# Geopolitical Oil Shocks and AI Infrastructure Plays

**Podcast:** OHNE AKTIEN WIRD SCHWER - Tägliche Börsen-News
**Published:** 2026-03-10

## Transcript

Risikohinweis.
Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und sind zum einen ohne Gewehr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente.
Es handelt sich hier nicht um Anlageberatung.
Ihr entscheidet selber, was ihr macht.
Heute ist Dienstag, der 10.
März.
Mein Name ist Noah Leidinger und das ist ohne Aktienwert schwer.
Dieser Podcast wird gesponsert von Scalable Capital, dem Broker mit eigenem KI-Chatbot, der euch alle möglichen Fragen rund um Aktien und Wirtschaft beantwortet.
Und wer den Bot nutzen will, kriegt gerade bei der Depot-Eröffnung auch noch 25 Euro an ETF-Guthaben geschenkt.
Mehr Infos dazu gibt es in der Beschreibung.
Und bei uns gibt es heute mehr Infos zu KI-Ventilen aus der Schweiz.
Sportjacken für um die 1000 Euro und natürlich die aktuellen News.
Vor einer Woche haben ein paar Experten noch prognostiziert, dass der Ölpreis über 100 Dollar steigen könnte, wenn die Straße von Hormus blockiert wird.
Gestern ist der Ölpreis dann nicht nur über 100 Dollar gestiegen, sondern direkt auf 119 Dollar.
Das war das erste Mal seit 2022, dass wir einen Ölpreis bei über 100 Dollar sehen und es gibt sogar Ölbereiche, die noch krasser gestiegen sind.
Der Preis für nordwestlichen europäischen Chat-Treibstoff hat gestern zum Beispiel den höchsten Stand ever erreicht, denn vor allem europäische Airlines hängen sehr stark an der Straße von Hermus.
Von dort kommt ca.
40% vom kompletten Jettreibstoff.
Zwar sind die meisten Airlines auch auf 12 bis 24 Monate abgesichert, aber wenn sich der Krieg lange zieht, kann das natürlich trotzdem ein Problem werden.
Aber ich will nicht nur über Probleme reden.
Es gab nämlich auch gute Neuigkeiten gestern.
Nachdem der Ölpreis nämlich die 119 Dollar erreicht hat, ist er wieder unter 100 Dollar gesunken.
Grund ist, dass die Finanzminister der G7-Staaten über eine Freigabe ihrer Erdölreserven nachdenken.
Nachdem das rausgekommen ist, hat sich auch die Stimmung an der Börse beruhigt.
Der DAX hat zwischendurch zum Beispiel über 2% verloren, am Ende des Tages nicht mal 1%.
Und noch besser ist es in den USA gelaufen.
Da meinte Trump nämlich am Abend, dass der Krieg aus seiner Sicht so gut wie fertig ist.
Der Ölpreis ist danach sogar unter 90 Dollar gefallen und der SP 500 war fast 1% im Plus, nachdem er davor deutlich im Minus war.
Trotzdem bleibt die Lage sehr angespannt und es ist in solchen Zeiten eigentlich sehr ungewöhnlich, dass Firmen an die Börse gehen, weil man dafür am liebsten positive Investoren stimmung will.
Für manche Bereiche gibt es in der aktuellen Zeit aber ja gute Stimmung und das erklärt, wieso gestern die Marinefirma Gabler an die Börse ist.
Die macht 75% vom Umsatz mit Kunden aus der Rüstungsindustrie und verdient ihr Geld vor allem mit U-Boot-Ausfahrgeräte-Systemen.
Das sind einfach gesagt die Masten, in denen er zum Beispiel Periskope verbaut sind, damit das U-Boot die Umgebung analysieren kann.
Diese Masten sind mittlerweile auf fast 200 U-Booten installiert, unter anderem in Booten von Deutschland, Taiwan oder Südafrika.
Der Umsatz ist letztes Jahr um die 30% gestiegen, die Nachfrage ist also ziemlich hoch, aber man sollte wissen, dass Gabler auch ziemlich klein ist.
Sie machen nämlich gerade mal 60 Millionen Euro Umsatz und um die 10 Millionen Euro operativen Gewinn.
Dafür ist die Bewertung von um die 250 Millionen Euro, dann wie bei allen Rüstungsfirmen nicht super günstig, aber gestern beim IPO ist die Aktie direkt gestiegen, also alles richtig gemacht mit dem Börsengang.
Ein bisschen ungewöhnlicher könnte ein Börsengang werden, über den gestern Bloomberg berichtet hat.
Und zwar plant angeblich der schwedische Luxusautobauer Königseck einen, der hat im letzten Jahr zwei Finanzmanager angestellt, die Erfahrungen mit dem Börsengang von Volvo hatten.
Außerdem wurden Lord Bloomberg in den letzten Monaten immer wieder Investmentbanker in der Fabrik gesehen.
Damit wäre das nach Ferrari die zweite reine Luxusa-Auto-Aktie an der Börse.
