# AI Infrastructure M&A and Banking Geopolitics

**Podcast:** OHNE AKTIEN WIRD SCHWER - Tägliche Börsen-News
**Published:** 2026-03-17

## Transcript

Risikohinweis.
Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und sind zum einen ohne Gewehr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente.
Es handelt sich hier nicht um Anlageberatung.
Ihr entscheidet selber, was ihr macht.
Heute ist Dienstag, der 17.
März.
Mein Name ist Noah Leidinger und das ist ohne Aktienwert schwer.
Dieser Podcast wird gesponsert von Scalable Capital, wo ihr 2,5% Zinsen auf dem Tagesgeldkonto kriegt und zwar auf ein unbegrenztes Guthaben.
Und wer jetzt noch bis zum 25.
März ein Depot eröffnet und es sechs Monate normal nutzt, kriegt neben den Zinsen auch noch 25 Euro an die TF-Guthaben.
Mehr Infos dazu gibt es in der Beschreibung.
Und bei uns gibt es jetzt mehr Infos zum Übernahmeangebot von der Uni Credit für die Commerzbank, der heiß ersehnten Rede vom Nvidia Gründer Jensen Wang und natürlich den actual News.
Fangen wir beim wichtigsten Thema an.
Die USA haben gestern iranische Öltanker durch die Straße von Humus gelassen.
Auch sonst ist die Hoffnung gestiegen, dass sich die Lage jetzt langsam beruhigt.
Entsprechend ist der Ölpreis gesunken und die Aktien gestiegen, aber kann morgen auch wieder alles anders aussehen.
Ansonsten war gestern Merger Monday.
Es wurde also ein Deal nach dem anderen verkündet.
Den kleinsten Deal gab es bei der Akustikkette Amplifon aus Mailand.
Die wollen für ca.
2,6 Milliarden Dollar den dänischen Hörgerätehersteller GN Store Nord kaufen.
Das ist ein ziemlich hoher Preis und hat die GN Store-Aktie um die 40% gepusht.
Amplifone hat dafür um die 10% verloren.
Die sind nämlich selbst nur 2,6 Milliarden Dollar wert.
Für die ist es also ein Riesendeal und damit auch ein großes Risiko.
Was Investoren außerdem nicht gefallen könnte, ist, dass sich Ampliphone bisher vor allem auf Handel fokussiert.
Jetzt die Produktion selbst zu haben, ist natürlich eine Chance, aber hat auch Risiken und ändert einfach das Geschäftsmodell.
Generell sieht man den Trend aber in der Branche, dass die zwei Bereiche immer mehr verschmelzen.
Zum Beispiel hat der Hörgerätehersteller DeMont ja letztes Jahr Kind aus Deutschland gekauft.
Mit G-N-Store kauft sich Ampliphone übrigens einen von drei globalen Marktführern.
Zusammen mit Sonova und Demont teilen sie sich ca.
zwei Drittel vom globalen Hörgerätemarkt.
Man muss aber sagen, dass GN mit 8% der kleinste von den drei Playern ist.
Den zweitgrößten Deal gab es gestern auch in einer eher langweiligen Branche und zwar hat Public Storage für 10 Milliarden Dollar inklusive Schulden den Konkurrenten National Storage Affiliates gekauft.
Beide haben dasselbe Business und vermieten Self-Storage, also kleine Räume, wo man Dinge lagern kann, die nicht in die eigene Wohnung passen.
Public Storage ist ein riesiger Player in dem Bereich und mit 50 Milliarden Dollar Börsenwert einer der größten Immo-Firmen an der Börse.
Langfristig war das auch eine super Aktie.
In den letzten 20 Jahren hat man im Schnitt zu über 10% pro Jahr gemacht.
In den letzten drei Jahren waren es insgesamt nur noch 10%, es lief also nicht mehr so gut, aber es gibt immerhin noch um die 4% Dividendenrendite.
