# Chip Giants, Fitness Saturation, and Crypto Shifts

**Podcast:** OHNE AKTIEN WIRD SCHWER - Tägliche Börsen-News
**Published:** 2026-03-05

## Transcript

Risikohinweis.
Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und sind zum einen ohne Gewehr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente.
Es handelt sich hier nicht um Anlageberatung.
Ihr entscheidet selber, was ihr macht.
Heute ist Donnerstag, der 5.
März.
Mein Name ist Nora Leidinger und das ist ohne Aktienwert schwer.
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Wir schauen heute, ob überfüllte Fitnessstudios ein gutes Business sind, wie die Kryptowelt Geld mit dem Iran-Krieg verdient und davor natürlich die Actual News, inklusive Zahlen von der drittwertvollsten Chip-Firma der Welt.
Nachdem es die letzten zwei Tage stark bergab ging, hat sich die Börse gestern ein bisschen erholt.
Das könnte an Meldungen liegen, dass die Frequenz von iranischen Raketen gesunken ist, weil die USA und Israel wohl schon viele Raketeninfrastruktur zerstört haben.
Insgesamt bleibt die Situation aber weiter schwer einzuschätzen.
Trump hat am Freitag auf jeden Fall ein Treffen mit Rüstungsmanagern, um über die Waffenproduktion zu sprechen.
Und ganz gut zusammengefasst hat aus meiner Sicht der CEO von Goldman Sachs die Lage.
Er meinte, dass er bisher überrascht ist, wie entspannt die Börse reagiert.
Gleichzeitig weiß man aber eben nicht, wie lange sich der Konflikt zieht, wie er sich auf die Konsumstimmung auswirkt und auf die langfristigeren Energiepreise.
Und um das einzuschätzen, gibt es aus seiner Sicht einfach gerade noch nicht genug Infos.
Was man auf jeden Fall schon einschätzen kann, ist, dass Börse nicht gleich Börse ist.
Der FoCI 100 in Großbritannien hat zum Beispiel viel entspannter auf die ganze Lage reagiert als der DAX, weil da viele stabile Firmen aus dem Pharma-Tabak- oder Konsumbereich sind, dazu Rüstungsöl und Bergbaufirmen.
Besonders hart getroffen hat es dafür den Cospi-Index in Südkorea, der sogar über 12% gefallen ist und damit den schlechtesten Tag ever hatte, liegt einerseits daran, dass der Index extrem gut gelaufen ist und Investoren bei den größten Aktien wie Samsung einfach Gewinne mitnehmen.
Außerdem importiert Südkorea viel Öl und produziert viel, leidet also unter den höheren Ölpreisen.
Neben diesen Makrothemen gab es gestern viel Bewegung bei Adidas, die 5% verloren haben.
An einem Tag, wo der DAX fast 2% gestiegen ist, ist das schon ein ordentliches Minus.
Dabei ist es so, dass die neuen Zahlen eigentlich solide waren, aber Adidas hatte mal das Ziel, dass sie 2026 10% operative Gewinnmarge erreichen.
Jetzt sollen es nur knapp unter 9% werden und die 10% gibt es erst 2027.
Auch das Wachstum ist noch solide, soll in den nächsten zwei Jahren aber unter 10% liegen.
Adidas ist zwar immer eher konservativ mit seinen ersten Schätzungen, trotzdem kam es gestern nicht gut an.
Dazu kommt, dass Adidas den Vertrag von Björn Gulden, also dem CEO, bis 2030 verlängert hat.
Unter ihm läuft es ja auch gut, von daher macht das auf jeden Fall Sinn.
Was die Börse vielleicht nicht so optimal findet, ist der neue Aufsichtsratschef.
Und zwar ist, dass der ägyptische Milliardär Nassef Saviris, der auch schon seit 2015 bei Adidas investiert ist.
Saviris bringt sicher unternehmerische Kompetenz mit, aber es wurden für den Posten auch schon Namen wie der Red Bull-CEO Minzlaw überlegt, der nochmal 15 Jahre jünger wäre und potenziell mehr Drive reinbringen könnte.
Ansonsten gab es in Deutschland noch enttäuschende Zahlen von Redcare Pharmacy, die über 10% verloren haben, und in Großbritannien hat es den Hausbauer Vistry ähnlich stark getroffen.
Vor allem bei Redcare geht damit der Absturz der letzten Monate immer weiter.
In den letzten zwölf Monaten hat die Aktie um die 60% verloren.
Aber jetzt zu den Quartalszahlen, auf die gestern alle gewartet haben, denen von Broadcom, obwohl die Aktie dieses Jahr um die 10% verloren hat, ist das ja mit 1500 Milliarden Dollar Börsenwert noch immer die drittwertvollste Chipfirma der Welt, nach TSMC und Nvidia.
