# European Nuclear Renaissance and AI Market Shifts

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-03-12

## Transcript

Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über einen Hollywood-Reifen-Deal für Netflix, hoffen auf Liebescomeback bei Bumble und Upside bei Oracle.
Thema des Tages dreht sich alles um die atomare Zeitenwende in Europa und wie Anleger davon profitieren.
Und in der AAAD geht es um einen Renditeturbo mit Nebenwirkungen.
Das ist alles auf Aktien, der tägliche Börsenschott.
Es begrüßen euch Anja Ettel.
Und Holger Czeppitz aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haft nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
Blick auf die Märkte.
Heute ist Donnerstag, der 12.
März, und wir wünschen euch einen überzeugten Start an den Tag.
Tja, an den Märkten.
Da ist die Überzeugung, das Zutrauen wegen der geopolitischen Risiken weiter niedrig.
Wie man auch an den Handelsvolumen sehr gut ablesen konnte.
Gestern an der Wall Street wurden 17,9 Milliarden Aktien gehandelt.
Das sind 10% weniger als im Schnitt.
Und in Deutschland, da gingen sogar 20% weniger Papiere um als am Vortag.
Und der DAX, tja, der gab einen Teil seiner Vortagsgewinne wieder ab und reduzierte sich um 1,4% auf 23.640 Punkte.
Und der SP 500, der fiel um feine 0,1 Prozent.
Und in nächster Gang 100, der gewann um 0,03 Prozent, also quasi unverändert.
Noch feinere 0,03 Prozent.
Ja, und ablesen ließ sich die Verunsicherung vor allem am Ölpreis.
Brand notierte fast 5% höher bei 92 Dollar je Fass und WTI verteuerte sich 4,6 Prozent auf 87 Dollar.
Und da nützte es auch nichts, dass die IEA, also die Internationale Energieagentur die größte Notfallkarte ihrer Geschichte zog.
400 Millionen Barrel aus strategischen Reserven werden freigegeben.
Das ist mehr als doppelt so viel wie nach dem russischen Überfall auf die Ukraine 2022.
Ja, und das klingt gewaltig und ist es auch.
Allerdings, die Welt verbraucht gut 100 Millionen Barrel pro Tag und das heißt, rein rechnerisch reden wir über etwa vier Tage globalen Verbrauch.
Immerhin ist ja nicht der gesamte globale Verbrauch in der Straße von Hormuz fest.
Nur 20 Prozent.
Aber man sieht trotzdem, diese Freigabe hat zumindest an den Märkten nicht viel genutzt.
Und am Abend wurde da auch noch bekannt ist in Amerika 172 Millionen Barrel freigeben, wenn aus der strategischen Petroumpiss-Reserve, aber auch das brachte keine Ruhe.
Und das Problem, ja, da liegt woanders.
Die Golfstaaten haben ihre Förderung bereits um 6% des Weltmarkts gedrosselt.
Und wenn die Straße von Hormuz, durch die ja rund ein Fünftel des globalen Ölhandels läuft, länger blockiert oder faktisch geschlossen wäre, dann würden eben diese strategischen Reserven nur als sehr kurzfristiger Puffer funktionieren.
Ja, so ist es.
Und Capital Economics bringt es auf den Punkt.
Strategische Reserven sind kein Ersatz für eine offene Mehrenge.
Sprich, die Maßnahme kann Preisspitzen dämpfen.
Aber wenn der Engpass strukturell wird, dann dürfte Brand schnell wieder über 100 Dollar steigen.
Und für Anleger heißt das, eine kurzfristige Entspannung, die ist möglich, aber das strukturelle Risiko eines geopolitisch getriebenen Ölmarktes bleibt.
Tja, und abgesehen von geopolitischen Verwerfungen hat sich der Fokus an den Märkten gestern auf neue Inflationsdaten aus den USA gerichtet.
Allerdings gab es aus diesen amerikanischen Verbraucherpreisen für Februar kein größeren Impuls.
Der Krieg gegen den Iran war ja auch aus Ende Februar ausgebrochen.
Insofern ist es in der Tat noch nicht abzulesen gewesen.
