# AI Talent Wars and Geopolitical Portfolio Strategies

**Podcast:** OHNE AKTIEN WIRD SCHWER - Tägliche Börsen-News
**Published:** 2026-03-16

## Transcript

Risikohinweis.
Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und sind zum einen ohne Gewehr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente.
Es handelt sich hier nicht um Anlageberatung.
Ihr entscheidet selber, was ihr macht.
Heute ist Montag, der 16.
März.
Mein Name ist Noah Leidinger und das ist ohne Aktienwert schwer.
Sponsor dieses Podcasts ist Scalable Capital.
Wir starten die neue Woche mit einer deutschen Wette auf ASML, die einen großen Rüstungsfehler gemacht hat.
Der Frage, wie man das Depot in Krisenzeiten aufstellt, und natürlich den aktuellen News.
Man kann mit Geld ja bekanntlicherweise nicht alles kaufen und vielleicht kann man mit Geld nicht mal die besten KI-Modelle der Welt kaufen.
Letztes Jahr wollte Max Zuckerberger zum Beispiel einen 24-jährigen KI-Forscher unbedingt zu Meta holen.
Er hat ihm 125 Millionen Dollar für vier Jahre angeboten, aber der Kollege hat abgelehnt.
Dann hat Zuckerberg einfach auf 250 Millionen Dollar erhöht und das war kein Einzelfall.
Meta hat letztes Jahr Milliarden für neue KI-Talente ausgegeben.
Und alleine dieses Jahr sollen außerdem um die 100 Milliarden Dollar in Rechenzentren gepumpt werden.
Und trotzdem ist das neue Avocado-Modell von Meta wohl nicht mal so gut wie das neue Modell von Gemini vom letzten November.
Die Veröffentlichung wurde jetzt nach hinten geschoben und intern wurde wohl sogar schon überlegt, in der Zwischenzeit die Modelle von Google zu nutzen.
Gleichzeitig kam am Wochenende noch raus, dass Meta darüber nachdenkt, 20% der Mitarbeiter zu entlassen, wohl auch, weil die KI-Kosten so stark gestiegen sind, die Aktie hat am Freitag um die 4% verloren.
Und dass man die beste KI nur mit Geld nicht kaufen kann, merkt gerade auch ein Milliardär, der noch reicher ist als Zuckerberg.
Bei Musks KI-Firma XAI sind in den letzten Monaten immer mehr wichtige Entwickler gegangen.
Musk ist nämlich nicht mit einem Fortschritt zufrieden und hat jetzt sogar auf X geschrieben, dass XAI nicht richtig gebaut wurde und nochmal von Grund auf neu gedacht werden muss.
Ganz spannend übrigens für alle Tesla-Aktionäre.
Musk hat wohl auch führende Tesla-Manager zu XAI geschickt, um die Probleme dort in den Griff zu kriegen.
Und dann gab's noch eine spannende Nachricht für Nvidia-Aktionäre.
Amazon hat einen Deal mit dem KI-Chip-Startup Cerebrus gemacht und wird die bei AWS einsetzen.
Damit hat die Firma einen echt starken Jahresstart.
Im Januar haben sie nämlich schon einen großen Deal mit OpenAI gemacht.
Die Idee bei Cerebrus ist, dass sie nicht, wie normalerweise aus einem großen Halbleiter-Waifer ganz viele kleine Chips rausstampfen, sondern sofort den kompletten Waifer als einen großen Chip nutzen.
Damit können die Daten einfach gesagt direkt auf dem Chip fließen und die KI kann im besten Fall viel effizienter arbeiten und die Deals sind ein gutes Zeichen dafür, dass das auch funktioniert.
Spannend wird aber zu sehen, ob es auch wirtschaftlich funktioniert.
Eins der großen Probleme bei diesen Waivers ist nämlich, dass wenn bei einem normalen Chip Fehler passieren, der einzelne Chip deaktiviert werden kann.
Wenn das bei einem Waifer passiert, wo der ganze Waifer der Chip ist, dann geht das nicht so einfach.
Aber damit jetzt genug KI und zurück zu Themen, die man mit Geld kaufen kann, zum Beispiel zu Öl.
Der Ölpreis ist am Freitag leider wieder gestiegen und insgesamt war an der Börse wieder schlechte Stimmung, weil sich nicht wirklich abzeichnet, dass sich die Lage bald entspannen wird.
Laut CNBC haben Privatanleger in den USA sogar alleine am Donnerstag 211 Millionen Dollar in Öl-ETFs gepumpt.
Das ist der höchste Wert ever.
Passend dazu haben die Marktforscher bei RiceState ausgerechnet, dass die Ölfirmen in den USA dieses Jahr 63 Milliarden Dollar an zusätzlichem Cash verdienen werden, wenn der Ölpreis im Schnitt weiter bei 100 Dollar bleibt.
Das Geld würde zum Beispiel reichen, um zweimal den Casino-Giganten Caesars Entertainment inklusive Schulden zu kaufen.
Das werden die Ölkonzerne zwar sehr wahrscheinlich nicht machen, aber um die Firma gibt es gerade einen Bieterstreit zwischen zwei Milliardären.