Die hohe Bewertung hat Broadcom ja vor allem, weil sie der wichtigste Partner von Firmen wie Alphabet, Meta oder OpenAI sind, wenn die selbst Chips bauen wollen und vor allem bei Alphabet ist es ein sehr relevantes Business.
Aber wie bei allen KI-Chip-Firmen sind auch die Erwartungen sehr hoch.
Dazu hat Broadcom ja noch ein großes Software-Business, wo seit ein paar Monaten massive KI-Sorgen die Stimmung drücken.
Und für das Software Business saß tatsächlich nicht gut aus.
Analysten haben da 4% Wachstum erwartet, am Ende gab es nur 1%.
Insgesamt hat Broadcom aber die Erwartungen erfüllt, was heißt, dass das wichtigere Chip-Geschäft stärker gewachsen ist als gedacht.
Der KI-Umsatz hat sich sogar mehr als verdoppelt und das Wachstum beschleunigt sich.
Letztes Quartal waren es ca.
8,4 Milliarden Dollar Umsatz.
Dieses Quartal sollen es fast 11 werden.
Damit liegt Broadcom deutlich über den Schätzungen der Analysten und gut dürfte ankommen, dass ihre Margenziele auch höher sind als erwartet.
Bei Broadcom gab es durch höhere Speicherpreise und andere Themen, nämlich Sorgen, dass die Margen sinken.
Das scheint also nicht zu passieren.
Die Aktie hat nach den Zahlen trotzdem weder stark zugelegt noch stark verloren, denn, wie schon gesagt, die Erwartungen waren einfach sehr, sehr hoch und wenn die Zahlen dann nicht viel, viel, viel besser sind als erwartet, reicht das aktuell einfach nicht für starke Kursanstiege in dem Business.
Und zum Abschluss noch eine ganz spannende News von Apple.
Die haben für 599 Dollar das neue MacBook Neo vorgestellt.
Das ist 400 Dollar günstiger, als jemals ein neues Mac-Modell war.
Hintergrund könnte es sein, dass Apple zum Beispiel in Schulen einen ziemlich niedrigen Marktanteil hat.
Da haben sie laut Future Resource gerade mal 20% Anteil.
Windows und Google sind da deutlich stärker und das ist ja trotzdem die Zielgruppe der Zukunft.
Timon ist ja der mit Abstand fitteste Kollege bei uns im Team.
In dem Studiobusiness, das er heute vorstellt, würde er entsprechend nicht trainieren.
Wer eine Fitnessstudio-Kette betreibt, hat drei Hebel den Umsatz hochzuschrauben.
Entweder man eröffnet neue Standorte, man erhöht die Preise oder man quetscht noch mehr Mitglieder in die bestehenden Studios.
Planet Fitness, der mit Abstand größte Fitnessplayer in Amerika, hat besonders den letzten perfektioniert.
Mit über 20 Millionen Mitgliedern hat das Unternehmen mehr Kunden als der gesamte Bundesstaat New York Einwohner und das bei nicht mal 3000 Studios.
Ein Planet Fitness Studio hat nämlich im Schnitt über 7000 Mitglieder und das hat funktioniert, weil über die Hälfte der Mitglieder zwar Zahlen, aber nicht zum Training vorbeikommen.
Planet Fitness hat sich nämlich immer als Billiganbieter positioniert und absichtlich nicht die typischen Fitnessenthusiasten angezogen.
Die meisten Studios hatten zum Beispiel lange Zeit keine klassischen Langhandeln und bis 2020 gab es jeden Monat am ersten Montag Gratispizza und am zweiten Dienstag gratis Bagels.
Das Modell stößt aber langsam an seine Grenzen.
Mitglieder und Studiozahl steigen zwar noch, aber die durchschnittliche Mitgliederzahl pro Studio ist jetzt das zweite Jahr in Folge gesunken.
Der Rückgang ist zwar nur gering, aber es hat in den letzten 15 Jahren noch nie eine Zeit gegeben, in der die Zahl zwei Jahre in Folge gesunken ist.
Grund könnten die neuen Abnehmmedikamente um GLP 1 sein, laut einer Umfrage von AlphaWise und Morgan Stanley gehen zwar doppelt so viele GLP1-Nutzer regelmäßig ins Gym wie vor der Behandlung, weil sie durch die Medikamente sonst auch Muskel verlieren würden.
Planet Fitness baut gerade mehr Kraftgeräte ein, um davon zu profitieren.