2,4 Prozent stieg die Inflation im Vergleich zum Vorjahr.
Trotzdem sehen die Leute schon mehr und die Renditen an den Anleihemärkten, die stiegen kräftig nach oben.
Die amerikanische zehnjährige Rendite ging um sieben Basispunkte auf 4,22 Prozent hoch und die Bundesanleihen noch krasser.
Zehn Basispunkte auf 2,93 Prozent.
Und die tendieren jetzt Richtung 3 Prozent.
Und was das fiese ist, die Anleger sind auch immer weniger bereit, da diese Dinger zu kaufen.
Und es gab gestern eine Anleihauktion über eine 5 Milliarden, eine zehnjährige Bundesanleihe.
Und da bekam die Finanzagentur auch nur Gebote über 4,5 Milliarden.
Und da spricht man dann technisch gesehen von einer gescheiterten Auktion.
Aber in der Regel ist es so, dass die Finanzagentur nicht die vollen 5 Milliarden ausgibt, sondern eben nur einen kleineren Anteil.
Und dann hat es dann doch gereicht mit den 4,5 Milliarden.
Aber trotzdem war es schon ja ein Alarmsignal.
Ja, ist schon bemerkenswert.
Ja, und stattdessen hat die deutsche Bank die BIP-Prognose für Deutschland für das laufende Jahr von 1,5 auf nur noch 1% gesenkt.
Und die Deutsche Banker, die stehen damit nicht allein mit diesem Pessimismus.
Auch das DIW in Berlin erwartet einen um 0,1 bis 0,2 Punkte niedrigeres Wachstum unter einem um 0,4% Punkte höhere Teuerungsrate.
Und konkret dürfte das Wachstum in diesem Jahr bei 1,0 Prozent liegen und die Teuerung bei 2,4 Prozent.
Und bei den Energiepreisen, da rechnen die Forscher mit einem Plus von 4% in diesem Jahr.
Und das DW ist das erste der großen Forschungsinstitute, die in dieser Woche Zahlen vorlegen.
Morgen folgt das IWH und das IFO-Institut.
Ja, und dieses ganze Szenario, das riecht so ein bisschen nach Stagflation und wir hatten euch ja vor zwei Tagen ein paar Ideen dafür an die Hand gegeben.
Und über die guten Zahlen bei Oracle haben wir gestern auch schon berichtet.
Die Aktie ist ja nachvüssig, deshalb auch schon kräftig gestiegen und im offiziellen Handel ging es dann auch weiter aufwärts.
Die Aktie schafften Plus von 9,2 Prozent.
Und die guten Quartalszahlen waren Grund genug für Analyst Mark Murphy von JP Morgan, die Aktie hochzustufen.
Nach den zuletzt hohen Kursverlusten sei das Chancenrisikoverhältnis bei dem Wert nun deutlich attraktiv.
Und dann gab es eine Geschäftszahlen von Aere Viramont und die überzeugten nicht, die Aktie verlor 6,2 Prozent und eine Kooperation mit der KI-Ikune Nvidia schoben Nebbius um 16,2 Prozent nach oben.
Ja, und um KI geht es auch in diesem Deal.
Netflix investiert nämlich in eine eigene KI-Infrastruktur für Filmproduktionen und holt sich dafür festhalten, die Expertise von Hollywoodstar Ben Affleck.
Ja, der hat eine Firma gegründet, Interpositive heißt die.
Und Netflix hat sich diese Firma jetzt also geschnappt.
Und der Kaufpreis für diese, ich glaube, ungefähr 16-Mann-Firma oder 16 Mann- und Frau-Firma hat Blockbuster-Qualitäten.
Laut Bloomberg liegt er inklusive bestimmter Performance-Ziele bei rund 600 Millionen Dollar und ist damit eine der größten Übernahmen bisher für Netflix.
Na, wenn da nicht mal noch Paramount kommt und ein Gegenangebot verlegt.
Das glaube ich, das ist nicht passiert.
Also 600 Millionen für so eine Laden, das ist ja schon.
Naja, und die Tools der Affleck-Firma, die sollen nicht eigenständig Filme generieren, sondern Filmemacher bei der Postproduktion unterstützen.
