# Geopolitical Oil Shocks and AI Disruption in Auto

**Podcast:** OHNE AKTIEN WIRD SCHWER - Tägliche Börsen-News
**Published:** 2026-03-13

## Transcript

Risikohinweis.
Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Informationen und sind zum einen ohne Gewehr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente.
Es handelt sich hier nicht um Anlageberatung.
Ihr entscheidet selber, was ihr macht.
Heute ist Freitag, der 13.
März.
Mein Name ist Noah Leidinger und das ist ohne Aktienwert schwer.
Dieser Podcast unterstützt von Scalable Capital, dem Broker für alle, die aktiv handeln wollen, mit Trading Flatrate Krediten und Features für den Portfolioanalysen.
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Wir beenden die Woche mit dem Weltmarktführer für Airbags, der Frage, ob die Adobe-Aktie endlich wieder steigt und natürlich den aktuellen News.
Der neue oberste Führer des Irans hat gestern gesagt, dass die Straße von Hormos weiter als Druckmittel benutzt werden soll und geschlossen bleibt.
Danach ist der Ölpreis um über 5% wieder auf 100 Dollar gestiegen.
Der Global Energy ETF hat dadurch den höchsten Stand seit 2008 erreicht.
Die Ölproduktion ist laut der International Energy Agency auf den niedrigsten Stand seit vier Jahren und die Agency spricht von der größten Versorgungsunterbrechung im Ölmarkt ever.
Und auch die Düngemittelfirmen CF Industries, Nutrient, Mosaik Company sind um die 10% gestiegen, weil über die Straße von Hormos normalerweise ca.
ein Drittel des weltweiten Düngers transportiert wird.
Dadurch, dass die Straße jetzt geschlossen bleibt, könnte es zu einem Düngermangel kommen und Hersteller können die Preise stark anziehen, weil Bauern genau jetzt im Frühling den Dünger dringend brauchen.
Dadurch konnte auch das deutsche Bergbauunternehmen KS um die 15% steigen, weil deren Schwefel ein wichtiger Bestandteil in Düngern ist.
Der größte deutsche Energiekonzern RWE holt sich kein Gas aus dem Nahen Osten und bleibt von der Situation deswegen größtenteils verschont.
Weil die Energiepreise 2025 aber gesunken sind, ist auch der um Sondereffekte bereinigte operative Gewinn nach Abschreibungen auf 5 Milliarden Euro gefallen.
Bis 2027 geht man aber von knapp 7 Milliarden Euro aus.
Die Aktie ist deshalb fast 5% gestiegen.
Weiter in Deutschland schüttet die Deutsche Bank nach einem Rekordjahr mit 10 Milliarden Euro Vorsteuergewinn auch besonders hohe Boni an ihre Mitarbeiter aus.
Die Beschäftigten bekommen fast 3 Milliarden Euro, das ist die höchste Zahlung seit 2014.
Damit gab es 2025 über 650 Einkommensmillionäre bei der Bank.
CEO Christian Seewing selbst bekommt über 10 Millionen Euro, andere waren weniger happy.
Vier Ex-Investmentbanker der Bank haben die Firma auf 700 Millionen Euro Schadensersatz verklagt.
Laut dem Handelsblatt ist das nur der von den Klägern erwartete Mindestbetrag.
2019 wurden die Banker zur Beihilfe von Bilanzfälschungen und Marktmanipulationen zu jahrelangen Haftstrafen verurteilt, später aber wieder freigesprochen.
Und die Banker werfen der deutschen Bank vor, sie vor Gericht extra schlecht verteidigt zu haben, um die Schuld auf sie zu schieben.
Die deutsche Bank selbst sagt, dass sie die Vorwürfe für unbegründet hält und sich vor Gericht verteidigen wird.
Dass die Aktie gestern 3% verloren hat, könnte außerdem daran liegen, dass sie mit knapp 30 Milliarden Dollar ziemlich stark in Private Credit investiert ist.
Und wie Noah in den letzten Tagen erklärt hat, steckt die Branche ja gerade in der Krise.
Gestern hat auch die US-Bank Morgan Stanley bekannt gegeben, dass die Investoren nicht mehr erlaubt, Geld aus den eigenen Private Credit Fonds zu ziehen.
Nach der Meldung sind auch andere Private Credit Manager wie Blue Owl, Blackstone, KKR und Apollo gefallen.
Nachdem wir euch die letzten Tage von den schwachen Porsche und VW-Zahlen erzählt haben, waren gestern BMW, Honda und Daimler Truck dran.
Der Gewinn ist bei allen drei Firmen gefallen.
