# German Market Concentration and Central Bank Losses

**Podcast:** Mikroökonomen a.k.a. Mikrooekonomen
**Published:** 2026-03-08

## Transcript

Mikroökonomen, der Podcast über Wirtschaft.
Wir blicken hinter die Kulissen.
Analysen, Berichte und Debatten aus der Welt der Politik und der Märkte.
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Wir haben Freitag, den 6.3.2026.
Hallo und herzlich willkommen zur 342.
Folge der Mikroökonomen.
Hallo jetzt.
Hallo Hanna.
Ich weiß gar nicht, wann die letzte Folge war.
Die hast du mit Marco aufgenommen, ne?
Marc und Ulrich dazwischen noch eine aufgenommen.
Nee, wahrscheinlich nicht.
Oh, wir hängen etwas hinter unserem gefühlten Rhythmus hinterher.
Aber gut, Markus an anderer Stelle ja sehr fleißig.
Dann schauen wir aber, dass wir heute nochmal eine volle Folge aufnehmen.
Wir haben nämlich drei Themen.
Und zwar werden wir darüber sprechen, dass der Sachverständigenrat vor einer Umstrukturierung bzw.
Umbesetzung steht, die sich auch noch fortsetzen wird.
Dann sprichst du über Marktkonzentration und fehlende Durchsetzung von Gesetzen zur Bekämpfung von Geldwäsche und Schwarzarbeit.
Und zum Schluss gucken wir noch auf das negative Bilanzergebnis der Bundesbank und was das eigentlich genau bedeutet oder eben nicht bedeutet.
Vorab haben wir ein bisschen allgemeine Hinweise.
Es sind gar nicht viele dieses Mal.
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Oder man schickt das Ganze an Marco, mh.mikroökonomen.de oder spricht uns direkt auf Mastodon an, wo wir mit dem Podcast auf der Instant Podcast.social at Mikroökonom sind und alle einzeln auch vertreten.
Oder auf Reddit haben wir auch einen Thread, nämlich Mikroökonom, at Mikroökonom, wo auch gelegentlich Diskussionen und Kommentare eingehen.
Meistens gute.
Meistens gute.
Und immer gute.
Und gute Diskussion.
Genau.
Tiefsinnige, breite Kommentare.
Und worüber reden wir nicht?
Also ich möchte noch nicht über den Iran reden.
Aus zwei der Gründen.
Erstens gucke ich da ja immer mit so einer Finanzmarktbrille drauf, rein Angestellten technisch begründet.
Und da ist die Situation einfach noch überhaupt total fluide.
Und zweitens glaube ich einfach, dass Marco da viel, viel sprachfähiger ist.
Und ich bin schon total gespannt, wenn Marco dann mal dazu was im Podcast erzählt.
Und die Spannung will ich mir selber gar nicht nehmen.
Ja, und man kann ihm ja auf Blue Sky folgen, da gibt er auch hin und wieder schon erste Hinweise und Intuitionen dazu, gerade so zu den aktuellen Entwicklungen auf den Handelsstraßen.
Hat ja in den letzten Tagen auch was gepostet und da kann man ja schon mal so Markus Einschätzungen ein bisschen abholen.
Und ansonsten warten wir gespannt darauf, was von Marco noch kommen wird.
Ja, genau.
Und darüber sprechen wir also nicht.
Und wir sprechen außerdem auch nicht über Katharina Reiche.
Also zumindest nicht.
Ich muss das ein bisschen relativieren, wir werden schon über sich sprechen, aber nicht, wenn es um das Heizungsgesetz geht.
Und auch nicht, wenn es um das aktuelle Thema rund um den Iran-Krieg, nämlich Gasspeicher geht.
Das lassen wir alles schön als Privatsache in unserem Heizungskeller und gucken uns das nicht näher an, denn ehrlich gesagt, das ganze Internet, alle Kommentarspalten und sämtliche Medien sind voll damit, wie Katharina Reiche die Gasspeicher nicht füllt und den Heizungskeller privat macht.
Dazu ist, glaube ich, alles gesagt.
Privatsachen im Heizungskeller.
Ich wusste immer an dieses Fachumlikter Stroch rummähen denken.
Das habe ich natürlich gar nicht beabsichtigt.
Nein, überhaupt nicht.
Jedenfalls.
Privatsache in Gaspeicher.
Noch lustiger werden.
Naja, jedenfalls nein.
Wir reden nicht darüber.
Ende.
Sehr gut.
Also der Fred hat in unserem Chat vorgeschlagen, wir könnten einfach nochmal mit den Texten von vor vier Jahren darüber sprechen, aber dann müssten wir ja nur die ganze Zeit wieder Robert Habeck überhöhen und Katharina Reiche beschen und auch das macht ja irgendwann keinen Spaß mehr.
Zumindest dann, wenn es Folgen los ist.
Genau.
Wenn sie mir mal unter die Finger kommt, dann vielleicht.
Ja, stattdessen ist letzte Woche, ja, letzte Woche bekannt geworden, dass der Vertrag von Ulrike Malmedee im Sachverständigenrat nicht verlängert wird.
Und das ist ein bisschen verwunderlich, denn Ulrike Malmedee war nur dreieinhalb Jahre im Sachverständigenrat.
Das heißt, sie hat nicht mal eine ganze Amtszeit geleistet, weil sie von der Ampel nach sehr langem Streit erst berufen worden ist.
Der Posten von Lars Feld war zum Ende der letzten Amtszeit Merkel frei geworden.
Dann hat die damalige Regierung ihr nicht nachbesetzt und dann hat sich die Ampelung für anderthalb Jahre darüber gestritten, mit wem sie den Posten nachbesetzen.
Und schlussendlich ist Ulrike Malmedir als Kompromiss hervorgegangen, als Kompromisslösung zwischen dem Finanzministerium und dem Wirtschaftsministerium, also quasi zwischen Christian Lindner und Robert Habeck.
Deshalb, weil sie als im Prinzip neutrale Person galt.
Also die SPD hatte lange Zeit versucht, Jens Südekum in den Sachverständigenrat zu berufen.
Und er stand auf diversen Listen für Nachfolge von irgendwem stand jeweils in Jens Südekum und es gab da aber große Gegenwehr von Christian Lindner, weil Jens Südekum auch ein bisschen berechtigt als eher links gilt und jetzt ja in dem zusätzlichen Ministerberatungsrat von Lars Klingweil aufgerufen worden ist.
Obwohl ich jetzt Jens Südekum auch nicht als links bezeichnet würde, aber für Sachverständigenratsverhältnisse vielleicht.
Und stattdessen ist dann Ulrike Maimedir gewählt worden, damals, weil sie politisch eigentlich sehr neutral einzuschätzen ist.
Jetzt ist der Vertrag standardmäßig quasi ausgelaufen, am Ende der potenziellen Amtszeit von Larsfeld.
Und ihr Vertrag wird nicht verlängert und das ist ihr mitgeteilt worden per Anruf von Katharina Reiche am letzten Tag ihrer Amtszeit.
Das jetzt stilmäßig nicht so gelungen, sagen wir mal.
Wäre jetzt was anderes, wenn man dir am letzten Tag der Amtszeit gesagt hätte, auch ihre Vertragsverlängerung ist hier in der Schublade verschwunden und jetzt ist sie gerade wieder aufgetaucht.
Aber zu sagen, ach, wissen Sie, nö, ist halt schon ein bisschen spät.
Na, wenigstens war es persönlich.
Ja, aber das würde ich auch erwarten, ehrlich gesagt.
Katharina Reiche ist qua Amt für die Berufung der Mitglieder zuständig.
Die Nominierung allerdings, und es ist das Wirtschaftsministerium benennt den Vorschlag und das gesamt die gesamte Koalition muss sich dann darauf einigen.
Aber standardmäßig ist es eben so, dass gesagt wird, das Finanzministerium, das Wirtschaftsministerium einigen sich und dann Beruf der Bundeskanzler.
Also nein, der Bundespräsident beruft, aber der Bundeskanzler muss auch noch zustimmen.
Und ja, in den ersten Pressemeldungen stand auch drin, Katharina Reicher hätte gesagt, Ulrike Maimedir würde nicht der eigentlichen ordnungspolitischen Aufgabe und Ausrichtung dieses Gremiums adäquat nachkommen.
Insgesamt hätte das Gremium sich nicht mehr an seine ordnungspolitischen Aufgaben gehalten und Ulrike Maimedir wäre eine davon, die das so betrieben hätte.
Das waren so die ersten Pressemeldungen.
Und danach rieselte eine andere Erklärung hinterher, die nämlich besagt, und das ist schon ein Sachargument, was man auch nicht von der Hand weisen kann, dass es dem Rat in der aktuellen Zeit an Handels- und makroökonomischer Perspektive fehlt.
Das stimmt.
Es ist im Moment kein ausgewiesener Makroökonom-Mitglied gewesen des Sachverständigenrates.
Im Prinzip, das haben wir auch schon öfter so ein bisschen angesprochen, waren die alle sehr spezialisiert.