Aber was rede ich lang über Self-Storage und Hörgeräte, die größten Deals gab es gestern natürlich wieder in der KI-Welt.
Metawille zum Beispiel in den nächsten fünf Jahren bis zu 27 Milliarden Dollar an Rechenleistung vom europäischen Cloud-Betreiber Nebius kaufen.
Erst letzte Woche kam ja raus, dass Nvidia 2 Milliarden Dollar in Nebius investiert.
Gestern hat die Aktie auf jeden Fall wieder 15 Prozent zugelegt und ist damit dieses Jahr schon 60 Prozent gestiegen.
Und passend zum Boom Banebius kam gestern ein Bericht von Bloomberg raus, laut dem die Baukosten für Rechenzentren in den USA letzten Dezember das erste Mal ever höher waren als die Baukosten für Bürogebäude.
Und apropos Baukosten, die Aktie von Micron hat gestern um die 5% zugelegt, weil sie angekündigt haben, dass sie noch eine zusätzliche Produktion in Taiwan bauen werden.
Richtig spannend wird es aber am Mittwoch, da gibt es nämlich die neuen Zahlen von Micron.
Über die zwei wahrscheinlich wichtigsten Themen gestern habe ich jetzt aber noch gar nicht gesprochen.
Die Uni Credit hat ein Übernahmeangebot für die Commerzbank abgegeben und Chanson One hat seine jährliche legendäre Keynote auf der GTC gehalten.
Wir starten mit dem Unikreditangebot.
Dazu habe ich nämlich mit dem absoluten Bankenexperten Christian Kirchner von Finanzzähne gesprochen.
Link zu seinem sehr empfehlenswerten Newsletter ist in der Beschreibung.
Und bevor wir rein starten, noch ganz spannend.
Der CEO von Unicredit hat letztes Jahr über 16 Millionen Euro verdient und ist damit gemeinsam mit dem UBS-CEO auf Platz 1 der europäischen Bankenchefs.
Christian die UniCredit hat ja gestern endlich das Übernahmeangebot für die Commerzbank sozusagen abgegeben.
Aber spannend ist, sie wollen in Unicredit-Aktien zahlen und der Angebotspreis liegt nur 4% über dem Kurs der Commerzbank vom Freitag.
Wie würdest du das einordnen?
Wieso machen sie so ein knausriges Angebot?
Ist das ein wirkliches Angebot?
Was ist deine Einschätzung?
Ich glaube, das ist ein Angebot, bei dem die Uni-Credit gar nicht anstrebt, sonderlich viele Aktien angedient zu bekommen, wie du sagst.
Das erkennt man daran, dass so gut wie keine Prämie auf den Commerzbankschlusskurs von Freitag gezahlt wird und nur Aktien zum Einsatz kommen.
Das sagt sie im Übrigen in ihrer Mitteilung auch selbst.
Wir glauben nicht, wir streben gar nicht an, damit zur Kontrolle, also über 50 Prozent zu kommen.
Ich glaube, das hat schlicht taktische Gründe.
Man möchte kein Pflichtangebot machen, man möchte das vom Tisch nehmen und wenn ich ein freiwilliges mache und damit über die Marke von 30 Prozent komme, ist das Thema Pflichtangebot ein für alle Mal erledigt und dann kann ich die nächsten Schritte von 31, 32 Prozent ohne Pflichtangebot machen und freitaktieren.
Das soll, glaube ich, einfach nur den Druck auf die Kommerzbank erhöhen, endlich mal an den Tisch zu kommen und Verhandlungen über einen Zusammenschluss zu führen.
Und wie glaubst du, wird es jetzt weitergehen?
Wird sich eine Übernahme aus Sicht von der Uniquredit überhaupt noch lohnen?
Ich meine, die Aktie ist jetzt schon sehr stark gestiegen von der Commerzbank.
Es läuft auch operativ ganz gut.