Und die Übernahme ist Teil eines branchenweiten Wandels, bei denen große Studios zunehmend Partnerschaften mit KI-Firmen eingehen.
Amazon-Beis hat in den vergangenen Jahren ein eigenes KI-Studio gegründet.
Disney eine Kooperation mit OpenAI angekündigt, bei der der Konzern privilegierten Zugang auf bestimmte KI-Tools erhält, um neue Inhalte für Plattformen wie Disney Plus zu generieren.
Ja, und nochmal, apropos KI, der australische Software-Konzern Atlassian streicht 1600 Stellen, das sind etwa 10% der Belegschaften, das Ziel, ein stärkerer Umbau in Richtung KI und stärkerer Fokus auf Enterprise-Kunden, so hat das die Firma erklärt.
Ganz billig wird das nicht.
Der Konzern rechnet mit Vorsteuerkosten von rund 236 Millionen Dollar für Abfindung und Bürokratieabbau.
Der Börse gefiel die Nachricht, die Aktie legte nachbörslich rund 4% zu.
Und dann hat Bumble Zahlen vorgelegt, das wäre unser Sommer der Liebe, den wir schon häufiger hatten hier an, ja.
Ist aber ewig her.
Da gab es, da war Bumble noch, lief es noch gut.
Ich glaube, jetzt.
Jetzt gehen die Leute zu Hinge.
Ich weiß es nicht.
Ich habe da letztens eine Geschichte drüber gelegt.
Du bist gut informiert.
Da war eine große Geschichte über die Hinge-CEO und die hat erzählt, wie ihr Tagesablauf ist und sie fängt an mit Yoga und geht schon abends um halb neun ins Bett mit einem Buch.
So, das wollte ich hier kurz mitteilen.
Aber es geht ja eigentlich um Bumble und den Sommer der Liebe.
Und die haben Zahlen vorgelegt und die haben auf den ersten Blick positiv überrascht.
Der Umsatz lag über den Erwartungen und die Aktie stieg 24 Prozent.
Klingt erstmal wie ein Comeback-Case, wenn da nicht die sinkenden Nutzerzahlen werden.
Ich habe es ja eben gesagt, die gehen zu Hinge.
Minus 20,5 Prozent auf 3,3 Millionen.
Gleichzeitig stieg aber der Umsatz pro User um knapp 8% auf etwas mehr als 22 Dollar.
Sprich, das Wachstum kommt bei Bumble nicht mehr über die Masse, sondern über die Monetarisierung.
Ähnlich sieht es beim Matchgroup aus.
Beide Firmen setzen verstärkt auf KI-optimierte Tools, um die Nutzer stärker an sich zu binden und auf diese Weise das stagnierende Nutzerwachstum in eine höhere Zahlungsbereitschaft zu übersetzen.
Ja, das klingt ganz wundervoll.
Ja, oder?
Das ist Sommer der Liebe, oder?
Wunderbar.
Ist noch weit weg.
Nicht so wundervoll ging es bei Rheinmetall zu, da die fielen nach dem Zahlenausweis um 8 Prozent.
Die starke Wehrtechniknachfrage hat dem Konzern vergangen, das ja ein hohes Umsatzfluss beschert von 29 Prozent.
Aber dieses Umsatzplus hat die Erwartungen nicht ganz erfüllt.
Und das operative Ergebnis, das kletterte überproportional zu den Erlösen.
Und die Gewinnrendite, die stieg auf 18,5 Prozent.
Allerdings, die Analysten hatten mit 19 Prozent etwas mehr erwartet.
Und deswegen ist die Aktie gefallen.
Und ja, dennoch, die Aktionäre, die sollen eine deutlich höhere Dividende erhalten.
Und die Aktie der Porsche AG, das ist auch ein Faszinosum.
Die gewann 6,1 Prozent nach endgültigem Geschäftszahlen für 2015.
Und die waren echt gruselig.
Und sie wollten auch vom Markt als unter den Erwartungen liegend bezeichnen.
Und auch der Ausblick hat überhaupt nicht überzeugt.