Und mit Preisen von 3 bis 4 Millionen Dollar pro Auto ist das sogar noch deutlich mehr Luxus bei Königseck.
Aber zurück zu den Firmen, die schon an der Börse sind.
Henkel zum Beispiel will stärker wachsen und hat sich deshalb jetzt die Happflegemarke Not Your Mothers aus den USA gekauft.
Die macht um die 200 Millionen Euro Umsatz, wächst über 10% und hat wohl eine starke Marge.
Wie viel Henkel gezahlt hat, ist leider nicht öffentlich, insofern auch schwer einzuschätzen, wie sinnvoll der Deal ist.
Die Aktie hat gestern auch nicht so stark reagiert.
Bei einem anderen Deal ist Investoren deutlich einfacher gefallen, ihn einzuschätzen, und zwar der zwischen Novo Nordisk und der Online-Apotheke Hims Hears.
Die streiten sich ja seit Monaten, weil Himshir laut Novo illegale Kopien von Osempik und Vigovi verkauft hat.
Jetzt haben sie sich aber geeinigt, sie beenden den Rechtsstreit, Hims and Hears verkauft Osempik und Vigovi und hört auf, die eigenen Kopien der Medikamente zu bewerben.
Verhandelt haben soll den Deal übrigens der Novo Nordisk CEO persönlich, was schon krass ist, wenn man bedenkt, dass Hims and Hurst gerade mal 5 Milliarden Dollar wert ist, also ein eher kleiner Player.
Aber im harten Wettbewerb mit Ila Lilly braucht Novo Nordisk einfach jeden Vertriebspartner.
Die Aktie hat gestern auch 2% zugelegt, das war aber nichts gegen Hims and Hörse, die haben nämlich 40% zugelegt.
Wäre Novo Nordisk mal lieber dem klassischen Playbook der KI-Firmen gefolgt und hätte sich in den Deal auch noch Aktien von Hims and Hörs reinverhandelt.
Nvidia zum Beispiel hat sich erst gestern wieder an N-Scale beteiligt.
Die Firma baut KI-Rechenzentren, ist also Kunde von Nvidia und hat jetzt 2 Milliarden Dollar von Investoren zu einer Bewertung von 15 Milliarden Dollar gekriegt.
Ein Investor davon ist eben auch Nvidia.
Der größte Investor in der Runde ist aber tatsächlich ein anderer Player, nämlich Acker ASA aus Norwegen.
Die halten jetzt ca.
ein Viertel an N-Scale, also einen Anteil im Wert von fast 4 Milliarden Dollar.
Acker ist an der Börse nur 7 Milliarden wert, also mittlerweile ein ziemlich direktes KI-Investment.
Und eins der wenigen ziemlich direkten Weltrauminvestments hat gestern in Deutschland fast 20% zugelegt, nämlich OHB aus Bremen.
Laut Medienberichten planen die mit Airbus und Rheinmetall zusammen ein Satellitennetz für die Bundeswehr zu bauen.
Dass die Aktie auf die Meldung so stark reagiert, liegt fairerweise auch daran, dass unter 6% der Aktien frei handelbar sind.
Der Großteil gehört der Gründerfamilie Fuchs und dem Investor KKR.
Pascal ist ja bekanntlicherweise der Sportfan bei unserem Team und entsprechend hat er heute auch eine der besten Sportaktien dabei.
Schlechte Nachrichten für die Finance-Dudes unter euch.
Über Jahre war Europatagonia-Weste ein Must-Have.
Jetzt wird die aber in vielen Finanzzentren durch ein Modell von Arctarix abgelöst.
Die gute Nachricht für die Finance-Dudes unter euch, anders als bei Patagonia, könnt ihr beim Boom von Arctaryx mitverdienen.
Dahinter steckt nämlich Emma Sports und die Firma wächst auch wegen der Outdoor-Marke zweistellig.
Das liegt aber teilweise auch an den anderen Marken wie Salomon oder Wilson.
Aber dazu gleich mehr.
Ein Grund für den Aufstieg der Firma ist der Gorb-Core-Trend.
Also Outdoor-Fashion für Bergsteiger, Wintersportler oder Läufer, wird in Städtenzweckentfremdet.
Vor allem Salomon mit seinen Sneakern und eben Arctarix mit seinen wasserdichten Jacken und Hosen profitieren davon.
Gepusht wird das durch Stars wie Rihanna, die in Salomon-Sneakern beim Super Bowl 2023 aufgetreten ist und von einem TikTok-Trend, bei dem sich Leute mit ihrer Arcterix-Jacke unter eine Dusche stellen, um zu beweisen, wie wasserdicht ihre neue Jacke ist.
Und dass dieser Trend funktioniert, zeigt sich an zwei Dingen.
Zum einen hat Emma einen krassen Hebel im China-Geschäft.
Während andere Firmen dort ihre Probleme haben, hat die Firma 2025 fast 30% der Umsätze in China gemacht und ist mehr als 40% gewachsen.