Also Ulrike Maimedir ist halt Finanzmarktökonomin und auch eher mikroökonomisch ausgerichtet.
Veronika Grimm ist Energieökonomin, also auch mit einer sehr speziellen Ausrichtung.
Und dadurch war es jetzt, Achim Truger hat er auch eigentlich, ist auch Mikroökonom und ist auch relativ spezialisiert auf Arbeitsmarktthemen, sodass es jetzt niemanden gab, der so diese große Makrobrille vertreten hat.
Und das ist, das kann man schon sagen, in der gegenwärtigen Zeit vielleicht ein Manko, das zu großen makroökonomischen Linien, insbesondere zur Handelspolitik, niemand von denen sprechfähig ist.
Allerdings muss man auch sagen, die haben ein sehr fähigen Expertenstab, wo sicher auch Leute sind, die Expertise haben im Bereich Makroökonomik und das vertreten könnten die schon.
Also ja, es wäre jetzt nicht unbedingt nötig gewesen, das morgen umzustellen, weil natürlich der Sachverständigenrat auch weiterhin seinem Auftrag auch zur gesamten geopolitischen Lagestellung zu beziehen nachgekommen ist in den letzten Gutachten.
Auch wenn die Schwerpunkte, die gesetzt wurden in den Gutachten jetzt eher in Richtung Energiemarkt waren in letzter Zeit und auch sehr zum Teil ja in Richtung Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Märkte und so weiter, wird jetzt relativ stark betont, die Aufgabe wäre eigentlich makroökonomisch.
Das würde ich so nicht sehen.
Es ging schon um gesamtwirtschaftliche Betrachtung, aber es gibt jetzt keinen expliziten Auftrag, die sollen vor allem eine makroökonomische Betrachtung machen, sondern sie sollen halt die gesamtwirtschaftliche Entwicklung betrachten, von allen Seiten im Grunde.
Aber dass es da eine gewisse Schwäche gibt, kann man so stehen lassen.
Jetzt hätte man aber auch sagen können, man wartet noch ein halbes Jahr, denn dann wird Veronika Grimm aus dem Sachverständigenrat ausscheiden.
Und Veronika Grimm hat zwei Amtszeiten als zwei Amtszeiten Mitglied, da wäre es also viel normaler, nicht zu verlängern.
Während eben Ulrike Malmede nach dreieinhalb Jahren nicht zu verlängern, schon so wirkt, als hätte man an ihr persönlich was auszusetzen.
Das Wirtschaftsministerium hat jetzt betont, nein, das stimmt gar nicht.
An ihrer Expertise und ihrer Persönlichkeit gäbe es gar keine Zweifel.
Das klang halt am Anfang anders.
Dahinter liegt, glaube ich, ein parteipolitischer Streit und ich habe ausgerechnet einen Interview mit Lars Feld ausgewählt, um das Ganze zu untermauern, was jetzt nicht meinem üblichen Lektüre, meiner üblichen Lektüre entsprechen würde.
Aber Lars Feld kritisiert darin nicht ganz zu Unrecht.
Die Besetzung sei in den letzten Jahren immer politischer geworden.
Jetzt glaube ich, dass es immer politisch war, also so ein Expertengremium zu besetzen, das ist so ein bisschen wie mit dem Supreme Court in den USA.
Wer gerade besetzen darf, hat die Macht, ein Stück weit das auszurichten.
Und das ist natürlich auch in der Vergangenheit immer mal wieder gewählt worden.
Ich denke, dass es eher so politisch wirkt, weil die Koalitionen sich schlechter einigen konnten.
Also, dass die Ampelkoalition und auch schon davor unter Olaf Scholz ist insgesamt eben sich nicht so gut, die Einigung immer schwieriger wurde, auf wen man sich denn jetzt einigen könnte und deshalb dieses Politische ein bisschen überhand genommen hat.
Aber ja, am Ende gab es um die letzten Nachrücker immer Streit und auch immer so ein Vorwurf, es wäre zu viel Gesinnung drin in der Berufung.
Das hat natürlich so ein bisschen Geschmäckle.
Ich meine, wir sehen das ja in vielen Gremien, ja.
Also, ich meine, wie lange ist das jetzt her?
Keine zwölf Monate, die Besetzung des Bundesverfassungsgerichtes.
Also ja, Wunder tut es mich da auch nicht, ehrlich gesagt.
Ja, und ich denke, das ist halt einfach, also das sind relativ langfristige Entscheidungen, die nicht so mit Tagespolitik, sondern mit längerer Linie zu tun haben, die über die eigentlich immer über die Amtszeit der aktuellen Regierung hinausreichen und damit eben auch natürlich der neuen Regierung quasi so was unterschieben.
Deshalb ist da schon, also ein gewisses politisches Potenzial ist da einfach dran gebunden.
Was halt auf jeden Fall völliger Quatsch ist, ist dieser ordnungspolitische Auftrag, den Katharina Reich am Anfang vorgebracht hat.
Ich habe tatsächlich, ich würde sagen, dass sie selber das vielleicht sogar glaubt, weil sie halt aus so ganz ordnungspolitischer Prägung kommt.
Also der Saferchen-Grad wurde eingerichtet von Ludwig Erhardt und damals schon natürlich mit so einer eher liberalen Prägung.
Und lange Jahre ist es sicher so gewesen, dass das Gremium, ich meine, ich habe das beim letzten Gutachten mit Fred ja noch gesagt, dass die jetzt wirklich noch nie ein linkes Gremium waren oder auch nicht ein besonders fortschrittliches Vordenkendes Gremium, sondern eigentlich immer eher eine relativ konservative Haltung vertreten haben.
Auch wenn halt immer der eine, der von den Gewerkschaften kam, da so ein bisschen die Nadelstiche verpasst hat, sind die immer jetzt eher für eine sehr konservative ökonomische Haltung bekannt gewesen.
Ich würde jetzt nicht sagen, ordnungspolitisch, sondern halt eher wirklich eher konservativ.
Aber dass es aus Katharina Reiches Sicht naheliegt zu denken, die hätten einen klaren ordnungspolitischen Auftrag, kommt, glaube ich, aus ihrem eigenen Verständnis von Wirtschaftspolitik.
Dass sie halt der Meinung ist, alle Ökonomen wünschen sich weniger Staat.
Und es ist das natürliche der Dinge, dass ein solches Gremium immer für weniger Staat plädieren muss.
Und das hat der Safe-Ständing gerade einfach nicht gemacht die letzten Jahre, das muss man ganz klar sagen.
Die haben an vielen Stellen sehr für eine aktive Industriepolitik geworben, auch für eine aktivere Sozialpolitik zum Teil, also diese Kapitel, die es in letzter Zeit gab zum Thema Armut und Verteilung und wo sogar Vermögenssteuer anklang sozusagen.
Das geht halt in eine ganz andere Richtung.
Und das ist jetzt nicht dem geschuldet, dass die alle jetzt ein linksgerichtetes Gremium geworden sind, sondern dass die Notwendigkeiten da liegen.
Aber natürlich, wenn man aus so einer ganz liberalen Schiene kommt, dann denkt man eben, nein, jemand, der die Meinung von Wirtschaftsexperten vertritt, der muss doch für weniger Staat plädieren.
Und damit ist natürlich auch klar, dass jetzt eine Umbesetzung in eine eher wieder ordnungspolitische Sicht der CDU sehr naheliegend erscheinen kann.
Es wird aber nicht so kommen, vermutlich.
Denn das Einzige, was jetzt passiert, ist, dass zwar die CDU jetzt jemand auch wieder eher als neutral wahrgenommen benennt, nämlich Gabriel Felbermeier.
Dafür ist es aber, wenn Veronika Grimm in einem halben Jahr der Vertrag ausläuft, ist die SPD am Bruder, um zu nominieren.
Und dann wird die SPD vermutlich auch höchstens jemand neutral, aber sicher nicht jemand ordnungspolitisch ausgerichtet nominieren.
Wollen wir doch mal stark hoffen.
Man weiß es bei der SPD nie, aber wir hoffen mal, wir hoffen mal, sie erinnern sich im Hinterkopf und benennen dann eben jemanden, der eher in irgendeiner Form sozialpolitisch ausgerichtet ist.
Natürlich wird dann auch wieder die CDU am Ende zustimmen müssen und dann wird es vielleicht auch wieder auf eine eher neutrale Haltung hinauslaufen.
Aber dass es jetzt ordnungspolitischer werden würde, solange diese Koalition im Amt ist, glaube ich, auch nicht.
Und ich finde, da muss man sich dann auch nicht groß wundern drüber.
Oder gar in so einem.
Ich finde das immer so eigenartig, wenn die Leute immer so tun, als wenn das alles so überraschend wäre.
Ich finde, da verbrät man viel Energie für Sachen, wo die Energie besser eingesetzt wäre, als immer in diesen Aufregungszyklen zu leben.
Also wenn man die Schlagzeilen dazu liest, ist das wie so ein Rosenkrieg.
Ich habe jetzt dann so ein bisschen die Artikel durchforstet, weil ich drüber sprechen wollte.
