# Real Estate as AI Hedge and Market Volatility

**Podcast:** OHNE AKTIEN WIRD SCHWER - Tägliche Börsen-News
**Published:** 2026-03-06

## Transcript

Risikohinweis.
Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und sind zum einen ohne Gewehr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente.
Es handelt sich hier nicht um Anlageberatung.
Ihr entscheidet selber, was ihr macht.
Heute ist Freitag, der 6.
März.
Mein Name ist Noor Leidinger und das ist ohne Aktienwert schwer.
Dieser Podcast wird unterstützt von Scalable Capital, dem Broker für alle, die aktiv handeln wollen, mit Trading Flat Rate Krediten und Features wie den Portfolioanalysen.
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Wir beenden die Woche mit einem Immo-Special.
Sind Immobilienaktien die beste Absicherung gegen KI-Risiken?
Und davor schauen wir natürlich, was gestern an der Börse los war.
Ich würde die Woche gerne mit besseren Nachrichten abschließen, aber an der Börse steigt die Sorge, dass der Krieg im Iran doch nicht so kurz dauert.
Der Ölpreis ist gestern wieder gestiegen und hat den höchsten Stand seit Mitte 2025 erreicht.
Gleichzeitig habt man gestern ganz gut gesehen, wieso es als Investor sehr risky sein kann, solche Krisenzeiten zu handeln, indem man einfach verkauft.
Ich hatte ja letzte Folge erzählt, dass der südkoreanische Leitindex am Mittwoch seinen schlechtesten Tag ever hatte und über 10% gefallen ist.
Gestern hatte er dann seinen besten Tag seit 2008 und ist 10% gestiegen.
Und man sieht das tatsächlich ziemlich oft, dass die Tage mit der besten und schlechtesten Performance relativ nah aneinander liegen, weil es die meistens in Zeiten von hoher Unsicherheit gibt.
Viel Unsicherheit gibt es auch weiter in der KI-Welt, aber die Kollegen von Broadcom haben da gestern ein bisschen Ruhe reingebracht.
Ich hatte ja letzte Folge von den Quartalszahlen erzählt, die solide waren, aber auch nicht viel besser als erwartet.
Die Aktie hat gestern trotzdem um die 5% zugelegt und das hat ein paar Gründe.
Broadcom hat nämlich noch eine Umsatzprognose für 2027 abgegeben und zwar wollen sie da alleine mit den KI-Produkten 100 Milliarden Dollar umsetzen, im letzten Jahr waren es gerade mal 20 Milliarden.
Dazu meinte Broadcom auch noch, dass sie diese 100 Milliarden schon sehr sicher absehen können und auch die Lieferketten haben, um den Umsatz abzuliefern.
Nvidia soll im selben Jahr zwar über 300 Milliarden Dollar KI-Umsatz machen, trotzdem ist es krasses Wachstum für Broadcom und es gab noch eine gute Nachricht auf Kundenseite.
Meta entwickelte er auch gemeinsam mit Broadcom einen eigenen Chip, nachdem sie aber in den letzten Wochen große Deals mit Nvidia und AMD gemacht haben, gab es die Sorge, dass Meta das Projekt runterfährt.
Gestern haben dann aber der Broadcom-CEO und die Finanzchefin von Meta beide gesagt, dass sie da weiter Vollgas beim eigenen Chip geben.
Und dann gab es noch ein paar Aktien, die unter Broadcoms Zahlen gelitten haben.
Nvidia hat doch Anfang der Woche einen Deal mit Lumentum und Coherent gemacht.
Beide bauen Laser für die Datenübertragung in Rechenzentren, die mehr und mehr von Kupferverbindungen zu optischen Systemen geht.
Der Broadcom-CEO meinte aber, dass die klassischen Kupferverbindungen für die nächsten Jahre die beste Lösung bleiben werden.
Coherent, Lumentum und Corning haben danach alle verloren.
Ansonsten hat in der KI-Welt noch die Werbeplattform der Trade Desk 20% zugelegt, weil sie laut DeInformation potenzieller Partner von OpenAI in deren Werbebusiness werden könnte.