Die Frage ist aber erstens, ob dann die Mitgliederdichte sinken muss und zweitens, ob es nicht auch viele GLP 1-Nutzer gibt, die nicht ins Studio gehen und auch kein Planet Fitness-Abo mehr haben, weil sie ja gar keinen Gewicht mehr verlieren wollen.
Ein weiterer Grund für die niedrigere Mitgliederzahl pro Studio könnte sein, dass Planet Fitness 2024 zum ersten Mal seit 1998 die Basispreise für neue Mitglieder von 10 auf 15 Dollar pro Monat erhöht hat und nicht mehr überall der günstigste Anbieter ist.
Und generell ist die eher sparsame Zielgruppe eine, die in den letzten Jahren unter Inflation gelitten hat.
Einfacher haben es Ketten, die sich auf wohlhabende Kunden fokussieren.
Das Phänomen sieht man ganz gut an der Premium Fitness und Wellness Center-Kette Lifetime Group.
Die hat ihren Ausblick angehoben und das, obwohl sie ihre Preise letztes Jahr auch schon angezogen hat und eine Mitgliedschaft so schon über 300 Dollar pro Monat kosten kann.
Dazu kommt, dass Lifetime trotz der hohen Mitgliedspreise fast ein Drittel vom Umsatz mit Extra-Services macht.
Also damit, dass Mitglieder in den Centern dann noch für zum Beispiel Maniküre, Haarstyling oder Massagen extra zahlen, aber zurück zu Planet Fitness.
Letzten Monat hat das Management für das Gesamtjahr 2026 einen schlechter als erwarteten Ausblick vorgestellt.
Der Umsatz soll um 9% auf nicht ganz anderthalb Milliarden Dollar steigen.
Das Jahr hat wohl nicht angefangen wie gehofft und Planet Fitness bekommt normalerweise am Anfang des Jahres viele neue Mitglieder durch Neujahrsvorsätze.
Unter anderem deswegen ist der Börsenwert seit Anfang des Jahres schon 25% auf 6,5 Milliarden Dollar und ein erwartetes KGV von 24 gefallen.
Der Mittelwert der letzten 10 Jahre ist 34.
Dabei gibt es aber auch Argumente für ein Investment.
Planet Fitness ist in dem günstigen Segment der mit Abstand größte Player.
Der nächste Konkurrent, Crunch, hat nur ein Fünftel der Filialen.
Das ist natürlich ein enormer Wettbewerbsvorteil, weil Mitglieder mit der Planet Fitness Black Card in jedem Studio trainieren dürfen.
Das ist die Premium-Mitgliedschaft von Planet Fitness, die haben zwei Drittel der Mitglieder.
Dazu gibt es einen Wachstumshebel abseits der Kunden.
Franchise-Nehmer müssen aktuell 5% an Planet Fitness zahlen.
In Zukunft sollen es 7% sein.
Analysten rechnen damit, dass Planet Fitness auch deswegen 2028 rund 380 Millionen Dollar nach Steuergewinn macht.
Die Bewertung entspricht mehr als dem 17-fachen davon.
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330.000 Dollar haben 12 Konten auf dem Prediction Market Polymarket verdient, weil sie darauf gewettet haben, dass der Iran am Samstag angegriffen wird.
Der Einsatz waren um die 70.000 Dollar und die Konten wurden erst wenige Tage vor dem Event neu erstellt.
Das stellt sich natürlich die Frage, ob dahinter vielleicht Insider stecken.
Das gleiche Phänomen gab es ja auch bei der Festnahme von Maduro in Venezuela.
Fairerweise muss man sagen, selbst wenn man Insider ist, ist es gar kein No-Brainer mit diesen Wetten Geld zu verdienen.
Zum Beispiel gibt es bei Polymarketstreit, wann er genau verstorben ist.
Und noch spannender ist beim Konkurrenten Calci, in den USA darf man nämlich eigentlich nicht auf Terrorismus oder den Tod wetten.
Polymarket ist offiziell nicht eine US-Firma und umgeht die Regeln, aber Calci ist eine US-Firma.
Sie hatten trotzdem eine Wette auf der Seite, bis wann Kameni oberster Führer im Iran bleiben wird.
Viele haben darauf gewettet, kriegen aber jetzt keine Gewinne ausgezahlt.
Der Tod von Kameni ist bei Calci nämlich eine Ausnahme bei der Wette, sonst könnte man ja direkt auf den Tod wetten.
Genau das Kleingedruckte haben viele aber nicht mitbekommen und deshalb gibt es da jetzt große Konflikte.
Übrigens wurde insgesamt auf das Thema extrem viel gewettet, alleine auf Polymarket, was circa eine halbe Milliarde, die auf das Timing der Angriffe gesetzt wurde.