Haben Sie überhaupt noch ein Hebel oder sind Sie vielleicht doch einfach happy als Shareholder mit 30 Prozent?
Also ich glaube, das große Thema, das wir seit drei Wochen auf dem Tisch haben, sind natürlich die Probleme im Iran, der Krieg, der da herrscht, am persischen Golf, da kriegt jetzt richtig Inflation in die Wirtschaft rein.
Die ganze, die Geschichte der deutschen Erholung, die eigentlich für 2026 auch fest ausgemacht war, die bekommt jetzt Risse.
Und wir wissen, alle Banken sind extrem gut gelaufen, die letzten Jahre ja, nicht nur die Commerzbank, aber die agieren einfach immer mit einem sehr starken Hebel auf das, was makroökonomisch passiert.
Und wenn es jetzt zu Zinsanhebungen kommt, nicht weil die Konjunktur so gut läuft, sondern weil die Inflation reinkriegt in unser aller Leben, wenn die Risikoversorgungen möglicherweise wieder steigen, also dann sind Banken die großen Verlierer, so wie sie jahrelang jetzt die großen Gewinner waren, dann könnten sie im aktuellen Umfeld ein ziemlicher Verlierer sein.
Ich glaube, das macht es nicht gerade einfach, weil in einem Umfeld, in dem Krieg, Inflation, Sorgen dominieren, wird es für die Uni-Kredit umso schwieriger, den eigenen Aktionären klarzumachen, dass man sich noch das MA-Risiko einer Übernahme der Commerzbank draufpackt.
Also ich glaube, da haben sich die Karten der Kommerzbank in der Verteidigung, auch wenn natürlich der Commerzbank recht wäre, wenn es keinen Krieg und keine Auseinandersetzung gäbe.
Ich glaube aber, es ist für die Commerzbank leichter und für die Unikredit durch den Krieg schwieriger geworden.
Und die Dynamik, wieso das für Banken so schwierig ist, die geopolitische Lage?
Weil eigentlich, wenn man sagen, höhere Zinsen profitieren sie erstmal davon.
Aber die Dynamik ist auf der anderen Seite, gibt es dann weniger Kreditgeschäfte oder wo siehst du so die Hauptpunkte, wo die Banken getroffen werden.
Na, ich glaube, es gibt gute Zinserhöhungen und schlechte Zinserhöhung aus Bankensicht.
Eine gute Zinserhöhung ist, wenn die Konjunktur brummt ohne Ende, dann mache ich sehr, sehr gute Geschäfte, dann ist die Risikovorsorge niedrig.
Aber Zinserhöhung, weil die Inflation einfach galoppiert, ohne dass es da tatsächlich einen makroökonomischen Zusammenhang gibt im Sinne von Konjunkturbrumm, die Arbeitslosigkeit sinkt, die Wirtschaft wächst generell.
Ja, das ist aus Bankensicht eher eine schlechte Zinserung.
Da bin ich sozusagen am schlechten Ende der Seite.
Die Finanzierungsbedingungen für die Unternehmen werden schwieriger, die Risikovorsorge steigt, die Probleme bei den Kunden werden größer, and da nützt es mir auch nicht, wenn ich vielleicht auf den Einlagenüberhang, den ich habe, ein paar Cent mehr verdiene.
I'm gonna make a man off again with you.
Am meisten schauen da immer alle auf die Keynote von Jensen One, und genau die gab es gestern Abend.
Das spannendste an der Keynote war vor allem, was Jensen One zur nächsten Chip-Generation sagt, und vor allem dazu, wie sie die Technologie von Krog einbauen.
Von dem Startup haben sie ja letztes Jahr für 20 Milliarden Dollar die Technologie gekauft.
Und das ist for allem so entscheidend, weil die Nvidia Chips ja besonders gut im Training von KI sind.
Immer mehr Kosten in der KI-Welt kommen aber, weil KI eingesetzt wird.