Und dann lesen sich die Schlagzeilen wirklich zum Teil so, als wäre da jetzt ein riesiges Ehedrama oder was hätte stattgefunden.
So war es jetzt auch nicht.
Also muss man klar sagen, das ist jetzt eine pragmatische Entscheidung.
Gabriel Felbermeier, keine Frage ist gut geeignet in dieser Zeit für dieses Amt.
Er ist sehr, also ist bekannt, international erfahren, sehr versiert, kommt aus einer handelspolitischen Richtung, war lange Jahre der Leiter des Instituts für Weltwirtschaft in Kiel und also auch da mit einer gewissen Prägung für das internationale Versehen.
Was man ein bisschen sich fragen kann, ist, er ist halt der Leiter des österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung und hat auch Beraterposten bei der österreichischen Regierung.
Man fragt sie ein bisschen, wie er das alles machen will.
Also zeitmäßig Hochachtung.
Aber gut, die arbeiten ja auch nicht rund um die Uhr für den Sachverständigen Rat, wie gesagt, die eigentliche Arbeit macht ja da ein wissenschaftlicher Stab.
Aber inhaltlich ist es keine Frage, eine gute Wahl und es ist eine Wahl, auf die auch, also über den Namen wurde schon gesprochen, lange bevor die Nominierung raus war, weil es so auf der Hand lag, dass er als Kandidat gut in Frage kommt, weil alle dem nicht widersprechen können.
Und das soll gar nicht sagen, dass er jetzt so unauffällig ist, dass man ihm nicht widersprechen kann, sondern weil man ihm wirklich nicht vorwerfen kann, in eine bestimmte Richtung geprägt zu sein.
Ja, ja.
Das sagt auch Lass Feld, was auch, ne, also sozusagen von beiden Seiten hat jetzt niemand laut widersprochen.
Wie gesagt, es bleibt so ein bisschen zurück, dass es ein schlechter Stil war, das auf die Weise zu machen und dass es jetzt auch kein großes, keine großen Verwerfungen geben wird.
Aus dem Sachverständigenrat selber ist aber deutliche Kritik gekommen an dem Stil und der Art, wie das gemacht worden ist und dass man sich nicht als politischer Spielball behandelt fühlen möchte.
Und dass es ohnehin in letzter Zeit schon relativ viel Einmischung gab in die Arbeit des Sachverständigenrates.
Und es gibt durchaus ja auch Stimmen im Sachverständigenrat, die schon länger ein bisschen daran gezweifelt haben, warum Veronika Grimm denn wohl immer noch in diesem Amt ist, weil sie recht eindeutig befangen ist in die eine oder andere Richtung.
Und das wäre natürlich jetzt, hätten wir, sagen wir mal, jetzt eine SPD-geführte Regierung, hätten sie vielleicht Veronika Grimm auch früher abberufen können.
Mit dem Argument, dass sie eben in verschiedenen Aufsichtsratsposten ist, die mit ihrer politischen Tätigkeit nicht übereinzubringen sind.
Das wäre ein sachlich genauso zu haltendes Argument.
Und dann hätte man das halt nachbesetzt mit Gabriel Felbermeier und wäre zum gleichen Ergebnis gekommen und hätte trotzdem Ulrike Malmendi als sehr angesehene und neutrale Person behalten können.
Ulrike Malmendier hat ja in ihrem Statement, das kann man auf der Website des Sachverständigenrats lesen, ja auch als letzten Satz geschrieben, I'll be back.
Also, ja, schauen wir mal.
Ja, also sehr gesagt, sie steht weiterhin gerne für beraterische Tätigkeiten zur Verfügung.
Vielleicht Beruflas Krieg klingt, weil sie jetzt auch zu ihr zeigt.
Das wäre natürlich mega cool, oder?
Ja, sie steht jetzt nicht unbedingt, also demnächst ist ja auch Bundesbankvorstand nachzubesetzen, aber dafür ist sie vielleicht doch zu sehr Mikroökonomin.
Weiß ich nicht genau, aber das wäre so das Neliegende natürlich, dass ja Bundesbank im Raum steht.
Auch Isabeth Schnabel ist nachzubesetzen, also der deutsche Sitz im EZB-Rat ist auch nachzubesetzen.
Da gibt es aber, glaube ich, schon relativ festgesetzten Kandidaten.
Und Isabelle Schnabel schickt sich ja, glaube ich, ein bisschen an, noch höher zu streben.
Aber mal schauen.
Jedenfalls kann ich mir vorstellen, dass sie vielleicht mal nochmal von ihr hört, auf dem einen oder anderen, im einen oder anderen Beratungsgremium.
Ich würde jetzt sagen, sie strebt nicht ein Ministeramt an.
Wie kann man, glaube ich, sagen.
Ja, dann dürfen wir natürlich gespannt sein, wenn Achim Truger nachbesetzt wird, denn dann geht es richtig hoch her.
Das ist ja der Gewerkschaftsposten.
Und da steht dann direkt, glaube ich, wieder Jens Södekum schon hinten und wäre es die rufen.
Aber das ist sicher eigentlich viel konfrontativer, wie die Gewerkschaften dann wählen, als jetzt die ganzen Sachen, die jetzt so verschoben werden.
Ja.
Ja.
Aber lustig eigentlich, dass darüber jetzt, also es war jetzt wirklich mehr Drama, als es hätte sein müssen.
Man hätte das auch pragmatischer vermutlich rüberbringen können.
Ja, ich glaube, dass jetzt, dass beim Umgang mit gewissen Sachen Frau Reiche ein bisschen die emotionale Intelligenz und das politische Gespür fehlt, das ist ja nicht weiter verwunderlich.
Ja, spannend, interessant.
Ich freue mich dann schon auf die nächsten Neubesetzungen und wenn wir wieder drüber reden können.
Dann mache ich mal weiter, ne?
Genau.
Ja, ich habe ein bisschen eine kleine Geschichte am Anfang zu erzählen.
Und zwar habe ich ja in meiner letzten Folge in diesem Podcast schon so ein bisschen geteasert, dass ich ein Thema habe durch meinen Pick.
Und zwar habe ich gepickt, einen ARD-Radio-Beitrag, Feature, glaube ich, mit dem Thema, dass diese Rider in Berlin für Volt, Lieferando, Flink und wie sie alle heißen, ja offensichtlich in sehr prekären Verhältnissen leben und ausgenutzt werden von sehr eigenartigen Subunternehmerstrukturen.
Wer mag, kann das gerne nochmal nachhören, findet das in den Shownotes zur, ich glaube, Folge 338 war ich dabei.
Und kurz nachdem ich das gepickt hatte, war ich beim Friseur und redete mit meiner Friseurin über, na, über was redet man mit seiner Friseurin?
Über die ganzen Barbershops, die wie Pilze überall aus dem Boden geschossen sind in den letzten fünf Jahren wahrscheinlich.
Und wenn du da mit FriseurmeisterInnen drüber redest, dann kannst du glaube ich, dich drauf gefasst machen, dass die natürlich alle sehr empört sind, weil tatsächlich wohl in den meisten dieser Barbershops werden Friseurdienstleistungen erbracht, ohne dass der Erbringer der Leistung oder der Besitzer des Ladens tatsächlich einen Meisterbrief hat, was ja in Deutschland eigentlich nicht erlaubt ist oder nur unter ganz sehr eingeschränkten Bedingungen erlaubt ist.
Also ich rede so mit meiner Friseurin darüber und die echaufiert sich und regt sich wahnsinnig auf und dann fällt mir auf, ja, es gibt irgendwie so eine Menge irgendwie von diesen kleinen Shops, die irgendwie aus dem Boden sprießen wie die Pilze.
Nagelstudios zum Beispiel hier in München, ganz extrem viele.
Oder der heißeste Scheiß aktuell, hier wird jeder Leerstand mittlerweile mit so Automatenkiosken vollgepackt.
Also kleine, ehemalige kleine Läden, die aufgegeben wurden.
Da kommt dann irgendwie ein paar Wochen, nachdem der alte Laden rausgerissen wurde, kommt ein Laster vorgefahren.
Da werden Dutzend so Automaten ausgeladen.
Da werden die Automaten da reingestellt und dann kann man da irgendwie 24 Stunden rund um die Uhr sich irgendwie Vapes kaufen oder Getränke, Eis, Süßigkeiten, was auch immer.
Und jetzt ist ja München nicht wirklich ein günstiges Pflaster.
Das heißt, ich gehe davon aus, dass die Miete für diese Läden, egal ob es Barbershops, Kioske, ja, oder eben diese Automatenläden oder Nagelstudios sind, meines Erachtens arbeiten die defizitär, die können ihre Mieten nicht reinholen mit der Art von Dienstleistung, die dort angehört.
Doch immer leer, oder?
Also zumindest die Nagelstudios.
Genau, richtig.
Ja, rede ich mit meiner Friseurin darüber und dann sagt die, warte mal, warte mal, warte mal.
Und die abonniert tatsächlich noch in Print die deutsche Handwerkszeitung.
