# Indexing Strategy, Equal Weight Risks, and Tax Optimization

**Podcast:** Asset Class
**Published:** 2026-03-10

## Transcript

Die folgenden Inhalte sind keine Anlageberatung.
Kapitalanlagen bergen Risiken.
Du entscheidest, in was du investierst.
Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Asset Class, deinem Podcast über Wachstum und Werte.
Ich bin Christian Veröhl und heute dreht sich wieder alles um deine Fragen, die in den letzten Wochen wieder ziemlich zahlreich eingetrudelt sind.
Quer durch den Garten.
Weshalb wir heute auch einen reichlich breiten Themenmix haben.
So, jetzt aber los mit den Fragen und wir starten mit Chris Michael 210 via Instagram.
Hat er mich gefragt, ja, ich werde als Einzelaktienbesitzer zunehmend nachdenklich, nachdem ich deine Posts über Henrik Bessenbinder gelesen habe.
Sollte ich nicht langfristig doch besser auf Einzelaktien verzichten und alles in ETFs packen.
Tja, also in der Tat, über Henrik Bessenbinder poste ich sehr gerne in den sozialen Netzwerken.
Deswegen erstmal für alle, damit wir wissen, über wen wir reden.
So kurzer Crash Kurs.
Wer ist das und was macht er?
Henrik Bessenbinder ist Professor an der Arizona State University und in diversen Studien der Frage nachgegangen, wie sich Aktien langfristig entwickeln, was die Treiber sind und wie Aktienmärkte eigentlich Wohlstand schaffen.
Drei wesentliche Punkte zu seiner Arbeit habe ich mal zusammengefasst, bezogen auf seine Analysen von US-Aktien seit Achtung 1926.
Das letzte Update kam vor zwei Jahren raus.
Also haben wir hier fast 100 Jahre US-Börsengeschichte mit drei Punkten zusammengefasst.
Erstens mehr als die Hälfte aller jemals gelisteten US-Aktien, rund 58 Prozent, erzielten über ihre gesamte Lebensdauer eine schlechtere Rendite als kurzfristige Staatsanleihen.
Und mehr als die Hälfte hatten sogar, 51 Prozent, eine negative Gesamtrendite.
Wohlgemerkt, Kursveränderung plus Dividenden haben nicht gereicht, dass diese Aktien über ihren Lebenszyklus im Plus waren.
Die Mehrheit sind null Performer.
Zweiter Punkt, die historische Aktienmarktrendite, über die wir immer so sprechen, ja, diese berühmten 7 bis 8 Prozent per annum, die werden nicht von der breiten Masse der Unternehmen getragen, sondern nur von einer extrem kleinen Gruppe von Aktien, die dafür dann eine exzeptionell gute Performance haben.
Nur die besten 4% aller US-Aktien waren für den gesamten Netto-Vermögenszuwachs des US-Aktienmarktes seit 1926 verantwortlich, had Bessonbin daraus gefunden.
Darunter natürlich eine Apple, ne, Nvidia.
Aber zum Beispiel immer noch auch Altria, Chevron oder tatsächlich General Motors.
Will heißen, wenn die ganze Aktienrendite durch 4% aller Aktien zustande kommt, dass die restlichen 96% per Saldo ein Nullsummenspiel waren in ihrer Gesamtheit?
And ein dritter Punkt.
Selbst die erfolgreichsten Aktien erleben zwischenzeitlich massive Kurseinbrüche.
Um diese Top-Renditen tatsächlich einzufahren, mussten Anleger bereit und in der Lage sein, zwischenzeitlich Verluste von 50 Prozent und mehr durchzuhalten.
Auch dafür wieder Nvidia als Beispiel.
Allein in den letzten 10 Jahren gab es ausgehend von den Höchstständen zweimal Rücksetzer um 55 bzw.
65 Prozent.
Und im April letzten Jahres, im Zuge des Liberation Day, ging es ja auch kurzfristig mal um 40% nach unten.