Schuld waren vor allem Zölle und die schwache Nachfrage in den USA und China.
Bei BMW wurde das schon erwartet, spannend war hier aber noch, dass der Siemens Energy CEO, Christian Bruch, ab Mai in den Aufsichtsrat kommen soll.
Auch bei Daimler Truck waren Investoren von dem Rückgang ausgegangen, dass sich die Nachfrage in den USA im vierten Quartal sogar wieder leicht erholt hat, war dann positiv.
Und CEO Radström geht im laufenden Jahr von bis zu 8% Wachstum aus.
Die Aktie hat danach 5% zugelegt.
Honda hat es härter getroffen, von den japanischen Autobauern haben die sich am stärksten auf E-Autos fokussiert.
Bis 2040 wollten die nämlich nur noch E-Autos verkaufen.
Weil die E-Auto-Nachfrage in den USA nach Trumps Änderungen so stark gefallen ist, hat Honda die Produktion von mehreren Modellen gestrichen und geht dadurch von einem Verlust von knapp 15 Milliarden Dollar aus, vor allem durch Abschreibung.
Auch unterm Strich wird Honda dieses Jahr damit keinen Gewinn machen.
Das ist der erste Nachsteuerverlust, seitdem die Firma in den 1950ern an die Börse ist.
Der Börsenwert ist gestern um die 5% auf 35 Milliarden Dollar gefallen.
Stark nach oben ging es bei Zalando und der Dating App Bumble bei beiden wegen KI.
Die hilft bei Zalando nämlich damit, Kunden bessere Kaufvorschläge zu machen.
Dadurch ist die Durchschnittliche Anzahl von Artikeln im Warenkorb um 13% gewachsen.
Und durch bessere Größenempfehlungen ist die Zahl der Retouren wegen falscher Größe fast 10% gesunken.
Dazu haben sie ein Aktienrückkaufprogramm für dieses Jahr im Umfang von 300 Millionen Euro angekündigt, was bei einem 6 Milliarden Euro Börsenwert schon ordentlich ist.
Die Aktie ist gestern um die 10% gestiegen.
Bei einer Sache muss man aber vorsichtig sein.
Gestern stand oft, dass Zalando letztes Jahr 17% gewachsen ist.
Das lag aber daran, dass sie About You gekauft haben.
Wenn man die zwei zusammen mit dem Vorjahr vergleicht, waren es nur 7%.
Die Bumble-Aktie hat gestern sogar über 30% zugelegt.
Das könnte fairerweise auch daran legen, dass die Erwartungen einfach sehr niedrig waren.
Die Bewertung entspricht immer noch gerade mal dem Fünffachen vom erwarteten Gewinn und Bumble schrumpft auch bei den Nutzerzahlen.
Im letzten Quartal sind die Zahlen der Nutzer sogar über 20% geschrumpft.
Aber das war trotzdem ein bisschen besser als erwartet.
Und die Börse hat vielleicht auch die KI-Vision überzeugt.
Bumble hat ein Chatbot vorgestellt.
Nutzer können dann mit dem schreiben, der bekommt eine Idee, mit wem die Person zusammenpassen würde und Matscht dann, ohne dass man vorswipen muss.
Wenn man mir vor fünf Jahren erzählt hätte, dass ich Adobe-Aktie mit einem KGV von 11 kaufen kann, hätte ich auf jeden Fall sofort gekauft.
Gestern gab es neue Zahlen von Adobe und vor den Zahlen war die Bewertung genau da.
Adobe wird nämlich nur noch mit 110 Milliarden Dollar bewertet und damit nur mit dem Elffachen vom erwarteten Gewinn.
Im Schnitt der letzten fünf Jahre war Adobe dreimal so teuer und heute ist Adobe damit 50% günstiger als die durchschnittliche Firma im SP 500.
Wenn man mir gleichzeitig vor fünf Jahren erzählt hätte, dass ich heute mit Cloud Code animierte Grafiken in hoher Qualität und ohne irgendwelche Designskills bauen könnte, wäre ich vielleicht nicht mehr ganz so bullish gewesen.
Und genau diese KI-Angst drückt ja auch die Aktie.
Wir haben bei uns bei OMR vor ein paar Monaten mal eine Umfrage bei allen Designern und Audio- und Videoproducern gemacht.
Da man sich die meisten schon einig, dass noch viel passieren muss, damit sie von Adobe wegwechseln, alleine schon weil man sich an die Tools gewöhnt hat.
Gerade im Audiobereich hat Adobe außerdem selbst schon sehr gute KI-Tools und in anderen Bereichen bauen sie das gerade auf.