Fand ich auch total niedlich.
Das ist irgendwie so ein, ich glaube, von den IHKs oder so wie die rausgebracht.
Das ist eine Zeitung für Leute, die eben so ein Handwerk gelernt haben.
Fachzeitung und da steht dann, also ich würde sagen, in wahrscheinlich jeder Ausgabe gibt es irgendwie drei, vier Artikel zum Thema Barbershops ohne Meisterbrief, Schwarzarbeit in arbeitsintensiven Branchen, Großratzier gegen Schwarzarbeit, Geldwäsche bei, keine Ahnung, hier bei diesen Kiosk-Betreibern.
Also das scheint ein Thema zu sein, das jetzt nicht nur einem Nischenpublikum relevant erscheint, sondern auch wirklich so einem so einem Spezialthema eben für Handwerker sein.
Und dann habe ich eben noch dieses Audio-Feature da im Hinterkopf gehabt und denke mir, warum tut eigentlich niemand was dagegen, wenn das so allgemeines Wissen ist, ja?
Also, wenn es schon AHD-Radio-Feature dazu gibt, dann sollte das doch irgendwie das Einfachste sein für den Staat, irgendwie mal zu gucken, werden da Arbeitsschutzrechte eingehalten, wie sieht es da mit Geldwäsche aus?
Ja, und Steuerhinterziehung ist, glaube ich, auch so ein Thema, ja, wo wir, wo ja Deutschland ständig eigentlich so ein bisschen auf den Deckel bekommt von NGOs, aber auch von der EU-Kommission, glaube ich.
Weil das eben in Deutschland nicht wirklich gut überwacht und durchgesetzt wird, dass sich dort an Regeln gehalten wird.
Genau.
Also habe ich mir gedacht, ich widme mich mal dem Thema.
Und dann kommt an dem Samstag danach eine Zeitung zu mir ins Haus, eine Beilage einer Zeitung, nennt sich Konzernatlas.
Daten und Fakten über die Agrar- und Lebensmittelindustrie der Heinrich-Böll-Stiftung vom Dachverband der kritischen Aktionäre und des BUNDs.
Und da scheint es eben auch irgendwie wieder so zu sein, geht es um Konzentration, Oligopole, monopolistische Tendenzen und Missbrauch von Marktmacht, wo auch der Staat eigentlich weiß, wie die Situation ist, eigentlich ordnungspolitisch eingreifen müsste, meines Erachtens.
Aber aus irgendeinem Gründen, die mir ehrlich gesagt nicht klar sind, wird einfach nichts dagegen gemacht.
Also habe ich mir gedacht, ich widme mich dem Thema mal.
Ganz spezifisch, und zwar mit dem Fokus auf, wie sieht es eigentlich in der Lebensmittelindustrie aus und dem Lebensmitteleinzelhandel.
Das ist für mich eigentlich das beste Beispiel, wo man so zeigen kann, dass offensichtlich die staatlichen Interessen in der Durchsetzung von Regeln, insbesondere im Bereich Wirtschaft, in Deutschland nicht sehr ausgeprägt sind.
Wo fange ich an?
Also in diesem Konzernatlas steht, dass die Marktkonzentration im Agrar- und Lebensmittelbereich eine der höchsten in allen Branchen ist.
Und das führt natürlich, also diese starke Konzentration, insbesondere von so etwas wie Ernährung, führt zu unnötiger Fragilität.
Also wir haben eben eine Konzentration im Agrarbereich auf relativ wenig Rohstoffe mittlerweile.
Also eigentlich werden die meisten Kalorien mit Fleisch, Weizen, Kartoffeln, Soja und Mais und da auch nur ganz spezifische Sorten letztlich industriell hergestellt.
Es gibt durch die Spezialisierung relativ wenig Anbauländer und vor allen Dingen es gibt wahnsinnig wenig Konzerne, weltweit agierende Konzerne, die diesen Markt der Agrar- und Lebensmittelindustrie in ihren Händen halten.
Und dann wissen wir ja alle, was passiert ist in der Covid-Pandemie.
Wir haben gesehen, dass Lebensmittel deutlich im Preis angestiegen sind.
Also die Inflation von Lebensmitteln, ich glaube, über die Covid-Zeit war über 30 Prozent.
Und es gibt da empirische Forschung dazu, die halt zeigt, dass eigentlich Angebot und Nachfrage und so ein Risikoaufschlag, den man vielleicht noch einbeziehen könnte, eigentlich nicht ausreichen, um den Preisanstieg auf Lebensmitteln zu erklären in der Pandemie.
Und die naheliegendste Erklärung ist eben, dass wir es hier mit Branchen zu tun haben, in denen hauptsächlich Oligopole vorhanden sind und in denen es vermutlich nicht wirklich zu hinreichend Wettbewerb kommt.
Jetzt ist ja dieses Thema Marktmacht, Marktkonzentration und Monopole.
Also jetzt gibt es ja staatliche Institutionen, die sich eigentlich um dieses Thema kümmern sollen, also Oligopole, mangelnder Wettbewerb, Monopolbildung, Bildung von Kartellen.
Und zwar gibt es da zwei staatliche Institutionen.
Einmal das Bundeskartellamt, das eben ganz klar vom Gesetzgeber die Aufgabe hat, Preisabsprachen, Kartellähnliche Bildungen und so weiter zu bestrafen und im Zweifelsfall auch zu unterbinden und auch im Vorfeld zu unterbinden.
Und dann gibt es etwas, und da, das ist sozusagen sehr ähnlich zum Sachverständigenrat, über den wir gerade geredet haben.
Es gibt die Monopolkommission des Bundes, die auch so eine beratende Funktion hat.
Also die auch eben mit Wissenschaftlern besetzt ist, die über den Stand des Wettbewerbes in der deutschen Wirtschaft regelmäßig Berichte schreiben und auch große Gutachten abgeben und auch Sondergutachten übrigens abgeben.
Und das ist etwas, was mir bisher so, also ich weiß, dass es das gibt.
Was ich allerdings verpasst habe, ist, es gab im letzten Jahr ein Sondergutachten der Monopolkommission zur Lebensmittellieferkette und ganz spezifisch zum deutschen Lebensmitteleinzelhandel.
Und da sieht die Monopolkommission deutliche Hinweise für zu wenig Wettbewerb im Lebensmitteleinzelhandel.
Wie sieht die Situation in Deutschland aus?
Also wir haben eine Marktkonzentration im Lebensmitteleinzelhandel unter den großen Vier.
Es gibt eigentlich nur noch vier große Player, Ethika, Rewe, Aldi und diese Lidl-Kaufland-Schwarz-Gruppe.
Die haben in den letzten 30 Jahren ihre Konzentration deutlich erhöht.
Also während diese vier Konzerne 1995 noch 55 Prozent des Gesamtmarktes an Umsatz gemacht haben, sind es heute schon 85 Prozent.
Also 2025 waren es ungefähr 85 Prozent des Lebensmitteleinzelhandels, die von den großen vier kontrolliert werden.
Und was schreibt die Monopolkommission dazu in ihrem Sondergutachten, die Macht des Lebensmitteleinzelhandels und teilweise der Hersteller ist zulasten der Verbraucherinnen und Verbraucher deutlich gestiegen, während die Landwirtschaft auf den Weltmarktkrisen ausgesetzt ist.
Naja, und was ist der Grund, warum dieses Problem eigentlich meines Erachtens politisch relevant ist?
Naja, diese oligopolistische Struktur dieser Branche führt dazu, dass der Einzelhandel eben so mächtig ist, dass er sowohl den Lieferanten als auch den Konsumenten, also den Landwirten und den Verbrauchern eigentlich die Preise vorschreiben kann im großen Maße.
Und das ist meines Erachtens eine ganz, ganz klare politische Aufgabe, da einen Riegel vorzuschieben.
Was ist passiert, 20, jetzt muss ich überlegen, 2016, glaube ich, hat Sigmar Gabriel, SPD, by the way, Bundeswirtschaftsminister zu dem Zeitpunkt, hat damals, glaube ich, den Zusammenschluss von, jetzt muss ich überlegen, Edeka und Kaiserstengelmann zum Beispiel durch Ministerbeschluss erlaubt.
Also eigentlich noch dafür gesorgt, dass die Marktkonzentration hochgeht.
Und ja, die Monopolkommission hat eben ganz klar gesagt, dass das ein Problem ist.
Die Konzerne natürlich bestreiten, dass sie ihre Marktmacht ausnutzen, aber ehrlich gesagt, glaube ich denen nicht.
Und es gibt auch einige Hinweise drauf, dass auf dem Markt einfach wenig Wettbewerb herrscht.
Generell ist es so, dass alle diese vier Konzerne in Deutschland, die großen vier Supermarketten, keine davon ist öffentlich irgendwo gelistet.
Das heißt, es gibt sehr, sehr wenig Transparenz.
Die sind nicht börsennotiert.
Das ist in anderen Ländern anders.
Wir haben in den USA natürlich ganz viele Supermarketten, die an der Börse notiert sind.