Übrigens hatten wir diese Meldung ein paar Minuten, nachdem der Artikel über die Information rauskam, schon in unserem WhatsApp-Kanal.
Wer die News also hin und wieder noch schneller will, kann sich das mal anschauen.
Link dazu ist in der Beschreibung.
Dann hatte gestern der neue Berkshire Hathaway CEO Greg Abel einen Auftritt bei CNBC und dabei fast mehr Schlagzeilen gemacht als mit seinem Brief am Wochenende.
Und zwar kam erstens raus, dass Berkshire Hathaway das erste Mal seit 22 Monaten wieder eigene Aktien an der Börse zurückkauft.
Greg Abel scheint also zu denken, dass die Aktien unterbewertet sind, und er hat das wohl auch mit Warren Buffett besprochen.
Übrigens ist ziemlich ungewöhnlich, dass man so genau weiß, wann Berkshire die Rückkäufe startet.
Eigentlich sagen sie das immer nur am Ende des Quartals, dass sie es gemacht haben.
Greg Abel wollte es aber einmal ankündigen, weil es die erste große Änderung ist, seitdem er im Amt ist.
Und beim Thema Änderung war noch seine Antwort spannend, ob er sich mehr Tech-Investments anschauen würde.
Da meinte er nämlich, dass die ganzen Tochterfirmen von Berkshire eher viel Technologie nutzen und dadurch tatsächlich ganz gute Insights haben, da könnte also mehr kommen.
Und auch ganz spannend war, dass er privat 15 Millionen Dollar in Aktien von Berkshire investiert hat und er will jedes Jahr sein komplettes Nachsteuergehalt nutzen, um Berkshire-Aktien zu kaufen, solange er den Job macht.
Die Aktie von Berkshire hat gestern 2% zugelegt.
Dann noch ein kleiner Hinweis auf einen Börsenhighflyer, den viele gar nicht mitbekommen haben.
Victoria's Secret hatte gestern sehr solide Zahlen und die Aktie hat trotzdem 10% verloren.
Das wäre es an sich eine ziemlich langweilige Story, aber der Grund dafür, dass die Aktie trotz der starken Zahlen nicht stärker gestiegen ist, ist eben, dass sie sich in den letzten zwölf Monaten schon verdreifacht hat.
Der Turnaround von der CEO Hillary Super scheint da also gut zu funktionieren.
Ansonsten gab es in Deutschland noch enttäuschende Zahlen von DHL, die zwar die Dividende angehoben haben, aber weiter kaum wachsen, die Aktie hat um die 5% verloren, um die 5% zugelegt hat, dafür Puma, weil der Milliardär Mike Ashley sich mit seiner Fraser's Group 6% der Aktien gekauft hat.
Wenn man gerade mal versucht, zu 5 oder 10 Jahre in die Zukunft zu schauen, gibt es eine Sache, die sehr klar ist und eine andere, die sehr unklar ist.
Es ist sehr klar, dass sich durch KI und Robotik extrem viel verändern wird.
Es ist aber nicht so klar, ob das in eine total positive oder eher total negative Richtung geht.
Manche glauben ja, wir kommen in Szenarien, da wird es krasses Wirtschaftswachstum geben, viele Innovationen und im Schnitt ein viel besseres Leben für uns alle.
Und es gibt aber andere Szenarien, da wird es sehr viel Arbeitslosigkeit und Krisen geben, die sich davon ableiten.
Weil die Lage so unklar ist, ist die alte Börsenweisheit, dass man einfach breitgestreut in verschiedenste Branchen investieren soll, immer noch eine sehr gute.
Trotzdem kann man natürlich philosophieren, welche Branchen in beiden Szenarien ganz okay laufen würden.
Ich meinte Anfang der Woche ja mal, dass High-End-Luxus so ein Bereich sein könnte, weil die Wahrscheinlichkeit, dass durch künstliche Intelligenz eine ordentliche Zahl an Menschen sehr reich wird, so oder so hoch ist.
Sportteams könnten auch ein Bereich sein, der davon profitiert, gerade von den Superreichen, die dann Sportteams kaufen wollen.