Wenn man aber jetzt schon in Claude sehr gute Grafiken erstellen kann und mit Nanobanana starke Bilder machen kann, wird das in den nächsten Jahren viel viel besser werden.
Und dann ist die Frage, wo eben langfristig der Burggraben bleibt.
Klar kann es sein, dass Profis dann immer noch lieber die Adobe-Tools nutzen, aber wie viel Zahlungsbereitschaft sie dafür noch haben, ist eine andere Frage.
Das ist erstmal der Negativ-Case für Adobe.
Der positive Case ist, dass sie letztes Quartal immer noch 12% gewachsen sind und damit schneller als erwartet und schneller als im Quartal davor.
Dazu kommt, dass selbst wenn die KI-Disruption das Geschäft frisst, es doch immer lang dauert, bis sich sowas wirklich durchsetzt, dass Adobe außerdem durch seine eigenen Daten Content liefert, der Lizenzrechtlich sicher ist, was vor allem für große Konzerne sehr relevant ist.
Und dass es ja immer noch eine Wahrscheinlichkeit gibt, dass KI-Tools den Zugang zu Design oder Videoerstellung einfacher machen, Adobe verliert dann vielleicht Marktanteile oder verdient weniger pro Kunde, aber der Markt an sich wird einfach 100 Mal größer.
Ich habe dafür jetzt einfach mal ein paar einfache Modelle durchgerechnet.
Am Ende ist der faire Wert einer Firma ja der Wert ihrer zukünftigen Cashflows, Adobe macht gerade so 10 Milliarden Cash im Jahr, wenn man das mit 10% abzinst, kommt man auf diese Ergebnisse.
Wenn die Firma von aktuell 10% Wachstum auf im Schnitt 0% in den nächsten 10 Jahren bricht und danach 20% im Jahr schrumpft, ist sie 70 Milliarden Dollar wert, also deutlich weniger als jetzt.
Wenn man davon ausgeht, dass sie jetzt noch 5 Jahre 10% wächst, dann 5 Jahre nur noch 5% und dann nur noch 1%, kommt man auf ca.
160 Milliarden.
Wenn die KI-Disruption Adobe also wirklich krass trifft, ist die aktuelle Bewertung nicht absurd günstig.
Wenn sie KI standhalten, gibt es aber viel Abseits.
Dafür müssen sie nicht mal großer Profiteur werden.
Das Problem aus Investorensicht ist, dass es für die Einschätzung davon, welches der Szenarien realistischer ist, einfach sehr wenige Daten gibt und der CEO von Monday.com hat letzte Woche im 20 VC-Podcast sehr gut erklärt, wie viele Investoren darüber nachdenken.
Es gibt gerade im Grunde unendlich viel Nachfrage nach KI-Produkten, was man ja bei den ganzen KI-Startups sieht.
Wenn man durch KI also nicht wächst, ist es kein Nachfrage, sondern ein Angebotsproblem.
Und wenn sich bei bestehenden Firmen das Wachstum aktuell nicht beschleunigt, haben sie scheinbar nicht das richtige Produkt für die KI-Naffrage.
Und bei Adobe ist es ja tatsächlich so, dass sich das Wachstum in den letzten Jahren nicht beschleunigt hat.
Sie haben zwar KI-Produkte, die den Umsatz letztes Quartal im Vergleich zum Vorjahr verdreifacht haben.
Insgesamt wachsen sie aber trotzdem nicht schneller als vor den KI-Zeiten.
Und sie haben gestern zugegeben, dass der Umsatz bei Adobe Stock, wo sie Lizenzen für Bilder und Videos verkaufen, stärker zurückgeht, als sie gedacht hätten, weil Kunden eben eher neue Bilder generieren.
Dazu kam gestern bei den Zahlen noch, dass sie zwar besser waren als gedacht, Adobe aber die Jahresprognose nicht angehoben hat.
Und vor allem hat der CEO seinen Rücktritt verkündet, erst seit 1988 bei Adobe und seit 2007 CEO.
Damit endet also eine krasse Ära, in der sich die Aktie mehr als versechsfacht hat.
Gestern nach Börsenschluss ging es aber eben wieder um die 5% bergab.
August 3, 2024 was a beautiful day, a day of celebration, including champagne at 9 in the morning.
Before ich über die Firma spreche, aber erstmal eine krasse Statistik.
Vor knapp 10 Jahren hatten chinesische Autohersteller weltweit noch einen Marktanteil von nicht mal 30%.
Heute sind schon 40.