In UK gibt es Tesco, glaube ich.
In Frankreich gibt es auch eine große Supermarkette, die an der Börse ist.
Der fällt mir gerade der Name nicht ein.
Nur in Deutschland, das sind alles irgendwie, ja, Unternehmen im Privatbesitz letztlich.
Das heißt, die haben wenig Berichtspflichten und man kennt auch deren Margenkalkulationen nicht so wirklich gut deswegen.
Und im Vergleich zu anderen europäischen Ländern gibt es auch in Deutschland keine staatliche Beobachtungsstelle, die sich irgendwie mal diese Preise und Preisbildung so regelmäßig anschaut.
Sowas gibt es in Frankreich, sowas gibt es in Spanien, in Deutschland gibt es das nicht.
Der Hinweis, dass die Marktmacht von diesen Konzernen genutzt wird, um Preise zu diktieren, ist aber eigentlich ein ganz pfiffiger, finde ich.
Und zwar hat man sich angeschaut, wie sich denn die Preise der Eigenmarken von den Supermarktketten in der Covid-Pandemie verändert haben und wie sich die Preise der Markenprodukte entwickelt haben.
Also wenn Nestlé zum Beispiel irgendwie ein Müsli in die Supermarktregale stellt, wie haben sich die Preise für dieses Müsli von Nestlift verändert und wie hat sich das alternative Eigenmarkenmüslipreis entwickelt.
Und da sieht man, dass die Preissteigerung bei diesen Eigenmarken doch deutlich über den Preissteigerungen von den Markenprodukten lag.
Was im Grunde genommen Hinweis darauf ist, okay, auf den Eigenmarken haben die Supermärkte sehr viel mehr den Daumen drauf, als das, was die Markenprodukte angeht.
Also offensichtlich gibt es da stärkere Preiserhöhungen, als es im Rest der Lebensmittelindustrie gab.
So, was sagt jetzt die Monopolkommission, was sie für Handlungsbedarf sieht.
Sie sagt, im Grunde genommen müsste man sich das alles nochmal genauer anschauen und der Gesetzgeber könnte eigentlich zu gewissen Transparenzpflichten einfach Gesetze machen.
Also man könnte sich eben am europäischen Ausland orientieren und irgendwie Margenbeobachtungsstellen, Preisbeobachtungsstellen einrichten.
Und was die Monopolkommission eben auch sagt, ist, dass man den verbleibenden Wettbewerb auf jeden Fall sichern sollte, also keine weiteren Zusammenschlüsse genehmigen darf und sich vor allen Dingen auch nochmal dieses ganze Thema, wie werden denn eigentlich die Landwirte behandelt und was für Vertragskonstrukte gibt es dort mit den deutschen Supermärkten.
Das ist natürlich in anderen Ländern ist es auch teilweise ziemlich absurd.
Also in den USA zum Beispiel gibt es also wirklich krasse, krasse Marktanteile von den größten drei, vier Produzenten von, keine Ahnung, Trockennudeln, Softdrinks, Schokolade, Bier.
Ja, da reden wir alles über Marktanteile von 80 bis 95 Prozent.
Und auch der Handel mit Agrarostoffen ist weltweit in der Hand von fünf großen Konzernen.
Also von richtigem Wettbewerb kann man in dieser Branche irgendwie nicht sprechen.
Und ja, das ist irgendwie für mich ein Thema, wo ich sage, da ist einfach der Staat fordert, mehr zu machen.
Ich glaube, Isabella Weber hat ja da relativ viel zu veröffentlicht, so im Rahmen dieser ihrer Rolle da in der Corona-Pandemie.
Und ja, also die Monopolkommission empfiehlt definitiv, diese Konzentration zu stoppen im Lebensmitteleinzelhandel.
Sie empfiehlt dem Bundeskartellamt künftige Zusammenschlüsse bei Unternehmen in diesen Branchen ganz, ganz stark darauf hinzuprüfen, wie sie sich auf die komplette Lieferkette auswirken.
Und ja, für mich war das so ein Punkt, wo ich sage, liebe Politik, jetzt kommt doch mal euren ordnungspolitischem Auftrag nach und schaut, dass dort auch wirklich, wirklich Wirtschaft unter Wettbewerbsbedingungen stattfindet und nicht unter so Oligopolen, die ja im Grunde genommen schlecht für Erzeuger, schlecht für Verbraucher sind und eigentlich nur gut für so Zwischenhändler.
So viel zu dem Thema.
Und auf was hast du dich mit deiner Friseurin jetzt geeinigt?
Ja, meine Friseurin.
Meine Friseurin ist mega cool.
Aber die ist auch super, super frustriert irgendwie so politisch, ja.
Also mit der möchte ich gar nicht über Politik reden.
Ja, aber ich fand es halt wirklich interessant.
Ich meine, weißt du, das sind irgendwie so Themen, die sind doch, also ich meine, das sieht man doch jeden Tag.
Und ich frage mich immer, warum.
Also es gibt übrigens tatsächlich schon auch ja diese Verschärfung von Geldwäschegesetzen.
Das ist, glaube ich, auch letztes Jahr alles passiert.
Ich glaube, Lars Klingenbeil war damit irgendwie groß in den Medien.
Ich glaube, irgendwann im vierten Quartal letzten Jahres.
Also es wird jetzt schon mehr gemacht.
Ich fürchte nur, dass es wie so häufig ist, es fehlt einfach an Headcount in der Exekutive.
Und wenn einfach Gesetze nicht durchgesetzt werden, dann kümmert sich halt auch niemand drum.
Das ist einfach ein Problem in Deutschland, finde ich.
Ist auch eine Frage von Prioritätensetzung.
Ich meine, es geht ja auch rein in den Bereich Organisierte Kriminalität, gerade wenn man eben so in den Bereich Geldwäsche reinguckt und also solange wir weiter Grenzkontrollen durchführen, anstatt vor Ort gegen organisierte Kriminalität durchzugreifen, ist das halt dann was, was davon unmittelbar leidet.
Und ich habe den Eindruck, wenn man mit konkret mit Leuten spricht, die im Bereich Strafverfolgung, organisierte Kriminalität, auch Geldwäsche beschäftigt sind, dann hört man die Frustration halt auch aus.
Also ich habe, ich müsste mal raus und ich habe irgendwann einen langen Podcast gehört mit einer, die sogenannte Klangkriminalität beforscht, wo halt ganz klar rausgekommen ist, wir haben in Deutschland den Ruf, dass es bei uns leicht ist.
Ja.
Und damit, weil eben wir schon relativ laxe Gesetzeslage haben, wenig Deklarationspflichten und ähnliche Sachen und gleichzeitig offensichtlich nicht die Schwerpunkte darauf setzen, dem beizukommen und entsprechend eben dann, ja, dann wird das Geld halt in Deutschland gewaschen.
So.
Und ja, ich habe den Eindruck, dass da eben viel, es werden ja viel rassistische Ressentiments geschürt aus auch so Sachen wie den Barbershops und so.
Aber an die Wurzel, was steckt eigentlich dahinter und wie kann man dem beikommen, geht man dann eben nicht dran, sondern macht so Aktionismus im Grunde.
Ja, und ich glaube, also was ich halt so interessant an dieser ganzen Sache finde, warum, warum eigentlich der Staat sich nicht dazu durchringt, ist, ich kann mir schwerlich vorstellen, dass das ein Negativgeschäft ist für den Staat, ja.
Also ich glaube ehrlich gesagt, dass so ein schlagfertiges Team aus, lass es irgendwie 30 Ermittlern sein, wahrscheinlich das Zehnfache an Bußgeldern irgendwie reinholen könnte für den Staat, als das, was die an Aufwand verursachen.
Ja, man muss es wollen und man muss dafür andere Sachen lassen.
Aber das ist ja das gleiche wie gegen Steuerhinterziehung vorzugehen.
Eigentlich liegt es auf der Hand.
Aber vielleicht haben wir auch einfach nicht die Strukturen oder man muss das erst neu aufbauen.
Ich weiß es nicht genau, aber vielleicht ist auch einfach das Interesse im Bereich Wirtschaftskriminalität nicht so hoch wie in anderen Bereichen.
Aber ja, ich finde auch, es würde eigentlich auf der Hand liegen, dass da was zu holen wäre sozusagen.
Hanna, erzähl uns mal was zur Bundesbank.
Ich habe diesen Artikel gelesen, dann musste ich es einfach mit in die Sendung nehmen.
Also der Artikel in der Frankfurter Rundschau war mein Auslöser und im Nachhinein habe ich festgestellt, dass es noch der Beste ist, der über diese Schlagzeile berichtet hat.
Eigentlich muss man sagen, also das Faktum ist, der Jahresfehlbetrag der Bundesbank ist nach wie vor negativ.
Er war letztes Jahr negativ und dieses Jahr ist er auch negativ.
Das ist ein sehr wenig überraschendes und eigentlich auch relativ irrelevantes Faktum, muss man sagen.