Aber in der Telefonkonferenz hat dann immerhin Porsche noch bekräftigt, die mittelfristigen Ziele zu erfüllen und die Rentabilität den Vorrang gegenüber dem Volumen zu geben.
Und das hat dann wohl einige Aktionäre irgendwie milde gestimmt.
Und außerdem ist die Stimmung gegenüber der Aktie so mies, dass es vielleicht auch nur hochgehen konnte, egal wie die Zahlen ausfallen.
Zehn Allerlistenraden zu verkaufen.
Das ist mehr als jeder dritte Analyst.
Und das ist echt selten, weil Erlisten ja meistens zum Kaufen oder wenigstens zum Halten raten.
Und vielleicht ist es deshalb so, dass die Aktie 6,1% gewonnen hat.
Und da gab es noch die Aktien von Wacker Chemie, die stiegen um 6,6 Prozent, nachdem das Chinemieunternehmen für dieses Jahr höhere Gewinne prognostiziert hatte, da der Konzern auf Kostensenkungen setzt.
Und dann gab es noch eine amerikanische Geschichte, Sable Offshore.
Das ist so ein kalifornisches Unternehmen.
Da hat Donald Trump einen Kriegsrecht rausgeholt.
Deswegen sollen die da jetzt wieder bohren dürfen vor Kalifornien.
Und dann sollen die Gesetze von Kalifornien irgendwie durch Bundesrecht irgendwie überstimmt werden.
Und die Aktie, die stieg kräftig, nachdem das bekannt geworden war.
Und du machst Termine, oder?
Ja, nach so vielen Geschichten mache ich ein paar Termine.
Heute beginnt der zweitägige Pilotenstreik bei der Lufthansa.
Und mal gucken, was das für Folgen hat.
Außerdem, wie eben gesagt, es gibt die Frühjahrsprognosen von IFU und IWH.
Und der VCI, also der Verband der chemischen Industrie, beschreibt die Lage der Branche im vierten Quartal und gibt mit Sicherheit auch ein Ausblick.
Außerdem gibt es Jahreszahlen von BMW, Daimler Truck, der Kernmarke von VW, Zalando, Kränke, K, Brenntag, Seltronik, Generali, Swiss Life, Helios Towers, Vivondy und Adobe.
Das Thema des Tages.
Irgendwie steht diese Woche wirklich voller Überraschung.
Die Ölpreis wollte der Chefwechsel bei Biontech.
Und nun hat auch noch Ursula von der Leyen für einen echten Knaller gesorgt.
Sie nennt den Atomausstieg einen strategischen Fehler.
Hammer.
Tja, vor allem, wenn man bedenkt, wie lange Kernenergie in Europa politisch eher ein Tabuthema war.
Und jetzt spricht die Kommissionspräsidentin von einer Renaissance der Kernenergie.
Da kann man schon von einem echten Richtungswechsel sprechen.
Ja, und sie unterfüttert das mit Zahlen.
1990 kam noch rund ein Drittel des europäischen Stroms aus Atomkraft.
Heute sind es nicht mal mehr 15 Prozent.
Und von der Leyen sagt jetzt, das war damals eine bewusste Entscheidung, aber eben die falsche.
Und das ist schon ziemlich bemerkenswert.
Und im Grunde wird damit ja die Energiepolitik der vergangenen anderthalb Dekaden neu bewertet.
Und ihre Argumentation ist klar, wenn Europa wettbewerbsfähig bleiben will, Stichwort KI, Robotik, Hightech-Industrie, dann braucht es riesige Mengen verlässlichen und vor allem bezahlbaren Strom.
Und das 24-7.
Wind und Sonne liefern zwar viel, aber eben nicht konstant, Kernkraft liefert konstant.
Von der Leyen verbindet das Ganze auch mit Geopolitik, logisch.
Der Ukraine-Krieg und nun auch die Nahost-Krise führen uns ja gerade vor, wie gefährlich diese große Abhängigkeit Europas von Energieimporten ist, politisch und wirtschaftlich.
Und die Botschaft aus Brüssel, die lautet, wer Strom selbst produziert, der ist strategisch einfach freier.