Diese drei Punkte, was bedeuten die für uns als Anleger?
Na ja, wir haben eigentlich zwei Möglichkeiten.
We can entweder versuchen, diese Top-Performer, die mit ihrer exzeptionellen Wert entwickelt, die Aktienmarktrendite tragen, aktiv ausfindig zu machen.
Oder wir halten uns eben an Jack Bogle, den Pioneer des Indexings, den Gründer von Vanguard, der uns rate.
Such nicht die Stecknadel, sondern kauf gleich den ganzen Heuhaufen.
And natürlich, Bessonbinders Forschung ist auf jeden Fall ein ganz starkes Argument für ETFs.
Wenn du an MSCI-Akfi hast, dann kannst du sicher sein, keinen High Flyer zu verpassen.
Es sind ja alle Aktien ab einer gewissen Größe.
We have gesprochen, 85% Marktkapitalisierungsabdeckung mit drin.
Tja, der Preis dafür ist natürlich, dass du dir auch das Null-Summenspiel ins Portfolio holst, sprich die 96%, die langfristig in Summe eben keine Performance.
Aber wir wissen eben nicht, was die künftigen High Flyer sind.
Und Aktien, die zu schlecht laufen, die haben eben auch ein schwindendes Gewicht und werden sukzessive aussortiert.
Aber trotzdem, auch wenn Bessenbinder durchaus starke Argumente für Indizes liefert, Aktien sind gleichwohl auch einzeln nicht obsolet.
Selbst für eher passive Anlegerinnen und Anleger, die jetzt nicht gezielt auf Tenbagger Jagd sind, sondern primär Buy and hold betreiben und das vielleicht auch entspannt machen wollen.
Denn du kannst ja zum Beispiel dein ETF-Weltportfolio mit Einzelaktien nachwürzen, um deine Strategie individueller zu gestalten, um bestimmte Überzeugungen im Depot wieder zu spiegeln und um auf diese Weise vielleicht auch deine Bindung an dein Portfolio zu verstärken.
Du fühlst dich wohler damit, wenn es an der Börse mal nicht so läuft, wenn in einem Portfolio nicht nur Standard, sondern auch etwas von dir drinsteckt.
Nur mal ein Beispiel, wie das unter Umständen umgesetzt werden kann.
Basiskonsumgüteraktien.
Die sind im MSCI All Country World Index inzwischen nur noch 5% in Summe gewichtet.
Und wer sagt, hm, also für so ein defensives Investment, that is mir to win.
Folk can man alternatively handvoll Einzelaktien aus dem Sektor ins Depot packen.
Vielleicht eine Coca-Cola, eine Unilever, eine Nestley, eine General Mills und eine Mondelis.
Oder es gibt vielleicht Aktien, bei denen du dich wirklich auskennst.
Etwa weil du beruflich mit dem Unternehmen zu tun hast oder dich einfach für ein Thema interessierst.
Vielleicht bist du ja designer anders, where Adobe not KI disruptiert.
Oder du bist anders Da Vinci System of Intuitive Surgical, the Medizin Revolution.
And then willst du dich daran beteiligen.
That are most conviction, design ETFs and Einzelaktien.
That schließt sich nicht aus, sondern that can stift.
Wobei ich zwei.
Also a user and a clear reason, where you deal with the messenger and can be a good thing.
And zweitens, deine Einzelaktien sind nicht schon in the ETFs, died in Portfolio hast, die Schwergewichte.
Wenn du ein MSCI All Country World Index hast, dann bist du knapp mit 5% in Nvidia und mit über 3% in Alphabet investigation.
Also, when you die Aktien dann nochmal separat dazukaufst, naja, dann hast du erstmal nicht diversifiziert, sondern nur dein Exposure erhöht, dadurch, dass du nochmal was dazugefügt hast.
Und da braucht es dann wirklich schon sehr spezifische Gründe.