Chinesen machen nämlich immer mehr Outdoor-Zeugs.
Zeitgleich pusht die Erfahrung und das Wissen über den chinesischen Markt von Enter Sports das Business.
Enter hält nämlich mehr als 40% an Emma.
Inspiriert von Enter setzt Emma auf eine D2C-Strategie mit Online-Handel und Flagship-Stores und macht fast 50% der Umsätze so.
Das gilt besonders für Arcterix, die in der Nähe von Shops wie Chanel oder Louis Vuitton zu finden sind.
Die berühmte Alpha SV-Regenjacke kostet nämlich schlanke 900 Euro und ist bewusst zwischen teuren Sport und Luxussegment platziert.
Ein anderer Hebel ist das Geschäft mit weiblichen Kunden.
Für Arcterix war das mit über 40% Wachstum, das am schnellsten wachsende Segment in 2025.
Und dieser Trend ist nicht nur bei Arcterix zu sehen.
Denn auch Salomon profitiert vom Geschäft mit weiblichen Kunden.
Und die Brand war 2025 der wirkliche Shootingstar.
Salomon hat nämlich erstmals die Marke von zwei Milliarden Dollar Umsatz geknackt.
Und obwohl Salomon 2025 schon 35% gewachsen ist, sieht das Management im Sneaker-Markt noch Potenzial.
Salomon soll bisher nur einen kleinen Marktanteil haben.
Und auch das soll mit eigenen Stores, sogenannten Epizentren in Großmetropolen weiter ausgebaut werden.
Das Interessante, Salomon wächst auch im Heimatmarkt Europa zweistellig.
Emma wird mit dem 39-fachen des erwarteten Gewinns bewertet, während es die VF-Corp, die Firma hinter The North Face, schon für das 18-fache gibt.
Dafür rächen Analysten bei Emma in den kommenden drei Jahren weiter mit deutlich über 20% Gewinnwachstum pro Jahr.
I want to see Mountains again.
Mountains gun auf Luxusuhren Schokolade und Banken sind wahrscheinlich so die ersten Branchen, die man mit der Schweizer Wirtschaft verbindet.
Aber es gibt doch in der Industrie echt krasse Hidden Champions und eine davon hat Christoph ausgegraben.
Bellimo ist ein Hidden Champion für Ventile.
Das klingt erstmal langweilig, aber die Firma aus der Nähe von Zürich verkauft Steuerungskomponenten für Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen, also eben Ventile oder auch Klappenantriebe und Sensoren.
2025 ist der Umsatz um fast ein Viertel auf mehr als eine Milliarde Euro gewachsen.
Die EBIT-Marge liegt bei über 20 Prozent.
Für 2026 rechnet das Management mit weiterem Wachstum im mittleren 10%-Bereich.
Belino verkauft kleine, intelligente Bauteile, die in großen Gebäuden den Energieverbrauch senken.
Ein Ventil kostet nur ein paar hundert Euro, spart aber jedes Jahr Tausende an Energiekosten.
Das funktioniert nicht nur bei Neubauten, sondern auch bei Sanierungen.
Immobilienbesitzer können alte Heizungs- und Lüftungssysteme nachrüsten und die Betriebskosten ohne Systemwechsel senken.
Aber der eigentliche Wachstumstreiber ist gerade ein anderes Segment, Rechenzentren.
Die brauchen krasse Kühlsysteme.
Belimo liefert Ventile und Steuerung, die das möglich machen.
2025 haben Rechenzentren für die Hälfte vom gesamten Wachstum gesorgt und machen fast ein Fünftel vom Gesamtumsatz aus.
Laut Belimo sorgt jedes Gigawatt neu installierte Rechenleistung für ein Umsatzpotenzial von 45 bis 65 Millionen Euro.
Belimos Marktanteil im Rechenzentrumsgeschäft liegt nach Firmenangaben bei ca.
25 Prozent.
Darum ist die Nachfrage international.
Amerika macht fast die Hälfte vom Umsatz aus und ist im letzten Jahr um fast ein Drittel gewachsen.
Asien-Pazifik hat um knapp 30 Prozent zugelegt, getrieben durch China und Indien, wo massiv Rechenzentren gebaut werden.
Trotzdem ist die Aktie nach den Jahreszahlen Ende Februar sogar erstmal um 10% abgestürzt, weil der Ausblick vorsichtiger als erhofft war und die Dividende nur moderat steigt.
Die Aktie ist auch nicht so krass gestiegen wie andere Firmen, die im KI-Bereich unterwegs sind.
Auf Sicht von einem Jahr ist sie knapp 20% im Plus und Belimo damit 10 Milliarden Euro wert.
Die Aktie kommt aber auf ein erwartetes KGV von 40, also nicht günstig, dafür Boomenrechenzentren und die Investitionen in dem Bereich reißen nicht ab.
Come on, Co Hagen, you got what you want.
Give this people air.
Adios.