Und neben Prediction Markets gab es auch viel Aktivität im iranischen Kryptomarkt.
In den Stunden nach den ersten Angriffen sind die Ausflüsse aus iranischen Krypto-Börsen teilweise um fast 1000% gestiegen.
Und wenn wir schon beim Thema Prediction Markets und Wetten sind, diese Woche kam ein langer Bloomberg-Bericht zum größten Krypto-Casino der Welt, nämlich zu Stake.
Für die Plattform wirbt unter anderem auch der Rapper Drake, wie Bloomberg analysiert hat, gewinnt er bei einem der Hauptspiele, aber erstaunlich oft die ganz großen Checkpots.
Er gewinnt da nämlich viermal öfter als durchschnittliches Spieler und bei anderen Influencern sieht es wohl ähnlich aus.
Das Ding ist jetzt aus Investorensicht, dass man bei diesen ganzen Plattformen nichts davon hat, wenn viel gehandelt oder gewettet wird.
Das ist bei der dezentralen Krypto-Börse Hyper-Liquid anders.
Und auch auf der gab es am Samstag ein 24-Stunden-Handelsvolumen von 200 Millionen Dollar, weil eben viele traditionelle Börsen geschlossen waren und man dort auf die Bewegung von allen möglichen Assets wetten kann, also auch auf Gold, Aktien und sogar auf den Wert von OpenAI oder SpaceX.
Das sind natürlich extrem riskante Wetten, machen trotzdem viele und bei Hyperliquid ist es so, dass ein Teil der Handelsgebühren in Rückkäufe vom Hyperliquid-Token fließt, er dadurch also an Wert gewinnt, ähnlich wie bei Aktienrückkäufen.
Und in den letzten zwölf Monaten hat sich der Coin auch verdoppelt, der Bitcoin hat in derselben Zeit um die 10% verloren.
Dann kam gestern eine gute Nachricht für die langfristige Perspektive der Kryptowelt raus.
Und zwar hat Kraken als erste Krypto-Börse ever Zugang zum offiziellen Bezahlnetz der amerikanischen Zentralbank gekriegt, sonst sind dort nur große Banken und Finanzplayer unterwegs.
Der Account von Kraken ist zwar beschränkt und das Ganze auf ein Jahr limitiert, aber trotzdem ein positives Zeichen, dass sich Krypto mehr etabliert.
Und ein positives Zeichen gab es ja auch für die Kryptowelt an sich.
Am Wochenende hat man zwar erstmal gesehen, dass Bitcoin und Co.
noch keine echte Krisenwährung sind, während Gold in Reaktion auf den Iran-Krieg gestiegen ist, hat der Bitcoin erstmal verloren.
Aber er hat zumindest in den letzten Stunden zugelegt und ist alleine gestern über 5% gestiegen auf ca.
70.000 Dollar.
Vielleicht hat er auch ein bisschen geholfen, dass der Bitcoin-Miner American Bitcoin von den Trump-Brüdern weiter an Bitcoin glaubt und am Dienstag den Kauf von 11.000 neuen Mining-Computern verkündet hat.
Damit steigern sie ihre Kapazität um über 10%.
Und der Move ist vor allem spannend, weil die meisten Konkurrenten gerade eher das Gegenteil machen.
Der Krypto-Mining-Gigant Marathon hat in seinem neuen Geschäftsbericht zum Beispiel geschrieben, dass er letztes Jahr angefangen hat, Bitcoins zu verkaufen und das auch dieses Jahr weitertun wird, weil sie ihr Business umbauen und zwar vom Kryptominer zu einer Firma, die Rechenzentren für KI betreibt.
Der Konkurrent Core Scientific verkauft aus demselben Grund Bitcoins, ist aber noch aggressiver und meinte, dass er so gut wie alle seine Bitcoins verkaufen wird, um eben den Rechenzentrums ausbau zu finanzieren.
Und das könnte ja generell ein Grund dafür sein, dass Bitcoin und Co.
in den letzten Wochen nicht mehr so gut gelaufen sind.
Was die Firmen nämlich im großen Stil machen, machen auch viele Anleger im kleinen und ehemalige Kryptozocker setzen jetzt vielleicht eher auf KI-Aktien, die schneller noch mehr Rendite bringen.
The odds were stacked against me.
I won anyway.
Because I win.
You got lucky.
Guys like you always think other people get lucky.
I don't get lucky.
I make my own luck.
Das war ohne Aktien wird schwer, produziert von Podstas by UMR.
Wir hören uns morgen wieder.
Bis dahin.
Alles Gute.
Adios.