Und wenn man da auch bei dreimal nachdenken nicht drauf kommt, dann ist das vielleicht das Signal zu sagen, brauche ich nicht, denn das habe ich schon.
Wir machen weiter mit dem Fluxgst.
Ich weiß, dass er Felix heißt.
Auf Instagram hat er mir geschrieben und er hat die neue Zürcher Zeitung gelesen, die tatsächlich den MSCI Equal Weight ETF sehr ausführlich vorgestellt hat.
Und er fragt mich, wie findest du den?
Wenn die Rendite der großen Indizes in den letzten Jahren zum großen Teil aus der Performance der Big Techs gekommen ist, dann ist der gleichgewichtete ETF doch jetzt eigentlich eine ganz gute Idee, um den Nachholeffekt der vielen anderen Unternehmen mitzunehmen.
Puh, ja, also ich habe den Artikel auch gelesen und mich zuerst mal gewundert, nämlich über die Headline.
Da stand nämlich: ein einziger Fonds bringt maximale Risikostreuung.
Und dann wird eben der MSCI World Equal Weight vorgestellt.
Und ja, das finde ich schon deswegen ein bisschen kritisch, weil MSCI World ja unabhängig von der Gewichtung der Einzeltitel eben keine Emerging Markets enthält.
Und solange nicht hinten Imi dran steht, auch keine Small Caps.
Insofern maximale Risikostreuung, maximal mögliche Breite ist das sicherlich nicht.
Tja, und über Equal Weight lässt sie natürlich auch trefflich streiten.
Was wir gerade über Bessenbinder festgestellt haben, spricht langfristig eher gegen die Gleichgewichtung aller Aktien.
Die innerhalb eines ETFs ja regelmäßig dadurch wieder hergestellt wird, dass die gut gelaufenen Aktien, deren Gewicht ja gestiegen ist, teilweise verkauft werden, and der Erlös in die schlechter gelaufenen Aktien, deren Gewicht gefallen ist, umgeschichtet werden.
Das kann man jetzt antizyklisches Rebalancing nennen.
Und auf der Ebene-Klassen wie Aktien, Renten oder Gold halte ich das auch für sinnvoll.
Aber gerade bei Einzelwerten kann man das natürlich auch ein bisschen anders umschreiben, nämlich mit dem großen Investor Peter Lynch, der das mal so zusammengefasst hat.
Man schneidet den Rosen die Köpfe ab und düngt damit das Unkraut.
Vielleicht jetzt wirklich ein bisschen drastisch formuliert, aber das Grundproblem ist ja klar.
Wenn du gleichgewichtest regelmäßig jedes Quartal oder jedes Halbjahr, dann haben die High Flyer, die ja eben nach Bessembänder den Markt machen, eben keinen unbegrenzten Raum zum Wachsen, sondern werden regelmäßig beschnitten.
Gleichwohl, lieber Felix, bin ich bei dir in Phasen, in denen Index Schwergewichte dann mal schlechter abschneiden, in denen Marktkonzentration sich abbaut.
Da ist ein gleichgewichteter Ansatz zeitweise besser.
Das haben wir zum Beispiel gesehen nach dem Hoch der New Economy, die sieben Jahre bis zum Beginn der Finanzkrise.
Also 2000 bis 2007.
Damals hat der MSCI World in Euro 15 Prozent verloren per Saldo.
Sieben Jahre in Aktien, inklusive Dividenden, Net Total Return minus 15 Prozent.
Während der MSCI World Equal Weight, also die gleichgewichtete Variante knapp 50 Prozent zugelichtert.
Da muss man sagen, das war aber auch historisch gesehen die krasseste Bewegung dieser Art.
Und eine solche Bewegung braucht es auch, damit sich das überhaupt lohnt, aus dem MSCI World auszusteigen und dann in einen alternativen Index wie ein MSCI World Equal Weight umzuschichten.