Aber dann gibt es dazu in jedem großen Zeitungsautlet einen Artikel, und je weiter man klickt, desto schlechter werden die Artikel und deshalb habe ich gedacht, ich gehe jetzt mal darüber.
Also der Artikel der Frankfurter Rundschau hat mich deshalb aufgeregt, weil erstens zwei Absätze doppelt sind.
Also so schlecht redigiert, das kann man sich gar nicht vorstellen.
Und wenn ich da schon dachte, komisch, das ist eigentlich nur eine quasi eins zu eins Wiedergabe der Pressemeldung der Bundesbank.
Es stimmt, also ja, es ist halt sehr wenig abweichend davon.
Und in allen weiteren Artikeln war es noch mehr wortgleich an der Pressemeldung der Bundesbank und noch mehr verkürzt, sodass eigentlich überhaupt kein Wissen dabei rauskommt, sondern nur bis dann zur Bild-Zeitung, wo dann nur noch steht, die Bundesbank macht miese.
Oh Gott.
Also, die Bundesbank hat einen Jahresfehlbetrag ausgewiesen von 8,6 Milliarden Euro.
Das ist eigentlich eine gute Nachricht.
Denn letztes Jahr war es noch doppelt so hoch.
Und es ist erwartbar, dass die Bundesbank relativ hohe, also nicht relativ hohe, sind völlig vertretbare Milliardenverluste macht.
Deshalb, weil, naja, die EZB halt in den letzten Jahren eine Hochzinspolitik gefahren hat und irgendwer muss diese Zinsen ja bezahlen.
Und wir haben genau aus dem Grund ein Zentralbanksystem, damit es im Zweifelsfall so eine Zinsänderung realisieren kann, ohne dabei pleite zu gehen.
Und was ja passiert, wenn aufgrund, also vielleicht ein Schritt zurück, die Bundesbank ist Teil des Eurosystems.
Das Eurosystem hat einen gemeinsamen EZB-Rat, der entscheidet über die Zinspolitik der EZB.
Und diese Zinspolitik verfolgt sehr vorrangig das Ziel, die Inflation zu steuern.
Das ist seit der Einführung des Euro das Hauptziel.
Die Bundesbank hatte davor eine zweigeteilte Zielsetzung, wirtschaftlich zu steuern und durch die Inflation zu steuern.
Und die Bundesbank hat davor auch Geldmengesteuerung betrieben.
Und die FED in den USA betreibt zwar nur Zinssteuerung, aber hat ganz klar auch einen konjunkturellen Auftrag.
Aber das Eurosystem hat eigentlich streng genommen keinen konjunkturellen Auftrag, sondern allein einen Auftrag der Inflationssteuerung, weil man berechtigterweise die durchaus hohen Inflationsraten in einem Teil der Euro-Länder letztlich auf einen vertretbares Zinsniveau der ganzen Europäischen Währungsunion bringen wollte.
Und das ist im Großen und Ganzen auch gut gelungen und das ist ein solides System.
Die letzten Jahre waren natürlich, was die Inflation anbelangt, wirklich herausfordernd.
Und wir hatten ja teilweise Inflationsraten, die sehr weit oberhalb des Inflationszins von 2% lagen.
Und deshalb hat die EZB auch relativ massiv eingegriffen.
Und was die EZB dann de facto macht, ist ja, sie erhöht den Zins der Refinanzierungsgeschäfte der Banken.
Darüber muss dann natürlich die EZB den höheren Zins auch bezahlen.
Und das können, und die EZB ist ja selber nur mittelbar sozusagen für die Weitergabe des Zinses verantwortlich, sondern die nationalen Banken sind jeweils für ihre, also bisher ist es so, die nationalen Zentralbanken, solange wir noch keine Bankenunion haben, gibt jede nationale Zentralbank diesen Zins in Refinanzierungsgeschäfte an die nationalen Geschäftsbanken weiter.
Aber es gibt da keinen Handlungsspielraum.
Am Ende einigen sich halt alle nationalen Zentralbanken im EZB-Rat auf den Zinssatz und dann setzen alle diese gleiche Zinspolitik um.
Und das ist auch gut so.
Und dann können die Banken sich eben zu einem bestimmten Zinssatz refinanzieren bei der Bundesbank und die Bundesbank zahlt eben auf die Einlagen der Geschäftsbanken in gewissen Umfang abweichenden Zinssatz vom Leitzins, aber eben nicht sehr stark.
Normalerweise pendeln die Refinanzierungssätze fällt von minus plus minus 0,5% rund um den Leitzins.
Auch das, diese relativ geringe Spannweite ist ebenfalls relativ festgelegt und gewollt.
Also das ist so austariert, damit es auch keine großen Abweichungen gibt über die Zeit.
Also damit es relativ planbar ist.
Der Leitzins ist relativ planbar.
Die Refinanzierungsgeschäfte werden üblicherweise auf Wochenbasis geschlossen, aber weichen auch nicht so stark vom Leitzins ab.
Und die Zinspolitik wird sehr transparent kommuniziert, alles mit dem Ziel, einen sehr gut durchschlagenden Effekt zu haben, weil man letztlich darauf abzielt, Erwartungen zu managen.
Würde die EZB jetzt jede Woche ihren Zins um 0,8 Prozentpunkte in die eine und andere Richtung verschieben oder womöglich um einen 1%punkt, dann wäre das Vertrauen in das europäische Bankensystem gefährdet.
So wird eben versucht, eine langfristige Zinspolitik zu betreiben, eigentlich auch relativ transparent schon die nächsten Entwicklungsschritte für das nächste Quartal transparent zu machen, um die Erwartungen dahin zu bringen, dass man sich am Ende auf die Refinanzierungssätze verlassen kann und damit auch die Preise entsprechend langfristig.
Weil wenn es keinen Vertrauen in die Bankenzinsen gäbe, würde es keinen Preiseffekt haben.
Jetzt ist es aber so, dass natürlich seit 2023 sehr hohe Leitzinsen gab im Verhältnis.
Und dadurch die Rücklagen des europäischen Bankensystems Stück für Stück für Stück aufgebraucht worden sind.
Allerdings gibt es also jetzt nicht, dass sie keine Rücklagen mehr hatten, aber dass aus vergangenen auch hohen Überschüssen Stück für Stück dieses Plus aufgebraucht worden ist und sich jetzt eben nach und nach in einen Bilanzminus verwandelt hat.
Aber in einem absolut vollkommen vertretbaren Rahmen, zumal jetzt ja wir bei der Inflation derzeit wieder in ganz sicherem Fahrwasser sind und deshalb auch die Zinspolitik entsprechend wieder moderat gefahren wird.
Also es gibt ja jetzt, und das ist eben eigentlich die Nachricht.
Die Nachricht ist, der Fehlbetrag ist zurückgegangen, weil wir aus diesem Inflationsplus rausgekommen sind.
Und das ist auch die Nachricht, die die Bundesbank eigentlich veröffentlicht hat in ihrer Pressemeldung.
Da steht drin, die Bilanz der Bundesbank ist sehr solide.
Für das Jahr hat sich der Verlust schon halbiert, aber eben, wir rechnen auch für das Folgejahr noch mit einem Fehlbetrag, weil das Ganze nicht von heute auf morgen sich wieder zurückfahren lässt.
Aber die Bundesbank geht davon aus, dass sie aus eigener Kraft und aus eigenen Überschüssen wieder Rücklagen wird bilden können und den Fehlbetrag wird korrigieren können, ohne dass sie irgendwie in Zahlungsschwierigkeiten gerät.
Und ja, ich fand, dass diese Nachricht so eine sehr merkwürdige, so einen sehr merkwürdigen Unterton hatte: von, oh nein, jetzt geht uns auch noch das Geld verloren.
Und deshalb wollte ich mal drüber sprechen.
Und am Ende muss man ja die eigentliche Nachricht hintersteckt.
Das ist zweierlei.
Das eine ist, dass natürlich die nationalen Zentralbanken auch wiederum an der EZB beteiligt sind und in Anführungsstrichen wirtschaftlich guten Zeiten für die EZB auch Gewinnüberschüsse von der EZB weitergegeben werden, an denen die Einlagen, die die nationalen Zentralbanken haben bei der EZB dann eben auch zu Einnahmen führen.
Da ist das jetzt die letzten Jahre natürlich nicht passiert.
Das andere ist, dass ja der Bund den Gewinnüberschuss der Bundesbank erhält.
Und in den letzten Jahrzehnten auch relativ konstant immer mit zwei bis 2,5 Milliarden Euro Einnahmen aus dem Bundesbankhaushalt bedacht worden ist und dass das jetzt eben die letzten Jahre nicht passiert ist.
2024 nicht und 2025 auch nicht und wahrscheinlich im nächsten Jahr auch noch nicht.
Damit geht der Klammenbilanz von Lars Klingbeil natürlich eine weitere Einnahmequelle verloren und das wird sich in den Haushaltsdebatten wiederum niederschlagen.
Also der Bundesbank selber geht es nicht schlecht und sie wird sich davon auch problemlos erholen.