Und ein Bereich, der in verschiedenen KI-Szenarien auch relativ stabil wirkt, sind Immobilien.
Abgesehen von Gewerbeimmobilien zumindest.
Und die Branche outperformed dieses Jahr sogar.
In Deutschland haben Vonovia und LEG-Immobilien dieses Jahr schon über 5% zugelegt, TAG sogar über 10 Prozent.
Der DAX hat in derselben Zeit leicht verloren.
Gibt es da gerade also endlich das Comeback nach der jahrelange Krise?
Das habe ich heute mal mit Christoph diskutiert.
Christoph, gestern gab es ja auch neue Zahlen von LEG.
Wie sieht es bei denen geradeaus?
Also die Lage verbessert sich auf jeden Fall weiter.
Wie erkennt man das?
Wir schauen hier ja oft auf KGVs.
Bei Immofirmen gibt es aber ein bisschen andere Kennzahlen, auf die man da blickt.
Gerade bei LEG ist die Verschuldung nämlich ein großes Thema.
Dieses Jahr will die Firma endlich das Ziel erreichen, dass das Verhältnis von Nettoverschuldung und Immo-Vermögen auf 45 Prozent sinkt.
Ende 2024 waren das noch 48 Prozent.
Seitdem hat LEG aber Immobilien verkauft.
Allein letztes Jahr waren das über 3000 Wohnungen, für die sie 250 Millionen Euro gekriegt haben.
Und sie haben die Bewertung von ihren Immobilien angehoben und zwar insgesamt um 3% im letzten Jahr.
Über diese Immo-Bewertungen diesmal auch gerade immer wieder viel, weil die meisten deutschen Immo-Firmen deutlich günstiger sind als der Wert der Immobilien minus Fremdkapital, also eigentlich auf den ersten Blick unterbewertet.
Würdest du aber sagen, dass diese Immo-Bewertungen irgendwie aussagekräftig sind?
Also bei LEG war es so, die haben letztes Jahr die Wohnungen über dem Buchwert verkauft.
Das war auch ein Grund dafür, dass sie die Bewertung anheben konnten.
Dieses Jahr wollen sie weiterverkaufen, aber eben auch nur dann, wenn die Kaufpreise über dem Buchwert liegen.
Das ist ganz wichtig, der Firma.
Das ist also insgesamt nicht unrealistisch.
Aber man muss ein paar Jahre zurückschauen, nur auf 2023.
Da haben sie den Wert der Immobilien allein in einem Jahr um 12 Prozent abschreiben müssen.
Man muss da, glaube ich, auch einfach sehen, dass diese Bewertungen extrem Zinsabhängig sind, weil ansonsten gibt es eigentlich nicht so große Probleme.
LEG hat jetzt keine großen Leerstände, sie haben Mieterhöhungen, aber man sieht eben, wenn die Zinsen steigen, dann fallen automatisch die Immobilienpreise.
Und das ist, glaube ich, auch wichtig für alle, die jetzt eher kurzfristig investieren und nicht langfristig.
Wenn wir jetzt sehen, dass die Ölpreise länger hoch bleiben und das vielleicht auch die Inflation treibt, könnte es natürlich sein, dass die Zentralbank die Zinsen anheben muss.
Und das wäre für die Branche wieder ziemlich schlecht.
Ja, und da vielleicht noch als Ergänzung, weil du gerade sagst, dass die Mieten gestiegen sind.
Das läuft zwar operativ besser bei LEG und die Durchschnittsmieten sind auch um 3,5 Prozent gestiegen.
Man muss aber ein bisschen aufpassen, weil man gestern in manchen Artikeln lesen konnte, dass die Mieteinnahmen sogar um 7% zugelegt haben.
Da muss man beachten, dass LEG ja die Mehrheit an Breck Capital Properties gekauft hat.
Das waren fast 10.000 Wohnungen und das fließt da eben mit rein.
Aber kurz gesagt, die Branche erholt sich und gerade langfristig gibt es mit Blick auf Wohnungsmangel und diese ganzen Themen ja eine gute Perspektive.
Das Zinsthema bleibt aber natürlich und in Deutschland gibt es auch immer noch das Thema Regulierung.