Denn wenn du so wie jetzt nahe der Höchststände aus deinem angestammten Weltportfolio aussteigt, dann werden ja in aller Regel erstmal Steuern auf die Gewinne fällig.
Zur Wiederanlage bleibt also entsprechend weniger Geld übrig.
Und diesen Nachteil, dass du nämlich das Compounding, den Zinseszinseffekt unterbrochen hast, den musst du erstmal aufholen.
Insofern wäre ein Tausch MSCI World gegen MSCI World Equal Weight heute letztendlich eine Wette.
Eine Wette darauf, dass die aktuellen Schwergewichte, also die US-Werte, die Big Tag-Werte, die Mega-Caps, relativ zum Rest massiv verlieren.
Einerseits durch rückläufige Aktienkurse und andererseits, wie es schon 2000 bis 2007 gewesen ist, durch einen schwachen Dollar.
Aber wenn das dein Szenario ist, für das du dich wappnen willst, dann musst du dich doch nicht zwangsläufig vom MSCI World verabschieden.
Und du brauchst auch nicht zwangsläufig eine Gleichgewichtung.
Du kannst doch zum Beispiel auch 20% MSCI World ex-USA, also nur Industrieländer ohne Amerika, und 15% Emerging Markets beimischen.
Auf diese Weise sinkt der Dollaranteil immerhin von 68 auf rund 45 Prozent.
Durch die Schwellenländer bist du ohnehin schon breiter aufgestellt.
Und du kannst dir wirklich überlegen, ob es tatsächlich ein Teilverkauf sein muss, oder ob du nicht einfach dein Sparplan, der bislang vielleicht in den MSCI World gegangen ist, umleitest auf MSCI World X USA und MSCI Emerging Markets.
Auf die Weise stellst du dein Portfolio halt sukzessive, etwas unabhängiger von den USA und von Big Tech-Werten auf.
Denn auch wenn es ein derartiger Regimewechsel an den Finanzmärkten wirklich geben sollte, dann wird der sich ja nicht kurzfristig vollziehen.
Siehe diese Phase zwischen 2000 und 2007.
Insofern, bevor du wirklich umschichtest, bevor du als langfristiger Anleger bei deinem Basisinvestment irgendwo steuerwirksamen Gewinnen mitnimmst.
Immer noch mal bitte eine extra-Schleife drehen, ob ein Verkauf wirklich sein muss oder ob du das Ganze nicht sukzessive mit möglichst wenig Transaktion und möglichst wenig Aufwand erledigen kannst.
Wir kommen zum Dirk K.
aus Koblenz, der mir eine E-Mail geschrieben hat.
Nach euren 26 Thesen für 2026 habe ich mich für Lateinamerika interessiert und mal in den MSCI Latin ETF geschaut.
Vermisse darin aber Mercado Libre.
Warum sind die nicht dabei?
Und findest du die Aktie auch so spannend wie ich?
Tja, also zunächst mal in der Tat mit einer Marktkapitalisierung von 100 Milliarden Dollar ist Mercado Libre, das E-Commerce und Fintech-Portal die höchst kapitalisierte Firma Lateinamerikas.
Und wäre sie im MSCI Latin America enthalten, dann hätte sie dort ein Gewicht von so ungefähr 10 Prozent.
Aber sie ist wirklich nicht drin.
Was natürlich verwundert, denn das Unternehmen, das wurde in Argentinien gegründet, hat sein Hauptsitz mittlerweile in Uruguay und ist geschäftlich voll auf Mittel- und Südamerika fokussiert.
Also mehr Latin geht eigentlich nicht.
Ganz anders übrigens als bei der brasilianischen New Bank, die das tatsächliche Schwergewicht im MSCI Latin ist, die aber nun auch vom Potential einer Expansion in die USA getrieben wird.
Tja, und warum ist Mercado Libre jetzt nicht im MSCI Latin America?
Tja.