Einerseits Karl Eiken und andererseits Tillmann Vertita, der ist übrigens gerade US-Botschafter in Italien.
Neben Casinos gab es noch zwei Deal-Meldungen aus Deutschland.
Einmal haben die Kollegen bei Six laut Infos vom Manager Magazin die Marke, Internet-Domains und Social Media Accounts vom insolventenkonkurrenten Starcar gekauft.
Standorte oder Mitarbeiter wollen sie wohl nicht übernehmen und das Ganze ist vor allem spannend, weil Starcar ja ganz anders positioniert ist als Sixt.
Vielleicht sehen sie also die Chance, da in einen neuen Bereich reinzuwachsen.
Oder sie wollten einfach nicht, dass Starker von der Konkurrenz gekauft wird und irgendein Konkurrent dadurch mächtiger wird.
Und Macht ist auch bei der zweiten Deal-Meldung aus Deutschland ein großes Thema.
Und zwar hat der Hedgefonds und zweitgrößter Delivery Hero-Aktionär SPEX Management dem CEO angedroht, dass sie ihn entlassen werden, wenn er nicht endlich Tochterfirmen verkauft und die Firma strategisch sinnvoller aufstellt.
Und strategisch sinnvoller aufstellen, muss sich zum Abschluss wohl auch ein Bereich, den viele japanische Touristen lieben, nämlich die Getränkeautomaten, die dort wirklich an jeder Ecke stehen.
Daido, der drittgrößte Betreiber der Automaten, hat vor ein paar Tagen nämlich gesagt, dass er um die 20.000 Automaten entfernen wird, nachdem die Firma letztes Jahr den höchsten Verlust ever gemacht hat.
Und bei den börsennotierten Firmen I2N und Suntory läuft das Business auch nicht wirklich.
Problem ist auf der einen Seite, dass Convenient Stores wie 7-Eleven Marktanteile gewinnen.
Dann werden wegen der Inflation generell weniger Markengetränke getrunken.
Und die Automaten sind wohl tatsächlich ziemlich schlecht automatisiert.
Zum Beispiel müssen Mitarbeiter oft noch händisch überprüfen, ob sie neu aufgefüllt werden müssen.
Im letzten Makro-Mittwoch war leider nicht genug Zeit dafür, aber ich habe mit Christian Rohl, dem Chief Economist von Scalable Capital, ja darüber gesprochen, dass man die eigene Investmentstrategie nicht alle fünf Minuten ändern soll, vor allem nicht in Krisenzeiten.
Was man aber tun kann, wenn man sich ein bisschen mehr absichern will, haben wir auch besprochen.
Christian, wieso würdest du nicht immer spontan auf so Krisenzeiten reagieren und wie kann man sich trotzdem darauf einstellen?
Es wird dann sehr schwer, mit der Dynamik der Ereignisse Schritt zu halten.
Deswegen ist es eher das Thema für Privatanlegerinnen und Privatanleger, inwieweit man sich strategisch auf geopolitische Disruptionen einstellen möchte und wie man das dann macht.
Edelmetalle als Krisenwährung insbesondere dann, wenn Krisen langsam entstehen und wenn sie dann lange bleiben, sind ein Thema.
Energieaktien natürlich, wobei man vielleicht nicht nur an die großen All Majors denkt, sondern auch an LNG-Aktien, wie beispielsweise eine Chinyer Energy oder richtig heiß dann eine Venture Global oder an die LNG Flex oder Gola LNG, also die Transporte von Liquified Natural Gas.
Das ist natürlich dann auch entsprechend schwankungsintensiver.
Die können 50 Prozent in einer Woche gewinnen, aber genauso gut sich dann halbieren, wenn es sich entspannt.
Rüstungsaktien sind ein Thema.
Wenn man sich da einen solchen Basket zusammenstellt, dann sollte man denen strategisch halten und dafür auch dann triftige Gründe haben und sich darüber im Klaren sein, dass der bei einer Entspannungsphase auch entsprechend dann mal hinten liegen kann.
Aber gerade in dieser Phase sehen wir ja bislang, dass der Vermögensskern, beispielsweise Welt Index, MSCI, All Country World sich schon ganz gut gehalten hat, breit diversifiziert zu sein, nicht nur Tech, aber auch nicht nur Old Economy.
Und da kann man dann, wenn man denn möchte, einzelne Glanzlichter drumherum setzen.
Klar sein muss auch, wenn sich das Ganze eben nicht so schnell korrigiert, wie wir das in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten bei geopolitischen Eskalationen gesehen haben.
Wenn nicht so schnell eine Erholung kommt, wenn sich das auswächst zu einer Krise, die über Monate und Jahre geht, die Stagflation wie in den 1970er Jahren bringt, dann sind das auch für Aktienmärkte sehr schwierige Zeiten.
Da ist dann eben die Gesamtportfolio-Allokation eben auch mit Zinstragenden Investments, wie beispielsweise Anleihen, vielleicht auch Variable Verzinst, Tagesgeld, Monatsgeld und natürlich entsprechend sinnvollen Rohstoffprodukten ganz zentral.