Und abgesehen davon sind wir ja in einem gemeinsamen Bankenverbund mit der EZB und am Ende ist zu beurteilen, wie die gesamte EZB aufgestellt ist und nicht die nationalen Zentralbanken, das spielt eigentlich gar nicht so eine große Rolle.
Aber natürlich sinkt damit die Einnahmen des Bundes und für den Bundes im Moment ja doch irgendwie jeder Euro teurer, weil der Bund ja wiederum der Schuldenbremse unterliegt.
Während die Bundesbank am Ende ja auch wiederum von der Zentralbank refinanziert wird.
Das ist die eigentliche überhaupt nicht genannte Nachricht, die da drin steht.
Dass es also ein Verlust im Haushalt des Bundes ist.
Das andere ist am Ende die Frage, wie sich das jetzt entwickelt, und da ist das Iran, über den wir noch nicht sprechen wollen.
Wenn jetzt natürlich über die Energiepreise die Inflation, was ja der Auslöser der letzten Inflationssteigerung war, muss man sagen, die Inflation wieder stark steigen würde, dann wären wir natürlich auch wieder schnell in einem Bereich, wo die EZB sich gezwungen sei, die Leizens wieder zu erhöhen und dann eben die antizipierte Erholung nicht in der Form stattfinden würde in der Bundesmarktbilanz.
Das ist sozusagen die beiden Nachrichten, die sich darin verstecken und die nicht so benannt sind.
Ja.
Also vielleicht kann ich da noch zwei Ergänzungen zu abgeben.
Also wie sozusagen dieser Verlust zustande kommt, hast du ja, finde ich, sehr plakativ erzählt, nämlich einfach durch, dass die Bundesbank halt diese Depositrate, also diese Reservesatz sich an die Geschäftsbanken auszahlen muss.
Warum dieser Verlust niedriger ist dieses Jahr als im letzten Jahr, sind ja zwei Sachen.
A schrumpft ja gerade der Bestand an Staatsanleihen, den das EZB-Bankensystem und damit dann auch die Bundesbank hat.
Also die EZB macht ja quantitativ Tightening, das heißt, sie verkauft die Staatsanleihen, die sie in den Quantitativ Easing gekauft hat, verkauft sie gerade wieder.
Und damit generiert die Bundesbank auf den Verkauf der deutschen Staatsanleihen letztlich einen vermutlich einen Gewinn, weil eben mittlerweile die Zinsen niedriger sind, das heißt, die Anleihepreise höher sind als noch letztes Jahr.
Und die zweite Sache ist natürlich der Goldkurs, der brutal gestiegen ist.
Also alle Goldreserven der Bundesbank sind heute wahrscheinlich irgendwie um den Faktor.
Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie stark Gold letztes Jahr angestiegen ist.
Ich tippe mal 100 Prozent und mehr.
Warte, ich habe die Bundesbankbilanz offen.
Die Gold- und Goldforderungen der Bundesbank sind im Wert von 270.000 Millionen Euro.
Milliarden?
Genau, auf 395 Milliarden Euro gestiegen.
Also mehr als verdoppelt.
Mehr als verdoppelt, ja.
Ja, okay, genau.
Wie gesagt, mich erinnert das alles so ein bisschen an, also jetzt die Berichterstattung über dieses Thema, doch an die Tage-2-Salden, die Herr Sinn immer als IFO-Institut in der Euro-Krise.
Einige ältere Hörer werden sich vielleicht daran erinnern können.
Die Herr Sinn eben damals immer in die öffentliche Debatte geschmissen hat in diversen Polit-Talkshows und schon den Untergang der Eurozone vorhergesagt hat, weil die Peripherieländer ihre negativen Tage 2-Salden nicht bezahlen können und das dann irgendwie zu Verlusten bei den Core-Euro-Länder-Zentralbanken führen würde.
Also, wie du, wie du gesagt hast, das ist einfach das Zentralbanksystem in Europa, wie eigentlich überall auf der Welt, kann im Zweifelsfall einfach mehr Geld drucken.
Und selbst wenn negatives Eigenkapital drohen würde, druckt man halt einfach Geld und dann hat man wieder positives Eigenkapital.
Das ist hätte es gut an diesem Fiat-Money-System.
Das tut die Bundesbank natürlich ungern.
Natürlich, ja, ja klar.
Aber dass es da strenge Regeln gibt und der Vorsichtigkeit, das ist ja alles richtig, aber am Ende ist es eben auch die Aufgabe einer Zentralbank, lockerer umgehen zu können als Geschäftsbanken.
Und natürlich klar, die zu den Goldreserven, da habe ich noch das schlimmste Artikelbild verlinkt.
Ich konnte den Artikel nicht lesen, weil er in der FATS ist, also nicht, dass er deshalb nicht lesen konnte, sondern weil ich keinen Abo habe.
Aber das ist auf jeden Fall das absurdeste Artikelbild, nämlich Nagel, der Vorstandsvorsitzende der Bundesbank in so einem Raum voll Gold.
Das habe ich noch mitverlinkt, weil das wirklich ganz schlimm.
Das macht mich, also es ist so eine Null, also so eine Nullberichterstattung.
Es gibt keinerlei Mehrwert aus diesen Artikeln.
Weil natürlich hätte man den Goldpreis thematisieren können, man hätte die Gewinnbeteiligung des Bundes, man hätte sogar thematisieren können.
Ich meine, die Bundesbank ist ja auch die Bank aller staatlichen, aller Gebietskörperschaften am Ende.
Und auch da könnte man ja fragen, wie weckt sich der Zins da aus und sowas.
Das wären alles sinnvolle Themen, die man besprechen könnte, wenn man eben über Zinspolitik der Bundesbank spricht.
Aber zu sagen, die Bundesbank macht miese, ist schon nahe an Verdrehung der Tatsache.
Ja, ja, ja, ja.
Es ist nicht gut bestellt um den Wirtschaftsjournalismus in Deutschland.
Das kann man definitiv mal sagen.
Ja, und das ist halt auch so, also auch im Vergleich der beiden Themen, die ich heute besprochen habe, ich habe jeweils ein Zeitartikel rausgesucht und der Kommentar von Marc Schieritz, der jetzt zugegemaßen auch unter den Zeitreportern eben unter zu den Eher Beleseneren gehört, zu dem Malmedier-Sache.
Da ist die Berichterstattung so viel ausführlicher in einer Ausführlichkeit, die nicht nötig wäre.
Und zum Thema Notenbank ist das dann halt irgendwie ein Mini-Kurzartikel, der im Grunde nur die Pressemeldung ist, ohne Einordnung, ohne irgendeine weitere Kommentierung.
Wo ich denke, naja, also jetzt ist die Frage, ob der Rosenkrieg im Sachverständigenrat wirklich mehr breitgetreten werden sollte, als Dinge, die unser aller Geld betreffen.
Also, das ist einfach, also ja, ich finde es einfach nicht.
Jetzt ist Hannah rausgeflogen.
Ha, so, da bin ich wieder.
Hallo.
Naja, wir waren ja auch so gut wie fertig.
Genau.
Hast du deinen Pick noch gefunden?
Nee, habe ich nicht.
Ich habe auch lange, lange rätseln müssen, was ich nächstes Mal als Pick mitbringe.
Und ich war letztens auf einer Party, da hat ein German, nee, der hat gar nicht Germanistik, sondern Komparatistik studiert, also irgendwie vergleichende Literaturwissenschaften.
Und er hat gesagt, also er hört gerade die Bodenbruckslesung in der ARD-Audiothek.
Ah, nicht so, was ist Mann ja, oder?
Ja, ja, genau.
Also tatsächlich irgendwie 125 Jahre Thomas Mann oder so wird dieses Jahr begangen.
Und dazu ist vom Radio 3 eine Buddenbrook-Lesung in Auftrag gegeben worden an Thomas Saabacher, der ist selber Hamburger, Hamburger Schauspieler und die Buddenbrooks ist ja, der hat ja als Untertitel den Aufstieg und Fall einer Lübecker Kaufmannsfamilie.
Also spielt entsprechend in Lübeck des frühen, mittleren 19.
Jahrhundert, muss man sagen, also zurzeit auch der 1848er Revolution.
Und es ist natürlich ein dicker, fetter Roman, die Buddenbrooks.
Und entsprechend lange ist auch die Lesung.
Und ich genieße das tatsächlich, dieses Lesung zu hören auf so Autofahrten, so immer in so einem Halbstunden Häppchen.
Kann ich sehr empfehlen.
Das Audio ist noch online bis zum 28.
April nächsten Jahres, also 2027, dann wird die publiziert in der ARD-Audiothek.
Ja, ich finde es tatsächlich irgendwie nice.
Ich stehe total irgendwie auf so lange, langweilige Sachen irgendwie so zum Nebenher konsumieren.
Das ist irgendwie so ein Spleen von mir.
Ich mag zum Beispiel auch Baseball als Sportart, ja.
Da sagen die meisten Leute, das ist ja vurz langweilig.
Ja, aber ich mag das irgendwie, ja.