Das hat mit der Art und Weise zu tun, wie MSCI Aktien bestimmten Ländern zuordnet.
Dabei sind nämlich zwei Fragen relevant.
Erstens, wo hat das Unternehmen seinen juristischen Sitz?
Und zweitens, wo ist die primäre Börsennotierung?
Und bei Mercado Libre lautet die Antwort in beiden Fällen USA.
Denn das operative Headquarter ist zwar in Montevideo, aber rein juristisch ist die Obergesellschaft von Mercado Libre im US-Bundesstaat Delaware ansässig, der ja für seine steuerlichen und gesellschaftsrechtlichen Gestaltungsspielräume hinlänglich bekannt ist.
Und börsennotiert ist Mercado Libre tatsächlich an der Nasdaq.
In Lateinamerika sind nur so Aktienvertretende Zertifikate, also die kennen wir ja auch Depository Receipts handelbar.
Folglich ist Mercado Libre 100% strukturell USA, ist also im MSCI USA enthalten.
Und weil die USA an Industrie and kein Schwellenland sind, steckt die Aktie auch im MSCI World statt im MSCI Emerging Markets, obwohl Mercado Libre from Business her natürlich an Lupen reines Schwellenländer unternehmen ist.
And übrigens auch die eben schon erwähnt New Bank hat es nur durch eine Sonderkonstellation in den MSCI Latin America geschafft.
Der primary Börsenplatz von denen ist die New York Stock Exchange, also USA.
And when Listing and Domicilstaat auseinanderfallen, then great and the lieutenant in Brasilien.
But mal zurück zu deiner Frage.
Mercado Libre.
Tja, gerade while the Actions in MSCI Latin America enthalten is a good ergänzing to the ETF sein, eingedenk dessen, what we have, as a consumer contrapunct to the answer ziemlich banken und rohstofflastigen Index.
The Wachstums story is auf jeden Fall extrem beeindruckend.
In the letzten five years, Umsatz im Durchschnitt um 50% per annum gesteigert, klar.
Basiseffekt dabei gewesen.
Aber auch in den nächsten zwei Jahren will man um jeweils 25% wachsen.
They are profitable and zum Beispiel in den letzten 12 Monaten über 8 Milliarden Dollar freien Cashflow erwirtschaftet.
And that is natürlich genug, um den Ausbau dieser Plattformen Richtung Vollbank oder Vollbank ähnlicher Aktivitäten aus eigenen Kräften zu finanzieren.
Gleichzeitig, no, 100 Milliarden Börsenwert, 8,6 Milliarden Dollar Free Cash Flow.
Was für einen dynamisch wachsend digitalunternehmen ziemlich günstig erscheint.
Aber vorsichtig, Mercado Libre vergibt inzwischen massive Kredite an Konsumenten and will dieses Verbraucherkreditgeschäft in Zukunft deutlich ausweiten.
Macht das Unternehmen aber anfällig for Wirtschaftskrisen, wenn eben dann die Leute diese Kredite nicht oder nicht zeitgerecht zurückzahlen können.
Und dieses Risiko wird eben wie bei Banken auch hier in die Active eingepräsident.
Dazu, klar, toll wachsender Markt, auch strukturell geht da in Lateinamerika noch eine Menge, aber trotzdem den Wettbewerb nicht unterschätzen.
Amazon rüste gerade in Brasilien and in Mexiko massiv auf.
Und dann gibt es ja auch noch Shopee, eine Marke des Asiatischen Digitalmultis C Limited, ja ebenfalls Börsen notiert.
Und die gehen mit extrem niedrigen Preisen voll auf die Kernzielgruppe von Mercado Libre.
So, jetzt ein bisschen harter Stoff, denn es geht um Steuern.
Der Timo W hat mir eine E-Mail geschrieben und erzählt, er hat einen ETF-Verkauft, der ausschließlich Aktien enthält, aber er musste den Gewinn trotzdem voll versteuern, obwohl doch bei Aktien die 30% steuerliche Teilfreistellung gilt.
