
Wenn wir jetzt schon bei solchen Gehältern sind, müssen wir uns noch anschauen, was man sich mit viel Geld kaufen kann, zum Beispiel Anteile an einflussreichen Medienmarken.
Das hat gerade der kanadische Milliardär Stephen Smith gemacht und sich 27% am Economist gekauft.
Wie hoch der Preis war, ist nicht bekannt, aber die Economist-Gruppe macht so um die 400 Millionen Euro Umsatz im Jahr.
Und übrigens kann man da indirekt auch investieren.
Um die 35% der Economist-Anteile gehören nämlich der italienischen Holding X Sort, die ja auch an der Börse ist.
Nicht so viel Geld geben Reiche scheinbar gerade für Luxusautos aus, wie gestern die Zahlen von Bentley gezeigt haben.
Die VW-Tochter will um die 6% der Stellen streichen, teilweise indem man nicht nachbesetzt, teilweise auch durch Entlassungen.
Auch der Gewinn ist letztes Jahr eingebrochen, das lag aber vor allem an Abschreibungen, hat also eher technische Gründe.
Bei Bentley selbst läuft es im VW-Konzern noch mit am besten.
Der Umsatz ist letztes Jahr zwar gesunken, aber um gerade mal 1%.
Und 1% gewachsen ist übrigens Lamborghini, die ja auch zu VW gehören.
Außerdem gab es noch Zahlen von Audi, die hatten aber keine großen Überraschungen.
Besser saß gestern bei Springer Nature aus.
Beim Wissenschaftsverlag wächst vor allem das Business mit wissenschaftlichen Zeitschriften, also den sogenannten Journals, ziemlich stark.
Deshalb wollen sie dieses Jahr auch wieder um die 5% wachsen, die Marge soll auch steigen, die Aktie hat danach über 10% zugelegt.
Und um die 7% zugelegt haben nach soliden Zahlen noch der Laborausrüster Sartorius und der Flughafenbetreiber Fraport.
Ansonsten gab es noch ein paar Deal-Meldungen, Uber ist um die 5% gestiegen, weil sie gemeinsam mit Nvidia bis 2028 eine Robotaxiflotte auf den Markt bringen wollen, die 2028 schon in 28 Städten sein soll.
Deutlich mehr Rendite gab es beim Börsengang von einer sehr, sehr kleinen Firma, nämlich vom Rüstungsdrohnenhersteller Swarmer.
Die machen gerade mal 300.000 Dollar Umsatz und fast 10 Millionen Dollar Verluste, aber sind trotzdem schon an die Börse und die Aktie hat sich gestern direkt mal mehr als verdreifacht.
Und mittlerweile ist Swarma jetzt auch über 300 Millionen Dollar wert.
Aber auch gestern ging nicht alles nach oben.
Der Rechenzentrumsbetreiber Nebius ist nach seinen zwei Riesendeals mit Meta und Nvidia in den letzten Tagen ja ziemlich durch die Decke, gestern aber mal um die 10% gesunken.
Für den Ausbau der ganzen Rechenzentren wollen sie nämlich fast 4 Milliarden Dollar mit Wandelanleihen einsammeln.
Aber es war eigentlich auch klar, dass sie neues Geld brauchen, um den Ausbau zu finanzieren.
Premiere im Podcast, wir haben das erste Mal Ärzte zu Gast und dann geht's auch gleich um Organtransplantation, mehr dazu von Timon.
Über 100.000 Menschen stehen in den USA auf der Organspende-Warteliste.
Trotzdem werden jedes Jahr knapp 30.000 gespendete Organe weggeworfen.
Deswegen hat der Herzchirurg Walid Hassinin noch während seiner Ausbildung 1998 versucht, eine Antwort zu entwickeln.
Mit den Maschinen von seiner jetzt über 4 Milliarden Dollar großen Firma Transmedics können Organe, die eingepflanzt werden sollen, mit warmen, sauerstoffreichem Blut versorgt werden.
In der Medizin nennt man das Perfundieren.