Und genau für die Zinstthemen, die Christian gerade angesprochen hat, gibt es jetzt ein neues Tagesgeldangebot von Scalable Capital.
Und zwar kriegt ihr dort 2,5% Zinsen auf ein unbelanztes Guthaben, sowohl im kostenlosen als auch im Prime-Lose Broker.
Die Zinsen werden euch sogar monatlich gutgeschrieben.
Dazu gibt es im Prime Blues Broker bis zu fünfmal die Einlagensicherung, weil Scalable da mit Partnerbanken arbeitet.
Und für das Kinderkonto ist das Ganze auch verfügbar.
Ihr könnt einfach mal googeln, was man sonst so an Zinsangeboten kriegt.
Und wer dann überzeugt ist, findet alle Infos im Link in der Beschreibung.
Konditionen und Guthabenverteilung findet ihr außerdem auf scalable.capital.de.
When people talk about cash being king, it's not king if it just sits there and never does anything.
Was ganz and heute Christoph dabei, nämlich die deutsche Firma, die gerade ziemlich überraschend in den MDAX aufsteigt und fast eine Kombo aus Rüstungs- und KI-Profiteur geworden wäre.
Normalerweise sind Indexwechsel in Deutschland keine Überraschung, weil die Kriterien klar und einsehbar sind.
Bei Genoptik war das anders.
Der Konzern wird Ende März in den MDAX aufsteigen.
Danach saß vor kurzem aber noch nicht aus.
Im Dezember war die Firma eine Milliarde Euro wert.
Mittlerweile sind es 1,5 Milliarden.
Die Aktie hat also um die 50 Prozent in drei Monaten zugelegt.
Und das, obwohl 2025 operativ schlecht gelaufen ist.
Der Umsatz ist laut vorläufigen Zahlen um 5% gesunken auf eine Milliarde Euro.
Dazu hat CEO-Träger die Firma Mitte Februar verlassen, wie es heißt im gegenseitigen Einvernehmen.
Auch an der Spitze vom Aufsichtsrat gab es überraschend einen Wechsel.
Was feiert die Börse also?
Genoptik baut Mikrooptiken und Sensoren für die Halbleiterindustrie.
Die Teile stecken zum Beispiel in den Maschinen von ASML.
Die Niederländer sind sogar der wichtigste Kunde.
Zuletzt hat ASML einen starken Auftragseingang gemeldet.
Das bedeutet automatisch mehr Aufträge für Genoptik.
Konkret geht es um Mikrooptiken, die werden für die präzise Positionierung von Waifern bei lithografischen Prozessen gebraucht.
Die zu produzieren ist aber sehr aufwendig, denn schon ein einziges Staubkorn könnte eine Mikrooptik unbrauchbar machen.
Im Mai 2025 hat Genoptik in Dresden eine komplett neue Fabrik eröffnet und da knapp 100 Millionen Euro reingesteckt.
Die Mitarbeiter arbeiten in Reihenräumen der höchsten Klassen.
Alle müssen dunkelblaue Reihenraumkleidung tragen, weil die Farbe kein Licht zurückwirft.
Außerdem herrscht absolutes Make-up-Verbot.
Dazu wurden 200 Pferde 20 Meter tief in den Boden gerammt, damit die empfindliche Produktion auch gegen jede Erschütterung abgesichert ist.
Treiber für dieses wichtige Business sind die massiven Investitionen in Rechenzentren.
Genoptik sieht dadurch eine erhöhte Nachfrage und erwartet auch wieder Wachstum.
Viel Wachstum hätte die Firma auch mit einer anderen Sparte haben können.
2022 hat die Firma nämlich ihre Rüstungssparte Winkorion für 130 Millionen Euro an den britischen Finanzinvestor Star Capital verkauft.
Das war zwar damals strategisch richtig, um den Konzern zu spezialisieren, aber dann kam der Rüstungsboom nach dem Ukraine-Krieg.
Vincorion will jetzt am nächsten Freitag an die Börse und zwar zu einer Bewertung von 850 Millionen Euro.
Das ist fast das Siebenfache vom Verkaufspreis.
Vincoreon hat mittlerweile einen Auftragsbestand von einer Milliarde Euro und wächst mit 22% pro Jahr.
Die Komponenten der Firma stecken unter anderem in Patriot-Flugabwehrsystem.
Genoptik hat also kurz vor dem größten Rüstungsboom seit Jahrzehnten seine Verteidigungssparte für einen Bruchteil des heutigen Werts abgegeben.
Aktuell wird Genoptik mit dem 17-fachen vom erwarteten Gewinn bewertet.
Damit ist die Aktie teurer als im Durchschnitt der letzten drei Jahre.
Aber wenn ASML anzieht, könnte die Firma eben profitieren.
Kein Chip geht ohne Ienoptik.
Das ist vielleicht ein bisschen extrem formuliert, aber im Prinzip stimmt das schon.
Das war ohne Aktienwirt schwer.
Produziert von Podstas bei OMR.
Wir hören uns morgen wieder.
Euch einen guten Start in die Woche.
Adios.