Wie kann das sein?
Ja, Steuerthema, das heißt nochmal wichtiger Hinweis hier.
Das ist keine Steuerberatung, sondern nur eine allgemeine Information, die dazu noch vereinfacht an der einen oder anderen Stelle.
Und ja, prinzipiell unterliegen bei Aktien-ETFs und ganz allgemein bei Aktienfonds nur 70 Prozent der Erträge der Steuer.
Die anderen 30 Prozent werden tatsächlich steuerlich frei gestellt.
Was damit to doing hat, dass es ja 2018 eine Novelle der inländischen Besteuerung von Fonds in Deutschland gab, die man mit international in Einklang bringen will, um eben eine Doppelbesteuerung zu vermeiden.
Voraussetzung dafür, dass es diese 30% gibt, ist die Aktienquote by 51% oder drüber liegt.
Was bei den meisten Fonds and ETFs für die this guilt gleich schon in Wertpapier prospect festgelegt und dann eben auch in den entsprechenden Datenbanken entsprechend geschlüsselt ist.
Das macht es dann für uns as Cannibal Broker ganz einfach, denn in deiner Wertpapierabrechnung werden dann automatisch nur 70% des Gewinns als Besteuerungsgrundlage herangezogen.
Allerdings gibt es tatsächlich einige Fonds und ETFs, die zwar reine Aktienfonds sind, bei denen diese Mindest Aktienquote in den maßgeblichen Fondsdaten aber nicht entsprechend hinterlegt ist.
Und da muss dann eben die Steuer auf den kompletten Gewinn berechnet und abgeführt werden.
Du hast aber die Möglichkeit, die Teilfreistellung nachträglich, und zwar im Rahmen deiner Einkommensteuererklärung, zu erhalten.
Du musst dafür allerdings nachweisen, dass es sich tatsächlich um einen Aktienfonds handelt, also ein Fonds mit einer durchgehenden Aktienquote von 51 Prozent oder mehr.
Das klingt jetzt ziemlich komplex, ist es aber gar nicht, denn die meisten Fondsgesellschaften und ETF-Anbieter stellen diese Informationen entweder direkt ins Internet oder schicken dir auf Anfrage ein steuerliches Informationsblatt zu, aus dem genau das hervorgeht.
Und das kannst du dann mit als Anlage zu deiner Einkommensteuererklärung nehmen.
Allerdings, das als Kuriosität am Rande, es gibt tatsächlich Fälle, bei denen du zwar de facto volles Aktienmarktrisiko hast, aber trotzdem diese 30%ige Teilfreistellung nicht einmal nachträglich über die Steuererklärung hinkriegen kannst.
Klassisches Beispiel dafür, Fonds oder ETFs, die signifikant in REITs investiert sind.
Also in Real Estate Investment Trusts, Börsen gehandelten Immobilien Sondervermögen, die gerade in den USA häufig mit sehr ansehnlichen Dividendenrenditen aufwarten und deswegen ja auch von Anlegerinnen und Anlegern vielfach geschätzt sind.
Denn die sind zwar wirtschaftlich wie Aktien, aber in den Augen des Fiskus sieht das steuerlich bisweilen ein bisschen anders aus.
Da gibt es nämlich dann keine Teilfreistellung, die vorgesehen wäre.
Und das strahlt dann auch auf die Fonds und ETFs aus.
Danke, dass du dabei warst und ich hoffe, du hast den einen oder anderen Denkanstoß aus diesem ziemlich breit gefächerten Menü mitnehmen können.
Wenn's dir gefallen hat, dann sag's doch gerne weiter.
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Und natürlich schick uns weiterhin deine Fragen.
Entweder per E-Mail an Podcast at Scalable Capital oder in den sozialen Netzwerken at scalable.capital oder direkt an mich at CW Röhl.
Für heute vielen Dank und Tschüss aus Berlin.