Dadurch schlägt ein Herz weiter und eine Leber produziert weiter Galle.
Organe, die vorher weggeworfen wurden, sind dadurch transplantierbar.
Der Umsatz von Transmedics ist von 30 Millionen Dollar in 2021 auf knapp 600 Millionen Dollar in 2025 gestiegen.
Letztes Jahr hat die Firma bei über 5000 Transplantationen in den USA geholfen.
Das sind knapp 25 Prozent aller Herz-, Lungen- und Lebertransplantationen im Land.
Bis 2028 will man jährlich das Doppelte schaffen.
Vor allem dadurch, dass Nierentransplantationen mit ins Portfolio kommen sollen.
Das ist der mit Abstand größte Markt.
Jährlich werden in den USA fast 30.000 Nieren eingepflanzt.
Alle anderen Organe zusammen kommen nur auf knapp 20.000 Transplantationen.
Übrigens verdient die Firma 40 Prozent der Umsätze mit Serviceleistungen.
Kliniken kaufen das Gerät nicht mehr, sondern zahlen pro Eingriff jeweils über 100.000 Dollar.
Und Transmedics übernimmt den ganzen Rest.
Um besser einschätzen zu können, wie gut und revolutionär die Technologie wirklich ist, habe ich mit Dr.
Cornelius van Bekum und Dr.
Philipp Felgendreff gesprochen.
Die sind Fach- und Oberarzt für Transplantationsschirurgie an der Klinik Medizinische Hochschule Hannover.
Philipp Cornelius, wie steht dir zu den neuen Technologien, um Transmedics und allgemeinen zu Maschinenperfusion?
Das ist was total Großartiges und was man vielleicht hervorheben muss, ist, dass es durch diese Technologie möglich ist, Organe zu transplantieren, die man vorher nicht transplantiert hätte und damit einem gewissen Anteil von Patienten eine lebensrettende Transplantation ermöglichen kann, die vorher ohne diese Transplantation verstorben werden.
Und deswegen ist es eine der beeindruckendsten Entwicklungen, nicht nur in der Transplantationschirurgie, sondern in der Medizin generell.
Und das sind in Zeiten der maximalen Organknappheit natürlich wichtige Strohhalme, an denen wir uns festhalten, um die klinische Situation zu verbessern.
Ersetzen dann solche Methoden, die klassischen?
Bei einem qualitativ guten Organ ist nach wie vor der Goldstandard, die Kühlbox, also The Static Cold Storage, weil die Ergebnisse damit exzellent sind, im Grunde nicht zu verbessern.
Und es geht ja um die Optimierung oder Testung von Organen, die man nicht ohne weiteres transplantieren würde, ohne eine Maschinenperfusion.
Und diese Technologie ermöglicht es uns, mehr Patienten zu helfen mit einer lebensretenden Transplantation unter Verwendung von Organen, die möglicherweise nicht unter normalen Static Cold Storage-Bedingungen hätten transplantiert werden können.
Ich drücke das bewusst so weit im Konjunktiv aus, weil das die nächste Zeit, die nächsten Jahre und die nächsten prospektiven Studien zeigen werden.
Wie häufig können denn aktuelle Organe nicht benutzt werden?
Sagen wir zum Beispiel mal bei der Leber.
Das ist ja die Hauptsparte von Transmedics, mit knapp 80 Prozent vom Umsatz.
Bei der Leber gibt es halt medizinische Gründe, warum das Ganze nicht durchgeführt werden kann.
Zum Beispiel, der Patient war zwar selber sehr, sehr gesund und man hatte keinen Hinweis darauf, aber als man sich das Organ angeguckt hat, war es doch schon deutlich verfettet, sodass halt ungefähr 20 bis 22 Prozent aller Lebern nicht implantiert werden können, obwohl ganz prinzipiell eine Zustimmung zur Explanation vorlag.
Das heißt jetzt aber nicht, dass diese 20 Prozent alle durch die Perfusion, ich sage mal, in Anführungszeichen, gerettet werden können.