Und selbst der ehemalige Staatssekretär von Robert Habeck, Herr Kreichen hat im Interview auch gesagt, dass er Atomkraft mit erneuerbaren Energien zusammengekoppelt, eine sehr schöne Sache wird.
Also es gibt da einen Umdenken, was größer ist.
Und spannend finde ich ja, worauf die EU jetzt setzt, nicht neue Megameiler, sondern eben kleinere Modulare Reaktoren, sogenannte SMR.
Diese Mini-AKWs haben eine deutlich geringere Leistung als herkömmliche Anlagen und versprechen eine flexiblere Energieerzeugung als Atomkraft in Serienproduktion statt milliardenschwere Einzelprojekte.
Und Anfang 2030 soll die neue Technologie in Europa einsatzbereit sein.
Ja, das klingt ja erstmal überzeugend kleiner, flexibler, potenziell günstiger.
Die große Wette dahinter, die lautet: funktioniert eine Skalierung in der Kernenergie.
Wenn SMR wirklich in Serie gehen, dann könnte das die Kostenstruktur maßgeblich verändern.
Aber Kritiker waren vor den Risiken, wenn überall in Europa viele kleine Atomkraftwerke entstehen.
Und auch politisch ist das Thema längst nicht entschieden.
Bundesumweltminister Carsten Schneider, SPD, der spricht von einer rückwärtsgewandten Strategie, die vor allem aus Subventionen bestehen.
Wer in Europa diskutiert, sind andere längst weiter.
Großbritannien, Tschechien und Polen treiben die Mini-AKW voran.
China und Russland haben erste Anlagen sogar schon in Betrieb genommen.
Also ihr seht, da kommt gerade richtig Bewegung rein und das ist natürlich auch aus Anlegersicht interessant.
Wenn es tatsächlich eine Renaissance gibt, dann reden wir nicht nur über Stromkonzerne, sondern über die gesamte Wertschöpfungskette.
Also Uranförderung, Brennelemente, Ingenieursdienstleistungen, Spezialmaterialien und so weiter.
Und der Uranmarkt, der war ja jahrelang unterinvestiert, weil die meisten Investoren vom langen Auslaufen der Kernenergie ausgegangen waren.
Politisch bleibt es allerdings ein heikles Thema.
Selbstläufe ist das Ganze also nicht dafür, aber eine ziemlich spannende strategische Wette auf die Rückkehr einer umstrittenen Technologie und natürlich auf den steigenden Strombedarf.
Das ist sogar der eigentliche Treiber, die KI-Rechenzentren, die verschlingen ja gigantisch viel Strom.
Und wenn Europa da ernsthaft mitspielen will, dann reicht moralische Überlegenheit nicht.
Da braucht es Gigawatt und zwar planbare Gigawatt.
Und die Frage ist also weniger: mögen wir Atomkraft, sondern eher, kann Europa es sich leisten, darauf zu verzichten.
Und je nachdem, wie ihr auf das Thema schaut, kann es also interessant sein, sich da mit dem eigenen Depot schon mal zu positionieren.
Relativ easy geht das über ETFs.
Drei davon, die hier zu Behinder handelbar sind, haben wir uns mal angeschaut: UBS Nuclear Economies, den Wisdom Tree Uranium in Nuclear Energy und den One Egg Uranium and Nuclear Technologies.
Und der One Eck, der ist mit 1,9 Milliarden Euro Vormodum der größte und vor allem älteste und zugleich auch der teuerste unter den dreien.
Die Total Expense Ratio, die liegt bei 0,55 Prozent.
Beim Wistim Tree sind es 0,45 und beim neu aufgelegten UBS sind es 0,44 Prozent.
Ja, und alle drei sind Thäsaurierend.
Und der Van Eck, der ist recht konzentriert, der enthält 20 Positionen, darunter das Schwergewicht, den Uran-Produzenten Kameco mit 16,8 Prozent als Top-1-Position.
Ein bisschen anders sieht es beim Wisdom Tree aus, der mit 40 Positionen die größte Vielfalt hat unter den dreien, aber mit 234 Millionen Euro Fondsvolumen auch deutlich kleiner ist als der ETF von One Egg.