So Bier trinken, Hotdog essen, Baseball gucken.
Am besten natürlich live, was in Deutschland nicht so leicht ist, aber ja, genau.
Und so ähnlich ist die Buddenbrooks.
Es gibt auch Verfilmungen, aber das ist mir dann wieder zu langweilig, weil da muss man ja dann vor dem Fernseher sitzen.
Also lieber hören als gucken.
Na gut, ich bin nicht sicher, ob ich mich dafür werde erwärmen können, aber wahrscheinlich.
Ja.
Hast du denn auch was getrunken?
Ja, ich habe Wein geschenkt bekommen von Freunden und zwar natürlich einen deutschen Weißwein und zwar ein Cuvé aus Silvaner und Tramina.
Sagt man Cuvier?
Ja.
Ja, wahrscheinlich schon, ne?
Ich glaube aber ein Cuvée ist sozusagen ein zusammengeschütteter Wein aus mehreren Weinen.
Und ich glaube, das ist es nicht.
Und es ist ein Weißwein aus zwei Trauben, Silvana und Tramina.
Des Weinguts Peter Rudloff aus Nordheim in Franken.
Mein Schleife.
Ich war letztes Jahr im Sommer ganz in der Nähe mal für drei, vier Tage im Urlaub.
Nette Gegend.
Ja.
Und der Wein ist super, super, super lecker, lässt sich gut trinken, passt aber auch gut zum Essen.
Kann ich empfehlen.
Ist auch nicht zu teuer.
12,50 Euro die Flasche.
Mein Getränkepickt diesmal.
Prima.
Ja, ich habe schon ein langweiliges Getränk, nämlich was ohne Koffein zur Abwechslung meinte hat ohne Alkohol.
Ja, ich bin ja ganz schrecklich koffeinabhängig, aber ich werde ja nicht jünger und deshalb kann ich irgendwann abends keinen Espresso mehr trinken und dann nachts noch schlafen.
Es trifft uns alle.
Und deshalb bin ich schon länger auf der Suche gewesen nach einem guten, entkoffinierten Kaffee.
Denn natürlich ist das, was Kaffee Haag, den Oma früher hatte, nicht geeignet.
Ich hatte die irgendwann schon mal, glaube ich, Unicorn Espresso empfohlen, der das andere Produkt ist, was ich auch empfehlen würde.
Und jetzt habe ich aber geschenkt bekommen.
No Coffee.
No Coffee ist Bio-Premium Espresso, der nur mit Wasserdampf entkoffiniert wird, was anscheinend die beste Möglichkeit ist, soweit ich.
Ich bin ja nicht so richtig Kaffee-Nerd, aber es ist das, was ich gehört habe.
Auf jeden Fall ist er jetzt wirklich sehr lecker.
Also man kann den sehr gut trinken und er schmeckt wie Kaffee.
Und man kann dann auch sich selbst betrügen und nur halb koffinierten Kaffee daraus machen oder solche Sachen.
Also mischen.
Das reicht bei mir manchmal schon.
Und man kann den bestellen.
Ich habe die Website des Herstellers verlinkt und es gibt ihn auch als Kaffeepads oder halt gemahlen und ungemahlen und auch im Abo, was für mich totale Erleichterung ist, ein Kaffee zu abonnieren, funktioniert total super in beide Richtungen, weil, also mit und ohne Koffein, weil dann kommt der immer alle sechs Wochen vorbei und man muss sich nicht mehr drum kümmern.
Also, ich habe jetzt mehrere Fragen.
Ja.
Frage Nummer eins.
Hast du eine Siebträgermaschine?
Ja, aber diese nur mit einem Dampfkern.
Oh, also du bist also doch ein Kaffeenerd.
So eine kleine halt.
Okay.
Und daraus ziehst du dir deinen Espresso.
Ja.
Hast du schon mal andere Zubereitungsarten damit probiert, also mit diesem Espresso.
Ja, wir haben ihn auch gelegentlich auf Reisen in der kleinen Mockermaschine ausprobiert, ist auch okay.
Kommt halt ein bisschen drauf an.
Ich habe halt nur Bohnen.
Es kommt ja dann auch immer darauf an, wie man ihn dann malt.
Genau.
Da muss man wahrscheinlich was anpassen.
Und wir malen auch, das muss man vielleicht ja zu sagen, da wir nur eine Kaffeemühle haben, in der normalerweise der mit Kaffeokoffein drin ist, malen wir den Koffeinfreien von Hand.
Das heißt, der ist dann wirklich sehr schon gemahlen.
Okay.
Aber jetzt muss ich schon sagen, also wenn eine Handmühle und eine elektrische Mühle daheim hat, dem würde ich schon als Koffeinerd bezeichnen.
Also der Traum wäre, zwei elektrische Mühlen zu haben, weil du ahnst nicht, wie der Kaffeedurchsätze ist.
Ah, okay.
Aber ja, also wir haben halt lange nur mit Hand gemahlen und haben dann irgendwann für den Durchsatz, den wir seit wir beide im Homeoffice sind, hier produzieren, reicht die Handmühle nicht mehr.
Gut, dann komme ich zu meinem zweiten Frage.
Wie oft trinkst du abends noch Kaffee?
Also, ich meine, nicht so, keine Ahnung, um fünf oder sechs hat man nochmal Bock auf eine Tasse Kaffee, sondern so dieses wirklich, keine Ahnung, eine halbe Stunde vorm ins Bett gehen oder du sitzt irgendwie abends im Sessel oder auf der Couch oder auf dem Stuhl und liest was oder machst irgendwas anderes und denkst, ach, jetzt wäre mal eine Tasse Kaffee irgendwie cool.
Nein, aber ich trinke den klassischen Espresso nach dem Essen.
Ah, okay.
Also ich trinke auch sonst keinen Espresso, sondern ich trinke sonst Kaffee Crema tagsüber mit Milch.
Okay.
Und trinke aber Espresso tatsächlich eigentlich nur nach dem Essen.
Okay.
Und dann eben, ja, es ist es schon langsam so, dass es mit Schlafen doof ist.
Und natürlich hin und wieder versucht man ja auch sich den Koffein ein bisschen zu reduzieren und ich habe tatsächlich längere Zeit Milchkaffee mit halber Menge koffeinierten Kaffee gemacht.
Also ich bin gerade auf dieser No-Coffee-Seite.
Entschuldigt, liebe Hörer, wenn es jetzt ein bisschen länger dauert, als es am Anfang war.
Und da gibt es ein Premium-Kaffe-Konzentrat für Eiskaffee, entkoffeiniert.
Also, da muss man nicht mal nochmal seinen eigenen Kaffee abends machen, sondern kippt es einfach in, keine Ahnung, Milch oder Milchersatzgetränk, schmeißt ein paar Eiswürfel rein.
Und ehrlich gesagt, das stelle ich mir so, weißt du, so warmer Juliabend schon ziemlich abgefahren vor.
Ich glaube, das probiere ich mal aus.
Ja, wir hatten so ein Kaffeekonzentrat in Dänemark mal.
Ja.
Das war aber halt sehr stark gesüßt.
Und da ist natürlich dann, da kommt es wahrscheinlich sehr drauf an, das habe ich jetzt noch nicht geguckt, ob das so Sirup ist oder wirklich nur Kaffeekonzentrat.
Es ist außer gerade im Angebot, ich meine, was kann falsch machen.
Crazy.
Es ist tatsächlich nur aus Wasser und Kaffee.
Ja, dann ist gut.
Du eröffnest mir ganz neue Möglichkeiten für meine für meine Abende.
Es gibt ja auch durchaus Cocktails auf Kaffeebasis.
Ja, ja, ja, ja.
Dann wäre das ja dann auch erlebt.
Ja.
Da habe ich immer das Gefühl, man braucht so Upper und Downer, die sich sozusagen so gegenseitig so ein bisschen, wobei so Liquid Cocaine und so, das ist ja.
Espresso Martini.
Bei mir ist es tatsächlich so, ich werde ja von Bier immer sehr müde.
Ich glaube, das ist durch den Hopfen.
Und dann, also wenn ich so abends irgendwie mal Freunden unterwegs bin, dann trinke ich schon nochmal zwischendurch so ein Espresso, um ein bisschen länger durchzuhalten.
Ja, dann ist das ja auch fair.
Also ich meine, da kann man ja dann, da will man ja auch noch länger wach bleiben.
Cool.
So.
Sehr schön.
Vielen Dank.
Ja, dann wünschen wir.
Mein Laptop-Akku gibt doch jetzt auf.
Das ist Zeit dafür, dass wir ins Gehen müssen.
Ja, danke schön fürs Zuhören.
Danke, Jens, dass wir so nett miteinander reden konnten am Freitagvormittag.
Danke auch.
Und wir bedanken uns außerdem bei allen, die uns finanziell unterstützen oder mit Cherio von der Seitenlinie und Kommentaren.
Wir freuen uns über Kommentare und Zuschriften und sagen Tschüss und bis bald.
Ja, bis bald.
Ciao, ciao.
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Bis zum nächsten Mal.