Das ist nicht so.
Transmedics macht nicht mal 3% vom Umsatz außerhalb der USA.
Sie wollen sich jetzt auch international aufstellen, angefangen in Europa, genauer in Italien.
Da standen gerade die ersten Programme mit eigener Fahrzeugflotte und Verteilszentren.
Wie sieht denn die Konkurrenz in Europa aus?
Welche Produkte und Player gibt es da?
Das eine ist die Maschine Metra von der Firma Organox aus Großbritannien und das andere ist die VitaSmart von der Firma Bitch2Life auch aus Großbritannien.
Da muss man sicherlich auch X Vivo aus den Niederlanden noch mit erwähnen, die auch ein System haben und Affaretica aus Italien.
Die europäisch etablierten Systeme sind halt viel in Europa vertreten.
Die amerikanischen halt dementsprechend viel in Amerika und jetzt ist mittlerweile so ein bisschen so der Punkt da, dass man versucht, irgendwie auf die jeweils anderen Kontinente zu kommen.
Ich habe jetzt immer häufiger von Fortschritten bei künstlicher Transplantation gelesen.
Würde das solche Produkte weitgehend obsolet machen?
Nein, kurzum, muss man ganz klar sagen, auch was das Thema Xenotransplantation angeht, 3D-Print, Barry Engineering basiert alles auf Perfusionssystemen, das basiert immer auf einem Transport-Device, das ist ohne Organperfusion nicht denkbar.
Was auch die Xenostudien quasi, die jetzt vor kurzem gezeigt, publiziert worden sind, auch gezeigt haben.
Das ist immer ein Organperfusionssystem in Urbit gewesen ist.
Das Risiko der künstlichen Transplantation gibt es wohl nicht.
Dafür sollte man noch ein anderes Risiko abseits vom medizinischen auf dem Schirm haben.
Anfang 2025 hat der Shortseller Scorpion Capital einen 340-seitigen Bericht veröffentlicht, indem man Transmedics einiges vorwirft.
Es geht vor allem darum, dass Transmedics angeblich die Krankenhäuser zu besonders hohen Kosten zwingt und Ärzte bezahlt hat, damit eigentlich nicht transplantierbare Organe trotzdem verwendet wurden.
Als der Börsenwert dann von fast 6 Milliarden Dollar auf unter 2 Milliarden gefallen ist, haben Aktionäre eine Sammelklage eingereicht, weil sie sagen, dass Transmedics Investoren getäuscht hat.
Transmedics hat alle Vorwürfe zurückgewiesen.
Der Gründer und CEO Hessenin hat im Tiefpunkt selbst Aktien nachgekauft und der Börsenwert ist mittlerweile wieder über 4 Milliarden Dollar.
Aber die Klage ist noch nicht durch und auch der Shortseller ist noch da.
Der glaubt nämlich nicht an die Expansion nach Europa, unter anderem wegen der Konkurrenz, von der wir gerade gehört haben.
So oder so sollte der Logistikausbau in Europa mit hohen Investitionen für Transmedics verbunden sein.
Dazu gibt das Management aber noch keine Zahlen raus, hat aber in der Vergangenheit Investments immer wieder mit der Ausgabe von Aktien finanziert.
Wenn alles andere gleich bleibt, Transmedics tatsächlich 2028 das Ziel von 10.000 Transplantationen erreicht und dabei zu der angepeilten operativen Marge von 30% kommt, sollten sie um die 250 Millionen Dollar Netto Gewinn machen.
Das wäre beim aktuellen Kurs ein erwartetes KGV von 17.
Das wirkt für ein Unternehmen, das jährlich mit knapp 30% wächst, vielleicht nicht unbedingt teuer, ist aber auch nicht besonders günstig, besonders in einem komplexen Bereich mit vielen Risiken.
Hallo, uh, can we have your own liver?
Das war ohne Aktienwirt schwer, produziert von Podstas bei OMR.
Wir hören uns morgen wieder.
Bis dahin, alles Gute, adios.