Größte Position ist mit 9,4 Prozent hier ein Minenbetreiber, und zwar Energy Fuß.
Und das neue Konkurrenzprodukt, der UBS, das enthält 20 Positionen.
Auch hier liegt Cameco an der Spitze und macht mit über 26 Prozent sogar mehr als ein Viertel des Gewichts im ETF aus.
Und über die Performance kann man beim neuen OBS-Produkt natürlich noch nicht so viel sagen.
Der Wisdom Tree, der hat seit seiner Auflegung vor ziemlich genau einem Jahr rund 150 Prozent gemacht und der WarnEck in diesem Zeitraum immerhin rund 107%.
Mit allen dreien werdet ihr bei den wesentlichen Akteuren in Sachen Kernkraft also dabei bei der Einzeltilauswahl.
Da müsst ihr entscheiden, ob es lieber ein Energieversorger oder ein Kraftwerksbetreiber sein soll.
Hier gehören Constellation Energy und Next Era mit zu führenden Anbietern.
Oder ob ihr euch mehr für Uran-Produzenten wie Cameco, Next Gen Energy oder Uranium Energy erwerben könnt.
Wenn ihr jetzt hier nach Anbietern von SMR-Technologie Ausschau halten wollt, dann kommen unter anderem Oklo, Newscale und Roll Joyce Holdings in Frage.
Oklo wird unter anderem von OpenAI-Chef Sam Altman unterstützt und entwickelt SMR.
Newscale gilt sogar als einer der frühesten Anbieter dieser Technologie.
Und mit Rolls-Royce Holdings wiederum gibt es einen Anbieter, der von Großbritannien aus operiert und nicht wie das Gros der Branche aus den USA oder Kanada.
Ihr seht, das Thema, das hat durchaus Potenzial, wenn man bereit ist, die technologische und politische Unsicherheit mitzugehen.
Blutige Rockerkriege, das Leichenpuzzle von Freckenhorst oder der gierige Todespflieger aus München.
Es sind Fälle, die einen nicht mehr loslassen.
Tatort Deutschland ist der wöchentliche True Crime-Podcast aus Deutschlands größter Polizeiredaktion.
Ich bin Mirko Kasimir.
Ich bin Farina Kernse.
Und mein Name ist Stefan Netzeband.
Unterstützt werden wir bei den Geschichten von Polizeireportern, Redakteuren, Experten und Augenzeugen.
Bei uns gibt es True Crime in ausführlichen Episoden.
Aber auf den Punkt gebracht.
Tatort Deutschland.
Überall, wo es Podcasts gibt.
Die Triple A Idee des Tages.
In der AAA geht's heute um den Traum aller Träume, nämlich passives Einkommen.
Aber Achtung Leute, hier wird es nämlich wild.
Wir reden über Ausschüttungsrenditen zwischen, und jetzt bitte festhalten: 25 und 45 Prozent.
Und die Frage ist, ob das jetzt Freiheit ist oder möglicherweise ein verdammt teures Ticket im Casino.
Und die Gen Z lebt ja den Traum vom schnellen Exit.
Da draußen heißt es dann so, ja, 45% Yield quit your job oder zumindest weniger arbeiten.
Und als Vehicle dienen diese Yield-Max ETF.
In Amerika ist es ein Riesenrenner da geworden.
Und jetzt kommen diese Dinger auch nach Deutschland.
Sie sind jetzt auch auf Xetra gelandet und damit eben auch in Deutschland handelbar.
Und zuletzt ist der Yield-Max Semiconductor Option Income ETF lanciert worden.
Und ja, wir müssen ehrlich fragen: der Triple E-Idee, was steckt eigentlich dahinter?
Wer steckt dahinter und ist es seriös?
Ja, hinter Yield Max steht Title Investments aus den USA und die arbeiten mit Profis wie Jay Petricelli zusammen und die wissen, wie man Optionen schreibt.
Für uns in Deutschland bringt HNETF diese Strategien als Uzilskonforme ETFs oder als ETCs auf den Markt.
Das ist also erstmal gut zu wissen, ist kein Hinterhofscam, sondern tatsächlich hochkomplexe Finanztechnik.