Und für die Inference sind die GPUs von Nvidia nicht immer am effizientesten.
Genau deshalb haben sie ja auch Krog gekauft, die sich genau auf Inference fokussieren.
Mit denen hat Jenson One gestern dann einen gemeinsamen Chip vorgestellt, and er meinte, dass sie schon in voller Massenproduktion sind.
Er meinte dazu noch, dass sich die Krog-Chips vor allem lohnen, wenn man KI will, die schnell und sehr smart denken kann, zum Beispiel wenn man KI zum Programmieren nutzt.
Dann sollte man aus seiner Sicht um die 25% des Rechenzentrums mit Krog-Chips ausstatten und den Rest mit den normalen Werra Rubin Chips.
Umgerechnet heißt das, dass er mit Krog zig Milliarden machen wird.
Übrigens ganz spannend, die Krog-Chips werden von Samsung produziert, sonst produziert Nvidia ja immer schon nur mit TSMC.
Auch sonst hat Jenson One for allem über Inference gesprochen und da auch indirekt die Kritiker angesprochen.
Manche glauben nämlich, dass Nvidia bei Inference nicht mehr so viel Marktmacht haben wird, weil es bei Inference einfach gesagt darum geht, viele KI-Abfragen sehr effizient zu machen.
Das ist aber nicht so komplex wie das Training der KI.
Deshalb kann Nvidia da nicht so hohe Preise durchsetzen.
Jensen sieht genau das aber anders.
Zumindest hat er das gestern indirekt gesagt.
Aus seiner Sicht wird der große Engpass nämlich Strom sein und diesen Strom kann Nvidia auch bei Inference effizienter nutzen als die Konkurrenten.
Übersetzt heißt es, wenn Strom der Engpass ist, zahlt man eben auch gern ein bisschen mehr für die Chips, wenn man so mehr KI aus derselben Menge Strom kriegt.
Ansonsten war gestern noch spannend, dass Jensen One Anthropic gepusht hat.
Er meinte, es gab in der Entwicklung von KI bisher drei große Sprünge.
Der erste große Sprung war JetGPT, der zweite Sprung war O1, also das Modell von JetGPT das richtig denken konnte.
Und der dritte große Sprung war Cloud Code, das Programm von Anthropic, mit dem gerade extrem viele Programmierer arbeiten und mit dem man auch sonst KI-Agenten bauen kann, die Aufgaben komplett selbst machen.
Das Ding ist jetzt, dass OpenAI ja auch einen Konkurrenten zu Cloud Code hat, also schon ein sehr klares Zeichen, dass Jensen One genau sie erwähnt.
Und eine Prognose hat er natürlich auch noch abgegeben.
Bis 2027 wird Nvidia um die 1000 Milliarden Dollar Umsatz machen.
Nachdem er das gesagt hat, ist die Aktie kurz 3% gestiegen, ist aber danach wieder auf ein Plus von ca.
2% zurückgefallen, wo sie auch vor der Prognose war.
Ansonsten meinte er, dass er langfristig an Rechenzentren im Weltall glaubt und sie daran schon aktiv arbeiten.
Und spannend war, dass er sehr lang über OpenClaw gesprochen hat, also die neue KI-Agenten-Plattform, die seit ein paar Wochen ein Riesenhype ist.
Das größte Problem mit OpenClaw ist aber, dass die KI-Agenten bisher nicht wirklich sicher sind und selbst gehackt werden oder Dinge machen, die sie nicht tun sollen.
Und deshalb hat Nvidia gemeinsam mit dem OpenClaw Erfinder NemoClaw gebaut, wo man sicher auf OpenClaw zugreifen kann.
Wirklich Umsatz bringen wird das sehr wahrscheinlich nicht, aber es ist ein ganz guter Weg für Jensen One zu zeigen, dass Nvidia eben nicht nur Chips, sondern auch Software kann.
Wir hören uns morgen wieder.
Bis dahin, alles gute, adios.