Da ist vielleicht noch ganz spannend, wenn jemand generell dieser Fokus auf Deutschland stört, den ja LEG total hat.
Es gibt noch den Konkurrenten TAG, die sind bei der Verschuldung sogar ein bisschen besser und die bauen ziemlich massiv ihr Business in Polen aus.
Die haben da alleine letztes Jahr 5000 Wohnungen gekauft, haben jetzt fast 9000.
Und das Ziel waren eigentlich mal bis 2028 10.000 zu haben.
Das heißt, sie sind da deutlich vorplan.
Und das ist eben spannend, weil in Polen deutlich mehr Wachstumsdynamik jetzt insgesamt in der Wirtschaft ist.
Und es gibt auch einen Riesenwohnungsmangel, genau wie in Deutschland.
Man muss natürlich dazu sagen, das zahlt man auch in der Bewertung.
Bei TAG gibt es gerade so um die 3% Dividendenrendite.
Bei LEG ist es deutlich über 4%.
Das sind natürlich spannende Kennzahlen für Investoren.
Spannend sind für viele bei Immo-Aktien, aber auch die USA und mit dem Markt, dass du dich ja mal ein bisschen beschäftigt.
Wie ist da deine Einschätzung dazu?
Ja, insgesamt ist ja dieser Read, also der Real Estate Investment Trust mit den Immobilienaktien in USA einfach viel ausgeprägter.
Also TAG und LEG sind zusammen nicht mal 10 Milliarden Euro wert.
Es gibt in USA alleine drei Firmen, nämlich Welltower, Prologis und Equinix.
Die sind jeweils um die 100 Milliarden oder noch mehr wert.
Also viel größere Branche.
Man muss aber dort am Ende auch aufpassen, in was man investiert, weil es einfach extrem unterschiedlich ist.
Es gibt zum Beispiel Welltower, die sind auch der größte Player, sind so 140 Milliarden Dollar wert und die fokussieren sich auf Seniorenheime.
Equinix, der drittgrößte Player, ist ganz anders.
Die fokussieren sich nämlich auf Rechenzentren.
Und das sind natürlich komplett unterschiedliche Investmentcases.
Und was aus Investorensicht auch ein bisschen ärgerlich ist, die verschwimmen immer mehr.
Zum Beispiel Prologis, die zweitwertvollste Read-Firma der Welt.
Die war immer so eine reine Lagerhallen-Investmentwette eigentlich und Industrieimmobilien.
Und die haben aber jetzt in den letzten Jahren auch angefangen, Rechenzentren zu bauen.
Und das war immer noch relativ moderat.
Im letzten Jahr waren 10% von allen neuen Projekten, die sie gestartet haben, Rechenzentren.
Dieses Jahr sollen es aber schon 40% sein.
Und das heißt, wenn man jetzt gerade eigentlich ein bisschen weg vom KI will und in stabile Immobilien investieren will, und dann hat man da wieder Rechenzentren, muss man das auf jeden Fall auf dem Schirm haben.
Ja, das ist auch das, was ich in den USA immer so spannend finde, diese Spezialcases.
Du hattest in einem Podcast Ende März im letzten Jahr mal den Empire State Realty Trust vorgestellt, dem eben das Empire State Building gehört.
Und die verdienen ja auch große Teile vom Gewinn mit der Aussichtsplattform.
Also, das ist sogar eher noch eine Tourismuswette dabei.
Und es gibt auch noch Firmen wie Alexandria Real Estate, die Laborimmobilien an Biotechs vermieten.
Und es gibt auch noch ganz andere, sehr nischige Cases da in den USA.
Und das sind dann eben alles meistens Firmen, die ja von Megatrends mit profitieren, aber eben ein bisschen stabiler sind als jetzt die Biotech-Firmen selbst zum Beispiel.
Aber sie haben dafür natürlich auch deutlich weniger Upside.
I think real estate grant is gotta be part of a portfolio.
Das war ohne Aktien wird schwer.
Produziert von Podstas bei UMR.
Euch ein schönes Wochenende.
Wir hören uns am Montag wieder.
Bis dahin.
Alles Gute.
Adios.