Aber, und das ist wirklich das große, aber man muss echt verstehen, wie die Maschine unter der Haube funktioniert.
Genau.
Das Zauberwort heißt Covered Call.
DDF hält zum Beispiel Big Tech-Aktien wie Nvidia oder Microsoft und verkauft darauf Kaufoptionen.
Und die Prämien, die sie dafür kassieren, die schützen sie monatlich aus.
Klingt doch nach einer eierlegenden Wollmilchsau für Einkommensinvestoren.
Ja, aber Vorsicht, da lauert die Return of Capital-Falle.
Wenn die Märkte fallen und die Optionsprämien, die Kursverluste nicht ausgleichen können, dann zahlen diese ETFs ja manchmal einfach dein eigenes Geld zurück, um die hohe Ausschützung zu halten.
Das ist dann kein echter Ertrag, sondern Kapitalverzehr.
Das Depot schmilzt wie Eis in der Sonne, während du dich noch über die sogenannte Dividende freust.
Und nach oben ist man auch gedeckelt, wenn Big Tech explodiert oder eben bei diesem neuen Yieldmax die Halbleiterwerte gut laufen, dann guckt ihr in die Röhre, weil die Gewinne durch die verkauften Calls begrenzt sind.
Ihr habt also das volle Risiko nach unten, aber nur eine begrenzte Chance nach oben.
Ja, aber vielleicht müssen wir nochmal die Covered Call-Strategie erklären, die ja in den USA offenbar längst Massensport ist.
Also hunderttausende Kleinanleger generieren dort monatlich passives Einkommen.
Viele denken bei Optionen ja sofort ein riskante Wetten auf steigende oder fallende Kurse.
Aber man kann sie auch als regelmäßige Einnahmequelle nutzen, quasi wie eine private Rente.
Und in dem Fall kauft man keine Kall-Option, sondern man verkauft eine Call-Option.
Das nennt man auch, man schreibt eine Call-Option.
Und ihr verkauft jemanden das Recht, eine Aktie zu einem bestimmten Preis, dem Strike zu erwerben.
Können wir einfach mal ein Beispiel nehmen.
Nvidia, die Aktie steht ja momentan bei 186 Dollar.
Und nun könntet ihr jemandem das Recht verkaufen, die Aktie bis zum 15.
Mai für 200 Dollar zu kaufen.
Und dann schreibt ihr also ein Call mit einem Strike 200 und dem Datum 15.
Mai.
Und dafür bekommt ihr aktuell eine Prämie, nämlich 7 Dollar 08 Dollar.
Und das ist, wenn man es annualisiert, also aufs Jahr hochrechnet, 20% Rendite einfach so.
Die Sache hat einen Haken.
Wenn Nvidia auf 220 Dollar hochschießt, dann muss ich sie für 200 Dollar hergeben.
Mir entgehen also 20 Dollar Gewinn.
Und das ist der Deal.
Ihr tauscht die Chance auf Riesengewinne gegen die Sicherheit der Prämie ein.
Deshalb heißt es Covered Call.
Die Aktiendepot deckt das Risiko ab.
In einem Seitwärtsmarkt ist man dann der König, weil eben die Prämie da ist und man die Aktie behält.
Aber im starken Bullenmarkt, da hängt man natürlich hinterher.
Aber das Schöne an ETFs ist, früher brauchte man für sowas ein Profi-Depot und viel Kapital.
In Amerika geht es einfach, aber in Deutschland braucht man für Optionshandel wirklich 50.000 Euro.
Aber mit ETFs geht es ganz einfach.
Da gibt es eben auch für kleines Geld via Cetra oder auch andere Börsen, den Global X oder den JP Morgan, covered Call auf SP 500 oder Nasdaq 100.
Und jetzt kommen eben diese Yield-Max-Dinger dazu, die das Ganze so ein bisschen auf Steroide setzen.
Ja, und genau da muss man aufpassen.
Yield Max geht das Ganze extrem aggressiv an.
Teils auf Einzelaktien wie MicroStrategy.
Und da gibt es dann Renditen von 50 Prozent oder mehr, aber das Risiko ist natürlich brutal.