Und auch wenn von allen neu registrierten Autos in Europa letztes Jahr nur 6% chinesisch waren, ist das immer noch doppelt so viel wie ein Jahr davor.
Um hier weiter zu wachsen, müssen sich die chinesischen Player aber an unsere Standards anpassen.
Die durchschnittliche Airbag-Anzahl in chinesischen Autos hat sich deswegen seit 2020 auf knapp 5 mehr als verdoppelt.
Und davon könnte eben der schwedische Airbag-Hersteller Autolift profitieren.
Die Firma hat bei Airbags, Lenkrädern und Sicherheitsgurten weltweit ca.
50% Marktanteil und ist damit der größte Hersteller.
Der zweite Platz bei Airbags hat nur knapp 20.
Grundsätzlich wollen sich die chinesischen Autohersteller Produkte lieber von anderen chinesischen Firmen liefern lassen, weil die günstiger sind und in China auch schneller liefern.
Um die europäischen Sicherheitsstandards zu erfüllen, kommen die chinesischen Hersteller aber an Autolif kaum vorbei.
Für jeden neuen Automobilhersteller, jeden neuen Markt, jedes neue Modell müssen Sicherheitsbauteile einzeln zertifiziert werden.
Es gibt zwar günstige chinesische Zulieferer, die die Standards erfüllen können, aber keiner von denen schneidet bei den Tests so gut ab wie Autolift.
Der größte chinesische Autohersteller BYD baut seine Airbags zwar selbst, lässt sich dafür aber auch Teile von Autolift zuschicken.
Und chinesische Hersteller wie Sherry haben Autolift ganz als Partner mit ins Boot geholt.
So wirken sie erstmal ganz gut aufgestellt gegenüber dem Wandel in der Autoindustrie.
Aktuell kommt aber noch die Hälfte vom Umsatz von Kunden aus den USA und Europa.
Spannend ist auch, dass fast 40% von Kunden aus Japan und Korea kommt, 2017 gab es den größten sicherheitsbedingten Autorückruf ever, nachdem Airbags vom japanischen Hersteller Takata explodiert sind.
Der hatte damals knapp 20% Marktanteile im Airbagmarkt und hat besonders für japanische Firmen produziert.
Der Rückruf hat über 24 Milliarden Dollar an Kosten verursacht und Takata musste nach dem Rückruf Insolvenz anmelden.
Die Marktanteile von Takata sind danach zu Autolift gewandert und spätestens seitdem schauen Autohersteller besonders darauf, von wem ihre Komponenten kommen.
Und obwohl Autolift mit Abstand der größte Player im Markt ist, waren sie in den letzten 10 Jahren nur für 2% der Rückrufe verantwortlich.
Das wird auch ein Grund sein, warum ihre Systeme immer häufiger von ihren Kunden eingesetzt werden.
Es ist nämlich nicht so, dass ein Autohersteller immer mit dem gleichen Airbag-Hersteller zusammenarbeitet.
Die Autohersteller entscheiden sich für jedes Modell einzeln für die Komponentenhersteller.
Und während 2022 65% von Autolys Top 20 Kunden über 40% der Zeit Produkte von Autoliv eingebaut haben, sind es 2024 schon über 85% gewesen.
Auch wenn die jetzt mehr aus China und dafür weniger aus Europa kommen könnten, ist Autoliv weiter vom globalen Automarkt abhängig und der soll in den nächsten Jahren mit 1,5% wachsen.
Der Sicherheitsanteil an den Kosten von Autos steigt mit ca.
2,5% und gleichzeitig gewinnt Autoliv eben teilweise Marktanteile bei bestehenden Kunden.
So kommt man dann auf ca.
5% Wachstum im Jahr.
Ist nicht viel, aber Autoliv will auch die operative Marge bis 2030 auf 12% anheben.
Dann würde bis dahin der operative Gewinn mit 11% pro Jahr wachsen.
Gleichzeitig soll die Hälfte von dem dann erwirtschafteten Gewinn für Dividenden und Aktienrückkäufe ausgegeben werden.
Dafür wirkt das KGV von 12 nicht unbedingt teuer, aber ob und wie schnell der Automarkt sich tatsächlich erholt, ist nicht sicher und wir haben bei Takata gesehen, dass nur ein Fehler in der Produktion ausreichen kann, um einen großen Player zu stürzen.
Jetzt kommt ein völlig Beklatscher.
Mit welchem Gurt kann man sich nicht anschnallen?
Mit den Joghurt.
Das war ohne Aktienwert schwer, produziert von Podstas bei OMR.
Euch ein schönes Wochenende.
Bis Montag.
Adios.