Wenn die Aktie crasht, dann hilft die Prämie nur ein bisschen als Puffer.
Aber das Kapital, das schmilzt einfach weg.
Und das ist die Return of Capital-Falle.
Manchmal bekommt man nur das eigene Geld zurückgezahlt, während eben der Fondswert sinkt.
Und das Brutale daran ist dann auch noch, ihr müsst auf diese Auszahlung, die zu Lasten der Substanz dann geht, auch noch Steuern zahlen.
Und das dürft ihr eben auch nicht vergessen.
Das passive Einkommen, das muss versteuert werden.
Also Covered Call, ETFs sind super für Leute, die einen entspannten Vermietermodus suchen und Cashflow wollen.
Aber für den langfristigen Vermögensaufbau mit Zinseszinsturbo sind sie eher ungeeignet, weil einfach die Aufwärtsbewegung so gedeckelt ist.
Ich würde mal sagen, das ist ein Instrument für Einkommensinvestoren, nicht für Kursjäger.
Und wer das versteht, der kann sich wie ein König fühlen.
Wer es als schnell Reichwerten-Ticket nutzt, der landet in der Retail Mania-Falle der Gen Z.
Das war alles auf Aktien.
Wir freuen uns immer über Feedback, schickt uns eine Mail- und Triple E, also AA at wild die oder hinterlasst uns eine Bewertung.
Und heute geht es mal ein Shoutout an Markus.
Der hat nämlich zum ersten Mal eine Mail an den Podcast geschrieben.
Und was für eine.
Der Betreff lautet Riesen danke schön an euch.
Und dann folgt, ich möchte herzlichen Dank sagen, für die täglichen Folgen, mit denen ihr mich seit Monaten immer bestens informiert und unterhaltet.
Danke für euer Research, eure Expertise und die Fähigkeit, das Ganze in eine perfekte Sendung zu verpacken mit den drei kleinen Rubriken.
Ich bin begeistert von eurem Wissen und habe schon einige eurer Ideen aufgegriffen.
Ja, und er schreibt, Holger, das hast du jetzt unterschlagen, dass er am meisten die langen Samstagsfolgen liebt, wo Holger und Nando erstmal free jazzen und dann den Gästen auf den Zahn fühlen.
Und außerdem findet Markus es super, dass wir auch rund um Weihnachten podcasten.
Allerdings, er hat so einem Gesang überhaupt nichts gesagt, eigentlich.
Das ist sowas.
Ja, und zu den Kritikern letzten Zeit möchte er anmerken, Jammern auf höchsten Niveau.
Weder rede leer zu schnell, noch stellen wir zu viele ETF vor.
Im Gegenteil sagt Markus, die Breite Messe sei gut beraten, in ETF zu investieren und sie über falsch ausgesprochenen Firmen aufzuregen, das sei ja ohnehin Firlefans.
Oder mein Sohn würde es sagen, nicht so deep.
Ja, das würde ich auch sagen.
Boeing.
Boeing forever.
Ja.
Das war deine bohige Aussprache, muss es für all die Leute, die es nicht mehr wissen.
Da haben sich viele Leute, ich glaube, es glaube ich zehn Mails auf die Boeing von der Frau Ette.
Bitte.
In Ettelchens erstem Podcast-Jahr war das.
Ja, 2022 war es.
Wahnsinn.
Auch schon wieder so lange her.
Ja, also dem ist nichts hinzuzufügen, außer vielen lieben Dank, Markus.
Und jetzt haben wir auch noch einen kleinen Cliffhanger.
Uns haben nämlich mehrere Hörer geschrieben, die mit einem dreifach gehebelten ETC auf den Ölpreis ein echt negatives Börsenerlebnis hatten.
Und das werden wir ja morgen mal besprechen.
Das ist nämlich sehr interessant, braucht aber etwas mehr Zeit, als wir heute hatten.
Und wenn ihr das und viele andere Themen weiterhin hören wollt, dann abonniert uns, sprecht über uns und empfehle uns euren Freunden.
Wir hören uns morgen wieder ab 5 Uhr bei Welt und überall, wo es Podcasts gibt.
